#161

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 02.12.2014 00:40
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #59
Zitat von Barbara im Beitrag #57
Zitat von Hackel39 im Beitrag #42
Freiheit ist das drittwichtigste im Leben und der Weg in die Freiheit ist mit Geld gepflastert.
Freiheit im Sinne der Unabhängigkeit von kriminellen Arbeitgebern, behördlicher Willkür und bornierten Mitmenschen kann im Prinzip mit Geld (oder eben adäquaten Sachwerten) ab einem bestimmten Volumen erreicht werden, sprich im Moment der finanziellen Freiheit mit all seinen Möglichkeiten der Mobilität aber auch Wehrhaftigkeit.
Für mich war diese Phase 2005 im Prinzip erreicht, wobei die Definition der finanziellen Freiheit untrennbar mit den eigenen Bedürfnissen verbunden ist, so daß man praktisch keinerlei Zahlenangaben machen kann, mein Hauptkriterium war der break even, (sinnverwandt mit dem Erreichen der Gewinnzone von Unternehmen, die ein Projekt erfolgreich zum Laufen gebracht haben), eben der Moment an dem die Summe der passiven Einkünfte den Mindestlohn, inklusive monatlicher Rücklagen für Versicherungen, Hausreparaturen u. dgl. erreicht hat.
Ich wäre bereits zur Zeit des Angriffes meiner früheren Firma DB Railion praktisch auf keinen Arbeitgeber mehr um jeden Preis angewiesen, die Knechtschaft der Zeitarbeit, Niedriglohnterror und ruinöse Konkurrenzszenarien mit anderen Arbeitssuchenden hätte ich mir niemals antun müssen, da hätte es andere Optionen gegeben, Traumberuf hin oder her.
Was ich sagen will ist, daß Geld keinesfalls eine bedingungslose Kopplung an Konsum oder Prestige bedeutet sondern eine ganz andere Kategorie darstellt, eben ein gut gepflasterter Weg in die Freiheit und zwar im Gegensatz zu Öff Öff oder Arno Dübel auf der Grundlage der Zivilisation.
Ach so, nur nebenbei Gesundheit und Frieden sind noch wichtiger und wenn dies beides in Gefahr ist, löst sich Geld schneller in Luft auf als die Instershopaktien zur Jahrtausendwende, so gesehen ist es wohl auch nicht alles.




Hackel, ist das deine einzige Definition von Freiheit? Heißt, gäb's kein "Geld" (im Sinne von existieren) gäb's keine Freiheit?
.


In bestimmten Momenten ist das so.
Ist man beispielsweise ein gutsituierter Rentner denkt da anders darüber als jemand der als Werktätiger im Kombinat früher nach acht Stunden genug Geld zum Leben hatte und heute als Niedriglöhner nach acht Stunden im Vollzeitjob sich noch vier Stunden lang zur Aufstockertour begeben muß, um sich den Gang zur ARGE zu ersparen.
Diese vier Stunden sind geklaute Freiheit, egal in welchem Zusammenhang, entscheidend ist, daß man sich in genau diese Tretmühle begeben muß sofern man nicht in finanzieller Freiheit lebt, um nicht unterzugehen.
So jemanden nun zu sagen, "laß es doch bleiben und geh zum Amt" und das dann als Freiheit zu deklarieren ist einfach nur Spott und eigentlich auch eine argumentative Bankrotterklärung.
Liebe Barbara, es ist so statisch wie ich es schreibe, es sind Fakten, die Geld mit Freiheit gleichsetzen.
Es ist möglicherweise eine Zaungastdiskussion, gerade so als würde man den mexikanischen Fischerjungen beneiden, der halb 5 am Morgen auf das freie Meer hinaus segelt, allein mit sich und der Natur im Tropenparadies immer eine frische Brise um die Nase...was für ein Traum aus der Zuschauerperspektive.
Es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, daß jener Fischerjunge sofort von Bord gehen würde, wenn er mit einem deutschen Nachtportier im Hotel, der 6 € die Stunde kriegt tauschen könnte, wie gesagt alles eine Frage der Perspektive und da ich Tropen und Müßiggang nicht mag, muß ich mir meine Freiheit hier gestalten und die hängt am Geld.
Übrigens hat Müßiggang nicht mit Freiheit zu tun, sonst würde ich jetzt schon auf irgendeinem Angelkahn herumtreiben anstatt auf wieder mal verspätete Containerzüge zu warten.
Ganz streng genommen ist Geldbesitz an sich allein kein Kriterium für Freiheit, wohl aber eine Versicherung gegen Unfreiheit.
Auch ist zu unterscheiden, daß Freiheit auch in ideelen Kategorien zu definieren ist, sagen wir mal beispielsweise Rede-, Berufs- oder Versammlungsfreiheit um nur drei von Dutzenden anderen zu nennen.



