#101

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 09.11.2014 21:31
von Gelöschtes Mitglied
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Man darf das mit dem Asbest auch nicht zu verbissen sehen. Die Fasern sind zwar nicht ohne, werden aber nur beim Verarbeiten oder Bearbeiten freigesetzt. Wir werden in Zukunft noch ganz andere Probleme bekommen. Wenn ich da z.B. an den massiven Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung denke. Dann wundern wir uns wenn das Zeug im Ernstfall nicht mehr anschlägt. Dafür ist aber Fleisch heute so billig wie noch nie. Viele Zeitgenossen achten bei Industrieprodukten mehr auf Qualität als bei der Ernährung.

Der hesselfuchs


Hapedi und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#102

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 09.11.2014 21:38
von Rostocker | 7.723 Beiträge

Zitat von ek40 im Beitrag #99
Schei.e,ich habe in den 80er Jahren auch mit diesem Zeug zu tun gehabt.
Mit Asbest wurden die Bremsbacken für Krane belegt,egal ob für Hub,Katze,oder Kranfahrt.
Meist wurde jedoch nass gebohrt und genietet........

Wie verhält sich das überhaupt,wenn der Nachbar unmittelbar an der Grundstücksgrenze ein Asbestdach auf dem Schuppen hat,auf welchem Tannenzweige reiben?
Geht davon für uns Gefahr aus?
@Turmwache, kann man dagegen etwas unternehmen,oder muß man das so hinnehmen?

Gruß ek40


Also EK40--Ich habe mal gehört nach der Wende, das es eine Verordnung gab, wonach Asbestdächer (Wellasbest) mit einen Farbüberzug versehen werden musste.
Asbest gab es auch in den Bahnheizkörpern--Anfang der 90er-musste unser Betrieb eine neue Meisterei aufmachen. Als hunderte von Reisezugwagen zerlegt wurden. Beim Ausbau der Heizkörper musste Maske und so eine Art Schutzanzug getragen werden,das Aspest musste vor den Entnehmen mit Wasser besprüht werden und kam in große Plastiktüten.


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#103

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 09.11.2014 22:30
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von ek40 im Beitrag #99
Schei.e,ich habe in den 80er Jahren auch mit diesem Zeug zu tun gehabt.
Mit Asbest wurden die Bremsbacken für Krane belegt,egal ob für Hub,Katze,oder Kranfahrt.
Meist wurde jedoch nass gebohrt und genietet........

Wie verhält sich das überhaupt,wenn der Nachbar unmittelbar an der Grundstücksgrenze ein Asbestdach auf dem Schuppen hat,auf welchem Tannenzweige reiben?
Geht davon für uns Gefahr aus?
@Turmwache, kann man dagegen etwas unternehmen,oder muß man das so hinnehmen?

Gruß ek40


es gibt leider keine Verpflichtung vom Nachbarn das Dach zu tauschen. Wenn Tannenzweige darauf reiben besteht natürlich eine Gefahr. Ob es dich krankmacht erfährst du allerdings später.


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#104

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 09.11.2014 22:54
von Turmwache | 293 Beiträge

Zitat von ek40 im Beitrag #99
Schei.e,ich habe in den 80er Jahren auch mit diesem Zeug zu tun gehabt.
Mit Asbest wurden die Bremsbacken für Krane belegt,egal ob für Hub,Katze,oder Kranfahrt.
Meist wurde jedoch nass gebohrt und genietet........

Wie verhält sich das überhaupt,wenn der Nachbar unmittelbar an der Grundstücksgrenze ein Asbestdach auf dem Schuppen hat,auf welchem Tannenzweige reiben?
Geht davon für uns Gefahr aus?
@Turmwache, kann man dagegen etwas unternehmen,oder muß man das so hinnehmen?

