#21

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 17:57
von icke-ek71 (gelöscht)
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lutze hat schon recht,wir hatten 2 bt11 als postenpunkte,wenn da sturm aufkam,haben wir schnell unsere haxen bewegt und sind schleunigst runter!! unten war der mast mit dem grenzmeldenetz und dann durften wir unten bleiben!! ein bt11 der in unserem abschnitt stand ,der am ruschenhain ist dann später mal gekippt!! LG Bernd


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#22

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 18:01
von Hansteiner | 1.412 Beiträge

Ich denke mal da war es bei starken Gewittern schon etwas schlimmer.
Wir auf den kahlen Flächen, wenn's geht noch erhöht. War schon nicht ohne !

H.



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#23

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 18:02
von Lutze | 8.033 Beiträge

Zitat von icke-ek71 im Beitrag #21
lutze hat schon recht,wir hatten 2 bt11 als postenpunkte,wenn da sturm aufkam,haben wir schnell unsere haxen bewegt und sind schleunigst runter!! unten war der mast mit dem grenzmeldenetz und dann durften wir unten bleiben!! ein bt11 der in unserem abschnitt stand ,der am ruschenhain ist dann später mal gekippt!! LG Bernd

hoffentlich war da kein Grenzer mehr drauf,
wann kippte dieser Grenzturm?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#24

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 18:47
von coff | 706 Beiträge

Bei Gewitter wenn die 501 abgeschaltet wurden und man als Posten bzw als A-Gruppe rausgeflogen am Kolonnenweg stand das war schon nicht ohne. Da hat man öfters im peitschenden Regen flach gelegen mit der Kaschi vom Regenumhang verdeckt damit der Blitz nicht vom Metall angezogen wurde
Unvergessliche Momente hatte man da auch wenn die 501 trotz Abschaltung vor einen am Zaun hochgingen weil der Blitz in die Anlage ging und Minenreihen auslöste...

Nachts war es bei uns verboten Türme zu besetzen, da musste mit Eintritt der Dunkelheit abgesessen werden


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 18:50
von Gelöschtes Mitglied
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Wenn die Müdigkeit zu groß wurde, dann half nur Bewegung. Wenn man sich bei der Führungsstelle aus dem Grund für eine Grenzstreife abmelden wollte, hat man auch meistens die Genehmigung dafür bekommen. Die wussten ja am Ende auch was los war. Ein Postenpaar auf Streife war doch immer besser als ein schlafendes Postenpaar.

Der Hesselfuchs


damals wars, Hansteiner, Rostocker und Ameise haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 18:55
von Linna | 188 Beiträge

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß ein Postenpaar in der Nacht geschlafen hätte, weil der Postenführer
sich über das Grenzmeldenetz in regelmäßigen Abständen im Führungspunkt melden mußte. Hätte er das verschlafen wäre
ziemlich bald der Alarmzug präsent gewesen und das hätte ziemlichen Ärger gegeben. Außerdem waren ständig Postenkontrollen
im Abschnitt, die immer dann kamen wenn man sie nicht erwartete.
Das Grillen während des Grenzdienstes halte ich auch für Utopie, weil es von den Hubschraubern der anderen Seite mit
Sicherheit aufgenommen worden und in deren Medien als Lachfotos verbreitet worden wäre, natürlich mit entsprechenden
Konsequenzen für das Postenpaar.

Gruß-Linna



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#27

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 19:04
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Linna im Beitrag #26
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß ein Postenpaar in der Nacht geschlafen hätte, weil der Postenführer
sich über das Grenzmeldenetz in regelmäßigen Abständen im Führungspunkt melden mußte.
Hätte er das verschlafen wäre
ziemlich bald der Alarmzug präsent gewesen und das hätte ziemlichen Ärger gegeben. Außerdem waren ständig Postenkontrollen
im Abschnitt, die immer dann kamen wenn man sie nicht erwartete.
Das Grillen während des Grenzdienstes halte ich auch für Utopie, weil es von den Hubschraubern der anderen Seite mit
Sicherheit aufgenommen worden und in deren Medien als Lachfotos verbreitet worden wäre, natürlich mit entsprechenden
Konsequenzen für das Postenpaar.

Gruß-Linna


Der Posten konnte auch die Meldung machen, war doch auch ein Grenzsoldat und wie sollte er denn sonst was lernen?
Also schön ran ans GMN, wenn die auf der FüSt den PF unbedingt haben wollten wurde halt geweckt.

