#1

Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.12.2014 21:03
von passport | 2.640 Beiträge

Nach 50 Jahren der Isolation von Kuba durch die USA haben beide Staaten beschlossen einen ersten Schritt der Annäherung zu tun. Die USA werden wieder ihre Botschaft in Havanna eröffnen. Vorrausgegangen war ein Austausch eines in kubanischer Haft einsitzender US-Amerikaner und der letzten 3 Kameraden der "Cuban Five" aus US-Haft.
Präsident Obama hat eingesehen : "Isolation hat nicht funktioniert"

Eines Tages wird sich diese Erkenntnis auch hoffentlich im augenblicklichen Verhältnis zu Russland durchsetzen !

Hier der gesamte Link :

http://www.t-online.de/nachrichten/ausla...und-castro.html




passport


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zuletzt bearbeitet 17.12.2014 21:10 | nach oben springen

#2

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.12.2014 21:12
von Vierkrug (gelöscht)
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Obama sollte aber bedenken, Raul Castro ist kein Gorbatschow !!! Und die Cubaner wissen, worauf sie sich da einlassen.
Na dann können die Amis ihre Immobilie (quatsch Botschaft) am Ende des Malecon wieder voll betriebsfähig gestalten. Bis jetzt war der Betrieb nur auf die Konsularabteilung in der Nebenstrasse beschränkt gewesen.
Ob Raul die inzwischen errichteten Fahnengruppen beseitigen lassen wird ???

Blick auf die US-Botschaft in Havanna

Privatfotos

Vierkrug


zuletzt bearbeitet 17.12.2014 21:14 | nach oben springen

#3

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.12.2014 21:14
von Batrachos | 1.549 Beiträge

Hallo,

auf der einen Seite ganz gut das es wieder zu diplomatischen Beziehungen kommt,
auf der anderen Seite wird es " Uncle Sam" nicht ohne Hintergedanken machen.
Mal sehen was die Zukunft bringt.

MFG Batrachos


Drosseln sind Vögel. Sie in Motorräder zu stecken ist Tierquälerei!!
Motorradfahren ist das schönste, was man angezogen machen kann.
45° ist das zu schräg-bist du zu schwach
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#4

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.12.2014 21:22
von Gelöschtes Mitglied
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"Alles für den Dackel"
Nee falsch,alles gegen Putin.
Dann gibt es sogar eine freundliche Geste mit Cuba.
Rei


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#5

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.12.2014 21:29
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von passport im Beitrag #1
Nach 50 Jahren der Isolation von Kuba durch die USA haben beide Staaten beschlossen einen ersten Schritt der Annäherung zu tun. Die USA werden wieder ihre Botschaft in Havanna eröffnen. Vorrausgegangen war ein Austausch eines in kubanischer Haft einsitzender US-Amerikaner und der letzten 3 Kameraden der "Cuban Five" aus US-Haft.
Präsident Obama hat eingesehen : "Isolation hat nicht funktioniert"

Eines Tages wird sich diese Erkenntnis auch hoffentlich im augenblicklichen Verhältnis zu Russland durchsetzen !

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passport


Der nächste Schritt sollte die Auflösung der Base in Guantanamo sein! Ein ganz dunkles Kapital der Amis. Obama hatte versprochen, hat sich aber wohl bisher versprochen?


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#6

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.12.2014 21:49
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #1
Nach 50 Jahren der Isolation von Kuba durch die USA haben beide Staaten beschlossen einen ersten Schritt der Annäherung zu tun. Die USA werden wieder ihre Botschaft in Havanna eröffnen. Vorrausgegangen war ein Austausch eines in kubanischer Haft einsitzender US-Amerikaner und der letzten 3 Kameraden der "Cuban Five" aus US-Haft.
Präsident Obama hat eingesehen : "Isolation hat nicht funktioniert"

Eines Tages wird sich diese Erkenntnis auch hoffentlich im augenblicklichen Verhältnis zu Russland durchsetzen !

