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#1

Besoffen sein heißt Narrenfreiheit ? Der Fall Tugce.

in Themen vom Tage 02.02.2015 20:55
von Heckenhaus | 5.662 Beiträge | 752 Punkte
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Der Fall Tugce bekommt eine neue Wendung.
Unter anderem :

Eine zusätzliche Rolle spielt auch, ob die Handlung des Heranwachsenden einem durch alkoholbedingte Enthemmung
spontanen Entschlusses entsprungen ist. Der 18-Jährige soll mit 1,4 Promille alkoholisiert gewesen sein.

und

In vorliegenden Fall wäre daher nach den neuen Erkenntnissen eine Freiheitstrafe, die zu Bewährung ausgesetzt wird,
wahrscheinlich.

aus http://www.focus.de/finanzen/experten/ba...tors_picks=true

Jetzt ist das Mädel noch selbst Schuld, weil es einen Ohrring trug, als sie niedergeschlagen wurde.
Und ein Alkoholpegel von 1,4 Promille entschuldigt alles beim Täter !
Was hat Deutschland für ein Rechtsempfinden !
Jeder darf jeden zu Boden prügeln, wenn das Opfer dann stirbt, c'est la vie !

Pfui Teufel, da muß sich jeder anständige Bürger schämen für solch eine Justiz.
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#2

RE: Besoffen sein heißt Narrenfreiheit ? Der Fall Tugce.

in Themen vom Tage 02.02.2015 21:47
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Leider ist unsere deutsche Rechtssprechung, mehr als zweifelhaft! Für mich ist es ein sehr komisches Empfinden, das man Abstriche macht bei Strafttaten! Ob besoffen oder ein schlechtes Elternhaus, die Tat zählt ohne Abstriche! Da können wir von anderen Ländern noch viel lernen! Aber will der deutsche Staat das überhaupt? Ich denke wo soll das noch hin führen? Jeder Strafttäter erfreut sich doch in deutschen Gefängnisse zu kommen und nicht in denen des Geburtslandes! Das sagt doch alles aus!
Grüsse steffen52


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zuletzt bearbeitet 02.02.2015 21:56 | nach oben springen

#3

RE: Besoffen sein heißt Narrenfreiheit ? Der Fall Tugce.

in Themen vom Tage 02.02.2015 21:56
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Erst mal ordentlich tanken,dann einen Banküberfall begehen,sollte es schief gehen,ist es auch nicht so schlimm,war ja besoffen.
Ein dreifach Hoch auf die deutsche Rechtsprechung.
Nun braucht man nur noch einen guten "Rechtsverdreher" und etwas Kohle und alles geht seinen Gang.
Gruß Rei


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#4

RE: Besoffen sein heißt Narrenfreiheit ? Der Fall Tugce.

in Themen vom Tage 02.02.2015 22:01
von DoreHolm | 7.925 Beiträge | 348 Punkte
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #1
Der Fall Tugce bekommt eine neue Wendung.
Unter anderem :

Eine zusätzliche Rolle spielt auch, ob die Handlung des Heranwachsenden einem durch alkoholbedingte Enthemmung
spontanen Entschlusses entsprungen ist. Der 18-Jährige soll mit 1,4 Promille alkoholisiert gewesen sein.

und

In vorliegenden Fall wäre daher nach den neuen Erkenntnissen eine Freiheitstrafe, die zu Bewährung ausgesetzt wird,
wahrscheinlich.

aus http://www.focus.de/finanzen/experten/ba...tors_picks=true

Jetzt ist das Mädel noch selbst Schuld, weil es einen Ohrring trug, als sie niedergeschlagen wurde.
Und ein Alkoholpegel von 1,4 Promille entschuldigt alles beim Täter !
Was hat Deutschland für ein Rechtsempfinden !
Jeder darf jeden zu Boden prügeln, wenn das Opfer dann stirbt, c'est la vie !

Pfui Teufel, da muß sich jeder anständige Bürger schämen für solch eine Justiz.
.


Rot: Das wäre ein gewaltiger Schlag in die Gesichter aller ihrer Angehörigen und aller, die schon einmal bedrängten Opfern zu Hilfe gekommen sind. Die Richter werden sich mit der bestehenden Gesetzelage herausreden. Aber Gesetze werden nicht von einem Überirdischen vorgegeben, sondern durch Menschen gemacht und außerdem hat jedes Gesetz auch ihre Ermessensspielräume. In anderen Fällen werden wegen Bagatellen drastische Strafen verhängt, die die Betroffenen in das soziale Abseits stürzen. Und das nennt sich Rechtsstaat ? Für mich schon lange nicht mehr. Ein Urteil zu sprechen und Recht zu sprechen, sind eben zwei grundverschiedene Dinge.



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#5

RE: Besoffen sein heißt Narrenfreiheit ? Der Fall Tugce.

in Themen vom Tage 02.02.2015 22:57
von polsam | 610 Beiträge | 72 Punkte
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #4


Rot: Das wäre ein gewaltiger Schlag in die Gesichter aller ihrer Angehörigen und aller, die schon einmal bedrängten Opfern zu Hilfe gekommen sind. Die Richter werden sich mit der bestehenden Gesetzelage herausreden.



@DoreHolm,
Die Angehörigen, Geschädigten von Straftaten oder Helfenden interessieren doch die deutsche Justiz schon lange nicht mehr.

