#1

Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 07:03
von Angelo | 12.392 Beiträge

Berlin - Gibt es gute und schlechte Opfer einer Diktatur? Mit dieser Frage schlagen sich gegenwärtig die Gremien der Stiftung Berliner Mauer herum. Sie müssen entscheiden, welcher Menschen, die am Todesstreifen quer durch die Stadt ums Leben kamen, künftig wie gedacht werden soll. Klar ist: Im Mittelpunkt sollen unschuldige Menschen stehen, die den Wunsch nach persönlicher Freiheit mit dem Leben bezahlten - etwa Günter Litfin, das erste Opfer des Schießbefehls, der im Schatten der Mauer verblutete, Peter Fechter oder Chris Gueffroy, der letzte Erschossene am "antifaschistischen Schutzwall".

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http://www.welt.de/die-welt/politik/arti...essbefehls.html


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#2

RE: Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 09:48
von manudave (gelöscht)
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Ich denke, einzelnen Opfern zu gedenken ist der falsche Weg.
Man sollte allen Toten des Grenzregimes denken, die Ihr Leben in Bezug auf diese unmenschliche Grenze verloren haben.


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#3

RE: Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 09:54
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

@manudave, dazu hätte ich 2 fragen an dich:

- beziehst du dabei auch die erschossenen grenzsoldaten mit ein ?
- kannst du mir bitte "unmenschliche" grenze übersetzen bzw. ab wann ist eine grenze "menschlich" ?

danke


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#4

RE: Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 10:09
von Mike59 | 7.945 Beiträge

Nach dem lesen des Artikels kann ich nur den Kopf schütteln, sorry kann nicht anders. Selbst bei unseren heutigen, doch so demokratischen und menschenliebenden, Kontrollen mit allen rechtlich vorgeschriebenen und auch geforderten Maßnahmen, gibt es Personen die bei dieser Prozedur auf der Strecke bleiben und medizinisch behandelt werden müssen, ja selbst versterben ohne das körperliche Gewalt dabei eine Rolle spielten. Wenn ich einen Grenzübergang habe an dem, wie es nun mal zu DDR Zeiten so war, vorzugsweise ältere Menschen diesen passieren, ist natürlich der prozentuale Anteil von Menschen höher die das nervlich und körperlich nicht verkraften. Das habe ich selber erlebt und erlebe dies noch heute und nicht nur bei einer Ein-, Ausreisekontrolle. Ist mal eine Aufgabe für einen Psychologen, aus welchen Gründen dies Verhalten gegenüber einer Amtsperson so ist. Da gibt es bestimmt auch aktuelle empirische Daten.


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#5

RE: Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 12:19
von manudave (gelöscht)
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In Antwort auf:
- beziehst du dabei auch die erschossenen grenzsoldaten mit ein ?


Ich persönlich schon, ich weiß allerdings nicht ob das jeder so sieht. Schließlich sind alle Toten nur durch die Grenze ums Leben gekommen.

In Antwort auf:
- kannst du mir bitte "unmenschliche" grenze übersetzen bzw. ab wann ist eine grenze "menschlich" ?



Das benötigt nicht viel Kommentar. Nur soviel:

Die Toden, Verstümmelten, Verletzten und Inhaftierten an DIESER Grenze sprechen für sich.


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#6

RE: Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 12:52
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

mit dieser logik ist auch jede ampelkreuzung "unmenschlich".

@manudave, es wäre nett, wenn du mir wirklich meine frage bzgl. "unmenschlicher" und "menschlicher" grenze erklären könntest. vorallem, seit wann haben wir menschliche grenzen.

danke


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#7

RE: Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 12:57
von manudave (gelöscht)
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Vielleicht willst du die Antwort mit Absicht nicht verstehen - wobei, was heißt vielleicht...

Ich denke jedem ist klar, was unmenschlich in diesem Fall bedeutet.

