#21

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 06.03.2015 10:59
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #17
Zitat von Signalobermaat im Beitrag #13
Ich halte mich immer ein bißchen dedeckt bei solchen Veröffentlichungen.Weil ich nicht weiß, was will derjenige damit erreichen.Es paßt auf jeden Fall in die politische Lage,damit nie Ruhe hinein kommt.Bei all dem scheint man vergessen zu haben, daß das MfS keine soziale Einrichtung war, die MA hießen auch nicht Mutter Theresa,sondern es war ein Geheimdienst in der ganzen Breite der Aufgaben , die ein Geheimdienst zu erfüllen hatte und mit den Möglichkeiten, die eben nur einem GD zur Verfügung standen.Ohne entsprechende IM oder wie man sie auch bezeichnen möchte, kann kein Geheimdienst existieren und die Mittel und Methoden der Anwerbung sind überall gleich, wenn gleich beim MfS die Methode Überzeugung das tragendere und länger anhaltende Motiv war, Aber deshalb und gerade um in die interessanten Zielgruppen zu gelangen, in Führungsgremien, wo Pläne und Absichten entwickelt wurden, wurde die ganze Palette der Werbungsmethoden genutzt.Und GD Arbeit ist mitunter auch schmutzige Arbeit, egal in welchem Staat.Ich fände es zumindesten schön, wenn ein paar von den westlichen IM mal so aus der Schule plaudern würden, oder dürften, wie so manch einer gegen seinen Willen auf der Grundlage kompromitierenden Materials zur Zusammenarbeit gezwungen wurde , wie Familien unter Druck gesetzt wurden und wie man mit ihm verfahren ist, als er aussteigen oder ablehnen wollte.Ich denke auch da wird der Bereich Verkehrsunfall, oder Jagdunfall usw. nicht untätig gewesen sein.Wie immer und überall wird es dafür nie Beweise geben, lediglich ein Inserat" plötzlich und unerwartet...Auch in der BRD wurde dafür gesorgt, daß bei Ablehnungen,wenn es sich um eine hochkarätige Person gehandelt hat, das dieser nirgentwo mehr einen Fuß in die Tür bekommen hat. Das muß man einfach mal zur Kenntnis nehmen. Das wissen auch alle, die einmal mit einem GD in Berührung kamen.Nur das ahnungslose Volk fällt immer aus dem Himmel, wenn etwas über die Arbeit der GD veröffentlicht wird, vornehmlich natürlich aus der DDR oder Russland. Es gibt noch einen GD, der kein Pardon kennt,neben dem CAI, der israelische Mossad.

@Signalobermaat, ich habe noch in der DDR ( etwa 1963/64) einen Anwerbeversuch des MfS mit einem klaren nein beantwortet und siehe da es ist nichts mit mir passiert. Einige Jahre später versuchte die Amerikaner im Camp King ( du kennst es sicher, oder weisst dass es das gab) mich ebenfalls zum Kundschafter des Friedens umzudrehen und mich dorthin zurückzuschicken, wo ich gerade unter Lebensgefahr entkommen war. Ich korrigiere, sie nannten es nicht Kundschafter des Friedens sondern sie nannten es " Kämpfer für die Verteidigung der freien Welt ", so sollte ich weiterhin "leben". Ich sagte ihnen mit der gleichen Einstellung wie MfS-Ablehnung sie sollten mal schön ohne mich die freie Welt verteidigen. Ist mir ebenso nix passiert. Kein Mensch muss dieses schmutzige Geschäft machen, die Ausrede so mancher IM in der DDR ist für mich eine Schutzbehauptung, das sie mussten.




Man Gert--dann musst Du aber damals sehr vertrauenswürdig gewesen sein. Das man an Dich heran getreten ist--mit den Anwerbungsversuch für das MfS: Kann mir nicht vorstellen--das man das so aus dem Stehgreif bei jeden tat.