Nochmal mein Vorgedanke:
Wenn man eigentlich für sich und die Seinen genug hat (das war die von mir vorausgesetzte Bedingung für den Thread), warum spielt "Geld" auch dann immer noch so eine so große Rolle in unserem Denken.


Hackel,
ich neige ja eher der idellen Interpretation von "Freiheit" zu, im Sinne von: selbst im Zustand höchster äußerer Unfreiheit kann ich dennoch innerlich frei sein. (Solche Gedanken sprengen aber wahrscheinlich diesen Thread.)

Ganz streng genommen ist Geldbesitz an sich allein kein Kriterium für Freiheit, wohl aber eine Versicherung gegen Unfreiheit.

Unfreiheit im Bezug worauf? Was kann ich nicht ohne Geld, abgesehen von mehr oder weniger befriedigendem Waren-Konsum (< im weitesten Sinne)?


korr hinzufügung
.


zuletzt bearbeitet 02.12.2014 00:52 | nach oben springen

#162

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 02.12.2014 00:51
von Barbara (gelöscht)
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Steffen, ich finde das total klasse, dass du deinen Enkelkindern Freude machst, ob du ihnen nun was kaufst, oder ihnen einen Hasenstall baust. Schön finde ich, dass du beides machst.

Wenn ich mal Oma bin werden meine Enkel von mir verwöhnt, nicht unbedingt mit riesigen Geschenken, aber ich werde ganz viele Dinge tun, die ich als Mutter nicht "durfte", weil sie unpädagogisch waren. Darauf freu ich mich schon und wenn meine Tochter sich dann ärgert, dann lächle ich still in mich hinein und denke: jetzt weißt du mal wie das ist, wenn man als Mutter dauernd "pädagogisch" sein muss :-)
Großmutter sein stelle ich mir schön vor, wenn man den Enkelkindern mitgegeben kann "dass alles nicht so heiß gegessen wird, wie's gekocht ist".
.


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#163

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 02.12.2014 01:17
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #159
Nochmals zum Dispo … … …
Ganz davon abgesehen, dass ein Dispositionskredit ein ausnahmsweiser Notanker für Bankkunden sein kann, stellt er eines der Verführungswerkzeuge der Banken dar, um Kontoinhaber an den Kanthaken zu kriegen und in der Schuldenfalle zu halten.

… und sogar bei Sparern, die nicht in die Verlegenheit eines Anspruchs kommen dürften, versucht man's mit dem Dispo.
Beispiel: Meine Frau Mama erhielt von ihrer Bank einen in freudestrahlenden Worten gehaltenen Brief, in welchem ihr mitgeteilt wurde, dass sie mit Wirkung aktualisierter Geschäftsbedingen und Blablabla fortan in den Genuss käme, einen Dispo-Kredit von so und soviel Euronen in Anspruch nehmen zu dürfen.
Meine Mutter – eine resolute alte Dame mit hellem Verstand – fühlte sich ob ihrer nicht zu knappen finanziellen Mittel, die allesamt bei ihrer Hausbank lagern mächtig beleidigt.
Also marschierte sie umgehend bei Bankens ein und machte dort ein ziemliches Fass auf.
… was diese Bankleute sich einbildeten, ihr so ein Anerbieten zu machen, obwohl man doch aufgrund ihrer Bankdaten genau wissen müsse, dass sie so etwas wie einen Dispositionskredit nicht nötig habe.
Fazit: Die Sache wurde schleunigst aus der Welt geschafft und meine Mutter konnte wieder ruhig schlafen.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#164

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 02.12.2014 01:41
von Gelöschtes Mitglied
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Herrlich, @HG19801 - so resulute Bankkunden wünsche ich mir - sie könnten manches "hohe Ross" deutlich kleiner machen,


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#165

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 02.12.2014 15:41
von Kalubke | 2.299 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #159

....
Ich bin mir sicher: Wenn diese Dispo-Kredite gesetzlich verboten wären, würde sich die berühmte "Schuldenfalle" für manchen nicht in der aktuellen Form öffnen. Auf der anderen Seite kann uns der Staat nicht vor allem und jedem (und besonders nicht vor uns selber) schützen: Die Eigenverantwortung des Menschen ist eine der tragenden Säulen unseres Gesellschaftssystems. Und die wird schon durch diejenigen, die uns zu unserem Glück zwingen wollen, genug ausgehölt.
...



