#81

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 11.12.2015 09:19
von berlin3321 | 2.514 Beiträge

Moin 39 iger,

danke für #72.

MfG Berlin

Edit: Was entfernt.


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
der 39. hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.12.2015 09:19 | nach oben springen

#82

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 11.12.2015 10:27
von Bemme | 3 Beiträge

Hallo 39`ger!

Habe Deine Geschichte gelesen und bin begeistert!
Vielen Dank!

Gruß Bemme



der 39. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#83

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 04.01.2016 14:28
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Hallo @der 39.,

erst einmal vielen Dank für die sehr aufschlussreichen und informativen Schilderungen Deines beruflichen Lebens in der DGP/GT.
Besonders haben mich im zeitgeschichtlichen Kontext Deine Ausführungen über die Sonderaufträge als Stellvertreter Polit im Grenzkommando Beendorf interessiert.

Die konspirativ arbeitenden Dienststellen im Anlauf- bzw. Stützpunkt, evt. auch Umschlagobjekt „Rasthof Börde“ könnten zum einen der „Handelsring Libermann“ (Vorläufer der KoKo) unter der Leitung des GM „Mischa“ alias Herschel Libermann und zum anderen die HA (Hauptabteilung) Organisation des Zentralsekretariats der SED, bzw. ab 1946 die Abteilung VK (Verkehr) der Westkommission des Politbüros der SED gewesen sein.

Letztere war ein SED-interner Geheim- und Sicherheitsapparat, der durch die Gruppe Ulbricht aufgebaut wurde (auch als Apparat „Stahlmann“ bekannt).
Leiter waren:
1945 - 1946 Emil Scheweleit
1946 - 1951 „Richard Stahlmann“ alias Arthur Illner (zuvor Zonenleiter Sowj. Zone).
1951 - 1954 Hans Rosenberg
1954 - 1965 Adolf Baier alias „Phillip“ (1950-1952 Leiter AG Personentransporte „Apparat Phillip“(Personentransporte in WD)
1965 - 1975 Josef Steidl (davor Westabteilung des FDGB)
1975 - 1989 Julius Cebulla (ehem. stvtr. Leiter Abt. VK)
1989 - 1990 Gunter Rettner

Der „Apparat Stahlmann“ arbeitete mit Kurieren und Schleusern zusammen, die vom PV der KPD und von den KPD-Landessekretariaten in den Westzonen eingesetzt wurden (KPD-Grenzgruppen).

Es gab in der Abt. VK eine AG Grenzpunkte, die Grenzschleusen entlang der Zonengrenze in 5 Grenzabschniitten betreute:

Grenzabschnitt GA 1 Sachsen, Thüringen Süd: (Plauen, Sonneberg, Meiningen)
Grenzabschnitt GA 2 Thüringen Südwest: (Eisenach, Mühlhausen, Heiligenstadt)
Grenzabschnitt GA 3 Thüringen West: (Worbis, Nordhausen, Schierke)
Grenzabschnitt GA 4 Sachsen-Anhalt: (Schierke, Ilsenburg, Marienborn, Salzwedel, Arendsee)
Grenzabschnitt GA 5 Sachsen-Anhalt, Mecklenburg: (Arendsee, Wittenberge, Boizenburg bis Herrnburg bei Lübeck)

Von der amerikanischen Militärabwehr (CIC) wurden Ende der 40er Jahre folgende Teile des Apparates „Stahlmann“, die im GA 4 arbeiteten, aufgeklärt:

Grenzabschnitt GA 4 (Sachsen Anhalt)
Herta Fischer KPD-Sekretariat Hannover administrative Kontrolle für die britische Zone und für die Grenzstelle Völpke/Oebisfelde
»Rudi Klein« (Anton Merkenich) Oebisfelde-Völpke Schleuser – von Stahlmann mit Aktivitäten in Oebisfelde betraut
Ludwig Wolf KPD-PV Kurier nach Hannover und anderen Landesleitungen ; arbeitet mit Fritz Brüwer
Fritz Brüwer KPD-PV Kurier nach Hannover und anderen Ländern; arbeitet mit Ludwig Wolf; jetzt Sekretär bei Max Reimann, PV KPD Hannover
»Alex« ? Fritz Runkel, Sowjetische Zone, arbeitet für eine Abteilung der sowjetischen Militärregierung, die alle deutschen Polizeien überwacht; möglicherweise als Kurier tätig, auch GI „Ferdinand Fuchs“ des MfS

