#21

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 13.08.2009 16:21
von Pitti53 | 8.783 Beiträge

Zitat von sentry
Kann sein, dass wir für abgeknallte Bulgaren eine Kopfprämie im Bereich 8000 Dehmark Ost gekriegt hätten. Da wir mit Futter und Klamotten vollversorgt waren, habe ich mich damals für Geld nicht so interessiert.
Für abgeknallte Polen gab's an der GÜSt Marienborn jedenfalls nichts.
Oder es wollte keiner haben.
Gelegenheiten gabs genug.
Wie schon erwähnt.
Aber keiner hat sie wahrgenommen.

Mehr kann ich zu den semi-logischen Ableitungen nicht sagen.
Und jetzt gib Ruhe.


eigentlich wollte ich mich an dieser diskussion nicht beteiligen..aber es juckt in den fingernkopfprämie für erschossene?wohl eher eine der verschwörungstheorien.dafür gibts andere foren im internet.grundsätzlich war es an güste'n untersagt auf leute zu schießen,die aus dem westen kamen.warum auch?an der führungsstelle(autosperre)konnte man sie ganz bequem in emfang nehmen.und das ist zur genüge passiert in den 9 jahren die ich in marienborn war


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#22

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 13.08.2009 16:35
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Hier gings nicht um GüSt` en. Sondern um die Grenzanlagen. Und um die zweifelhaften Auszeichnungen für DDR-Grenzer, wenn Flüchtlinge an der Grenze erschossen wurden. Und um Äußerungen von Bulgarischen Botschaftsangestellten, daß die DDR den Bulgaren für jeden erschossenen DDR-Flüchtling 8000 M gezahlt hat...

Was für Verschwörungstheorien? "Urlaub und Auszeichnung" sind ja wohl allgemein bekannt. Wo ich den "Urlaub" nach dem Schock noch nachvollziehen kann, wenn man gerade einen Menschen erschossen hat...


zuletzt bearbeitet 13.08.2009 16:37 | nach oben springen

#23

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 13.08.2009 16:49
von Pitti53 | 8.783 Beiträge

Zitat von FSK-Veteran
Hier gings nicht um GüSt` en. Sondern um die Grenzanlagen. Und um die zweifelhaften Auszeichnungen für DDR-Grenzer, wenn Flüchtlinge an der Grenze erschossen wurden. Und um Äußerungen von Bulgarischen Botschaftsangestellten, daß die DDR den Bulgaren für jeden erschossenen DDR-Flüchtling 8000 M gezahlt hat...

Was für Verschwörungstheorien? "Urlaub und Auszeichnung" sind ja wohl allgemein bekannt. Wo ich den "Urlaub" nach dem Schock noch nachvollziehen kann, wenn man gerade einen Menschen erschossen hat...

das mit dem italiener war wohl an einer güst? und 8000M an bulgarien?halte ich für gerüchte.wenn bei uns eine festnahme erfolgte(auch ohne schußwaffe)gab es das leistungsabzeichen oder die medaillie für vorbildlichen grenzdienst,verbunden mit einer geldprämie von ca.150 -200 M.ich hatte 3 davon.und nun ist gut


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#24

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 13.08.2009 16:50
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow

meinst du nicht auch, dass bei vorsätzlichen mord bzw. mordversuch, nichts anderes ist diese angebliche abschussprämie, die bundesdeutsche staatsanwaltschaft mit den bulgaren jetzt tacheeles gesprochen hätte?



Nein, glaube ich nicht. Ich glaube, die Bundesregierung würde sich unter diplomatischen Gesichtspunkten wirklich schaden, wenn sie in die ehem. Ostblockländer fahren würde, um die dortigen Regierungen für Taten der ehem. kommunistischen Parteien zur Rechenschaft zu ziehen.

