#41

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 20:54
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #40
Wenn ich zum Brunch gehe, sind die Plätze auch reserviert.keine freie Platzwahl, und vorbestellen muss ich auch. In Potsdam ging es im Ausgang meist ins Hochhaus, gegenüber vom Regiment war in Patere eine Gaststätte.
Dann gab es noch ein Stück hin eine Jägergaststätte, da war es lecker.


Bloss mal ne Frage: Was meinst Du mit Hochhaus? Seinerzeit das Interhotel und heutige Mercure - oder gabs da noch ein anderes?

Gruss

icke



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#42

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 20:56
von Gelöschtes Mitglied
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Na ja - die Kernfrage beim "Platzieren" scheint mir doch zu sein: War es Notwendigkeit oder Lustlosigkeit? Denn pure Schikane möchte ich den Kellner/Innen auch nicht unterstellen.

Wenn ein Lokal stark frequentiert oder voll ist, gibt es wohl kaum jemanden, der diese Notwendigkeit nicht einsieht. Wenn das Lokal aber mehr oder weniger leer ist, dann sieht die Welt (nach unseren Gewohnheiten, in anderen Ländern mag das abweichen) schon anders aus. Und wenn dann der Einlass trotz reichlich leerer Tische mit dem Hinweis auf "Reservierungen" verhindert wird, dann dürfte es mit dem Verständnis ganz vorbei sein.

Ich denke mal, dass auch die härtesten Kritiker der Marktwirschaft nichts dagegen haben, dass sie nicht mehr von lustlosen Kellnern abgewimmelt werden, sondern freundlich und höflich bedient werden.


Hapedi und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#43

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 21:00
von Mike59 | 7.938 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #38


Hängen geblieben ist aber etwas anderes: Ich habe schon mal geschrieben, dass ich es nicht sonderlich mag, wenn sich die Sauce mit dem Saft des Gemüses vermischt. Dort aber gab es Teller, die über Stege dreigeteilt waren: In einem der Felder lag das Fleisch mit der Sauce, im zweiten die Kartoffeln und im dritten das Gemüse.

Ich fand das klasse - so was kannte ich aus dem Westen absolut nicht.

Jo, ist halt Massenabfertigung - bei der US Army auch Standard.


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#44

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 21:02
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Mike59 im Beitrag #43
Jo, ist halt Massenabfertigung - bei der US Army auch Standard.

Na ja - von "Massen" konnte im Bahnhofsrestaurant zu Oebisfelde nun wahrlich nicht die Rede sein: Mehr als 2, 3 Tische von geschätzten 20 waren nie besetzt


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#45

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 21:18
von Moskwitschka (gelöscht)
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Also in ner Berliner Eckkneipe, wo noch die Soleier auf dem Tresen standen, wurde man nicht platziert. Da kam man sich eher deplatziert vor, wenn man eintrat, weil die Stammgäste einen erst mal misstrauisch musterten. Aber das legte sich schnell, wenn man ein gemeinsames Gesprächsthema gefunden hat. Und da konnte so ein Abend schon mal lang werden.

In den Vereinslokalen der Berliner Kleingärten wurde man auch nicht platziert. Dort konnte man zum Teil auch hervorragend speisen, wie z.B. im Berliner Norden in der KGA Einigkeit. Von vielen Festen ganz abzusehen. Beim Bockbieranstich wurden nicht nur in Kreuzberg die Nächte lang.

Wer natürlich Schildkrötensuppe mit Wachtelei bei den Köchen der gehobenen Gastronomie essen wollte musste entweder vorbestellen oder sich platzieren lassen.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 13.11.2014 21:59 | nach oben springen

#46

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 13.11.2014 23:29
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Wegen dem Platzieren heute, wenn ich in die Kneipe gehe dann setze ich mich natürlich irgendwohin, in anspruchsvoller Gastronomie macht man das eigentlich nicht, da lässt man sich zum Tisch geleiten auch wenn Tische frei sind.


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#47

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 14.11.2014 09:10
von Krepp | 532 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #38
Dort aber gab es Teller, die über Stege dreigeteilt waren: In einem der Felder lag das Fleisch mit der Sauce, im zweiten die Kartoffeln und im dritten das Gemüse.
Ich fand das klasse - so was kannte ich aus dem Westen absolut nicht.

Hallo,
gibt es noch zu kaufen

hier die eckigen und hier die runden



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
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#48

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 14.11.2014 14:39
von DoreHolm | 7.676 Beiträge

Zitat von Krepp im Beitrag #47
Zitat von Dandelion im Beitrag #38
Dort aber gab es Teller, die über Stege dreigeteilt waren: In einem der Felder lag das Fleisch mit der Sauce, im zweiten die Kartoffeln und im dritten das Gemüse.
Ich fand das klasse - so was kannte ich aus dem Westen absolut nicht.

Hallo,
gibt es noch zu kaufen

hier die eckigen und hier die runden


In dem Krankenhaus , wo ich kürzlich war, gab es die auch noch, die Eckigen. Und dort, wo der volle Teller erst ein Stück transportiert werden muß
(Kantinen).



damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#49

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 14.11.2014 15:13
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #41
Zitat von damals wars im Beitrag #40
Wenn ich zum Brunch gehe, sind die Plätze auch reserviert.keine freie Platzwahl, und vorbestellen muss ich auch. In Potsdam ging es im Ausgang meist ins Hochhaus, gegenüber vom Regiment war in Patere eine Gaststätte.
Dann gab es noch ein Stück hin eine Jägergaststätte, da war es lecker.


