#101

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 08:13
von B208 | 1.323 Beiträge

@maxhelmut und @Nostalgiker sind gut informiert , dann können sie die 4 ( vier ) ja benennen !!!
Danke im Voraus , auch für die Quelle dieser Daten .


zuletzt bearbeitet 08.10.2014 08:13 | nach oben springen

#102

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 08:26
von B208 | 1.323 Beiträge

Sicherlich war diese kriminelle SED-Altherrenriege über jedes vorerst zurückgelassene Kind froh , hatte man doch eine " Sache " in der Hand , für die man in dieser Pleitezeit Lösegeld hätte fordern können , um dann die hauptberuflichen Staats"diener" bezahlen zu können , die sich hier als Moralapostel aufführen .


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#103

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 08:42
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@B208, kommt außer alberner Polemik von Dir noch irgendwas konkretes zum Thema?
Als OT interessiert es mich brennend was Du so zum Frühstück zu dir nimmst .....

Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

damals wars, Udo und maxhelmut haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.10.2014 08:42 | nach oben springen

#104

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 09:02
von damals wars | 12.113 Beiträge

Erst Zwangsadoptionen, dann Pleite, da arbeitet aber jemand seine Vorurteile ab.
Sicher kommt jetzt gleich der Schießbefehl auf die Freiheitszügler.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
nach oben springen

#105

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 09:04
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Wieso Vorurteil Hubert?


nach oben springen

#106

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 09:21
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #83
Mit den Waffen des Klassenfeinde zurückzuschlagen ist meine bevorzugte Methode !


SPIEGELReport über das Gesundheitswesen in der DDR 49/1974


Ein Stationsarzt verdient 1000, ein Oberarzt 1500, der Chef selten mehr als 2000 Mark im Monat.

Auch die angestellten Ärzte in den Polikliniken und "Staatlichen Arztpraxen" bekommen aus dem großen Versicherungstopf nur je rund 1450 Mark im Monat (doppelt soviel wie ein Produktionsarbeiter)

Das Gehalt dürfte sich bis 1989 noch gesteigert haben. Und man vergisst bei dieser Rechnerei immer die 2. Lohntüte in der DDR.


passport

hier einmal die heutigen Löhne in Krankenhäusern ein Facharzt verdient heute 84 TEuro = 164 TDM
http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/...2622272-b1.html

Der Durschnittsverdienst beträgt heute 34.000 €, so hat der Facharzt im Krankenhaus heute etwa das 2,5 fache des Durchschnittsverdienst.
Wen man das zurückrechnet auf das Jahr 1974 , da war ein Durchschnittsverdienst von 20381 DM(Quelle Wiki) jährlich in der Bundesrepublik, sodass ein Facharzt zu der Zeit etwa 51.000 DM (Fakto 2,5) im Jahr verdiente, oder monatlich 4250 DM. Das muss jetzt nicht auf Heller und Pfennig stimmen aber so ungefähr war es. Wohlgemerkt, das sind Zahlen von in Krankenhäusern angestellten Ärzten, die niedergelassenen Ärzte verdienen noch deutlich mehr. Diese Zahlen stelle mal deinen Zahlen gegenüber, alles klar ?. Dieses attraktive Bezahlsystem hat sich sicher auch bei Ärzten in der DDR herumgesprochen dafür brauchte es keine Abwerber, wie du sicher verstehen wirst, da hatten die Fluchthelfer leichtes Spiel. Das Fluchthonorar war von einem Arzt der herauskam schnell bezahlt. Tja , die Moral also die zurückgelassenen Patienten damit musste der Arzt allein klar kommen. Bekanntlich hört abe rdie Moral beim Fressen auf ,( glaube Berthold Brecht hat das mal gesagt.
Das mit der 2. Lohntüte kannst du getrost vergessen. Ich habe z.B. noch die Qualität des Wohnraums meines Elternhauses im Kopf, der war noch nicht mal die 1 Mark Miete/qm wert, die wir bezahlten. Nun, mein Vater war nicht Stasioffizier, ich hörte dass in diesen Kreisen besserer Wohnraum(Neubau) üblich war.

edit


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
josy95 und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.10.2014 09:22 | nach oben springen

#107

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 09:22
von passport | 2.626 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #102
Sicherlich war diese kriminelle SED-Altherrenriege über jedes vorerst zurückgelassene Kind froh , hatte man doch eine " Sache " in der Hand , für die man in dieser Pleitezeit Lösegeld hätte fordern können , um dann die hauptberuflichen Staats"diener" bezahlen zu können , die sich hier als Moralapostel aufführen .