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#22

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 06.03.2015 11:25
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Signalobermaat im Beitrag #18
Hallo Gert, solange es auf der Welt unterschiedliche Interessen gibt,egal ob wirtschaftlich oder politisch, wird es immer darum gehen , Informationen zu erhalten,die Einem gegenüber dem Anderen Vorteile bringen.Da kannst du die Geschichte bis ins frühe Mittelalter hinein verfolgen.Bestimmte Informationen lassen sich nunmal technisch nicht erarbeiten, dazu benötigt man Menschen, die in der Lage sind,zu einem Anderen ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.Inwieweit das gut oder verwerflich ist entscheidet doch immer die jeweilige Einstellung zur Sache.Wenn es für ihn freiwillig und aus der Überzeugung heraus, das Richtige zu tun ist , ist es doch für den Jeweiligen i.O. Das kann ein Anderer natürlich von seinem Standpunkt aus völlig anders sehen.Moralisch anders sollte man die Sache betrachten, wenn ich für Geld arbeite.Das sind auf allen Seiten unsichere Kandidaten,denn man weiß nie, ob er nicht durch ein besseres Angebot getürkte Inform. liefert.Nun zu der Druckvariante.Wie hättest du dich entschieden, wenn der Amerikaner oder Verfassungsschutz dich für Spitzeldienste in deinem Wohnort oder Betrieb gebraucht hätten und sie bei Ablehnung gesagt hätten, wenn sie unser Angebot nicht annehmen, sorgen wir dafür, das sie in den nächsten 3 Tagen wieder in der DDR sind.Geh jetzt mal davon aus, daß du inzwischen Familie und eine Top Position gehabt hättest.Du hattest ja zu deiner Zeit das Glück, daß man dich auf beiden Seiten nicht unbedingt gebraucht hat, und es beiden Seiten egal war, wie du dich entscheidest.Man hat eben den nächsten angesprochen. Kein Verlußt.Ich will nicht allzuviel plaudern, aber ich kenne einen Bundesbeamten,die sich bei Strafe seiner Position nicht wehren konnte, bei Reisen in die DDR seine Fahrtrouten so zu wählen, daß er an CA Objekten vorbei mußte um anschließend seine Erkenntnisse mitzuteilen.Er war in einer gestandenen Position in der er sich jahrelang hochgearbeitet hatte. Und wir wußten, daß er gegenüber seiner Familie und sich selbst in Gewissenskonflikten war. Seine Chance war die Wende.




Die Not eines missbrauchten 15-jährigen Kindes auszunutzen ist eine Schweinerei und sonst nichts.
.


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#23

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 06.03.2015 11:26
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #22
Zitat von Signalobermaat im Beitrag #18
Hallo Gert, solange es auf der Welt unterschiedliche Interessen gibt,egal ob wirtschaftlich oder politisch, wird es immer darum gehen , Informationen zu erhalten,die Einem gegenüber dem Anderen Vorteile bringen.Da kannst du die Geschichte bis ins frühe Mittelalter hinein verfolgen.Bestimmte Informationen lassen sich nunmal technisch nicht erarbeiten, dazu benötigt man Menschen, die in der Lage sind,zu einem Anderen ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.Inwieweit das gut oder verwerflich ist entscheidet doch immer die jeweilige Einstellung zur Sache.Wenn es für ihn freiwillig und aus der Überzeugung heraus, das Richtige zu tun ist , ist es doch für den Jeweiligen i.O. Das kann ein Anderer natürlich von seinem Standpunkt aus völlig anders sehen.Moralisch anders sollte man die Sache betrachten, wenn ich für Geld arbeite.Das sind auf allen Seiten unsichere Kandidaten,denn man weiß nie, ob er nicht durch ein besseres Angebot getürkte Inform. liefert.Nun zu der Druckvariante.Wie hättest du dich entschieden, wenn der Amerikaner oder Verfassungsschutz dich für Spitzeldienste in deinem Wohnort oder Betrieb gebraucht hätten und sie bei Ablehnung gesagt hätten, wenn sie unser Angebot nicht annehmen, sorgen wir dafür, das sie in den nächsten 3 Tagen wieder in der DDR sind.Geh jetzt mal davon aus, daß du inzwischen Familie und eine Top Position gehabt hättest.Du hattest ja zu deiner Zeit das Glück, daß man dich auf beiden Seiten nicht unbedingt gebraucht hat, und es beiden Seiten egal war, wie du dich entscheidest.Man hat eben den nächsten angesprochen. Kein Verlußt.Ich will nicht allzuviel plaudern, aber ich kenne einen Bundesbeamten,die sich bei Strafe seiner Position nicht wehren konnte, bei Reisen in die DDR seine Fahrtrouten so zu wählen, daß er an CA Objekten vorbei mußte um anschließend seine Erkenntnisse mitzuteilen.Er war in einer gestandenen Position in der er sich jahrelang hochgearbeitet hatte. Und wir wußten, daß er gegenüber seiner Familie und sich selbst in Gewissenskonflikten war. Seine Chance war die Wende.




