#641

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 02.07.2015 13:34
von Udo | 1.267 Beiträge

Warten wir doch einfach mal den Sonntag ab. Alles Andere ist doch nur Spekulation.
Ich denke, jede Seite hat für beide Wahlmöglichkeiten schon ein Folgepapier im Schubfach.


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#642

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 02.07.2015 13:59
von Harsberg | 3.248 Beiträge

Zitat
Es ist leicht eine linksgerichtete Regierung nach sechs Monaten zu diskreditieren, die nicht nur einen Scherbenhaufen von den korrupten Vorgängern übernommen hat. Stockfehler passieren, auch davor ist keiner gefeit - ich bezeichne es mal als politische Unerfahrenheit.



Ich erwarte von einer gewählten Regierung, dass mindestens nach 100 Tagen der Übernahme der Geschäfte, die Probleme des Landes erkannt sind.
Man dann nicht einfach hingehen und sagen die Probleme der Vorgänger interessieren mich nicht, wenn gültige Verträge mit Partnern eingehalten werden müssen.
Ein bisschen mehr Diplomatie kann man von studierten Leuten schon erwarten.


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#643

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 02.07.2015 14:09
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #640
(...)

Wenn ich Grieche wär, dann wüßte ich, wie ich am Sonntag abstimmen würde - mit einem klarem "OXI" !!! Aber es entscheidet das griechische Volk - es entscheidet über seine Zukunft und der Zukunft von Generationen. (..)
Vierkrug

Der MP Tsipras wirbt für ein "Nein", um eine bessere Position bei den anschliessenden Verhandlungen mit der Eurogruppe zu haben, denn nach seiner Auffassung Griechenland soll das Land in der Eurozone und in der EU bleiben. Eine riskante Strategie. Als Schweizer kann ich sagen, dass unsere Volksabstimmungen das Ausland kaum beeindrucken. Aber sie schwächen die Position unserer Verhandler, weil sie an das Resultat der Volksabstimmung gebunden sind.
Unter der Prämisse, dass Griechenland in der EU und in der Eurozone bleiben soll, kann man als Grieche schon zum Schluss kommen, dass bei einem Nein kein besserer Vorschlag von der Eurogruppe kommen wird und deshalb "Ja" stimmen.
http://www.finanzen.ch/nachrichten/aktie...orne-1000704325
Theo


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zuletzt bearbeitet 02.07.2015 14:10 | nach oben springen

#644

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 02.07.2015 14:16
von Dandelion (gelöscht)
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Zitat von Harsberg im Beitrag #642
Ein bisschen mehr Diplomatie kann man von studierten Leuten schon erwarten.

Ein Studium vermittelt Wissen, aber nicht gute Umgangsformen und erst recht kein diplomatisches Verhalten.

Warum fällt mir bei der (noch?) aktuellen griechischen Regierung immer wieder dieser alte Spruch von Joschka Fischer ein?

Avanti Dillettanti

Selbst der für ihre Contenance bekannte IWF-Chefin Christine Lagarde hat die Geduld wohl endgültig verloren - möchte sie doch zukünftig dann verhandeln, wenn sich auch "Erwachsene im Raum" befinden. Richtig ist zweifelsfrei, dass die derzeitige Regierung Tsipras einen ziemllichen Scherbenhaufen übernommen hat. Richtig dürfte aber auch sein, dass Wahlversprechen abgegeben wurden, die völlig illusorisch waren - und die holen diese Regierung jetzt ein. Und unstrittig dürfte auch sein, dass insbesondere Tsipras und Varoufakis durch ihr sprunghaftes Verhalten viel Vertrauen verspielt haben und nicht so ganz unschuldig an der derzeitigen Situation sein dürften: Wurde doch im Februar von beiden noch versprochen, dass die Kredite pünktlich zum 30.06. zurückgezahlt werden, so ist diese Zusage seit zwei Tagen locker über Bord gegangen.

Und zu solchen Gesprächspartnern sollen die Geldgeber noch Vertrauen haben? Bisschen viel verlangt, oder?