@B208

Wieviel bunte Pillen muss man am Tag schlucken um so einen Unsinn zu schreiben ? Mein Anstand verbietet es auch anders auszudrücken.


passport


seaman und maxhelmut haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#108

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 09:52
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Eh Du oller Kontrolletti seit wann gab es den bei der Stasi welche mit Anstand? Du willst wohl liebgewordene Weltbilder zum Einsturz bringen?


nach oben springen

#109

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 11:17
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #106
Zitat von passport im Beitrag #83
Mit den Waffen des Klassenfeinde zurückzuschlagen ist meine bevorzugte Methode !


SPIEGELReport über das Gesundheitswesen in der DDR 49/1974


Ein Stationsarzt verdient 1000, ein Oberarzt 1500, der Chef selten mehr als 2000 Mark im Monat.

Auch die angestellten Ärzte in den Polikliniken und "Staatlichen Arztpraxen" bekommen aus dem großen Versicherungstopf nur je rund 1450 Mark im Monat (doppelt soviel wie ein Produktionsarbeiter)

Das Gehalt dürfte sich bis 1989 noch gesteigert haben. Und man vergisst bei dieser Rechnerei immer die 2. Lohntüte in der DDR.


passport

hier einmal die heutigen Löhne in Krankenhäusern ein Facharzt verdient heute 84 TEuro = 164 TDM
http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/...2622272-b1.html

Der Durschnittsverdienst beträgt heute 34.000 €, so hat der Facharzt im Krankenhaus heute etwa das 2,5 fache des Durchschnittsverdienst.
Wen man das zurückrechnet auf das Jahr 1974 , da war ein Durchschnittsverdienst von 20381 DM(Quelle Wiki) jährlich in der Bundesrepublik, sodass ein Facharzt zu der Zeit etwa 51.000 DM (Fakto 2,5) im Jahr verdiente, oder monatlich 4250 DM. Das muss jetzt nicht auf Heller und Pfennig stimmen aber so ungefähr war es. Wohlgemerkt, das sind Zahlen von in Krankenhäusern angestellten Ärzten, die niedergelassenen Ärzte verdienen noch deutlich mehr. Diese Zahlen stelle mal deinen Zahlen gegenüber, alles klar ?. Dieses attraktive Bezahlsystem hat sich sicher auch bei Ärzten in der DDR herumgesprochen dafür brauchte es keine Abwerber, wie du sicher verstehen wirst, da hatten die Fluchthelfer leichtes Spiel. Das Fluchthonorar war von einem Arzt der herauskam schnell bezahlt. Tja , die Moral also die zurückgelassenen Patienten damit musste der Arzt allein klar kommen. Bekanntlich hört abe rdie Moral beim Fressen auf ,( glaube Berthold Brecht hat das mal gesagt.
Das mit der 2. Lohntüte kannst du getrost vergessen. Ich habe z.B. noch die Qualität des Wohnraums meines Elternhauses im Kopf, der war noch nicht mal die 1 Mark Miete/qm wert, die wir bezahlten. Nun, mein Vater war nicht Stasioffizier, ich hörte dass in diesen Kreisen besserer Wohnraum(Neubau) üblich war.

edit


@Gert , fange ich mal bei Deinem Beitrag mit der Antwort an.

Ich glaub auch sehr wenig an die A- Typische SED- Propaganda der Wendezeit, die da tränendrüsendrückend den Leuten weißmachen wollten, Ärzte hätten durch feindlich- subversive An- und Abwerbeversuche des Klassenfeindes ihre Patienten im Stich gelassen.
Wenn mediale oder besonders auch private Informationen speziell der für einen DDR- Mediziener traumhaft, schon paradiesisch besseren Vergütung über den eisernen Vorhang gelangt sind und das dieses Klientel dadurch zur Flucht bewogen hat, ist doch wohl irgendwie verständlich. Nachvollziehbar? Gut, o. k., darüber kann man unterschiedlicher Auffassung sein. Moralisch bleibt ein herber Beigeschmack, zu dem DDR- Mediziner nicht die Schlechtverdiener waren, aber siehe @Hufklaus ´s Beitrag, wie so viele andere Menschen, auch hart dafür arbeiten mussten

Bin aber Deiner Auffassung und hab Dich dazu mal zitiert:

"...die Moral also die zurückgelassenen Patienten, damit musste der Arzt allein klar kommen. Bekanntlich hört aber die Moral beim Fressen auf ,( glaube Berthold Brecht hat das mal gesagt." (Zitat Gert Ende).

