#61

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 19:28
von Schakal | 271 Beiträge

Psychiatrie in der DDR kann man ja nun nicht über einen Kamm scheren. Die Unterbringung bspw. erfolgte ja nach Diagnose. Es gab sogenannte Rehabilitationszentren, wo psychisch Kranke relativ frei wohnten. Diese hatten sogar alleine Ausgang.
Ich erinnere mich noch an Horst (der hieß wirklich so), der öfter mit nem aufgedrehten Kofferradio durch die Stadt lief und ab und zu auch mal dazu tanzte.
Glaube diese Kategorie Patienten hatten vormittags Arbeitstherapie und nachmittags Freizeit.
Es war also nicht so, dass alle weggeschlossen wurden, nach dem Motto im Sozialismus gibt es sowas nicht.
Fälle die einer geschlossenen Unterbringung bedurften haben es sicherlich nicht so einfach gehabt, aber mit denen konnte man wahrscheinlich auch nicht allzuviel anfangen.


--- Ex oriente lux.---
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#62

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 19:30
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Ich habe dich schon verstanden.
Was mir noch eingefallen ist, meine beste Schulfreundin lernte Krankenschwester und kam nach der Ausbildung wieder in unser Heimatörtchen zurück. Sie fing in einem Pflegeheim (unser Einziges im Ort) an...nannte sich wimre Feierabendheim. Dort hat sie sich bis an die Spitze hochgearbeitet. Einige Bewohner waren Langzeitpatienten mit z.B .Trisomie 21, auch an Schizophrenie Erkrankte lebten da. Sie lebten also zwischen und mit den "Alten". Ich fand das Konzept garnicht schlecht.


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#63

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 19:34
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Schakal im Beitrag #61
Psychiatrie in der DDR kann man ja nun nicht über einen Kamm scheren. Die Unterbringung bspw. erfolgte ja nach Diagnose. Es gab sogenannte Rehabilitationszentren, wo psychisch Kranke relativ frei wohnten. Diese hatten sogar alleine Ausgang.
Ich erinnere mich noch an Horst (der hieß wirklich so), der öfter mit nem aufgedrehten Kofferradio durch die Stadt lief und ab und zu auch mal dazu tanzte.
Glaube diese Kategorie Patienten hatten vormittags Arbeitstherapie und nachmittags Freizeit.
Es war also nicht so, dass alle weggeschlossen wurden, nach dem Motto im Sozialismus gibt es sowas nicht.
Fälle die einer geschlossenen Unterbringung bedurften haben es sicherlich nicht so einfach gehabt, aber mit denen konnte man wahrscheinlich auch nicht allzuviel anfangen.


Klar, aber man sollte dies auch in einem bestimmten zeitlichen Kontext sehen. Ich spreche von der Zeit Ende 50er/Anfang 60er Jahre. Es änderte sich, auch wenn man es kaum glaubt, auch in der DDR etwas mit der Zeit.


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#64

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 19:36
von Schakal | 271 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #63


Klar, aber man sollte dies auch in einem bestimmten zeitlichen Kontext sehen. Ich spreche von der Zeit Ende 50er/Anfang 60er Jahre. Es änderte sich, auch wenn man es kaum glaubt, auch in der DDR etwas mit der Zeit.



Ja, das ist natürlich richtig.


--- Ex oriente lux.---
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#65

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 19:42
von FRITZE (gelöscht)
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Ich kannte einen Bekloppten ,der auch mehrere Male von mir oder anderen Kollegen in die Klinik nach Ückermünde eskortiert wurde .

Dort wurde immer festgestellt ,für einen längeren Aufenthalt reichte seine Macke nicht !

In der Wendezeit fiel er auch mehrmals auf durch gewalttätige Angriffe auf Familienangehöhrige und andere Personen !

Unter anderem belästigte er einen SPD Politiker bei einer Wahlveranstaltung !

