#161

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 16:29
von schnatterinchen (gelöscht)
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War nicht spätestens die Ausbürgerung von Biermann und Rudolf Bahros "Alternative" und die Reaktion der DDR Führung darauf ein Signal, das da etwas gewaltig schief läuft?


zuletzt bearbeitet 03.11.2014 17:31 | nach oben springen

#162

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 16:42
von Elch78 | 501 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #161
War nicht spätestens die Ausbürgerung von Biermann und Rudolf Bahros "Alternative" und die Reaktion der DDR Führung darauf kein Signal, das da etwas gewaltig schief läuft?


Dieser Signale hätte es gar nicht bedurft, um zu erkennen, daß etwas schief läuft.
Wer halbwegs bei Verstand war, konnte in seinem persönlichen Lebens- und Arbeitsumfeld diese Schieflage erkennen.

Warum wenig dagegen getan wurde?
Die Antworten finden wir in den vorhergehenden Beiträgen dieses Themas aufrichtig und verständlich dargestellt.

Die Ausbürgerung Biermanns und Bahros war für den Mann von der Straße sicher weniger bedeutsam als die Mängelerscheinungen in den Kaufhallen, den Produktionshindernissen in den Betrieben, der Niedergang der Bausubstanz am Wohnort, die Verseuchung von Teilen der Umwelt usw. Hier war für jedermann die Diskrepanz zwischen ND, KEvS, AK u. ä. einerseits und der Praxis andererseits deutlich.

Elch


"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"
DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#163

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 17:07
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Rainman2 im Beitrag #160
Zitat von Barbara im Beitrag #152
Ich sage mal sehr ketzerisch hinsichtlich der geposteten Beiträge von Vierkrug, Rainman und den anderen:

die SED hat zwar ein hohes Ziel verfolgt, aber nicht unbedingt das beste Personal in den eigenen Reihen dafür besetzt, so kommt mir das rüber. Denn diesen Widerspruch zwischen hoch qualifizierten und gleichzeitig politisch hoch motivierten Leuten, die dann widerum mit einer solchen Widersinngkeit konfrontiert sind kriege ich persönlich nicht aufgelöst.
.

Schwieriges Pflaster, Barbara, auf dem Du da bist.

Was ist "das beste Personal"? Wenn sich eine Hierarchie nach außen abschottet und nach innen zu hundert Prozent sichert, dann ist der Beste der, der sich störungsfrei einordnet. Das kann durchaus auch bedeuten, dass ein intelligenter und kritischer Kopf sich integriert, weil er "Notwendigkeiten" einsieht oder andere "Rücksichten" nimmt. Will sagen, es waren keine Dummen, die da saßen. Sie waren überzeugt und von ihrem Sendungsbewusstsein durchdrungen. Die Hierarchie der Parteinomenklatura, deren Kopf sie darstellten, schirmte sich immer mehr gegen Kritik von außen ab. Die Unfehlbarkeit einer wissenschaftlichen Weltanschauung wurde beschworen. Wieweit sie dadurch noch in der Lage waren, die Realitäten zu sehen, ist kaum zu sagen. Das Problem war nicht die Vergreisung, die sicher auch einiges beigetragen hat, das Problem war die Ablehnung von Kritik, Kritik im Sinne einer grundsätzlichen Infragestellung zentraler Prozesse. Ein Vorgang übrigens, der sich früher oder später in den Vorstand fast jedes kleinen Vereins schleicht. Zu diesem Zweck hat die Demokratie in ihrer repräsentativen Ausprägung (Polis) die Opposition erfunden. Oder mit Marx: An allem ist zu zweifeln - je nachdem, von welcher Seite man sich einer der vernünftigsten Einrichtung menschlicher Herrschaft nähern will. Die SED hatte zwar über das Prinzip des Demokratischen Zentralismus die Kritik als Möglichkeit der Meinungsäußerung vorgesehen und Kritik an regionalen Problemen wurde durchaus auch gern gesehen, aber grundsätzliche Kritik wurde de facto nicht zugelassen. Somit verriet die Führung selbst das grundlegende Prinzip der Arbeit der Partei, der sie vorstand. Wer versuchte, das zu kritisieren, wurde, wie auch immer, aus der Nomenklatura entfernt.

