#1

Freizeitspiele

in Leben in der DDR 29.10.2014 15:54
von der glatte | 1.356 Beiträge

Hallo in die Runde,

das Kartenspiel war bestimmt in Ost und West eines der beliebtesten Freizeitspiele. Doch was gab es noch? Wir hatten zum Beispiel ein auf Ormig abgezogenes Spiel + Erläuterung, aus der BRD. Was wir hatten musste die siebzehnte Kopie gewesen sein und wurde mit durchsichtigem Klebeband mehrfach zusammen gehalten.

So etwas habe ich auch schon einmal in einem DDR-Museum gesehen, es war eine Art Monopopely . Auch über Ormig vervielfältigt. Dazu hatte man eigene Figuren kreiert, na ja, Würfel gab es ja bei uns noch.


Was habt Ihr gerne gespielt und spielt es noch? Ging es am Kanten auf dem BT oder auch zur Freizeit in der Kaserne spielereisch zu? Spielkarten passten ja in jede Hosentasche, gingen die Karten auch mit an den Kanten? Und wie war es Zuhause, was wurde gerne in der Familie gespielt außer "Vater, Mutter, Kind"? Preisskat am Sonntag in der Kneipe, gibt es das noch? Bei mir in der Gegend eher nicht.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#2

RE: Freizeitspiele

in Leben in der DDR 29.10.2014 16:44
von katerjohn | 559 Beiträge

Manche Nacht haben wir mit Skat verbracht ,literweise Kaffee getrunken .Wir haben um die viertel oder halben Prozent gespielt .Glücksspiel in der GK ,hätte das der ABV gewusst
Von den jungen Leute spielen sehr wenige Skat ,sicher man muss ein wenig rechnen können ........
Bei den Mot.Schützen stand Schach ganz oben. Habe dort auch das Spiel gelernt und ich spiele es heute noch sehr ,sehr gern !


Nimm dir Zeit für deine Freunde,sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde !
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#3

RE: Freizeitspiele

in Leben in der DDR 29.10.2014 17:08
von rotrang (gelöscht)
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Zitat von katerjohn im Beitrag #2
Manche Nacht haben wir mit Skat verbracht ,literweise Kaffee getrunken .Wir haben um die viertel oder halben Prozent gespielt .Glücksspiel in der GK ,hätte das der ABV gewusst
Von den jungen Leute spielen sehr wenige Skat ,sicher man muss ein wenig rechnen können ........
Bei den Mot.Schützen stand Schach ganz oben. Habe dort auch das Spiel gelernt und ich spiele es heute noch sehr ,sehr gern !

Tja Reinhard Schach ist das königliche Spiel, aber Skat setzt allem die auf.


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#4

RE: Freizeitspiele

in Leben in der DDR 29.10.2014 17:16
von Vierkrug (gelöscht)
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Schach und Mühle bei den Brettspielen. Bei Mühle immer bestrebt, denn Gegner zu zubauen und ihn damit in seinen Möglickeiten einzuschränken.
Bei Karten - Doppelkopf und Romme.
Heute spiele ich gern mit meinen Kindern, wenn sie zu Besuch weilen, Backgammon. Da nützt manchmal die beste Strategie nichts, wenn man in der Endphase kein Würfelglück hat. Meine Tochter muß es gepachtet haben.

Vierkrug


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zuletzt bearbeitet 29.10.2014 17:17 | nach oben springen

#5

RE: Freizeitspiele

in Leben in der DDR 29.10.2014 17:19
von Pit 59 | 10.142 Beiträge

Preisskat am Sonntag in der Kneipe, gibt es das noch? Bei mir in der Gegend eher nicht.

Gruß Reiner

Gibt es noch. Ich gehe jeden Freitag Abend in die Kneipe zum Skatspielen,habe das Spiel mit 14 Jahren gelernt,also die Grundbegiffe. Bei uns ist es ausgemacht das es keinerlei Nölerei gibt,wer z.B. 18 sagt muss sein Spiel Verantworten,darf sich zwar Ärgern wenn er es verliert,aber mehr nicht
Wenn mal nicht läuft kannste schon mal einen Fuffi verlieren,aber da wir immer die gleichen sind,gleicht sich das auch wieder aus.

