#41

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 10:00
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von manudave
Nicht zu vergessen, das ein großer Teil der Atomwaffen in der BRD auf die BRD gerichtet waren - in Richtung Zonengrenze.


@manudave, ich glaube du verwechselst hier etwas. entlang der "zonengrenze" waren atomminen bzgl. einen evtl. angriffes des wv gelagert. diese hätten im ernstfall die stossrichtungen des wv sperren sollen. so wie analog alle brücken sprengkammern besaßen.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#42

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 10:05
von Musiker12 | 822 Beiträge

In Antwort auf:
Darum geht es gar nicht.

Aber wenn die lächerlichsten Aussagen von z.B. Krenz als "Wahr" oder "Richtig" hingestellt werden, braucht man nicht mehr zu diskutieren.
Einen überzeugten Kommunisten kann man nicht umstimmen - dazu sind wir auch nicht hier.


Bist Du wirklich der Ansicht ich sei ein überzeugter Kommunist? Manudave da liegst Du 100% daneben.

Meinen Beitrag :"Wenn ich nun recht überlege mussten wir ja froh sein, dass es die DDR gab und sei es nur als Puffer zwischen den Blöcken. Insofern stand die DDR also für den Frieden. Im Übrigen habe ich diese "Bedrohung aus dem Osten" nie für ernst genommen und deshalb halte ich das für Volksverdummung"
hast Du lediglich als von E.Krenz stammend bezeichnet oder besser er könnte von ihm stammen. Widerlegt hast Du es allerdings nicht womit ich eigentlich gerechnet hatte. Aber mich deswegen als Kommunist zu bezeichnen. Naja. Bin gespannt was als nächstes kommt.



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#43

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 10:20
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Zitat von CaptnDelta
Zitat von Rainman2
Oder meintest Du die "Läuterung" von musiker? Dann kann ich Dir nur sagen: Versuch\'s gar nicht erst!

Nu, nu, ich dachte man sollte sich mit persoenlichen Angriffen zurueckhalten?
-Th


Hallo Captn und die anderen,

da habe ich mich wohl zu knapp ausgedrückt. Musiker ist wie er ist. Seine Meinung auf eine Stufe mit einem Krenz-Zitat zu stellen, war schon starker Tobak und er hat drauf reagiert, wie ich es an ihm mag: Einfach aus dem Bauch heraus. Insofern halte ich einen solchen Läuterungsversuch für unwirksam. Für alles andere halte ich manudave und musiker Manns genug, die Sache unter sich auszumachen.

In Frieden und Freundschaft!
ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#44

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 10:25
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Guten Morgen!

Na: hier werden ja mal wieder "Äppel mit Birnen" verwechselt.

Was die Raketenstationierungen in Deutschland angeht, hat Helmut Schmidt nach der Stationierung der SS 20 als Bundeskanzler zu Recht vehement von den Amerikanern eine Nachrüstung verlangt. Das waren rein deutsche Interessen!
Überlegung war, daß Deutschland (West) von der Anwendung von den SS 20 unmittelbar bedroht war als Aufmarschgebiet der Russen, während der Westen seelenruhig zusieht, wie die Bundesrepublik verwüstet wird und einen Gegenschlag erst nach der Verwüstung Westdeutschland vollziehen kann. Die Aufstellung amerikanischer Systeme war nichts weiter, als ein "Nachziehen" im Interesse der Bundesrepublik auf die russische Bedrohung. Vor allem ein Schutz der Bundesrepublik, um den Russen die Vision zu versalzen, durch ihre neuen Waffensysteme Westdeutschland als atomares Schlachtfeld zu benutzen. Schmidts strategische Weitsicht führte zur Forderung der Gegenwaffen, die halfen, diese Vision für die Russen "unattraktiv" zu machen. Der Osten bekam ja noch unter Drohung einer Nachrüstung 4 Jahre Zeit, um die SS 20 wieder zu beseitigen. Die Russen ließen arrogant die Zeit verstreichen. Es wurde nachgerüstet.