Vor ein paar Jahren stellten mich Freunde in einem Pub in Glasgow einem alten Veteran der Gewerkschaftsbewegung vor. Als er hörte, wer und was ich war, grinste er kurz auf, griff zu seinem Bier und sagte dann "Ach, Ihr verdammten Bastarde, ihr hattet alles, wovon wir hier geträumt haben. Einen eigenen Staat, die Macht, die Produktionsmittel und sogar die Waffen, das zu schützen. Warum habt Ihr das nur einfach so wieder aus der Hand nehmen lassen?" Ich rang mit einer kurzen Antwort. Er würgte mich ab, klopfte mir auf die Schulter: "Ist schon gut, ich weiß schon". Die Frage blieb bei mir. Heute würde ich vielleicht antworten: Weil uns die Fähigkeit zur Kritik haben nehmen lassen und weil wir, schlimmer noch, auch anderen das Recht und die Fähigkeit dazu absprechen wollten.

ciao Rainman




Ich weiß Rainman, das mit dem schwierigen Pflaster, ich schrieb ja schonmal oben etwas bzgl. der "Verselbständigung von System", das heißt, das System wird wichtiger, als die die es betrifft, und koppelt sich sowohl von den realen Bedürfnissen als auch evidenten Erfodernissen ab. Das ist inzwischen für mich die zentrale Lehre aus euren Erfahrungen
Für mich bedeutet das, dass selbst die beste Idee und die besten Köpfe, die sie umsetzen wollen, eines außersystemischen Regulativs bedürfen. Wie das in einer marxistischen Staatsphilosphie umsetzbar wäre - hier setzt nun endgültig meine Überforderung ein.
.
Ich hoffe, dass du mit dem alten Schottten ein richtig gutes Bier getrunken hast.
.


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#164

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 18:29
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #163
... Ich weiß Rainman, das mit dem schwierigen Pflaster, ich schrieb ja schonmal oben etwas bzgl. der "Verselbständigung von System", das heißt, das System wird wichtiger, als die die es betrifft, und koppelt sich sowohl von den realen Bedürfnissen als auch evidenten Erfodernissen ab. Das ist inzwischen für mich die zentrale Lehre aus euren Erfahrungen
Für mich bedeutet das, dass selbst die beste Idee und die besten Köpfe, die sie umsetzen wollen, eines außersystemischen Regulativs bedürfen. Wie das in einer marxistischen Staatsphilosphie umsetzbar wäre - hier setzt nun endgültig meine Überforderung ein.
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Ich hoffe, dass du mit dem alten Schottten ein richtig gutes Bier getrunken hast.
.


Wir sollten es als eine Lehre betrachten, dass die anhaltende Herrschaft einer einzelnen Partei die Zerstörung der Demokratie in der Gesellschaft zur Folge hat. Der gesellschaftliche Streit um die Überwindung von Missständen und die Bewältigung von Herausforderungen bedarf einer Führung genauso, wie einer Opposition. Was sich bei Marx als die Erfahrung der französischen Revolution findet, dass der Terror einer Revolution schnellstens überwunden wird, indem die Macht in die Hände einer führenden Kraft, die eine Repräsentanz der Mehrheit darstellt, gelegt wird - der Partei der Arbeiterklasse - das war ein Wunschdenken. Die Praxis hat gezeigt, dass die Negierung oder Auslöschung jeglicher Opposition die Macht entarten lässt. Während zu Zeiten von Marx und Lenin eine Revolution proletarischer Massen noch eine reale Alternative zur Entartung des Kapitalismus und Imperialismus darstellte, stehen wir heute vor der Tatsache, dass in der westlichen Welt eine Verschmelzung von Bürgertum und Proletariat stattgefunden hat. Mit einer Riesterrente wird der Prolet zum Ausbeuter, genauso wie mit einem Arbeitsvertrag ein Manager zum Proleten wird. Das Einfrieren der Lehren von Marx, Engels und Lenin zum Dogma über die Zeit des real existierenden Sozialismus hinweg, ist ein herber Zeitverlust in der Entwicklung alternativer Gesellschaftsszenarien.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


eisenringtheo, schulzi und Elch78 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.11.2014 18:29 | nach oben springen

#165

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 18:36
von Barbara (gelöscht)
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Ich höre zu.


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#166

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 18:54
von schulzi | 1.764 Beiträge

Stimmt,den mit einen Arbeitsvertrag ist auch ein Manager ein" Doppelt freier Lohnarbeiter"


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#167

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 18:58
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Ich bin die Antwort auf die Frage nach dem alten Schotten noch schuldig. Dieser alte, fast zahnlose Typ, mit den unzähligen Lachfalten, trotz oder wegen seines ereignisreichen Lebens, hat mich nie so richtig zur Ruhe kommen lassen. Wir haben natürlich einen getrunken, ich glaube, da war auch der eine oder andere Whiskey dabei. Was sonst soll man mit einem alten Schotten tun, der gerade nicht kämpft, schläft, Musik macht, Röcke häkelt, Rugby spielt oder streitet?


ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.11.2014 18:58 | nach oben springen

#168

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 19:09
von Gelöschtes Mitglied
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Jetzt frische ich die Diskussion mal auf, in dem ich nach einer für die ganze Gesellschaft begehbaren Alternative zur jetzigen Gesellschafts- und natürlich Wirtschaftsform frage?
Wir sind sowieso weit OT...

Wie heißt es so schön: Nur ernstgemeinte Zuschriften erbeten!

VG Klaus


Georg hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#169

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 19:13
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

Das muß allgemeinverträglich erfolgen.

Keine "Laborversuche" an "Versuchskaninchen" mehr, die nach Jahrzehnten scheitern.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#170

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 19:33
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #168
Jetzt frische ich die Diskussion mal auf, in dem ich nach einer für die ganze Gesellschaft begehbaren Alternative zur jetzigen Gesellschafts- und natürlich Wirtschaftsform frage?
Wir sind sowieso weit OT...

Wie heißt es so schön: Nur ernstgemeinte Zuschriften erbeten!

VG Klaus

Sozialismus ohne "Diktatur" (16)
Kapitalismus - Verbrechen gegen die Menschheit (4)
Für viele bleibt auf jeden Fall eines von der DDR-Die BRD muss böse sein. (4)
Kommunismus, was ist das eigentlich? (13)
Überzeugte Kommunisten in der DDR bis heute (13)
West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989 (19)
Nur eine kleine Auswahl, aber eine Menge ernstgemeinter Zuschriften ...
Sorry für mein OT!

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#171

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 19:47
von Gelöschtes Mitglied
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Nee, nee, @Rainman2 , ist zwar gut und zweckmäßig gemeint mit den eingestellten Links, ich allerdings erwarte stichhaltige direkte Antworten auf die aufgeworfene Frage.

Das Verlinken heute ist vielleicht mit Abstrichen vergleichbar mit den damaligen Verweisen auf Zitate der Klassiker, nicht im Inhalt, aber in der Form, die, und das kritisiere ich, abwürgend, ja das Unerwünschte in der Diskussion verhindern soll?

Ich meine das nicht zynisch, aber mich würden Gedankengänge, die direkt die von mir aufgeworfenen Frage behandeln, interessieren.

VG Klaus


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#172

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 20:03
von 94 | 10.792 Beiträge

Sach ma Huf, kann es sein das es Dir ä bissel an Medienkompetenz mangelt?
Also falls es Deine Absicht sein sollte, hier eine fruchtbaren Gedankenaustausch in Gang zu bekommen, na dann sei Dir gesagt ... sooo wird dat nix. Also vergisses, Frontalunterricht war gestern. Da mußte schon mal bissel ran, mal übern Tellerrand gucken und dazu auch mal einen Link anklicken und dann noch ä bissel lesen. Oder willste jetzt auf Gert-Niveau weitermachen, so als bekennender Link-Anklick-Verweigerer?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#173

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 20:13
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #171
Nee, nee, @ Rainman2 , ist zwar gut und zweckmäßig gemeint mit den eingestellten Links, ich allerdings erwarte stichhaltige direkte Antworten auf die aufgeworfene Frage.

Das Verlinken heute ist vielleicht mit Abstrichen vergleichbar mit den damaligen Verweisen auf Zitate der Klassiker, nicht im Inhalt, aber in der Form, die, und das kritisiere ich, abwürgend, ja das Unerwünschte in der Diskussion verhindern soll?

Ich meine das nicht zynisch, aber mich würden Gedankengänge, die direkt die von mir aufgeworfenen Frage behandeln, interessieren.

VG Klaus

Hallo Klaus,

die Links waren nicht abwürgend oder abschmetternd gemeint. Tut mir leid, wenn ich das so rübergebracht haben sollte.

Zu Deiner konkreten Frage kann ich im Moment nichts beitragen. Ich habe keine wirkliche Idee dazu. Es gibt einzelne Bilderchen, die sich aber nicht so recht fügen.

Ich würde auch vorschlagen, dass wir zu Deiner Frage einen neuen Thread aufmachen. Klar, wir haben uns hier schon etwas von der eigentlichen Fragestellung entfernt, wobei es mir opportun erscheint, im Zusammenhang mit der SED-Mitgliedersuche eben auch über die Rolle einer marxistisch-leninistischen Partei in der Geschichte zu reden.