Kuriere Oebisfelde Route, Grenzgruppe „Bader“ ?
Bruno Hermann Berlin – Westzonen über Oebisfelde Kurier
Hans Witte Britische Zone Kurier
(Vnu) Wenzel Britische Zone Kurier
Karl Weidner Britische Zone Kurier
Franz Nowicki Britische Zone Kurier und Organisator
Helmut Rose Britische Zone Kurier
Hans Wolf Frankfurt/M – Hannover Kurier nach München und in die Französische Zone
Karl Heckrath Oebisfelde Betreuung eines Lagerhauses und administrative Zuständigkeit für den Umschlag von Propaganda-Schmuggelgut (später Schleuser)

Bemerkenswert ist, dass während Deiner Zeit als Polit im Grenzkommando Beendorf, dort wahrscheinlich im März 1950 der stellvertretende KPD-Vorsitzende Kurt Müller in die DDR geschleust wurde. Er ist vom sog. „Apparat Phillip“ (Abt. VK/AG Personentransporte) von Hannover-Kirchrode nach Bad Helmstadt gefahren worden. In Begleitung eines Mitgliedes einer KPD-Grenzgruppe (evt. Grenzgruppe „Bader“) erfolgte mit einiger Sicherheit die Schleusung über einen Grenzpunkt im Abschnitt des Grenzkommandos Beendorf. Auf DDR-Seite wurde Kurt Müller von der Abt. VK/AG Fahrdienst übernommen und nach Berlin transportiert. Richard Stahlmann überwachte auf der DDR-Seite die Schleusung höchst persönlich. In Berlin erwartete Kurt Müller jedoch kein Urlaubsplatz sondern Festnahme, Überstellung in die Sowjetunion und Inhaftierung in einem Kriegsgefangenenlager, weil er wegen kritischer Äußerungen bei der SED-Führung in Ungnade gefallen war. Vlt. ist Dir dieser Schleusungstermin (März 1950) noch im Gedächtnis geblieben und vlt. erinnerst Du Dich anhand der Karte unten noch an die Örtlichkeiten der verschiedenen Schleusungsaktionen (Schleusungswege, Treff- und Grenzübertrittspunkte, freizumachende Grenzabschnitte etc.).

Der Handelsring Libermann organisierte konspirativ Warenbeschaffungen aus den Westzonen für Betriebe, das MfS, für die Residenturen der sowjetischen Geheimdienste in der sowjetischen Zone und wie sich anhand Deiner Schilderungen herausstellt, auch für die sowjetisch geleiteten Reparationsbetriebe.

Quellen:
Köppe-Bericht
Mensing: SED-Hilfe
Spiegel-Artikel aus den 50er Jahren über Kurt Müller



Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 05.01.2016 18:32 | nach oben springen

#84

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 04.01.2016 14:58
von Gert | 12.354 Beiträge

es ist interessant, zu lesen ,dass der SED Staat sich als professioneller Schleuser betätigte und das natürlich straffrei und im Staatsauftrag.
Schleuser , die Menschen aus der DDR herausholen wollten, wurden andererseits kriminalisiert und landeten bei Antreffen im berüchtigten Stasiknast HSH. Der Satz , wenn 2 das gleiche tun , ist es noch lange nicht das Selbe.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#85

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 04.01.2016 18:39
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Da hast Du recht, immer wenn Macht und/oder Geld im Spiel ist, gibt es Doppelmoral.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 04.01.2016 18:40 | nach oben springen

#86

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 04.01.2016 20:06
von Cambrino | 201 Beiträge