Da kann ich nur auch im Nachhinein sagen: Bravo, Helmut Schmidt

Vielleicht der beste Bundeskanzler, den wir bisher hatten...

Fortsetzung zum eigentlichen Thema folgt in wenigen Minuten....


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#45

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 10:37
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Rainman2
Zitat von CaptnDelta
Zitat von Rainman2
Oder meintest Du die "Läuterung" von musiker? Dann kann ich Dir nur sagen: Versuch\\\'s gar nicht erst!

Nu, nu, ich dachte man sollte sich mit persoenlichen Angriffen zurueckhalten?
-Th

Hallo Captn und die anderen,
da habe ich mich wohl zu knapp ausgedrückt...

Vielleicht liegts auch an mir, ich hatte da wohl "Laeuterung" und "Bildung" in einen Topf geschmissen. Mea culpa...

Zitat von Rainman2
Für alles andere halte ich manudave und musiker Manns genug, die Sache unter sich auszumachen.

Na, schau 'mer mal
-Th


zuletzt bearbeitet 10.08.2009 10:38 | nach oben springen

#46

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 10:44
von Musiker12 | 822 Beiträge

In Antwort auf:
Vielleicht liegts auch an mir, ich hatte da wohl "Laeuterung" und "Bildung" in einen Topf geschmissen.


Wie darf ich das denn verstehen?

In Antwort auf:
Für alles andere halte ich manudave und musiker Manns genug, die Sache unter sich auszumachen.


Davon gehe ich mal aus.



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#47

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 10:53
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Der "antifaschistische Schutzwall", "Abwerbung" und die "Ausplünderung der DDR" waren nichts weiter als Scheinargumente der stalinistischen Machthaber in der DDR, um die wahren Ursachen zu vernebeln.

Die wahren Ursachen lassen sich in einem Brief Ulbrichts an Chrutschow ausmachen. Neben den propagandististischen Parolen nennt er im Brief vom 4.August 1961 als Gründe:

-die Ausplünderung der DDR mittels RGW durch die sozialistischen Länder

-die potente Wirtschaft der Bundesrepublik, die (auch mittels ihres politischen Systems) weitaus attraktiver für DDR-Bürger ist, als der eigene Teilstaat, in dem sich die "sozialistischen Bruderstaaten ausgibigst bedienen.

Hier die dazugehörigen Quellenzitate aus dem Brief Walter Ulbrichts an Nikita Chrustschow kurz vor dem Bau der Mauer:

Genaue Belege für die wahren Gründe des Baus der Mauer, hier aus dem Brief vom 4.8.1961:

In Antwort auf:
Ende des Jahres 1961 werden wir gegenüber dem ganzen kapitalistischen Wirtschaftsgebiet eine Verschuldung in Höhe von rund 420 Mio Valuta-DM haben. Davon wird die Verschuldung in frei konvertierbarer Währung 240 Mio Valuta-DM betragen, wovon wir 70 Mio Valuta-DM mit Jahresende in freier Währung abdecken müssen (ohne Westdeutschland). Für die Abdeckung dieser Verpflichtungen haben wir heute noch keine Sicherung.

In dem Handelsvertrag mit Westdeutschland ist festgelegt, daß wenn der volle Ausgleich durch entsprechende Warenlieferungen der DDR nicht erfolgt, bis spätestens Mitte 1962 der Ausgleich durch Barzahlung, das heißt in freien Devisen vorgenommen werden muß.

Aus dieser hohen kurzfristigen Verschuldung der DDR gegenüber den kapitalistischen Ländern ergibt sich gegenüber einzelnen wichtigen kapitalistischen Ländern teilweise ein Zustand der Zahlungsunfähigkeit, der auch zu Verteuerungen unserer Importe führt und die Kreditwürdigkeit der DDR in Frage stellt.

