#241

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.10.2014 09:01
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von rei im Beitrag #239
[...]
Der Märchenerzähler

Der Märchenerzähler, ahja ... so richtig ernst nimmste Dich selber nicht? Und ob ich Deine Schreibweise nun mag oder nicht ist sachlich vollkommen irrelevant. Doch jetzt fragtest Du zumindest eine Frage konkret, nun die will ich beantworten, ganz sachlich ...
Also ich sag's ma so, der Mittwoch als mein vorletzter Urlaubstag sollte in einem 'gemüthlichen' Abend auf'm Hirsch ausklingen. Nur dieser nahm einen etwas unplanmäßigen Verlauf und wurde vor allem vorfristig 'ungemüthlich'. Denn im Parkhotel wurde so gegen halb zehne die Tanzveranstaltung 'von Amts wegen' beendet und Ruhe zur ersten Bürgerpflicht erklärt. Hmm, nur die 11 fährt direkt zum Hbf und inzwischen hatt'es sich auch rumgesprochen, da iss was los und der Abend war noch jung ... also Ja, ich war vor Ort und kann mich dunkel (weil 'leicht' alkoholvernebelt) auch noch an das brennende Bullentaxi erinnern, aber Nein, als Zeitzeuge tauge ich für diesen Abend dann doch eher wenig bis nicht.
Da ist sogar ein Video der BV besser geeignet, gebührenfrei ausm Netz und nicht eintrittspflichtig im Landhaus ...
www.bstu.bund.de/DE/InDerRegion/Dresden/...uptbahnhof.html
Achso, doch ... eine Sache fällt mir noch (dunkel wieder) ein. Ausgestiegen aus der Straba sind's mir in der Höhe Rundkino auf freier Strecke weil es standen schon 4 oder 5 andere Züge weiter vorn. Na und bis zum Hauptbahnhofsvorplatz ham'er dann wohl auch die letzten Flaschen Wermuth erledigt, welche vom Parkhotel noch übrig warn, hicks. Hilft jetzt aber nicht wirklich weiter? Also wie schon geschrieben, der Zeitzeuge (für diese Nacht 4./5.10.89) iss bei mir eher Fehlanzeige. Und kann es sein (zumindest sagt mir das eine klitzekleine Kleinigkeit in #238), das Du mal überhaupt nicht 'vor Ort' warst, zumindest am 3.,4. oder auch am 5.?
Und nun nochmal zum erwähnten, leider überhastet aus #215 entfernten 'Mitschnitt'. Denn weil es den MDR 1989 irgendwie noch nicht gab (das mit den exakten Angaben ja nun nicht so Dein Ding, iss ja aber kein Problem wenn man's nun weiß), nehme ich mal an Du meinst die Sammlung des DRA (http://1989.dra.de), hä? Nun gut, aber die meinte ich nicht. Da kann ja ein Jeder selber fündig werden. Oder meinteste etwa ein Radiofeature zum Zehnjährigen aus dem Jahr 1999, hmm? Nun das aber produzierte der DLF (www.dradio.de/dlf/sendungen/langenacht_alt/991001.html), na wie auch immer ... zumindest auch ein ÖRR. Und nein, ich meinte auch nicht diese Sendung.
Schade, denn ich dachte schon, oder mal etwas emotionaler ausgedrückt, war froher Hoffnung, Du hättest Zugriff (gehabt) auf ein Mitschnitt, welchen am besagten Nachmittag/Abend zwei Studenten der ET aus ihrem Zimmer in der Budapester 22 (?, jedenfalls mit fast freiem Blick auf die Geleise) nicht ganz legal (ums mal vorsichtig zu formulieren) vom Funkverkehr aus'm Hauptbahnhof anfertigten. Weil da dürfte es mit Ansprüchen aufs (c) wohl eher mau aussehen, alles chlor?
Achso, eine Frage doch noch zu der TLF-als-Wawe-Story, meinste nicht auch die wäre besser in Plauen verortet?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#242

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.10.2014 10:49
von Regina | 643 Beiträge

Ich verstehe nicht, was wollten die Dresdner auf dem Bahnhof?
Der Zug war doch voller Flüchtlinge.
tho



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#243

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.10.2014 12:24
von Karl Heinz | 7 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #226
Es stellt sich auch für mich die Frage: "Warum mit dem Zug? Was für Möglichkeiten hätte es noch gegeben?