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passport


also das sehe ich etwas anders. es hat sehr gut funktioniert mit der Isolation Kubas.( Ich konnte mich vor Ort überzeugen) Nur haben sich die Voraussetzungen in den 50 Jahren dramatisch geändert. Also muss man die Politik den veränderten Verhältnissen anpassen.Ein (fast) normaler Vorgang so wie die Überwindung der Spaltung D's.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
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Geld ist geprägte Freiheit!
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#7

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.12.2014 22:06
von utkieker | 2.927 Beiträge

Eine frohe Botschaft kurz vor Weihnachten!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#8

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.12.2014 22:14
von Vierkrug (gelöscht)
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@Gert, das sehe ich auch etwas anders. Cuba ist für mich persönlich so etwas, wie eine "zweite Heimat" geworden. Ich habe sehr viele Freunde und Bekannte da drüben, die ich auch seit 1998 jährlich für mehrere Wochen besuche. Auch kenne ich Fidel und Raul Castro persönlich, wie auch andere Mitglieder der Partei- und Staatsführung und ich kenne auch die täglichen Sorgen und Probleme der Cubaner. Also kein Unwissender.
Ich wünsche mir, dass auf gleichberechtigter Basis, wie es Raul auch ausgedrückt hat, wieder Normalität in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern einkehrt, auch im Interesse der getrennten Familien.
Obama sollte jedoch keinesfalls die Cubaner unterschätzen, denn sie wissen was sie tun und haben in den letzten Jahrzehnten sehr viel gelernt. Und da sind sie immer noch trotz Embargo.

Patria o Muerte
Vierkrug


Gert, Pitti53, passport, damals wars, furry, Damals87, Küchenbulle 79, RudiEK89 und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#9

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.12.2014 22:25
von Elch78 | 501 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #8
Ich wünsche mir, dass auf gleichberechtigter Basis, wie es Raul auch ausgedrückt hat, wieder Normalität in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern einkehrt, auch im Interesse der getrennten Familien.
Obama sollte jedoch keinesfalls die Cubaner unterschätzen, denn sie wissen was sie tun und haben in den letzten Jahrzehnten sehr viel gelernt. Und da sind sie immer noch trotz Embargo.

Vierkrug

Unterstrichen: Hoffentlich!

Obama will ja "unsere Werte verbreiten". (Zitat)
Hoffentlich nicht alle!

Wie wäre es, auch über ein paar Werte Kubas nachzudenken?

Elch


"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"
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#10

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.12.2014 22:31
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #8
@Gert, das sehe ich auch etwas anders. Cuba ist für mich persönlich so etwas, wie eine "zweite Heimat" geworden. Ich habe sehr viele Freunde und Bekannte da drüben, die ich auch seit 1998 jährlich für mehrere Wochen besuche. Auch kenne ich Fidel und Raul Castro persönlich, wie auch andere Mitglieder der Partei- und Staatsführung und ich kenne auch die täglichen Sorgen und Probleme der Cubaner. Also kein Unwissender.
Ich wünsche mir, dass auf gleichberechtigter Basis, wie es Raul auch ausgedrückt hat, wieder Normalität in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern einkehrt, auch im Interesse der getrennten Familien.
Obama sollte jedoch keinesfalls die Cubaner unterschätzen, denn sie wissen was sie tun und haben in den letzten Jahrzehnten sehr viel gelernt. Und da sind sie immer noch trotz Embargo.

Patria o Muerte
Vierkrug


ja das weiss ich, hast es früher schon beschrieben. Auf mich machte die Insel einen zwiespältigen Eindruck ( ich habe nicht nur in Varadero am Strand gelegen ) . Geografisch und botanisch ist es ein Paradies. Eine wunderschöne Landschaft, die Menschen waren sehr freundlich obwohl im Vergleich zu mir bitterarm(ist bedauerlich aber eine Tatsache ). Man spürte aber an allen Ecken und Enden die ökonomischen Probleme, die Kuba durch das Embargo hat. In den Tourihotels war alles super, es gab nichts zu meckern aber die Menschen auf der Strasse haben mir einfach leid getan. Ich hatte mein"Erfolgserlebnis", Kommunismus ist eben Sch..., egal wo er installiert wird. Besser wäre gewesen, wenn man mich überzeugt hätte dass es dort funktioniert.