Dadurch ist die DDR auch nicht in der Lage, die Preisschwankungen des internationalen Marktes zu ihren Gunsten auszunutzen, sondern sie erleidet eine Reihe zusätzlicher finanzieller Verluste.

c) Unsere wirtschaftlichen Schwierigkeiten und die hohe Verschuldung gegenüber kapitalistischen Ländern ist zu einem bedeutenden Teil auch dadurch entstanden, daß wir Materialien in Westdeutschland und anderen kapitalistischen Ländern kaufen mußten, um unsere hohen Anlagen- und Maschinenexporte an die sozialistischen Länder durchzuführen.

Für den Aufbau der Braunkohlenindustrie und der Ölleitung haben wir der Volksrepublik Polen Kredite für 694 Mio Valuta-DM gegeben. Für die Entwicklung der Zellstoffindustrie kreditierten wir der Rumänischen Volksrepublik 130 Mio Valuta-DM und für verschiedene Industrieobjekte der Bulgarischen Volksrepublik 65 Mio Valuta-DM und der Albanischen Volksrepublik 80 Mio Valuta-DM.

Aus diesem Grunde ist es notwendig, daß die volksdemokratischen Länder uns in unseren außerordentlichen Schwierigkeiten in der Zahlungsbilanz gegenüber kapitalistischen Ländern durch zusätzliche Lieferungen von entscheidenden Rohstoffen und durch Unterstützung in kapitalistischer Valuta Hilfe leisten.
Soweit wir für die Durchführung unserer Maschinenexporte an volksdemokratische Länder auf die Zulieferung von Materialien oder Komplettierungsteilen aus kapitalistischen Ländern angewiesen sind, müssen diese Teile von den volksdemokratischen Ländern selbst beschafft oder finanziert werden. Wir führen große Lieferungen von Ausrüstungen, komplette Anlagen und anderen Erzeugnissen der metallverarbeitenden Industrie an die volksdemokratischen Länder durch. An die CSSR lieferten wir in den letzten Jahren jährlich für rund 415 bis 420 Mio Valuta-DM Maschinenbauerzeugnisse, an die Volksrepublik Polen für 330 bis 360 Mio Valuta-DM.

Dagegen lieferte uns die CSSR im Jahre 1959 nur rund 41000t Walzstahl und im Jahre 1960 - 79000t. Auch die Lieferzusage für 1961 in Höhe von rund 80000t steht noch in absolut keinem Verhältnis zu den von uns durchgeführten Maschinenlieferungen. Für die Maschinenlieferungen der DDR an die CSSR müssen in weit höherem Maße Engpaßmaterialien aus dem kapitalistischen Wirtschaftsgebiet importiert werden, als dies für die Maschinenlieferungen der CSSR an die DDR der Fall ist, um so mehr, als die CSSR über eine eigene Walzmaterialerzeugung von 4,8 Mio t verfügt.

Die Volksrepublik Polen liefert faktisch überhaupt keinen Walzstahl an die DDR, obwohl sie über ein Eigenaufkommen von 4,4 Mio t verfügt. Es findet nur ein Sortenaustausch zwischen unseren Ländern in geringem Umfang statt und einige wenige Zulieferungen der Volksrepublik Polen für die Erzeugung der von uns zu liefernden Kohlegroßgeräte. (20000t 1960). Aus diesen Gründen mußte die DDR im Jahre 1960 über 4000000t Walzstahl im Werte von über 450 Mio Valuta-DM in kapitalistischen Ländern, besonders in Westdeutschland, einkaufen, was wesentlich zu der hohen Verschuldung gegenüber diesen Ländern führte.


Durch die hohen Maschinenlieferungen der DDR an die sozialistischen Länder ist der Maschinenexport der DDR an kapitalistische Länder begrenzt und z. B. niedriger als der der CSSR.

Ohne eine wesentliche Erhöhung der Lieferung von Walzstahl, vor allem der Defizit-Sortimente, auch aus den volksdemokratischen Ländern kann die DDR ihre Aufgaben nicht lösen und ihre Maschinenexporte an die volksdemokratischen Länder nicht sichern.