WIMRE gab es einmal die Ansicht, nur die DDR könnte die zuflucht suchenden Leute aus der Botschaft der DDR aus der Staatsbürgerschaft entlassen. Also den Umweg über die DDR, dort auf dem Weg die Ausweise abgenommen und offiziell aus der Staatsbürgerschaft entlassen.

Eventuell war ja einer hier dabei und kann estwas dazu sagen?

Gruß Reiner



Hallo Reiner,

Ich schreibe Dir hier aus der Sicht eines Zöllners, der den 1. Zug durch das Fenster auf dem Bahnhof in Decin gesehen hat.
Zum allgemeinen Verständnis. Zu dieser Zeit war ich Student beim Zoll. Von Ende August bis Anfang Novenber wurden alle Studenten aus dem Studienbetrieb ausgelöst und an die Süd- bzw südliche Ostgrenze um Görlitz herum abgeornet. Die bestehenden Arbeitsstruckturen waren föllig uberlastet mit der Situation. Als man uns sagte, dass die Flüchlinger in der Botschaft Prag mit Zügen über Bad Schandau in die BRD ausreisen sollen und deshalb Sonderzüge eingesetzt werden haben wir nicht schlecht gekuckt und die Frage gestellt, ob das wirklich der volle Ernst war.
Es wurde auch die Frage gestellt, ob es nicht besser wäre über Österreich die Züge laufen zu lassen oder sie auszufliegen. Darauf hin hieß es nur, dass es mit Flugzeugen nicht machbar währe aus Kapazitätsgründen und Östereich die Durchfahr verwehrte. Uns wurden damals 3 Gründe genannt dazu. Zum ersten, alle sollten ausgebürgert werden während der Fahrt und dabei auch gleich die Personalien festgestellt und festgehalten werden. Folge währe daraus gewesen, dass es nicht als Republikflucht bewertet würde. Zum zweiten sollte es als eine Art großzügigen Akt nach aussen dargestellt werden, welches auch im Hinblick auf die Beruhigung innerhalb der DDR wirken sollte. Als dritter, man wollte die Menschen noch einmal mittels der Passkontrolle demütigen. Zöllner durften nicht in den Zug und auch nicht in den Sichtbereich dieser Züge. Unsere Aufgabe bei diesen Zügen bestand lediglich darin, sie bei der Ausfahrt nach Prag, pingelichst auf Sauberkeit und auf Unbeschädigtheit zu kontrollieren. Desweiteren mußten die Bordvoräte geprüft, abgeglichen und abgefertigt werden. Ein Abteil wurde durch die MITROPA mit Babynahrung, alkoholfreien Getränken, Kaffee ect und Lebensmitteln bestückt. Diese sollten für die gesammte Reise reichen und es sollten im Zug auch nur soviel Personen reisen wie Sitzplätze im Zug sich befanden.