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#11

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.12.2014 23:02
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Bis jetzt ist das alles nur ein Vorschlag,aber ob man damit durch kommt steht auf einen anderen Blatt. Entscheiden tut das der amerikanische Kongress und nicht Obama. Und so gut ist er nicht mehr angesehen in den USA:


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#12

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.12.2014 23:07
von Vierkrug (gelöscht)
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@Gert - das kann ich bestätigen, das tägliche Leben auf Cuba ist für die Menschen nicht immer einfach und leide bei meinen Besuchen auch immer mit ihnen. Es ist kein Kommunisnus auf Cuba, davon sind sie um Welten entfernt. Noch hole ich auch meine Brötchen bei der Bäckerei auf Zuteilung, d.h. mit Lebensmittelbezugskarte und Identicard. Könnte es auch einfacher haben und gehe um die Ecke in ein französisches Bistro und zahle dort mit CUC - aber das ist nach das alltägliche Leben. Eine Bekannte von mir, früher bei den cubanischen Sicherheitskräften und zeitweilig bei der cubanischen UN-Mission in New York tätig hat sich im letztem Jahr selbstständig gemacht - die neuen staatlichen Regelungen lassen es ja mittlerweile zu - und es läuft recht gut bei ihr.
Nicht nur die Embargopolitik der USA hat Spuren in der Ökonomie Cubas hinterlassen auch der schlagartige Wegbruch des einstigen größten Sponsors. Von diesem Schlag mußten sie sich erst einmal erholen. Cubas Abhängigkeit von Rohstoffimporten ist enorm, besonders im Bereich der energetischen Versorgung der Wirtschaft und der Bevölkerung. Ich habe noch zeitweilige Stromanschaltungen miterlebt.
Zwischenzeitlich geht es aber Step for Step nach vorn. Es liegt noch ein langer und beschwerlicher Weg vor den Cubanern. Aber es gibt auch schon erste Ergebnisse und Erfolge der neuen Wirtschaftspolitik, wie sie sich in der Sonderwirtschaftszone im Hafen von Mariel, 40 km westlich von Havanna zeigen.
Haupteinnahmequelle wird aber nach wie vor der Tourismus auf Cuba sein und dessen weiterer Ausbau.
Was die Cubaner keinesfalls wieder wollen, ist die Situation wie zu Bastistas Zeiten, d.h. das Bordell der US-Amerikaner werden.

Vierkrug


Pitti53, Gert und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.12.2014 23:29 | nach oben springen

#13

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.12.2014 23:16
von Vierkrug (gelöscht)
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Zitat von Rostocker im Beitrag #11
Bis jetzt ist das alles nur ein Vorschlag,aber ob man damit durch kommt steht auf einen anderen Blatt. Entscheiden tut das der amerikanische Kongress und nicht Obama. Und so gut ist er nicht mehr angesehen in den USA:


Ich denke schon, dass es Realität wird, denn man darf auch nicht den politischen Einfluss der Miami-Cubaner im Bundesstaat Florida außen vor lassen. Florida ist bei den vergangenen Präsidentschaftswahlen immer das Zünglein an der Waage gewesen. Und ein weiterer Sprößling des Bush-Clans, Jeb Bush, ehemaliger Gouverneur von Florida 1999–2007 für die Republikaner, will 2016 US-Präsident werden.

Vierkrug


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#14

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.12.2014 23:20
von Gelöschtes Mitglied
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Und worin besteht dann noch der Sinn der kubanischen Diktatur? Kommunisten sind sie nicht, ok was dann etwa Sozialisten? Beißt sich auch irgendwie wenn ich eingestehe dass nach so vielen Jahren die Menschen immer noch mit Lebensmittelkarten versorgt werden müssen und nur eine bessere Klasse sich für CUC alles kaufen kann, so wie damals mit DM in der DDR. Jetzt gibt es also immer mehr Selbstständige, kleine Kapitalisten die dafür sorgen sollen dass es der Bevölkerung besser geht., und Sonderwirtschaftszonen? Doch nur weil die sozialistische Miss(t)wirtschaft nicht funktioniert. Warum dann nicht gleich den ganzen Sozialismusmist und die Diktatur abschaffen?

Eine äußerst skurrile politische Situation auf dieser schönen Insel, ich bin mir sicher dass sich das Volk auch noch seiner überflüssigen Diktatur entledigen wird. Mit etwas Glück wirst Du das noch erleben, ich hoffe es doch mal und wünsche Dir noch viele schöne Jahre.