In der Mitte des Jahres 1961 hatte die DDR gegenüber einigen volksdemokratischen Ländern einen bedeutenden Aktiv-Saldo, gegenüber Bulgarien z.B. von 150 Mio Valuta-DM. Auch gegenüber der CSSR und Ungarn bestehen gewisse Aktiv-Salden. Zur Lösung ihrer Aufgaben benötigt die DDR jedoch eine finanzielle Hilfe auch der volksdemokratischen Länder noch in diesem Jahr.

d) In eine komplizierte Lage ist die DDR auch durch den großen Rückgang der Importe aus der Volksrepublik China gekommen. Der Außenhandelsumsatz von 1021 Mio Valuta-DM im Jahre 1960 geht auf 341 Mio Valuta-DM im Jahre 1961 zurück. Zur Zeit hat die DDR ein Aktiv-Saldo gegenüber der chinesischen Volksrepublik von ca. 120 Mio Valuta-DM. Außerordentlich einschneidend ist der Ausfall der chinesischen Lieferungen von Sojabohnen und Pflanzenöl sowie anderen landwirtschaftlichen Produkten, Textilrohstoffen und anderen Industrie-Erzeugnissen. 1961 muß dieser Lieferausfall zum Teil durch zusätzliche Importe aus kapitalistischen Ländern ausgeglichen werden.
e) Die Prinzipien der Preisberechnung im sozialistischen Lager führen zu einer gewissen Benachteiligung für die DDR. Die Festlegung stabiler Preise bewirkte, daß bei den Importpositionen der DDR (Rohstoffe, Halbfabrikate und landwirtschaftliche Produkte) in vielen Fällen Preise berechnet werden, die zum Teil stark über den Weltmarktpreisen liegen. Bei den Exporterzeugnissen der DDR (Fertigerzeugnissen) wird jedoch in vielen Fällen der Weltmarktpreis durch die DDR nicht realisiert

Eine Ausarbeitung einer Spezialistengruppe der DDR weist darauf hin, daß die DDR insbesondere überhöhte Preise zahlen muß, für eine Reihe von Walzmaterialien, bei Steinkohle und Steinkohlenkoks, bei bestimmten Erzeugnissen des Bergbaus sowie bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus den sozialistischen Ländern, dabei auch bei Getreide. Dies gilt auch für einige industrielle Erzeugnisse wie Fernsehgeräte, Selbstentladekipper, Grauguß, Bleiakkumulatoren und einige Gewebe.


Die Spezialistengruppe errechnete, daß durch überhöhte Importpreise, saldiert mit entsprechenden Differenzen bei Exportpreisen, der DDR im Jahre 1961 mindestens ein Preisverlust von 200 Mio Valuta-DM entsteht.

Der verstärkte Mangel an Arbeitskräften wirkte sich um so schärfer auf unsere Lage aus, da das technische Niveau, der Grad der Mechanisierung und Erneuerung unserer Produktionsanlagen gegenüber Westdeutschland noch weit zurück ist.

Die Investitionen waren in Westdeutschland bis 1954 pro Kopf der Bevölkerung doppelt so hoch als bei uns. Auch in den folgenden Jahren bis zu diesem Jahr liegen sie noch erheblich höher als unsere Investitionen. Bezogen auf die Bevölkerungszahl hätten wir in den letzten 10 Jahren für 50 Mrd. DM mehr investieren müssen, als wir tatsächlich investiert haben, um das westdeutsche Pro-Kopf-Niveau der Investitionen zu erreichen.


Quelle:
http://www.deutsche-kommunisten.de/Walte...uschtschow.html

So, meine Herrschaften!
So viel zu der Frage, wer hier 1960/1961 wen ausgeplündert hat. Und warum die DDR 1961 am Rande der Zahlungsunfähigkeit war.....



zuletzt bearbeitet 10.08.2009 11:19 | nach oben springen

#48

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 12:14
von manudave (gelöscht)
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@GW

Das ist nicht korrekt. Das Gerücht mit den Atomminen hält sich scheinbar auch heute noch hartnäckig.
Richtig ist, dass es Sprengschächte entlang der Grenze gab. Diese wären im Verteidigungsfall von Wallmeistern der Bundeswehr mit TNT gefüllt und gezündet worden.
An der Grenze gab es definitiv keine Atommunition - das weiß ich aus verschieden sehr ranghohen Quellen.