Im Dez. 1990 ,kurz nach der Wahl wurde er dann überraschend abgeholt und nie mehr wieder gesehen !


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#66

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 22.01.2015 21:18
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Schakal im Beitrag #61
Psychiatrie in der DDR kann man ja nun nicht über einen Kamm scheren. Die Unterbringung bspw. erfolgte ja nach Diagnose. Es gab sogenannte Rehabilitationszentren, wo psychisch Kranke relativ frei wohnten. Diese hatten sogar alleine Ausgang.
Ich erinnere mich noch an Horst (der hieß wirklich so), der öfter mit nem aufgedrehten Kofferradio durch die Stadt lief und ab und zu auch mal dazu tanzte.
Glaube diese Kategorie Patienten hatten vormittags Arbeitstherapie und nachmittags Freizeit.
Es war also nicht so, dass alle weggeschlossen wurden, nach dem Motto im Sozialismus gibt es sowas nicht.
Fälle die einer geschlossenen Unterbringung bedurften haben es sicherlich nicht so einfach gehabt, aber mit denen konnte man wahrscheinlich auch nicht allzuviel anfangen.

Mal eine Frage:
Gab es nicht ein Gesetz,das hieß, Einweisung in eine Anstalt,bis zur vollen Genesung?Wurde das nicht vom Gericht festgelegt?
Rei


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#67

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie der DDR

in DDR Staat und Regime 23.01.2015 01:36
von andyman | 1.875 Beiträge

Hallo @ll
Dieser Thraed hat schon eine interessante Seite.Meines Erachtens werden hier aber einige Sachen durcheinander geschmissen,zB.Down-Syndrom ist keine psychatrische Erkrankung,frühkindlicher Hirnschaden also geistige Behinderung zB.durch Sauerstoffmangel unter der Geburt hat nichts mit Psychiatrie zu tun,eine manische Depression ist eigentlich eine Stoffwechselerkrankung im Gehirn die durch den Psychotherapeuten und Psychiater therapiert wird.
Wenn wir über die DDR zeit reden gab es sicher viele Unzulänglichkeiten,aber da kann ich nicht mitreden,ich denke da wurden so ziemlich alle Krankheitsbilder die man im Krankenhaus nicht behandeln konnte zusammengefaßt und in die Psychiatrie gesteckt.
In der heutigen Zeit gibt es für die genannten Personengruppen einige Therapieformen und die geschlossenen Einrichtungen sind den sich selbst oder andere gefährdenen Patienten vorbehalten.Das sind vor allem akute Erkrankungen und Schübe im psychischen Bereich.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#68

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie der DDR

in DDR Staat und Regime 23.01.2015 10:29
von Gelöschtes Mitglied
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Ich finde das Thema ist schon vom Titel schlecht angegangen. Viele kennen den zitierten Film und wer sich an das Schicksal des Filmhelden erinnert der bekommt auch gleich eine "Richtung" und das im Zusammenhang mit "Psychatrie in der DDR"......

Entweder ist das naiv und reißerisch oder eine berechnende Provokation.

Man sollte auch bedenken, das sich die Psychatrie in den letzten jahren sprunghaft entwickelt hat.


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#69

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie der DDR

in DDR Staat und Regime 23.01.2015 11:10
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von andyman im Beitrag #67
Hallo @ll
Dieser Thraed hat schon eine interessante Seite.Meines Erachtens werden hier aber einige Sachen durcheinander geschmissen,zB.Down-Syndrom ist keine psychatrische Erkrankung,frühkindlicher Hirnschaden also geistige Behinderung zB.durch Sauerstoffmangel unter der Geburt hat nichts mit Psychiatrie zu tun,eine manische Depression ist eigentlich eine Stoffwechselerkrankung im Gehirn die durch den Psychotherapeuten und Psychiater therapiert wird.
Wenn wir über die DDR zeit reden gab es sicher viele Unzulänglichkeiten,aber da kann ich nicht mitreden,ich denke da wurden so ziemlich alle Krankheitsbilder die man im Krankenhaus nicht behandeln konnte zusammengefaßt und in die Psychiatrie gesteckt.
In der heutigen Zeit gibt es für die genannten Personengruppen einige Therapieformen und die geschlossenen Einrichtungen sind den sich selbst oder andere gefährdenen Patienten vorbehalten.Das sind vor allem akute Erkrankungen und Schübe im psychischen Bereich.
Lgandyman