Wann der erste Zug genau fahren sollte wussten wir nicht. Als wir an jenem Tag mit einem Aufahrenden Fernzug in Bad Schandau stoppten wurde uns mitgeteilt, das der Zug heute fährt und wir uns in dem Büro in Decin ohne Licht aufhalten sollten. Uns wurde verboten uns auf dem Bahnsteig aufzuhalten. Beim Eintreffen in Decin wurden wir von einem tschechischen Kollegen in Empfang genommen, der uns mitteilte, dass der Zug in 10 min eintreffen würde und wir den Bahnsteig zu verlassen hätten. Mir ist damals aufgefallen, dass der Bahnhof föllig leergefegt war. Es waren weder Menschen noch andere Züge im Bahnhof. War völlig ungewöhlich. Der Zug rollte auch ein und wir beobachteten diesen Zug durchs Fenster.
Man wurde das Gefühl nicht los, dass es wie ein Gespensterzug war. Man konnte die Reisenden sehen, die wie in einer Schockstarre waren. Aus dem Zug war kein Laut zu vernehmen. In den 45 min, die der Zug in Decin stand, haben sich die Menschen nicht großartig bewegt oder angeregt unterhalten. Für sie muss es an die Nerven gegangen sein nicht zu wissen was passieren wird auf DDR Terretorium - Reise in das ungewisse. Es war gespenstich auf diesem Bahnhof. Absolute Stille. Der Bahnhof war für die gesammte Dauer dieser Aktion geschlossen wurden und von der Polizei gesichert. Als er sich langsam in Bewegung setzte hatte ich ein mulmiges Gefühl im Magen. Keiner wusste was jetzt passieren wird. Wir wussten, dass wir einem Novum beigewohnt haben, welches es vorher noch nie gegeben hat und dass dieser Moment ein historischer wird. Darüber wahren wir uns im klaren. Mir war aber nicht klar, wie ich mit einem historischen Moment umgehen soll, wenn es der erste im Leben war.

Gruß Detlef



Damals87, Regina, der glatte und eisenringtheo haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#244

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.10.2014 13:04
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Karl Heinz im Beitrag #243
Zitat von der glatte im Beitrag #226
Es stellt sich auch für mich die Frage: "Warum mit dem Zug? Was für Möglichkeiten hätte es noch gegeben?

WIMRE gab es einmal die Ansicht, nur die DDR könnte die zuflucht suchenden Leute aus der Botschaft der DDR aus der Staatsbürgerschaft entlassen. Also den Umweg über die DDR, dort auf dem Weg die Ausweise abgenommen und offiziell aus der Staatsbürgerschaft entlassen.

Eventuell war ja einer hier dabei und kann estwas dazu sagen?

Gruß Reiner



Hallo Reiner,

Ich schreibe Dir hier aus der Sicht eines Zöllners, der den 1. Zug durch das Fenster auf dem Bahnhof in Decin gesehen hat.
Zum allgemeinen Verständnis. Zu dieser Zeit war ich Student beim Zoll. Von Ende August bis Anfang Novenber wurden alle Studenten aus dem Studienbetrieb ausgelöst und an die Süd- bzw südliche Ostgrenze um Görlitz herum abgeornet. Die bestehenden Arbeitsstruckturen waren föllig uberlastet mit der Situation. Als man uns sagte, dass die Flüchlinger in der Botschaft Prag mit Zügen über Bad Schandau in die BRD ausreisen sollen und deshalb Sonderzüge eingesetzt werden haben wir nicht schlecht gekuckt und die Frage gestellt, ob das wirklich der volle Ernst war.
Es wurde auch die Frage gestellt, ob es nicht besser wäre über Österreich die Züge laufen zu lassen oder sie auszufliegen. Darauf hin hieß es nur, dass es mit Flugzeugen nicht machbar währe aus Kapazitätsgründen und Östereich die Durchfahr verwehrte. Uns wurden damals 3 Gründe genannt dazu. Zum ersten, alle sollten ausgebürgert werden während der Fahrt und dabei auch gleich die Personalien festgestellt und festgehalten werden. Folge währe daraus gewesen, dass es nicht als Republikflucht bewertet würde. Zum zweiten sollte es als eine Art großzügigen Akt nach aussen dargestellt werden, welches auch im Hinblick auf die Beruhigung innerhalb der DDR wirken sollte. Als dritter, man wollte die Menschen noch einmal mittels der Passkontrolle demütigen. Zöllner durften nicht in den Zug und auch nicht in den Sichtbereich dieser Züge. Unsere Aufgabe bei diesen Zügen bestand lediglich darin, sie bei der Ausfahrt nach Prag, pingelichst auf Sauberkeit und auf Unbeschädigtheit zu kontrollieren. Desweiteren mußten die Bordvoräte geprüft, abgeglichen und abgefertigt werden. Ein Abteil wurde durch die MITROPA mit Babynahrung, alkoholfreien Getränken, Kaffee ect und Lebensmitteln bestückt. Diese sollten für die gesammte Reise reichen und es sollten im Zug auch nur soviel Personen reisen wie Sitzplätze im Zug sich befanden.