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#49

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 12:32
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von FSK-Veteran

Die wahren Ursachen lassen sich in einem Brief Ulbrichts an Chrutschow ausmachen. Neben den propagandististischen Parolen nennt er im Brief vom 4.August 1961 als Gründe:

-die Ausplünderung der DDR mittels RGW durch die sozialistischen Länder

So viel zu der Frage, wer hier 1960/1961 wen ausgeplündert hat. Und warum die DDR 1961 am Rande der Zahlungsunfähigkeit war.....

Hallo FSK,
dem kann ich beim besten Willen nicht folgen, war denn die Ausplünderung durch die RGW mit dem Mauerbau beendet ? Nein die Mauer war einzigst und allein gegen die eigene Bevölkerung gerichtet.


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#50

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 12:39
von manudave (gelöscht)
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Die Quellenangabe von FSK-Veteran spricht doch für sich. Dort wird man wahrscheinlich nirgends wirkliche Gründe für z.B. den Mauerbau finden.

Der Mauerbau war einzigst und allein zur Machterhaltung des Regimes da - ansonsten wäre die SED ohne Volk dagestanden.
Richtig ist natürlich allerdings auch, dass bei Phasen mit hohen Fluchtzahlen die Kreditwürdigkeit der DDR darunter gelitten hat. Das konnte man auch 1989 beobachten.


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#51

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 13:00
von manudave (gelöscht)
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In Antwort auf:
Tja, was soll ich dazu sagen Der Mann wußte von was er spricht. Aber war das so falsch?


Da klingt fast ein wenig Stolz heraus.

Du, Musiker, ziehst ja selbst in Betracht, dass Krenz so etwas in diese Richtung gesagt haben könnte.


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#52

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 13:20
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von manudave

Das ist nicht korrekt. Das Gerücht mit den Atomminen hält sich scheinbar auch heute noch hartnäckig.
Richtig ist, dass es Sprengschächte entlang der Grenze gab. Diese wären im Verteidigungsfall von Wallmeistern der Bundeswehr mit TNT gefüllt und gezündet worden.
An der Grenze gab es definitiv keine Atommunition - das weiß ich aus verschieden sehr ranghohen Quellen.


@manudave, irgend etwas "klemmt hier". lt. deiner aussage waren atomraketen in der brd stationiert um im notfall einen sperrgürtel im "zonenrandgebiet" gegen den wv zu schiessen? ein wenig umständlich nicht ?

kleine nachfrage: wer hätte denn diese freitagnachmittag ab 13.00 uhr bis montagfrüh 08.00 uhr bedient ?


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#53

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 13:26
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von manudave
Die Quellenangabe von FSK-Veteran spricht doch für sich. Dort wird man wahrscheinlich nirgends wirkliche Gründe für z.B. den Mauerbau finden.

Der Mauerbau war einzigst und allein zur Machterhaltung des Regimes da - ansonsten wäre die SED ohne Volk dagestanden.

klar schützt sich jeder staat wie er es gedenkt. dein fehler ist aber @manudave, das du die ddr allein auf die sed reduzierst.
mich würde jetzt mal aus deinem munde interessierten, warum all die ausgebildeten fachkräfte, wie lehrer, ärzte, ingenieure am anfang über die offene grenze gingen?. alle aus angst vor "den russen in der sbz" oder wegen angeblichem politischem widerstand?