Die Not eines missbrauchten 15-jährigen Kindes auszunutzen ist eine Schweinerei und sonst nichts.
.



Hast Du die gesamte Akte der Frau gelesen ?


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#24

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 06.03.2015 11:28
von Barbara (gelöscht)
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Dafür muss ich keine Akte lesen - s. #1. Hört auf immer sofort alle in Frage zu stellen, was euch nicht in den Kram passt. , damit macht ihr euch selbst unglaubwürdig!
.


Esede, Harzwanderer, Gert und Moskwitschka haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 06.03.2015 12:03
von Heckenhaus | 5.120 Beiträge

Schaut mal nach, wie viele Minderjährige in der alten BRD mißbraucht wurden, und konzentriert euch nicht immer auf die
schlimme DDR.
Ich denke, beide Staaten haben ihre Leichen im Keller, so schlimm es für die Betroffenen war und teilweise heute noch ist.

Die Stasi war nicht schlimmer als die Kirche, jedenfalls in Punkto Kindesmißbrauch.
http://www.3sat.de/page/?source=/nano/ge...3882/index.html

Womit ich das MfS keineswegs von Schuld freisprechen will.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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#26

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 06.03.2015 13:10
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #24
Dafür muss ich keine Akte lesen - s. #1. Hört auf immer sofort alle in Frage zu stellen, was euch nicht in den Kram passt. , damit macht ihr euch selbst unglaubwürdig!
.



Vielleicht doch, wenn es darum geht, ein objektives Bild zu erhalten.

Und Du darfst davon ausgehen, dass mir schon klar ist,was ich schreibe.


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#27

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 06.03.2015 13:14
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #21
Zitat von Gert im Beitrag #17
[quote=Signalobermaat|p454027]




Man Gert--dann musst Du aber damals sehr vertrauenswürdig gewesen sein. Das man an Dich heran getreten ist--mit den Anwerbungsversuch für das MfS: Kann mir nicht vorstellen--das man das so aus dem Stehgreif bei jeden tat.

es hat mich auch gewundert.Der Bekannte versuchte mich als Spitzel/IM zu gewinnen, um junge Leute in einem Jugendclub auszuhorchen. Ob ich vertrauenswürdig war oder ob sie geschlafen haben beim MfS, denn ein Jahr später wurde ich zum GWD zur Grenzbrigade Küste eingezogen, da muss denen auch ein Fehler unterlaufen sein?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#28

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 06.03.2015 13:16
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #25
Schaut mal nach, wie viele Minderjährige in der alten BRD mißbraucht wurden, und konzentriert euch nicht immer auf die
schlimme DDR.
Ich denke, beide Staaten haben ihre Leichen im Keller, so schlimm es für die Betroffenen war und teilweise heute noch ist.

Die Stasi war nicht schlimmer als die Kirche, jedenfalls in Punkto Kindesmißbrauch.
http://www.3sat.de/page/?source=/nano/ge...3882/index.html

Womit ich das MfS keineswegs von Schuld freisprechen will.



hast recht in Sachen Kindesmissbrauch war sie nicht sonderlich auffällig. Allerdings bei anderen Missbräuchen war sie auch nicht zimperlich.


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#29

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 06.03.2015 13:19
von Dandelion (gelöscht)
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Ich bin etwas erstaunt darüber, wie schnell manch einer eine Meinung über Frau Marquardt und die Gründe, warum sie das Buch geschrieben hat, formulieren kann, ohne - und das unterstelle ich einmal - das Buch gelesen zu haben.

Ich habe es zugegeben auch noch nicht geschafft, dafür aber etwas anderes erlebt: Gestern abend haben wir uns im Deutschen Theater eine Podiumsdiskussion mit Angela Marquardt, Roland Jahn von der BStU und der Journalistin Carolin Emcke als Moderatorin angehört; anschließend hat Frau Marquardt aus dem Buch gelesen.