Wann der erste Zug genau fahren sollte wussten wir nicht. Als wir an jenem Tag mit einem Aufahrenden Fernzug in Bad Schandau stoppten wurde uns mitgeteilt, das der Zug heute fährt und wir uns in dem Büro in Decin ohne Licht aufhalten sollten. Uns wurde verboten uns auf dem Bahnsteig aufzuhalten. Beim Eintreffen in Decin wurden wir von einem tschechischen Kollegen in Empfang genommen, der uns mitteilte, dass der Zug in 10 min eintreffen würde und wir den Bahnsteig zu verlassen hätten. Mir ist damals aufgefallen, dass der Bahnhof föllig leergefegt war. Es waren weder Menschen noch andere Züge im Bahnhof. War völlig ungewöhlich. Der Zug rollte auch ein und wir beobachteten diesen Zug durchs Fenster.
Man wurde das Gefühl nicht los, dass es wie ein Gespensterzug war. Man konnte die Reisenden sehen, die wie in einer Schockstarre waren. Aus dem Zug war kein Laut zu vernehmen. In den 45 min, die der Zug in Decin stand, haben sich die Menschen nicht großartig bewegt oder angeregt unterhalten. Für sie muss es an die Nerven gegangen sein nicht zu wissen was passieren wird auf DDR Terretorium - Reise in das ungewisse. Es war gespenstich auf diesem Bahnhof. Absolute Stille. Der Bahnhof war für die gesammte Dauer dieser Aktion geschlossen wurden und von der Polizei gesichert. Als er sich langsam in Bewegung setzte hatte ich ein mulmiges Gefühl im Magen. Keiner wusste was jetzt passieren wird. Wir wussten, dass wir einem Novum beigewohnt haben, welches es vorher noch nie gegeben hat und dass dieser Moment ein historischer wird. Darüber wahren wir uns im klaren. Mir war aber nicht klar, wie ich mit einem historischen Moment umgehen soll, wenn es der erste im Leben war.

Gruß Detlef





@Karl Heinz Danke für Deine Info aus der Sicht eines Zöllners in diesen Tagen. Dazu habe ich zwei Fragen.

In welchem Bahnhof von Decin war das in Decin-Hlavni Nadrazi oder Decin-Vychod? Warum ging der Zug nicht über Decin-Vychod? Dort wäre der Personenverkehr eher gering gewesen. Die Möglichkeit bestand schon.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


zuletzt bearbeitet 17.10.2014 13:06 | nach oben springen

#245

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.10.2014 13:25
von damals wars | 12.205 Beiträge

Zitat von Regina im Beitrag #242
Ich verstehe nicht, was wollten die Dresdner auf dem Bahnhof?
Der Zug war doch voller Flüchtlinge.
tho


Die wolten einfach nur mitfahren, die Tür war einen Spalt auf.
Konnte doch keiner ahnen, das bald die Tür komplett aufgehen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
Regina hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#246

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.10.2014 18:16
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von 94 im Beitrag #241
Zitat von rei im Beitrag #239
[...]
Der Märchenerzähler