Es wäre schön, wenn dieses Prinzip auch konsequent umgesetzt werden würde. Leider hat aber gerade der Staat schon allzu oft Verluste "sozialisiert". Komischerweise tut er das nie mit den Gewinnen. Ein "Schalck", wer Böses dabei denkt (kleiner Kalauer).

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 02.12.2014 15:43 | nach oben springen

#166

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 02.12.2014 15:56
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von HG19801 im Beitrag #163
Zitat von Dandelion im Beitrag #159
Nochmals zum Dispo … … …
Ganz davon abgesehen, dass ein Dispositionskredit ein ausnahmsweiser Notanker für Bankkunden sein kann, stellt er eines der Verführungswerkzeuge der Banken dar, um Kontoinhaber an den Kanthaken zu kriegen und in der Schuldenfalle zu halten.

… und sogar bei Sparern, die nicht in die Verlegenheit eines Anspruchs kommen dürften, versucht man's mit dem Dispo.
Beispiel: Meine Frau Mama erhielt von ihrer Bank einen in freudestrahlenden Worten gehaltenen Brief, in welchem ihr mitgeteilt wurde, dass sie mit Wirkung aktualisierter Geschäftsbedingen und Blablabla fortan in den Genuss käme, einen Dispo-Kredit von so und soviel Euronen in Anspruch nehmen zu dürfen.
Meine Mutter – eine resolute alte Dame mit hellem Verstand – fühlte sich ob ihrer nicht zu knappen finanziellen Mittel, die allesamt bei ihrer Hausbank lagern mächtig beleidigt.
Also marschierte sie umgehend bei Bankens ein und machte dort ein ziemliches Fass auf.
… was diese Bankleute sich einbildeten, ihr so ein Anerbieten zu machen, obwohl man doch aufgrund ihrer Bankdaten genau wissen müsse, dass sie so etwas wie einen Dispositionskredit nicht nötig habe.
Fazit: Die Sache wurde schleunigst aus der Welt geschafft und meine Mutter konnte wieder ruhig schlafen.

Also nimm es mir nicht übel, bischen viel Wind um nix, was deine Mutter da veranstaltet hat. Jeder weiss doch, das Millionen von Anbietern solche personalisierten Werbeschreiben tagtäglich unter die Menschheit versenden. Da gibt es nur eins Ablage P(apierkorb)


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All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 02.12.2014 15:56 | nach oben springen

#167

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 02.12.2014 16:23
von Gert | 12.356 Beiträge

etwa 1970 war ich Kunde bei der Dresdner Bank ( mein damaliges "Bindeglied" zur DDR als Neubundi). Wir waren jung verheiratet meine Frau mit unserem Erstgeboren zu Hause. Ich fuhr morgens los zu meiner AD Tour. Da sagt meine Frau bring mal Geld von der Bank mit. Ich also rein die Bank , da sagte die Bankangstellte, sie könne mir kein Geld auszahlen, ich solle zum Filialleiter gehen. Ich also rein zu dem Herrn "Frühstücksdirektor" um zu fragen warum ich kein Geld bekomme. Mein Dispo sei zu hoch es war auf etwa - 1000 DM. Das war ein knappes Monatsgehalt damals. Den Dispo gab es erst seit 3 - 4 Jahren, vor 1965 gab es so etwas für Privatpersonen nicht. Mir schoss das Adrenalin ins Gesicht, da ich in Gelddingen immer sehr genau bin, wir aber durch Hochzeit und Kindgeburt eine kleine Durststrecke hatten. Ich sagte diesem aufgeblasenen A..loch ( er benahm sich wirklich sehr arrogant, wie das so mancher Banker an sich hat) geben sie mir 3 Tage und das Konto ist ausgeglichen. Aber danach werde nie mehr ihre Bank betreten. Ich wutschnaubend raus aus der Bank, da sging mir echt an die Ehre. Aber, ich hatte gut gebrüllt jedoch keinen Plan. Danach kühl überlegt, und zur KKB Kundenkreditbank gegangen . Diese Bank ist später von der Citibank übernommen worden. Die Bank war dafür bekannt, Bonitätsprüfung etwas lockerer zu nehmen, dafür waren ihre Zinsen etwas höher. Also den Fall geschildert und sofort eine Problemlösung bekommen. Der gesamte Minussaldo wurde der Dresdner Bank überwiesen, und meinem gleichzeitig neu eröffneten Konto bei der KKB belastet. Einzige Bedingung Gehaltszahlungen umschalten auf diese neue Bankverbindung. Natürlich habe ich dann danach den Minussaldo abgebaut und viele Jahr mit dieser Bank gut zusammengearbeitet.
Quintessenz und mein Rat: bei finanziellen Problemen den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern offensiv an die Banken herantreten und mit ihnen sprechen. Sie haben sicher Lösungsvorstellungen, denn sie sind an "gesunden" Kunden interessiert und nicht an Verlusten.