Gruß ek40

Richtig beweisen - nachweisen kann man das nur mit einer Luftmessung, da werden Luftmengen in enem Gerät durch einen Filter gepustet und dann werden die Fasern quasi ausgezählt und dadurch; dem Luftdurchsatz und Anzahl der Fasern lässt sich die Belastung auf die Umwelt berechnen, so mal ganz einfach ausgedrückt.

so schreiben die Österreicher
==> Punkt 4 http://www.salzburg.gv.at/asbestinfo_merkblatt.pdf
..Schwach gebundener Asbest wie zB in Asbest-
schnüren, -dichtungen oder Spritzasbest gibt sehr leicht lungengängige Fasern ab.Ist Asbest in Form von Asbestzement (zB üblich in Dach- bzw Fassadenplatten) fest eingebunden, kann eine Faserfreisetzung nur un
ter bestimmten negativen Voraussetzungen, wie zB bei mechanischer Beanspruchung oder
Zerstörung erfolgen. Unter mechanischer
Beanspruchung oder Zerstörung sind ua das
Brechen, Sägen, Bohren oder Schleifen sol-
cher Platten zu verstehen. Solange diese Bauteile den bautechnischen Anforderungen
entsprechen, ist durch Verwitterungseinflüsse
mit nur geringer Faserfreisetzung zu rech-
nen.
Bei Außenluftmessungen in der Bundesrepublik
Deutschland und in Österreich konnten
in Bereichen mit und ohne Asbestzement
Bedachung keine wesentlichen Unterschiede
der Faserkonzentrationen festgestellt werden.
Andere Untersuchungen haben ergeben,
dass es bezüglich der Faserfreisetzung Unte
rschiede zwischen beschichteten und unbe-
schichteten Platten gibt. Bei beschichteten Pl
atten ist bei intakter Oberfläche unter norma-
len Umständen mit keiner Faserfreisetzung zu rechnen.
Unbeschichtete Dach- bzw Fassadenplatten un
terliegen wesentlich schneller einer Ober-
flächenkorrosion. Hier ist grundsätzlich vo
n einer Freisetzung von Asbestfasern auszu-
gehen. Routinemessungen haben ergeben, da
ss in unmittelbarer Nähe (1 bis 2 m) von
Fassadenplatten Asbestfaserkonzentrationen bi
s etwa 1000 Fasern/m³ auftreten können.
Im Abstand von 100 m wurden keine erhöhten
Faserkonzentrationen mehr festgestel

1. An Deiner Stelle würde ich mit dem Nachbarn sprechen - wenn die Basis da ist gemeinsam suchen nach Wegen den Ast zu kürzen, das Dach darf nur abgesammelt werden von Zweigen, Blättern, Tannenzapfen usw- nicht fegen kärchern usw.
Es gibt Anbieter/Hersteller von Dachbeschichtungen die auch einen Vorortmitarbeiter in der Region haben den bekommt man im Fachmarkt meistens vermittelt.
Remmers Chemie ist zB hier in BRB bei Bauking gelistet. Dieser Fachmarkt für Handwerker und Endverbraucher hat geschultes Verkaufs/Fachpersonal - Baumarkt würde ich in diesem Falle nicht empfehlen, immer einen Fachmarkt.
An Hand des Produktdatenblattes/ Sicherheitsdatenblattes bzw und dem Aussendienstler der Herstellerfirma gibt es die notwendigen Tipps.
2. Je nach Bundesland würde ich bei schlechter Nachbarschft erstmal bei einem Bauamt oder Umweltamt in der Nachbarstadt anrufen, die wissen bzw verweisen dann weiter welche Behörde im Streitfall - Emission von Asbestfasern - zuständig ist und von dort auch wie für in 1. beschrieben immer die notwendigen Gesetzestexte mir geben lassen.


zuletzt bearbeitet 09.11.2014 22:56 | nach oben springen

#105

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 09.11.2014 22:59
von Turmwache | 293 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #102
[quote=ek40|p407615]
Also EK40--Ich habe mal gehört nach der Wende, das es eine Verordnung gab, wonach Asbestdächer (Wellasbest) mit einen Farbüberzug versehen werden musste.
Asbest gab es auch in den Bahnheizkörpern--Anfang der 90er-musste unser Betrieb eine neue Meisterei aufmachen. Als hunderte von Reisezugwagen zerlegt wurden. Beim Ausbau der Heizkörper musste Maske und so eine Art Schutzanzug getragen werden,das Aspest musste vor den Entnehmen mit Wasser besprüht werden und kam in große Plastiktüten.


Das war ein Werbetrick der Fa. GETIFIX.
Es gibt und gab keine gesetzliche Grundlage dafür.