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#645

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 02.07.2015 14:52
von Sperrbrecher | 1.662 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #638
Wenn man überlegt, wie lange die Vereinigten Staaten von Amerika
schon eine gemeinsame Währung haben, sind die Vereinigten Staaten von Europa ne echte Eintagsfliege.
.

EiWährungsunion


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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#646

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 02.07.2015 14:55
von Sperrbrecher | 1.662 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #638
Wenn man überlegt, wie lange die Vereinigten Staaten von Amerika
schon eine gemeinsame Währung haben, sind die Vereinigten Staaten von Europa ne echte Eintagsfliege.


Eine Währungsunion gab es in Europa auch schon vorher mal, die Lateinische Münzunion..
Da sind die Griechen auch damals (1908) wegen Betrügerei und Manipulation schon rausgeflogen
-> http://www.welt.de/finanzen/article10841...-beim-Geld.html
-> https://de.wikipedia.org/wiki/Lateinische_M%C3%BCnzunion


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


zuletzt bearbeitet 02.07.2015 15:00 | nach oben springen

#647

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 02.07.2015 15:07
von damals wars | 12.204 Beiträge

Münzbetrug ist uns Deutschen bekanntlich vollkommen fremd:
http://diepresse.com/home/wirtschaft/hob...affeeSchnuffler


Und War das Avanti Dilletanti von Joschka Fischer nicht auch selbstkritisch gemeint?
Damals haben 100 Wochen nicht gereicht!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#648

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 02.07.2015 21:32
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #640
Zitat von Gert im Beitrag #623

@icke46 und @Vierkrug, so können wir nicht diskutieren. Ich hatte ausdrücklich in # 614 einen Nachtrag gegeben, dass ich die Kommunisten in der Syrizapartei meine. Das wird geflissentlich ignoriert Stattdessen schwafelt ihr mir fortwährend etwas von 15 Kommunisten,auch noch drapiert mit dem Markenzeichen, an die Backe.Und das nennt ihr eine sachorientierte Debatte? Nö, da spiel ich nicht mehr mit. N'Abend


Da stimme ich Dir wieder einmal ausnahmsweise zu. Wir reden aneinander vorbei. Solange Du Deine von Hass geprägten antikommunistischen Positionen vertrittst und dabei die Kausalität von Ursache und Wirkung nicht erkennst bzw. erkennen willst, gibt es auch keine Grundlage für eine sachorientierte Debatte. Man kann unterschiedliche weltanschaulische und ideologische Positionen haben, wie auch konträre politische Positionen vertreten, aber man kann die Ursachen für die entstandene Situation in Griechenland nicht leugnen. In vielen Beiträgen, zuletzt auch von @seaman wieder angedeutet, wurden die Ursachen genannt.
Es ist leicht eine linksgerichtete Regierung nach sechs Monaten zu diskreditieren, die nicht nur einen Scherbenhaufen von den korrupten Vorgängern übernommen hat. Stockfehler passieren, auch davor ist keiner gefeit - ich bezeichne es mal als politische Unerfahrenheit.

Wenn ich Grieche wär, dann wüßte ich, wie ich am Sonntag abstimmen würde - mit einem klarem "OXI" !!! Aber es entscheidet das griechische Volk - es entscheidet über seine Zukunft und der Zukunft von Generationen. Ein "Ja" bedeutet keine politische Selbständigkeit, denn man verbleibt unter dem Diktat der EU und ihrer Instrumentarien. Das Land wird nie zur Ruhe kommen, denn EU-Kommission, Eurogruppe, IWF, Troika und wie die Handlanger alle auch heißen, werden die Daumenschrauben noch enger anziehen und das Wort Erpressung kann man auch ganz getrost in den Mund nehmen.
Ein "OXI" bedeutet die Chance, sich neu zu orientieren und aufzustellen. Sich auf die eigenen Möglichkeiten stärker zu besinnen und mit Hilfe neuer Partner einen langen und beschwerlichen Weg zu gehen - ohne das Brüssel das Zepter schwingt.

Meine Solidarität gehört dem griechischem Volk - nicht der EU-Kommission, der Eurogruppe und ihrer Handlanger, die im Dienste des Finanzkapitals stehen.