Diese Art der Fragestellung erinnert mich doch gleich wieder an was... :-(


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#8

RE: Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 13:02
von dein1945 (gelöscht)
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[quote="Angelo"]- etwa Günter Litfin, das erste Opfer des Schießbefehls, der im Schatten der Mauer verblutete -
Hallo Angelo,
G.Liftin ist nicht an der Mauer verblutet, er wurde von einem Transportpolizisten im Wasser, ca. 20 m vom Westberliner-Ufer erschossen, ich hatte bei einer Dampferfahrt am Samstag einen Wachturm fotografiert, Affi schrieb mir dazu es ist die Gedenkstätte, die von seinem Bruder unterhalten wird, hier nochmals das Foto,
Gruß aus Berlin

Angefügte Bilder:
B-Turm an der Spree-2 08.08.2009 009.jpg

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#9

RE: Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 13:30
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von manudave
Vielleicht willst du die Antwort mit Absicht nicht verstehen - wobei, was heißt vielleicht...

Ich denke jedem ist klar, was unmenschlich in diesem Fall bedeutet.

Diese Art der Fragestellung erinnert mich doch gleich wieder an was...
:-(


naja, ist eben deine seltsame art auf konkrete fragen zu antworten. ich glaube es wäre eher der diskussion förderlich gewesen auf meine frage zu antworten als sich in vermutungen mir gegenüber zu ergehen. sollte das dein neuer stil sein, dann wird es interessant...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#10

RE: Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 13:57
von manudave (gelöscht)
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Hast du eigentlich die Hoffnung, dass ich - wie leider einige andere - den Schw... vor dir einziehe?

Das frage ich mit aller Höflichkeit, die noch übrig ist.


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#11

RE: Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 14:11
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von manudave
Hast du eigentlich die Hoffnung, dass ich - wie leider einige andere - den Schw... vor dir einziehe?

Das frage ich mit aller Höflichkeit, die noch übrig ist.


Bleib standhaft mein Freund, auch wenn die "menschliche Grenze" erreicht ist !


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#12

RE: Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 14:48
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von manudave
Hast du eigentlich die Hoffnung, dass ich - wie leider einige andere - den Schw... vor dir einziehe ?


warum solltest du? nur finde ich es etwas ungewöhnlich, in einer diskussion, anstatt sachlich zu antworten, vermutungen dem anderen gegenüber anzustellen.
das andere angeblich den schwanz eingezogen haben, kann ich nicht feststellen, du bekommst sogar schon sympathiebekundungen...

In Antwort auf:
Das frage ich mit aller Höflichkeit, die noch übrig ist.
ich wüsste nicht, warum du unhöflich werden solltest.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#13

RE: Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 14:50
von Musiker12 | 822 Beiträge

Irgendwie ist es heute lustig hier. Ob das am abklingenden Vollmond liegt. Wer zieht denn hier vor wem irgendwelche edelen Teile ein? Ich hatte auch auf eine Antwort von Dir -manudave- gehofft.



zuletzt bearbeitet 10.08.2009 14:51 | nach oben springen

#14

RE: Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 15:03
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Ich finde, man müßte erstmal klären, was bezüglich einer Grenze denn nun "unmenschlich" oder "menschlich" ist.

Ich würde da eher etwas detailgenauer definieren wollen und den Begriff "menschenverachtend" an die Stelle von "unmenschlich" setzen.

Bleibt die Frage: wann ist eine Grenze "menschenverachtend" ?

Menschenverachtend ist eine Grenze vor allem dann, wenn diese Grenze z.B. ein Land teilt. Das dadurch Familien und Freunde geteilt werden. Das man diesen Familien nicht erlaubt, zueinander zu kommen. Noch schlimmer: wenn so eine Grenze eine Stadt durchtrennt. Und Familien in der gleichen Stadt nicht zueinander kommen dürfen (Berlin 1961-1972, Ausnahme: Passierscheinabkommen). Dann ist diese Grenze menschenverachtend.

