#101

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 28.11.2014 14:01
von DoreHolm | 7.708 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #81
6.000 EUR ist "nicht sehr hoch"??? Dore.........



http://de.statista.com/statistik/daten/s...nettoeinkommen/
.


Lila: Das kommt auf den Vergleich an. Für einen Privathaushalt mitz.B. 1.500,-€/Monat ist das ein unvorstellbarer Betrag. Für ein gutbezahltes Akademiker-Ehepaar ohne oder mit nur einem Kind oder aus der höheren Beamtenschicht, auch wieder Doppelverdiener, ist das der Normalfall. Unter "sehr hoch" würde ich etwas anderes verstehen. Vorstandsmitglieder, Spitzensportler und Spitzenkünstler, absolute Spezialisten auf sehr wichtigen Fachgebieten und ähnliche Hirarchien.



nach oben springen

#102

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 28.11.2014 14:04
von DoreHolm | 7.708 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #84
Zitat von Elch78 im Beitrag #68
Zitat Barbara: "Was ist denn, wenn man "Geld" mal total wegdenkt - so als Denksportaufgabe :-)"

Barbara, liege ich richtig mit der Vermutung, daß Du den Beitrag #26 von @GKUS64 nicht gelesen hast oder zumindest dem dort angegebenen Link nicht gefolgt bist ...
... ach nee, Du hattest Dich ja für den Beitrag sogar bedankt!
Zitat von GKUS64 im Beitrag #26

Zur Vertiefung der entsprechenden Überlegungen empfehle ich folgenden Beitrag:
Der führt direkt hin:
http://www.theintelligence.de/index.php/...inanzkrise.html

MfG
GKUS64

Da hast Du doch Deine "Denksportaufgabe", also für mich jedenfalls war das genug "Aufgabe zum Denken".
Ich möchte diesen Beitrag aus "The Intelligence" jedem empfehlen, der hier mehr als ein bißchen Plauderei sucht.
Danke, @GKUS64!

Einen freundlichen Abend allerseits!
Elch




Hin Elch,

klar habe ich den (inzwischen auch sorgfältig) gelesen. Sehr gute Analyse. Und wir können darüber auch gerne diskutieren.

Meine Ausgangsfrage ging aber gar nicht so sehr in Richtung "System", sondern:

warum ist das Geld (offenbar) - auch wenn wir keine Existenzsorgen (im weiteren Sinne) haben - so zentral in unseren Köpfen, dass wir bei Themen jedweder Art (im Forum z.B.) in der Diskussion immer wieder oder zumindest sehr oft darauf zurückkommen.

Meine "Denksportaufgabe" war also eher so gemeint: wann und warum denkst du an Geld, auch wenn gar kein Notwendigkeit besteht? War also tatsächlich persönlich an die die TN gestellt.

Ist Geld tatsächlich als z.B. ein solcher Fetisch (s. Beitrag Kalubke) in unseren Gehirnen festgebacken, dass unserem Denken quasi eine Geld-Schablone vorgeschoben ist. Ist das so? man muss sich das wirklich persönlich fragen.

Einer System-Kritik (die ich gar nicht beabsichtigt hatte :-) müsste eine solche Frage mE vorgeschaltet sein.

Ich versuche es nochmal konkret.

ganz subjektiv: das Haus ist bezahlt, die Kinder versorgt, ich bin mobil und kann meine Hobbies pflegen:

wann und warum denke ich trotzdem an Geld?


bzw.: "Denk es mal bewusst weg aus deinem Kopf" - geht das überhaupt?
.