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#106

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 10.11.2014 18:22
von PF75 | 3.294 Beiträge

Asbestentsorgung habe ich auch schon mal mit erlebt,bei Sanierung eines bewohnten Wohnblocks.Im keller war Wärmedämmung an der Decke mit glatten Asbstplatten verkleidet.
Die entsoger liefen da unter Vollschutz im Keller rum,normale Arbeite duften da den Tag nicht rein,obwohl wir da auch arbeiten mußten.
Also die Jungs schleppten die Platten aus dem keller nach draußen ,stapelten sie dort erstmal (verpackt wurden sie später ) und nutzten sie in der Pause auch als Sitzgelegenheit bzw Tisch fürs Frühstück,dann aber ohne Vollschutz.


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#107

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 10.11.2014 18:27
von Turmwache | 293 Beiträge

Ich erinnere mich an ein Foto während meines lehrgangs dort hatte ein Raucher die Zigarette durch die Schutzmaske gebrannt - so konnte er auch während der Arbeit rauchen.


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#108

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 10.11.2014 18:44
von damals wars | 12.177 Beiträge

Gab es nicht auch Dichtungen für Rohrleitungen aus Asbest? Habe da so etwas in Erinnerung.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#109

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 10.11.2014 18:56
von rotrang (gelöscht)
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ss in unmittelbarer Nähe (1 bis 2 m) von
Fassadenplatten Asbestfaserkonzentrationen bi
s etwa 1000 Fasern/m³ auftreten können.
Was damaligen Vorschriften in der DDR entsprach., dieser Wert durfte nie überschritten werden, aber die Realität sah anders aus.


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#110

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 10.11.2014 19:06
von Gelöschtes Mitglied
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Werde mal auf unserem Bauamt nachfragen,wie das in unserer Stadt geregelt ist.

ek40


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#111

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 10.11.2014 19:22
von Vorwendezeittouri | 142 Beiträge

In der BRD "sickerten die Tatsachen der Katastrophe" wohl genauso zögerlich und langsam durch, wie wohl im DDR-Fernsehen auch (denke ich mal). Die Udssr wird es wohl "runtergespielt und verharmlost haben" zumindest in den ersten Stunden und Tagen dieses Super-GAU.
Ich weiß nur, dass '86 immer Becquerel und Rem (waren die damaligen Strahlungs-Messeinheiten) in den Nachrichten Thema war, nachdem verzögert das Ausmaß dieser Katastrophe von den russischen Medien bekannt wurde. Und es hieß immer, man darf keinen "Staub aufwirbeln" vom Boden (z.b. durch Fegen oder so) und man sollte das Gemüse im Garten nicht essen, wegen radioaktiver Belastung....


"Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!" (Fehlfarben, 1980)
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#112

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 10.11.2014 20:09
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Wenn Asbest nur transportiert wird und nicht gebohrt oder gesägt, geschliffen oder sonst irgendetwas, was sein Volumen verändert, geht davon auch keine Gefahr aus.


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#113

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 10.11.2014 20:25
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Chernobyl und Asbest , passen nicht zusammen . Asbest und die radiaktive Verseuchung sind zweierlei .
Asbestose , ist genauso gefährlich wie Silikose . In den monatlichen Arbeitschutzbelehrungen die wir damals in den Betrieben durchführen mußten , kam vierteljährlich mindestens ein Thema .
Industriesauger wie sie es heute gibt , wer hatte solche Gerätschaften ?. Wie oft wurde sich über die Vorsichtsmaßnahmen hinweg gesetzt. als ich 1976 einen Vorbau damit eindeckte . gab es zum Glück keine Winkelschleifer bei dem Dachdecker . dieser Bohrte zwar die Löcher , aber die Ecken wurden abgekniffen.
Im Betrieb bei der Reparatur von Bremsanlagen , Kupplungen , versuchten wir die Staubentwicklung so gering wie möglich zu halten .
Aber was wurde in der Öffentlichkeit an Asbest verarbeitet . Was neu eingedeckt wurde , nur Asbestplatten , an den Wänden auf den Dächern .
!976 bekamen wir in unserer Straße endlich eine Wasserleitung gelegt , Sie war aus ASBEST ,
Die Dichtungen in der Industrie / Kautasit ) Asbest .
Gleich nach der Wende sollten alle mit Asbest gedeckten Dächer beseitigt werden . da gibt es heute noch diese Endsorgungsfirmen , die kann man nicht bezahlen . Also alles auf den PKW -Anhänger, schön zu gedeckt und ab zur Kippe .Vor Jahren selber erlebt , die Platten angeliefert , 10 Euro den Hänger voll, hoch zur Abladestelle in der Müllkippe , da standen schon Transporter von Dachdeckerfirmen , die genau wie ich den Dreck anlieferten .
Wer zu genau ist , der wird noch bestraft .
ratata