Schach wäre mir zu Langweilig,kann aber auch böse Verletzungen geben,es soll schon mal einer mit aufgestützten Arm Eingeschlafen sein, und mit dem Gesicht in die Spitzen Dinger geflogen sein


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#6

RE: Freizeitspiele

in Leben in der DDR 29.10.2014 19:46
von 94 | 10.792 Beiträge

Zur Zu-/Abversetzung war bei KC immer Doko 'befohlen', ich durfte nur einmal teilnehmen ... Freizeitgestaltung in der Kaserne #10

Übrigens, ein längerer Preisskat ist KEIN Glücksspiel. Oder zumindest kein Gewinnspiel. So besagt das konkludent Punkt 3 der Anlage zum §5a der Spielverordnung ...
Gewinnspiele sind unter Beteiligung von einem oder mehreren Spielern betriebene, auf kurze Zeit angelegte Geschicklichkeitsspiele, bei denen die Gestehungskosten eines Gewinns höchstens 60 Euro betragen.
www.gesetze-im-internet.de/spielv/anlage_33.html

Doch mal 'ne Frage an die Skatspieler hier, spielt ihr lieber nach der Skatordnung oder eher mit Kontra, also auch Bock- und Ramschrunden? Und achso, schlechthin DIE Glaubensfrage ... deutsches oder französisches Blatt?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#7

RE: Freizeitspiele

in Leben in der DDR 29.10.2014 19:53
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Ich habe mit 16 Skat gelernt. Im LWH war es das beliebteste Spiel. Mit der Familie wurde oft Doppelkopf gespielt.
Ich liebe die Ramschrunden und mag das deutsche Blatt.


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#8

RE: Freizeitspiele

in Leben in der DDR 29.10.2014 20:02
von rotrang (gelöscht)
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94 ziger
Beim Preisskat nach Altenburger Art.
Beim Bierlachs oder anderen Gelegenheiten mit Ramsch, Kontra ,Re und Bock
Das Blatt ist Regionsmäßig unterschiedlich im Süden mit Deutschenblatt im Norden mit Französischen Blatt
Ist die Auskunft ausreichend?


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#9

RE: Freizeitspiele

in Leben in der DDR 29.10.2014 20:12
von FRITZE (gelöscht)
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Zeitweise wurde auf der Bude dann nur Schieberramsch gespielt ,aber nur wenn der vierte Mann zum Doppelkopf fehlte !
Beim Doppelkopf ging ganz gut zur Sache ,auch mit Geld .
Krönung war ein BU der in einer Nacht 350 Märker verlor und dann am Morgen noch zum Dienst raus musste ,während der Schicht soll er mehrmals eingeschlafen sein .

Hier kannste Katenspielen fast vergessen .Viel zu wenig können Skat oder Doppelkopf und selbst beim Romme sind sie mimosenhaft !
Als ich noch solo war ,so Mitte der 90er bin ich dann schonmal Freitagsabend zum Flughafen gefahrenund dort mit paar Jungs vom Buschu in ihrem Aufenthaltsraum Doppelkopf bis zum Samstagmorgen gespielt . Leider hat sich das dann nach 1996 ,als ich eine andere Tätigkeit aufnahm ,alles im Sande verlaufen !

FRITZE


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#10

RE: Freizeitspiele

in Leben in der DDR 29.10.2014 20:15
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von rotrang im Beitrag #8
...
Das Blatt ist Regionsmäßig unterschiedlich im Süden mit Deutschenblatt im Norden mit Französischen Blatt
Ist die Auskunft ausreichend?
Na das es unterschiedliche Blätter gibt war mir schon klar, wobei außerhalb von Sachsen ein ordentlich deutsches Bild kaum genutzt wird, so zumindest meine Erfahrungen. Ich wollt eher wissen was jeder Einzelne bevorzugt. Also ich zum Beispiel mag ein Deck mit Unter und Ober und vor allem mit dem Daus ...