Der Märchenerzähler, ahja ... so richtig ernst nimmste Dich selber nicht? Und ob ich Deine Schreibweise nun mag oder nicht ist sachlich vollkommen irrelevant. Doch jetzt fragtest Du zumindest eine Frage konkret, nun die will ich beantworten, ganz sachlich ...
Also ich sag's ma so, der Mittwoch als mein vorletzter Urlaubstag sollte in einem 'gemüthlichen' Abend auf'm Hirsch ausklingen. Nur dieser nahm einen etwas unplanmäßigen Verlauf und wurde vor allem vorfristig 'ungemüthlich'. Denn im Parkhotel wurde so gegen halb zehne die Tanzveranstaltung 'von Amts wegen' beendet und Ruhe zur ersten Bürgerpflicht erklärt. Hmm, nur die 11 fährt direkt zum Hbf und inzwischen hatt'es sich auch rumgesprochen, da iss was los und der Abend war noch jung ... also Ja, ich war vor Ort und kann mich dunkel (weil 'leicht' alkoholvernebelt) auch noch an das brennende Bullentaxi erinnern, aber Nein, als Zeitzeuge tauge ich für diesen Abend dann doch eher wenig bis nicht.
Da ist sogar ein Video der BV besser geeignet, gebührenfrei ausm Netz und nicht eintrittspflichtig im Landhaus ...
www.bstu.bund.de/DE/InDerRegion/Dresden/...uptbahnhof.html
Achso, doch ... eine Sache fällt mir noch (dunkel wieder) ein. Ausgestiegen aus der Straba sind's mir in der Höhe Rundkino auf freier Strecke weil es standen schon 4 oder 5 andere Züge weiter vorn. Na und bis zum Hauptbahnhofsvorplatz ham'er dann wohl auch die letzten Flaschen Wermuth erledigt, welche vom Parkhotel noch übrig warn, hicks. Hilft jetzt aber nicht wirklich weiter? Also wie schon geschrieben, der Zeitzeuge (für diese Nacht 4./5.10.89) iss bei mir eher Fehlanzeige. Und kann es sein (zumindest sagt mir das eine klitzekleine Kleinigkeit in #238), das Du mal überhaupt nicht 'vor Ort' warst, zumindest am 3.,4. oder auch am 5.?
Und nun nochmal zum erwähnten, leider überhastet aus #215 entfernten 'Mitschnitt'. Denn weil es den MDR 1989 irgendwie noch nicht gab (das mit den exakten Angaben ja nun nicht so Dein Ding, iss ja aber kein Problem wenn man's nun weiß), nehme ich mal an Du meinst die Sammlung des DRA (http://1989.dra.de), hä? Nun gut, aber die meinte ich nicht. Da kann ja ein Jeder selber fündig werden. Oder meinteste etwa ein Radiofeature zum Zehnjährigen aus dem Jahr 1999, hmm? Nun das aber produzierte der DLF (www.dradio.de/dlf/sendungen/langenacht_alt/991001.html), na wie auch immer ... zumindest auch ein ÖRR. Und nein, ich meinte auch nicht diese Sendung.
Schade, denn ich dachte schon, oder mal etwas emotionaler ausgedrückt, war froher Hoffnung, Du hättest Zugriff (gehabt) auf ein Mitschnitt, welchen am besagten Nachmittag/Abend zwei Studenten der ET aus ihrem Zimmer in der Budapester 22 (?, jedenfalls mit fast freiem Blick auf die Geleise) nicht ganz legal (ums mal vorsichtig zu formulieren) vom Funkverkehr aus'm Hauptbahnhof anfertigten. Weil da dürfte es mit Ansprüchen aufs (c) wohl eher mau aussehen, alles chlor?
Achso, eine Frage doch noch zu der TLF-als-Wawe-Story, meinste nicht auch die wäre besser in Plauen verortet?


Kurz nochmal dazu,eigentlich wollte ich nicht mehr antworten.
Eine Frage: Warum verschleierst Du einige Angaben und versteckst Dich hinter einer Nummer?
Das Du Insiderwissen über bestimmte Vorgänge hast,kannst Du nicht abstreiten.Wer damals im Parkhotel verkehrte,ist bekannt.
O.Du musst im Forum keine persönlichen Angaben machen.
Nichts für ungut,damit endet es für mich.


zuletzt bearbeitet 19.10.2014 02:55 | nach oben springen

#247

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.10.2014 21:26
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Ich würde einfach mal sagen das Bild ist echt. Ich kenne 94 persönlich.