zuletzt bearbeitet 17.12.2014 23:41 | nach oben springen

#15

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.12.2014 23:22
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #12
@Gert - das kann ich bestätigen, das tägliche Leben auf Cuba ist für die Menschen nicht immer einfach und leide bei meinen Besuchen auch immer mit ihnen. Es ist kein Kommunisnus auf Cuba, davon sind sie um Welten entfernt. Noch hole ich auch meine Brötchen bei der Bäckerei auf Zuteilung, d.h. mit Lebensmittelbezugskarte und Identicard. Könnte es auch einfacher haben und gehe um die Ecke in ein französisches Bistro und zahle dort mit CUC - aber das ist nach das alltägliche Leben. Eine Bekannte von mir, früher bei den cubanischen Sicherheitskräften und zeitweilig bei der cubanischen UN-Mission in New York tätig hat sich im letztem Jahr selbstständig gemacht - die neuen staatlichen Regelungen lassen es ja mittlerweile zu - und es läuft recht gut bei ihr.
Nicht nur die Embargopolitik der USA hat Spuren in der Ökonomie Cubas hinterlassen auch der schlagartige Wegbruch des einstigen größten Sponsors. Von diesem Schlag mußten sie sich erst einmal erholen. Cubas Abhängigkeit von Rohstoffimporten ist enorm, besonders im Bereich der energetischen Versorgung der Wirtschaft und der Bevölkerung. Ich habe noch zeitweilige Stromanschaltungen miterlebt.
Zwischenzeitlich geht es aber Step for Step nach vorn. Es liegt noch ein langer und beschwerlicher Weg vor den Cubanern. Aber es gibt auch schon erste Ergebnisse und Erfolge der neuen Wirtschaftspolitik, wie sie sich in der Sonderwirtschaftszone im Hafen von Mariel, 40 km westlich von Havanna zeigen.
Haupteinnahmequelle wird aber nach wie vor der Tourismus auf Cuba sein und dessen weiterer Ausbau.
Was die Cubaner keinesfalls wieder wollen, ist die Situation wie zu Bastistas Zeiten, d.h. das Bordell der US-Amerikaner werden.

Vierkrug


richtig , der Tourismus kann dem Land einen ungeheuren Aufschwung bringen. Als ich dort war , war(fast) kein US Amerikaner in Cuba, man sagte mir die dürfen auf direktem Wege nicht einreisen wegen des Embargos. Also die wenigen die dort waren, sind über Mexico oder Canada eingereist. Es waren sehr viele Canadier dort, aber auch Europäer wie Deutsche , Spanier, Italiener.
Wenn es aber einen direkten Einreiseweg für US Amerikaner gibt, und dann auch die vielen Exilkubaner, die zum Teil sehr wohlhabend sind, kommt so viel Geld ins Land dass ich einen richtigen Aufschwung sehen, wenn es so kommt, quasi eine win win Situation.

Ich stand einmal in Florida in key west an dem "most southern Point of the United States" mit dem Hinweis "90 miles to cuba". das ist ein Klacks an Entfernung, da wird die Post abgehen, wenn es sich so entwickelt.


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#16

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.12.2014 23:30
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von Sicherheitsrisiko im Beitrag #14
Und worin besteht dann noch der Sinn der kubanischen Diktatur? Kommunisten sind sie nicht, ok was dann etwa Sozialisten? Beißt sich auch irgendwie wenn ich eingestehe dass nach so vielen Jahren die Menschen immer noch mit Lebensmittelkarten versorgt werden müssen und nur eine bessere Klasse sich für CUC alles kaufen kann, so wie damals mit DM in der DDR. Jetzt gibt es also immer mehr Selbstständige, kleine Kapitalisten die dafür sorgen sollen dass es der Bevölkerung besser geht., und Sonderwirtschaftszonen? Doch nur weil die sozialistische Miss(t)wirtschaft nicht funktioniert. Warum dann nicht gleich den ganzen Sozialismusmist und die Diktatur abschaffen?

Eine äußerst skurrile politische Situation auf dieser schönen Insel, und ich bin mir sicher dass sich das Volk auch noch seiner überflüssigen Diktatur entledigen wird. Mit etwas Glück wirst Du das noch erleben, ich hoffe es doch mal und wünsche Dir noch viele schöne Jahre.


