#21

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.10.2014 17:51
von StabsfeldKoenig | 2.620 Beiträge

Zitat von ek40 im Beitrag #7
Zitat von Acki im Beitrag #4
Die westdeutschen grünen Reisepässe bekamen DDR-Bürger bereits in der Prager Botschaft ausgehändigt. Ausreisen, z.B. über Grenzübergänge der ČSSR nach Österreich konnten sie damit aber nicht. Sie mussten mit besagtem Zug durch die DDR fahren um in den Westen zu gelangen.

Bei 1:07:38 sieht das aber anders aus bzw. hört sich anders an.....zumindest was den Perso betrifft.

Herr Genschers Vergleich mit der Fackel und der Scheune in Bezug auf die Zugdurchfahrt(en) über Ex-DDR Gebiet fand ich auch sehr treffend.
Schlimm auch,was mit den Frauen gemacht wurde,die in Haft genommen wurden....
Ebenso die verbrecherische Anweisung,bei Gruppen,welche bis aus 5 Personen bestehen und sich auf den Gleisen befinden,einfach drüber bzw. durchzufahren......so sah also der humane Sozialismus aus....

ek40




Bei Personen im Gleis kann der Lokführer nur versuchen, diese mit dem Signalhorn zu verscheuchen. Ob er bremst oder nicht, macht keinen Unterschied, da der Bremsweg bei 120 km/h ca. 1000 m beträgt. Die Anweisung, bei bis zu 5 Personen nicht zu bremsen, ist also nicht verbrecherisch, weil der Tod ohnedies nicht zu vermeiden ist. Bei größeren Personengruppen hätte möglicherweise Entgleisungsgefahr bestanden, deswegen hätte eine Notbremsung die Entgleisungsfolgen gemindert. Nur so kann ich mir den Sinn der Anweisung vorstellen.



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#22

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.10.2014 18:01
von Thunderhorse | 4.004 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #21
Zitat von ek40 im Beitrag #7
Zitat von Acki im Beitrag #4
Die westdeutschen grünen Reisepässe bekamen DDR-Bürger bereits in der Prager Botschaft ausgehändigt. Ausreisen, z.B. über Grenzübergänge der ČSSR nach Österreich konnten sie damit aber nicht. Sie mussten mit besagtem Zug durch die DDR fahren um in den Westen zu gelangen.

Bei 1:07:38 sieht das aber anders aus bzw. hört sich anders an.....zumindest was den Perso betrifft.

Herr Genschers Vergleich mit der Fackel und der Scheune in Bezug auf die Zugdurchfahrt(en) über Ex-DDR Gebiet fand ich auch sehr treffend.
Schlimm auch,was mit den Frauen gemacht wurde,die in Haft genommen wurden....
Ebenso die verbrecherische Anweisung,bei Gruppen,welche bis aus 5 Personen bestehen und sich auf den Gleisen befinden,einfach drüber bzw. durchzufahren......so sah also der humane Sozialismus aus....

ek40




Bei Personen im Gleis kann der Lokführer nur versuchen, diese mit dem Signalhorn zu verscheuchen. Ob er bremst oder nicht, macht keinen Unterschied, da der Bremsweg bei 120 km/h ca. 1000 m beträgt. Die Anweisung, bei bis zu 5 Personen nicht zu bremsen, ist also nicht verbrecherisch, weil der Tod ohnedies nicht zu vermeiden ist. Bei größeren Personengruppen hätte möglicherweise Entgleisungsgefahr bestanden, deswegen hätte eine Notbremsung die Entgleisungsfolgen gemindert. Nur so kann ich mir den Sinn der Anweisung vorstellen.



Dann hab mal besser keine Vorstellung!!!


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#23

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.10.2014 18:01
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #17
Zitat von Schlutup im Beitrag #14
Zitat von Ari@D187 im Beitrag #13
Bei 1h:22min wird nochmal bestätigt, daß die Natur in der Bundesrepublik sich in viel satterem Grün darstellte.