Ich war beeindruckt. Beeindruckt von der selbstkritischen und überaus persönlichen Offenheit, mit der sie über die Entstehung des Buches berichtet hat. Auch über die Auseinandersetzungen mit ihrer Co-Autorin, Miriam Hollstein, die manche Passagen, die Frau Marquardt unangenehm oder peinlich waren, durchgedrückt hat - nach dem Motto: "Alles oder gar nichts - entscheide Dich". Frau Marquardt hat auch recht ausführlich über den inneren Prozess gesprochen, der mit der "Bloßstellung" 2002 begann und mit dem Entschluss, das Buch zu schreiben, 2013 endete. Ich bin nicht in der Lage, diesen 11jährigen Prozess hier in zwei, drei Sätzen zusammenzufassen - dazu gab es zu viele Facetten, zu viele Ereignisse, die letztendlich zu dem Buch geführt haben. Und ich werde mich davor hüten, zwei oder drei der Gründe aus dem Zusammenhang zu reißen und hier letztendlich zur Diskussion zu stellen: Sie machen nur im Kontext Sinn. Für mich jedenfalls waren ihre Begründungen konsequent und nachvollziehbar, auch oder gerade weil sie in vielen kleinen Schritten erfolgte.

Eine zusätzliche Anmerkung aus "Wessi-Sicht": Ich bin ja immer noch in einer Lernphase, was die DDR angeht. Und erspart mir bitte jetzt den Hinweis, dass man das alles im täglichen Erleben kennengelernt haben muss, um es wirklich nachvollziehen zu können, das weiß ich selber. Aber ich versuche, zu lernen und zu verstehen - und der gestrige Abend hat einen weiteren, bisher "blinden Fleck" nicht nur ein wenig aufgehellt.

Ich freue mich darauf, das Buch zu lesen.


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#30

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 06.03.2015 18:29
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #16
Zitat von Freienhagener im Beitrag #15


Klar, die Hähme und Negierung unangenehmer Tatsachen kommt von einer Minderheit jedesmal reflexartig.



Das ist kompletter Unsinn.
Niemand zeigt Hähme, niemand negiert prinzipiell.




Dann lies mal, auf welchen Beitrag ich geantwortet habe - mit Argumenten.

Abwertende Bemerkungen über Opfer gibt es nicht selten. Die Schreibung "Opfer" dabei ist natürlich eine Negierung.

Aber selbst sieht man sich gern als Opfer der "Siegerjustiz", vor allem unsere damaligen Großen, und will dabei ernst genommen werden.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.03.2015 18:35 | nach oben springen

#31

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 06.03.2015 18:45
von Heckenhaus | 5.120 Beiträge

Ich nehme an, auf # 14. Ich sehe da weder Hähme noch sonst etwas.
Aber wenn es doch durchscheint, soll sich der Betreffende selbst erklären.


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„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
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"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
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#32

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 06.03.2015 18:47
von Signalobermaat | 356 Beiträge

Was soll man von der Autorin halten, wenn sie mit Person Rohland Jahn dort erscheint. Da ist alles, was sie geschrieben hat nichts mehr wert und muß angezweifelt werden.Da weiß man doch, wer die Feder geführt hat und in welchem Sinne das Buch geschrieben wurde und vor allem, wer es vorfinanziert hat .



Stuck und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#33

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 06.03.2015 18:51
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Danke für die Bestätigung meiner Ansicht......


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#34

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 06.03.2015 19:02
von linamax | 2.015 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #32
Was soll man von der Autorin halten, wenn sie mit Person Rohland Jahn dort erscheint. Da ist alles, was sie geschrieben hat nichts mehr wert und muß angezweifelt werden.Da weiß man doch, wer die Feder geführt hat und in welchem Sinne das Buch geschrieben wurde und vor allem, wer es vorfinanziert hat .

Also , verstehe ich dich richtig , wenn der Jahn dabei ist alles gelogen . Was ist denn das für eine Aussage .


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#35

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 06.03.2015 19:30
von Schakal | 271 Beiträge

Immer wieder erstaunlich, wenn man solche Sachen liest, wie groß die Angst vor und das Misstrauen gegenüber dem eigenen Volk war, dass man sogar halbe Kinder zu Spitzeln machen musste. Das beweist ja, dass die DDR-Verantwortlichen selber nicht an den Quatsch glaubten , den sie propagierten und sich der Misere ihres realexistierendem Sozialismus bewusst waren.


--- Ex oriente lux.---
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#36

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 06.03.2015 19:39
von Uleu | 527 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #30
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #16
Zitat von Freienhagener im Beitrag #15


Klar, die Hähme und Negierung unangenehmer Tatsachen kommt von einer Minderheit jedesmal reflexartig.



