#41

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 28.09.2014 10:01
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Duck im Beitrag #40
Also ich gehöre auch zu den ewigen "Jeanstypen". Wurden die Hemden früher in den Jeans getragen, werden heute mit leider zunehmenden Bauch die Hemden darüber getragen.


Du sprichst mir aus der Seele Aber zum Glück ist es üblich geworden (von Anzügen mal abgesehen) Shirts oder Hemden locker offen zu tragen und nicht mehr in die Hose zu stopfen


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#42

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 28.09.2014 12:00
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #37
Mal in die Runde gefragt, wer trägt denn heute noch permanent Jeans ... ... ...
Ich, etwas anderes als LEVI'S kommt für mich als Hose nicht in Betracht (außer Arbeitskleidung natürlich).

+ + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +



Blue Jeans
Papa, ja, dann wenn du mich liebst,
Papa, wann schenkst du mir denn endlich
ein Paar Blue Jeans
Blue Jeans,
nicht schon wieder ´n Kleid,
was ist die feinste Seide gegen
Blue Jeans.

Könnt` mich rumdrücken wo ich will
und ganz egal mit wem,
kein Problem, kein Problem
wär` das mit Blue Jeans
Blue Jeans
mit dickem Reißverschluss,
und grad` `son dicken Kuss
geb` ich für Blue Jeans.

Keiner holt mich darin ein
darin kann ich sicher sein,
und check, Papa bitte check mal einen Scheck.

Kein Kleid, kein Rock
oh nein ich hab `n Bock
auf Jeans in Blue
Kein Kleid, kein Rock
oh nein ich hab `n Bock
auf Jeans in Blue

Blue Jeans,
Papa hast du gehört,
`n Mädchen lebt gefährlich
ohne Blue Jeans
Blue Jeans
es ist nicht nur der Trend,
dein Kind hat schnell `ne Blöße ohne
Blue Jeans

Könnt` mich rumdrücken wo ich will
und ganz egal mit wem,
kein Problem, kein Problem
wär` das mit Blue Jeans
Blue Jeans
mit Nähten dick wie Draht
und bald schon mach ich mich stark
mit meinen Blue Jeans.

Kein Kleid, kein Rock
oh nein ich hab `n Bock
auf Jeans in Blue
Kein Kleid, kein Rock
ich hab `n Bock
auf Jeans in Blue

Kein Kleid, kein Rock
oh nein ich hab `n Bock
auf Jeans in Blue
Kein Kleid, kein Rock
oh nein ich hab `n Bock
auf Jeans in Blue


(Musik & Arrangement: Thomas Fritzsching / Text: Kurt Demmler)


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


Rainman2 und furry haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#43

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 28.09.2014 12:10
von Gelöschtes Mitglied
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@furry , ich bin bekennender Jeansträger. Mit dem Bauch, da habe ich eine "Kontrolljeans", wenn die zu eng wird ist "Kampf" angesagt. so hat die jeans auch eine "pädagogische" Wirkung.....


furry hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.09.2014 12:10 | nach oben springen

#44

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 28.09.2014 14:41
von 94 | 10.792 Beiträge

Nun ist das Thema 'Meine erste Jeans' und nicht 'Die Letzte Schranke', na egal. Hab ma bissel im Forum gegraben, Kinski (kennt den überhaupt noch Jemand?) hatte da mal einen Filmbeitrag dazu ... Ost-Jeans: Boxer,Wisent,Piko, Shanty !

Die Links in dem Beitrag sind leider schon verweist, hier mal 'Ersatz' ...
http://www.mdr.de/damals/archiv/artikel87470.html
Laut diesem Film war die Levis-Aktion im Jahre 1978, so auch meine Erinnerungen @Harra (#26)

P.S. Jeans, allerdings als Nietenhosen bezeichnet fanden bereits 1965 Eingang in die DDR-Literatur. Jampoll, der Protagonist des Romans Käuzchenkuhle trug welche, ohne auch nur den Ansatz von irgendwelchen Repressalien.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Rainman2 und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.09.2014 14:42 | nach oben springen

#45

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 28.09.2014 22:51
von FRITZE (gelöscht)
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Hallo Jeansfreunde !
Meine erste Jeans war ne spanische "rok " . Das Ding war wie Teufelshaut ,nicht kaputt zu kriegen .
In Ermangelung von ausreichend Devisen musste ich als 16jähriger auch auf Ostmodelle zurückgreifen . Die Wisent waren echt uncool !
Die kamen doch aus Templin ,unser Nachbarkreisstadt ! Da wohnte doch noch wer ?!
Als junger Facharbeiter ,fuhr ich auf Montage und ließ mir von den Vietnamesen welche schneidern ,mit Wranglerschild !
Die waren gut und nur wenigen fiel auf ,daß sie nicht echt waren !
Mitte der 1980er waren auch mal Poplinehosen beim Discovolk angesagt !
Dann Ende der 80 Jahre kam ich wieder zu den Jeans ! Levis ist nicht so meine Marke ,aber auf Wrangler steh ich !
1990 auf einem Einkaufstrip in Berlin (West) gab es in nem Geschäft drei Wrangler für 100 Mark . Da hab ich gleich zugeschlagen !
Seitdem Wrangler in blau oder schwarz !


