#41

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 12.11.2014 19:18
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Gewinn war in der DDR ein Euphemismus für Profit (so wie Kundschafter für Spion).

Es war dasselbe und der einfache Arbeiter wurde auch nur ausgebeutet, da er auch in der DDR nicht über die Verwendung des Mehrwertes bestimmte.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 12.11.2014 19:19 | nach oben springen

#42

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 12.11.2014 22:13
von diefenbaker | 585 Beiträge

Man war in der DDR bzw. in der ML Wirtschaftslehre bemüht, den Begriff Profit negativ zu besetzen (Profitgier, Profitstreben, etc.)
Dabei war diese Bezeichnung im Westen gar nicht so weit verbreitet, wie den DDR-Bürgern glauben gemacht wurde.
Ein zentrales Element im betrieblichen Rechnungswesen heisst im deutschsprachigen Raum G+V Rechnung und nicht Profitrechnung.
G+V steht für "Gewinn und Verlust" und wer diese Rechnung nicht anstellt wird kaum einen Betrieb führen können.

Gruss Wolfgang



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#43

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 12.11.2014 22:19
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #41
Gewinn war in der DDR ein Euphemismus für Profit (so wie Kundschafter für Spion).

Es war dasselbe und der einfache Arbeiter wurde auch nur ausgebeutet, da er auch in der DDR nicht über die Verwendung des Mehrwertes bestimmte.




Das würde bedeuten, daß jede Form von zusammengeschlossenen Produktionseinheiten, wie heute etwa die GmbHs aus den ehem. LPGs. Da haben zwar alle ihren genossenschaftlichen Anteil, aber entscheiden, was mit Gewinn geschieht, machen doch letztlich, auch wenn es Mitgliederrentscheide gibt, die Leiter dieser Einheit. Stell Dir vor, für jede, auch kleine Investition würde jeder Einzelne gefragt
Also für mich wäre es schon ein großer Unterschied, ob mit dem auch von mir erwirtschaften Mehrwert oder auch Gewinn, Ausschüttungen an Aktionäre mit kurzsichtigen Renditeerwartungen, Abfindungen für Versager in Millionenhöhe oder die überproportionale Einkommenserhöhung einer kleinen, aber einflussreichen Gruppe aus der Führungsetage oder des milliardenschweren Eigentümers, der sich mit der Zahlung von Mindestlöhnen an seine untersten Mitarbeiter schwertut, gezahlt werden oder alles in einen großen Topf kommt, der gewinnabwerfende Betrieb seinen Anteil für Investitionen erhält und mit den verbliebenen Mitteln alles Andere, was für das Funktionieren einer Gesellschaft notwendig ist, finanziert wird, aber nicht für private Bereicherungen in Größenordnungen eingesetzt wird.



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#44

RE: Abbau Ost?

in Leben in der DDR 12.11.2014 22:35
von diefenbaker | 585 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #43


Das würde bedeuten, daß jede Form von zusammengeschlossenen Produktionseinheiten, wie heute etwa die GmbHs aus den ehem. LPGs. Da haben zwar alle ihren genossenschaftlichen Anteil, aber entscheiden, was mit Gewinn geschieht, machen doch letztlich, auch wenn es Mitgliederrentscheide gibt, die Leiter dieser Einheit. Stell Dir vor, für jede, auch kleine Investition würde jeder Einzelne gefragt
Also für mich wäre es schon ein großer Unterschied, ob mit dem auch von mir erwirtschaften Mehrwert oder auch Gewinn, Ausschüttungen an Aktionäre mit kurzsichtigen Renditeerwartungen, Abfindungen für Versager in Millionenhöhe oder die überproportionale Einkommenserhöhung einer kleinen, aber einflussreichen Gruppe aus der Führungsetage oder des milliardenschweren Eigentümers, der sich mit der Zahlung von Mindestlöhnen an seine untersten Mitarbeiter schwertut, gezahlt werden oder alles in einen großen Topf kommt, der gewinnabwerfende Betrieb seinen Anteil für Investitionen erhält und mit den verbliebenen Mitteln alles Andere, was für das Funktionieren einer Gesellschaft notwendig ist, finanziert wird, aber nicht für private Bereicherungen in Größenordnungen eingesetzt wird.


Wenn wir im Augenblick einmal von den betrügerischen Gewinnverschiebungen oder -verrechnungen über Ländergrenzen hinweg absehen, geschieht genau das mit den verschiedenen Steuern und Abgaben, die von Betrieben auf Gewinne oder sogar nur auf den Umsatz abgeführt werden müssen. Und sekundär geschieht das noch einmal mit der Besteuerung der Arbeitnehmereinkommen.

Gruss Wolfgang



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