Vierkrug


@Vierkrug , ich kritisiere sie nicht weil sie Kommunisten sind oder ihnen nahestehen. Ich kritisiere die Art und Weise, wie sie in 5 Monaten mit ihren Verhandlungspartnern umgegangen sind. Das war in höchstem Masse unprofessionell, dilletantisch und zugleich anmassend. So kann man mit Gläubigern nicht umspringen. Beispiel : wenn ich heute zur Bank gehe, um einen Kredit zu beantragen, ziehe ich mich fein an, lege ein gutes Benehmen an den Tag, werde der Bank meine Einkommensnachweise schriftlich vorlegen um meine Bonität nachzuweisen usw usw. Das ist kaufmännische Berufsschule, erste Klasse. Das haben diese Dumpfbacken überhaupt nicht begriffen deswegen sind sie Amateure erster Klasse und das werden sie auch weiterhin sein weil sie es nicht begreifen. Sie hätten mal auf ihren Landsmann Aristoteles Onassis hören sollen. Der sagte mal: wenn er Kredite für neue Schiffe bei seinen Banken beantragte, so stieg er braungebrannt in einen dunkelblauen Anzug, mit einem blütenweissen Hemd und einer schicken Krawatte um die Bank zu besuchen und einen seriösen und guten Eindruck zu machen, also um gut Wetter zu bitten. Das haben seine Landsleute in der heutigen griechische Regierung überhaupt nicht gerafft.
Bewahre das griechische Volk vor einem Ergebnis, wie du es empfiehlst. Sie werden in Würde und Schönheit untergehen, dass es nur so kracht. Und der 5.Juli wird in Zukunft ein nationaler Trauertag in Griechenland sein.


.
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#649

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 03.07.2015 08:12
von Vierkrug (gelöscht)
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Wir werden sehen, wie sich die Griechen am kommenden Sonntag entscheiden werden. Es ist ihre Entscheidung, die man dann auch respektieren und akzeptieren muß, wie sie es dann auch müssen, mit allen damit verbundenen Konsequenzen.
Ich gehe auch davon aus, dass das Ergebnis dieses Referendum auch zu politischen Konsequenzen führen wird. Bei einer überwiegenden Zustimmung werden sicherlich auch Neuwahlen nicht ausgeschlossen sein.

@Gert noch einmal anknüpfend an Deinen letzten Beitrag, in dem Du auf das kaufmännische Grundwissen verwiesen hast. Ich gebe Dir dahingehend recht, das für die Kreditwürdigkeit die Bonität ausschlaggebend ist - für seine Geschäftstätigkeit bzw. Handlungsfähigkeit jedoch die Liquidität. Jeder guter Kaufmann sollte daher auch seine "Bücher" kennen, die monatliche BWA nicht ausser Acht lassen und rechtzeitig bei außergewöhnlichen Veränderungen in den Kostenstrukturen auch gegensteuern.
Als Kaufmann weißt Du aber auch, dass es mit dem Jahresabschluss, der auszufertigen Bilanz auch Möglichkeiten gibt, das Ergebnis sowohl in die eine, wie auch in die andere Richtung zu verschieben. Und davon werden die Vorgängerregierungen in Griechenland reichlich Gebrauch gemacht haben. Dann darf man solche Manipulationen auch nicht aus dem Auge verlieren, denn irgendwann schlagen sie dann wieder zu Buche und fallen einem letztendlich auf die Füsse.
Ich gehe davon aus, dass die gegenwärtige Regierung in Griechenland nicht wußte, welche Buchwerte ihre Vorgänger ihnen vererbt haben und somit die in den Wahlen ausgegebenen Versprechungen von vorne herein in Frage gestellt waren, ohne das man die detailierte Kenntnis der Gesamtsituation hatte.
Yanis Varoufakis, zuvor ein international anerkannter Wirtschaftswissenschaftler, kann auch nicht den Wunderheiler verkörpern im Angesicht der sich dann tatsächlich offenbarenden Finanzsituation.
Auch wurde die jetzige Regierung in Griechenland nur von den Problemen getrieben, die ihr als Erbe übergeben wurden. Es gab für sie keine Verschnaufpause. Unter einem solchem Druck zu arbeiten ist nicht problemlos.
Griechenland benötigt grundlegende Strukturreformen, auch im Staatsaufbau, das sehe ich auch so. Aber dazu benötigt man auch Zeit. Blutsturzaktionen sind da keinesfalls förderlich und erweisen sich oftmals als ein Schuß ins Knie.