Wenn man die Frage gestellt, auf welcher der beiden Seiten die Menschenverächter sitzen, so ist es dann stets die Seite, die die Sperranlagen errichtet hat. Und die Menschen bei dem Versuch erschießt, von einer Stadthälfte in die andere Stadthälfte zu kommen.

Erst Recht, wenn die Sperranlagen so aussehen:

Siehe hier:
http://www.youtube.com/watch?v=jlbAUFvh04k

So eine Grenze in einer Stadt ist menschenverachtend.


zuletzt bearbeitet 10.08.2009 15:04 | nach oben springen

#15

RE: Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 15:16
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

genau das meinte ich @fsk-veteran, jeder hat eine andere definition bzw. versteht etwas anderes darunter. wenn ich mich mit etwas auseinandersetzen möchte muss ich aber verstehen können wie der andere den begriff definiert.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#16

RE: Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 15:49
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow
genau das meinte ich @fsk-veteran, jeder hat eine andere definition bzw. versteht etwas anderes darunter. wenn ich mich mit etwas auseinandersetzen möchte muss ich aber verstehen können wie der andere den begriff definiert.


Man sollte vor allem aus allen Themen möglichst persönliche Animositäten heraushalten. Die heutige junge Generation (für mich oft ohne Unterschied Ost/West) z.B.: Typen wie Tom Kaulitz (Gruppe Tokio-Hotel) aus Magdeburg würden uns hinter vorgehaltener Hand auslachen, wenn man sich hier wegen Meinungen von vor 20 Jahren verstreitet.

Wieder zurück? Warste an der Ostsee?
Dann ganz "sicher" im Hotel Neptun....


zuletzt bearbeitet 10.08.2009 15:51 | nach oben springen

#17

RE: Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 15:53
von Angelo | 12.392 Beiträge

Berlin (dpa/bb) - Durch das Grenzregime in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR kamen zwischen 1945 und 1989 nach neuen Recherchen des privaten Berliner Mauermuseums 1347 Menschen ums Leben. Im Vergleich zum Vorjahr seien 44 neue Fälle recherchiert worden, teilte die Einrichtung am Checkpoint Charlie am Montag mit. Von Historikern wurden die Angaben wiederholt angezweifelt. Am morgigen Dienstag soll in der Mauer-Gedenkstätte Bernauer Straße die erste Dokumentation mit dem Schicksal von 136 Opfern vorgestellt werden, die allein an der Berliner Mauer starben.


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#18

RE: Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 16:06
von Musiker12 | 822 Beiträge

In Antwort auf:
......würden uns hinter vorgehaltener Hand auslachen, wenn man sich hier wegen Meinungen von vor 20 Jahren verstreitet.



Das war ein Teil unseres Lebens den man nicht einfach in der Versenkung verschwinden lassen kann, egal ob die junge Generation darüber lacht.



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#19

RE: Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 16:14
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Ja doch. Aber nicht verstreiten! Warum sollte man wegen unterschiedlicher Ansichten die Contenance verlieren? Läuft alles doch wunderbar hier im Forum. Wir hat Erich Mielke so schön gesagt: ...

...ich liebe Euch doch alle!

Ich sehe hier nur Freunde!

Keine Feinde....


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#20

RE: Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.08.2009 16:24
von Musiker12 | 822 Beiträge

In Antwort auf:
Ich sehe hier nur Freunde!

Keine Feinde....



Es wäre schön wenn das jeder so sehen würde. Ich nehme eigentlich nichts persönlich aber es gibt offensichtlich Teilnehmer die das anders handhaben.

Im Übrigen, lass den Spruch von Mielke mal aussen vor sonst gehts Dir so mir mit meinen Äusserungen die von Krenz gewesen sein könnten



zuletzt bearbeitet 10.08.2009 16:24 | nach oben springen



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