Ist nur ein Vorschlag. Ich denke, es gibt zu der von Dir gestellten Frage immer wieder Diskussionsbedarf.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#174

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 20:17
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von 94 im Beitrag #172
Sach ma Huf, kann es sein das es Dir ä bissel an Medienkompetenz mangelt?
Also falls es Deine Absicht sein sollte, hier eine fruchtbaren Gedankenaustausch in Gang zu bekommen, na dann sei Dir gesagt ... sooo wird dat nix. Also vergisses, Frontalunterricht war gestern. Da mußte schon mal bissel ran, mal übern Tellerrand gucken und dazu auch mal einen Link anklicken und dann noch ä bissel lesen. Oder willste jetzt auf Gert-Niveau weitermachen, so als bekennender Link-Anklick-Verweigerer?



Hätte mir das Zusammentreffen an dieser Stelle und zu diesem Thema gern erspart mit Dir...
Dass Du in diesem Forum "erheitern wollend", "auf Kosten aktiv schreibender User Effekte erhaschend" und bewusst " zynisch und unerträglich herablassend" reagierende, jedoch zu keiner Zeit agierende Beiträge schreibst, ist inzwischen Dein Markenzeichen!
Demzufolge einigen wir uns bitte darauf, dass wir uns hier und im realen Leben künftig aus dem Weg gehen werden, weil, ... diese Begründung darfst Du Dir gern auf Anforderung per PN bei mir abholen!

Klaus


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#175

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 20:24
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Rainman2 im Beitrag #173
Zitat von Hufklaus im Beitrag #171
Nee, nee, @ Rainman2 , ist zwar gut und zweckmäßig gemeint mit den eingestellten Links, ich allerdings erwarte stichhaltige direkte Antworten auf die aufgeworfene Frage.

Das Verlinken heute ist vielleicht mit Abstrichen vergleichbar mit den damaligen Verweisen auf Zitate der Klassiker, nicht im Inhalt, aber in der Form, die, und das kritisiere ich, abwürgend, ja das Unerwünschte in der Diskussion verhindern soll?

Ich meine das nicht zynisch, aber mich würden Gedankengänge, die direkt die von mir aufgeworfenen Frage behandeln, interessieren.

VG Klaus

Hallo Klaus,

die Links waren nicht abwürgend oder abschmetternd gemeint. Tut mir leid, wenn ich das so rübergebracht haben sollte.

Zu Deiner konkreten Frage kann ich im Moment nichts beitragen. Ich habe keine wirkliche Idee dazu. Es gibt einzelne Bilderchen, die sich aber nicht so recht fügen.

Ich würde auch vorschlagen, dass wir zu Deiner Frage einen neuen Thread aufmachen. Klar, wir haben uns hier schon etwas von der eigentlichen Fragestellung entfernt, wobei es mir opportun erscheint, im Zusammenhang mit der SED-Mitgliedersuche eben auch über die Rolle einer marxistisch-leninistischen Partei in der Geschichte zu reden.

Ist nur ein Vorschlag. Ich denke, es gibt zu der von Dir gestellten Frage immer wieder Diskussionsbedarf.

ciao Rainman



Naja, hätte es die vorangegangene schwachsinnige Störung eines... nicht gegeben, worauf ich eigentlich hinaus wollte, wann schreibt hier endlich einer der Interessierten, dass dieses Thema das Forum, das Schriftliche sprengt? Es wird doch wohl erkenntlich sein, dass die zu erwartende Diskussion an der Tastatur kaum noch zu bewältigen ist? Also, kann man doch mal ganz vorsichtig versuchen, einen Themenabend, locker, keine Parteiversammlung im Realleben zu besprechen? Vielleicht ist so etwas ja mal denkbar, allerdings schwer zu realisieren, das gebe ich zu.

Was soll´s, das Interesse ist ja wohl vorhanden?

VG Klaus


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#176

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 20:25
von FRITZE (gelöscht)
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Oh was sin mer heut wieder empfindlich ! Die alten Männer wollen bedient werden ,aber nicht gekränkt !
Wasch mir den Puckel ,aber mach mich nicht nass !

Und der 94er trägt wenigstens öfters Mal zur Erfrischung mit kaberettistischen Einlagen bei ,daher sei ihm auch gelegentilche Korinthennascherei verziehen !
Aber auch Spass will erschtamol verstanden sein !