zuletzt bearbeitet 10.11.2014 20:28 | nach oben springen

#114

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 10.11.2014 21:06
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Zitat von AkkuGK1 im Beitrag #1
wie wir ja alle wissen, gab es ja 1986 einen schweren Störfall im AKW Chernobyl - wie habt ihr den Zwischenfall erlebt, bzw. etwas mitbekommen?

ich hatte ein paar Tage danach UvD und unser stationär befestigter Atomwarner (Dat grüne Dingens mit dem weißen Stellring) fing in der Nacht an zu piepen, nach vollzogener Meldung kam der Befehl die Empfindlichkeit zu reduzieren. Dies haben wir 2 x gemacht und dann hieß es einpacken und ins Regiment zu schicken - die hätten einen Serienfehler. Wie stark war dann die Strahlung wenn die angesprochen haben? Kennt sich da wer aus?



Na fakt ist doch,das heute noch Wildschweine auf dem Muell landen und nicht verwendet werden duerfen weil eben b e l a s t e t und das fuer noch sehr lange Zeit!

Den Serienfehler hatten da noch ganz Andere!
Gruss BO


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#115

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 10.11.2014 21:11
von FRITZE (gelöscht)
avatar

Zuviel Bequerel ! ? Hier am schlimmsten in Rheinland-Pfalz !
Pilze (Hirschtrüffel ) sollen der Verursacher sein !


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#116

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 10.11.2014 21:13
von Mike59 | 7.969 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #114
Zitat von AkkuGK1 im Beitrag #1
wie wir ja alle wissen, gab es ja 1986 einen schweren Störfall im AKW Chernobyl - wie habt ihr den Zwischenfall erlebt, bzw. etwas mitbekommen?

ich hatte ein paar Tage danach UvD und unser stationär befestigter Atomwarner (Dat grüne Dingens mit dem weißen Stellring) fing in der Nacht an zu piepen, nach vollzogener Meldung kam der Befehl die Empfindlichkeit zu reduzieren. Dies haben wir 2 x gemacht und dann hieß es einpacken und ins Regiment zu schicken - die hätten einen Serienfehler. Wie stark war dann die Strahlung wenn die angesprochen haben? Kennt sich da wer aus?



Na fakt ist doch,das heute noch Wildschweine auf dem Muell landen und nicht verwendet werden duerfen weil eben b e l a s t e t und das fuer noch sehr lange Zeit!

Den Serienfehler hatten da noch ganz Andere!
Gruss BO


Standen die Dinger nicht auf Minimum? http://www.rwd-mb3.de/ftechnik/pages/rwa72.htm
Aber ich hatte mal ein Dosimeter beim Röntgen dabei, bei der Überprüfung (alle x Monate) wurden dann auch erhöhte Werte festgestellt. Nach der Ursache hat mich keiner gefragt, hab gleich ein neues bekommen.


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#117

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 10.11.2014 21:20
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Zitat von FRITZE im Beitrag #115
Zuviel Bequerel ! ? Hier am schlimmsten in Rheinland-Pfalz !
Pilze (Hirschtrüffel ) sollen der Verursacher sein !



Tja wie war das noch... Caesium 136 jibbett inne Natur nich,also nicht natuerlich sondern "Mensch gemacht"da ham wa wieder den Shit.
Die bayrische "Sau"iss eben ooch nich mehr dett watt se mal war

Das wird dauern,viele Zentauren!
Grussli BO


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#118

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 10.11.2014 23:26
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von PF75 im Beitrag #106
Asbestentsorgung habe ich auch schon mal mit erlebt,bei Sanierung eines bewohnten Wohnblocks.Im keller war Wärmedämmung an der Decke mit glatten Asbstplatten verkleidet.
Die entsoger liefen da unter Vollschutz im Keller rum,normale Arbeite duften da den Tag nicht rein,obwohl wir da auch arbeiten mußten.
Also die Jungs schleppten die Platten aus dem keller nach draußen ,stapelten sie dort erstmal (verpackt wurden sie später ) und nutzten sie in der Pause auch als Sitzgelegenheit bzw Tisch fürs Frühstück,dann aber ohne Vollschutz.