Ari

bei uns war alles Grün

Das war doch die Zeit des Waldsterbens, und dieses war besonders in der südlichen DDR und in der CSSR manifest.
Theo



Stimmt. Waldschäden kannte der Westen nicht:
http://www.plocher.de/deutsch/bilder.php?pid=34&sideid=33


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#24

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.10.2014 18:07
von Gelöschtes Mitglied
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5 Personen zu überfahren das ist nicht so schlimm! Da kann man nur mit den Kopf schütteln, was sich der Staat(DDR) hat so einfallen lassen!
Humaner geht es nicht! Um seine Interessen durch zu setzen, ist ihm auch jedes Mittel recht gewesen! Da heben sich bei mir die Nackenhaare!
So viel zur Liebe zu seinen eigenen Bürgern!!!
Grüsse steffen52


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#25

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.10.2014 18:08
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #21
Zitat von ek40 im Beitrag #7
Zitat von Acki im Beitrag #4
Die westdeutschen grünen Reisepässe bekamen DDR-Bürger bereits in der Prager Botschaft ausgehändigt. Ausreisen, z.B. über Grenzübergänge der ČSSR nach Österreich konnten sie damit aber nicht. Sie mussten mit besagtem Zug durch die DDR fahren um in den Westen zu gelangen.

Bei 1:07:38 sieht das aber anders aus bzw. hört sich anders an.....zumindest was den Perso betrifft.

Herr Genschers Vergleich mit der Fackel und der Scheune in Bezug auf die Zugdurchfahrt(en) über Ex-DDR Gebiet fand ich auch sehr treffend.
Schlimm auch,was mit den Frauen gemacht wurde,die in Haft genommen wurden....
Ebenso die verbrecherische Anweisung,bei Gruppen,welche bis aus 5 Personen bestehen und sich auf den Gleisen befinden,einfach drüber bzw. durchzufahren......so sah also der humane Sozialismus aus....

ek40




Bei Personen im Gleis kann der Lokführer nur versuchen, diese mit dem Signalhorn zu verscheuchen. Ob er bremst oder nicht, macht keinen Unterschied, da der Bremsweg bei 120 km/h ca. 1000 m beträgt. Die Anweisung, bei bis zu 5 Personen nicht zu bremsen, ist also nicht verbrecherisch, weil der Tod ohnedies nicht zu vermeiden ist. Bei größeren Personengruppen hätte möglicherweise Entgleisungsgefahr bestanden, deswegen hätte eine Notbremsung die Entgleisungsfolgen gemindert. Nur so kann ich mir den Sinn der Anweisung vorstellen.
Aha,dann könnte man deine Aussage ja auch so interpretieren,wenn keine Entgleisungsgefahr bestanden hätte,wäre der Zug durch hunderte Menschen durchgerammelt,oder wie?
Eine perverse Vorstellung.

ek40


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#26

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.10.2014 18:15
von StabsfeldKoenig | 2.620 Beiträge

Zitat von ek40 im Beitrag #25
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #21
Zitat von ek40 im Beitrag #7
Zitat von Acki im Beitrag #4
Die westdeutschen grünen Reisepässe bekamen DDR-Bürger bereits in der Prager Botschaft ausgehändigt. Ausreisen, z.B. über Grenzübergänge der ČSSR nach Österreich konnten sie damit aber nicht. Sie mussten mit besagtem Zug durch die DDR fahren um in den Westen zu gelangen.

Bei 1:07:38 sieht das aber anders aus bzw. hört sich anders an.....zumindest was den Perso betrifft.