Ja Gert, da hast du recht. Als ich von 1956 bis 1960 auf der Gr. Komp. Caroline ( Bat. Barneberg ) meinen Dienst leistete, das war der Grenzabschnitt direkt vor dem Ortseingang Offleben ( BRD ), da wurde auch in unregelmäßigen Zeitabständen geschleust, mal in Abständen von Wochen und mal waren die Abstände auch Monate. Oder man hat es eben nicht mit bekommen weil man nicht anwesend war. Uns sagte man es sind die millitärischen Aufklärer des Mfs. Die konnten sich die geeignete Stelle selbst aussuchen, denn es gab ja noch kein Minenfeld usw. Die Schleusungen fanden immer nach Einbruch der Dunkelheit bzw.in der Nacht statt. Die am meisten benutzten Stellen waren links der Barneberger Straße in Höhe Tongrube der Ziegelei (DDR Seite): Dann rechts der Barneberger Straße gegenüber dem Sportplatz Offleben und etwas weiter nördlich am alten Bahndamm. Die kamen mit einem PKW Kombi mit verdunkelten Scheiben auf der Komp. vor gefahren. Eine Person mit dunkler Lederjacke und Offz. Schulterstücken stieg aus und ließ sich beim OVD oder beim Komp.Chef melden. Danach verschwand dieser PKW wieder.
Die Grenzposten wurden verständigt bzw.die Nachtschicht in dem beabsichtigten Abschnitt angewiesen , sich aus dem Postenbereich zurück zu ziehen bis zur 500 m Linie für ca.2 manchmal auch 3 Stunden. Der PKW fuhr dann mit Standlicht oder ohne Licht in den vorderen Grenzbereich, nach Beendigung der Schleusung verschwand der PKW wieder. Offiziell hat man nicht erfahren in welche Richtung geschleust wurde. Die Personen bekam auch niemand zu Gesicht. Die erste 10m Kontrollstreife am Morgen wurde beauftragt, die Spuren auf dem K10 genau zu kontrollieren und dann zu beseitigen. Man bekam vorher gesagt wie viel Spuren es sein müssen und in welche Richtung. Ob nach dem Bau des Minenfeldes dort auch noch geschleust wurde , weiß ich nicht.
Soviel also zu der Schleusung im Bereich Offleben (BRD) soweit es mir bekannt war.

Gruß CAMBRINO


Gert und Kalubke haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.01.2016 20:14 | nach oben springen

#87

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 04.01.2016 20:25
von Signalobermaat | 356 Beiträge

Geschleust haben solange die Grenze bewacht wurde immer beide Seiten, einschließlich England,Frankreich u. USA.
Das Risiko einer offiziellen Grenzpassage war viel zu hoch.Es mußte ja auch Ausrüstung mitgenommen werden.
Das ist doch alles nichts Neues.Ich verstehe nicht, warum das etwas besonderes sein sollte. Normale Geheimdienstarbeit



der 39. und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#88

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 04.01.2016 20:30
von marc | 562 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #87
Geschleust haben solange die Grenze bewacht wurde immer beide Seiten, einschließlich England,Frankreich u. USA.
Das Risiko einer offiziellen Grenzpassage war viel zu hoch.Es mußte ja auch Ausrüstung mitgenommen werden.
Das ist doch alles nichts Neues.Ich verstehe nicht, warum das etwas besonderes sein sollte. Normale Geheimdienstarbeit


Gibt es Beispiele dafür?



zuletzt bearbeitet 04.01.2016 20:32 | nach oben springen

#89

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 04.01.2016 21:25
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #87
Geschleust haben solange die Grenze bewacht wurde immer beide Seiten, einschließlich England,Frankreich u. USA.
Das Risiko einer offiziellen Grenzpassage war viel zu hoch.Es mußte ja auch Ausrüstung mitgenommen werden.
Das ist doch alles nichts Neues.Ich verstehe nicht, warum das etwas besonderes sein sollte. Normale Geheimdienstarbeit