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#168

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 02.12.2014 16:28
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #162
Steffen, ich finde das total klasse, dass du deinen Enkelkindern Freude machst, ob du ihnen nun was kaufst, oder ihnen einen Hasenstall baust. Schön finde ich, dass du beides machst.

Wenn ich mal Oma bin werden meine Enkel von mir verwöhnt, nicht unbedingt mit riesigen Geschenken, aber ich werde ganz viele Dinge tun, die ich als Mutter nicht "durfte", weil sie unpädagogisch waren. Darauf freu ich mich schon und wenn meine Tochter sich dann ärgert, dann lächle ich still in mich hinein und denke: jetzt weißt du mal wie das ist, wenn man als Mutter dauernd "pädagogisch" sein muss :-)
Großmutter sein stelle ich mir schön vor, wenn man den Enkelkindern mitgegeben kann "dass alles nicht so heiß gegessen wird, wie's gekocht ist".
.

rotmark
@Barabara es ist so, ich geniesse es seit 20 Monaten, meinen kleinen Sonnenschein zu verwöhnen. Er ist so fröhlich und ich glaube er liebt mich inzwischen genauso, wie ich ihn liebe. Ja es ist anders Opa zu sein, als Papa. Der Grund ist sicher,man hat nicht mehr die Verantwortung, man kann es locker angehen lassen und wenn die kleinen einen auf den Driss gehen schiebt man sie den Eltern zu.


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josy95 und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#169

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 02.12.2014 16:59
von Barbara (gelöscht)
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Gert, ich entsinne mich noch gerne daran, dass meine (leider inzwischen verstorbene damalige) Schwiegermutter mich entnervt aus einem Schuhgeschäft anrief und sich beschwerte, dass meine damals 5-jährige Tochter unbedingt Lackschuhe wollte und das ganze Geschäft zusammen brüllen würde, weil sie auf keinen Fall die von der Oma beabsichtigten soliden Halbschuhe haben wollte.

Ich sagte nur ganz knapp zu Schwiegermama: "Ich für die Pflicht - du für die Kür. Also mach dich beliebt bei deiner Enkeltochter und kauf ihr die Lackschuhe". - So geschah es :-)

Sie machte allerdings auch mit ihr Sachen, die ich nicht so toll fand, z.B. sah sie mit ihr regelmäßig und heimlich "Die Dornenvögel" (falls sich jemand erinnert), der verliebte kath. Priester, der aus Kummer ins Wasser geht.- Gott, war das Kind verstört und sie durfte ja nichst verraten - psst - hatte die Oma gesagt :-)

Kind hat aber keinen bleibenden Schaden behalten :-)
.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#170

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 02.12.2014 17:03
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #168
Zitat von Barbara im Beitrag #162
Steffen, ich finde das total klasse, dass du deinen Enkelkindern Freude machst, ob du ihnen nun was kaufst, oder ihnen einen Hasenstall baust. Schön finde ich, dass du beides machst.

Wenn ich mal Oma bin werden meine Enkel von mir verwöhnt, nicht unbedingt mit riesigen Geschenken, aber ich werde ganz viele Dinge tun, die ich als Mutter nicht "durfte", weil sie unpädagogisch waren. Darauf freu ich mich schon und wenn meine Tochter sich dann ärgert, dann lächle ich still in mich hinein und denke: jetzt weißt du mal wie das ist, wenn man als Mutter dauernd "pädagogisch" sein muss :-)
Großmutter sein stelle ich mir schön vor, wenn man den Enkelkindern mitgegeben kann "dass alles nicht so heiß gegessen wird, wie's gekocht ist".
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rotmark
@Barabara es ist so, ich geniesse es seit 20 Monaten, meinen kleinen Sonnenschein zu verwöhnen. Er ist so fröhlich und ich glaube er liebt mich inzwischen genauso, wie ich ihn liebe. Ja es ist anders Opa zu sein, als Papa. Der Grund ist sicher,man hat nicht mehr die Verantwortung, man kann es locker angehen lassen und wenn die kleinen einen auf den Driss gehen schiebt man sie den Eltern zu.