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#46

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 22.10.2014 12:55
von AR-11 | 31 Beiträge

Meine erste Jeans stammt aus dieser "Aktion" 1978. Ich erinnere mich noch genau: Muttern endlich überzeugt, dass man in der 9.Klasse sowas haben muss, wo ein kleines orangenes Schildchen an der Ar..tasche dranne ist und ein Schild mit zwei Pferden drauf usw. Naja, zur Jugendmode auf dem Boulevard in Halle, da sollte es die geben. Rein, suchen, fragen: NÜSCHT! Ausverkauft. Nur noch so elend eselsgraue Wrangler-Kordhosen. Nee, die nicht. Weiter Richtung Markt, in den Herrenausstatter. Und siehe da: keine Schlange, der Laden fast leer und ein RIESENSTPEL der gesuchten Levis Jeans! Sogar in meiner, schon damals nicht eben kleinen, Größe! Aber es gab nur eine; 150 Marken waren nicht wenig Geld für meine Eltern damals. Aber ich hatte eine. Und die hat mich treu begleitet bis 1986. Dann war der Stoff so durch., dass man Zeitung hindurch lesen konnte und sie war fast reinweiss, bis auf leicht hellblaue Streifen entlang der Nähte. Bis 1983 trug ich sie naheztu täglich außer Samstag -da war Waschen angesagt. Bis sie wieder einsatzbereit war, trug ich eine Boxer,der zweiten Generation-die, die ab der 3 Wäsche auch begannen, die Farbe zu verlieren...

Später mochte ich lieber die Wranglers. Und heute.. in Europa gibts meine heutige Bauch-Größe leider nicht zu kaufen. Meine letzen Jeans von Levis und Wrangler hab ich vor 5 Jahren von einer Reise aus Texas mitgebracht-dort gabs diese Größe einfach im Baumarkt von der Stange- und es gab welche, die waren noch 5 Nummern größer ...

AR-11


gedient in fremden Streitkräften 1983 bis 1990
der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#47

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 22.10.2014 20:55
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #25
#22
Was waren Plateauschuhe, noch nie gehört?


Plateauschuhe gab es in der Anfangszeit, als das neue Material Polyurethan auf den Markt kam. Damals war es ein ziemlich hartes und unflexibles geschäumtes Produkt, ähnlich dem, welches noch heute im Gestellbau der Polstermöbelindustrien eingesetzt wird. Es war technisch schlicht weg nicht möglich, PUR als dünne, hochflexible Sohlen wie heute eingesetzt herzustellen. Die Modeindustrie hat damals aus der Not eine Tugend gemacht. PUR war preiswerter als viel andere, auch in der Schuhfertigung eingesetzte Materialien. So wurde diese neue Mode mit den Plateauschuhen kreiert. Probleme gab es bei der Verklebung der Sohlen insofern, daß der Finish (Lack) auf die Sohle aufgespritzt wurde und zum Verkleben an den betreffenden Stellen wieder abgewaschen werden mußte. War eine ziemliche Matzerei mit Ethylacetat oder MEK und hohem Verschleiß von Putzlappen, bis maschinell an den Klebebereichen geraut werden konnte.



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#48

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 22.10.2014 20:58
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #26
Für die Berliner, dürfte es Anfang der siebziger Jahre kein Problem gewesen sein an eine Jeans heranzukommen. Genauer gesagt 1971.

Wir nennen es mal“ Begrüßungsgeschenk“, oder genauer gesagt, Beginn der Verdummung der DDR-Bürger von Erich Honecker aus.
Um seine leeren Versprechungen glaubwürdig darzustellen,(es sollte durch ihm die Versorgung aufwärts gehen )
ließ er 150.000 Jeans aus dem Westen importieren. Und zwar in das Centrum-Warenhaus Berlin. Der Preis für eine Jeans betrug 50,00 DDR Mark.


Ja, stimmt. Hier in Erfurt hatte sich der Verkauf in einer Markthalle am Roten berg auch herumgesprochen und ich hatte meine original Lewis. An den Preis von 50 Mark kann ich mich auch noch erinnern, aber nicht, wann genau das war. Vermute aber irgendwann in den späteren 70ern



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#49

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 22.10.2014 21:03
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #37
Mal in die Runde gefragt, wer trägt denn heute noch permanent Jeans (außer zu traurigen und ganz, ganz feierlichen Anlässen)?

Ich bin einer von denen.