Das waren, sind und bleiben nun mal die moralischen menschlichen Problemzonen...

Und das dieses für die professionellen Fluchthelfer (bezahlte Fluchthilfe) ein nächstes und nicht gerade geringes moralisches Problem (siehe aktuelle Situation u. a. im Mittelmeer !) ist, ein ebenso attraktieves Fressen war.., wohl auchund irgendwie mit einer makaberen Logik behaftet.


Hab mir gestern den ARD- Beitrag (über Verlinkung im Eingang des Threads) erst zu Ende anschauen können.

In wesentlichen Facetten sehr interessant, da mit nicht gerade mit wenigen und zum Teil unveröffentlichen Originalaufnahmen ausgestattet.

Was mir bei diesen Originalaufnahmen verstärkter denn je aufgefallen ist, die fluchtwilligen (erwachsenen) Menschen in den Botschaften waren fast ausnahmslos im selbgen Alter, meiner Schätzung so um die 20, 25 bis maximal etwa 30, 35 Jahre. Andere Altersgruppen hab ich total vermisst...

Das sollte doch immer noch sehr zu denken geben. M. Ea. hat gerade hier die ideologische Berieselung und damit aus den eigenen Kreisen immer hoch gelobte SED- Propaganda bei diesen jungen ehem. DDR- Bürgern überhaupt nichts bewirkt, war eher kontraproduktiv oder gebrauchen wir mal OT SED: Kontrarevolutionär weil total verlogen!

Das soll aber so seinund sich bekanntlich bitter rächen! Wenn man sich selbst belügt, betrügt, die Taschen vollhaut und das als Ideologie noch an Andere verkaufen will, obwohl fast auch der letzte Rotmilan, das lezte Rotschwänzchen wußte, das Gegenteil ist der Fall und welche Stunde real geschlagen hat!

Ich glaube, viele der Hardliner von damals und heute trauern dem noch ganz intensiv nach, das man es in der DDR damals versäumt hatte, die nordkoreanische Lösung der totalen und mit Gewalt durchzusetzenden Abschottung zu praktizieren... und glauben wirklich, ohne die damals massiven weltpolitischen Umwälzungen auch nur im Kleinsten berücksichtigen zu müssen, das wäre gelungen (Model Nordkorea) und damit gäbe es die DDR immer noch!


- 10 000 zurückgelassene Kinder?


Woher und von wem
überhaupt stammt diese Zahl? Die ich übrings mehr als anzweifele!
Wenn man allein über eine pi- mal Daumen- Rechnung die Zahl der potentiell erfassten Botschaftsflüchtlinge zu angeblich 10 000 zrückgelassenen Kinder nimmt..., auch bei einer wesentlich höhren Geburtenrate, Kinderzahl/ Familie in der ehem. DDR..., schon allein da sollten berechtigte Zweifel kommen!

Vermutlich wollten (und sollten geziehlt) auch die Westmedien mit solchen Fantasiezahlen an die Moral der Menschen appellieren, in der DDR zu bleiben, die sich eeh abzeichnende Entwicklung baldiger Veränderiungen einfach abzuwarten und um damit (verständlicher und nachvollziehbarer Weise) die Brisanz aus der (Botschafts-) Fluchtwelle und selbst den total erschöpften Aufnahmekapatzitäten in den alten Bundesländern zu nehmen.

Hat daran mal jemand gedacht?

Und heute noch geistert diese sehr pauschalisierte Zahl und dient einigen Propagandisten als äußerst willkommenes Machwerk...!
(Auf der einen Seite als DDR- Verräter, Kollaborateure, Staatsfeinde..., auf de anderen als gierige, moralisch verwahrloste Zonies, Ossis, die jetzt obendrein noch undankbar und aufmüpfing sind....)

Das von rücksichtslosen Eltern Kinder zurückgelassen wurden, da hat es meiner Meinung nach in Einzelfällen, aber auch nur da, zweifelsohne gegeben. Die s. g. Rabeneltern hat es auch schon immer gegeben, gibt es und wird es auch geben. Kenne aus der damaligen Zeit zwar hier aus meinem Umfeld keine einzigsten Fall dieser Art, aber, wie geschrieben, so etwas wird es in Einzelfällen, aber nicht in dieser Größenordnung gegeben haben.