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#177

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 20:27
von Gelöschtes Mitglied
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Einer versteht, der andere mehr, und manch einer versteht gewisse Dinge, nicht nur hier, sondern damit im Realleben verbundene Dinge noch besser...

VG Klaus


94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#178

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 20:35
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #175
Was soll´s, das Interesse ist ja wohl vorhanden?

Na dann komm Du doch mal zur Weihnachtsfeier, auf geht's!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 03.11.2014 20:35 | nach oben springen

#179

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 20:52
von Moskwitschka (gelöscht)
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@Hufklaus Nicht das schriftliche sprengt die Diskussion im Forum. Das Tempo , dass uns die modernen Kommunikationsmittel bieten.

Wie war das vor 100 Jahren? Da schrieb man sich Briefe. (Bei mir läuft nebenbei ein e Doku über Rosa Luxemburg) Briefe las man mehrmals. Und bevor man antwortete, hat man nachgedacht, bevor man Tinte verbrauchte. Und nicht ganz unwesentlich - man wollte die Antwort inhaltlich auf den Punkt bringen. Es musste Bestand haben - für den Schreiber selbst. Was der Leser dann machte - schon fast zweitrangig - wenn die Gedanken und Ideen überzeiúgend waren.

Heute ergibt man sich mehr oder weniger dem Zwang auf Fingerschnippen zu reagieren. Alles muss schnell gehen. Dabei gehen Inhalte unter. Ein wenig Entschleunigung beim Lesen und Schreiben würde uns allen gut tun.

LG von der Moskwitschka


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#180

RE: SED-Mitgliedersuche!

in DDR Politik Presse 03.11.2014 21:06
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Interessant für mich wohin sich die Diskussion entwickelt.
Ausgangspunkt ist eine Faksimile eines Rundschreibens des SED Kreisverbandes Sonneberg aus dem Jahre 1946 in dem unter Anderen ehemaligen Mitläufern im NS Staat gesagt wird bei uns könnt ihr mithelfen die Ideale zu verwirklichen die Euch die NS Führer versprachen .....

Persönlich halte ich das Dokument aus heutiger Sicht, nun ja, für reichlich Naiv und ich vermute mal das sich der Kreisverband Sonneberg da ein wenig weit aus dem Fenster gelehnt hat.
Mir ist nicht bekannt das solche "Werbeaktionen" in dieser Art und Weise auf Landesebene oder gar auf zentraler Parteileitungsebene beschlossen wurden. Aber mir nicht bekannt, bedeutet natürlich nicht das durchaus die Möglichkeit bestand das es solche Aktionen in ähnlicher Art gab.

Es wurde damals, gerade in den Jahren 1946/47, und das weiß ich noch von meinen Eltern, in der Bevölkerung sehr für die Ziele der SED und der aktiven Mitwirkung bei deren Verwirklichung geworben.
Das sprach durchaus eine breite Schicht der Bevölkerung an. In diesem Zusammenhang fällt mir auch das Buch "Wir wollten ein anderes Land", ISBN: 978-3-426-27530-6 (Leseprobe) ein.
Beispielhaft für den Lebensweg der Generation meiner Eltern der so ähnlich, wie im Buch geschildert, verlief.
Beschrieben wird der Traum von einem besseren Land, einem anderen Deutschland. Der Traum zerbricht, noch bevor das Land, das besser sein sollte, zugrunde ging.

Zu ergründen was hat diese Menschen angetrieben an diesem Traum festzuhalten, in ihm vielleicht ihre Ideale eines Tages verwirklicht zu sehen ist mir wichtig und nicht mich im Nachgang darüber lustig zu machen.
Was trieb Menschen an weiterhin an die Möglichkeit der Errichtung einer besseren Gesellschaft festzuhalten wenn sie von Vertretern genau dieser "Erbauer"; ich denke jetzt speziell an deutsche Kommunisten welche in den 30ger Jahren in die UdSSR emigrierten oder deren Eltern, für zig Jahre in Lager gesperrt wurden, anschließend in der Gegend in der "freien" Verbannung festsaßen und denen es erst Mitte der 50 Jahre gelang nach Deutschland zurückzukehren.
Wobei sie noch Glück hatten das sie plötzlich weder an Trotzkismus oder später an Komopolitismus verstorben sind und trotzdem weiterhin unerschütterlich an ihren Idealen festhielten.