Man wird sich auch hüten, ihnen einen Gesichtsverlust zuzufügen, indem man sich als Deutscher breitbeinig hinstellt und den Bulgaren sagt: "....nu zeigt uns mal schön, wie ihr unter den Kommunisten von der DDR Kopfgelder bekommen habt für unsere an der bulgarischen Grenze getöteten Landleute...". Und so in Kauf nimmt, dem heutigen Bulgarien evtl. negative Schlagzeilen zuzufügen...

Schon aus diplomatischen Gesichtspunkten wird man solche Aktionen im Sinne der guten Nachbarschaft eher tunlichst vermeiden...


zuletzt bearbeitet 13.08.2009 16:54 | nach oben springen

#25

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 13.08.2009 18:14
von Augenzeuge (gelöscht)
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Nun, hier hast du sicher unrecht, Pitti. Hier mal ein Link eine Berichtes zu Bulgarien. Übrigens, soll eine Delegation schon da unten auf Gräbersuche sein.
http://einestages.spiegel.de/static/auth...odesschuss.html

Die Sache mit dem Italiener ist 1976 an der Güst Hirschberg passiert. Benito Corghi, LKW-Fahrer, Mitglied der komm. Partei Italiens, wurde von Uwe Schmiedel erschossen, als er wegen einer Unklarheit aus dem LKW zurück Richtung Grenze lief.
Schmiedel bekam die Medaille für vorbildlichen Grenzdienst und 205 Mark Prämie. Prozess 1994.


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#26

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 13.08.2009 18:35
von Pitti53 | 8.783 Beiträge

Zitat von Augenzeuge
Nun, hier hast du sicher unrecht, Pitti. Hier mal ein Link eine Berichtes zu Bulgarien. Übrigens, soll eine Delegation schon da unten auf Gräbersuche sein.
http://einestages.spiegel.de/static/auth...odesschuss.html

Die Sache mit dem Italiener ist 1976 an der Güst Hirschberg passiert. Benito Corghi, LKW-Fahrer, Mitglied der komm. Partei Italiens, wurde von Uwe Schmiedel erschossen, als er wegen einer Unklarheit aus dem LKW zurück Richtung Grenze lief.
Schmiedel bekam die Medaille für vorbildlichen Grenzdienst und 205 Mark Prämie. Prozess 1994.

ich fall ja vom glauben ab,wenn das so stimmt mit bulgarien.das mit dem dem italiener kenne ich.aber dafür ne auszeichnung.ich hätte den selbst eingesperrt


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#27

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 13.08.2009 19:17
von Mike59 | 7.938 Beiträge

Zitat von Pitti53
Zitat von Augenzeuge
Nun, hier hast du sicher unrecht, Pitti. Hier mal ein Link eine Berichtes zu Bulgarien. Übrigens, soll eine Delegation schon da unten auf Gräbersuche sein.
http://einestages.spiegel.de/static/auth...odesschuss.html

Die Sache mit dem Italiener ist 1976 an der Güst Hirschberg passiert. Benito Corghi, LKW-Fahrer, Mitglied der komm. Partei Italiens, wurde von Uwe Schmiedel erschossen, als er wegen einer Unklarheit aus dem LKW zurück Richtung Grenze lief.
Schmiedel bekam die Medaille für vorbildlichen Grenzdienst und 205 Mark Prämie. Prozess 1994.

ich fall ja vom glauben ab,wenn das so stimmt mit bulgarien.das mit dem dem italiener kenne ich.aber dafür ne auszeichnung.ich hätte den selbst eingesperrt


------------------------------------------------------------------------------

Wenn das stimmt ist es eine unverschämte Schweinerei . Da gehören ein paar mehr vor dem Kadi, nicht nur der Schütze. Die Weisungen im Grenzdienst waren klar und hier ist ganz offensichtlich weder Gesetzt noch DV eigehalten worden.


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#28

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 13.08.2009 19:19
von manudave (gelöscht)
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Der Italiener war echt ne arme Sau. Da muss man wirklich schlucken, wenn man über diese Tötung liest.