Und, auch wenn ich selbst das in Grundzügen auch verwerflich finde:
Einige Eltern haben ihre Kinder vielleicht bei ihren eigenen Eltern oder Anverwandten zurückgelassen, weil sie mit großer Sicherheit wussten, die Kinder bald nachholen zu können. Die Kinder in guten Händen, guter Obhut wußten und nicht den Riesiken einer Flucht aussetzen wollten.

Wenn man diese Fälle und die Anzahl der betroffenen Kinder in die 10 000 der angeblich zurückgelassenen Kinder mit hineinzählt..., dann sieht man eine weitere Unseriösität solcher Zahlenwerke...


- Kinderwagen auf dem Gleis:

Riecht natürlich auch nach einem aus der propagandistisch gut zu verkaufenden geheimdienstlichen Trick- und Klamottenkiste...!
Wer es auch immer getan hat, für mich eine skruelloses moralisches Erzschwein...


- Lokführer schämt sich, Flüchtlinge in die BRD befördert zu haben.

Eine peinliche Uraltkamelle aus echt nostalgischen Zeiten der Kalten- Kriegspropaganda! Eigentlcih nur ein Lacher.Für den Berufsstand der Lokführer ein echt nur peinlich Typ!

Wer war dieser Typ, der sich dafür hat ge-, hoppla, mibrauchen lassen!

Vielleicht ein noch heute exestierender Hardliner? Ein gefakter MfS- Mitarbeiter den man schnell mal in eine Reichsbahnuniform gesteck hat?
Oder ein klassischer Wendehals? Der spätestens nach dem 9. November sein Wetterfähnle nicht schnell genug hat neu ausrichten können und in ein Jammergetöse, Wehgeschrei verfallen ist, ...wie man ihn in der DDR, wie man ihn ach so armen Menschen doch von Seiten der SED belogen, betrogen und mißbraucht hat...? Solche "liebenswerten" Typen hat es in nicht gerade geringer Anzahl schon beim Zusammenbruch der Naziherschafft gegeben. War ja Dato 1989 "erst" 44 Jahre her und vermutlich in diesen Kreisen generationsübergreifend erziehungstechnisch weitervermittelt wurden.
Das wäre jetzt aber mehr etwas für den Thread "Antifashistische Erziehung in der DDR..."!


Genau wie der Mitarbeiter des "maschinentechnischen Dienstes" der Reichsbahn, der im Führerstand der Lok mitfuhr und die Anweisungen gab, Personengruppen bis zu 5 Mann (skrupellos) über den Haufen zu fahren. Der das Bremsventil beim Bremsmanöver des Lokführers wegen des Kinderwagens wieder in die Lösestellung schob...

Wenn das so war, wie in den nachgestellten Szenen, dann war dies ein echt skrupelloser Hardliner erster Güte, der hätte schon nachh DDR- Recht strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden müssen!
Die Lokführer, die wie hier per Telegramm (eine damals total unübliche Praxis!) oder wie auch immer, zu diesen besonderen Diensten beordert wurden, waren ausgesuchte, handverlesene Reichsbahner.

Und mit großer Sicherheit über das übliche Maß hinaus linientreu!



Dem Zeitzeugen, dem Lokführer hätte ich gern mal die Frage gestellt, ob er nach Dienst oder auch später, wo er keine Nachteile mehr befürchten musste, Strafanzeige gegen diesen vorgesetzten Mitarbeiter gestellt hat...???

Kurz was zur Sachelage Deutsche Reichsbahn. speziell Lokfahrdienst:
Durch leitende Mitarbeiter der Hauptabteilung Maschienwirtschaft, angesiedelt bei den jeweiligen Reichsbahndirektionen (RbD) auch s. g. Instrukteuere genannt, wurden auch ohne außergewöhnliche Situationen relativ regelmäßig Kntroll- und Begleitfahrten auf Lokführerständen durchgefürt. Im Besonderen wurden natürlich Fahrten in außergewöhnlichen Situationen begleitet, hier besonders, um den Lokführer in brenzligen Situationen zu entlasten. Eine heute noch gängige Praxis durch die Bahnverwaltungen.
Diese Kontrolleure waren dem Lokführer in jedem Fall weisungsberechtigt. Konnten ihm aber nicht die Verantwortung beim Führen der Lokomotive abnehmen, hatten nur eine Mitverantwortung bei Fehlhandlungen, die sie hätten maßgeblich noch beeinflussen können. Und durch Weisung nur soweit eingreifen können, wie dadurch gültige Vorschriften oer Gesetze nicht verletzt wurden. Hatten sie die Berechtigung zum Führen der jeweiligen Lokbaureihe, waren sie auch berechtigt, selbst zu fahren. Hatten dann aber auch die alleinige Verantwotung als Lokführer.

