#101

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 23.06.2014 13:32
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #97
Die DKP schickte auch Kinder gen Osten.


Das ist nicht ganz richtig.Die DKP ist erst 1968 gegründet worden.Da waren die Ferienaktivitäten zwischen West + Ost weitaus geringer als in den 50er Jahren.
Die Organisation für Ferien von Westkindern im Ostteil Deutschlands lag in den Händen der Zentralen Arbeitsgemeinschaft (ZAG) – "Frohe Ferien für alle Kinder". Gegründet 1955 in Düsseldorf und war mit Landesausschüssen in fast allen Bundesländern und einem Ableger davon in Westberlin vertreten.
Diese Organisation vermittelte Kindern und Jugendlichen Plätze in Ferienlagern in der DDR – gegen geringe Kosten, oft auch bei sozialen Härtefällen kostenlos.Zwischen 1954 und 1960 wurden Jahr für Jahr Sonderzüge,Busse von West- nach Ostdeutschland eingesetzt und brachten Tausende Kinder West in Ferienlager in den Harz ,in den Thüringer Wald oder an die Ostsee. Über 20.000 Kinder waren es im Anfangsjahr 1954, 1955 schon 46.000 Kinder und mitunter findet man Zahlen bis 60.000 Jahre später.

Wie hier im thread schon geschrieben,habe ich als Kind davon auch profitiert.Das ohne irgendwelchen politischen Hintergrund der Eltern:

Habe Ferienlager in der DDR 2x in den 50er Jahren erlebt+2x Ferienspiele in Ostberlin 1959/60.

seaman


zuletzt bearbeitet 23.06.2014 13:33 | nach oben springen

#102

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 23.06.2014 13:40
von icke46 | 2.593 Beiträge

Kleine Ergänzung zu den Gefängnisurteilen:

Elfriede Kautz, Hannover, und Gertrud Schröter, Celle: am
4. November 1961 in Lüneburg zu je einem Jahr Gefängnis verurteilt. Sie
hatten mit der nicht verbotenen Zentralen Arbeitsgemeinschaft "Frohe Ferien
für alle Kinder"Reisen von Kindern aus der Bundesrepublik in Ferienlager der
DDR vermittelt. Das Gericht sah dies als gegen die verfassungsmäßige Ordnung
der Bundesrepublik und gegen das KPD-Verbot gerichtet an und unterstellte
"landesverräterische Beziehungen". E. K. und G. Sch. mußten die Strafe
absitzen.


Zitiert aus: http://www.nrw.vvn-bda.de/bilder/uz_verdra_ngte_schuld.pdf

Gruss

icke



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#103

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 23.06.2014 13:41
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

Die Junge Gemeinde hatte in verschiedenen Gebieten Rüstzeitheime wo Jugendliche in den großen Ferien für wenig Geld Rüstzeiten erleben konnte.
Ich kannte in Eisenach den Falkhof, bei Saalfeld Hohen Eiche, im Harz Schloss Mansfeld,auf Hiddensee in Vitte und andere.
Ich selber war paar mal in Hohen Eiche und einmal zur DDR-Rüste in Mansfeld


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#104

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 23.06.2014 15:20
von Udo | 1.267 Beiträge

Das VEB Zellstoff- und Zellwollewerk Wittenberge hatte sein Betriebsferienlager in Bantikow, gegenüber von Kyritz am Untersee..
Es gab eine Unterkunftsbaracke, in denen die Mädchen schliefen und die sanitären Anlagen waren sowie eine Küchenbaracke. Dort waren die Speisesäle, Krankenzimmer, der Lagerleiter und der Kufu (Kulturfunktionär) untergebracht, sowie das Küchenpersonal.
Die Jungs schliefen mit ihren Betreuern in großen Zelten.
Das Programm war genauestens durchgeplant, da eine gewisse Logistik einzuhalten war.
Kennenlerndisco, Sportfest, Neptunfest, Bergfest, Feuerwehrfest, Dampferfahrt, Wanderungen nach Wusterhausen (man wollte ja sein Taschengeld loswerden), Bootstouren, Angeln, Lagerfeuer, Fußballspiel gegen die Dorfjugend, Tischtennis, Volleyball, Federball Abschiedsball ….. alles war möglich, weil die Stammteams gut organisiert waren.
Später, als ich selbst in der Zellwolle arbeitete, bin ich erst mehrmals als Betreuer und dann als Kufu jedes Jahr mit ins Lager gefahren.


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#105

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 23.06.2014 15:46
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #98
Was mir zwischen all den Betriebsferienlagern, zentralen Pionierlagern und den Lagern für Erholung und Arbeit für die Jugendlichen aufgefallen ist, keiner hat bisher die Ferienspiele in den großen Ferien erwähnt.
Die großen Ferien oder Sommerferien dauerten immer 8 Wochen im Sommer und nicht alle Kinder konnten oder wollten in Ferienlager fahren bzw. bei in der Regel zwei Elternteilen, wenn beide in unterschiedlichen Betrieben arbeiteten, 2x ins Ferienlager, eventuell 1x FDGB Urlaub mit den Eltern oder anderweitiger Urlaub. Wenn für die Restzeit die Großeltern übernahmen war die Welt in Ordnung aber wenn nicht?

Bei uns in der Schule gab es für solche "Fälle" die Ferienspiele. War ungefähr so wie ein Ganztagshort und ein Durchgang lief wohl auch 14 Tage.
Die Kinder gingen früh in die Schule, bekamen dort auch ihre Mahlzeiten und wurden bist zum späten Nachmittag bespaßt.
Diese Ferienspiele waren sehr preiswert und es gingen damals Kinder aus der Klasse hin.

Ideologische und/oder vormilitärische Gründe in den Ferienlagern? Zu meiner Zeit kann ich mich nicht daran erinnern.
Klar gab es mal ein Sportfest und je nach Ferienlager auch zwei Übernachtungen im Touristenlager in kleinen, selbst aufgebauten Zelten mit selber kochen am Lagerfeuer und so .....

Gruß
Nostalgiker


Ferienspiele hatte ich schon mal angesprochen.
Ferienspiele waren sowas wie ein Ersatz zum Kinderferienlager. Sie waren Ortsansässig und wurden von den Schulen durchgeführt,man ging morgens hin und kam nachmittags wieder nach Hause. Sie waren auch interessant und ausgefüllt.Zum Beispiel kann ich aus meinen Erleben schreiben.Da gab es mal einen Tag,da ging es in Rostock zum Petriedamm auf das Pionierschiff-Vorwärts--zum Kinobesuch,oder es ging zum Mühlendamm zum Bootverleih,man besuchte einen Verkehrspark,Schiffbaumuseum u.s.w. In diesen Ferienspielen waren auch Hausfrauen als Betreuerinnen mit eingebunden,da musste so manches Mädel oder Knabe gerade laufen,weil die Mutter vor Ort war.
Zu den Sportfesten möchte ich sagen--sicherlich gab es auch so was und hat auch immer wieder Spaß bereitet. Ach ja--war vor 2 Wochen zu so ein Sportfest von 3 Schulen. Also es ist absolut nichts anderes wie ich es aus meiner Schulzeit aus der ehm.DDR kannte.


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#106

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 23.06.2014 16:35
von furry | 3.580 Beiträge

Für die Beschreibung und Wertung der Ferienlager wären Zeitangaben wichtig. Betriebsferienheime und -ferienlager in den 60er Jahren kann man nicht 1:1 mit denen in den 70ern vergleichen.
Meiner Meinung nach nahm der Ausbau der betrieblichen Ferieneinrichtungen, als zusätzliches Kontingent zu den FDGB-Einrichtungen, ab etwa Mitte der 70er Jahre gewaltig Fahrt auf. Sicher gab es auch qualitative Unterschiede auf Grund des jeweiligen betrieblichen Engagements und der finanziellen und materiellen Möglichkeiten.
Soweit ich mich erinnere, war in den 80ern die Qualität mancher Betriebsferienheime mit der der gehobenen FDGB-Heime vergleichbar.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#107

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 23.06.2014 19:03
von PF75 | 3.294 Beiträge

bei uns an der Schule wurde während der Ferienspiele immer auch eine Schwimmausbildung durchgeführt ,da war ja mehr Zeit als im normalen Sportunterricht .


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#108

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 23.06.2014 20:44
von damals wars | 12.189 Beiträge

Einmal hatten wir auch einen Pionierapell, werde ich nie vergessen. Glowe 1973, brütende Hitze. Walter Ulbricht war gestorben. wir durften uns dann in den Schatten setzen. Rede, Rede, Rede, dann allgemeiner Beifall. Hatten wir im Fernsehen schließlich so gesehen!
Die Erzieher durften herumgehen und zischten "Nicht klatschen, Nicht klatschen"!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#109

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 23.06.2014 20:54
von FRITZE (gelöscht)
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Zitat von PF75 im Beitrag #107
bei uns an der Schule wurde während der Ferienspiele immer auch eine Schwimmausbildung durchgeführt ,da war ja mehr Zeit als im normalen Sportunterricht .


Das war bei uns immer die ersten zwei Wochen der Sommerferien. Da wurde mit Rädern an den See (4km ) gefahren . Zum Ende wurden immer die Schwimmstufen abgenommen .Die I.Schwimmstufe - 100m Schwimmen und Kopfsprung ins tiefe Wasser ! Die II. Schwimmstufe 100m in einer Schwimmart und 50 m in einer anderen Schwimmart und Startsprung . bei der III. Schwimmstufe ging es nach Zeiten ,ich glaube auch nach Alter gestaffelt .
Das Schwimmlager ,weiß nich wieso es so genannt wurde ,ging doch jeden Nachmittag nach Hause ,war straff durchorganisiert . Da durfte man nich einfach ins Wasser ! Es gab Trocken training , Gleittraining , Streckenschwimmen und wenn die Betreuer zufrieden waren ,gabs auch Tollereien .
Alles in Gruppen aufgeteilt .


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#110

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 23.06.2014 21:15
von Lutze | 8.039 Beiträge

gibt es heute noch Kinderferienlager?,
die Pfadfinder sind mir bekannt,
einige alte DDR-Betriebe exestieren ja noch,
zum Beispiel Zeiss-Jena,dieser Vorzeige-Betrieb
wird doch noch für die Kinderbetreuung was übrig haben?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#111

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 13.11.2014 08:36
von Angie | 9 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #110
gibt es heute noch Kinderferienlager?,
die Pfadfinder sind mir bekannt,
einige alte DDR-Betriebe exestieren ja noch,
zum Beispiel Zeiss-Jena,dieser Vorzeige-Betrieb
wird doch noch für die Kinderbetreuung was übrig haben?
Lutze


Ich hole mal das "alte" Thema wieder vor: Heute gibt es auch noch Kinderferienlager. Diese sind nicht von den Betrieben organisiert und werden über ganz normale Reisebüros gebucht. Ansonsten werden z.B. auch regelmäßig Ferienlager/Ausbildungslager von den jeweiligen Freiwilligen Feuerwehren organisiert.

Ansonsten kann ich hierzu nur beitragen, dass ich seit der 1. Klasse jährlich in Betriebsferienlagern war. Das war jeweils für zwei Wochen und aus heutiger Sicht schon mit einem militärischen Hintergrund. Dazu gehörte der morgendliche Frühsport, der Fahnenappell und solche Sachen wie "Tag der Roten Armee", an dem wir durch Wälder gelaufen sind, mit Kompass und Karte Dinge finden mussten, über Pfützen hangeln oder im Erdreich verbuddelten Luftballons ausweichen mussten usw. Das hat eigentlich allen immer Spaß gemacht, war spannend und aufregend, auch wenn heute vermutlich jeder sagt, dass sowas ja gar nicht geht. Wobei was ich mich immer gefragt habe: Zu trinken gab es an den Tagen immer Tee mit Salz. Im ersten Jahr hatte ich noch vermutet, dass einfach nur Salz mit Zucker verwechselt wurde. Aber das wurde in keinem Jahr besser.

Ich jedenfalls habe die Zeit immer genossen, viele Freunde gefunden und Spaß gehabt.



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#112

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 13.11.2014 09:17
von damals wars | 12.189 Beiträge

Schnitzeljagd war eine Form, den Hunger in der DDR für die vormilitärische Ausbildung zu missbrauchen😉genauso wie ungesüssten Tee und Malzkaffee.😜


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#113

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 13.11.2014 15:36
von schulzi | 1.763 Beiträge

Zitat von Angie im Beitrag #111
Zitat von Lutze im Beitrag #110
gibt es heute noch Kinderferienlager?,
die Pfadfinder sind mir bekannt,
einige alte DDR-Betriebe exestieren ja noch,
zum Beispiel Zeiss-Jena,dieser Vorzeige-Betrieb
wird doch noch für die Kinderbetreuung was übrig haben?
Lutze


Ich hole mal das "alte" Thema wieder vor: Heute gibt es auch noch Kinderferienlager. Diese sind nicht von den Betrieben organisiert und werden über ganz normale Reisebüros gebucht. Ansonsten werden z.B. auch regelmäßig Ferienlager/Ausbildungslager von den jeweiligen Freiwilligen Feuerwehren organisiert.

Ansonsten kann ich hierzu nur beitragen, dass ich seit der 1. Klasse jährlich in Betriebsferienlagern war. Das war jeweils für zwei Wochen und aus heutiger Sicht schon mit einem militärischen Hintergrund. Dazu gehörte der morgendliche Frühsport, der Fahnenappell und solche Sachen wie "Tag der Roten Armee", an dem wir durch Wälder gelaufen sind, mit Kompass und Karte Dinge finden mussten, über Pfützen hangeln oder im Erdreich verbuddelten Luftballons ausweichen mussten usw. Das hat eigentlich allen immer Spaß gemacht, war spannend und aufregend, auch wenn heute vermutlich jeder sagt, dass sowas ja gar nicht geht. Wobei was ich mich immer gefragt habe: Zu trinken gab es an den Tagen immer Tee mit Salz. Im ersten Jahr hatte ich noch vermutet, dass einfach nur Salz mit Zucker verwechselt wurde. Aber das wurde in keinem Jahr besser.

Ich jedenfalls habe die Zeit immer genossen, viele Freunde gefunden und Spaß gehabt.



willst du uns vera...en so ein Ferienlager hat es doch in der DDR nicht gegeben die Eltern hätten die Kinder sofort zurückgeholt und der Lagerleiter seines lebens nicht mehr froh geworden


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#114

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 13.11.2014 15:58
von Angie | 9 Beiträge
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#115

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 13.11.2014 16:12
von Paramite | 414 Beiträge

Ich war auch im Ferienlager.
Einmal in der Nähe der Barbarossahöhle, zweimal an der Ostsee während der Wendezeit und einmal in Polen.
In Polen war ich 4 Wochen, drei davon ging es mir elend. Das Essen war miserabel. Ich hab des einfach nicht verkraftet. Irgendwie haben die da was falsch verstanden. In der Früh gab es gebratene Bockwurst, Mittag rote Beete Suppe mit Ei als Vorspeise und als Hauptgang Spaghetti mit Fisch aus der Dose. Zum Abendmahl gab es Semmel mit Marmelade. Danach hat mein Magen gestreikt und ich war 3 Wochen flach gelegen.

Ansonsten waren die Ferienlager einfach nur schön.


Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

Alt werden und dumm bleiben, das ist ein richtiges Kunststück! Hans Kasper
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#116

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 13.11.2014 16:16
von Vierkrug (gelöscht)
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Zitat von Angie im Beitrag #114



@Angie - Nun lasse Dich mal nicht entmutigen.

Meine letzte Teilnahme am Betriebsferienlager, war im August 1961. Im Clubraum haben wir am 13. August dann im DDR-Fernsehen die Maßnahmen an der Grenze in Berlin gesehen.
Zu Deinen Erlebnissen soviel, ich kann u.a. bestätigen den alltäglichen morgendlichen Frühsport in den Gruppen, die täglichen Fahnenappelle. Auch wir hatten neben Exkursionen und Besuchen von Sehenswürdigkeiten in der Freizeitgestaltung u.a. die Erlangung des Schwimmnachweises (Frei - und Fahrtenschwimmen), Ablegung des Abzeichens "Junge Sanitäter" bzw. des "Touritenabzeichens" auf dem Programm. Höhepunkt war immer die sogenannte Nachtwanderung, die sich meistens anschloß an eine Evakuierungsübung im Brandfall.
An die Schnipseljagden kann ich mich auch erinnern, die waren oftmals auch mit kleinen Überraschungsmomenten gespickt. Ansonsten bin ich immer sehr gern ins Betriebsferienlager gefahren.

Vierkrug


schulzi und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.11.2014 16:37 | nach oben springen

#117

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 13.11.2014 16:28
von Paramite | 414 Beiträge

an sowas kann ich mich nicht erinnern. Wir mussten zwar unsere Betten bauen und hatten so in etwa wie Baumkunde und so ähnliche Sachen aber ansonsten war es recht easy. Wir hatten auch Ausflüge und Nachtwanderungen aber irgendwie den Eindruck einer vormilitärischen Ausbildung... neeee


Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

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schulzi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#118

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 13.11.2014 18:48
von Angie | 9 Beiträge

Diese "Ausbildung" war auch jeweils nur einmal in der Zeit. Aber selbst das war für uns damals ein Abenteuer.

Schulzis Beitrag kann ich einfach nicht einordnen. Vielleicht liegt es daran, dass ich ein Frischling bin.



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#119

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 13.11.2014 19:07
von rotrang (gelöscht)
avatar

Zitat von Angie im Beitrag #118
Diese "Ausbildung" war auch jeweils nur einmal in der Zeit. Aber selbst das war für uns damals ein Abenteuer.

Schulzis Beitrag kann ich einfach nicht einordnen. Vielleicht liegt es daran, dass ich ein Frischling bin.

Die Kinder waren doch in einem Lager du kennst doch den Spruch :Witz komm raus du bist umzingelt. oder


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#120

RE: Betriebsferienlager, Lager für Arbeit und Erholung

in Leben in der DDR 13.11.2014 19:16
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Also von "Ausbildung" und gar vormilitärischer im Zusammenhang mit einem Kinderferienlager zu sprechen, ich weiß nicht.

Es gab bestimmte formale Abläufe in einem Ferienlager aber in diese im Nachgang ganz gewollt einen militärischen Aspekt hineinzudeuten ist mMn nach einfach übertrieben.

Selber bin ich bis 1964 ins Ferienlager gefahren, entweder Betriebsferienlager und/oder Pionierlager.

An Frühsport kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern und wenn es ihn gegeben hat, was ist an körperlicher Betätigung militärisch.
Es gab zu damaliger Zeit eine "Frühsport" Sendung im Radio, später "Medizin nach Noten" im Fernsehen. Selbst am Arbeitsplatz, mehr die Bürojobs, wurden die Mitarbeiter animiert wenigsten einmal am Tag Gymnastik zu machen. Wer da nicht mitmachte bekam einen Eintrag in seiner Stasi-Akte als notorischer Querulant, verkappter Pazifist und Wehrdienstverweigerer.
Wie ich sagte, ich kann gewollt in alle Tätigkeiten im Leben einen militärischen Aspekt hinein fantasieren.

Fahnenappell, ja den gab es auch. Aber es war kein tagtägliches "einschwören" darauf den Sozialismus mit der Waffe in der Hand zu verteidigen ....., sondern mehr ein morgendliches Versammeln um bestimmte organisatorische Dinge für den Tag bekannt zu geben.

Geländespiele, ne aber so was von militärisch .....

Am verkapptesten waren die sogenannten Touristenstationen, wo wir in freier Natur für drei Tage das überleben in der Wildnis trainierten! Mit selber ein offenes Feuer machen und darüber kochen, Schlafen in einfachsten Zelten! Nix mir Schlafsäcken und Luftmatratzen wie es heute für Weicheier üblich ist, Decke und Stroh oder Heu mußte reichen .....

Schwimmen habe ich in der Schule gelernt, wurde aber auch im Ferienlager angeboten soweit ein Badesee in der Nähe war oder ein Freibad.

Das wir Gruppenweise in den Speisesaal gingen, als Gruppe an einem langen Tisch saßen, das es Tischdienst gab, wie soll das gedeutet werden.
Bestimmt sollten die Jungen damit schonmal an das spätere fröhliche Leben in der Kaserne gewöhnt werden.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Krepp hat sich für diesen Beitrag bedankt
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