#21

RE: Kompanie/Batallionssicherung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 13.07.2014 20:11
von MHL-er | 19 Beiträge

Zitat von PF75 im Beitrag #16
wir hatten bis zum letzten Postenpunkt glaub ich 55 km von der GK aus gerechnet,bin ich dann noch KS gefahren in diesem Abschnitt sind mal ganz schnell 140-170 km zusammen gekommen.(bei Batt.-Sicherung )
In unserem Kompanieabschnitt war der weiteste Postenpunkt ca 5 km von der GK weg und einmal durch den Abschnitt 10-12 km,da konnte man KS noch von der Gk aus zu Fuß durchführen.


Was bedeutet KS?



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#22

RE: Kompanie/Batallionssicherung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 13.07.2014 20:22
von rotrang (gelöscht)
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Zitat von MHL-er im Beitrag #21
Zitat von PF75 im Beitrag #16
wir hatten bis zum letzten Postenpunkt glaub ich 55 km von der GK aus gerechnet,bin ich dann noch KS gefahren in diesem Abschnitt sind mal ganz schnell 140-170 km zusammen gekommen.(bei Batt.-Sicherung )
In unserem Kompanieabschnitt war der weiteste Postenpunkt ca 5 km von der GK weg und einmal durch den Abschnitt 10-12 km,da konnte man KS noch von der Gk aus zu Fuß durchführen.


Was bedeutet KS?


Kontrollstreife zu meiner Zeit


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#23

RE: Kompanie/Batallionssicherung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 13.07.2014 20:37
von mibau83 | 831 Beiträge

bei der kompaniesicherung war immer eine gewisse ruhe auf der kompanie, denn ein zug befand sich ja immer in der nachtruhe.


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#24

RE: Kompanie/Batallionssicherung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.07.2014 09:38
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Der wirtschaftliche Faktor des Übergangs von der Bataillons- zur Kompaniesicherung ist schon oft angeführt und diskutiert worden. Für mich stand er damals nicht im Vordergrund. Ich war an der Offiziershochschule noch für die Bataillonssicherung ausgebildet worden. Als Polit kam ich dann in der Kompaniesicherung an. Das war kein großes Problem. Lediglich in der Organisation des Dienstes musste man genauer ran. Die Politschulung wurde Zugweise durchgeführt. Zu Ausbildung bzw. zum Schießen schickte jede Kompanie des Bataillons einen Zug. Dazu kam von einer Kompanie der Kompaniechef, von einer anderen der Stellvertreter, von der nächsten der Polit und von der vierten der Hauptfeldwebel. Somit hatte man quasi mit mit 4 Zügen und einer Kompanieführung alles zusammen. Es war oft schwierig, diese Planung mit den Lagen in der Grenzsicherung zu vereinbaren, aber es ging.

Der größte Vorteil der Kompniesicherung war die Stärkung der Eigenverantwortung für den Abschnitt. Das betraf vor allem die Kompanieführung. War diese in der Bataillonssicherung eher eine administrative Ebene, begann nun die Beurteilung der Lage bei ihr. Um es anders zu sagen: Ausgebildete Offiziere taten das, wofür sie ausgebildet worden waren. Ich erinnere mich an eine umfassende Beurteilung der Lage in der Kompanie mit Kompanieführung und Zugführern. Im Ergebnis dieser BdL kam es zu einer Präzisierung der Posteneinsätze in Hinterland. Mit diesem Posteneinsatz hätten wir auch unseren zweiten Grenzdurchbruch 1984 verhindern können, wenn nicht aufgrund der Lage Befehle des Regiments unseren Entschluss zeitweilig aufgehoben hätten. Dennoch sehe ich darin einen der wesentlichen Vorteile der Kompaniesicherung - stärkere Eigenvrantwortung der Kompanieführung. Unterhalb dieser Ebene hielten sich die Effekte, mal von den Wegezeiten bei der Ablösung abgesehen, durchaus in Grenzen oder waren Geschmackssache (zum Beispiel: Geländekenntnis vs. Langeweile durch ständig gleiche Postenbereiche).

Ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#25

RE: Kompanie/Batallionssicherung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.07.2014 10:13
von EK82I | 869 Beiträge

Ich habe ja auch nur die Baaillionssicherung erlebt. Für uns GWDler eindeutig von Vorteil,weil man meistens in wechselnden GA unterwegs war.Die Ablösungen wurden dann auch so gehändelt,dass auch die entferntesten PP zügig nach Hause kamen.
Ausbildung gab es keine in der GK,allerdings wurden ab und zu Kräfte in das andere GB abgestellt,wenn diese am Zaun vorne (Minen) arbeiteten.Zusätzliche Schichten,statt Dorfkneipe,was auch nervte,wenn man betroffen war.


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#26

RE: Kompanie/Batallionssicherung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.07.2014 10:14
von 80er | 572 Beiträge

Dann wäre doch an dieser Stelle einmal die Frage erlaubt und interessant, was denn nun genau die Veränderungen waren, von der sich die Kompaniesicherung bis etwa 1974/75 (den Wechsel zur Bat. Sicherung habe ich ebenfalls noch erlebt), von der unterschieden hat, die in den 80er Jahren wieder eingeführt wurde? Eine Neuerfindung ist die Kompaniesicherung ja nicht gewesen, auch wenn der Eindruck hier manchmal entsteht.


zuletzt bearbeitet 14.07.2014 11:58 | nach oben springen

#27

RE: Kompanie/Batallionssicherung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.07.2014 11:10
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Zitat von 80er im Beitrag #26
Dann wäre doch an dieser Stelle einmal die Frage erlaubt und interessant, was denn nun genau die Veränderungen waren, von der sich die Kompaniesicherung bis etwa 1974/75 (den Wechsels zur Bat. Sicherung habe ich ebenfalls noch erlebt), von der unterschieden hat, die in den 80er Jahren wieder eingeführt wurde? Eine Neuerfindung ist die Kompaniesicherung ja nicht gewesen, auch wenn der Eindruck hier manchmal entsteht.

Hallo 80er,

ich fürchte, die Frage ist heute nur sehr schwer zu beantworten. Ich selbst habe keine Erfahrung damit, da ich erst 1979 zu den Grenztruppen kam. Auf solche Strukturen hatten, denke ich, zum einen grundlegende Entscheidungen auf höchsten Führungsebenen (Warschauer Vertrag, Nationaler Verteidigungsrat) Einfluss. Welche strategischen oder politischen Überlegungen für die entsprechenden Weisungen eine Rolle spielten, kann hier kaum jemand aus erster Hand schildern. Aber im Vergleich war ja auch der Übergang von der Bataillons- zur Kompaniesicherung wieder von einer Veränderung der militärischen Strukturen und Aufgaben begleitet (z.B. Rolle der III. Bataillone im Rahmen einer höheren Einsatzmöglichkeit im Gefecht). In einem weiteren Schritt sollte dann die Unterstellung unter die regionalen Verteidigungsstrukturen erfolgen und waren zum Teil 1989 schon erfolgt.

Zum anderen stellte natürlich die zunehmende technische Ausstattung der Grenztruppen (Signalanlagen, Kfz.-Ausstattung, Minenanlagen mit Signalsystemen u.ä.m.) eine Möglichkeit für neue Strukturierungen dar. Die Kraftstofffrage war noch nicht so prekär wie in den 80er Jahren. Hier lag unter Umständen auch der Wunsch zugrunde, durch eine Stärkung des Einflusses der Stäbe und Kommandeure ab Bataillons-Ebene, eine stärkere Vereinheitlichung des Grenzregimes zu ermöglichen. Nachdem das letzten Endes gewährleistet war, konnte die Verantwortung wieder "nach unten" delegiert werden.