@Signalobermaat , das ist wieder eine deiner üblichen Verdummungsantworten.Es war überhaupt nicht die Rede von USA und sonstwem, es war die Rede von Schleusungen in den 50 Jahren um kommunistische Funktionäre und Angehörige der KPD illegal hin und her zu schleusen in die Bundesrepublik, weil die KPD verboten war. Es war sicher ein Teil der Wühlarbeit der SED unter Anleitung der Russen um die Bundesrepublik zu destabilisieren und zu unterwandern mit kommunistischen Funktionären.
Meine Kernaussage jedoch war eine andere und war doch klar, sie lautet die SED argumentierte wie auf vielen Gebieten so auch bei den Schleusungen mit einer Doppelmoral. Wenn es ihr nützte so waren das Gute, wenn es ihr schadete so waren es Verbrecher und wurden vom MfS entsprechend behandelt,oftmals am Schluss noch nach jahrelangen Gefängnisaufenthalten gewinnbringend "verwertet" im Rahmen des Häftlingshandels zwischen den deutschen Staaten. Pfui Deubel für diese Gesinnung


.
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#90

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 04.01.2016 21:39
von Mike59 | 7.942 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #89
Zitat von Signalobermaat im Beitrag #87
Geschleust haben solange die Grenze bewacht wurde immer beide Seiten, einschließlich England,Frankreich u. USA.
Das Risiko einer offiziellen Grenzpassage war viel zu hoch.Es mußte ja auch Ausrüstung mitgenommen werden.
Das ist doch alles nichts Neues.Ich verstehe nicht, warum das etwas besonderes sein sollte. Normale Geheimdienstarbeit


@Signalobermaat , das ist wieder eine deiner üblichen Verdummungsantworten.Es war überhaupt nicht die Rede von USA und sonstwem, es war die Rede von Schleusungen in den 50 Jahren um kommunistische Funktionäre und Angehörige der KPD illegal hin und her zu schleusen in die Bundesrepublik, weil die KPD verboten war. Es war sicher ein Teil der Wühlarbeit der SED unter Anleitung der Russen um die Bundesrepublik zu destabilisieren und zu unterwandern mit kommunistischen Funktionären.
Meine Kernaussage jedoch war eine andere und war doch klar, sie lautet die SED argumentierte wie auf vielen Gebieten so auch bei den Schleusungen mit einer Doppelmoral. Wenn es ihr nützte so waren das Gute, wenn es ihr schadete so waren es Verbrecher und wurden vom MfS entsprechend behandelt,oftmals am Schluss noch nach jahrelangen Gefängnisaufenthalten gewinnbringend "verwertet" im Rahmen des Häftlingshandels zwischen den deutschen Staaten. Pfui Deubel für diese Gesinnung


Das nennt man Politik. OT: läßt sich problemlos in die Gegenwart spiegeln.
P.S.: geht um die Kernaussage :)


Büdinger, Fritze und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#91

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 04.01.2016 22:12
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #90


Das nennt man Politik. OT: läßt sich problemlos in die Gegenwart spiegeln.
P.S.: geht um die Kernaussage :)

rot mark. eine sehr unpräzise und deshalb sinnnentleerte Aussage. Hat mit dem beschriebenen Sachverhalt überhaupt nichts zu tun.


.
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Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 04.01.2016 22:14 | nach oben springen

#92

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 04.01.2016 22:20
von Mike59 | 7.942 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #91
Zitat von Mike59 im Beitrag #90


Das nennt man Politik. OT: läßt sich problemlos in die Gegenwart spiegeln.
P.S.: geht um die Kernaussage :)

rot mark. eine sehr unpräzise und deshalb sinnnentleerte Aussage. Hat mit dem beschriebenen Sachverhalt überhaupt nichts zu tun.

Gut, dann hast du es eben nicht verstanden. Ist für die Aussage aber nebensächlich.