Wenn die unter Vollschutz rumliefen, war´s m.E. eine glatte Übertreibung des Arbeitsschutzes. Eine sehr gute Staubmaske (d agibt es Vorschriften wegen der Partikelgröße) hätte ausgereicht. Du könntest Dich nackich in Asbestmehl wälzen und es passiert nichts, wenn Du keinen Staub einatmest. Für meine Steinschneidarbeiten verwende ich eine FFP-3. Das ist so ziemlich das Beste für Stäube. Muß natürlich gut passen und keine Nebenluft reinlassen. Ich sehe das immer, wenn an einer Stelle die Innenseite der Maske bräunlich wird. Dann klebe ich noch mal extra einen ganz dünnen PU-Schaum-Steifen unter die Gummilippe und Ruhe ist.
Bei den Bandarbeitern/innen der Schuhindustrie in China, wo der Klebstoff aufgestrichen wird, mußte ich lachen. Damals wurde teilweise noch mit lösungsmitelklebstoff gearbeitet, später mit Syntheselatex. Die Frauen trugen alle Staubschutzmasken. Da gingen die Lösungsmittelgase ungehindert durch. Nunja, wenn man den Leuten etwas fachliches erzählt, glauben sie es wegen fehlendem besseren Wissen auch. Wahrscheinlich hatten sie gar keine andere Möglichkeit. Es war so angewiesen und basta. Wird bei den Asbestentsorgern ähnlich gewesen sein.



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#119

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 10.11.2014 23:29
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #108
Gab es nicht auch Dichtungen für Rohrleitungen aus Asbest? Habe da so etwas in Erinnerung.


Entscheidend ist immer, ob es zu Abrieb kommt (z.B. in Bremsbelägen) oder nicht. Asbesthaltige Dichtungen werden eingebaut und Ruhe ist. Erst bei der Demontage können aus den festgefressenen Dichtungen durch gewaltsame Demontage Stäube entstehen.



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#120

RE: Chernobyl

in DDR Staat und Regime 10.11.2014 23:36
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #113
Chernobyl und Asbest , passen nicht zusammen . Asbest und die radiaktive Verseuchung sind zweierlei .
Asbestose , ist genauso gefährlich wie Silikose . In den monatlichen Arbeitschutzbelehrungen die wir damals in den Betrieben durchführen mußten , kam vierteljährlich mindestens ein Thema .
Industriesauger wie sie es heute gibt , wer hatte solche Gerätschaften ?. Wie oft wurde sich über die Vorsichtsmaßnahmen hinweg gesetzt. als ich 1976 einen Vorbau damit eindeckte . gab es zum Glück keine Winkelschleifer bei dem Dachdecker . dieser Bohrte zwar die Löcher , aber die Ecken wurden abgekniffen.
Im Betrieb bei der Reparatur von Bremsanlagen , Kupplungen , versuchten wir die Staubentwicklung so gering wie möglich zu halten .
Aber was wurde in der Öffentlichkeit an Asbest verarbeitet . Was neu eingedeckt wurde , nur Asbestplatten , an den Wänden auf den Dächern .
!976 bekamen wir in unserer Straße endlich eine Wasserleitung gelegt , Sie war aus ASBEST ,
Die Dichtungen in der Industrie / Kautasit ) Asbest .
Gleich nach der Wende sollten alle mit Asbest gedeckten Dächer beseitigt werden . da gibt es heute noch diese Endsorgungsfirmen , die kann man nicht bezahlen . Also alles auf den PKW -Anhänger, schön zu gedeckt und ab zur Kippe .Vor Jahren selber erlebt , die Platten angeliefert , 10 Euro den Hänger voll, hoch zur Abladestelle in der Müllkippe , da standen schon Transporter von Dachdeckerfirmen , die genau wie ich den Dreck anlieferten .
Wer zu genau ist , der wird noch bestraft .
ratata



Will mich nicht wiederholen,aber genau zu dieser Problematik hatte ich in #93 und insbes. #98 was geschrieben.
Aber Du hast recht, wir sind mit dem Asbest zum ...zigsten Male wieder von Eingangsthema abgekommen. Irgendwie verselbständigt sich da immer was.



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