Die bisher gewährten finanziellen Hilfsmittel aus den unterschiedlichen Töpfen, wird man wohl abschreiben. Damit ist der Steuerzahler in der Mithaftung, denn er trägt die soziale Last einer verfehlten Politik. Eine Eurogruppe bzw. eine Regierung kann auch die Verluste nicht wie eine Bank noch in einen steuerlichen Vorteil umwandeln. Banken weisen diese Verluste in ihren Bilanzen aus, wodurch sie über den Verlustvortrag wieder steuerliche Vorteile haben.

Belassen wir es aber bei diesem kleinen Exkurs - das Forum ist kein betriebswirtschaftliches Seminar.

Schauen wir mal, wofür sich die Griechen am Sonntag entscheiden.

Kalhmera
Vierkrug


passport, Fritze, Heckenhaus und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.07.2015 11:24 | nach oben springen

#650

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 03.07.2015 08:35
von Harsberg | 3.248 Beiträge

Zitat
Und davon werden die Vorgängerregierungen in Griechenland reichlich Gebrauch gemacht haben. Dann darf man solche Manipulationen auch nicht aus dem Auge verlieren, denn irgendwann schlagen sie dann wieder zu Buche und fallen einem letztendlich auf die Füsse.
Ich gehe davon aus, dass die gegenwärtige Regierung in Griechenland nicht wußte, welche Buchwerte ihrer Vorgänger ihnen vererbt haben und somit der in den Wahlen ausgegebenen Versprechungen von vorne herein in Frage gestellt waren, ohne das man die detailierte Kenntnis der Gesamtsituation hatte.




Darum hätte sich der FM Yanis Varoufakis aber mit seinen Mitarbeitern als erstes kümmern müssen, also Bestandsaufnahme!

Wenn ich eine bankrotte Firma übernehme, mache ich das als erstes, ehe ich irgendwelche Versprechungen des Wahlkampfes versuche umzusetzen.


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#651

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 03.07.2015 09:58
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #649
Wir werden sehen, wie sich die Griechen am kommenden Sonntag entscheiden werden. Es ist ihre Entscheidung, die man dann auch respektieren und akzeptieren muß, wie sie es dann auch müssen, mit allen damit verbundenen Konsequenzen.
Ich gehe auch davon aus, dass das Ergebnis dieses Referendum auch zu politischen Konsequenzen führen wird. Bei einer überwiegenden Zustimmung werden sicherlich auch Neuwahlen nicht ausgeschlossen sein.

