#81

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 21.12.2014 11:49
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ein bekannter von mir hält eine Agnus-Herde für Biofleisch ganzjährig draußen mit Offenstall, die halten das rassebedingt aus, bei den schwarzbunten ist das schon wegen der Melkerei schlecht, die sind nun mal überwiegend auf Milch gezüchtet.


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#82

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 21.12.2014 11:57
von furry | 3.580 Beiträge

Damit die Haltung von Kühen mal zum Ende kommt und @Reinhardinho andere Schwachstellen der Planwirtschaft aufdecken kann, ein Beispiel, wie moderne Kuhställe (auch für Hochleistungskühe mit über 10.000 Liter/a) aussehen.
Die Seitenwände sind nur mit verstellbaren Windbrechnetzen verkleidet.
http://www.wolfsystem.de/Agrarbau/Staelle/Rinderstaelle


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#83

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 21.12.2014 11:57
von Gelöschtes Mitglied
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Die Hochgetrimmten Milchfabriken auf vier Beinen werden heute meistens nicht älter als 5 bis 6 Jahre und das auch nur bei ordentlicher tiermedizinischer Betreuung. Mein Großvater hat früher immer gesagt ein guter Bauer hat junge Hühner und alte Kühe. Die relativ teure Aufzucht einer Kuh hat sich erst bei langjähriger Nutzung ausgezahlt. Frische Luft, gutes Futter vom Feld und der Weide (nicht aus dem Mischfutterwerk) und tägliches streicheln am Euter sorgte für eine hohe Lebensleistung.

Der Hesselfuchs


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#84

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 21.12.2014 12:02
von furry | 3.580 Beiträge

@Merlini , das stimmt, was Du schreibst. Manch Landwirt muss sich aber auch die Frage gefallen lassen, ob er auch alles richtig macht.
Hauptabgangsursachen sind Stoffwechsel- und Fruchtbarkeitsstörungen.
Es gibt aber auch Kühe, die über 10 Laktationen die 100.000 Kilo-Marke (Milch) geknackt haben.


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#85

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 21.12.2014 12:32
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Furry, da hast Du schon Recht. Mir wird schon etwas mulmig, wenn die Milchmengenregelung weg fällt. Dann werden die Mittelständischen Milchbetriebe auf der Strecke bleiben. Bei uns in der Nähe ist ein neuer Stall gebaut worden, da werden die Kühe automatisch gemolken. Dazu kommt, dass die Hochleistungstiere auch entsprechendes Futter brauchen. Soja aus Südamerika und Mischfutter aus der Fabrik. Mischfutterwerke sind doch wie "Sonderabfallverwerter" , wenn dem Futter kein Aroma zugesetzt wäre, würden es die Tiere gar nicht fressen. Wenn es nicht so umständlich wäre, würde ich mir Ziegen halten, um Milch und Käse selber zu haben.

Der Hesselfuchs


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#86

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 21.12.2014 19:49
von andyman | 1.881 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #81
Ein bekannter von mir hält eine Agnus-Herde für Biofleisch ganzjährig draußen mit Offenstall, die halten das rassebedingt aus, bei den schwarzbunten ist das schon wegen der Melkerei schlecht, die sind nun mal überwiegend auf Milch gezüchtet.


So ist es ,diese Rinder vertragen keine Stallhaltung,sie können die vom Körper produzierte Wärme nicht genügend abgeben und die Qualität des Fleisches leidet darunter.Das kann man sich schwer vorstellen ist aber wohl Tatsache. http://de.wikipedia.org/wiki/Aberdeen_Angus
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#87

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 21.12.2014 20:43
von Gelöschtes Mitglied
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Als bei uns auf dem Dorf die zeit mit den Offenställen für Rinder Mitte der 60 Jahre losging , was mussten dies Tiere leiden , bis an den Knöcheln standen sie im eigenen Dreck , bei tiefen Frösten , sind sie sogar festgefroren . Was haben die Bauern über diese Tierhaltung geschimpft .Eine Erhöhung der Milchproduktion gab es dadurch auch nicht .ratata


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#88

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 21.12.2014 20:51
von FRITZE (gelöscht)
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Mein Kumpel ,der letzte Landwirt hier im Dorf hält Pferde im Offenstall ,denen geht es prima !
Wieso mussten die Tiere damals bis zu den Knöcheln im Scheiss stehen ? Auch offene Ställe kann man entmisten und einstreuen !
Das war doch hauptsächlich eine Trotzreaktion von Bauern .Nun gut Milchkühe dürfen möglichst wenig Energie abgeben um eine hohe Milchleistung zu bringen ,da macht es Sinn ,sie in warmen zugfreien Ställen zu halten .Jede Rasse ist aber anders !