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 29.10.2014 20:16 | nach oben springen

#11

RE: Freizeitspiele

in Leben in der DDR 29.10.2014 20:18
von rotrang (gelöscht)
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Zitat von 94 im Beitrag #10
Zitat von rotrang im Beitrag #8
...
Das Blatt ist Regionsmäßig unterschiedlich im Süden mit Deutschenblatt im Norden mit Französischen Blatt
Ist die Auskunft ausreichend?
Na das es unterschiedliche Blätter gibt war mir schon klar, wobei außerhalb von Sachsen ein ordentlich deutsches Bild kaum genutzt wird, so zumindest meine Erfahrungen. Ich wollt eher wissen was jeder Einzelne bevorzugt. Also ich zum Beispiel mag ein Deck mit Unter und Ober und vor allem mit dem Daus ...



94ziger mein bevorzugtes Blatt Französische


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#12

RE: Freizeitspiele

in Leben in der DDR 29.10.2014 21:34
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #10
Zitat von rotrang im Beitrag #8
...


Also ich zum Beispiel mag ein Deck mit Unter und Ober und vor allem mit dem Daus ...




Ja,das ist mir auch lieber..........


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#13

RE: Freizeitspiele

in Leben in der DDR 29.10.2014 21:43
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #6
Zur Zu-/Abversetzung war bei KC immer Doko 'befohlen', ich durfte nur einmal teilnehmen ... Freizeitgestaltung in der Kaserne #10

Übrigens, ein längerer Preisskat ist KEIN Glücksspiel. Oder zumindest kein Gewinnspiel. So besagt das konkludent Punkt 3 der Anlage zum §5a der Spielverordnung ...
Gewinnspiele sind unter Beteiligung von einem oder mehreren Spielern betriebene, auf kurze Zeit angelegte Geschicklichkeitsspiele, bei denen die Gestehungskosten eines Gewinns höchstens 60 Euro betragen.
www.gesetze-im-internet.de/spielv/anlage_33.html

Doch mal 'ne Frage an die Skatspieler hier, spielt ihr lieber nach der Skatordnung oder eher mit Kontra, also auch Bock- und Ramschrunden? Und achso, schlechthin DIE Glaubensfrage ... deutsches oder französisches Blatt?

das letztere, ich spiele gern das deutsche Blatt weil ich es damit so um das 14.Lebensjahr in Thüringen gelernt habe, aber im Rheinland gibts nur das französische Blatt, was ich etwas bedauere. Übrigens habe ich mit Schafkopf angefangen, ist so ähnlich wie Skat.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#14

RE: Freizeitspiele

in Leben in der DDR 29.10.2014 21:45
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #10
Zitat von rotrang im Beitrag #8
...
Das Blatt ist Regionsmäßig unterschiedlich im Süden mit Deutschenblatt im Norden mit Französischen Blatt
Ist die Auskunft ausreichend?
Na das es unterschiedliche Blätter gibt war mir schon klar, wobei außerhalb von Sachsen ein ordentlich deutsches Bild kaum genutzt wird, so zumindest meine Erfahrungen. Ich wollt eher wissen was jeder Einzelne bevorzugt. Also ich zum Beispiel mag ein Deck mit Unter und Ober und vor allem mit dem Daus ...




doch gibt es wohl, in Bayern habe ich schon mehrmals Leute mit deutschem Blatt spielen sehen.


.
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#15

RE: Freizeitspiele

in Leben in der DDR 30.10.2014 00:26
von der glatte | 1.356 Beiträge

Bei uns wurde früher auch noch ein anders Kartenspiel nächtelang geklopft. Ich glaube man nannte es "Klammern".

Kennt das noch einer?