@andyman

Das Down-Syndrom ist ein Syndrom beim Menschen, bei dem durch eine Genommutation (Chromosomenaberration/ Polyploidie) das gesamte 21. Chromosom oder Teile davon dreifach vorliegen (Trisomie). Daher lautet eine weitere übliche Bezeichnung Trisomie 21. Die ursprüngliche, heute aber aufgrund des abwertenden Untertons veraltete Bezeichnung war Mongolismus (auch Mongoloismus). Menschen mit Down-Syndrom weisen in der Regel typische körperliche Merkmale auf und sind in ihren kognitiven Fähigkeiten meist so beeinträchtigt, dass sie geistig behindert sind.



Die bipolare affektive Störung (früher bekannt unter der Bezeichnung manisch-depressive Erkrankung) ist eine psychische Störung und gehört zu den Affektstörungen. Sie zeigt sich bei den Betroffenen durch episodische, willentlich nicht kontrollierbare und extreme zweipolig entgegengesetzte (bipolare) Auslenkungen des Antriebs, der Aktivität und der Stimmung, die weit über dem Normalniveau abwechselnd in Richtung Depression oder Manie reichen.

Leben mit der bipolaren affektiven Störung - Wie bei anderen Krankheiten gibt es leichtere oder schwerere Verläufe. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser. Mit Erkennen der Frühwarnzeichen und Gegensteuern und Medikation kann man ein erfülltes Leben führen. Bei einem großen Teil der Patienten wird die berufliche und soziale Mobilität nicht wesentlich beeinträchtigt.

Klar. Du hast vollkommen recht, das wir da allgemein bestimmte abweichende Verhaltensformen als unnormal in einen Topf werfen. Das Spektrum abweichender Verhaltensformen bis hin zur psychischen Krankheit ist sehr weit gefasst. Die Fachleute können es besser spezifizieren und dafür sind sie ja auch da. Daraus erklärt sich aber auch mein kindlicher Eindruck, das mein Vater nicht weggesperrt hätte werden müssen. Ich habe mich in jeder Situation seines Lebens immer mit ihm gut unterhalten können, auch in seiner Krankheitsphase. Ich glaube, die gesellschaftlichen Zwänge zur damaligen Zeit in so einer kleinen 120 Seelen-Gemeinde zwangen meine Mutter zu diesem Schritt. Die gesellschaftliche Ächtung in einer Siedlung, wo jeder jeden 'kannte', zu kennen glaubte [eine vordergründige Doppelmoral, denn was hinter geschlossener Tür passierte, war egal, fast schon schizophren], war damals besonders groß, konnte man es nicht tagtäglich aushalten, das man immer mit dem Finger auf einen gezeigt bekam, wenn auch nur bildlich gesprochen. "Sieh' mal die, deren Mann ist verrückt". Tiefste Provinz mit provinziellem Denken. Ist das heute anders? Allerdings wird es für mich immer erschreckend bleiben, mit welcher Leichtigkeit man jemanden damals wegsperren lassen konnte. Der Fall Mollath in Bayern zeigt dies aber auch ganz deutlich. Kinder können schon brutal unter einander sein, Erwachsene aber dann noch viel schlimmer.

