#1

Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.08.2009 19:42
von manudave (gelöscht)
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Es wird ja immer vermutet (oder ist fakt), dass die Materialien dazu aus der BRD kamen.

Weiß darüber jemand genaueres - sprich Hersteller oder Herstellungsort?

Mein bisheriges Wissen beschränkt sich auf Buderus in Wetzlar und einen Metallverarbeitenden Beitrieb in Fulda, welche Stacheldraht produzierten.


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#2

RE: Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.08.2009 19:52
von TOMMI | 1.987 Beiträge

Ich hingegen kenne wiederum das Grücht, dass zB der GSZ zum Export ins sogenannte NSW angeboten wurde.
Fakt ist, das Material wwar nicht billig. Ein Meter GSZ-Stachelfraht (CrNi) kostete 5 Mark. Das war dann
für 1 Meter GSZ 120,- . Ein Kilometer (nur der Stacheldraht!) kostete demnach schon 120.000,-. Bei 1380 km
Grenze waren das 165.000.000,-. Welch ein Wahnsinn.... Und das war nur der Stacheldraht.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#3

RE: Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.08.2009 20:19
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Hm, die Firma Mannesmann AG ,hat die nicht das Rohmaterial für den MGZ geliefert ? Muss ich noch mal nachforschen.



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#4

RE: Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.08.2009 20:50
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Zermatt
Hm, die Firma Mannesmann AG ,hat die nicht das Rohmaterial für den MGZ geliefert ? Muss ich noch mal nachforschen.


Habe selbst eine Rolle verchromten(!) Stacheldraht "ergattert", gleich nach der Wende, versteht sich. Weiß noch, war ein Firmenschild einer schwedischen Firma dran. Schild ist mir leider abhanden gekommen!
Beim MGZ sprach man oft davon, das die Platten (Größe war 1 x 3 Meter) auch aus dem westlichen Ausland geliefert wurden. Diese Angaben sind aber unbestätigt. Zumindest von der Qualität könnt`s stimmen. Habe im Garten noch einige verzinkte Platten "in Benutzung", u. a. für meine Hühnerchen, damit der Fuchs die nicht "anknabbert", teilweise halben Meter in der Erde eingegraben. Da ist nach 20 Jahren (weiß nicht, wie lange die schon vorher am Grenzzaun im Eckertal montiert waren!) so gut wie kein Vergang dran zu sehen, sprich Rost/ Korrosion. War für DDR- Produkte eher ungewöhnlich. Was man so an verzinkten/ verchromten Sachen Made in GDR bekommen hat, war eeh nicht von langer Lebensdauer was diese Oberflächenversiegelung betraf. Weiß noch, wie ich mich bei meinem Motorad an den Chromteilen über den schnellen Rost immer geärgert hab...

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#5

RE: Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.08.2009 22:06
von LEGO | 487 Beiträge

Ich kann mich erinnern, dass es seinerzeit immer hieß der MGZ sei aus der Bundesrepublik geliefert worden.

Hannover ??? Salzgitter ??? Region Niedersachsen ?????

So viele Fragezeichen. Was bin ich bloß für ein Expert


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#6

RE: Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.08.2009 22:58
von Heldrasteiner (gelöscht)
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Aus Schweden?
Dann wars Kiruna-Stahl. Kein Wunder, daß damit heute noch Grundstücke eingezäunt sind und der Zaun wie neu aussieht


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#7

RE: Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.08.2009 01:22
von Rostocker | 7.723 Beiträge

Mal eine Frage hier.Wir hatten damals auf den Schalsee zwei Grenzboote.Und da gab es das Gerücht--das man sagte,die Boote wurden durch 2 Volvomotoren angetrieben.Motoren die aus Schweden stammten.Nun meine Frage--Ist da was dran?


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#8

RE: Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.08.2009 01:34
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Rostocker
Mal eine Frage hier.Wir hatten damals auf den Schalsee zwei Grenzboote.Und da gab es das Gerücht--das man sagte,die Boote wurden durch 2 Volvomotoren angetrieben.Motoren die aus Schweden stammten.Nun meine Frage--Ist da was dran?

Siehe VolvoPenta
Die Motoren sind groesstenteils(?) von Ford, allerdings marinetauglich gemacht (Zylinderkopfdichtung, Wasserpumpe, etc.)
-Th


zuletzt bearbeitet 19.08.2009 01:35 | nach oben springen

#9

RE: Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.08.2009 19:20
von Thorsten (gelöscht)
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Peine/Salzgitter - Stahlwerke AG
Bei uns in der BGS-Unterkunft Braunschweig wurde auch damit spekuliert, dass der Zaun für die DDR-Sperranlagen in Salzgitter hergestellt wird.
Wir frotzelten schon damit, dass die Grenzestreifen jeweils ein Zaunelement hätte mitnehmen können, denn von den Stahlwerken bis zur Grenze waren es mal gerade 25-30 km.