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#29

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 13.08.2009 19:44
von Pitti53 | 8.783 Beiträge

Zitat von manudave
Der Italiener war echt ne arme Sau. Da muss man wirklich schlucken, wenn man über diese Tötung liest.

und dafür noch ne auszeichnung? der kommandeur gehört heute noch bestraft


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#30

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 13.08.2009 19:59
von Zermatt | 5.293 Beiträge

In der Tagesmeldung der Grenztruppen zu diesem Vorfall wurde das so beschrieben:

Am 5.08.1976, gegen 03.40,drang ein italienischer Staatsbürger aus Richtung BRD kommend, ca 600m tief in den
Grenzstreckenabschnitt der Güst ein.Er widersetzte sich der Festnahme und wurde flüchtig.Nach Anwendung der Schusswaffe
durch den Sicherungsposten festgenommen, wurde der Grenzverletzter wegen vermutlicher Schussverletztung in das
Krankenhaus Schleitz überführt.Dort wurde gegen 04.50 dessen Tod festgestellt. Weitere Ermittlungen führten die
zuständigen Organe unter Leitung des MFS. Von 03.40 bis 03.52 war der grenzüberschreitende Verkehr unterbrochen.
Akivitäten der BRD- Grenzüberwachungsorgane wurden nicht festgestellt.



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#31

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 13.08.2009 20:03
von Pitti53 | 8.783 Beiträge

solche "einwanderer" wurden bei uns in marienborn nicht festgenommen,sondern festgehalten und unverzüglich an die pke übergeben.nicht mal vernehmen,wie sonst üblich durften wir die.gab es an der güst andere vorschriften?kann ich mir nicht vorstellen.oooh.sehe grade das war august 1976.bin erst oktober 1976 nach marienborn.kann sein das hier was befehlsmäßig geändert wurde.trotzdem war die aktion sinnlos


zuletzt bearbeitet 13.08.2009 20:04 | nach oben springen

#32

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 13.08.2009 20:07
von Mike59 | 7.938 Beiträge

Zitat von Pitti53
solche "einwanderer" wurden bei uns in marienborn nicht festgenommen,sondern festgehalten und unverzüglich an die pke übergeben.nicht mal vernehmen,wie sonst üblich durften wir die.gab es an der güst andere vorschriften?kann ich mir nicht vorstellen



Ich sehe das genau so wie du


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#33

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 13.08.2009 20:10
von manudave (gelöscht)
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Der Italiener war ja kein Einwanderer, sondern ein LKW-Fahrer der Probleme mit Ladungspapieren hatte und deshalb zum GÜST zurück wollte.


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#34

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 13.08.2009 21:31
von Pitti53 | 8.783 Beiträge

Zitat von manudave
Der Italiener war ja kein Einwanderer, sondern ein LKW-Fahrer der Probleme mit Ladungspapieren hatte und deshalb zum GÜST zurück wollte.

das einwanderer war ja auch in " " gesetzt manudave.aber noch mal:solche leute wurden mit respekt und bevorzugt behandelt.hätte ja sein können die wollten wirklich zu uns übersiedeln,nur 3 mal ging mir bei solchen aktionen echt die muffe.aber dazu mal später


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#35

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 13.08.2009 21:39
von Mike59 | 7.938 Beiträge

Natürlich war das kein Einwanderer, wie im offiziellen Sprachgebrauch. Wir an der Grenze hatten unseren eigenen Slang. Das hatten wir in diesem Forum aber schon einmal.