Fälle, wo Lokführer dem Kontrolleur es anheim gelegt haben, selbst weiterzufahren, weil dieser nur nervte und dabei ablenkte, hat es auch bei der Deutschen Reichsbahn einige gegeben. Sowas sprach sich ja schnell rum. War auch für den betreffenden Lokführer nicht immer von Vorteil, gerade dann, wenn er kein SED- Parteibuch hatte oder vielleicht doch, aber etwas, sagen wir mal unbequem war...

Fazit für diese ARD- Doku und für mich: Die Originalaufnahmen haben einen unwarscheinlichen hohen historischen Wert.

Die Glaubhaftigkeit einiger Darstellungen, Zahlen, Kommentare empfinde ich als einseitig, aus Zusammenhängen gerissen und auf Grund des Zeitvorlaufes schlecht nachzuvollziehen, darum zweifele ich einige dieser Darstellungen arg an...

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
Gert und RudiEK89 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#110

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 12:35
von eisenringtheo | 9.156 Beiträge

Zum Lokführer: Wenn möglich schreibt man Berichte doch so, dass man "oben" nicht aneckt. Und wenn man (aus Sicht der "Oberen") Schlechtes rapportieren muss, hat man doch immer das Sprichwort im Kopf "Der Überbringer der schlechten Botschaft wird bestraft":
http://www.gavagai.de/zitat/HHC192.htm
Den Ärger des Vorgesetzten gegen sich selber kann man nur abwenden, wenn man selbst dem Bericht eine Wertung gibt, die auch der Vorgesetzte so vornehmen würde. Nur schon der Anschein der geringsten Solidarisierung mit den Flüchtenden könnte zur Folge haben, dass der Lokführer keine internationalen Züge mehr fahren wird.
Theo


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.10.2014 12:36 | nach oben springen

#111

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 12:43
von eisenringtheo | 9.156 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #109
(...)
Genau wie der Mitarbeiter des "maschinentechnischen Dienstes" der Reichsbahn, der im Führerstand der Lok mitfuhr und die Anweisungen gab, Personengruppen bis zu 5 Mann (skrupellos) über den Haufen zu fahren. Der das Bremsventil beim Bremsmanöver des Lokführers wegen des Kinderwagens wieder in die Lösestellung schob...
(...)
josy95

Nur so aus Neugier eines Nichteisenbahners: Was läuft da alles ab, wenn ich als Lokführer eine Kinderwagen auf dem Gleis sehe? Natürlich Notbremsung, der Zug hält etwa 500 Meter nach dem Hindernis? Und dann?
Theo


nach oben springen

#112

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 13:05
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #74
Zitat von Gert im Beitrag #71
Zitat von Pit 59 im Beitrag #64
Rainer (passport)

Überhaupt keine Frage,und ich verurteile das auch,absolut eine Sauerei das Erwachsene rüber sind und Ihre Kinder zurückgelassen haben. Das mit den Ärzten oder Medizinischen Personal,wer will es Ihnen verdenken,ich nicht.
Das Du gerade dieser Personengruppe Hass oder Verachtung entgegen bringst, mal ganz ehrlich hängt mit Deinem EX-Job zusammen. Ich bin ja schon Froh das Du nicht geschrieben hast das dadurch viele Patienten gestorben sind,denn das wäre geschwindelt,jedenfalls ist mir derartiges nicht bekannt.
Ich kann aber nicht alles Wissen

im Vergleich zu anderen europäischen Ländern einschl Bundesrepublik wurden Ärzte in der DDR mit einem Hungerlohn bezahlt. Da brauchte es keine Abwerbemassnahmen, die Ärzte, die das ändern wollten haben sicher händeringend einen Schleuser gesucht.