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#89

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 21.12.2014 20:59
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Fritze , die Offenställe für Rinder ,wie ich sie kannte , kannst du mit den heutigen nicht vergleichen . Da wo die LPG isten dachten hier könnte ein Stall hinpassen , der wurde Hals über Kopf gebaut . der vordere Bereich am Futtertrog , war gepflastert . aber im hinteren Bereich ,der war der reine Acker .
Manche wurden so gewählt , das schön das Wetter auf den Stall lag .
ratata

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-32216299.html


zuletzt bearbeitet 21.12.2014 21:04 | nach oben springen

#90

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 21.12.2014 21:06
von Gelöschtes Mitglied
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Ganz weit früher hatten die Tiere ja auch keinen Stall. Aber durch Zucht auf Leistung und Einkreuzung von Rassen aus anderen Klimaregionen hat sich das eben geändert. Für Schottische Hochlandrinder brauchst man auch keinen richtigen Stall. Da reicht für den Ernstfall ein Wind- und Regengeschützter Unterstand. Aber die bringen auch keine Milchleistung von 10 000 Kg /Jahr. Dafür ist das Fleisch viel besser als von den Treibhausbullen.

Auch wir Menschen haben nicht immer in so überheizten Wohnungen gelebt. Aber wer will heute noch Eisblumen am Fenster des Schlafzimmers und Rauhreif auf der Bettdecke??? Wir sind eben auch Weicheier geworden.

Der Hesselfuchs


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#91

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 21.12.2014 21:16
von Hapedi | 1.885 Beiträge

Ich habe lange Überlegt ob ich mich lächerlich mache wenn ich es einstelle . Aber wenn mich nicht alles täuscht war auch mal ein ganz Schlauer auf die Idee gekommen Schweine im Wald unterzubringen . Dort hätten sie auch genug Futter . Zaun herum Schweine rein und gut . Ging aber auch nach hinten los

gruß Hapedi



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zuletzt bearbeitet 21.12.2014 21:25 | nach oben springen

#92

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 21.12.2014 21:18
von Gelöschtes Mitglied
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Schweine wurden schon im Mittelalter im Wald gemästet. Zu viele Tiere auf eine begrenzten Fläche machen den Wald kaputt.

Der Hesselfuchs


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#93

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 21.12.2014 21:25
von Elch78 | 501 Beiträge

Zitat von Hapedi im Beitrag #91
Aber wenn mich nicht alles täuscht war auch mal ein ganz Schlauer auf die Idee gekommen Schweine im Wald unterzubringen . Dort hätten sie auch genug Futter . Zaun runterrum Schweine rein und gut . Ging aber auch nach hinten los

gruß Hapedi

So abwegig ist das gar nicht.
Schweine wurden ja, bevor sie in den Siedlungen eingesperrt und mit Abfällen oder später mit Kunstfutter verpflegt wurden, zumindest zu bestimmten Jahreszeiten in dieser extensiven Form der Weidewirtschaft gehalten (z. B. in Eichenwäldern).
Für die Intensivhaltung taugt diese Methodik natürlich nicht mehr - auch deshalb, weil die Einflüsse von außen (Witterung, Nahrungsangebot, Krankheitserreger) kaum zu kalkulieren sind und natürlich durch Überweidung dann den Wald zerstören können.

Elch
Ergänzung: Aus jener Zeit könnte der Spruch stammen: "Was stört es die deutsche Eiche, wenn sich die Sau an ihr scheuert."


"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"
Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.12.2014 21:29 | nach oben springen

#94

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 21.12.2014 21:28
von Hapedi | 1.885 Beiträge

Zitat von Elch78 im Beitrag #93
Zitat von Hapedi im Beitrag #91
Aber wenn mich nicht alles täuscht war auch mal ein ganz Schlauer auf die Idee gekommen Schweine im Wald unterzubringen . Dort hätten sie auch genug Futter . Zaun runterrum Schweine rein und gut . Ging aber auch nach hinten los

gruß Hapedi

So abwegig ist das gar nicht.
Schweine wurden ja, bevor sie in den Siedlungen eingesperrt und mit Abfällen oder später mit Kunstfutter verpflegt wurden, zumindest zu bestimmten Jahreszeiten in dieser extensiven Form der Weidewirtschaft gehalten (z. B. in Eichenwäldern).
Für die Intensivhaltung taugt diese Methodik natürlich nicht mehr - auch deshalb, weil die Einflüsse von außen (Witterung, Nahrungsangebot, Krankheitserreger) kaum zu kalkulieren sind.

Elch



genau wusste ich es nicht mehr mir war nur so als ob es mal versucht wurde

gruß Hapedi



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#95

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 21.12.2014 23:09
von Gelöschtes Mitglied
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Was ist heute?
Saustall
Gruß Rei


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#96

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 21.12.2014 23:14
von FRITZE (gelöscht)
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Geiz ist geil ! Da bleibt die Qualität auf der Strecke !