Herr Genschers Vergleich mit der Fackel und der Scheune in Bezug auf die Zugdurchfahrt(en) über Ex-DDR Gebiet fand ich auch sehr treffend.
Schlimm auch,was mit den Frauen gemacht wurde,die in Haft genommen wurden....
Ebenso die verbrecherische Anweisung,bei Gruppen,welche bis aus 5 Personen bestehen und sich auf den Gleisen befinden,einfach drüber bzw. durchzufahren......so sah also der humane Sozialismus aus....

ek40




Bei Personen im Gleis kann der Lokführer nur versuchen, diese mit dem Signalhorn zu verscheuchen. Ob er bremst oder nicht, macht keinen Unterschied, da der Bremsweg bei 120 km/h ca. 1000 m beträgt. Die Anweisung, bei bis zu 5 Personen nicht zu bremsen, ist also nicht verbrecherisch, weil der Tod ohnedies nicht zu vermeiden ist. Bei größeren Personengruppen hätte möglicherweise Entgleisungsgefahr bestanden, deswegen hätte eine Notbremsung die Entgleisungsfolgen gemindert. Nur so kann ich mir den Sinn der Anweisung vorstellen.
Aha,dann könnte man deine Aussage ja auch so interpretieren,wenn keine Entgleisungsgefahr bestanden hätte,wäre der Zug durch hunderte Menschen durchgerammelt,oder wie?
Eine perverse Vorstellung.

ek40



Das Geräusch einer Bremsung hätte Persone auf den Gleisen möglicherweise die falsche Sicherheit gegeben, daß der Zug zum stehen kommt, obwohl mit einer erheblichen Restgeschwindigkeit am Ort einer sitzblokade zu rechen gewesen wäre. Wenn dagegen der Zug ungebremst, aber mit wiederholten Achtungssignal kommt, bleiben nur Selbstmörder auf dem Gleis zurück. Alle anderen wären vermutlich geflohen.



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#27

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.10.2014 18:16
von Rostocker | 7.719 Beiträge

In der Doku, kam doch auch vor,das so ein Kinderwagen-- auch wenn er leer war,auf das Gleis gestellt wurde. Das konnte man doch auch als eine Straftat ansehen. Oder? Ich glaube so was wird heute wohl auch bestraft. Die so was taten--waren mit Sicherheit--keine Helden von 1989


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#28

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.10.2014 18:25
von StabsfeldKoenig | 2.620 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #27
In der Doku, kam doch auch vor,das so ein Kinderwagen-- auch wenn er leer war,auf das Gleis gestellt wurde. Das konnte man doch auch als eine Straftat ansehen. Oder? Ich glaube so was wird heute wohl auch bestraft. Die so was taten--waren mit Sicherheit--keine Helden von 1989


Es war nicht nur der Kinderwagen. Der gesammte Hauptbahnhof in Dresden wurde demoliert, die Bereitschaftspolizei (Wehrpflichtige) mit Steinen beworfen, obwohl es damals noch nicht solche Panzeranzüge wie heute gab. In Dresden hätte durchgegriffen werden sollen. Mordversuch, gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung und Rowdytum darf man nicht dulden.



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#29

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.10.2014 19:39
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #28
Zitat von Rostocker im Beitrag #27
In der Doku, kam doch auch vor,das so ein Kinderwagen-- auch wenn er leer war,auf das Gleis gestellt wurde. Das konnte man doch auch als eine Straftat ansehen. Oder? Ich glaube so was wird heute wohl auch bestraft. Die so was taten--waren mit Sicherheit--keine Helden von 1989


Es war nicht nur der Kinderwagen. Der gesammte Hauptbahnhof in Dresden wurde demoliert, die Bereitschaftspolizei (Wehrpflichtige) mit Steinen beworfen, obwohl es damals noch nicht solche Panzeranzüge wie heute gab. In Dresden hätte durchgegriffen werden sollen. Mordversuch, gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung und Rowdytum darf man nicht dulden.



@StabsfeldKoenig ,

...dabei nicht zu vergessen, das ein Besessener (ich drück mich mal gewählt heute aus) es unbedingt wollte, das diese Züge über die DDR fahren. Obwohl ihm selbst Genossen aus den eigenen Reihen und Experten sowieso davon dringend abgeraten hatten. Aber dieser senile Mordbube E. H. glaubte doch zu diesem Zeitpunkt wirklich noch, die, seine runtergewirtschaftete DDR retten zu können..., oh Gott! Und was gibt es nur für Menschen, die das heute immer noch schönreden wollen!