Jaja @Gert

Du und Dein (Un) wissen über die DDR. Mann kann eben nicht Äpfel mit Birnen vergleichen 1

Hier ein Auszug aus der "Thüringer Allgemeine"

Faktencheck DDR: Keine gerechte Einkommensverteilung


Zu den hohen Einkommensbeziehern gehörten neben dem Leitungspersonal aus Partei, Staat und Wirtschaft, Künstler, Ärzten und Selbstständigen viele Mitarbeiter von Volkspolizei, Volksarmee und MfS.



passport


@passport
wenn du mir schon (Un)wissen bescheinigst dann musst du mir auch auch mal erklären, was ein hohes Einkommen in der DDR war, was war der Massstab und natürlich auch in den Vergleich setzen zu den Berufsgruppen in der Bundesrepublik


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#113

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 13:07
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #111
Zitat von josy95 im Beitrag #109
(...)
Genau wie der Mitarbeiter des "maschinentechnischen Dienstes" der Reichsbahn, der im Führerstand der Lok mitfuhr und die Anweisungen gab, Personengruppen bis zu 5 Mann (skrupellos) über den Haufen zu fahren. Der das Bremsventil beim Bremsmanöver des Lokführers wegen des Kinderwagens wieder in die Lösestellung schob...
(...)
josy95

Nur so aus Neugier eines Nichteisenbahners: Was läuft da alles ab, wenn ich als Lokführer eine Kinderwagen auf dem Gleis sehe? Natürlich Notbremsung, der Zug hält etwa 500 Meter nach dem Hindernis? Und dann?
Theo



...ja dann..., @eisenringtheo , dann setzt dieses Ungeheuerliche und zu 99,9 % mit den bekannten Spätfolgen behaftete für den betreffenden Lokführer und meißt auch alle anderen direkt Beteiligten (Anwesenden) ein.

Das ist ein schwer beschreiblicher, extrem emotionaler Zustand zwischen einfachen Hofffen, das es glimpflich abgegangen ist, irgendeine rettende Hand, ein Zufall das Schlimmste verhindert hat. Dann kommt aber auch das Hororszenario, der schlimmste Fall. Wenn vorhanden, sind alte Bilder von vergangenen Unfällen, aber auch Beinahunfällen sofort wieder da. Du wirst quasi in eine (Kopf-) Kinovorstellung befördert, die in Bruchteilen von Sekunden abläuft. Im Realen brauchte man für solch einen Film wenigstens 2 Stunden zum Anschauen plus der Nacharbeitungszeit....

Und nach diesem "Film", der nur im besagten, in deinem Kopfkino läuft, kommen sehr schnell bohrende Gewissenbissse..., hast Du jetzt was verkehrt gemacht, vielleicht ein Signal übersehen, warst auch nur einen ganz kurzen Augenblick unaufmerksam...?

Dann kommt der nächste (Kurz-) Film im Kopfkino, wo du dich Ermittlern, Staatsanwälten usw. und ihren bohrenden und auch oft unfairen Fragen gegenübersitzend siehst, im Gerichtssaal auf der Anklagebank...., in Pressen und anderen Medien brutal vorgeführt siehst.... Jobverlust wegen strafrechtlicher Verantwortung oderauch wegen psychischer Spätfolgen...

So, dann sind vielleicht 10, vielleicht auch 20 oder 30 Sekunden rum, seit deine Lok, Dein Zug zum Stehen gekommen ist. Dann setzt aber die Ernüchterung mit einem gewissen Schockzustand ein. Deine innere Stimme sagt dir, jetzt mußt du diesen schrecklichen Gang vom Führerstand, den du bis dahin als eine Art uneinnehmbare, deine Festung angesehen hst, herunter machen, dir einen Überblick machen, Hilfe organisieren...

Gott sei Dank ist man zumindest bei größeren Eisenbahnen (DB usw.) heute schon so weit, das man bei derartigen Ereignissen gleich Seelsorger mit zum Ort des Geschehens schickt. Sich auch im Anschluß nachhaltig um die Kollgen kümmert. Noch vor 15, 20 Jahren und davor und selbst heute noch bei einigen Privaten sieht das ganz, ganz anders aus....

Selbst in einigen Situationen gewesen..., auch hier Gott sei Dank, zumindest für mich als handelnde Person (Lokführer) immer glimpflich abgegangen. Aber auch das bleibt unauslöschlich im Gedächtnis haften und ist schneller allgegenwärtig, als man es wahrhaben möchte...

Da gilt der Grundsatz: Hilf Dir selbst oder sei wenigstens in einer guten Gewerkschaft, sei über einen guten Rechtsschutz optimal abgesichert. Sonst bist du der doppelt oder gar dreifach gear*chte!

josy95

(sorry, Schreib- u. Tastenfehleredittchen....)