Lila: Ganz einfach deshalb, weil dann Deine Ansprüche unmerklich steigen, sodaß es immer nach Gewohnheit aussieht und schon gibt es wieder Sachen, bei denen Du überlegst, was die kosten und wie Du sie finanzieren kannst. Und schon bist Du wieder beim Geld.



nach oben springen

#103

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 28.11.2014 14:08
von Heckenhaus | 5.156 Beiträge

Zitat von rei im Beitrag #76

Geld macht nicht glücklich????
Warum scheffeln dann Vorstände von Banken,Firmen,Manager usw. jedes Jahr Millionen??
Wenn man die Summen sieht,die sie jedes Jahr bekommen,dann kommt es mir hoch.
Die Gehälter in Brüssel,Bundestag werden auch ständig erhöht,da besteht wenigsten Einigkeit.
Geld regiert die Welt.
Die BRD wird doch schon lange von den Banken regiert.
Rei

Ja, Geld regiert die Welt. Ich bezweifle aber stark, das all die Menager, Politiker, Banker unbedingt glücklicher sind als ein normaler Durchschnittsverdiener.
Glück ist wohl sehr viel mehr als Reichtum auf dem Konto oder im Banksafe.
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
nach oben springen

#104

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 28.11.2014 14:16
von Heckenhaus | 5.156 Beiträge

Und noch etwas .
In unserem Bekannten- bzw Verwandtenkreis wurde nie über Geld geredet.
Keiner war je arm, aber auch niemand reich. Jeder hatte, wenn er es brauchte, genug Geld.
Ist das nicht das größte Glück ?

"Alle werden kann es, aber reichen muß es", das war immer meine Devise, bis heute ist das so geblieben.
Habe dabei nie sonderlich gespart, wozu auch ? Das letzte Hemd hat keine Taschen.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.11.2014 14:17 | nach oben springen

#105

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 28.11.2014 14:28
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Auch ein Bericht letztens, ich glaube sogar aus Sachsen, da will einer freiwillig ganz ohne Geld in einem Dorf leben, Wasser z.B. holt er von einer Quelle, er geht auch mal zum Bäcker oder Fleischer und fragt ob was über ist, ansonsten arbeitet er auf Grundstücken bei Leuten, will aber kein Geld sondern Naturalien.
Er meint es funktioniert, so richtig kann ich mir das aber trotzdem nicht vorstellen, was ist wenn er mal einen Arzt braucht?
Der Doc sagt sicherlich voller Freude, oh fein, prima Idee so ohne Geld zu leben, versuch ich auch gleich mal und behandle umsonst.


nach oben springen

#106

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 28.11.2014 16:13
von rotrang (gelöscht)
avatar

Zitat von Elch78 im Beitrag #95
"Elch 9000Euro ? bei Dir..."
Natürlich nicht: Ist maßlos übertrieben (aus Geltungssucht!)!

Habe auch weder Schwiegermonster noch Haushaltshilfe ... aber dafür vier Kinder, von denen zwei noch zu Hause wohnen.
Mein wahres Einkommen kann ich hier nicht bekanntgeben, weil mein Briefkasten die vielen Beileidsbekundungen gar nicht aufnehmen könnte!



Mein wahres Einkommen kann ich hier nicht bekanntgeben?Weil Du als Apotheker noch mehr verdienst


nach oben springen

#107

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 28.11.2014 16:37
von Elch78 | 501 Beiträge

Zitat von rotrang im Beitrag #106
Mein wahres Einkommen kann ich hier nicht bekanntgeben?Weil Du als Apotheker noch mehr verdienst

Pssssssst!


"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"
nach oben springen

#108

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 28.11.2014 16:43
von rotrang (gelöscht)
avatar

Zitat von Elch78 im Beitrag #107
Zitat von rotrang im Beitrag #106
Mein wahres Einkommen kann ich hier nicht bekanntgeben?Weil Du als Apotheker noch mehr verdienst

Pssssssst!