Und weißt Du, die strafrechtliche Verantwortung des Lokführers, der bewußt in eine Menschenmenge fährt ohne zu bremsen, also mit dem ihm
zur Verfügung stehenden technischen Mitteln nicht versucht, das Unglück abzuwenden oder abzumindern, bleibt. Das kann man fast ähnlich wie mit den s. g. Schießbefehl an der ehem. innerdeutschen Grenze sehen, moderater Schußwaffenanwendungsvorschriften genannt. Hauptverantwortung trägt immer der Schütze, wenn er gegen elementare Regeln wie Anruf, Warnschuss in die Luft usw. verstößt.

@Stabsfeldkönig, was Du da von Dir gibst ist echt unerträglicher Schmarrn!

Und den Lokführer möchte ich sehen, der sich auf sowas einläßt! Die einzigste zulässige Ausnahme wäre die Situation, das man mit einer Gefahrenbremsung eine weitere und größere Gefahr herbeiführt. Aber wer will das in solchen Situationen, oft in Sekundenbruchteilen, wo man eeh nur reflexartig handelt, entscheiden. Und wer möchte das den Ermittlungsbehörden dann auch so verkaufen?


@Rostocker , solche perversen Dinge mit Kinderwagen auf Gleise stellen, gibt es ja heute noch. Ging vor etwa einem Jahr durch die Presse. Wo das war, weiß ich nicht mehr genau, war glaub ich Berliner Gegend.
Hatten Jugendliche gemacht, dazu eine Puppe im Kinderwagen drin und alles mit roter Farbe verschmiert. Lokführer schwerer Schock, nicht mehr berufsfähig. Mehrere Helfer auch traumatisierrt...
Täter wurden meines Wissens nicht ermittelt. Auf alle Fälle läuft da neben einem Verfahren wegen schwerer Körperverletzung auch ein Ermittlungsverfahren (Straftatbestand) gefährlicher Eingriff in denn Eisenbahnverkehr.
Zu DDR- Reichsbahnzeiten wurden solche Straftaten meines Wissens als Anschläge auf das Verkehrswesen gewertet und berechtigter Weise sehr unnachgiebig und hart bestraft. Wie der Straftatbestand konkret hieß, weiß ich nicht. Da müßte @Hans weiterhelfen.

josy95

(sorry, die kleinen Schreibfehlerchen, Tastenversager...)


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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zuletzt bearbeitet 05.10.2014 20:00 | nach oben springen

#30

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.10.2014 20:26
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde......
Zum eigendlichen Thema :
Die Weisung Honeckers , die Züge aus Prag über Dresden fahren zu lassen, war in meinen Augen -auch damals- die dämlichste Entscheidung wo gibt,und hat -auch meine Meinung , wesentlich zum Umdenken bei sehr vielen meiner Kollegen beigetragen. Na-war ja auch so ziemlich die Letzte.
Zu Josys Frage : Ja ,klar , richtig .Mal nur der "Haupt-§ - käme noch mehr dazu.

§ 198. Angriffe auf das Verkehrswesen. (1) Wer vorsätzlich auf Verkehrswegen Hindernisse bereitet, Verkehrsmittel, Verkehrswege, Warn- oder Signalanlagen oder -mittel oder andere Verkehrseinrichtungen zerstört, beschädigt, unbrauchbar macht, entfernt oder mißbräuchlich benutzt und dadurch eine Gemeingefahr vorsätzlich verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Verurteilung auf Bewährung bestraft.

(2) Wer durch die Tat einen schweren Verkehrsunfall vorsätzlich verursacht, wird mit Freiheitsstrafe von drei bis zu acht Jahren bestraft.