Ich ! zumeist jedenfalls. Hat seine Vorteile. mann kann sich auch mal im Freien irgedwo hinsetzten, wo nicht alle paar Stunden gewischt wird und sie sieht trotzdem nicht dreckig aus.



der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#50

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 23.10.2014 18:24
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #49
Zitat von furry im Beitrag #37
Mal in die Runde gefragt, wer trägt denn heute noch permanent Jeans (außer zu traurigen und ganz, ganz feierlichen Anlässen)?

Ich bin einer von denen.


Ich ! zumeist jedenfalls. Hat seine Vorteile. mann kann sich auch mal im Freien irgedwo hinsetzten, wo nicht alle paar Stunden gewischt wird und sie sieht trotzdem nicht dreckig aus.



Wenn ich unterwes zu Terminen mit der Fotlady bin, trage ich immer Jeans. Ist einfach bequem bei der Arbeit. Im Rucksack ist dann meist auch eine frisch gewaschene und ein Kulturstrick. Für alle Fälle.

Mal eine ganz andere Frage in die Runde. Wer bügelt seine Jeans? Oder geht das gar nicht?

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#51

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 23.10.2014 18:27
von furry | 3.563 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #50

Mal eine ganz andere Frage in die Runde. Wer bügelt seine Jeans? Oder geht das gar nicht?
Gruß Reiner


Das ginge schon, aber warum?


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#52

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 23.10.2014 23:52
von der glatte | 1.356 Beiträge

Naja, es soll ja Frauen geben, die bügeln alles, sogar die Schnürsenkel.

Meiner Mutter musste ich die Jeans direkt von der Leine klauen, sonst wären sie unter das Eisen gekommen.

Apropos Bügeleisen. Ein Schneidermeister war über die Faulheit seines Lehrlings oft sehr verstimmt und als er am frühen Nachmittage seinen Lehrling auf dem Schneidertisch im sitzen schlafen sah, reichte es ihm. Er griff nach dem schweren Bügeleisen und warf es mit großem Schwung in die Richtung des Lehrlings, der nun plötzlich aufgewacht war. Geistesgegenwärtig duckte er sich und das Bügeleisen flog an ihm vorbei in Richtung Schneidereitür, in der gerade die Frau Schneidermeister stand. Das schwere Bügeleisen verfehlte also sein Ziel und knallte der Frau Meisterin voll an den Kopf. Sie ging sofort schwer getroffen zu Boden. Still wurde es im Raum nur die Kuckucksuhr an der Wand tickte.

Der Schneidermeister räusperte sich, blickte kurz zu seiner Frau und sagte "Auch gut!" Dann drehte er sich zum Fenster und nähte weiter.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#53

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 24.10.2014 06:57
von furry | 3.563 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #52
Naja, es soll ja Frauen geben, die bügeln alles, sogar die Schnürsenkel.



Sollten diese Damen verheiratet sein, muss in der Ehe einiges schief laufen hinsichtlich sinnvoller oder angenehmer Beschäftigung.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#54

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 24.10.2014 09:38
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #50
Mal eine ganz andere Frage in die Runde. Wer bügelt seine Jeans? Oder geht das gar nicht?
Jeans & Bügeln? Nee, als passionierter Jeansträger bin ich davon nicht angetan.

Story am Rande: Ein Arbeitskollege hatte zu DDR-Zeiten als junger Bursche endlich auch eine LEVI'S ergattert, deren Hosenbeine für ihn zu lang waren. Also ab mit dem Ding zu einer Omi in der Nachbarschaft, die das gute Stück fachgerecht kürzte. Allerdings war die gute Frau etwas zu eifrig bei der Sache und schmiedete zusätzlich mit dem heißen Eisen rasiermesserscharfe Bügelfalten ins Beinkleid.
Das Entsetzen meines Kollegen war groß, denn die Stoffeigenschaften und die der frischen Indigo-Farbe hinterließen einen nicht wieder weggehenden Effekt. Die Jeans war hinüber noch bevor er sie überstreifen und stolz ausführen konnte.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#55

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 24.10.2014 09:48
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #41
Zitat von Duck im Beitrag #40
Also ich gehöre auch zu den ewigen "Jeanstypen". Wurden die Hemden früher in den Jeans getragen, werden heute mit leider zunehmenden Bauch die Hemden darüber getragen.


Du sprichst mir aus der Seele Aber zum Glück ist es üblich geworden (von Anzügen mal abgesehen) Shirts oder Hemden locker offen zu tragen und nicht mehr in die Hose zu stopfen



Und wie Du wieder aussiehst!?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#56

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 24.10.2014 10:07
von maxhelmut | 614 Beiträge

#55 von damals wars

weiter im Text

Und wie du wieder aussiehst - Löcher in der Hose, und ständig dieser Lärm

Und dann noch deine Haare, da fehlen mir die Worte - musst du die denn färben?