(grün)


@Barbara und @Gert ,

Oma in Erwartung und Opa real:

Macht das, und nichts anderes - so, wie es eigentlich schon immer war. Bevor die Superschlauis kamen und eine ganze Nation mit ihren "...neusten wissentschaftlichen Erkenntnissen" und so manch anderen Murks vergifteten.

Es gibt im Leben einfach nichts Schöneres!

Ich wünsche mir nur, das es mir auch bald mal vergönnt ist...

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#171

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 02.12.2014 20:04
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Dispos verbieten, ok, wäre was.
Seit so 25 Jahren ist der Mensch auch hierzulande für sich selbst verantwortlich, ist was feines, kann aber auch zum negativen umschlagen, bissel Freiheit nehmen wir gerne, aber ansonsten gehört DDR-like alles böse verboten.
Glaub so einfach wird das nicht funktionieren, als die Leute damals ihre in Mehrheit geforderte D-Mark bekamen war in dem Geschenkpaket auch rechts unten hinten der Kapitalismus mit drin


josy95 und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.12.2014 20:11 | nach oben springen

#172

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 02.12.2014 20:09
von Gelöschtes Mitglied
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Wenn jemand seinen Dispo immer voll in Anspruch genommen hat und die Bank bei einer Privatinsolvenz ins nichts greift, dann kommen alle Sparer der Bank für den Schaden auf. Obwohl es ja zur Zeit fast keine Zinsen mehr gibt haben die Banken wieder ein sehr gutes Geschäftsjahr hinter sich. Stand jedenfalls in der Zeitung. Ein Schelm wer böses dabei denkt.

Der Hesselfuchs


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#173

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 02.12.2014 21:25
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Barbara im Beitrag #161
Zitat von Hackel39 im Beitrag #59
Zitat von Barbara im Beitrag #57
Zitat von Hackel39 im Beitrag #42
Freiheit ist das drittwichtigste im Leben und der Weg in die Freiheit ist mit Geld gepflastert.
Freiheit im Sinne der Unabhängigkeit von kriminellen Arbeitgebern, behördlicher Willkür und bornierten Mitmenschen kann im Prinzip mit Geld (oder eben adäquaten Sachwerten) ab einem bestimmten Volumen erreicht werden, sprich im Moment der finanziellen Freiheit mit all seinen Möglichkeiten der Mobilität aber auch Wehrhaftigkeit.
Für mich war diese Phase 2005 im Prinzip erreicht, wobei die Definition der finanziellen Freiheit untrennbar mit den eigenen Bedürfnissen verbunden ist, so daß man praktisch keinerlei Zahlenangaben machen kann, mein Hauptkriterium war der break even, (sinnverwandt mit dem Erreichen der Gewinnzone von Unternehmen, die ein Projekt erfolgreich zum Laufen gebracht haben), eben der Moment an dem die Summe der passiven Einkünfte den Mindestlohn, inklusive monatlicher Rücklagen für Versicherungen, Hausreparaturen u. dgl. erreicht hat.
Ich wäre bereits zur Zeit des Angriffes meiner früheren Firma DB Railion praktisch auf keinen Arbeitgeber mehr um jeden Preis angewiesen, die Knechtschaft der Zeitarbeit, Niedriglohnterror und ruinöse Konkurrenzszenarien mit anderen Arbeitssuchenden hätte ich mir niemals antun müssen, da hätte es andere Optionen gegeben, Traumberuf hin oder her.
Was ich sagen will ist, daß Geld keinesfalls eine bedingungslose Kopplung an Konsum oder Prestige bedeutet sondern eine ganz andere Kategorie darstellt, eben ein gut gepflasterter Weg in die Freiheit und zwar im Gegensatz zu Öff Öff oder Arno Dübel auf der Grundlage der Zivilisation.
Ach so, nur nebenbei Gesundheit und Frieden sind noch wichtiger und wenn dies beides in Gefahr ist, löst sich Geld schneller in Luft auf als die Instershopaktien zur Jahrtausendwende, so gesehen ist es wohl auch nicht alles.