Das ist kompletter Unsinn.
Niemand zeigt Hähme, niemand negiert prinzipiell.




Dann lies mal, auf welchen Beitrag ich geantwortet habe - mit Argumenten.

Abwertende Bemerkungen über Opfer gibt es nicht selten. Die Schreibung "Opfer" dabei ist natürlich eine Negierung.

Aber selbst sieht man sich gern als Opfer der "Siegerjustiz", vor allem unsere damaligen Großen, und will dabei ernst genommen werden.




Nö, beileibe nicht. Weder Häme noch abwertend, und wo du " Siegerjustiz " und " damalige Große " herholst, weiss ich nicht.
Ich sage nur, dass ich glaube, dass der Autorin ( oder Co Autorin ? ) anhand ihrer Vita, Zeitpunkt und Umstände der Buchveröffentlichung politische Trittbrettfahrerei und entsprechende Medienaufmerksamkeit näher liegt als ein literarisches Fazit ihres Lebens.
Ist doch auch nachvollziehbar, mit SPD Parteibuch und SPD Karrierewillen kann sie ja schlecht ins Dschungelcamp ziehen.


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
zuletzt bearbeitet 06.03.2015 19:42 | nach oben springen

#37

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 06.03.2015 20:35
von Signalobermaat | 356 Beiträge

>Linamax,Es muß ja nicht alles gelogen sein, aber wenn der Jahn und Co dabei ist muß man schon mit in Szene gesetzten Halbwahrheiten und Lügen rechnen,Hört und schaut Euch doch den Mann und seine Kommentare an. Objektivität sieht anders aus.In dieser Position kann er doch gar nicht anders.Ein bißchen Wahrheit muß schon dabei sein, denn das eine oder andere könnte man ja überprüfen, nach dem Motte. wenn das Eine stimmt, wird alles andere auch stimmen, Stimmt aber leider nicht.Übrigents erspar ich es mir solche o.ä. Bücher zu lesen bzw. Filme anzusehen, wo Leute Geld damit verdienen.Jeder, der beim MfS gearbeitet hat und in den 25 Jahren die Veröffentlichungen gesehen und gehört hat, weiß aus eigenem Erleben was ist Wahrheit und was ist Lüge. Es wurde ja schon vielfach geschrieben, daß es nach der Wende nur einen Hauptfeind gab, und man war sich ja so sicher, daß man den Hauptfeind ganz schnell überführen würde.Nun da man von Anfang an keinen Zweifel an all den Veröffentlichungen gehabt hat,wäre ja die ganze politische Glaubwürdigkeit fort, wenn jetzt zurückgerudert würde und man sich an die juristische Aufarbeitung halten müßte.Also, was nicht sein kann, das nicht sein darf.Die Jahns und Knabes werden nicht müde, mit ihrem Unsinn,denn sie leben ja davon und besser als mit ehrlicher Arbeit, also warum sollten sie damit aufhören,solange es sich gut verkauft und noch Leute in solche Veranstaltungen gehen, und sich berieseln lassen.Das Schlimme daran ist ja, daß Zeitzeugen ausgeschlossen werden bzw. Hausverbot bekommen. Also wenn es der Wahrheit entspricht braucht man doch keine Angst zu haben.Bestimmte Dinge waren einfach so, da gab es einen § 213 und wenn es Hinweise zu einem solchen Straftatbestand gab,mußten die handeln, die dafür zuständig waren.Dass macht jeder Bundesbeamte, wenn er von einer Straftat Kenntnis erhält.Gesetz ist Gesetz, hüben wie drüben.Und das die DDR nicht vollkommen war, wissen wir doch auch,Ich könnte mir vorswtellen, daß es in der BRD auch genug Storys gibt, die man reißerisch aufmachen könnte,vielleicht noch interessanter, als DDR Geschichten,bringt aber keine Medienwirksamkeit und paßt nicht ins politische Konzept.Haben wir nach 25 Jahren nicht genug andere Probleme.Naja vielleicht noch die Frauenquote oder wie man mit der Maut die Bürger noch mehr abzocken kann, oder warum die Hubschrauber der Bundesluftwaffe nicht fliegen.