Gruß Reinhard

Nur ein kleines Büchlein, aber es hilft einem schon, manches besser zu verstehen:
(...wenn man heute auch Herrn Freud ebenfalls vom Sockel als Vater der Psychoanalyse
gestoßen hat und er mittlerweile sehr umstritten ist und er selbst analysiert wurde...)


zuletzt bearbeitet 23.01.2015 12:57 | nach oben springen

#70

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie der DDR

in DDR Staat und Regime 23.01.2015 11:15
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #68
Ich finde das Thema ist schon vom Titel schlecht angegangen. Viele kennen den zitierten Film und wer sich an das Schicksal des Filmhelden erinnert der bekommt auch gleich eine "Richtung" und das im Zusammenhang mit "Psychatrie in der DDR"......

Entweder ist das naiv und reißerisch oder eine berechnende Provokation.

Man sollte auch bedenken, das sich die Psychiatrie in den letzten Jahren sprunghaft entwickelt hat.



Filmtitel und der Zusammenhang DDR? Meinst Du, die Psychiatrien in der DDR
waren FDGB-Erholungsheime? Welcher Titel, Dein Vorschlag, wäre Deiner Meinung nach besser gewesen?
Eine berechnende, aber 'liebe' Provokation. Der letzte Satz stimmt aus meiner Sicht 100%tig.
Eine kleine Macke hat ja schließlich jeder Mensch....

Gruß Reinhard


zuletzt bearbeitet 23.01.2015 11:44 | nach oben springen

#71

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 23.01.2015 11:31
von Regina | 643 Beiträge

Zitat von EMW-Mitarbeiter im Beitrag #40
Nun, dass man Personen, die nicht systemkonform waren oder anderweitig im Wege waren, nun, das ist kein Alleinstellungsmerkmal der DDR.
nur mal zum nachdenken: in der Psychatrie sieht heute vieles besser aus, leider ist das für die Mehrheit der Betroffenen aber heute schlimmer, wie vor rund 20 Jahren. Beidseits der Grenze.

Meine Frau arbeitet mit geistig schwerbinderten bzw. geistig auffälligen Menschen. Leider fällt es mir schwer, darüber zu schreiben, ohne dabei jemanden Probleme zu bereiten. Vielleicht fällt mir was dazu ein.

OT,
sagen die Namen Bärbel Kohlrausch und Rainer Schmitz. was?



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#72

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 23.01.2015 11:35
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Regina im Beitrag #71
Zitat von EMW-Mitarbeiter im Beitrag #40
Nun, dass man Personen, die nicht systemkonform waren oder anderweitig im Wege waren, nun, das ist kein Alleinstellungsmerkmal der DDR.
nur mal zum nachdenken: in der Psychatrie sieht heute vieles besser aus, leider ist das für die Mehrheit der Betroffenen aber heute schlimmer, wie vor rund 20 Jahren. Beidseits der Grenze.

Meine Frau arbeitet mit geistig schwerbinderten bzw. geistig auffälligen Menschen. Leider fällt es mir schwer, darüber zu schreiben, ohne dabei jemanden Probleme zu bereiten. Vielleicht fällt mir was dazu ein.

OT,
sagen die Namen Bärbel Kohlrausch und Rainer Schmitz. was?


Mir noch nicht. Bei Google stehen bloß ein paar facebook-Einträge zu z.B. Bärbel Kohlrausch.??????
Sorry, Du bezogst Dich ja auf den Beitrag von EMW-Mitarbeiter, das übersah ich gerade.....

Gruß Reinhard


zuletzt bearbeitet 23.01.2015 11:37 | nach oben springen

#73

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie der DDR

in DDR Staat und Regime 23.01.2015 13:08
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Reinhardinho im Beitrag #69
Ich glaube, die gesellschaftlichen Zwänge zur damaligen Zeit in so einer kleinen 120 Seelen-Gemeinde zwangen meine Mutter zu diesem Schritt. Die gesellschaftliche Ächtung in einer Siedlung, wo jeder jeden 'kannte', zu kennen glaubte [eine vordergründige Doppelmoral, denn was hinter geschlossener Tür passierte, war egal, fast schon schizophren], war damals besonders groß, konnte man es nicht tagtäglich aushalten, das man immer mit dem Finger auf einen gezeigt bekam, wenn auch nur bildlich gesprochen. "Sieh' mal die, deren Mann ist verrückt". Tiefste Provinz mit provinziellem Denken. Ist das heute anders?