Kannste wegnehmen es sei Du haust dich selber in die


Elch78 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#109

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 28.11.2014 20:48
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #1
Ich habe das Wort "Geld" mal in die SuFu eingegeben und ...
... und ich hab auch mal meine Lieblingsfindmaschine bemüht und fand das:
http://svs.bjsd.de/reliwitze.html

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #5
Ein kluger Mann hat mal gesagt ,...
... und ein gewisser Meier erwähnte anläßlich seiner Festnahme '45 auf Schloss Fischhorn: "Wenigstens zwölf Jahre anständig gelebt."
(oT da hätte ich einen neuen Begriff für eine weitere philologische Diskussion - Anstand)

Zitat von Kalubke im Beitrag #44
Zitat von GZB1 im Beitrag #36
Sobald es "Minuszinsen" für Sparkonten von Normal- und Kleinsparern gibt werden diese Konten leergeräumt, das wissen auch die Banken und werden dies fürchten wie der Teufel das Weihwasser!
Wo sollen sie denn ihr Geld hinräumen? Wieder unters Kopfkissen? Welche Anlage- und Sparform bringt den für den Kleinanleger ...
Negative Realzinsen gibts doch schon eine Weile, sprich Zins ist unterhalb der Inflationsrate.
Was 'Anleger' (ob institutionell oder privat) wohl eher fürchten, das wäre (eine längst überfällige?) knackige Deflation.

Zitat von Kalubke im Beitrag #56
... Link funzt leider nicht. ...
Bist Du nicht für die Sperrzone berechtigt?

Zitat von Gert im Beitrag #79
Zitat von Lutze im Beitrag #64
hat schon mal einer versucht Geld mit einem Farbkopierer selber zu drucken
Lutze geht nicht, die Hersteller von Farbkopierern haben die gesetzliche Vorschrift, in die Kopierer eine Sperre für Geldkopien einzubauen.
Yepp, es ist aber keine gesetzliche Vorschrift ... http://de.wikipedia.org/wiki/EURion

Soweit mal das 'Vorgeplänkel', hat man nun davon wenn man einen interessanten Thread einfach mal laufen läßt, na egal.
Und nachdem jetzt bissel Ruhe hier eingekehrte mal zu #88 und #91 ...
Lebensqualität kann am nachhaltigstem durch Verzicht erhöht werden. Ich glaube genau das macht manchen Einen mit einem Einkommen über dem Median so fuchtig, das man mit Geld nun fast nichts (mehr) erreichen kann. Wie oft höre ich dann die Frage 'Was schenkt man einem, der alles hat?' Doch öfter ist ein mittelprächtig gefülltes Bankkonto nun das Einzige was sie in ihrem Leben erreichten. Ein (inzwischen verblichener) Bekannter von mir war auch immer auf recht großem Fuß unterwegs, ein sogenannter 'Vollkaufmann'. Zum Thema Geld blieben mir von ihm zwei Maxime im Gedächtnis.
'Mit Geld kann man fast alles nur wieder gutmachen' (seine Betonung war stets auf nur für diesen Spruch) und
'Kannst jedes Pokerspiel gewinnen, brauchst nur größeres Limit wie die Mitspieler' (statt Limit sprach er je nach Mitspielern auch mal von Kredit)
Diese Weisheit beschränkt sich nicht nur aufs Pokerspiel und nicht nur aufs Geld sondern gültet wohl für jede Resource?
Apropos Poker, da fällt mir geradso ein Film zu ein ... Bube, Dame, König, grAS(und der ist NICHT oT in diesem Thread!)



Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 28.11.2014 20:52 | nach oben springen

#110

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 29.11.2014 15:11
von Barbara (gelöscht)
avatar

Zitat von DoreHolm im Beitrag #101
[quote=Barbara|p416894]6.000 EUR ist "nicht sehr hoch"??? Dore.........

Lila: Das kommt auf den Vergleich an. Für einen Privathaushalt mitz.B. 1.500,-€/Monat ist das ein unvorstellbarer Betrag. Für ein gutbezahltes Akademiker-Ehepaar ohne oder mit nur einem Kind oder aus der höheren Beamtenschicht, auch wieder Doppelverdiener, ist das der Normalfall. Unter "sehr hoch" würde ich etwas anderes verstehen. Vorstandsmitglieder, Spitzensportler und Spitzenkünstler, absolute Spezialisten auf sehr wichtigen Fachgebieten und ähnliche Hirarchien.