Und dann kommt die demokratische Diktatur


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#17

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.12.2014 23:35
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #15
Zitat von Vierkrug im Beitrag #12
@Gert - das kann ich bestätigen, das tägliche Leben auf Cuba ist für die Menschen nicht immer einfach und leide bei meinen Besuchen auch immer mit ihnen. Es ist kein Kommunisnus auf Cuba, davon sind sie um Welten entfernt. Noch hole ich auch meine Brötchen bei der Bäckerei auf Zuteilung, d.h. mit Lebensmittelbezugskarte und Identicard. Könnte es auch einfacher haben und gehe um die Ecke in ein französisches Bistro und zahle dort mit CUC - aber das ist nach das alltägliche Leben. Eine Bekannte von mir, früher bei den cubanischen Sicherheitskräften und zeitweilig bei der cubanischen UN-Mission in New York tätig hat sich im letztem Jahr selbstständig gemacht - die neuen staatlichen Regelungen lassen es ja mittlerweile zu - und es läuft recht gut bei ihr.
Nicht nur die Embargopolitik der USA hat Spuren in der Ökonomie Cubas hinterlassen auch der schlagartige Wegbruch des einstigen größten Sponsors. Von diesem Schlag mußten sie sich erst einmal erholen. Cubas Abhängigkeit von Rohstoffimporten ist enorm, besonders im Bereich der energetischen Versorgung der Wirtschaft und der Bevölkerung. Ich habe noch zeitweilige Stromanschaltungen miterlebt.
Zwischenzeitlich geht es aber Step for Step nach vorn. Es liegt noch ein langer und beschwerlicher Weg vor den Cubanern. Aber es gibt auch schon erste Ergebnisse und Erfolge der neuen Wirtschaftspolitik, wie sie sich in der Sonderwirtschaftszone im Hafen von Mariel, 40 km westlich von Havanna zeigen.
Haupteinnahmequelle wird aber nach wie vor der Tourismus auf Cuba sein und dessen weiterer Ausbau.
Was die Cubaner keinesfalls wieder wollen, ist die Situation wie zu Bastistas Zeiten, d.h. das Bordell der US-Amerikaner werden.

Vierkrug


richtig , der Tourismus kann dem Land einen ungeheuren Aufschwung bringen. Als ich dort war , war(fast) kein US Amerikaner in Cuba, man sagte mir die dürfen auf direktem Wege nicht einreisen wegen des Embargos. Also die wenigen die dort waren, sind über Mexico oder Canada eingereist. Es waren sehr viele Canadier dort, aber auch Europäer wie Deutsche , Spanier, Italiener.
Wenn es aber einen direkten Einreiseweg für US Amerikaner gibt, und dann auch die vielen Exilkubaner, die zum Teil sehr wohlhabend sind, kommt so viel Geld ins Land dass ich einen richtigen Aufschwung sehen, wenn es so kommt, quasi eine win win Situation.

Ich stand einmal in Florida in key west an dem "most southern Point of the United States" mit dem Hinweis "90 miles to cuba". das ist ein Klacks an Entfernung, da wird die Post abgehen, wenn es sich so entwickelt.




Ja Gert--aber das entscheiden alles die Völker dort selber. Und ich glaube nicht--das sie sich was aufzwingen lassen.Es werden dort noch viele gemeinsame Interessen einfließen


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#18

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 00:52
von Gert | 12.356 Beiträge

@Vierkrug das http://www.n-tv.de/panorama/Zehntausende...le13967061.html habe ich auf n-tv gefunden, erschreckend. Ich war auch in Havanna und sah den Charme dieser alten, abblühenden Dame aus Kolonialzeiten. Dass es aber so schlimm um die Altbauten bestellt ist, konnte ich vor einigen Jahren von außen nicht erkennen. Die haben viel mit Farbe gearbeitet. Ich sehe es aber als ein typisches Merkmal der verfallenden Machstrukturen kommunistischer Regime.


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#19

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 05:32
von damals wars | 12.206 Beiträge

Vielleicht ist es ja nur ein Trick, um Guantanamo los zu werden?
Ansonsten ist der Charme der alten Dame ja im jahrzehntelangem Embargo der Amis verloren gegangen.
Die UNO investiert ja wohl einiges in den Erhalt der Altstadt.
Ich glaube, die DDR lieferte auch eine Zementfabrik.😄


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#20

RE: Kuba - USA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.12.2014 08:13
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #12
@Gert - das kann ich bestätigen, das tägliche Leben auf Cuba ist für die Menschen nicht immer einfach

Vierkrug



Das dürfte schlicht untertrieben sein. Durch Bekannte haben wir auch Kontakte nach Kuba, was ich von dort höre klingt anders.
Das Leben für die einfachen Menschen ohne Privilegien durch Zugehörigkeit zu staatlichen Organisationen besteht aus einem permanenten Kampf um das Nötigste.
Wir haben jetzt mit unseren Freunden hier etwas Geld zusammengelegt um ihren Freunden auf Kuba einen Kühlschrank zu finanzieren.
Wegen diesem Kühlschrank wollte die Frau ihr dreijähriges Kind für mehrere Jahre verlassen um im Ausland als Putzfrau zu arbeiten.


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