Hackel, ist das deine einzige Definition von Freiheit? Heißt, gäb's kein "Geld" (im Sinne von existieren) gäb's keine Freiheit?
.


In bestimmten Momenten ist das so.
Ist man beispielsweise ein gutsituierter Rentner denkt da anders darüber als jemand der als Werktätiger im Kombinat früher nach acht Stunden genug Geld zum Leben hatte und heute als Niedriglöhner nach acht Stunden im Vollzeitjob sich noch vier Stunden lang zur Aufstockertour begeben muß, um sich den Gang zur ARGE zu ersparen.
Diese vier Stunden sind geklaute Freiheit, egal in welchem Zusammenhang, entscheidend ist, daß man sich in genau diese Tretmühle begeben muß sofern man nicht in finanzieller Freiheit lebt, um nicht unterzugehen.
So jemanden nun zu sagen, "laß es doch bleiben und geh zum Amt" und das dann als Freiheit zu deklarieren ist einfach nur Spott und eigentlich auch eine argumentative Bankrotterklärung.
Liebe Barbara, es ist so statisch wie ich es schreibe, es sind Fakten, die Geld mit Freiheit gleichsetzen.
Es ist möglicherweise eine Zaungastdiskussion, gerade so als würde man den mexikanischen Fischerjungen beneiden, der halb 5 am Morgen auf das freie Meer hinaus segelt, allein mit sich und der Natur im Tropenparadies immer eine frische Brise um die Nase...was für ein Traum aus der Zuschauerperspektive.
Es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, daß jener Fischerjunge sofort von Bord gehen würde, wenn er mit einem deutschen Nachtportier im Hotel, der 6 € die Stunde kriegt tauschen könnte, wie gesagt alles eine Frage der Perspektive und da ich Tropen und Müßiggang nicht mag, muß ich mir meine Freiheit hier gestalten und die hängt am Geld.
Übrigens hat Müßiggang nicht mit Freiheit zu tun, sonst würde ich jetzt schon auf irgendeinem Angelkahn herumtreiben anstatt auf wieder mal verspätete Containerzüge zu warten.
Ganz streng genommen ist Geldbesitz an sich allein kein Kriterium für Freiheit, wohl aber eine Versicherung gegen Unfreiheit.
Auch ist zu unterscheiden, daß Freiheit auch in ideelen Kategorien zu definieren ist, sagen wir mal beispielsweise Rede-, Berufs- oder Versammlungsfreiheit um nur drei von Dutzenden anderen zu nennen.



Nochmal mein Vorgedanke:
Wenn man eigentlich für sich und die Seinen genug hat (das war die von mir vorausgesetzte Bedingung für den Thread), warum spielt "Geld" auch dann immer noch so eine so große Rolle in unserem Denken.


Hackel,
ich neige ja eher der idellen Interpretation von "Freiheit" zu, im Sinne von: selbst im Zustand höchster äußerer Unfreiheit kann ich dennoch innerlich frei sein. (Solche Gedanken sprengen aber wahrscheinlich diesen Thread.)

Ganz streng genommen ist Geldbesitz an sich allein kein Kriterium für Freiheit, wohl aber eine Versicherung gegen Unfreiheit.

Unfreiheit im Bezug worauf? Was kann ich nicht ohne Geld, abgesehen von mehr oder weniger befriedigendem Waren-Konsum (< im weitesten Sinne)?


korr hinzufügung
.



rot - was kann ich nicht ohne Geld, z.B. Reisen, was ist da mit der "Reisefreiheit"? Da hört doch ohne Geld schon die "Freiheit" auf


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#174

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 02.12.2014 21:31
von FRITZE (gelöscht)
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Reisen, was ist da mit der "Reisefreiheit"? Da hört doch ohne Geld schon die "Freiheit" auf

Reisen muss nicht zwangsläufig mit Fahrzeugen geschehen ! Obwohl ich ja nun auch mit dem Flieger angeschwebt bin !

Auf Schusters Rappen durch Europa ! Du wirst bestimmt mit offenen Armen empfangen werden !

Besonders am Mittelmeer !


zuletzt bearbeitet 02.12.2014 21:31 | nach oben springen

#175

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 02.12.2014 21:34
von rotrang (gelöscht)
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Zitat von FRITZE im Beitrag #174
Reisen, was ist da mit der "Reisefreiheit"? Da hört doch ohne Geld schon die "Freiheit" auf

Reisen muss nicht zwangsläufig mit Fahrzeugen geschehen ! Obwohl ich ja nun auch mit dem Flieger angeschwebt bin !

Auf Schusters Rappen durch Europa ! Du wirst bestimmt mit offenen Armen empfangen werden !

Besonders am Mittelmeer !




rot] Obwohl ich ja nun auch mit dem Flieger angeschwebt bin [/rot]!
Fritze bis vor der Haustür


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#176

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 02.12.2014 21:38
von FRITZE (gelöscht)
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Fritze bis vor der Haustür

Nöö, nur bis Tegel ,aber mein persönliches Taxi hat mich dann weiter an mein momentanes Domizil gebracht !

Und Manfred , auf dem Wasser sind wir auch schon gewesen ! Aber nicht mit der hölzernen Wurzel !


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#177

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 02.12.2014 21:44
von rotrang (gelöscht)
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Zitat von FRITZE im Beitrag #176
Fritze bis vor der Haustür

Nöö, nur bis Tegel ,aber mein persönliches Taxi hat mich dann weiter an mein momentanes Domizil gebracht !

Und Manfred , auf dem Wasser sind wir auch schon gewesen ! Aber nicht mit der hölzernen Wurzel !

Fritze mit dieser


zuletzt bearbeitet 02.12.2014 21:45 | nach oben springen

#178

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 03.12.2014 09:10
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Merlini im Beitrag #172
Wenn jemand seinen Dispo immer voll in Anspruch genommen hat und die Bank bei einer Privatinsolvenz ins nichts greift, dann kommen alle Sparer der Bank für den Schaden auf.

Das will ich nicht in Abrede stellen, aber das wäre mir neu. In welcher Form kommen die Sparer für diesen Verlust der Bank auf?
Zitat von Merlini im Beitrag #172
Obwohl es ja zur Zeit fast keine Zinsen mehr gibt haben die Banken wieder ein sehr gutes Geschäftsjahr hinter sich. Stand jedenfalls in der Zeitung. Ein Schelm wer böses dabei denkt.

Nun ja, es ist ja kein Geheimnis, dass "die Banken" schon lange nicht mehr ausschließlich von der Differenz zwischen Soll- und Habenzinsen leben. Sie bedienen sich aus einer Vielzahl von Quellen, von denen einige (beileibe nicht alle!) extrem risikobehaftet, aber auch - im Erfolgsfall - extrem renditeträchtig sind. Manche (vermutlich nur wenige, aber die reichen aus, um den Ruf zu ruinieren) Investmentbänker scheinen aus der Vergangenheit nichts, aber auch rein gar nichts gelernt zu haben und zocken unbeirrt weiter. In ihrem Verhalten erinnern sie mich an Verbrecher: Die glauben auch, das alles "gut gehen" wird, die schließen auch aus, dass es schief gehen kann und sie gefasst und verurteilt werde.


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#179

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 03.12.2014 14:00
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #173
Zitat von Barbara im Beitrag #161
Zitat von Hackel39 im Beitrag #59
Zitat von Barbara im Beitrag #57
Zitat von Hackel39 im Beitrag #42
Freiheit ist das drittwichtigste im Leben und der Weg in die Freiheit ist mit Geld gepflastert.
Freiheit im Sinne der Unabhängigkeit von kriminellen Arbeitgebern, behördlicher Willkür und bornierten Mitmenschen kann im Prinzip mit Geld (oder eben adäquaten Sachwerten) ab einem bestimmten Volumen erreicht werden, sprich im Moment der finanziellen Freiheit mit all seinen Möglichkeiten der Mobilität aber auch Wehrhaftigkeit.
Für mich war diese Phase 2005 im Prinzip erreicht, wobei die Definition der finanziellen Freiheit untrennbar mit den eigenen Bedürfnissen verbunden ist, so daß man praktisch keinerlei Zahlenangaben machen kann, mein Hauptkriterium war der break even, (sinnverwandt mit dem Erreichen der Gewinnzone von Unternehmen, die ein Projekt erfolgreich zum Laufen gebracht haben), eben der Moment an dem die Summe der passiven Einkünfte den Mindestlohn, inklusive monatlicher Rücklagen für Versicherungen, Hausreparaturen u. dgl. erreicht hat.
Ich wäre bereits zur Zeit des Angriffes meiner früheren Firma DB Railion praktisch auf keinen Arbeitgeber mehr um jeden Preis angewiesen, die Knechtschaft der Zeitarbeit, Niedriglohnterror und ruinöse Konkurrenzszenarien mit anderen Arbeitssuchenden hätte ich mir niemals antun müssen, da hätte es andere Optionen gegeben, Traumberuf hin oder her.
Was ich sagen will ist, daß Geld keinesfalls eine bedingungslose Kopplung an Konsum oder Prestige bedeutet sondern eine ganz andere Kategorie darstellt, eben ein gut gepflasterter Weg in die Freiheit und zwar im Gegensatz zu Öff Öff oder Arno Dübel auf der Grundlage der Zivilisation.
Ach so, nur nebenbei Gesundheit und Frieden sind noch wichtiger und wenn dies beides in Gefahr ist, löst sich Geld schneller in Luft auf als die Instershopaktien zur Jahrtausendwende, so gesehen ist es wohl auch nicht alles.