(3) Wer durch die Tat außerordentlich schwerwiegende Folgen vorsätzlich verursacht, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.

(4) Wer durch die Tat bei der Bahn, Luftfahrt oder Schiffahrt eine Gemeingefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Verurteilung auf Bewährung, Geldstrafe oder mit öffentlichem Tadel bestraft.

(5) Der Versuch ist strafbar. In den Fällen der Absätze 1 bis 3 ist auch die Vorbereitung strafbar.

Soweit die Rechtslage. Übrigens kein großer Unterschied zu Heute. Ünd - kann ich für Leute , die slch tolle Nummern wie das mit dem Kinderwagen - beide Beispiele (!) leisten, absolut kein Verständnis aufbringen. Wer nur einmal solch "Unfall" als Tfz-Führer erlebt hat, ist danach erst mal total fertig.-Mehrfach erlebt - als Aufnehmender und als Eisenbahner auf der Lok.
Daher zweifele ich auch ein "wenig" an der Darstellung des Lokführers, Erklärung dazu ist aber eisenbahntechnisch, daher spare ich sie ein.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#31

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.10.2014 20:44
von Sperrbrecher | 1.652 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #28
Der gesammte Hauptbahnhof in Dresden wurde demoliert.

Nun mach's mal halblang, ganz so schlimm war es nicht. Zumindest die Stasi-Filiale im Durchgang zur Kuppelhalle
hat keinen Schaden genommen und wenn heute eure Antifa-Truppen aufmarschieren sieht es weit schlimmer aus.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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#32

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.10.2014 21:03
von Hans | 2.166 Beiträge

Sry, Wolfgang.
Die Übertreibung ist nun mal der Feind der Wahrheit.
Dieser Teil der Aussage ist völlig korrekt : Der gesammte Hauptbahnhof in Dresden wurde demoliert, die Bereitschaftspolizei (Wehrpflichtige) mit Steinen beworfen,
Über den "Rest" kann man diskutieren, unterschiedliche Meinung sein. Und er ist auch eine Übertreibung.
Ausreichend Bildmaterial im Net. , z.B. bei "Himmelreich" oder "Gruppe der Zwanzig". Ansehen.
73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#33

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.10.2014 22:29
von Sperrbrecher | 1.652 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #32
Ausreichend Bildmaterial im Net. , z.B. bei "Himmelreich" oder "Gruppe der Zwanzig". Ansehen.

Leider konnte ich unter den angegebenen Begriffen nichts finden (zumindest keine Bilder vom Dresdner Hauptbahnhof).
Da solltest Du schon einen präzisen Link einstellen.

Aber im Grunde genommen auch nicht erforderlich, denn ich war am nächsten Tag auf dem Hauptbahnhof und konnte mir selbst ein Bild machen.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


zuletzt bearbeitet 05.10.2014 22:32 | nach oben springen

#34

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.10.2014 23:57
von der glatte | 1.356 Beiträge

Also für mich haben damals die Lockführer ihre Arbeit gemacht. Es ist allerdings eine riesige Sauerei gewesen, diese Leute und ich denke da auch an die Einsatzkräfte und noch an andere mehr, also alle in solch eine Lage zu bringen. Wer solche Anweisungen ausgearbeitet hat ist für mich mehr als kriminell.

Was an der Strecke und in einigen Bahnhöfen passiert ist, war durchaus vorauszusehen, wurde allerdings von einigen verbohrten Leuten in Kauf genommen. Für mich lag es daran, dass verschiedene Leute in unserer damaligen Regierung, sich noch immer wie die drei berühmten Affen verhalten haben. Der direkte Draht zur Bevölkerung war total abgerissen, es gab kein Vertrauen mehr. Das hatte zwar viele verschiedenen Ursachen, war aber das Schlimmste was einer Regierung passieren kann!