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
RudiEK89 und eisenringtheo haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.10.2014 13:10 | nach oben springen

#114

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 13:33
von damals wars | 12.113 Beiträge

So ein armer Zahnarzt musste ja nicht unbedingt mit einem Gehalt auskommen.
Bei meinem Studium wurden wir in einer in einer Außenstelle einer Zahnarztpraxis betreut.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
nach oben springen

#115

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 15:19
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Bitte vergeßt bei der Diskussion über höhe des Gehaltes nicht die unterschiedlichen Lebenshaltungskosten.

Nur als Gedankenstütze, Miete, Grundnahrungsmittel, Energie, Förderung für Ehekredite bzw. Kinder. Gerade diese Sachen haben der DDR wirtschaftlich geschadet (verfälschung Leistungsprinzip) haben aber ein anderes "Wohlstandsgefälle" als z.B. in der damaligen BRD zur Folge gehabt.


nach oben springen

#116

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 15:54
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #115
Bitte vergeßt bei der Diskussion über höhe des Gehaltes nicht die unterschiedlichen Lebenshaltungskosten.

Nur als Gedankenstütze, Miete, Grundnahrungsmittel, Energie, Förderung für Ehekredite bzw. Kinder. Gerade diese Sachen haben der DDR wirtschaftlich geschadet (verfälschung Leistungsprinzip) haben aber ein anderes "Wohlstandsgefälle" als z.B. in der damaligen BRD zur Folge gehabt.


@Bürger der DDR , ich finde es nicht sehr witzig für die wirtschaftliche Situation der Menschen in der DDR den Begriff "Wohlstandsgefälle" zu wählen.
Ab der Gründung des Staates nach 1949 und der politischen Gleichschaltung der Bürger setzte nämlich auch noch eine wirtschaftliche/vermögensrechtliche Gleichschaltung der Bürger ein. Wie mit einem Rasenmäher wurde alle auf eine "Länge" gestutzt, jeder war gleich arm und das blieb bis zum Fall der Mauer auch so. Ich weiss dass einige diesem Zustand hier nachtrauern, aber es funktioniert nicht mit dem Rasenmäher. Das Haupthindernis ist der Mensch. Da können noch so viele Marx' und Lenins kommen und predigen, das Bewusstsein des Menschen muss sich erst mal ändern dann gehts schon. Ne , es geht nicht und wird es nie.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#117

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 16:01
von Uffz.JoMu (gelöscht)
avatar

Zitat von Gert im Beitrag #116
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #115
Bitte vergeßt bei der Diskussion über höhe des Gehaltes nicht die unterschiedlichen Lebenshaltungskosten.

Nur als Gedankenstütze, Miete, Grundnahrungsmittel, Energie, Förderung für Ehekredite bzw. Kinder. Gerade diese Sachen haben der DDR wirtschaftlich geschadet (verfälschung Leistungsprinzip) haben aber ein anderes "Wohlstandsgefälle" als z.B. in der damaligen BRD zur Folge gehabt.


@Bürger der DDR , ich finde es nicht sehr witzig für die wirtschaftliche Situation der Menschen in der DDR den Begriff "Wohlstandsgefälle" zu wählen.
Ab der Gründung des Staates nach 1949 und der politischen Gleichschaltung der Bürger setzte nämlich auch noch eine wirtschaftliche/vermögensrechtliche Gleichschaltung der Bürger ein. Wie mit einem Rasenmäher wurde alle auf eine "Länge" gestutzt, jeder war gleich arm und das blieb bis zum Fall der Mauer auch so. Ich weiss dass einige diesem Zustand hier nachtrauern, aber es funktioniert nicht mit dem Rasenmäher. Das Haupthindernis ist der Mensch. Da können noch so viele Marx' und Lenins kommen und predigen, das Bewusstsein des Menschen muss sich erst mal ändern dann gehts schon. Ne , es geht nicht und wird es nie.



@ gert, stimmt es geht nicht, solange Du das auch nicht willst.


nach oben springen

#118

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 16:09
von Rostocker | 7.715 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #116
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #115
Bitte vergeßt bei der Diskussion über höhe des Gehaltes nicht die unterschiedlichen Lebenshaltungskosten.

Nur als Gedankenstütze, Miete, Grundnahrungsmittel, Energie, Förderung für Ehekredite bzw. Kinder. Gerade diese Sachen haben der DDR wirtschaftlich geschadet (verfälschung Leistungsprinzip) haben aber ein anderes "Wohlstandsgefälle" als z.B. in der damaligen BRD zur Folge gehabt.