Nie kommst du nach Hause, wir wissen nicht mehr weiter …


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#57

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 24.10.2014 15:18
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von maxhelmut im Beitrag #56
#55 von damals wars

weiter im Text

Und wie du wieder aussiehst - Löcher in der Hose, und ständig dieser Lärm

Und dann noch deine Haare, da fehlen mir die Worte - musst du die denn färben?

Nie kommst du nach Hause, wir wissen nicht mehr weiter …




Oh, oh, oh, das kenne ich doch auch.

Mutter sagte immer. Komm nicht so spät zurück! Das habe ich ja auch gemacht. Ich bin immer "Früh" nachause gekommen.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#58

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 24.10.2014 16:50
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von der glatte im Beitrag #57
Mutter sagte immer. Komm nicht so spät zurück! Das habe ich ja auch gemacht. Ich bin immer "Früh" nachause gekommen.
Gruß Reiner


Mein Vater hatte da einen passenden Spruch: "Ein anständiger Mensch geht im Hellen und kommt im Hellen zurück"

Ich habe mich öfter daran gehalten


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#59

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 24.10.2014 16:59
von rotrang (gelöscht)
avatar

Zitat von Dandelion im Beitrag #58
Zitat von der glatte im Beitrag #57
Mutter sagte immer. Komm nicht so spät zurück! Das habe ich ja auch gemacht. Ich bin immer "Früh" nachause gekommen.
Gruß Reiner


Mein Vater hatte da einen passenden Spruch: "Ein anständiger Mensch geht im Hellen und kommt im Hellen zurück"

Ich habe mich öfter daran gehalten


Ja,Ja mein Freund und als es Dunkel war ,haste die nette Dame mit dem Bügelbrett besucht.


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#60

RE: Meine erste Jeans

in Leben in der DDR 04.11.2014 07:37
von GeMi | 556 Beiträge

Guten Morgen

Meine ersten (richtigen) Jeans habe ich wohl Walter Ulbricht und Erich Honecker zu verdanken - und zwar persönlich.
Nach dem Ableben vom W. Ulbricht gingen die X.Weltfestspiele munter weiter und so kam ich den Besitz meiner ersten Jeans, die diesen Namen wirklich verdient hat.

1973 - es war ein herrlicher Sommer, wir waren 16 Jahre und brünstig wie ein Rudel Hirsche, Berlin war auf einmal ganz anders und wir waren mittendrin.

Was da so alles abging, kommt vielleicht später. Echte Angst ums Leben - bei einem Konzert von Bergendy (Ungarn), beim mitternächtlichen Schwimmen zum Zeltplatz auf der Großen Krampe und...

Die echten Japan-Jeans habe ich in der Jugendmode auf dem Alex erstanden. Wir waren zum richtigen Zeitpunkt vor Ort und das Ganze lief so ab:

In der Jugendmode standen überall Jugendliche herum und warteten, daß die Jeans herein geschoben wurden - das Gerücht sprach von Levis. Irgendwann kamen die Gitterboxen und dann gab es kein Halten mehr. Jeder griff sich so viele Jeans wie er konnte. Die Größen und Farbe waren erst mal egal. Wer sich mit den Westgrößen auskannte, war schon mal klar im Vorteil.
Wie groß ist denn 32/34 ?
Egal, der Laden hat sich beruhigt und mittendrinn gab es die ersten Anproben. Hosen runter und rein in die Dinger. Dann ging das Tauschen los - 32/34 in grün gegen 34/36 in grau.
Ich hatte Glück und mein Volltreffer war eine Augenweide. Dunkelbraun, Feinkord und eng
wie eine Strumpfhose. Leider waren es Jeans aus Japan und keine Levis. Die Dinger blieben gleich an und die alten Hosen in der Jugendmode.
Das Bewegen in den Jeans war etwas gewöhnungsbedürftig. Die erste Zeit konnte man nicht sitzen - so eng waren sie. Pflaumenpresse hießen die Hosen bei den Mädels und man konnte wirklich alles von den Lippen ablesen.

Die Jeans haben mich einige Jahre durchs Leben begleitet und wurden später in einer Flickenweste aufgearbeitet. So sparsam war der DDR-Bürger.
Mal so am Rande. Gestern lief "Hart, aber fair" im Fernsehen. Da habe ich mich für den Herrn Steimle geschämt. Ist der Mann so, oder wird er fremdgesteuert?

Über die DDR-Mode an sich schreibe ich mal später. Wer von Euch hat Hosen mit 40er-Schlag und Stielkamm in der Arschtasche getragen? Sah doch echt Scheiße aus, oder? Spindeldürr, O-Beine, Haare bis auf die Schultern, Sonnenbrille verspiegelt - einfach gräßlich.

Gruß vom GeMi


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
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