Damit kann ich auch nur einen zweiten, wie ich allerdings finde wichtigen Themenkomplex anreißen. Der Begriff 'Parteidisziplin' wurde bereits erwähnt.
Um diese Parteidisziplin durchzusetzen wurden in periodischen Abständen Säuberungsaktionen durchgeführt. Allen ist mehr oder minder der Begriff "großer Terror" aus den 30ger Jahren in der UdSSR bekannt in dessen Zeit eine Terrorwelle mit hunderttausenden Toten das Land überrollte. Es konnte wahllos jeden Treffen und es war nicht die einzige, landesweite Säuberung in der Geschichte dieses Landes.
Das "Neue" am großen Terror und danach war das die finale Säuberung auch die Partei traf. Im Zuge dieses Wütens gegen die eigene Partei wurden so gut wie alle der noch lebenden sogenannten Alt-Bolschewiki eliminiert und zusätzlich dazu diejenigen welche der aktuellen Führungsclique gefährlich werden konnten.
Die "frei" gewordenen Stellen wurden mit Kadern der ehemals zweiten und/oder dritten Garnitur besetzt, welche sich vor allem durch eine kritiklose Ergebenheit gegenüber der Parteiführung auszeichneten, denn alles was sie waren und wurden hatten sie der Gunst der Partei zu verdanken.

Ähnliche Tendenzen zeigten sich auch gerade in den 40ger und 50ger Jahren in der DDR gemäß dem Vorgehen des großen "Vorbildes".
Schaue ich mir die damalige Führungsriege an, so waren in ihr die Genossen welche in Deutschland im KZ saßen oder ins westliche Ausland emigriert nicht sehr zahlreich vertreten. Sie waren, wenn überhaupt, mit Posten in der zweiten und dritten Reihe ohne großen Einfluß abgespeist worden.
In der Parteiführung saßen die Funktionäre welche die Stürme der Säuberungen überlebt haben. Die die sich am besten anpassen konnten und das mußten nicht unbedingt die Besten gewesen sein.

Die Illusion das ich durch Parteieintritt, weil die postulierten Ziele der Partei mit den eigenen, persönlichen Idealen von einer besseren, gerechteren Gesellschaft übereinstimmten, etwas zum Guten, Positiven hätte ändern können zerplatzte sehr schnell.
Marx wurde, neben Lenin, als fast Gottvater der marxistischen Dreifaltigkeit, zu jeder Gelegenheit zitiert.
Ich behaupte mal, alle kannten irgendwelche Marx-Zitate, nur wer hat ihn wirklich gelesen?
Wenn ich mir Heute zum Beispiel die ab 1974 ? gültigen Lehrbücher für das M/L Grundlagenstudium, Philosophie, Politische Ökonomie und wissenschaftlicher Sozialismus(kurz mal Kommunismus geheißen; als Lehrfach) ansehe könnte ich ketzerisch drauf schreiben, wie es heute Bücher für jede Lebenslage gibt; Marx für Dummies.

Marx hat, um bei ihm zu bleiben, das ihm damalige bekannte Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell hervorragend analisiert und aus seinen wirtschaftsgeschichtlichen Studien die Schlüsse gezogen das jede spezielle Produktionsform einen speziellen politischen Überbau braucht und auch hatte.

Ebenso das mit dem Kapitalismus, der entsprechenden bürgerlichen Demokratie als politisches Pedant zur Ökonomie, nicht das Ende der Fahnenstange der gesellschaftlichen Entwicklung erreicht sei.
Was Marx und Engels allerdings nicht gemacht haben, sie haben keine Theorie erstellt wie der oder ein Sozialismus auszusehen hat.
Das war auch der große Kummer der Parteifunktionäre und teilweise auch der Poilt-Ökonomen. Den Kapitalismus konnten sie dank Marx'scher Hilfe hervorragend sezieren und zerlegen, nur über die Machbarkeit eines Sozialismus mußten sie sich selber etwas einfallen lassen.
Und damit nahm das Unglück in Gestalt eines gewissen Lenins und später des Totengräbers der sozialistischen Idee, Stalin, seinen Lauf.

Marx ging zumindest davon aus das die Wirtschaftliche, also die ökonomische Basis zwingend vorhanden sein muß um dieser einen adäquaten politischen Überbau, sprich neue Staats- und Eigentumsformen, gegenüber zustellen damit beide zusammen harmonieren.
Der Massenproduktion welche historische Staatsgrenzen sprengt muß also von einem politisches System gelenkt und geleitet werden welches die Zwänge des Nationalstaates hinter sich lässt und global agiert. - Denkanstoß; Absterben des bürgerlichen Staates -

Nun waren aber einige Radikalkommunisten oder wie sie einer nannte; Schweizer Cafe Haus Kommunisten; der Meinung wenn sie als erstes das neue politische System der 'Diktatur des Proletariats' schaffen wird das mit der entsprechenden ökonomischen Basis schon irgendwann mal was.