Also da waren wir schon flexibel um an eine Mütze Schlaf zu kommen


zuletzt bearbeitet 15.11.2014 19:05 | nach oben springen

#28

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 19:05
von damals wars | 12.145 Beiträge

Das Menschen nachts einschlafen, ist das normalste von der Welt. Auch laufen half nicht immer, bei einer Erkältung bin ich auch im Gehen eingeschlafen,das waren Schrecksekunden, die ich bis heute nicht vergessen habe.
Ich habe auch nie jemanden Vorwürfe gemacht, bei den Dienst, den wir Schruppen mussten, gerade über die Feiertage, verstärkte Grenzsicherung, mal 10 Nachtschichten hintereinander, das hält keiner aus!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#29

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 19:09
von Hansteiner | 1.412 Beiträge

Da hast du recht.
VGS längere Zeit war sowieso ein Kapitel für sich !

H.



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#30

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 19:10
von Gelöschtes Mitglied
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Zur Meldung auf der Füst reichte einer aus und die Postenkontrolle das war teilweise auch berechenbar. Entweder war die Kontrollstreife zu Fuß und man konnte sich ausrechnen, wenn sie frühestens aufschlagen konnte. Wer konnte war sowieso ständig am GMN und über den Standort der Streife informiert. Bei jedem kontrollierten Posten wurde ja eine Meldung abgesetzt. Bei bestimmten geplanten Handlungen (z.B. Abgabe eines Schusses) war die "Vorinformation" des Nachbarpostens wichtig. Da wurde dann von mehreren Posten ein Schuss auf dem feindwärtigen Vorfeld gemeldet. Wichtig war nur, dass die ungefähre Position des Postens im Gebiet stimmte und eine erforderliche Erreichbarkeit gewährleistet war.

Der Hesselfuchs


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#31

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 19:15
von Gelöschtes Mitglied
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Feuerchen wurden schon so angelegt, dass auch die Luftaufklärung des BGS nichts davon mitbekam. Wir hatten doch alle Karl May gelesen. Es war ja auch allgemein bekannt, dass von westlicher Seite (von wem auch immer) Dienstvergehen fotografiert wurden und die Bilder irgendwo bei uns gelandet sind.

Der Hesselfuchs


Freienhagener und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#32

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 19:28
von Freienhagener | 3.859 Beiträge

...kleine, raucharme Indianerfeuer...hihi.

Bei uns hier einer "Feuer-Paul"


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#33

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 20:20
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Ich will mal auf Risiken eingehn, die nichts mit der Waffe oder Waffen, oder sonstiger Gewalt zutun haben.

Meinem Co-Fahrer wurde von einem Hund der Arm nahezu zerfetzt, gute Ärzte flickten ihn aber wieder zusammen und mein Eddy war ja auch sehr stämmig, bei mir wär wohl der Arm nur noch Lumpen gewesen.

Ich habe mir im Winter bei -25 beim Trassenbau auf freiem Feld die Hände erfroren, Stadium weis ich nicht, Blasenbildung und ab nach Heiligenstadt, leide bis heute darunter.

Der Kolonnenweg, also die Löcher in den Platten, hat bei vielen zumindest zu Verstauchungen der Fussgelenke geführt.
Bei mir wars einmal so heftig, dass ich mit den Stiefeln ein Problem hatte.

Diverse Selbstmorde sind ein Thema, also psychische Schäden.
Psychische Schäden sind bei jeder Truppe ein Thema, damals war das Thema aber noch nicht so weit entwickelt, der Macho hat sowas nicht zu haben, in Ost wie West.
Wir nannten es Grenzermacke, Überbleibsel davon haben sich heute noch manche, auch wenn sie sich nicht zwingend auf den Alltag im Leben auswirken oder erkannt werden.