Und ich glaube auch gelesen zu haben wo der Nick herkommt.

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#248

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.10.2014 22:21
von FRITZE (gelöscht)
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@rei Warum zweifelst Du an der Echtheit von der 94 ? Der ist ja nun lange genug und oft genug auf Fotos gewesen ,von Treffen ganz zu schweigen!
Popelst Du eigentlich auf Deinem Foto ?


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#249

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.10.2014 22:28
von Sperrbrecher | 1.662 Beiträge

Zitat von Karl Heinz im Beitrag #243
Es wurde auch die Frage gestellt, ob es nicht besser wäre über Österreich die Züge laufen zu lassen
oder sie auszufliegen. Darauf hin hieß es nur, dass es mit Flugzeugen nicht machbar währe aus Kapazitätsgründen und Östereich
die Durchfahrt verwehrte.

Warum über Österreich ?
Der einfachste (und kürzeste) Weg von Prag in der Bundesrepublik wäre wohl die Eisenbahnstrecke von Prag über Pilsen nach
Furth im Wald in Bayern gewesen.

Zitat von damals wars im Beitrag #245

Die wolten einfach nur mitfahren, die Tür war einen Spalt auf.
Konnte doch keiner ahnen, das bald die Tür komplett aufgehen.

Einigen ist es ja wohl auch gelungen.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


zuletzt bearbeitet 18.10.2014 22:31 | nach oben springen

#250

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 19.10.2014 02:42
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von FRITZE im Beitrag #248
@rei Warum zweifelst Du an der Echtheit von der 94 ? Der ist ja nun lange genug und oft genug auf Fotos gewesen ,von Treffen ganz zu schweigen!
Popelst Du eigentlich auf Deinem Foto ?

Das geht schon etwas sehr weit unter die Gürtellinie.
Aber merkt Dir mal über solche Beleidigungen bin ich schon lange weg.
Brille aufsetzen,damit kann man besser sehen,nichts für ungut.


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#251

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 19.10.2014 11:17
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Der einsame Polizist.

Theo


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#252

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 19.10.2014 12:07
von FRITZE (gelöscht)
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@rei Warum fasst Du zwei Fragen als Beleidigung auf ?

Du darfst nicht immer Deine Vermutungen als Angriff auf Deine Person auffassen !

Mit sonntäglichem Gruss FRITZE !


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#253

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.10.2014 04:09
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von FRITZE im Beitrag #252
@rei Warum fasst Du zwei Fragen als Beleidigung auf ?

Du darfst nicht immer Deine Vermutungen als Angriff auf Deine Person auffassen !

Mit sonntäglichem Gruss FRITZE !

Schau mal besser hin,aber die Idee mit den popeln,ist mir noch nicht gekommen.Überlege die ganze Zeit,wie bekomme ich die Antenne in die Nase? und wie bleiben die dann hängen.?
Habe das Bild entfernt,damit dürftest Du dich nicht mehr belästigt fühlen.
MfG. und eine schöne Woche
Rei


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#254

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.10.2014 16:11
von Barbarossa | 36 Beiträge

Hallo,

kann mir Jemand die Frage beantworten.
Ich habe Karteikarten von der BSTU erhalten und da steht das Wort "Wurzelgruppe" darauf.
Was verstand die Stasi unter diesem Begriff ?
Wir hatten allerdings einen mehrjährigen A-Antrag laufen.