Bloss mal ne Frage: Was meinst Du mit Hochhaus? Seinerzeit das Interhotel und heutige Mercure - oder gabs da noch ein anderes?

Gruss

icke


War ein echte Wohnhaus im Neubaugebiet. Die Gaststätte gibt es aber wohl nicht mehr...
Spezialität war das Würzfleisch.☺️


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 14.11.2014 16:06 | nach oben springen

#50

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 14.11.2014 15:18
von damals wars | 12.113 Beiträge

Die Österreicher, die meinen Arbeitsplatz Aufbauten, erzählten mir mal, das ihnen die Pommes schon zu Hals raushängen, mir war bis dahin gar nicht bewusst, das es die soviel gab.
Den 70 meiner Oma feierten wir im Interhotel, da gab es Speisen, von den hatte ich bis dahin noch nicht gehört, sowas wie Kiwi, war schon toll!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
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http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#51

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 14.11.2014 15:28
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #45
Also in ner Berliner Eckkneipe, wo noch die Soleier auf dem Tresen standen, wurde man nicht platziert. Da kam man sich eher deplatziert vor, wenn man eintrat, weil die Stammgäste einen erst mal misstrauisch musterten. Aber das legte sich schnell, wenn man ein gemeinsames Gesprächsthema gefunden hat. Und da konnte so ein Abend schon mal lang werden.

LG von der Moskwitschka



Die Kneipen waren schon beeindruckend.
Habe da in Oranienburg mal ein Eisbein gegessen, da läuft mir heute noch das Wasser im Mund zusammen.
War nicht weit vom Bahnhof weg.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 14.11.2014 15:56 | nach oben springen

#52

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 14.11.2014 15:50
von exgakl | 7.223 Beiträge

Das müsste dann der Stralsunder Hof gewesen sein... http://www.akpool.de/ansichtskarten/2426...stralsunder-hof


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#53

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 14.11.2014 15:51
von FRITZE (gelöscht)
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Könnte bei Eisbein -Otto gewesen sein ! Da waren wir Anfang der 1990er Jahre einge Male !

Leider seit 2009 geschlossen .


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#54

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 14.11.2014 15:56
von der glatte | 1.356 Beiträge

In den Kleinstädten waren ja noch viele Gaststätten privat geführt. Also dort hat man sich gedreht um auch an bestimmte Waren zu kommen. Das zahlte sich dann auch am Umsatz aus, diese privaten Gaststätteninhaber fuhren schon Anfang der 80er Jahre wundervolle Autos. Auf alle Fälle wurde dort die Gastfreundschaft groß geschrieben, da stimmte alles in der Küche, beim Personal und dann natürlich auch in der Trinkgeldkasse.

Die Klubgaststätten in den Neubaubezirken der Städte konnten natürlich oft mit der privaten Konkurrenz nicht mithalten, sie mussten aus dem etwas zaubern, was der Großhandel anlieferte. War sicher nicht immer einfach. Wenn man aber dort für eine Familienfeier (Hochzeit, Jugendweihe etc.) vorbestellte, konnte man oft überrascht sein. Da gab es richtige Künstler wenn es um ein warmes Buffet ging.

Reine Biergaststätten waren aber auch nicht ohne. Obwohl meist nur kleine Dinge zum Essen angeboten wurden, war vieles noch privat hergestellt. Wer Hunger bekam, für den war doch immer noch eine Bockwurst mit Brot, eine Salamistulle oder etwas selbstgemachte Sülze zu finden. Auch wenn es schon weit nach 24:00 Uhr war.

"Strohhut Krüger" war in der Nähe zum S-Bahnhof Friedrichsfelde eine urige Kneipe mit gutem Essen

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


ati79 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.11.2014 15:59 | nach oben springen

#55

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 14.11.2014 15:57
von exgakl | 7.223 Beiträge

Wäre es Eisbein Otto, dann hätte sich @damals wars aber gewaltig verlaufen


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#56

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 14.11.2014 15:59
von damals wars | 12.113 Beiträge

Holztäfelung ,Holzbank, Holztisch in meiner Erinnerung.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#57

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 14.11.2014 16:00
von exgakl | 7.223 Beiträge

Ich schrieb ja schon weiter oben, dass es sich um den Stralsunder Hof handelt... einfach mal auf den Link oben gehen!


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#58

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 14.11.2014 16:05
von damals wars | 12.113 Beiträge

Das schlimmste war mal ne "Klubgaststätte" im Neubaugebiet in Stendal. Kein Essen,und ich hatte so einen Knast, es gab nur Bier...
ging auch mal einen Abend.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#59

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 14.11.2014 16:09
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von der glatte im Beitrag #54

"Strohhut Krüger" war in der Nähe zum S-Bahnhof Friedrichsfelde eine urige Kneipe mit gutem Essen

Gruß Reiner


War da nicht ein Fleischer gleich nebenan?

LG von der Moskwitschka


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#60

RE: Gastronomie in der DDR

in Leben in der DDR 14.11.2014 16:12
von der glatte | 1.356 Beiträge

Richtig, aber der ist schon lange nicht mehr und Strohutkrüger ist auch nicht mehr das was er war. Andere Inhaber.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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