Das bedeutet, "Geld" fordert zum permanenten Vergleich heraus und lässt einem nie in Ruhe, obwohl man - objektiv und subjektiv gesehen - gut klar kommt? Das ist doch Horror oder nicht?

These (ketzerisch): Das liegt einfach daran, dass "Geld" keinen eigenen Wert hat, und die Werte, die durch Geld erworben werden, gar keine echten Werte sind, sondern streng genommen eine Manipulation von Schein-Werten. Das würde auch die ständige wiederkehrende und permanenten Ausrufung von Superlativen (das schnellste,das beste, das größte) erklären, auf die so abgefahren wird. Das Hecheln nach Superlativen ohne sie "in echt" je erreichen zu können, denn nächstes Jahr werden sier ja von den nächsten Superlativen getoppt, erzeugt ewige Unzufriedenheit. - Das würde bedeuten, unsere Köpfe sind tatsächlich kaputt - wenn wir das mitmachen :-)

Wenn (ca.) 99% der deutschen Haushalte unter - und zum überwiegenden Teil deutlich unter - 6.000 EUR zur Verfügung hat, meine ich, dass das der max. Maßstab ist, und nicht das 1%, das exorbitant darüber liegendes Einkommen hat.


Hackel39 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#111

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 29.11.2014 15:25
von Barbara (gelöscht)
avatar

Zitat von 94 im Beitrag #109
[quote=Barbara|p415936]

Soweit mal das 'Vorgeplänkel', hat man nun davon wenn man einen interessanten Thread einfach mal laufen läßt, na egal.
Und nachdem jetzt bissel Ruhe hier eingekehrte mal zu #88 und #91 ...
Lebensqualität kann am nachhaltigstem durch Verzicht erhöht werden. Ich glaube genau das macht manchen Einen mit einem Einkommen über dem Median so fuchtig, das man mit Geld nun fast nichts (mehr) erreichen kann. Wie oft höre ich dann die Frage 'Was schenkt man einem, der alles hat?' Doch öfter ist ein mittelprächtig gefülltes Bankkonto nun das Einzige was sie in ihrem Leben erreichten. Ein (inzwischen verblichener) Bekannter von mir war auch immer auf recht großem Fuß unterwegs, ein sogenannter 'Vollkaufmann'. Zum Thema Geld blieben mir von ihm zwei Maxime im Gedächtnis.
'Mit Geld kann man fast alles nur wieder gutmachen' (seine Betonung war stets auf nur für diesen Spruch) und
'Kannst jedes Pokerspiel gewinnen, brauchst nur größeres Limit wie die Mitspieler' (statt Limit sprach er je nach Mitspielern auch mal von Kredit)
Diese Weisheit beschränkt sich nicht nur aufs Pokerspiel und nicht nur aufs Geld sondern gültet wohl für jede Resource?
Apropos Poker, da fällt mir geradso ein Film zu ein ... Bube, Dame, König, grAS(und der ist NICHT oT in diesem Thread!)




Das Über-Maß der Dinge

Wenn das mit dem Drogen-haften Charakter des Geldes stimmt, dann ist der Umgang damit nichts anderes als Beschaffungskriminalität zur Beibehaltung und Vertiefung der krankhaften Abhängigkeit anstelle von...

Ent(Ge)wöhnung, wie kann das gehen?


Die Frage ist ja, wenn der Vergleich (mehr, höher, größer) evolutionär vielleicht mal wichtig war, wo kann so was heute noch sinnvoll "angebunden" werden?

Ach keine Ahnung, ich dreh mich gerade im Kreis.
.


korr


zuletzt bearbeitet 29.11.2014 15:28 | nach oben springen

#112

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 29.11.2014 15:46
von Barbara (gelöscht)
avatar

Nachtrag zu meinen und den anderen vorhergehenden Beiträgen:

damit die höchst plausiblen Überlegungen eines gesellschaftlichen Umbau's wie in dem Link von GKUS64 beschrieben, angegangen werden könnten, ist es dafür nicht nötig, diese Diagnose wie vorher zu stellen? Und Einsicht in die "Geld"-Krankheit herzustellen?
Also nicht (nur) die Verweise auf schwindende Ressourcen, Klima, Überbevölkerung etc zu bringen, sondern die Erkrankung von Geist und Seele der Individuen mit all ihren (a)sozialen Folgen genauso zu thematisieren?
.


nach oben springen

#113

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 29.11.2014 16:15
von DoreHolm | 7.708 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #110
Zitat von DoreHolm im Beitrag #101
[quote=Barbara|p416894]6.000 EUR ist "nicht sehr hoch"??? Dore.........