Übrigens sind Stasi Aufnahmen (Film) vom Hbf. Dresden .vom 04.09.89 auf der BSTU Seite abrufbar, mit Wasserwerfer oder einem umgebautem Feuerwehrauto?
Vielen Dank.

mfG Barbarossa


zuletzt bearbeitet 20.10.2014 16:18 | nach oben springen

#255

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.10.2014 17:42
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Wurzelgruppe ist ein Begriff aus der elektronischen Datenverarbeitung und die deutsche Übersetzung von "root group", die oberste Verzeichnis-/Karteiebene.
Inwieweit das hier jetzt nützlich ist, weiss ich nicht, könnte mir aber vorstellen, dass diese Datei die Informationen enthält, die nötig sind, um "Decknamen" und "Vorgänge" aus anderen Akten konkreten Personen und Sachverhalten zuzuordnen.
Theo


Barbarossa hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#256

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.10.2014 11:52
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Der Ruf nach Anerkennung der DDR Staatsbürgerschaft...
http://youtu.be/TGvaMxae37I?t=5m17s
Theo


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#257

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.10.2014 23:18
von der glatte | 1.356 Beiträge

Also wenn man den Leuten im Zug auf dem Terretorium der DDR die Ausweise abgenommen hatte und somit aus der Staatsbürgerschaft entließ, waren es dann doch keine DDR Bürger mehr, die in die BRD ausreisten, sondern eher Staatenlose? Wollte man das damit bezwecken?

Dabei sollten wir auch nicht die zwei Züge aus Warschau vergessen. In der Warschauer BRD-Botschaft sollen demnach 849 DDR-Flüchtlinge gewesen sein, die dann ausreisen durften. Die Züge wurden ab den 1.10.1989 über Frankfurt/Oder, weiter über dem Südlichen, bzw. der zweite am 6.10.1989 über den Nördlichen Berliner Außenring, nach Marienborn geführt. Abnahme der Ausweise ebenfalls im Zug. Personalwechsel war an der Blockstelle Detershagen zwischen Burg bei Magdeburg und Möser.

Weitere 124 DDR-Bürger konnten dann am 17. Oktober 1989 mit dem Flugzeug von Warschau direkt in die BRD ausreisen.


Zurück nach Prag, dort sammelten sich bis zum 3.11.1989 erneut 5000 DDR-Flüchtlinge an.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#258

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.10.2014 23:27
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Falsches Thema


zuletzt bearbeitet 27.10.2014 07:55 | nach oben springen

#259

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.10.2014 08:39
von Vierkrug (gelöscht)
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Zitat von der glatte im Beitrag #257
Also wenn man den Leuten im Zug auf dem Terretorium der DDR die Ausweise abgenommen hatte und somit aus der Staatsbürgerschaft entließ, waren es dann doch keine DDR Bürger mehr, die in die BRD ausreisten, sondern eher Staatenlose? Wollte man das damit bezwecken?
Gruß Reiner


Diese Entscheidung war eine politische Machtdemonstration, die auch eine andere propagandistische Wirkung haben sollte - die für mich u.v. andere Parteimitglieder nicht nachvollziehbar war und die sich dann auch letztendlich als sogenannter "Schuß in den Ofen" bzw. "Rohrkrepierer" erwies. Man hat mit dieser politisch unklugen (das noch gelinde ausgedrückt) Entscheidung die ohnehin schon spannungsgeladene innere Situation im Lande zusätzlich eskaliert, Entscheidungsträger in Bedrängnis gebracht und die Polarisierung der Kräfte vorangetrieben.
Eine Ausreise über die damalige CSSR wäre sinnvoller und weniger spektakulär gewesen. So hat man aber nur noch zusätzlich Wasser auf die schon zu mahlenden Mühlen gegossen.

Vierkrug


zuletzt bearbeitet 27.10.2014 08:48 | nach oben springen

#260

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.10.2014 09:53
von Sperrbrecher | 1.662 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #259
Eine Ausreise über die damalige CSSR wäre sinnvoller und weniger spektakulär gewesen. So hat man aber nur noch zusätzlich Wasser auf die schon zu mahlenden Mühlen gegossen.

Wieso "über" ?
Dort waren die doch schon.

An anderer Stelle habe ich es schon erwähnt.
Von Prag über Pilsen wäre der kürzeste Weg in die Bundesrepublik gewesen und man hätte sich den ganzen Schlamassel
z.B. am und im Dresdner Hauptbahnhof erspart. Welcher Schwachkopf hat sich das nur ausgedacht ?


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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