@Bürger der DDR , ich finde es nicht sehr witzig für die wirtschaftliche Situation der Menschen in der DDR den Begriff "Wohlstandsgefälle" zu wählen.
Ab der Gründung des Staates nach 1949 und der politischen Gleichschaltung der Bürger setzte nämlich auch noch eine wirtschaftliche/vermögensrechtliche Gleichschaltung der Bürger ein. Wie mit einem Rasenmäher wurde alle auf eine "Länge" gestutzt, jeder war gleich arm und das blieb bis zum Fall der Mauer auch so. Ich weiss dass einige diesem Zustand hier nachtrauern, aber es funktioniert nicht mit dem Rasenmäher. Das Haupthindernis ist der Mensch. Da können noch so viele Marx' und Lenins kommen und predigen, das Bewusstsein des Menschen muss sich erst mal ändern dann gehts schon. Ne , es geht nicht und wird es nie.




Grün---Na,das wird wohl nicht stimmen Ich habe bis zum Schluß in der DDR --aber das alle gleich Arm waren. Da fehlen Dir wohl das Wissen aus den letzten 24 Jahren DDR :


nach oben springen

#119

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 16:25
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #118
Zitat von Gert im Beitrag #116
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #115
Bitte vergeßt bei der Diskussion über höhe des Gehaltes nicht die unterschiedlichen Lebenshaltungskosten.

Nur als Gedankenstütze, Miete, Grundnahrungsmittel, Energie, Förderung für Ehekredite bzw. Kinder. Gerade diese Sachen haben der DDR wirtschaftlich geschadet (verfälschung Leistungsprinzip) haben aber ein anderes "Wohlstandsgefälle" als z.B. in der damaligen BRD zur Folge gehabt.


@Bürger der DDR , ich finde es nicht sehr witzig für die wirtschaftliche Situation der Menschen in der DDR den Begriff "Wohlstandsgefälle" zu wählen.
Ab der Gründung des Staates nach 1949 und der politischen Gleichschaltung der Bürger setzte nämlich auch noch eine wirtschaftliche/vermögensrechtliche Gleichschaltung der Bürger ein. Wie mit einem Rasenmäher wurde alle auf eine "Länge" gestutzt, jeder war gleich arm und das blieb bis zum Fall der Mauer auch so. Ich weiss dass einige diesem Zustand hier nachtrauern, aber es funktioniert nicht mit dem Rasenmäher. Das Haupthindernis ist der Mensch. Da können noch so viele Marx' und Lenins kommen und predigen, das Bewusstsein des Menschen muss sich erst mal ändern dann gehts schon. Ne , es geht nicht und wird es nie.




Grün---Na,das wird wohl nicht stimmen Ich habe bis zum Schluß in der DDR --aber das alle gleich Arm waren. Da fehlen Dir wohl das Wissen aus den letzten 24 Jahren DDR :




dafür habe ich den Anfang, die ersten 16 Jahre, gut mitbekommen und da waren sie am Schlimmsten. Später haben sie wohl Kreide gefressen. Aber gar so unwissend war ich auch nicht denn ich hielt engen Kontakt bis zum Schluss. Die einzige Kontaktsperre war vom Tag der Flucht März 65 bis Dezember 1972. Das stimmt, da habe ich nicht viel mitbekommen, störte mich aber in meiner schönen bunten Republik, die ich damals erkundete, überhaupt nicht.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#120

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.10.2014 16:34
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Na ja, aber ein wenig Neugierde auf deine Schwestern und Brüder auf der anderen Seite der Elbe hättste Dir schon bewahren können @Gert

Ich kann mich noch an heftigste Diskussion hier im Forum erinnern, dass die DDR - Bürger mit dem Geld, das sie hatten nichts anfangen konnten, weil es nichts gab, wofür sie es hätten ausgeben können.

Interessant in diesem Zusammenhang auch die Diskussion im Frühjahr 1990 zur Währungsunion, als nicht wenige aufstöhnten, dass nur 2.000 DDR Mark 1:1 umgetauscht werden konnten. Es muss schon ne ganze Menge "Vermögen" unterwegs gewesen sein. Daher denke ich, dass die Geschichte der Währungsunion 1990 ein spannendes Thema wäre.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 08.10.2014 16:36 | nach oben springen



Besucher
2 Mitglieder und 20 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: anton24
Besucherzähler
Heute waren 298 Gäste und 27 Mitglieder, gestern 3466 Gäste und 184 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14352 Themen und 556921 Beiträge.

Heute waren 27 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen