#1

War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 10:14
von Schlutup | 4.103 Beiträge

Moin Moin,
ich hätte da mal eine Frage war Nachtangeln in der DDR verboten?

danke Schlutup



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#2

RE: War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 10:17
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen,....
Man brauchte eine sogenannte "Nachtangelmarke".
Verboten also nicht, sondern "erlaubnispflichtig". ----"Petri"---
73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#3

RE: War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 11:18
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

ansonsten (ohne Nachtangelberechtigungsmarke) war es so geregelt: man konnte von eine Std. vor Sonnenaufgang bis eine Std. nach Sonnenuntergang angeln.
Diese Marken waren heißbegehrt weil es nie genug dieser Marken gab, jedenfalls in unserem Verein. alle anderen Marken wie Raubfisch, Salmoniden usw. hatte man ohne weiteres erhalten, natürlich nur wenn man entsprechende Prüfungen abgelegt hat. Diese hießen z.B. Raubfischqualifikation.

gruß h.


josy95 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#4

RE: War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 11:20
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #3
ansonsten (ohne Nachtangelberechtigungsmarke) war es so geregelt: man konnte von eine Std. vor Sonnenaufgang bis eine Std. nach Sonnenuntergang angeln.
Diese Marken waren heißbegehrt weil es nie genug dieser Marken gab, jedenfalls in unserem Verein. alle anderen Marken wie Raubfisch, Salmoniden usw. hatte man ohne weiteres erhalten, natürlich nur wenn man entsprechende Prüfungen abgelegt hat. Diese hießen z.B. Raubfischqualifikation.

gruß h.



Ab wann wurden diese Nachtangelmarken eingeführt?

seaman


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#5

RE: War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 11:26
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #4
Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #3
ansonsten (ohne Nachtangelberechtigungsmarke) war es so geregelt: man konnte von eine Std. vor Sonnenaufgang bis eine Std. nach Sonnenuntergang angeln.
Diese Marken waren heißbegehrt weil es nie genug dieser Marken gab, jedenfalls in unserem Verein. alle anderen Marken wie Raubfisch, Salmoniden usw. hatte man ohne weiteres erhalten, natürlich nur wenn man entsprechende Prüfungen abgelegt hat. Diese hießen z.B. Raubfischqualifikation.

gruß h.



Ab wann wurden diese Nachtangelmarken eingeführt?

seaman



keine Ahnung, 1974 habe ich angefangen zu angeln, erinnere mich, daß es sie 1984 gab. Aber wann sie eingeführt wurden...Keine Ahnung.

gruß h.


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#6

RE: War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 11:29
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Ein Vergabekriterium war auch das Mindestalter 18, hat mich nie gestört, mann was haben wir Aale gezogen...

gruß h.


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#7

RE: War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 11:38
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #6
Ein Vergabekriterium war auch das Mindestalter 18, hat mich nie gestört, mann was haben wir Aale gezogen...

gruß h.


Wir waren auch immer nachts unterwegs.60er.Aale satt.....


seaman


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#8

RE: War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 11:45
von Rostocker | 7.721 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #7
Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #6
Ein Vergabekriterium war auch das Mindestalter 18, hat mich nie gestört, mann was haben wir Aale gezogen...

gruß h.


Wir waren auch immer nachts unterwegs.60er.Aale satt.....


seaman



Geangelt haben wir auch wärend der Arbeitszeit--aber nur in der Spätschicht und Nachtschicht. Und dann meistens ,wenn wir was im Dock zu tun hatten. Am besten war dabei,große Korblampe übers Wasser hängen.


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#9

RE: War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 12:00
von Schlutup | 4.103 Beiträge

HA die Welt ist doch klein

gerade bei mir gefunden



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#10

RE: War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 12:01
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #8
Zitat von seaman im Beitrag #7
Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #6
Ein Vergabekriterium war auch das Mindestalter 18, hat mich nie gestört, mann was haben wir Aale gezogen...

gruß h.


Wir waren auch immer nachts unterwegs.60er.Aale satt.....


seaman



Geangelt haben wir auch wärend der Arbeitszeit--aber nur in der Spätschicht und Nachtschicht. Und dann meistens ,wenn wir was im Dock zu tun hatten. Am besten war dabei,große Korblampe übers Wasser hängen.


ich habe mal gehört, daß der Fisch einen Beigeschmack in Hafenbecken und Dockanlagen/Reparaturbecken haben soll(Öl im Wasser, ins Wasser gefallene Ladungsreste... ), ist wohl eher nicht so??

gruß h.


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#11

RE: War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 12:02
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von Schlutup im Beitrag #9
HA die Welt ist doch klein

gerade bei mir gefunden




so sahen sie aus, Danke!

gruß h.


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#12

RE: War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 12:05
von Pzella 82 | 356 Beiträge

Ja, ja, die Nachtangelmarken.....

also meine ersten Erlebnisse mit der Angel am Wasser hatte ick so um 69 mit Vatern. Die Nachtangelmarken jabs damals schon und dit schwierig, wenn ick nicht irre.

Spannend war das Nachtangeln an der Oder in der DDR. Da kam ab und an mal ne Grenzstreife "zum Quatschen"... Und Fisch jabs reichlich.

1993 landete mal der BGS mit ner Alouette II uff der Wiese vor der Buhne auf der ich nächtens angelte. Nach anfänglicher Aufregung ( ich erdreistete mich aufzustehen und auf die Beamten zu zugehen) und der obligatorischen Aufforderung stehen zu bleiben, wies ich mich auf Verlangen mit meinem PA aus und behauptete Angler zu sein. Die Herren wollten nicht mal ins Auto sehen... also wäre Angler ja die perfekte Tarnung zu allerlei Schmuggelaktivitäten...ich hab damals so gedacht: "Da hättet ihr aber ooch weiterfliegen können..."
Jefangen hab ick in der Nacht nüscht mehr.

Petri
Pzella 82


...poor man wanna be rich, rich man wanna be king
and a king ain´t satisfied ´til he rules everything....Bruce Springsteen
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#13

RE: War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 12:13
von Vierkrug (gelöscht)
avatar

Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #5
Zitat von seaman im Beitrag #4
Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #3
ansonsten (ohne Nachtangelberechtigungsmarke) war es so geregelt: man konnte von eine Std. vor Sonnenaufgang bis eine Std. nach Sonnenuntergang angeln.
Diese Marken waren heißbegehrt weil es nie genug dieser Marken gab, jedenfalls in unserem Verein. alle anderen Marken wie Raubfisch, Salmoniden usw. hatte man ohne weiteres erhalten, natürlich nur wenn man entsprechende Prüfungen abgelegt hat. Diese hießen z.B. Raubfischqualifikation.

gruß h.



Ab wann wurden diese Nachtangelmarken eingeführt?

seaman



keine Ahnung, 1974 habe ich angefangen zu angeln, erinnere mich, daß es sie 1984 gab. Aber wann sie eingeführt wurden...Keine Ahnung.

gruß h.


Ich bin 1974 aus Boizenburg weg. Nachtangelmarke - hmm, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Angelrevier war u.a. die Sude kurz vor ihrer Einmündung in die Elbe bei Gothmann, wie auch die Bracks. Die Grenzer standen oftmals bei uns und sahen sich die Fangergebnisse an. Ja wenn der Aal lief, dann konnte man ihn auch gut ziehen.

Vierkrug


zuletzt bearbeitet 30.10.2014 12:14 | nach oben springen

#14

RE: War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 13:23
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #10
Zitat von Rostocker im Beitrag #8


Geangelt haben wir auch wärend der Arbeitszeit--aber nur in der Spätschicht und Nachtschicht. Und dann meistens ,wenn wir was im Dock zu tun hatten. Am besten war dabei,große Korblampe übers Wasser hängen.


ich habe mal gehört, daß der Fisch einen Beigeschmack in Hafenbecken und Dockanlagen/Reparaturbecken haben soll(Öl im Wasser, ins Wasser gefallene Ladungsreste... ), ist wohl eher nicht so??

gruß h.



Habe auch die Erfahrungen gemacht das gefangener Fisch in manchen Hafen-oder Werftanlagen geschmackliche Beeinträchtigungen hatte.


seaman


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#15

RE: War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 18:02
von Elch78 | 501 Beiträge

Zitat von Schlutup im Beitrag #9





Die Jahreszahl und der Schriftzug "Nachtangelberechtigung" sind doch erst nach dem Druck der Marke aufgestempelt worden, oder nicht?
Das bedeutet doch, irgendwer verfügte über einen Stempel, mit Hilfe dessen (Achtung: Genitiv!) aus einer Angelberechtigungsmarke ("ABM") eine zeitlich befristete Nachtangelberechtigungsmarke ("zbNABM") wurde.

Wer war dieser einflußreiche Stempelinhaber denn?

Der Angellaie

P.S.: Interessant ist auch die Intention unseres Kameraden Schlutup, nach der Legalität von Nachtangeln zu fragen, wenn er selber solche Marken vorweisen kann. Dachtest Du, es handelt um kunsthandwerkliche Graphik ... ?


"Es gibt immer drei Wahrheiten: eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine, die wir beide nicht sehen"
zuletzt bearbeitet 30.10.2014 18:20 | nach oben springen

#16

RE: War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 18:32
von PF75 | 3.294 Beiträge

[quote=Vierkrug|p402493
Ich bin 1974 aus Boizenburg weg. Nachtangelmarke - hmm, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Angelrevier war u.a. die Sude kurz vor ihrer Einmündung in die Elbe bei Gothmann, wie auch die Bracks. Die Grenzer standen oftmals bei uns und sahen sich die Fangergebnisse an. Ja wenn der Aal lief, dann konnte man ihn auch gut ziehen.

Vierkrug[/quote]


Im vorgelände links von Gothman bis zum Wehr haben wir ab und an die Jungs von der Melioration auch beim Angeln begleitet(natürlich nur in ihren Pausen),nach Hochwasser konnte man auch den Fisch in Restlöchern auch schon mal mit der Hand fangen (wurde dann der "notleidenden Grenzbevölkerung " gespendet.


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#17

RE: War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 18:41
von Vierkrug (gelöscht)
avatar



Ich freue mich schon auf das kommende Jahr (2015), denn dann geht es wieder nach Masuren und auch nach Kaliningrad (Königsberg). Masuren ist das reinste Angelparadies und die Polen scheren sich wenig um Nachtangelberechtigungen u.ä.. Die Angelberechtigung bekommt man für ein paar Euro recht schnell und unkompliziert.
Domizil wird dann wieder der Probark-See bei Mragowo (Sensburg) sein, zugleich Ausgangsbasis für den Tripp nach Kaliningrad - siehe auch vorangestelltes Foto. Im unteren Bildbereich ist auch die Angelhütte, Kahn etc. zu sehen.
Das Anwesen gehört einem Professoren-Ehepaar aus Warschau und liegt direkt am Wald mit eigenem Zugang zum See - Anglerherz, was willst Du mehr.

Petri Heil !
Vierkrug


Turmwache hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.10.2014 18:44 | nach oben springen

#18

RE: War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 18:51
von Vierkrug (gelöscht)
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Zitat von PF75 im Beitrag #16
[quote=Vierkrug|p402493
Ich bin 1974 aus Boizenburg weg. Nachtangelmarke - hmm, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Angelrevier war u.a. die Sude kurz vor ihrer Einmündung in die Elbe bei Gothmann, wie auch die Bracks. Die Grenzer standen oftmals bei uns und sahen sich die Fangergebnisse an. Ja wenn der Aal lief, dann konnte man ihn auch gut ziehen.

Vierkrug



Im vorgelände links von Gothman bis zum Wehr haben wir ab und an die Jungs von der Melioration auch beim Angeln begleitet(natürlich nur in ihren Pausen),nach Hochwasser konnte man auch den Fisch in Restlöchern auch schon mal mit der Hand fangen (wurde dann der "notleidenden Grenzbevölkerung " gespendet. - ich muß jetzt auch - danke @PF75

Vierkrug


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#19

RE: War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 20:03
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Elch78 im Beitrag #15
Die Jahreszahl und der Schriftzug "Nachtangelberechtigung" sind doch erst nach dem Druck der Marke aufgestempelt worden, oder nicht?
Ähm, eher nicht. Also beim Druck wurden auch, quasi als Aufdruck, im Hochdruck die schwarzen Zeichen gedruckt. Der farbige Markenuntergrund dürfte als Tiefdruck hergestellt worden sein.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#20

RE: War Nachtangeln erlaubt?

in Leben in der DDR 30.10.2014 20:04
von FRITZE (gelöscht)
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Na so einfach isses mit den Marken nicht ! Also erstmal galten die und die Nachtangelgenehmigung nur an DAV Gewässern !
In den sogenannten Produktionsgewässer (also von Fischern bewirtschaftete Seen oder Teiche oder Flüsse ) galt wie Hundemuchtel schon beschrieb ,eine Stunde vor Sonnenaufgang und eine nach Sonnenuntergang .

Die Marken waren begehrt und wurden von den einzelnen Ortsvereinen ausgegeben ,so sie denn welche vom KAV (Kreisanglerverband ) bekamen .
Dabei wars meistens egal ob normales Mitglied oder mit Raubfischqualifikation .
Dann gab es auch noch Spendenmarken.

Und nein das Jahr und dar Aufdruck waren auf die Marke gedruckt und nicht gestempelt !


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