Ich will diese Frage für mich auch erst einmal selbst beantworten. "Der Druck in der DDR erzeugte Wärme", wurde gestern Abend bei Lanz so schön von Sophia Thomalla, eine selbstbewusste Frau mit Ossi-Mutter, Schauspielerin, gesagt. Diese "Wärme" ergab einen anderen Umgang der Menschen in ihrem Miteinander, mal abgesehen von der pofigen Spießigkeit, die auch damit einher ging. Das fehlt heute (das "warme" Miteinander) und wird von manchen Älteren noch sehr vermisst. Von mir übrigens auch. Ich kenne dies auch aus der Armut der portugiesischen Menschen im Vergleich.

Das EGO-Denken in der kapitalistisch freien Marktwirtschaft zwingt die Menschen, nur noch weitestgehend an sich selbst zu denken. Das provinzielle Denken hat sich auch in der Provinz geändert, meine ich. Dadurch, das jeder mit dem 'an sich selbst denken' beschäftigt ist, hat jeder (?) kaum noch Zeit, um an andere zu denken und über deren Lebensstil, deren Gebrechen, die Nase rümpfen zu können. Ich vermute einmal, auch in Neu-Lindenberg wird mittlerweile das Internet angekommen sein.

Gruß Reinhard


zuletzt bearbeitet 23.01.2015 13:26 | nach oben springen

#74

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 23.01.2015 13:17
von Regina | 643 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #72
Zitat von Regina im Beitrag #71
Zitat von EMW-Mitarbeiter im Beitrag #40
Nun, dass man Personen, die nicht systemkonform waren oder anderweitig im Wege waren, nun, das ist kein Alleinstellungsmerkmal der DDR.
nur mal zum nachdenken: in der Psychatrie sieht heute vieles besser aus, leider ist das für die Mehrheit der Betroffenen aber heute schlimmer, wie vor rund 20 Jahren. Beidseits der Grenze.

Meine Frau arbeitet mit geistig schwerbinderten bzw. geistig auffälligen Menschen. Leider fällt es mir schwer, darüber zu schreiben, ohne dabei jemanden Probleme zu bereiten. Vielleicht fällt mir was dazu ein.

OT,
sagen die Namen Bärbel Kohlrausch und Rainer Schmitz. was?


Mir noch nicht. Bei Google stehen bloß ein paar facebook-Einträge zu z.B. Bärbel Kohlrausch.??????
Sorry, Du bezogst Dich ja auf den Beitrag von EMW-Mitarbeiter, das übersah ich gerade.....

Gruß Reinhard

Immer richtig lesen und sich nicht einmischen!!!



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#75

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 23.01.2015 13:19
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Regina im Beitrag #74

Immer richtig lesen und sich nicht einmischen!!!


Gern, aber bitte nicht in diesem Befehlston, da bin ich allergisch....


zuletzt bearbeitet 23.01.2015 13:23 | nach oben springen

#76

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 23.01.2015 13:38
von linamax | 2.019 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #75
Zitat von Regina im Beitrag #74

Immer richtig lesen und sich nicht einmischen!!!


Gern, aber bitte nicht in diesem Befehlston, da bin ich allergisch....


Na , daß ist kein Wunder , du hast nicht gedient .


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#77

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 23.01.2015 16:28
von Barbara (gelöscht)
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Ich kann zum Thema Psychiatrie in der DDR nichts beitragen, Reinhard, die Geschichte deines Vaters und dein Umgang damit ist allerdings sehr berührend, danke dafür.
Ein Schicksal im und in Folge des Krieges, ein Schicksal innerhalb unserer Eltern-Generation, derer es so viele und so oft zutiefst erschütternde gibt.