Lila: Das kommt auf den Vergleich an. Für einen Privathaushalt mitz.B. 1.500,-€/Monat ist das ein unvorstellbarer Betrag. Für ein gutbezahltes Akademiker-Ehepaar ohne oder mit nur einem Kind oder aus der höheren Beamtenschicht, auch wieder Doppelverdiener, ist das der Normalfall. Unter "sehr hoch" würde ich etwas anderes verstehen. Vorstandsmitglieder, Spitzensportler und Spitzenkünstler, absolute Spezialisten auf sehr wichtigen Fachgebieten und ähnliche Hirarchien.





Das bedeutet, "Geld" fordert zum permanenten Vergleich heraus und lässt einem nie in Ruhe, obwohl man - objektiv und subjektiv gesehen - gut klar kommt? Das ist doch Horror oder nicht?

These (ketzerisch): Das liegt einfach daran, dass "Geld" keinen eigenen Wert hat, und die Werte, die durch Geld erworben werden, gar keine echten Werte sind, sondern streng genommen eine Manipulation von Schein-Werten. Das würde auch die ständige wiederkehrende und permanenten Ausrufung von Superlativen (das schnellste,das beste, das größte) erklären, auf die so abgefahren wird. Das Hecheln nach Superlativen ohne sie "in echt" je erreichen zu können, denn nächstes Jahr werden sier ja von den nächsten Superlativen getoppt, erzeugt ewige Unzufriedenheit. - Das würde bedeuten, unsere Köpfe sind tatsächlich kaputt - wenn wir das mitmachen :-)

Wenn (ca.) 99% der deutschen Haushalte unter - und zum überwiegenden Teil deutlich unter - 6.000 EUR zur Verfügung hat, meine ich, dass das der max. Maßstab ist, und nicht das 1%, das exorbitant darüber liegendes Einkommen hat.


Lila: Ich finde nicht, daß Vergleichen bezüglich Geld immer ein Horror sein muß. Das geht schon los, wenn zwei die gleiche Arbeit gleich gut verrichten und etwa gleiche Berufserfahrung und zusazuqualifikationen aufweise, aber unterschiedlich entlohnt werden. Sei es, daß dem Einen dieses berühmte 13.Jahr Abitur fehlt (Schauspielunterricht, sich darstellen können), sei es, daß dieser Eine aus einem Niedriglohngebiet kommt und die Chefs meinen, daß der sich auch mit weniger zufrieden gibt. Dann ist vergleichen normal und auch richtig. Notwendig für den untervbezahlten, bei nächsten Arbeitgeber ein bischen mehr auf den Putz zu hauen. Unnormal wird es dann, wenn Nachbarn, die voneinander nicht weiter wissen, in welcher beruflichen Position und Verantwortung der andere steht, also nicht ihre beider Leistungen als Basis nehmen, sondern nur die Äußerlichkeiten, wie Haus, Ausstattung, Auto, Klamotten u.a. ("Meuin Haus ! Mein Boot ! Mein Auto ! Mein Pferd !, Meine Freundin ! u.s.w.).Unzufriedenheit in dieser Beziehung muß aber auch nicht unbedingt etwas Schlechtes sein, ist sie doch auch die Triebkraft dafür, selbst an sich zu arbeiten, um dieses Niveau auch zu erreichen, durch eigene Leistung oder leider auch durch Aneignung fremder Leistung (Erbschaft, Heirat, Kriminalität u.a.).
Das Vergleichen mit dem Gehalt anderer Kollegen meiner Abteilung war da eine bittere Erfahrung. Mir fehlte dieses 13. Abiturjahr und kam dazu noch aus einem Niedriglohngebiet, nämlich den Neuen Bundesländern. Das sind bittere Erfahrungen mitzubekommen, daß ein neu Eingestellter brutto etwa 1.000,-DM mehr hatte, obwohl technisch nicht vom Fach, aber gut reden. Nach drei Jahren wurde er wieder entlassen, weil ihn kein Kunde mehr sehen wollte, wie mir einige seiner Kunden sagten, die ich zeitweise übernommen habe. Heute vermute ich ganz stark, daß auch meine Chefin, die sonst in Ordnung war, hier ihren Anteil hatte. Ihre Prämie richtete sich auch nach Einhaltung der geplanten Kosten der Abteilung, na und bei mir hat sie eben ein bischen gespart.