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#10

RE: Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.08.2009 19:28
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Thorsten
Peine/Salzgitter - Stahlwerke AG
Bei uns in der BGS-Unterkunft Braunschweig wurde auch damit spekuliert, dass der Zaun für die DDR-Sperranlagen in Salzgitter hergestellt wird.
Wir frotzelten schon damit, dass die Grenzestreifen jeweils ein Zaunelement hätte mitnehmen können, denn von den Stahlwerken bis zur Grenze waren es mal gerade 25-30 km.


na denn hättet ihr die doch auch noch anmontieren können.man hätten wir kosten gespart..das da keiner drauf gekommen ist


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#11

RE: Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.08.2009 19:48
von karl143 (gelöscht)
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Zitat von Heldrasteiner
Aus Schweden?
Dann wars Kiruna-Stahl. Kein Wunder, daß damit heute noch Grundstücke eingezäunt sind und der Zaun wie neu aussieht

Der sogenannte "Kiruna Stahl" muß nicht aus Schweden kommen. Kiruna ist lediglich der Namensgeber für die Erzbergwerke. Dort befindet sich nicht ein einziges Stahlwerk. Das Erz kommt auf Schiffen in Bremen an und wird dann mit der Bahn weiterbefördert. Um diese Kosten niedrig zu halten, sind fast alle Stahlwerke in Deutschland im Norden, bzw. Westen angesiedelt. Wenn diese Erzzüge durch den Bahnhof fahren, gezogen von 2 starken E-Loks da wackeln sprichwörtlich die Bahnsteige. Dort in den Werken, zum Beispiel in Salzgitter von der Salzgitter AG wird dann der Stahl hergestellt.


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#12

RE: Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.08.2009 19:49
von karl143 (gelöscht)
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Zitat von Pitti53
na denn hättet ihr die doch auch noch anmontieren können.man hätten wir kosten gespart..das da keiner drauf gekommen ist


Ja Pitti53, heute nennt man das Outsourcing. Das hätte heute jeder Dienstleister für die DDR übernommen. Was wäre das für ein Auftrag gewesen....


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#13

RE: Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.08.2009 19:58
von LEGO | 487 Beiträge

Zitat von Rostocker
Mal eine Frage hier.Wir hatten damals auf den Schalsee zwei Grenzboote.Und da gab es das Gerücht--das man sagte,die Boote wurden durch 2 Volvomotoren angetrieben.Motoren die aus Schweden stammten.Nun meine Frage--Ist da was dran?


Ich kann Dir nur bestätigen, dass die beiden Grenzboote langsamer waren, als die kleinen Flitzer des BGS.
Der Verlauf der Grenze mitten durch den Schaalsee bot mehrere Möglichkeiten für lange Parallelfahrten

Gruß LEGO


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#14

RE: Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.08.2009 20:01
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von karl143
Zitat von Pitti53
na denn hättet ihr die doch auch noch anmontieren können.man hätten wir kosten gespart..das da keiner drauf gekommen ist


Ja Pitti53, heute nennt man das Outsourcing. Das hätte heute jeder Dienstleister für die DDR übernommen. Was wäre das für ein Auftrag gewesen....

und man stelle sich vor,der bgs hätte uns die streckmetallplatten angeliefert.d a s nenne ich kooperation.n u r ,was hätten wir im gegenzug leisten müssen?


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#15

RE: Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.08.2009 20:12
von LEGO | 487 Beiträge

Vielleicht hätte der BGS das ja gratis erledigt,

WENN bei der Abnahme der Leistung über fehlende oder nicht befestigte Matten hinweggesehen worden wäre


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#16

RE: Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.08.2009 20:41
von Heldrasteiner (gelöscht)
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Zitat von karl143
Zitat von Heldrasteiner
Aus Schweden?
Dann wars Kiruna-Stahl. Kein Wunder, daß damit heute noch Grundstücke eingezäunt sind und der Zaun wie neu aussieht

Der sogenannte "Kiruna Stahl" muß nicht aus Schweden kommen. Kiruna ist lediglich der Namensgeber für die Erzbergwerke. Dort befindet sich nicht ein einziges Stahlwerk. Das Erz kommt auf Schiffen in Bremen an und wird dann mit der Bahn weiterbefördert. Um diese Kosten niedrig zu halten, sind fast alle Stahlwerke in Deutschland im Norden, bzw. Westen angesiedelt. Wenn diese Erzzüge durch den Bahnhof fahren, gezogen von 2 starken E-Loks da wackeln sprichwörtlich die Bahnsteige. Dort in den Werken, zum Beispiel in Salzgitter von der Salzgitter AG wird dann der Stahl hergestellt.