Mit Brachialgewalt wurde ein rückständiges, vorwiegendes Agrarland in die Liga der Industriestaaten katapultiert.
Unter unsagbaren Entbehrungen und riesigen Opfern erschufen die Menschen innerhalb kürzester Zeit im Land eine industrielle Basis.
- Die Alte lag nach Jahren des Bürgerkriegs entweder zerstört am Boden oder existierte nur noch rudimentär. ebenso die Landwirtschaft, einmal entsprach die russische Form der Landwirtschaft nicht den Erfordernissen der Zeit; bereits zur Zarenzeit erkannt; und andererseits durch die Enteignung der großen Güter, der Enteignung der Bauernschaft und deren Rückführung in eine defacto staatliche Leibeigenschaft oder Sklaverei schadete diese Nachhaltig. Die russische Landwirtschaft erholte sich von diesem Vorgehen bis jetzt nicht. Die Vorkriegsproduktion (Erster Weltkrieg) wurde erst wieder Ende der dreissiger Jahr erreicht. -

Dieses gewaltige Experiment der Schaffung einer neuen, gerechten Gesellschaft hatte damals durchaus eine gewisse Strahlkraft auf die restliche Welt und es begeisterten sich nicht nur Arbeiter sondern auch zahlreiche Intellektuelle dafür.
Ob sie die einsetzende Erstarrung, das Errichten des Dogmas das die Partei als "kollektives Führungselement" sich nie irren kann, die bereits durch Lenin gewaltsam unterbundenen Fraktionskämpfe innerhalb der Partei nicht gesehen haben oder nicht sehen wollten will ich nicht weiter vertiefen.

Die Schieflage der Partei, das messen an der Umsetzung ihrer Ideen und Ideale in der Praxis, begann bereits spätestens 1918. Bis Anfang der Zwanziger kämpfte sie wahrlich um ihr physisches Überleben.
Überlebt hat sie letztendlich indem sie jegliches Abweichlertum in den eigenen Reihen ausmerzte. Dieses versuchte sie dann auf den Rest der Bevölkerung auszudehnen.
Die Partei verwandelte sich in diesem Prozess vom Anspruch die Avantgarde der fortschrittlichen Kräfte zu sein zu einer straff durchorganisierten, nach außen abgeschotteten Kaderpartei welche sich im Verlauf ihrer Existenz auch vornehmlich selbst reproduzierte.

Die KPdSU war die Blaupause für alle anderen Kommunistischen Parteien der sogenannten Partei neuen Typs.
Um die anderen Parteien damals zu Kontrollieren gab es die Komintern und ein Dimitroff hatte dafür zu sorgen das sie auf der vorgegebenen Linie blieben. Wer es wagte da Abzuweichen um den war es geschehen, der verschwand in den weiten Sibiriens ohne Recht auf Briefempfang (sprich er wurde erschossen)
Überlebt hatten das wie gesagt die skrupellosesten und gleichzeitig anpassungsfähigsten Funktionäre und Kader in den diversen kommunistischen Kaderparteien.
Und genau diesen wurde mit Stalins Gnaden nach 1945 die Macht über einen Teil Deutschland in die Hände gelegt.

Aus vielen Gründen auf die ich ebenfalls nicht näher eingehen möchte fegten durch Ostdeutschland und später durch die DDR nicht ähnlich brutale Säuberungsaktionen wie in Ungarn, der Tschechei oder Polen. In der DDR verstarb in der Zeit zwischen 1947 und 1953 meines Wissens kein hoher Funktionär plötzlich an Kosmopoltismus wie in genannten Ländern. Vielleicht auch weil sie ihr Heil durch die Flucht ins andere Deutschland suchten und fanden.

Nicht alles was dann im Staate DDR an der Macht war gehörte zur strammen Funktionärs und Kader Riege die zwar nen Marx Zitat kannten aber ihn ansonsten nie gelesen hatten und ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse hielten sich teilweise auch in Grenzen.
Es gab auch sehr löbliche Ausnahmen, meist im Bereich der praktischen Wirtschaft.
Die Anderen, Hauptsache der Partei ergeben, das war der Dreh- und Angelpunkt.