Fritze, vs1400, Signalobermaat und Büdinger haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#93

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 05.01.2016 10:09
von Signalobermaat | 356 Beiträge

Gert getroffene Hunde bellen. An sachlichen Beiträgen hast du nicht viel zu bieten. Über die Schädlingstätigkeit der BRD gegenüber der DDR wirst du bei Knabe nichts finden und die Jahn,Birthler Gauck Behörde hat zwar die Info, hält diese aber schön unter Verschluß könnte ja das Image beschädigen.Übrigens gibt es darüber auch genügend offizielle Literatur um sich darüber zu informieren .



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#94

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 05.01.2016 10:43
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Wenn man sich die Karte in #83 anschaut, dann könnten sich die Grenzübertrittsstellen im Grenzabschnitt Großer Wald (BRD)/Streitholz (DDR) (GS 725 - GS 732) sowie im Waldgebiet südlich von Beendorf im Abschnitt GS 739 - GS 742 befunden haben. Hier könnte im Sommer 1984 auch die von der HV A IX/A/4 geführte O-Quelle »Bernhard« »Stern« (XV 3733/85) alias Klaus Kuron mit Ehefrau zu einem Treff mit Markus Wolf in einem konspirativen Objekt der HV A im Bezirk Magdeburg geschleust worden sein.


In Eichner/Schramm: Konterspionage steht auf S.95:

[...]
Wir schleusten beide über die "grüne Grenze" bei Magdeburg.
[...]
...unsere beiden Partner konnten in Magdeburg wohlbehalten aus dem PKW aussteigen und wurden in einem Objekt der HV A, einer Jagdhütte bei Magdeburg, vom Chef der HV A begrüßt.
[...]


Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 05.01.2016 16:43 | nach oben springen

#95

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 05.01.2016 11:18
von Winch | 171 Beiträge

Ich versuche mal mein Eintreffen in der GK zu schildern. Da ich im Sonderzug an der OHS ja am 1.12. zum Ltn. ernannt wurde und anschließend eine Woche Urlaub anstand, musste ich mich am 06.12.1982 um 7.30Uhr zum Dienst im Stab des GR-23 in Kalbe /Milde melden. Allein die Fahrt da hin war schon ein Abenteuer. Mit noch einem Kameraden ,meldete ich mich natürlich pünktlich zuversetzt. Der DHO wußte natürlich von nichts, das da so zwischendurch 2 frische Ltn. von der Schule kamen. Nehmen Sie mal im Offz-Speisesaal Platz, wir werden uns darum kümmern, waren Seine Worte. Wir sind bald verzweifelt,ob man uns nicht vergessen hat, aber wir wurden doch noch gebraucht. Gegen 17.00Uhr wurden wir dann zum K-GR Oberst Gaile gebracht . Nach der Begrüßung gemeinsames Abendessen und wir sollten auf unsere GK gebracht werden. Mein Kamerad wurde mit einer Kontrolle vom GR,die in die Richtung fuhren mitgenommen und ich sollte noch warten. Dann kam der DHO und meinte die Hundeversorgung fährt jetzt los ,ich sollte mit. Dezember 20.00Uhr ,stockdunkel, Kalt,zwischen Schweinehälften,äußerst prickelnd. Dann über Hanum, Nettgau, Jahrstedt, immer hinten am Signalzaun lang ca 5Stunden Fahrzeit stock finster, ohne mal ein Licht gesehen zu haben. Ich habe mich gefragt, wo bringen die mich eigentlich hin. Gegen 01.00 Uhr bin ich dann endlich in Breitenrode, meinem Bestimmungsort angekommen. Ein Stfä, GAK hatte Dienst und gan mir erst mal ein Bett. 7.30 Uhr dann Meldung bei meinem neuen KC. Ltn Sie übernehmen ab sofort den 1.Zug, der ehemalige ZF ist schon seit 2Wochen mein StKC, nur sollten Sie Fragen haben. Damit war ich entlassen,sollte die Unterkünfte meines neuen Zuges besichtigen. Beim verlassen des Dienstzimmers kam der Polit reingestürmt, Chef am Rühener Bahndamm haben wir ne Minenauslösung, hab jetzt keine Zeit, las uns mal den neuen Ltn rausschicken, kann er sich gleich mal an die Preise gewöhnen(Originalton). Ich wagte schüchtern zu bemerken, wo denn der Bahndamm wäre. Die Antwort, stellen Sie sich nicht so an, der Fahrer weiß schon bescheid. Raus gefahren, ein krank geschossenes Rehwild(der SC des GB war natürlich auf Jagd) war die Ursache, war ich gegen Mittag wieder drin. Kurz was gegessen, wollte ich mich dann mal bei meinem neuen Zug sehen lassen ,kam mir auf dem Flur der KC entgegen. Ltn gut das ich Sie hier sehe, holen Sie sich mal ne Waffe , in 5 Minuten bekommen wir vom GB nen ZT zum K-6 eggen . da fahren Sie gleich malmit und eggen den K-6 von der RTL bis zur LTL, da haben Sie dann auch gleich mal den ganzen Abschnitt gesehen. 17.30Uhr wieder drin, Ltn nicht umziehen, mit dem ZF GAK 18/06 Uhr auf die FüST, da können Sie gleich was lernen. Da das ungefähr die ersten 14 Tage so weiter ging, hatte ich Weihnachten die Schnauze gestrichen voll.