Was die Gefahr mit Waffen betrifft, wurde ja eigentlich schon alles wichtige gesagt, sie war allgegenwärtig, auch wenn sie wegen lange ausgebliebener Einsätze und Zwischenfälle nicht immer so wichtig genommen wurde.
Waffen sind aber nicht nur Schusswaffen, jeder Grenzverletzer konnte eine Waffe irgendeiner Art bei sich tragen, auch wenn es nur ein grosser Knüppel war, daher war die Gefahr allgegenwärtig sie wurde wohl nur oft unterschätzt.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
Ameise und GeWa-8 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 21:00
von Linna | 188 Beiträge

Zitat von Merlini im Beitrag #31
Feuerchen wurden schon so angelegt, dass auch die Luftaufklärung des BGS nichts davon mitbekam. Wir hatten doch alle Karl May gelesen. Es war ja auch allgemein bekannt, dass von westlicher Seite (von wem auch immer) Dienstvergehen fotografiert wurden und die Bilder irgendwo bei uns gelandet sind.

Der Hesselfuchs


Bereits 1970 gab es Möglichkeiten per Infrarotaufklärung Wärmequellen zu orten, die Zeiten eines Karl May waren längst vorbei.
Gruß_Linna



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#35

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 21:24
von Roland 2 | 43 Beiträge

Also ich hatte damals (1972) nicht das Gefühl in Gefahr zu sein. Als zwanzigjähriger sieht man vieles anders. Heute denk ich da etwas anders.
Gruß Roland2


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#36

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 21:27
von Freienhagener | 3.859 Beiträge

Zitat von Linna im Beitrag #34

Bereits 1970 gab es Möglichkeiten per Infrarotaufklärung Wärmequellen zu orten, die Zeiten eines Karl May waren längst vorbei.
Gruß_Linna


Das weiß man heute...

Außerdem waren wir nicht überall vom Westen einsehbar. Auf ner Hügelkuppe hat keiner Feuer gemacht.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#37

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 15.11.2014 22:20
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Linna, wir haben schon gewusst, wo wir etwas machen konnten und wo nicht. Wer im Sichtbereich eines Hubschraubers Feuer oder anderen Blödsinn gemacht hätte, wäre ja an der Ahndung selber Schuld gewesen. Wir waren zwar DDR Bürger, aber nicht Weltfremd.

Der Hesselfuchs


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#38

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 16.11.2014 01:03
von B208 | 1.339 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #28
Das Menschen nachts einschlafen, ist das normalste von der Welt. Auch laufen half nicht immer, bei einer Erkältung bin ich auch im Gehen eingeschlafen,das waren Schrecksekunden, die ich bis heute nicht vergessen habe.
Ich habe auch nie jemanden Vorwürfe gemacht, bei den Dienst, den wir Schruppen mussten, gerade über die Feiertage, verstärkte Grenzsicherung, mal 10 Nachtschichten hintereinander, das hält keiner aus!



@damals wars


Wo war denn im Schlafzustand deine Waffe ?


zuletzt bearbeitet 16.11.2014 01:03 | nach oben springen

#39

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 16.11.2014 09:58
von Grenzer76 | 29 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #38
Zitat von damals wars im Beitrag #28
Das Menschen nachts einschlafen, ist das normalste von der Welt. Auch laufen half nicht immer, bei einer Erkältung bin ich auch im Gehen eingeschlafen,das waren Schrecksekunden, die ich bis heute nicht vergessen habe.
Ich habe auch nie jemanden Vorwürfe gemacht, bei den Dienst, den wir Schruppen mussten, gerade über die Feiertage, verstärkte Grenzsicherung, mal 10 Nachtschichten hintereinander, das hält keiner aus!



@damals wars


Wo war denn im Schlafzustand deine Waffe ?

Schlafen war nicht zu mindesten bei mirwenn ich müde wurde dann wurde es so eingerichtet das man sich mit der Kontrollstreife oder einem anderen Posten getroffen hat.


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#40

RE: Wie gefährlich war der Dienst an der Grenze für den Grenzsoldaten wirklich ?

in Grenztruppen der DDR 16.11.2014 11:08
von Arnstädter | 266 Beiträge

Nachtschicht im Grenzdienst ! Immer den Kolonnenweg entlang ,ab und zu in den in den Himmel schauen
den Sternenhimmel betrachten und an die Familie denken.Da ging bei mir die Müdigkeit weg ohne dabei meine Pflicht
Grenzsicherung (Kontrolle des K-streifens usw zu vernachlässigen)
Außerdem hattest du neben Dir immer einen Posten als Mensch, mit den du Dich bei Sympatie unterhalten konntest.
Es gab für uns Regeln,die hat man eingehalten oder auch nicht!


das System funktioniert weil du funktionierst
Ameise hat sich für diesen Beitrag bedankt
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