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#36

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 13.08.2009 22:08
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hier die Story für alle:

Am Autobahngrenzübergang Hirschberg-Rudolphstein stehen auf der mächtigen Brücke, die über das Saaletal führt, bis zu einem quer über die Fahrbahn ge¬malten Streifen sogenannte Peitschenmastlaternen. Ihre grellen Lichtkegel heben sich am 5. August morgens halb vier noch deutlich von der Umgebung ab. Als der italienische Lastwagenfahrer Benito Corghi, 38 Jahre alt, in der fränkischen Kontrollstelle Rudolphstein eintrifft, teilt ihm der Fahrer eines nachkommenden Lkw mit, er solle noch mal zurückkommen, er habe drüben Transportpapiere liegenlassen. Zu Fuß macht sich der Mann auf den Weg, es regnet etwas; in der einen Hand hält er eine Zigarette, mit der anderen trägt er seine Aktentasche. Da hat der diensthabende Offizier im Führungsturm der GÜST Hirschberg, ein Oberstleutnant, schon die Mitteilung bekommen, daß ein Lkw-Fahrer Papiere vergessen habe und zurückkommen solle. Es folgt die Meldung, daß eine unbekannte Person über die Brücke gelaufen komme ... Der Oberstleutnant erteilt den Befehl, den »Grenzverletzer mit allen Mitteln festzunehmen«.
Der Befehl erreicht auch den zwanzigjährigen Postenführer Uwe Schmiedel. Er läßt die »unbekannte Person« bis auf fünfzehn Meter an sich herankommen, dann springt er mit einem Maschinengewehr im Hüftanschlag überraschend aus einem Versteck hervor: »Halt, stehenbleiben, Grenzposten, Hände hoch!« Der Italiener wirft die Zigarette weg, redet hektisch auf den Soldaten ein. »Hände hoch!« ruft der erneut. Benito Corghi dreht sich um, läuft zunächst normalen Schrittes zu¬rück in Richtung Rudolphstein.

»Stehenbleiben, Grenzposten, Hände hoch!« schallt die Stimme hinter ihm. Es folgt ein kurzer Feuerstoß, ein Warnschuß. Der Mann mit der Aktentasche läuft nun schneller. »Halt, stehenbleiben!« Die Waffe im Schulteranschlag, schießt der Gefreite Schmiede[ auf die Fahrbahn. »Mensch, bleib doch stehn, halt an!« Benito Corghi rennt. Noch ein Schuß auf die Fahrbahn, ein letztes Anrufen. Der Mann rennt weiter. Aus achtzig Metern Entfernung zielt Uwe Schmiedel auf den Ober¬schenkel des Flüchtenden und schießt. Eine Kugel dringt in die rechte Schulter des Mannes ein, er reißt die Arme hoch, fällt. Der Schütze rennt zu seinem Opfer, verbindet eine Platzwunde am Kopf. Als die Alarmgruppe hinzukommt, schreit Uwe Schmiedel den Gruppenführer an, er
solle sich um den Verletzten kümmern. Man schleift den Grenzverletzer« von der
Fahrbahn, aus dem Blickfeld ... Benito Corghi stirbt innerhalb von Minuten. Eilig werden die Spuren seines Blutes auf dem Asphalt beseitigt. In seinem Abschlußbericht schreibt der stellvertretende Stabschef der Grenz¬truppen, Karl Leonhardt: »Es ist zu erreichen, daß alle Mittel und Möglichkeiten zur Festnahme von Provokateuren bzw. Grenzverletzern genutzt werden und die Schußwaffe kompromißlos vor allem gegen solche Kräfte angewandt wird, die Widerstand leisten und durch ihr Verhalten und Handeln eindeutig als Feinde der Deutschen Demokratischen Republik erkennbar sind.« Scharf protestiert die Kommunistische Partei Italiens gegen die Tötung ihres Mitglieds Benito Corghi, auch die italienische Regierung erhebt Protest; der Fall wird in der internationalen Presse publiziert.
»Man verteidigt den Sozialismus nicht mit Morden«, sagt die Witwe Corghi dem kondolierenden DDR-Vertreter.

Der Schütze wurde 1994 freigesprochen (er ist übrigens mit den Folgen nicht mehr fertig geworden)und sein verantwortlicher Befehlsgeber musste nur als Zeuge auftreten. Übrigens ein Beispiel dafür, das auch ein Täter zum Opfer wurde....