zuletzt bearbeitet 29.11.2014 16:21 | nach oben springen

#114

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 29.11.2014 17:40
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

In einer Gesellschaft, in der das Maß aller Dinge das Geld und damit das Äquivalent für jegliche zu erwerbende Sache ist, macht es nicht allein zufrieden, sondern auch glücklich.
Das ist einfach so, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht. Wir leben nicht im sogenannten Ur-Kommunismus, in dem die Menschen das Geld noch nicht "erfunden" hatten.
Vom Zaster hängen sozialer, persönlicher und familiärer Wohlstand ab - leider!!! Dabei beziehe ich mich keinesfalls auf die "gehobene" Gesellschaft, der es um Macht, individuelle Wichtigtuerei oder sonstige elitäre Bestrebungen geht.
Nein, es ist der ganz stinknormale Alltag, von dem ich hier schreibe.
Ganz unbewusst erleben wir es doch jeden Tag: Ohne finanzielle Mittel sind deine Glücksmomente in einem Maße verringert, welches gegen Null tendiert.
Sicher, viele von euch würden/werden mir verbal Paroli bieten wollen, doch vorher solltet ihr darüber sinnieren, wie persönlich glücklich ihr euch in euren geldkostenden Automobilen, euren Eigenheimen und all den anderen glücklich machenden Dingen fühlt, die alle vom Geld abhängen.
... und jetzt komme mir bitte niemand mit so einem Spruch wie: "Aber es gibt doch andere Dinge im Leben, die glücklich machen. Die Liebe und Intimität zum Partner und die gegenseitige Zuneigung zur Familie!"
Schön und gut, doch in welchem Grad wäre das alles ohne Geld entstanden? Bedurfte es vielleicht nicht doch eines Gläschen Sekts, mit dem man den Nebenbuhler um die spätere Ehefrau ausstechen konnte oder war es eventuell das mit Geld von Oma & Opa bezahlte Moped, auf das man die einstige Flamme laden konnte, um letztendlich in den seligen Ehehafen zu knattern?


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


nach oben springen

#115

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 29.11.2014 18:24
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Zitat

Zitat von Kalubke im Beitrag #44

Zitat von GZB1 im Beitrag #36Sobald es "Minuszinsen" für Sparkonten von Normal- und Kleinsparern gibt werden diese Konten leergeräumt, das wissen auch die Banken und werden dies fürchten wie der Teufel das Weihwasser!

Wo sollen sie denn ihr Geld hinräumen? Wieder unters Kopfkissen? Welche Anlage- und Sparform bringt den für den Kleinanleger ...

Negative Realzinsen gibts doch schon eine Weile, sprich Zins ist unterhalb der Inflationsrate.
Was 'Anleger' (ob institutionell oder privat) wohl eher fürchten, das wäre (eine längst überfällige?) knackige Deflation.



Eigentlich sind schon Kontogebühren Kunden-Strafgelder!