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#38

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 06.03.2015 22:11
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #37
>Linamax,Es muß ja nicht alles gelogen sein, aber wenn der Jahn und Co dabei ist muß man schon mit in Szene gesetzten Halbwahrheiten und Lügen rechnen,

Zitat

Hört und schaut Euch doch den Mann und seine Kommentare an. Objektivität sieht anders aus.In dieser Position kann er doch gar nicht anders.Ein bißchen Wahrheit muß schon dabei sein, denn das eine oder andere könnte man ja überprüfen,

Zitat



@Signalobermaat , also jetzt hast du dir aber ein Eigentor geschossen. Es ist eine Tatsache , dass ihr vom MfS Roland Jahn gejagt, verhaftet, schikaniert, mundtot gemacht habt und ihn am Schluss gegen seinen Willen aus seiner Heimat herausgeschmissen habt, zwangsweise deportiert. Nun verwaltet er eure ehemaligen Akten, in denen all eure Missetaten mit deutscher Gründlichkeit dokumentiert wurden, also der Nachwelt erhalten bleiben.
Wenn nun aus diesen Akten zitiert wird, bezeichnest du das als Lüge ? Verstehe ich das so richtig ? Wenn das so stimmt, seid ihr Jahrzehnte nicht nur für die Überwachung, Drangsalierung der eigenen Bürger bezahlt worden sondern habt auch noch Berge von Müllakten, die voller Lügen sind, produziert. Das ist ja der Treppenwitz der Ex DDR-


.
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#39

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 06.03.2015 22:30
von Dandelion (gelöscht)
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Zitat von Signalobermaat im Beitrag #32
Was soll man von der Autorin halten, wenn sie mit Person Rohland Jahn dort erscheint. Da ist alles, was sie geschrieben hat nichts mehr wert und muß angezweifelt werden.Da weiß man doch, wer die Feder geführt hat und in welchem Sinne das Buch geschrieben wurde und vor allem, wer es vorfinanziert hat .

Ich bewundere Dich, @Signalobermaat - was Du nicht alles weißt. Toll. Sagst Du dem geneigten Leser auch, woher Dein Wissen stammt? Denn Du schreibst ja von Wissen - und nicht von Annahme, Vermutung oder Unterstellung.
Zitat von Signalobermaat im Beitrag #37
Übrigents erspar ich es mir solche o.ä. Bücher zu lesen bzw. Filme anzusehen, wo Leute Geld damit verdienen.......Die Jahns und Knabes werden nicht müde, mit ihrem Unsinn,denn sie leben ja davon und besser als mit ehrlicher Arbeit, also warum sollten sie damit aufhören,solange es sich gut verkauft und noch Leute in solche Veranstaltungen gehen, und sich berieseln lassen.

Somit gehöre ich also Deiner Meinung nach zu den Berieselten. Nun gut, man hat schon versucht, mir viele Bezeichnungen anzuheften, aber diese ist neu. Aber damit kann ich leben, da sie ja von Dir stammt. Aber bemerkenswert finde ich schon, dass Du zwar nicht weißt, worüber Du schreibst, aber dennoch eine Meinung hast.


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#40

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 07.03.2015 07:45
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Alfred im Beitrag #26
Zitat von Barbara im Beitrag #24
Dafür muss ich keine Akte lesen - s. #1. Hört auf immer sofort alle in Frage zu stellen, was euch nicht in den Kram passt. , damit macht ihr euch selbst unglaubwürdig!
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Vielleicht doch, wenn es darum geht, ein objektives Bild zu erhalten.

Und Du darfst davon ausgehen, dass mir schon klar ist,was ich schreibe.



Das glaube ich dir und auch dass du naturgemäß viel mehr weißt als ich.
Allerdings ist es eine Unterstellung, dass Stasiakten prinzipiell Objektivität herstellen, auch sie wurden von Menschen gemacht und ausgewertet. Und mir erschließt sich nicht, warum der subjektive Bericht eines Menschen wie in #1 prinzipiell weniger wert sein soll im Hinblick auf Wahrhaftigkeit als die vermeintliche Objektivität einer Behörde. Eure Erkenntnisse sind auch nur so entstanden.
Von einem objektiven Ansatz zeugt es jedenfalls nicht, einen Bericht wie in #1 sofort in Frage zu stellen.
Es sei denn, du warst mit dem Fall befasst, dann kannst du ja jetzt mal auspacken.
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zuletzt bearbeitet 07.03.2015 07:46 | nach oben springen



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