Wir dürfen dabei aber auch nicht vergessen, dass es bei uns in der DDR auch Leute gab, die bei jeder Randale gern dabei waren und da auch keinen großen Bogen herum machten. Manche gingen zur Demo, um zu provozieren! Den waren Reformen sch...egal.

Man sollte einfach aus den Fehlern von damals lernen und vor allem vor Leuten den Hut ziehen, welche zur Besonnenheit aufgerufen hatten. Ich weiß nicht ob ich damals immer den A.. in der Hose dazu gehabt hätte.

Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#35

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.10.2014 01:34
von StabsfeldKoenig | 2.620 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #29
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #28
Zitat von Rostocker im Beitrag #27
In der Doku, kam doch auch vor,das so ein Kinderwagen-- auch wenn er leer war,auf das Gleis gestellt wurde. Das konnte man doch auch als eine Straftat ansehen. Oder? Ich glaube so was wird heute wohl auch bestraft. Die so was taten--waren mit Sicherheit--keine Helden von 1989


Es war nicht nur der Kinderwagen. Der gesammte Hauptbahnhof in Dresden wurde demoliert, die Bereitschaftspolizei (Wehrpflichtige) mit Steinen beworfen, obwohl es damals noch nicht solche Panzeranzüge wie heute gab. In Dresden hätte durchgegriffen werden sollen. Mordversuch, gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung und Rowdytum darf man nicht dulden.



@StabsfeldKoenig ,

...dabei nicht zu vergessen, das ein Besessener (ich drück mich mal gewählt heute aus) es unbedingt wollte, das diese Züge über die DDR fahren. Obwohl ihm selbst Genossen aus den eigenen Reihen und Experten sowieso davon dringend abgeraten hatten. Aber dieser senile Mordbube E. H. glaubte doch zu diesem Zeitpunkt wirklich noch, die, seine runtergewirtschaftete DDR retten zu können..., oh Gott! Und was gibt es nur für Menschen, die das heute immer noch schönreden wollen!

Und weißt Du, die strafrechtliche Verantwortung des Lokführers, der bewußt in eine Menschenmenge fährt ohne zu bremsen, also mit dem ihm
zur Verfügung stehenden technischen Mitteln nicht versucht, das Unglück abzuwenden oder abzumindern, bleibt. Das kann man fast ähnlich wie mit den s. g. Schießbefehl an der ehem. innerdeutschen Grenze sehen, moderater Schußwaffenanwendungsvorschriften genannt. Hauptverantwortung trägt immer der Schütze, wenn er gegen elementare Regeln wie Anruf, Warnschuss in die Luft usw. verstößt.

@Stabsfeldkönig, was Du da von Dir gibst ist echt unerträglicher Schmarrn!

Und den Lokführer möchte ich sehen, der sich auf sowas einläßt! Die einzigste zulässige Ausnahme wäre die Situation, das man mit einer Gefahrenbremsung eine weitere und größere Gefahr herbeiführt. Aber wer will das in solchen Situationen, oft in Sekundenbruchteilen, wo man eeh nur reflexartig handelt, entscheiden. Und wer möchte das den Ermittlungsbehörden dann auch so verkaufen?


@Rostocker , solche perversen Dinge mit Kinderwagen auf Gleise stellen, gibt es ja heute noch. Ging vor etwa einem Jahr durch die Presse. Wo das war, weiß ich nicht mehr genau, war glaub ich Berliner Gegend.
Hatten Jugendliche gemacht, dazu eine Puppe im Kinderwagen drin und alles mit roter Farbe verschmiert. Lokführer schwerer Schock, nicht mehr berufsfähig. Mehrere Helfer auch traumatisierrt...
Täter wurden meines Wissens nicht ermittelt. Auf alle Fälle läuft da neben einem Verfahren wegen schwerer Körperverletzung auch ein Ermittlungsverfahren (Straftatbestand) gefährlicher Eingriff in denn Eisenbahnverkehr.
Zu DDR- Reichsbahnzeiten wurden solche Straftaten meines Wissens als Anschläge auf das Verkehrswesen gewertet und berechtigter Weise sehr unnachgiebig und hart bestraft. Wie der Straftatbestand konkret hieß, weiß ich nicht. Da müßte @Hans weiterhelfen.

josy95

(sorry, die kleinen Schreibfehlerchen, Tastenversager...)