E. H. hat damals zwischen 1930/32 mit in Magnitogorsk mitgewirkt. Vielleicht hat er wie viele zig Tausende auch entbehrungsreich in erbärmlichen Baracken oder gar Erdlöchern als Unterkunft gehaust und begeistert am Kommunismus mitgebaut.
Auch darüber gibt es, nicht die Bio von E. H., ausreichend Material unter welchen Bedingungen damals dort gebaut wurde. Da wird einem schwindlig das Menschen diese Strapazen freiwillig, außer den Lagerhäftlingen, über Monate und Jahre mitmachten ....

Diese Ideale, die Selbstlosigkeit, dieser persönliche Verzicht war das alles überstrahlende Ideal für den Aufbau der neuen Gesellschaft.
Die Masse leidet und verzichtet damit es den Nachgeborenen irgendwann mal besser ginge war,wie es scheint, das gesellschaftliche Credo.

Nur spielte da die Masse des Volkes irgendwann nicht mehr mit.
Mit Mangel kann man sich arrangieren aber nicht mehr wenn Mangel zur Wirtschafts- und Staatsform wird und keine alternative in Sicht ist.
Und mit Mangel meine ich nicht nur den Mangel an materiellen, es war auch der Mangel an geistiger Vielfalt. Einfach um mal das meiner Meinung überstrapazierte Wort 'Freiheit' zu vermeiden.
Kein Ausprobieren von anderen Lebensentwürfen sondern nur stur dem vorgegebenen Weg folgen um ja nicht in den Verdacht zu kommen abzuweichen und vor allem dankbar dem Staat, der Partei und deren führenden Persönlichkeiten zu sein die mir das alles ermöglichten.

Sozialismus? Diktatur der Proletariats? Das Volk ist Eigentümer? Von was denn bitte?
Zum lachen. Das Volk gehörte einer absolutistisch herrschenden und diktatorisch regierenden Funktionärskaste einer Partei welche sich selbstherrlich und ohne mehrheitliche Legitimation durch das Volk für sich in Anspruch nahm ebendieses Volk mittels feudalistisch geprägtem Anspruch wie mit dem Volke umzugehen sei dieses meinte regieren zu müssen und es auch genauso tat.

Das was wir in der DDR erlebt haben war wohl mehr eine neofeudalistische, absolutistische Staatsform ohne Gewaltenteilung welche durch die Partei und ihren alles überragenden Führer repräsentiert wurde. Das hatte noch nicht einmal ansatzweise etwas mit Sozialismus zu tun.

Die PM (Produktionsmittel) gehörten nicht wie behauptet dem Volke sondern dem Staat und er hat sie dazu genutzt um seine Bedürfnisse zu befriedigen; die da wären der Schutz und die Sicherung bestehender Machtverhältnisse und nicht das was normalerweise auch Ziel einer Produktion sein sollte, nämlich Konsum und Verbrauch zu Reproduktion der Arbeitskraft.
Das fiel zum Glück für die Bevölkerung auch noch ab.
- Wie sang Reinhold Andert so schön? "Wir produzieren für den Bevölkerungsbedarf! Also für Neckermann und die SU." -

Ein Staat dessen Machtapparat eine alle Bereiche durchdringende Partei ist die alles was nicht niet und Nagelfest ist, einschließlich Menschen, gewinnbringend verscherbelt um die eigene Macht zu finanzieren und zu erhalten sollte sich nicht unbedingt sozialistisch, humanistisch und demokratisch nennen.


Das Kollektivismus, mit dem die gesichtslose Masse über das Individuum gestellt wurde, ebenfalls ein gesellschaftliches Ideal der neuen Gesellschaft war ist in diesem Zusammenhang fast marginal.

Soweit erstmal meine etwas unsortierten Gedanken nicht unbedingt zum Ausgangsthema aber zu den vielen hier bereits geschriebenen guten Gedanken, was darf, was kann, was soll eine Partei repräsentieren welche an sich selbst den Anspruch hat der fortschrittlichste Teil des fortschrittlichsten Teiles der Menschheit, nämlich der Arbeiterklasse zu sein.
Wobei das mit der Arbeiterklasse heutzutage auch wieder so ein Ding ist. Was ist, wer ist heute Arbeiterklasse? Oder sollten wir doch lieber die Klassendefinition über Bord werfen und von sozialen Schichten sprechen wie es vereinzelt Ökonomen und Sozialwissenschaftler vorschlagen?
Ein weites Feld des Nachdenkens und der Auseinandersetzung.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

IM Kressin, 94, Rainman2, furry, exgakl, Stringer49, Damals87 und josy95 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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