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#37

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 14.08.2009 08:01
von sentry | 1.077 Beiträge

Ich war ja erst gut 10 Jahre später an der Grenze, aber ich bin sicher, dieser Fall wäre uns in einer der berühmten TAPI's als bsolutes Negativbeispiel präsentiert worden, einer aus der Kategorie "Wie sollte ich es auf gar keinen Fall machen!"

Ich vermute 'mal die Ranbedingungen waren in den 70ern doch noch anders. Mal vorausgesetzt, der Bericht stimmt so bis ins Detail, verstehe ich kaum einen Punkt in der ganzen Handlungskette.

- Der DHO wusste von den vergessenene Papieren, die Chancen, dass der "Einwanderer" der Italiener ist, waren also sehr hoch.
- Dass der "Einwanderer" festzusetzen ist, geht ja in Ordnung, aber die Festnahme "mit allen Mitteln" anzuweisen, ist unverhältnismäßig.
- Warum der PF den Mann nicht festnehmen kann, wenn er 15 m vor ihm steht, ist völlig unerklärlich. Warum hat er ihn mit Aktentasche und Zigarette nicht noch näher kommen lassen, und wo war überhauot der Posten die ganze Zeit?
- Warum ist der PF nicht einfach hinterher und hat sich den Mann gegriffen, als der sich umgedreht hat und "zunächst normalen Schrittes" weggegangen ist?
- Und dann am Schluss der idiotische Kommentar von Leonhardt...der deutet doch auf ein härteres Grenzregime in den 70ern hin. Es könnte aber auch sein, dass der Bericht lediglich so eine Art Selbstbelügen/Selbstschutz war. Irgendwie musste man wohl den überharten Einsatz in diesem Falle vor sich selbst rechtfertigen...

Wie schon andere hier schrieben: In Marienborn wäre wohl eine Verkettung von Umständen in dieser Art und Weise nahezu ausgeschlossen gewesen. Wir hatten zwar auch DHO's, denen ich einen solchen Befehl zugetraut hätte (ob nun aus Härte oder Unsicherheit heraus). Trotzdem hätten weder der KGSi der SiK noch die Posten im Abschnitt so idiotisch gehandelt
....andererseits...sag niemals nie...mir fallen auch unter meinen Postenführerkollegen Gesichter ein, die wahrscheinlich weder physisch noch mental in der Lage gewesen wären, in so einer Situation angemessen zu handeln...
Ach Schei*e - die Grenze war einfach mal Schei*e! Warum mussten wir bloß so einen Mist machen? Kinder ersaufen lassen und dümmliche Lastwagenfahrer umnieten! Hätte denn der armen Sau nicht mal einer da drüben sagen können, dass er da besser nicht zu Fuß reinläuft? Muss wohl so ein Tag gewesen sein, wo aber auch jeder sein Gehirn abgeschaltet hatte.


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#38

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 14.08.2009 08:22
von CaptnDelta (gelöscht)
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Hi sentry,

hier noch eine englische Version, mit Quellenangaben: http://www.history.ac.uk/ihr/Focus/Migra...les/ahonen.html
Das ganze Ding hier zu uebersetzen ist ein bissel viel, allerdings helf' ich gern wenn Du irgendwo Schwierigkeiten haben solltest.
Die ganze Nachgeschichte ist da auch beschrieben.

Servus,
-Th



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#39

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 14.08.2009 08:24
von sentry | 1.077 Beiträge

thx....Übersetzung ist nicht nötig, ich les' das einfach auf englisch


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#40

RE: Zeitgeschichte: Tod an der Mauer

in Presse Artikel Grenze 14.08.2009 08:58
von dein1945 (gelöscht)
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lieber sentry,
jetzt dürfte auch Dir langsam die Einsicht kommen, warum kein Westberliner in die Spree sprang um dem ertrinkendem Kind zu helfen, pure , mir ergeht es genau wie dem Lastwagenfahrer !
Gruß aus Berlin


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