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#54

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 13:41
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

@manudave, nochmal ein nachtrag meinerseits zum thema atomminen.

ich habe die suchfunktion "atomminen" im nva-forum benutzt und z.b. folgendes u.a. von "alterschwede" gefunden:

In Antwort auf:
es gab diese minen tatsächlich.
und es gab auch strukturen um diese einzusetzen.

in dem 5. US-armeekorps war die 59. ordancebrigade für lagerung und transport zuständig.
in den us-pionierbat gab es dann spezialsierte kernminenverlege-einheiten die diese dann (auch ausserhalb des bereiches des 5. US-armeekorps) zum einsatz gebrcht hätten.

soweit ich mich erinnern kann, gab es u.a. auch bei der bundeswehr spezialpioniere die sprengschächte mittes erdbohrer erstellt hätten.
es bedurfte also keiner besonderen baulichen vorrichtungen.



es gibt noch mehr beiträge die glaubhaft machen, dass es diese atomminen gegeben hat (was mir persönlich u.a. bzgl. der zielsetzung und wirkung einleuchten würde)


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#55

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 13:54
von manudave (gelöscht)
avatar

Das Gegenforum dazu lautet:

cold-war.de

Dort werden diese Behauptungen von weiteren Experten widerlegt. Die "Spezialpioniere" der Bundeswehr waren übrigens Wallmeister und hatten nur die Aufgabe die Schächte mit TNT zu füllen, das wurde auch regelmäßig geübt.
Ich schließe nicht aus, dass es Minen mit atomarer Sprengwirkung gab - allerdings gab es so etwas an der Grenze nicht.


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#56

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 13:56
von manudave (gelöscht)
avatar

In Antwort auf:
lt. deiner aussage waren atomraketen in der brd stationiert um im notfall einen sperrgürtel im "zonenrandgebiet" gegen den wv zu schiessen? ein wenig umständlich nicht ?



Auch diese Fakten sind im "General Defense Plan" der Amerikaner enthalten.


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#57

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 14:00
von manudave (gelöscht)
avatar

In Antwort auf:
dein fehler ist aber @manudave, das du die ddr allein auf die sed reduzierst.



Das kann man auch tun. Denn alles was in diesem Staat passierte wurde durch die Partei gelenkt.


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#58

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 14:01
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Zitat von dein1945
Zitat von FSK-Veteran

Die wahren Ursachen lassen sich in einem Brief Ulbrichts an Chrutschow ausmachen. Neben den propagandististischen Parolen nennt er im Brief vom 4.August 1961 als Gründe:

-die Ausplünderung der DDR mittels RGW durch die sozialistischen Länder

So viel zu der Frage, wer hier 1960/1961 wen ausgeplündert hat. Und warum die DDR 1961 am Rande der Zahlungsunfähigkeit war.....

Hallo FSK,
dem kann ich beim besten Willen nicht folgen, war denn die Ausplünderung durch die RGW mit dem Mauerbau beendet ? Nein die Mauer war einzigst und allein gegen die eigene Bevölkerung gerichtet.


Ja klar. Aber natürlich war die Mauer gegen die eigene Bevölkerung gerichtet. Weil die Bundesrepublik (West) das eindeutig attraktivere Modell war.

manudave:
Die Herkunft des Dokuments ist für mich eher "wurscht". Wichtig ist das Dokument selbst. Warum?
In diesem (lange geheimen) Dokument gibt Ulbricht 10 Tage vor dem Mauerbau die wahren, wesentlichen Ursachen bekannt, warum die Mauer errichtet wurde. Es ist ein Dokument des eigenen Versagens. Im Grunde kann man mit diesem Schriftstück sämtliche Propagandalügen auseinandernehmen, die sich die DDR-Verantwortlichen im Stile altstalinistischer Legendenbildungen in Jahrzehnten aufgebaut haben.

-Behauptete die DDR zB. stets, sie würde durch den Westen "ausgeplündert", beweist der Brief vom 4. August 1961 ganz klar, daß die sozialistischen Bruderstaaten die DDR zu dieser Zeit ausgeplündert haben.

-Die Bundesrepublik hat stets eher geholfen, die DDR mit Krediten am Leben zu halten. So auch in den Jahren vor dem Mauerbau.

-Es waren die Bruderländer, die die DDR Mitte 1961 an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht haben.

-Die DDR ist an den (1961 im Brief von Ulbricht) genau benannten Unterschieden zur Bundesrepublik gescheitert. Wirtschaftlich und politisch war die DDR im vergleich zur Bundesrepublik von 1961 ein Entwicklungsland. Ich sage mal: ein Entwicklungsland quasireligiöser, sektenartiger Kulte.