Aber, wie gesagt, in allen Facetten wird man das heute nur schwer nachvollziehen können. Das hier war auch nur lautes Nachdenken.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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zuletzt bearbeitet 14.07.2014 11:10 | nach oben springen

#28

RE: Kompanie/Batallionssicherung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.07.2014 21:42
von mibau83 | 831 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #2

Mit einer neuen Struktur bei der GT löste Ende 1985 die Kompaniesicherung die GB Sicherung ab.


der zeitpunkt war unterschiedlich. im grenzkommando süd stellte das gr 4 und das gr 10 bereits 1983 um. das gr 15 anfang 1985 und das gr 3 im herbst 85. wobei das III.gb/gr 3 bereits seit 1983 kompaniesicherung hatte.


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#29

RE: Kompanie/Batallionssicherung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.07.2014 21:49
von Mike59 | 7.978 Beiträge

Zitat von mibau83 im Beitrag #28
Zitat von UvD815 im Beitrag #2

Mit einer neuen Struktur bei der GT löste Ende 1985 die Kompaniesicherung die GB Sicherung ab.


der zeitpunkt war unterschiedlich. im grenzkommando süd stellte das gr 4 und das gr 10 bereits 1983 um. das gr 15 anfang 1985 und das gr 3 im herbst 85. wobei das III.gb/gr 3 bereits seit 1983 kompaniesicherung hatte.


Wie wurde das umgesetzt? Nur mal so als Frage - die Abschnitte wurden vergrößert und GK'en wurden von dem regulärem (Grenz)Dienst entfernt.
Und zwei Jahre später die anderen GB, stelle ich mir Kompliziert vor.


zuletzt bearbeitet 14.07.2014 21:50 | nach oben springen

#30

RE: Kompanie/Batallionssicherung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.07.2014 21:57
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #29
Zitat von mibau83 im Beitrag #28
Zitat von UvD815 im Beitrag #2

Mit einer neuen Struktur bei der GT löste Ende 1985 die Kompaniesicherung die GB Sicherung ab.


der zeitpunkt war unterschiedlich. im grenzkommando süd stellte das gr 4 und das gr 10 bereits 1983 um. das gr 15 anfang 1985 und das gr 3 im herbst 85. wobei das III.gb/gr 3 bereits seit 1983 kompaniesicherung hatte.


Wie wurde das umgesetzt? Nur mal so als Frage - die Abschnitte wurden vergrößert und GK'en wurden von dem regulärem (Grenz)Dienst entfernt.
Und zwei Jahre später die anderen GB, stelle ich mir Kompliziert vor.

Hallo Mike,

Die Kompanieabschnitte im III. GB wurden in dieser Zeit wie zu Zeiten der Bataillonssicherung beibehalten. Im Stab des Regiments gab es bisweilen etwas Durcheinander, da die Bedingungen für die Organisation des Dienstes in den Bataillonen plötzlich unterschiedlich waren. Als dann das gesamte Regiment auf die Kompaniesicherung umgestellt wurde, wurden dann auch die Kompanieabschnitte des III. GB auf die neue Struktur des Regiments mit 8 Grenzkompanien und 4 "Hinterlandskompanien" angepasst. Dabei behielt beispielsweise die 12. Kompanie des III. GB ihren Abschnitt unverändert und wurde zur 8. GK des II. GB.

Ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#31

RE: Kompanie/Batallionssicherung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.07.2014 22:03
von mibau83 | 831 Beiträge

ganz einfach! jede gk sicherte bis herbst 85 ihren eigenen sia. ab herbst 85 wurde der sia 9 zwischen andenhausen und frankenheim aufgeteilt. übrigends erhielt die gk kaltenwestheim 1988 ihren sia wieder zurück. ist alles etwas komplex, ein einheitliches datum für umstrukturierungen gibt es nicht.


Mike59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#32

RE: Kompanie/Batallionssicherung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.07.2014 22:07
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von mibau83 im Beitrag #31
ganz einfach! jede gk sicherte bis herbst 85 ihren eigenen sia. ab herbst 85 wurde der sia 9 zwischen andenhausen und frankenheim aufgeteilt. übrigends erhielt die gk kaltenwestheim 1988 ihren sia wieder zurück. ist alles etwas komplex, ein einheitliches datum für umstrukturierungen gibt es nicht.



Auf dass jeweilige GR bezogen schon.


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