coff, Kalubke, Hanum83, der alte Grenzgänger, der 39., Fritze und exgakl haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#96

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 05.01.2016 12:45
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #93
Gert getroffene Hunde bellen. An sachlichen Beiträgen hast du nicht viel zu bieten. Über die Schädlingstätigkeit der BRD gegenüber der DDR wirst du bei Knabe nichts finden und die Jahn,Birthler Gauck Behörde hat zwar die Info, hält diese aber schön unter Verschluß könnte ja das Image beschädigen.Übrigens gibt es darüber auch genügend offizielle Literatur um sich darüber zu informieren .


das kann man bei dir besonders gut beobachten. Immer wenn die Verbrecherpartei SED und ihr militärischer Arm ins Gespräch kommt, meldet sich User @Signalobermaat. Es ist vergleichbar wie etwa an der Grenze am K6 , wenn jemand rüberlatschte, musste einer hinterher die Spuren verwischen. Da der Hr.Knabe und Hr. Jahn von dir und deinesgleichen sooft verbal in den Boden gestampft werden, muss er eine hervorragende Arbeit machen. Wenn er nämlich eine "Lusche" auf seinem Posten wäre, würdet ihr ihn gar nicht erwähnen.


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 05.01.2016 12:46 | nach oben springen

#97

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 05.01.2016 13:03
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #92
Zitat von Gert im Beitrag #91
Zitat von Mike59 im Beitrag #90


Das nennt man Politik. OT: läßt sich problemlos in die Gegenwart spiegeln.
P.S.: geht um die Kernaussage :)

rot mark. eine sehr unpräzise und deshalb sinnnentleerte Aussage. Hat mit dem beschriebenen Sachverhalt überhaupt nichts zu tun.

Gut, dann hast du es eben nicht verstanden. Ist für die Aussage aber nebensächlich.

also wieder mal aktiver Leerlauf deinerseits


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 05.01.2016 13:03 | nach oben springen

#98

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 05.01.2016 15:04
von berlin3321 | 2.514 Beiträge

Danke für den Bericht, Winch.

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#99

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 05.01.2016 15:22
von Hanum83 | 4.675 Beiträge

Zitat von berlin3321 im Beitrag #98
Danke für den Bericht, Winch.

MfG Berlin


Genau und vor allem mal wieder was ganz ohne Schdasi.


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
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#100

RE: Der erste Tag

in Grenztruppen der DDR 05.01.2016 15:59
von Winch | 171 Beiträge

Ich wollte eigentlich nur ansatzlos wieder zum Thema zurück


Fritze, der 39. und Sonne haben sich für diesen Beitrag bedankt
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