Richtig, das schwedische Stahlwerk steht in Lulea.


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#17

RE: Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.08.2009 21:14
von Thorsten (gelöscht)
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Zitat von Pitti53
Zitat von Thorsten
Peine/Salzgitter - Stahlwerke AG
Bei uns in der BGS-Unterkunft Braunschweig wurde auch damit spekuliert, dass der Zaun für die DDR-Sperranlagen in Salzgitter hergestellt wird.
Wir frotzelten schon damit, dass die Grenzestreifen jeweils ein Zaunelement hätte mitnehmen können, denn von den Stahlwerken bis zur Grenze waren es mal gerade 25-30 km.


na denn hättet ihr die doch auch noch anmontieren können.man hätten wir kosten gespart..das da keiner drauf gekommen ist

-
Hätten wir bestimmt auch gegen harte Währung gemacht - Nein Danke - das wäre mit dem Grundgedanken nicht zu vereinbaren - seitens der Bundesrepublik wurden damals ja keine Hindernisse zur Fluchtverhinderung aufgestellt.
Nur Warnvorrichtungen wie Schilder und Barrieren, die ahnungslosen Grenzbesuchern auf ein ungewolltes Überschreiten der Grenze West-Ost hinweisen sollten.


zuletzt bearbeitet 19.08.2009 21:15 | nach oben springen

#18

RE: Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.08.2009 23:39
von Rostocker | 7.723 Beiträge

Zitat von LEGO
Zitat von Rostocker
Mal eine Frage hier.Wir hatten damals auf den Schalsee zwei Grenzboote.Und da gab es das Gerücht--das man sagte,die Boote wurden durch 2 Volvomotoren angetrieben.Motoren die aus Schweden stammten.Nun meine Frage--Ist da was dran?


Ich kann Dir nur bestätigen, dass die beiden Grenzboote langsamer waren, als die kleinen Flitzer des BGS.
Der Verlauf der Grenze mitten durch den Schaalsee bot mehrere Möglichkeiten für lange Parallelfahrten

Gruß LEGO
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Ich habe dort 74(75 gedient am Schaalsee.Habe öfters mal vom B-Turm aus beobachtet, wenn eins der Grenzboote mit dem BGS-Boot so eine stille Wettfahrt machte.Aber meine Erkenntnis war,klar war das BGS-Boot in der Anfahrt schneller aber wenn das Grenzboot von Seiten der DDR auf Hochtouren war.Dann sah es für die andere Seite auch schlecht aus.Aber um die Politik aus dem Spiel zu lassen.Sage ich Dir Logo ---beide Schiffstypen haben sich nicht viel genommen.
PS:Habe mal eine Frage an Dich-Logo.hast Du Fotos vor der Grenzöffnung aus der Gegend? Ich selber suche und finde nichts.Gruß Rostocker


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#19

RE: Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.08.2009 15:57
von S51 | 3.733 Beiträge

Am Kanten gab es an den Streckmetallfeldern keine Herstellerangaben. Ich habe meine Zeit als Uffz-Schüler größtenteils in Glöwen verbracht. Dort haben wir auch Wache geschoben. Am Fahrzeugpark wurde damals ein Feld gewechselt, nachdem ein Kfz-Kran mangels funktionierender Bremsen mit dem Ausleger durchgerauscht war. An diesem Feld war ein etwa 50 mm langes Kunsstoffschild, ca. 10 mm hoch "Salzgitter AG". War aber nicht lange dran.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#20

RE: Metallgitterzaun, Stacheldraht, etc.

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.08.2009 21:02
von Rostocker | 7.723 Beiträge

Zitat von S51
Am Kanten gab es an den Streckmetallfeldern keine Herstellerangaben. Ich habe meine Zeit als Uffz-Schüler größtenteils in Glöwen verbracht. Dort haben wir auch Wache geschoben. Am Fahrzeugpark wurde damals ein Feld gewechselt, nachdem ein Kfz-Kran mangels funktionierender Bremsen mit dem Ausleger durchgerauscht war. An diesem Feld war ein etwa 50 mm langes Kunsstoffschild, ca. 10 mm hoch "Salzgitter AG". War aber nicht lange dran.
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Wenn es an dem so ist oder war.Ich sagte war.War doch das deutsch,deutsche Verhältnis garnicht so schlimm.So hat man auf Jahre hinaus Arbeitsplätze erhalten.Das nennt man Klassenkampf.
Naja selbst heute noch würde man mit den Teufel paktieren--wenn der Profit stimmt


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