Der Freiheitsdrang in großen Teilen der DDR-Deutschen ist immer wieder durchgebrochen. Zu allen Zeiten, wenn kleinste Strohhalme der Hoffnung für die Betroffenen erkennbar waren. Auch wenn damit massive Bedrohungen und Benachteiligungen (besonders bis ca.1981) durch das DDR-System einhergingen.

Kulminationspunkte der Fluchtbewegungen von DDR-Deutschen in die Bunderepublik waren:

-1961: 2,3 Millionen Flüchtlinge bis zum 13.August 1961
-1972: Erste, mutige Ausreiseantragstellungen nach dem Grundlagenvertrag
-1975: Massenhafte Ausreiseantragstellungen nach der Unterschrift der DDR unter die Schlußakte von Helsinki
-1982: Die Ausreisewelle von 1982 (Als die DDR "Druck" aus dem Kessel nehmen wollte und 1982 34.000 Antragsteller "auf einen Schub" ausreisen ließ, hatte das zur Folge, daß als Ergebnis von Ermutigten sofort 100.000 neue Anträge auf Übersiedlung in die Bundesrepublik gestellt wurden. Die Zahlen der "Antragsteller" schwollen ab jetzt stetig an)....
-ab 1984: Besetzte Botschaften
-1989 Ungarn usw....

Nur mittels Lügen, Drohungen und Erpressungen gegen die eigene Bevölkerung konnte man diese "eigene" Bevölkerung einigermaßen in Schach halten. 1989 versagte dann aber selbst dieses System der Angst und der Drohungen....

Abgerichtete Hunde, Minen, Selbstschußanlagen, Schießbefehl, Nagelbretter, Stacheldrahtverhaue und irrsinnigste Mauerbauwerke während einer großen Wohnungsnot im Lande...
Lügen, Propaganda und Indoktrinationen in Schule, Theater, Film und Fersehen....

...das alles hat letztlich nur dazu geführt, daß die meißten Menschen (auch in der DDR) genau begriffen haben, mit wem sie es dort eigentlich zu tun hatten....


zuletzt bearbeitet 10.08.2009 14:06 | nach oben springen

#59

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 15:15
von Musiker12 | 822 Beiträge

In Antwort auf:
Da klingt fast ein wenig Stolz heraus.

Du, Musiker, ziehst ja selbst in Betracht, dass Krenz so etwas in diese Richtung gesagt haben könnte.


Weißt Du manudave es ist mir zunächst mal völlig egal was Krenz irgendwann mal gesagt hat. Wenn Du alles richtig gelesen hättest, dann hättest Du auch meine Äusserung verstanden. Du verwendest lediglich Fragmente und unterstellst mir dann noch ich sei Kommunist (womit ich unterm Strich leben kann). Lies Dir vielleicht nochmal durch was andere Geschrieben haben und dann meine Reaktion darauf.





zuletzt bearbeitet 10.08.2009 15:16 | nach oben springen

#60

RE: Die Legende vom „antifaschistischen Schutzwall“

in Presse Artikel Grenze 10.08.2009 15:27
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von manudave
Das Gegenforum dazu lautet:

cold-war.de

Dort werden diese Behauptungen von weiteren Experten widerlegt. Die "Spezialpioniere" der Bundeswehr waren übrigens Wallmeister und hatten nur die Aufgabe die Schächte mit TNT zu füllen, das wurde auch regelmäßig geübt.
Ich schließe nicht aus, dass es Minen mit atomarer Sprengwirkung gab - allerdings gab es so etwas an der Grenze nicht.



hmmm, auch wenn ich jetzt etwas nerve, aber das thema "atomminen" lässt mir keine ruhe.
bei google gibt es zum thema "atomminengürtel" etwa 400 beiträge. am interessantesten fand ich diesen hier: http://www.fulda-gap.de/abc_waffen.htm

@manudave, auch wenn du nicht mehr höflich sein willst, kannst du mir bitte einen link zum thema "atomminen" bei cold-war geben? danke


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