Wenn der Bremsweg nicht ausreicht, ist bei Personen im Gleis das Signalhorn das sicherste Mittel. Wer da nicht weggeht, ist ein Selbstmörder. Und mit einer Lok von 80-120 t plattgefahren zu werden, da macht es keinen Unterschied, ob mit 60 oder 120 km/h. Aber bei einer Schnellbremsung können Fahrgäste im Zug stürzen und sich verletzen.



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#36

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.10.2014 17:52
von Sperrbrecher | 1.652 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #35
Aber bei einer Schnellbremsung können Fahrgäste im Zug stürzen und sich verletzen.

Bei dem Zustand der Gleisanlagen und den Gewackele des Zuges konnte das auch bei normaler Fahrt passieren. Auf verschiedenen Streckenabschnitten mussten wir den Service im Speisewagen einstellen, weil der Kaffee aus den Tassen schwappte.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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#37

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.10.2014 18:58
von Acki | 169 Beiträge

Leider wird in diesem ARD-Filmchen nicht erwähnt, dass sehr viele Ausreisewillige ohne ihre Kinder nach Prag in die Botschaft gegangen sind.Diese wurden einfach zu hause sich selbst überlassen oder garnicht erst vom Kindergarten abgeholt.Und der eine Typ in dem Kohlewagen im Bahnhof Reichenbach sieht ja wie der klassische Verbrecher aus, der die DDR unbedingt verlassen musste.Wenn schon solche Dokus dann bitte die ganze Wahrheit! Der Lokführer am Schluss hat es schon genau richtig beschrieben wer da die DDR verlassen hat.


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#38

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.10.2014 19:08
von manudave | 390 Beiträge

So ein selten schwachsinniger Beitrag.


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#39

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.10.2014 19:13
von Thunderhorse | 4.004 Beiträge

Zitat von Acki im Beitrag #37
Leider wird in diesem ARD-Filmchen nicht erwähnt, dass sehr viele Ausreisewillige ohne ihre Kinder nach Prag in die Botschaft gegangen sind.Diese wurden einfach zu hause sich selbst überlassen oder garnicht erst vom Kindergarten abgeholt.Und der eine Typ in dem Kohlewagen im Bahnhof Reichenbach sieht ja wie der klassische Verbrecher aus, der die DDR unbedingt verlassen musste.Wenn schon solche Dokus dann bitte die ganze Wahrheit! Der Lokführer am Schluss hat es schon genau richtig beschrieben wer da die DDR verlassen hat.



Zum einen: wie definiert sich ""sehr viele"?
Zum anderen hat selbst dass MfS dazu keine konkreten Zahlen liefern können, aber es passte in den Berichtsstil des Organs.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#40

RE: Zug in die Freiheit

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.10.2014 19:33
von linamax | 2.015 Beiträge

Zitat von Acki im Beitrag #37
Leider wird in diesem ARD-Filmchen nicht erwähnt, dass sehr viele Ausreisewillige ohne ihre Kinder nach Prag in die Botschaft gegangen sind.Diese wurden einfach zu hause sich selbst überlassen oder garnicht erst vom Kindergarten abgeholt.Und der eine Typ in dem Kohlewagen im Bahnhof Reichenbach sieht ja wie der klassische Verbrecher aus, der die DDR unbedingt verlassen musste.Wenn schon solche Dokus dann bitte die ganze Wahrheit! Der Lokführer am Schluss hat es schon genau richtig beschrieben wer da die DDR verlassen hat.

Hallo
Sag mal das ist doch nicht dein Ernst was du da schreibst . Wenn ja dann würde ich mal den Arzt wechseln .


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