"Mensch ärger Dich nicht" war auch so ein Ding, konnte man aber nicht so schnell in die Tasche stecken wie Karten.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#16

RE: Freizeitspiele

in Leben in der DDR 30.10.2014 10:15
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ging es am Kanten auf dem BT oder auch zur Freizeit in der Kaserne spielereisch zu?

Ich hatte so ein kleines Taschen-Domino mit dem haben wir gerne auf dem Fensterbrett vom Turm gespielt.


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#17

RE: Freizeitspiele

in Leben in der DDR 30.10.2014 10:19
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

bei uns wurde nächtelang gewürfelt und Kaffee gesoffen, das Würfelspiel hieß Pash oder so, der Lederbecher war außen total speckig!
Nächsten Tag warsde dann immer grogi total müde.

gruß h.

Nachtrag: trifft auf meine Dienstzeit zu!!


zuletzt bearbeitet 30.10.2014 11:07 | nach oben springen

#18

RE: Freizeitspiele

in Leben in der DDR 30.10.2014 10:26
von Barbara (gelöscht)
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Wir haben zuhause alle möglichen Brettspiele gespielt, ich fand Halma und Mühle besonders klasse.
Bei den Karten Rommé. Später habe ich dann Skat gelernt und heute spiele ich immer noch leidenschaftlich DoKo.
In der Studentenzeit kam Schach dazu, das haben wir oft in Kneipen gespielt und ich habe den richtig guten Spielern gerne über die Schulter geguckt. Klasse Atmosphäre, im verräucherten Kneipendunst bei irgendeiner gerade angesagten Musik :-)


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#19

RE: Freizeitspiele

in Leben in der DDR 30.10.2014 12:00
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #5
... Schach wäre mir zu Langweilig,kann aber auch böse Verletzungen geben,es soll schon mal einer mit aufgestützten Arm Eingeschlafen sein, und mit dem Gesicht in die Spitzen Dinger geflogen sein

Hallo @Pit 59 ,

es kann wirklich Verletzungen geben. Wenn zum Beispiel das Brett auf einem runden Kneipentisch so steht, dass eine der Ecken über die Tischkante ragt ... und dann sagt einer der Spieler, der den Genusshorizont des zehntes Bieres schon passiert hat, "Isch happ ta jest einen Bomb'mzuch" (Ich habe da jetzt einen Bombenzug) ... und eine schwere Hand knallt den Läufer genau in die Ecke, die jenseits der Tischkante schwebt ... Wer noch konnte, sprang zur Seite. Den Gegner, er war auf das Spiel konzentriert und die Flugeinlage des hölzernen Klappbrettes fehlte als Möglichkeit in seiner Spielkalkulation, hat es leicht erwischt. So geschehen im Winter 1981/82 in Plauen in der Alberthöhe. Ich war einer der Zuschauer, die ausweichen konnten. Ich sag Dir: Nimm lieber eine gute, einfache Turnierpappe!

Ansonsten: Bei uns wurde Skat geklopft, egal mit welchem Blatt, obwohl ich schon das deutsche Blatt mit Daus, Ober und Unter stilvoller finde. Alle möglichen Spielvarianten, mit und ohne Geld. Hauptsache es ging lange. Im übrigen: Ramsch hasse ich beim Skat wie die Pest. Es gilt im Skat der richtige Grundsatz: Ein guter Spieler verliert kein Spiel. Ramsch ist ein Glücksspiel. Das wäre so, als ob man im Schach nach 20 Zügen die Würfel rausholt. Nee, das hat mir keinen Spaß gemacht. Lieber ein schönes Turnierskat nach Altenburger Turnierregeln.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#20

RE: Freizeitspiele

in Leben in der DDR 31.10.2014 17:45
von Pit 59 | 10.142 Beiträge

So,ab geht er der Peter.Freitag 18.30 Uhr zum Skatabend in eine urige Kneipe,wo man auch nicht zum Rauchen vor die Tür muss


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