@Gert noch einmal anknüpfend an Deinen letzten Beitrag, in dem Du auf das kaufmännische Grundwissen verwiesen hast. Ich gebe Dir dahingehend recht, das für die Kreditwürdigkeit die Bonität ausschlaggebend ist - für seine Geschäftstätigkeit bzw. Handlungsfähigkeit jedoch die Liquidität. Jeder guter Kaufmann sollte daher auch seine "Bücher" kennen, die monatliche BWA nicht ausser Acht zu lassen und rechtzeitig bei außergewöhnlichen Veränderungen in den Kostenstrukturen auch gegensteuern.
Als Kaufmann weißt Du aber auch, dass es mit dem Jahresabschluss, der auszufertigen Bilanz auch Möglichkeiten gibt, das Ergebnis sowohl in die eine, wie auch in die andere Richtung zu verschieben. Und davon werden die Vorgängerregierungen in Griechenland reichlich Gebrauch gemacht haben. Dann darf man solche Manipulationen auch nicht aus dem Auge verlieren, denn irgendwann schlagen sie dann wieder zu Buche und fallen einem letztendlich auf die Füsse.
Ich gehe davon aus, dass die gegenwärtige Regierung in Griechenland nicht wußte, welche Buchwerte ihrer Vorgänger ihnen vererbt haben und somit der in den Wahlen ausgegebenen Versprechungen von vorne herein in Frage gestellt waren, ohne das man die detailierte Kenntnis der Gesamtsituation hatte.
Yanis Varoufakis, zuvor ein international anerkannter Wirtschaftswissenschaftler, kann auch nicht den Wunderheiler verkörpern im Angesicht der sich dann tatsächlich offenbarenden Finanzsituation.
Auch wurde die jetzige Regierung in Griechenland nur von den Problemen getrieben, die ihr als Erbe übergeben wurden. Es gab für sie keine Verschnaufpause. Unter einem solchem Druck zu arbeiten ist nicht problemlos.
Griechenland benötigt grundlegende Strukturreformen, auch im Staatsaufbau, das sehe ich auch so. Aber dazu benötigt man auch Zeit. Blutsturzaktionen sind da keinesfalls förderlich und erweisen sich oftmals als ein Schuß ins Knie.

Die bisher gewährten finanziellen Hilfsmittel aus den unterschiedlichen Töpfen, wird man wohl abschreiben. Damit ist der Steuerzahler in der Mithaftung, denn er trägt die soziale Last einer verfehlten Politik. Eine Eurogruppe bzw. eine Regierung kann auch die Verluste nicht wie eine Bank noch in einen steuerlichen Vorteil umwandeln. Banken weisen diese Verluste in ihren Bilanzen aus, wodurch sie über den Verlustvortrag wieder steuerliche Vorteile haben.

Belassen wir es aber bei diesem kleinen Exkurs - das Forum ist kein betriebswirtschaftliches Seminar.

Schauen wir mal, wofür sich die Griechen am Sonntag entscheiden.

Kalhmera
Vierkrug




alles richtig was du schreibst, unterschreibe ich voll und ganz. Nur zur Verschnaufpause möchte ich etwas anmerken :
Dies " Pause" geht nun schon seit 2010. Seit Bekanntwerden der Zustände versuchen die Europäer GR auf einen Kurs zu bringen., der das Land gesunden lassen soll. Was ist geschehen außer einem Schuldenschnitt ? Nichts. Gut, dafür ist Tzipras nicht verantwortlich. Verrantwortlich ist er aber dafür, dass er den Mund ziemlich voll genommen hat mit Heilssprüchen an sein Volk und dafür gewählt wurde. Was passierte danach : Sie haben den Kahn weitertreiben lassen, es wurde in den 5 Monaten nichts unternommen oder eingeleitet, um den Kurs herumzureissen ( Beispiel die Liste der Millionäre , die in der Schweiz das Geld geparkt habe wurde nicht bearbeitet obwohl sogar die Schweiz anbot, dabei zu helfen )
Das einzige was man von ihnen hörte , war das ständige Getöse und Beklagen über die Eurozone und ihre Finanzminister.also verbale Attacken und die Forderung nach weiterem Geld. Das wird es aber nicht geben auf der Basis der gemachten Erfahrungen der letzten 5 Jahr. So wird leider dieses Land abrutschen ins Chaos. Es muss noch mehr schmerzen, bis die Griechen erkennen was zu tun ist.
Die kleinen Länder wie die Slowaken oder Esten und Letten bringen doch auch ihre Haushalte in Ordnung , wie kommen sie dazu die Griechen zu alimentieren. Selbst Irland hat sich aus der Krise gehievt, Portugal ist auf einem guten Weg. Das gleiche erwarte ich von Griechenland .

Gruß Gert


.
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#652

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 03.07.2015 10:00
von Fritze | 3.474 Beiträge

Die EU mit ihrer Troika haben ja auch nicht gerade die .........gepachtet !

Aber lest selbst !

http://www.welt.de/finanzen/article14347...kbetrueger.html


MfG Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#653

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 03.07.2015 11:19
von IM Kressin | 918 Beiträge

Mal eben die Kurzform aus dem von Fritze eingestellten Link von welt.de, welchen man sich gern auf der Zunge zergehen lassen kann:

Investorenlegende Gross vergleicht die Troika mit Trickbetrügern, die Anleger mit Traumrenditen locken, welche mit frischem Geld anderer Investoren gezahlt werden.

EU, EZB und der IWF spielen ein "zirkuläres Schneeballsystem.“

In der Finanzwelt haben immer wieder windige Geschäftsleute Schneeballsysteme benutzt, um die Investoren zu prellen.

Einer der größten Betrüger war Bernie Madoff, seine Kunden verloren am Ende rund 50 Milliarden Dollar.

Zinsen und Tilgung konnte Athen bisher nur leisten, weil es immer wieder frische Hilfsgelder gab.

Seit August vergangenen Jahres sind nun keine Rettungsmittel mehr geflossen. So konnte der griechische Finanzminister auch am Dienstag die fällige Kreditrate an den IWF nicht mehr überweisen.


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!
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#654

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 03.07.2015 11:27
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #652
Die EU mit ihrer Troika haben ja auch nicht gerade die .........gepachtet !

Aber lest selbst !

http://www.welt.de/finanzen/article14347...kbetrueger.html


MfG Fritze


@Fritze welche Glaubwürdigkeit gestehst du einem amerikanischen Fondmanger zu ? Insbesondere Hedgfondmanagern?
Ich sehe sie, die dominierende Anzahl jüdischer Manager wie Goldman, Blankfein, Lehman, Morgan, usw. wie mir auffällt, als geldgierige, skrupellose Finanzakteure, die sicher hinter Gittern landen würden, wenn man all ihr Schweinereien aufdecken würde.
Also da sind die Leute vom IWF und ESP ja noch Waisenknaben dagegen


.
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zuletzt bearbeitet 03.07.2015 11:40 | nach oben springen

#655

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 03.07.2015 11:36
von Sperrbrecher | 1.662 Beiträge

Zitat
Es ist leicht eine linksgerichtete Regierung nach sechs Monaten zu diskreditieren,
die nicht nur einen Scherbenhaufen von den korrupten Vorgängern übernommen hat.


Ja so ist das nun mal, jede (neue) Regierung muss sich die Fehler und Versäumnisse der
vorangegangen Herrscher zurechnen lassen.

Gerade wir Deutsche haben das umfassend erfahren müssen, auch wenn man die heute Lebenden wohl
kaum für die Verbrechen der Hitlerregierung verantwortlich machen kann - zahlen müssen sie trotzdem.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


zuletzt bearbeitet 03.07.2015 11:37 | nach oben springen

#656

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 03.07.2015 11:50
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

Beim Machtwechsel war Griechenland auf dem Weg der Besserung.
Dann kam die neue Regierung mit nicht bezahlbaren sozialen Wohltaten (das erinnert an die Sozialpolitik der DDR).
Heute ist das Elend um so größer.

Wenn neue Hilfsgelder zum Bezahlen fälliger Schulden benutzt werden, dann ist keine Besserung zu erwarten.
Richtig ist, daß Griechenland deswegen "Luft zum Atmen braucht", d.h. Geld zum Investieren.
Aber mit der derzeitigen Politik ist nur ein weiter Konsumieren in Sicht.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
Harsberg hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.07.2015 11:53 | nach oben springen

#657

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 03.07.2015 12:04
von IM Kressin | 918 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #654
Zitat von Fritze im Beitrag #652






Also da sind die Leute vom IWF und ESP ja noch Waisenknaben dagegen



Rechtsstaatlich, durch Immunität, geschützte Waisenknaben, die für ihr Handeln weder zur Rechenschaft gezogen noch in Haftung genommen werden!

Zitat von Gert im Beitrag #654
Zitat von Fritze im Beitrag #652



@Fritze welche Glaubwürdigkeit gestehst du einem amerikanischen Fondmanger zu ? Insbesondere Hedgfondmanagern?


Die kennen das System und machen sich rechtzeitig vom Acker.