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#97

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 22.12.2014 01:14
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Reinhardinho im Beitrag #39
Vorweihnachtliche Pseudo-Sexgespräche erhöhen die Vorfreude auf das Fest. Gab es auch Strapse in der DDR? Ich stand mal drauf.


Ich nicht! Ich lag meist dazwischen!

SORRY, ich bin ja schon still.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#98

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 22.12.2014 01:29
von andyman | 1.881 Beiträge

Zitat von Merlini im Beitrag #92
Schweine wurden schon im Mittelalter im Wald gemästet. Zu viele Tiere auf eine begrenzten Fläche machen den Wald kaputt.

Der Hesselfuchs


Jetzt weiß ich auch wo die ganzen Schweine im Wald herkommen.andyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#99

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 22.12.2014 01:44
von Moskwitschka (gelöscht)
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Nun doch noch ein Wort zu dn Schweinen Ich kann mir nicht vorstellen, dass man in der DDR soweit gedacht hat. Wenn ja, dann wäre es eine große Überraschung.

Die besten Schinken wachsen unter Eichen http://www.waldwissen.net/waldwirtschaft..._eiche/index_DE

Ganz im Gegenteil zur weit verbreiteten Meinung einer devastierenden Waldbewirtschaftung auch durch Schweinebeweidung stehen Handlungsanweisungen etlicher Autoren im 18. und 19. Jahrhundert zur natürlichen Regeneration von Wäldern. Den Waldbesitzern wird dort die Waldweide mit Schweinen zur natürlichen "Besamung der Eichenbestände" sogar dringend angeraten. Die Schweine durchwühlen den Boden nach essbaren Wurzeln, Würmern, Insekten und Kleinsäugetieren. Sicherlich zerstören sie auf diese Weise gelegentlich junge Bäume, gezielt wühlen sie aber die Pflanzen nicht aus, die keinen ernährungsphysiologischen Wert für sie haben. Mit ihrer Wühltätigkeit verwunden sie aber den Waldboden und schaffen offene, vegetationsfreie Stellen. Zusätzlich verwühlen sie einen Teil der auf dem Boden liegenden Eicheln. Auf diese Weise schaffen sie hervorragende Keimbedingungen für Eichen

Und so würde das Fleisch aussehen


http://www.eichelschwein.de/

Geliefert kann es aber erst wieder ab Herbst 2015

Klasse statt Masse? Wäre das in der DDR durchsetzbar gewesen? Oder wurden die Schweine für den Export im Wald gehalten?

Obwohl ich gerade beim Schweinefleisch gute Erinnerungen an die DDR habe - es schrumpfte nicht so schnell in der Pfanne. Oder spielt mir da meine Erinnerung einen Streich?

LG von der Moskwitschka


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#100

RE: Planwirtschaft DDR – 720 starben täglich

in DDR Zeiten 22.12.2014 01:49
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #99
Nun doch noch ein Wort zu dn Schweinen Ich kann mir nicht vorstellen, dass man in der DDR soweit gedacht hat. Wenn ja, dann wäre es eine große Überraschung.

Die besten Schinken wachsen unter Eichen http://www.waldwissen.net/waldwirtschaft..._eiche/index_DE

Ganz im Gegenteil zur weit verbreiteten Meinung einer devastierenden Waldbewirtschaftung auch durch Schweinebeweidung stehen Handlungsanweisungen etlicher Autoren im 18. und 19. Jahrhundert zur natürlichen Regeneration von Wäldern. Den Waldbesitzern wird dort die Waldweide mit Schweinen zur natürlichen "Besamung der Eichenbestände" sogar dringend angeraten. Die Schweine durchwühlen den Boden nach essbaren Wurzeln, Würmern, Insekten und Kleinsäugetieren. Sicherlich zerstören sie auf diese Weise gelegentlich junge Bäume, gezielt wühlen sie aber die Pflanzen nicht aus, die keinen ernährungsphysiologischen Wert für sie haben. Mit ihrer Wühltätigkeit verwunden sie aber den Waldboden und schaffen offene, vegetationsfreie Stellen. Zusätzlich verwühlen sie einen Teil der auf dem Boden liegenden Eicheln. Auf diese Weise schaffen sie hervorragende Keimbedingungen für Eichen

Und so würde das Fleisch aussehen


http://www.eichelschwein.de/

Geliefert kann es aber erst wieder ab Herbst 2015

Klasse statt Masse? Wäre das in der DDR durchsetzbar gewesen? Oder wurden die Schweine für den Export im Wald gehalten?

Obwohl ich gerade beim Schweinefleisch gute Erinnerungen an die DDR habe - es schrumpfte nicht so schnell in der Pfanne. Oder spielt mir da meine Erinnerung einen Streich?

LG von der Moskwitschka

Nee,heute schrumpfen sie in der Pfanne,erst haste ein großes Stück und dann?
Gruß Rei


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