Hackel, ist das deine einzige Definition von Freiheit? Heißt, gäb's kein "Geld" (im Sinne von existieren) gäb's keine Freiheit?
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In bestimmten Momenten ist das so.
Ist man beispielsweise ein gutsituierter Rentner denkt da anders darüber als jemand der als Werktätiger im Kombinat früher nach acht Stunden genug Geld zum Leben hatte und heute als Niedriglöhner nach acht Stunden im Vollzeitjob sich noch vier Stunden lang zur Aufstockertour begeben muß, um sich den Gang zur ARGE zu ersparen.
Diese vier Stunden sind geklaute Freiheit, egal in welchem Zusammenhang, entscheidend ist, daß man sich in genau diese Tretmühle begeben muß sofern man nicht in finanzieller Freiheit lebt, um nicht unterzugehen.
So jemanden nun zu sagen, "laß es doch bleiben und geh zum Amt" und das dann als Freiheit zu deklarieren ist einfach nur Spott und eigentlich auch eine argumentative Bankrotterklärung.
Liebe Barbara, es ist so statisch wie ich es schreibe, es sind Fakten, die Geld mit Freiheit gleichsetzen.
Es ist möglicherweise eine Zaungastdiskussion, gerade so als würde man den mexikanischen Fischerjungen beneiden, der halb 5 am Morgen auf das freie Meer hinaus segelt, allein mit sich und der Natur im Tropenparadies immer eine frische Brise um die Nase...was für ein Traum aus der Zuschauerperspektive.
Es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, daß jener Fischerjunge sofort von Bord gehen würde, wenn er mit einem deutschen Nachtportier im Hotel, der 6 € die Stunde kriegt tauschen könnte, wie gesagt alles eine Frage der Perspektive und da ich Tropen und Müßiggang nicht mag, muß ich mir meine Freiheit hier gestalten und die hängt am Geld.
Übrigens hat Müßiggang nicht mit Freiheit zu tun, sonst würde ich jetzt schon auf irgendeinem Angelkahn herumtreiben anstatt auf wieder mal verspätete Containerzüge zu warten.
Ganz streng genommen ist Geldbesitz an sich allein kein Kriterium für Freiheit, wohl aber eine Versicherung gegen Unfreiheit.
Auch ist zu unterscheiden, daß Freiheit auch in ideelen Kategorien zu definieren ist, sagen wir mal beispielsweise Rede-, Berufs- oder Versammlungsfreiheit um nur drei von Dutzenden anderen zu nennen.



Nochmal mein Vorgedanke:
Wenn man eigentlich für sich und die Seinen genug hat (das war die von mir vorausgesetzte Bedingung für den Thread), warum spielt "Geld" auch dann immer noch so eine so große Rolle in unserem Denken.


Hackel,
ich neige ja eher der idellen Interpretation von "Freiheit" zu, im Sinne von: selbst im Zustand höchster äußerer Unfreiheit kann ich dennoch innerlich frei sein. (Solche Gedanken sprengen aber wahrscheinlich diesen Thread.)

Ganz streng genommen ist Geldbesitz an sich allein kein Kriterium für Freiheit, wohl aber eine Versicherung gegen Unfreiheit.

Unfreiheit im Bezug worauf? Was kann ich nicht ohne Geld, abgesehen von mehr oder weniger befriedigendem Waren-Konsum (< im weitesten Sinne)?


korr hinzufügung
.



rot - was kann ich nicht ohne Geld, z.B. Reisen, was ist da mit der "Reisefreiheit"? Da hört doch ohne Geld schon die "Freiheit" auf



Reisen war für mich in "mehr oder weniger befriedigendem Waren-Konsum (< im weitesten Sinne)" einbegriffen.
.


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