Schau auch mal im folgenden Beitrag von GKUS64 das dort angehängte pdf.
.
Stalingrad


Grenzverletzerin und GKUS64 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#78

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 23.01.2015 16:34
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Stuelpner im Beitrag #20
Vor ein paar Wochen war ich zur Besichtigung im Schloß Hubertusburg in Wermsdorf/Sachsen. Dort ist eine psychiatrische Klinik untergebracht. Patient dieser Klinik war Karl Hans Janke, der als "pathologischer Erfinder" behandelt wurde. Unzählige Entwicklungen, die einen zum Staunen bringen, entstanden in der Zeit bis zu seinem Tod 1988. Erst jetzt wurden diese Schätze bei Renovierungsarbeiten auf dem Dachboden gefunden. Ihm ist ein kleines Museum gewidmet, wo viele seiner Originalerfindungen ausgestellt sind. Ein halbstündiger Film informiert über die Klinik und den genialen Erfinder. Ein kleiner Mosaikstein der Psychiatrie in der DDR.

Gruß Stuelpner




Ich habe vor Jahren diese Dokumentation über ihn gesehen. Ein überaus spannender und kreativer Mensch!

"Ich möchte an dieser Stelle dem Wunsche Ausdruck geben, dass mein Atom und meine sonstigen Erfindungen nur friedlichen Zwecken und dem glücklichen Aufbau der Welt dienen mögen!" So das Vermächtnis von Karl-Hans Janke (1909-1988)





ff


Eine eigene Kunstausstellung in Ulm widmete man ihm u.a.:


.


Stuelpner und GKUS64 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#79

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 23.01.2015 16:56
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #78
Zitat von Stuelpner im Beitrag #20
Vor ein paar Wochen war ich zur Besichtigung im Schloß Hubertusburg in Wermsdorf/Sachsen. Dort ist eine psychiatrische Klinik untergebracht. Patient dieser Klinik war Karl Hans Janke, der als "pathologischer Erfinder" behandelt wurde. Unzählige Entwicklungen, die einen zum Staunen bringen, entstanden in der Zeit bis zu seinem Tod 1988. Erst jetzt wurden diese Schätze bei Renovierungsarbeiten auf dem Dachboden gefunden. Ihm ist ein kleines Museum gewidmet, wo viele seiner Originalerfindungen ausgestellt sind. Ein halbstündiger Film informiert über die Klinik und den genialen Erfinder. Ein kleiner Mosaikstein der Psychiatrie in der DDR.

Gruß Stuelpner




Ich habe vor Jahren diese Dokumentation über ihn gesehen. Ein überaus spannender und kreativer Mensch!

"Ich möchte an dieser Stelle dem Wunsche Ausdruck geben, dass mein Atom und meine sonstigen Erfindungen nur friedlichen Zwecken und dem glücklichen Aufbau der Welt dienen mögen!" So das Vermächtnis von Karl-Hans Janke (1909-1988)





ff


Eine eigene Kunstausstellung in Ulm widmete man ihm u.a.:


.


ein exemplarisches Beispiel, wie die Kommunisten anderslautende Meinungen als ihre im Volk mundtot machten, wenn sie mit ihrem sonstigen Repressionsapparat nicht zu einem Ergebnis in ihrem Sinne kamen. Ich denke es ist noch schlimmer als in Stasihaft zu sein, weil der "Patient" endlos bestraft wird und weil er die totale Ohnmacht zu spüren bekommt. Einfach abscheulich.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#80

RE: "Einer flog über das Kuckucksnest" - Psychiatrie in der DDR

in DDR Staat und Regime 23.01.2015 17:24
von Gelöschtes Mitglied
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