Wie man Negativzinsen vermeidet: http://www.spiegel.de/wirtschaft/service...-a-1005497.html


zuletzt bearbeitet 29.11.2014 18:27 | nach oben springen

#116

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 29.11.2014 18:30
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von GZB1 im Beitrag #115

Zitat

Zitat von Kalubke im Beitrag #44

Zitat von GZB1 im Beitrag #36Sobald es "Minuszinsen" für Sparkonten von Normal- und Kleinsparern gibt werden diese Konten leergeräumt, das wissen auch die Banken und werden dies fürchten wie der Teufel das Weihwasser!

Wo sollen sie denn ihr Geld hinräumen? Wieder unters Kopfkissen? Welche Anlage- und Sparform bringt den für den Kleinanleger ...

Negative Realzinsen gibts doch schon eine Weile, sprich Zins ist unterhalb der Inflationsrate.
Was 'Anleger' (ob institutionell oder privat) wohl eher fürchten, das wäre (eine längst überfällige?) knackige Deflation.


Eigentlich sind schon Kontogebühren Kunden-Strafgelder!

Wie man Negativzinsen vermeidet: http://www.spiegel.de/wirtschaft/service...-a-1005497.html


Bares ist Wahres!!
Grüsse steffen52


nach oben springen

#117

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 29.11.2014 18:31
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Es gibt genug Dinge, die man nicht mit Geld kaufen kann. Erst wenn das Gewohnte/Selbstverständliche nicht mehr funktioniert und auch mit Geld nicht zu erwerben ist, merken viele, dass sie in einer Sackgasse sind.

Wie war noch mal der Spruch der Indianer (ich glaube der Cree) : " Erst wenn der letzte Fisch gefangen, der letzte Baum gefällt und der letzte Fluss vergiftet ist, merkt der weiße Mann, dass man Geld nicht essen kann".

Der Hesselfuchs


GZB1 und CAT haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.11.2014 18:38 | nach oben springen

#118

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 29.11.2014 18:34
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Zitat
Bares ist Wahres!!
Grüsse steffen52



Auch Bares ist nur geprägtes Blech oder bedrucktes Papier!


nach oben springen

#119

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 29.11.2014 18:37
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von GZB1 im Beitrag #118

Zitat
Bares ist Wahres!!
Grüsse steffen52


Auch Bares ist nur geprägtes Blech oder bedrucktes Papier!


Leider braucht man es!Egal wie!! Wer es nicht braucht, für denen ziehe ich den Hut !
Grüsse steffen52


nach oben springen

#120

RE: "Geld macht nicht glücklich, aber zufrieden" - Ist das wirklich so?

in Themen vom Tage 29.11.2014 18:38
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Ich besitze genug Geld um mir das zu kaufen was ich brauche. Wenn ich heute anfange laufend Dinge zu kaufen die ich nicht brauche, dann kann es sein, dass ich mir in Zukunft nicht mal mehr die Dinge kaufen kann, welche ich dringend brauche. Wenn ich jeden Monat weniger ausgebe wie ich einnehme, dann geht die Rechnung auf. Wenn ich ständig mehr ausgebe als ich einnehme, spielt es überhaupt keine Rolle wie viel ich einnehme. Es wird nie reichen!!!

Der Hesselfuchs


nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
So böse war die Treuhand gar nicht-VERLEIHUNG DEUTSCHER LOKALJOURNALISTENPREIS 2012
Erstellt im Forum DDR Politik Presse von Schuddelkind
8 02.10.2013 12:01goto
von andy • Zugriffe: 2431
So war es wirklich
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von im_k40
278 20.04.2011 13:35goto
von Gert • Zugriffe: 7894
Wie man mit der Mauer Geld machen kann
Erstellt im Forum DDR Politik Presse von Angelo
0 29.12.2010 17:36goto
von Angelo • Zugriffe: 502
Mangel ... macht erfinderisch!
Erstellt im Forum Leben in der DDR von Angelo
13 24.06.2009 11:31goto
von josy95 • Zugriffe: 1871

Besucher
24 Mitglieder und 63 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 2013 Gäste und 132 Mitglieder, gestern 3638 Gäste und 176 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14374 Themen und 558646 Beiträge.

Heute waren 132 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen