#1

Feierabendbrigaden

in DDR Zeiten 30.06.2014 20:23
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo!
Wer kennt sie noch,oder hat hat in so einer Brigade gearbeitet?
In den 80-Jahren habe ich für eine AWG, Dachrinnen ,sowie kleine Dachreparaturen durchgeführt.
Wir haben zu zweit gearbeitet.Mein Kumpel hat mich mittels Seil gesichert und ich habe die Dachrinnen in Ordnung gebracht.
Somit hat die AWG die Gerüstkosten gespart.
Jetzt kommt es zur Bezahlung:
Pro Std. gab es 10,00 DDR Mark,in Absprache mit den Auftraggeber,wurden aber die doppelten Stunden aufgeschrieben.
Ergo ein Verdienst von 20,00 DDR Mark.
Viele Grüße Rei


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#2

RE: Feierabendbrigaden

in DDR Zeiten 30.06.2014 20:40
von FRITZE (gelöscht)
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Mach das mal heute ,die doppelte Stundenzahl aufschreiben !


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#3

RE: Feierabendbrigaden

in DDR Zeiten 30.06.2014 21:25
von Heckenhaus | 5.127 Beiträge

War ne feine Sache, hab mir da mit 14 bereits die ersten Märker verdient, als Gehilfe beim Vater, der für die AWG
Treppenbelag in den Wohnhäusern erneuerte. Nicht schlecht verdient.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#4

RE: Feierabendbrigaden

in DDR Zeiten 30.06.2014 21:27
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Mein erster Mann arbeitete im Zwei-Schicht-System. In seiner Frühschichtwoche ging er zur Feierabendbrigade. Er hatte meist in der Innenstadt zutun, Pflastern u.ä. Das mit den Doppelstunden war Usus...aber ich weiß nicht mehr wie viel es gab. Er ging von 17:00 - 21:00 Uhr dort arbeiten. Das war ein feiner Zusatzverdienst. Da konnte ich mir schon das ein oder andere Paar Schuhe im Ex kaufen....


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

zuletzt bearbeitet 30.06.2014 21:28 | nach oben springen

#5

RE: Feierabendbrigaden

in DDR Zeiten 30.06.2014 21:40
von Hans55 | 762 Beiträge

Wir haben manches Haus nach Feierabend gebaut und gutes Geld verdient!


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#6

RE: Feierabendbrigaden

in DDR Zeiten 30.06.2014 21:50
von FRITZE (gelöscht)
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Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #4
Mein erster Mann arbeitete im Zwei-Schicht-System. In seiner Frühschichtwoche ging er zur Feierabendbrigade. Er hatte meist in der Innenstadt zutun, Pflastern u.ä. Das mit den Doppelstunden war Usus...aber ich weiß nicht mehr wie viel es gab. Er ging von 17:00 - 21:00 Uhr dort arbeiten. Das war ein feiner Zusatzverdienst. Da konnte ich mir schon das ein oder andere Paar Schuhe im Ex kaufen....



ich hätte jetzt aber gedacht ,daß Du auch Jesuslatschen bevorzugt hättest .

Wir haben mal die Verkäuferin in einem Ex verarscht . Wir haben Roßhaarsocken verlangt .


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#7

RE: Feierabendbrigaden

in DDR Zeiten 30.06.2014 22:17
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Bei uns hieß das Pfuschen, aber nicht im heutigen Sinn.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#8

RE: Feierabendbrigaden

in DDR Zeiten 30.06.2014 22:22
von polsam | 574 Beiträge

Da gabs schon Kuriositäten:
Mein Vater (Bereichsleiter in einem soz. Baureparaturbetrieb) ging auch regelmäßig Scharwerken.
Irgendwann in den 80ern kam der Versorgungsoffizier (Leiter der Versorgungsdienste) zu mir und bat mich, mit meinem Vater zu reden, ob dieser nicht die Installation(Wasser und Abwasser) einer Küche im Dienstgebäude vornehmen könnte. Material hätte er besorgt, aber diese Baumaßnahme sei nirgend wo im Plan.
Ich hab meinen alten Herrn natürlich gefragt, Auftrag wurde auch angenommen. Bezahlung war fürstlich, wie weiß ich nicht, er hat mir dann immer mal etwas zukommen lassen.
Die Krönung war, dass mein Alter nicht alleine in der Dienststelle arbeiten durfte. Ich wurde zur Beaufsichtigung von Handwerkerleistungen aus dem normalen Dienst herausgelöst.
Ähnlich war es dann, als der Leiter der Dienststelle ein Häusle baute. Vater hat gesagt, er brauche einen Handlanger, dem er auch gewisse Aufgaben übertragen kann. Er hat mich beim Versorger benannt. Herauslösung aus dem normalen Dienst,(die Schichtzulagen wurden auf Weisung der Obrigkeit gazahlt).
Gedanken darüber habe ich mir damals keine gemacht. Es war einfach so.
Für meinen "persönliche Einsatz" habe ich dann auch einen Verkehrsregulierungsstab und nen Paar Lederhandschuhe vom Leiter VD erhalten.
Der Leiter VD hatte bei uns den Spitznamen "Hauptmann für Not und Elend"