Sie sind nicht glaubwürdig, aber in ihrem Sinne effektiv und wissen im Gegensatz zu manchen Exekutiven, was sie tun!


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

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#658

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 03.07.2015 14:43
von Fritze | 3.474 Beiträge

@Fritze welche Glaubwürdigkeit gestehst du einem amerikanischen Fondmanger zu ? Insbesondere Hedgfondmanagern?
Ich sehe sie, die dominierende Anzahl jüdischer Manager wie Goldman, Blankfein, Lehman, Morgan, usw. wie mir auffällt, als geldgierige, skrupellose Finanzakteure, die sicher hinter Gittern landen würden, wenn man all ihr Schweinereien aufdecken würde.
Also da sind die Leute vom IWF und ESP ja noch Waisenknaben dagegen


@Gert Wem ich glaube ,das steht doch nicht zur Debatte !

Aber Fakt ist doch ,daß wenn selbst amerikanische Spezislisten auf das Schneeballsystem der EZB und des IWF hinweisen ,die Sache faul ist !
Und unsere Bundesregierung gibt normalerweise viel auf Äusserungen der ,wie Du schriebst jüdischen Manager :
Und ja da gebe ich Dir recht , hinter Gitter müssten so Einige aus der Finanzwelt ! Aber das haben wir ja nicht zu entscheiden !
Und ein Herr Bubis bekam trotz oder vlt. wegen seiner ganzen Spekulationen und Machenschaften sogar das Bundesverdienstkreuz !

MfG Fritze


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#659

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 03.07.2015 15:20
von damals wars | 12.204 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #654
[

@Fritze welche Glaubwürdigkeit gestehst du einem amerikanischen Fondmanger zu ? Insbesondere Hedgfondmanagern?
Ich sehe sie, die dominierende Anzahl jüdischer Manager wie Goldman, Blankfein, Lehman, Morgan, usw. wie mir auffällt, als geldgierige, skrupellose Finanzakteure, die sicher hinter Gittern landen würden, wenn man all ihr Schweinereien aufdecken würde.
Also da sind die Leute vom IWF und ESP ja noch Waisenknaben dagegen


Zitat:"dominierende Anzahl jüdischer Manager wie Goldman, Blankfein, Lehman, Morgan, usw. "

Meiner Meinung nach sind das die "NAMEN" von Banken.
https://lobbypedia.de/wiki/Goldman_Sachs
https://lobbypedia.de/wiki/Morgan_Stanley
https://de.wikipedia.org/wiki/Lehman_Brothers
und ein Manager
https://de.wikipedia.org/wiki/Lloyd_C._Blankfein

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#660

RE: Griechenland - gestern - heute - morgen

in Themen vom Tage 03.07.2015 15:57
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #659
Zitat von Gert im Beitrag #654
[

@Fritze welche Glaubwürdigkeit gestehst du einem amerikanischen Fondmanger zu ? Insbesondere Hedgfondmanagern?
Ich sehe sie, die dominierende Anzahl jüdischer Manager wie Goldman, Blankfein, Lehman, Morgan, usw. wie mir auffällt, als geldgierige, skrupellose Finanzakteure, die sicher hinter Gittern landen würden, wenn man all ihr Schweinereien aufdecken würde.
Also da sind die Leute vom IWF und ESP ja noch Waisenknaben dagegen


Zitat:"dominierende Anzahl jüdischer Manager wie Goldman, Blankfein, Lehman, Morgan, usw. "

Meiner Meinung nach sind das die "NAMEN" von Banken.
https://lobbypedia.de/wiki/Goldman_Sachs
https://lobbypedia.de/wiki/Morgan_Stanley
https://de.wikipedia.org/wiki/Lehman_Brothers
und ein Manager
https://de.wikipedia.org/wiki/Lloyd_C._Blankfein

Und sie beten alle das goldene Kalb an!


so ist es. Und hinter den Bankennamen stehen natürliche Personen. Ich möchte das nicht weiter ausführen, sonst kommt wieder einer mit der Antisemitismus Keule um die Ecke. Es fällt nur auf, dass dort auffallend viele Juden mitmischen was soll man davon halten ??


.
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