Ebenso ist es, wenn es darum geht gegen einen Beschuldigten, der gegen Vollstreckungsbeamte (Polizisten) tätlich geworden ist oder sein Fahrzeug als "Waffe" gegen diese eingesetzt hat, ein Urteil zu finden.
Da musst du dir vom Richter schon solche Fragen gefallen lassen ob du den Vorfall nicht provoziert hast, da braucht nicht mal der Rechtsverdreher des Beschuldigten drauf kommen.

Wir (ehemalige Pol.-Beamte) hatten oft den Eindruck, dass es auch bei der Justiz "Vorgaben" gibt, wieviele Beschuldigte den "Vorzug" der freien Logis haben dürfen.
Schau die Strafvollzugseinrichtungen an.
Die Unterbringungsmöglichkeiten wurden doch von Jahr zu Jahr reduziert, Der Komfort der Insassen ist natürlich erheblich gestiegen.
Bei den Bediensteten in den Vollzugseinrichtungen ist es ähnlich wie bei der Polizei, es muss gespart werden wo es nur geht.
Am Besten geht das natürlich am Personal


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#6

RE: Besoffen sein heißt Narrenfreiheit ? Der Fall Tugce.

in Themen vom Tage 03.02.2015 10:18
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Zitat von polsam im Beitrag #5
Zitat von DoreHolm im Beitrag #4


Rot: Das wäre ein gewaltiger Schlag in die Gesichter aller ihrer Angehörigen und aller, die schon einmal bedrängten Opfern zu Hilfe gekommen sind. Die Richter werden sich mit der bestehenden Gesetzelage herausreden.



@DoreHolm,
Die Angehörigen, Geschädigten von Straftaten oder Helfenden interessieren doch die deutsche Justiz schon lange nicht mehr.

Ebenso ist es, wenn es darum geht gegen einen Beschuldigten, der gegen Vollstreckungsbeamte (Polizisten) tätlich geworden ist oder sein Fahrzeug als "Waffe" gegen diese eingesetzt hat, ein Urteil zu finden.
Da musst du dir vom Richter schon solche Fragen gefallen lassen ob du den Vorfall nicht provoziert hast, da braucht nicht mal der Rechtsverdreher des Beschuldigten drauf kommen.

Wir (ehemalige Pol.-Beamte) hatten oft den Eindruck, dass es auch bei der Justiz "Vorgaben" gibt, wieviele Beschuldigte den "Vorzug" der freien Logis haben dürfen.
Schau die Strafvollzugseinrichtungen an.
Die Unterbringungsmöglichkeiten wurden doch von Jahr zu Jahr reduziert, Der Komfort der Insassen ist natürlich erheblich gestiegen.
Bei den Bediensteten in den Vollzugseinrichtungen ist es ähnlich wie bei der Polizei, es muss gespart werden wo es nur geht.
Am Besten geht das natürlich am Personal



Rot: Dazu hatte ich sogar kürzlich etwas gelesen, daß vielfach Straftaten, bei denen eigentlich eine Haft das Mindeste wäre, dann doch in Bewährung, Geldstrafe und/oder gemeinnützige Arbeit umgeändert wurde. Eben weil die Unterbringungsmöglichkeiten begrenzt sind und die Hotels ausgebucht sind.



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#7

RE: Besoffen sein heißt Narrenfreiheit ? Der Fall Tugce.

in Themen vom Tage 03.02.2015 11:56
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Also in der Beziehung kann man über die DDR-Justiz mal nicht meckern, auch wer besoffen war musste für das was er in dem Zustand verzapft hatte geradestehen.
Wenn heute einer bretthart jemanden tot fährt dann ist ja der noch zu bedauern, letztens erst geschehen in einem Prozess in Chemnitz, der arme Kerl, musste sich betrinken weil es ihm so schlecht ging.
Da geht einem das Messer in der Hose auf.


polsam, Uleu und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.02.2015 11:59 | nach oben springen

#8

RE: Besoffen sein heißt Narrenfreiheit ? Der Fall Tugce.

in Themen vom Tage 03.02.2015 13:52
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Die vielbeschworene Zivilcourage ist eine hohle Forderung, solange der rechtliche Schutz im dem Falle, daß der Helfende
selbst dabei Schaden nimmt, nicht greift.
Letztendlich heißt es dann : "Selber Schuld, mußt dich doch nicht einmischen."
In der jüngsten Vergangenheit gab es einige Fälle, wo der Helfer Schaden nahm, der oder die Täter jedoch lediglich
grenzenlose Milde bei Gericht erfuhren.

Bin ich an einem Verkehrsunfall beteiligt, auch völlig unschuldig, zählt jedes Promille trotzdem gegen mich.
Hau ich meinem Nachbarn die Keule auf den Kopf, der stirbt dann am Sturz danach, reicht es, wenn ich zur Tatzeit "voll"
war.Ich war dann nicht mehr ganz Herr meiner Sinne. Eigenartige Rechtsprechung.
Unter dem Deckmantel des Alkoholrausches ist sozusagen alles erlaubt.

Eigentlich ist es bereits eine Straftat, wenn ich eine andere Person schlage, also körperlich schädige.
Das gilt für die Kinder, die Ehefrau, aber nicht auf der Straße ?
Und im genannten Fall nicht bei dem Schläger, der doch angeblich bereits mehrere Einträge bei der Polizei hat ?

Kleiner Tipp an Frau Tschäpe, waren sie und ihre Kumpels Böhnhardt und Mundlos jeweils zur angeblichen Tatzeit immer
betrunken ?
Dann wäre alles schnell vom Tisch.
Aber da ist ja bis heute sowieso noch nichts bewiesen, wer weiß...

.


.
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zuletzt bearbeitet 03.02.2015 15:03 | nach oben springen


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