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#9

RE: Feierabendbrigaden

in DDR Zeiten 01.07.2014 07:44
von Harsberg | 3.247 Beiträge

Diese sog. Feierabendbrigaden sind ja teilweise schon zum Mittag angerückt, natürlich mit betriebseigenen Material im Auftrag auch öffentlicher Auftraggeber.
Das gleiche galt für den privaten Bereich.

Bin mal zu einer Baustellenkontrolle am Vormittag gegangen, die Außenputzbrigade habe ich vergeblich gesucht. Ausweichende Antworten vom Meister...
Da wurde doch glatt im Nachbarort ein EFH abgeputzt. Der Chef wollte in Exempel statuieren, der BPOer und der BGLer haben das gemeinsam abgewehrt.... es war ja eine soz. Brigade.
Mehr muss ich wohl nicht sagen!

Unsere gesamte Fußgängerzone wurde in den 80ern durch eine Feierabendbrigade erneuert. Regress gab es ja nicht.
Die Brigademitglieder fuhren alle die besseren Autos die es bei uns gab.
In den 90zigern wurde dann, der Belag bröckelte an vielen Stellen, das Ganze noch mal neu gemacht.


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#10

RE: Feierabendbrigaden

in DDR Zeiten 01.07.2014 09:06
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Ich weiß nicht ob man es Feierabendbrigaden nennen kann. Aber ich hatte einen Bekannten,der ging mit ein paar Kumpels-Sonnabend, Sonntag noch Waggons entladen auf den Rostocker Güterbahnhof.Er sagte nur,hin und wieder fällt mal was ab und an den Job nebenbei ist schwer ran zu kommen. Aber genauso gab es Frauen,die nebenbei im Überseehafen für 6 Std noch arbeiteten in der Sotierung, das war aber fast nur Nachtschicht.


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#11

RE: Feierabendbrigaden

in DDR Zeiten 01.07.2014 09:17
von hardi24a | 331 Beiträge

Zitat von Hans55 im Beitrag #5
Wir haben manches Haus nach Feierabend gebaut und gutes Geld verdient!


Ja Hans, solche "Brigade" hatte ich auch zum Hausbau !
Das Geld war die eine Sache, die Andere: es gingen unmengen an Alkoholitäten drauf
und das selbst Geschlachtete ebenso !

Aber, das Haus wurde hochgezogen, neben bei, nach der Arbeit.


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#12

RE: Feierabendbrigaden

in DDR Zeiten 01.07.2014 15:03
von schulzi | 1.757 Beiträge

Zitat von rei im Beitrag #1
Hallo!
Wer kennt sie noch,oder hat hat in so einer Brigade gearbeitet?
In den 80-Jahren habe ich für eine AWG, Dachrinnen ,sowie kleine Dachreparaturen durchgeführt.
Wir haben zu zweit gearbeitet.Mein Kumpel hat mich mittels Seil gesichert und ich habe die Dachrinnen in Ordnung gebracht.
Somit hat die AWG die Gerüstkosten gespart.
Jetzt kommt es zur Bezahlung:
Pro Std. gab es 10,00 DDR Mark,in Absprache mit den Auftraggeber,wurden aber die doppelten Stunden aufgeschrieben.
Ergo ein Verdienst von 20,00 DDR Mark.
Viele Grüße Rei


War irgentwie normal den für 5 Mark der DDR hätte man keinen Maurer aus der Baubude gelockt,habe es bei meiner Schwester gesehen als sie ihre Ausbauwohnug bekam.Da ging das ganze ersparte von Schwester und Schwager drauf.


zuletzt bearbeitet 01.07.2014 15:04 | nach oben springen


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