#141

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 04:52
von B208 | 1.352 Beiträge

Zitat von Udo im Beitrag #103
Zitat von B208 im Beitrag #100
sorry HG19801 aber Dein Beitrag ist für mich OHNE Aussage .

B208


Das glaube ich Dir sogar. Das liegt daran, dass Du die Situation nicht kennst und eben nicht ZONI bist.
Genau so wie HG 19801 habe ich mich gefühlt bzw. fühle ich jetzt. I


@Udo . Bitte erkläre mir die Aussage des Beitrages von HG 19801 in Bezug auf das Thema - Schießwütige Grenzposten -

Danke B208


zuletzt bearbeitet 25.06.2014 05:08 | nach oben springen

#142

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 04:54
von B208 | 1.352 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #135
Zitat von 94 im Beitrag #129
Aber ja auch den gabs, nur war das Todesopfer dann oft kein 'Flüchtling' sondern kein DDR-Bürger.
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #132
Den Satz versteh ich nicht...
*tschuldschung*, einen BRD-Bürger zum Beispiel, und hier ein Beispiel ...
Michael Gartenschläger ein Held oder nur leichtsinnig ? #262 (es geht NICHT um M.G.)

P.S. hatte mir für meinen 8.000 Beitrag eigentlich was anders vorgenommen, aber so ...



Gartenschläger wurde nicht von AGT erschossen !!!


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#143

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 05:07
von B208 | 1.352 Beiträge

Es war eine grosse Ausnahme , daß im Grenzdienst geschossen wurde . Das haben einige Beiträge so bestätigt .
Es gab aber auch Situationen bei denen es sogar zu Magazinwechsel gekommen ist und dann weiter auf GV geschossen wurde , wie kann das erklärt werden ? Da muss es doch einen " Ehrgeiz " zum Schießen gegeben haben .

B208


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#144

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 05:51
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #143

Es gab aber auch Situationen bei denen es sogar zu Magazinwechsel gekommen ist und dann weiter auf GV geschossen wurde , wie kann das erklärt werden ? Da muss es doch einen " Ehrgeiz " zum Schießen gegeben haben .

B208


Das ist richtig. Allerdings muss man dazu sagen, dass sämtliche Fälle, wo es zum Verschießen großer Mengen Munition kam, sich in den 50/60 Jahren abspielten. Also in der Hochzeit des Kalten Krieges, vor den Ostverträgen und vor allem vor dem Unterschreiben der Schlussakte von Helsinki. Jedenfalls soweit mir bekannt. Vor dieser Zeit wurde das mit dem "Vernichten" stellenweise sehr wörtlich genommen. Später hätte man bei so einer Nummer vor der Weltöffentlichkeit mit runtergelassenen Hosen dagestanden. Da war dann schon der Einsatz der Schusswaffe an sich ein sehr peinlicher Vorgang.


Intellektuelle spielen Telecaster
nach oben springen

#145

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 06:39
von Udo | 1.267 Beiträge

@B208
Du hast nie nachts allein mit deinem Posten mitten im Wald gestanden, wo rings um dich rum Geräusche jeglicher Art auf dich einhämmern. Du bist nie vor dem "Rausfahren" darauf hingewiesen worden, dass ein Soldat von C&A, vollaufmunitioniert, wahrscheinlich Richtung Grenze unterwegs ist. Du hast nie eine A-Gruppe geschoben, die, wenn sie rausflog, schon auf den GV hingewiesen wurde. Du hast nie den Befehl erhalten, ein völlig zerfallenen Bauernhof , nachts, nach möglichen GV zu überprüfen.
Wenn Du das erlebt hättest, wüsstest Du, wie weit der Kupferbolzen .....
Und, Du hast nie die Ideologie erfahren, die dem Zoni zuteil wurde.
Das alles kommt wieder hoch, wenn man den Beitrag von HG liest.
Es gab keine schießwütigen Grenzer, es gab nur ne Menge Angst. Das ist die Kernaussage.


Jobnomade, maxhelmut, Adam und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.06.2014 06:43 | nach oben springen

#146

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 08:38
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #143
Es war eine grosse Ausnahme , daß im Grenzdienst geschossen wurde . Das haben einige Beiträge so bestätigt .
Es gab aber auch Situationen bei denen es sogar zu Magazinwechsel gekommen ist und dann weiter auf GV geschossen wurde , wie kann das erklärt werden ? Da muss es doch einen " Ehrgeiz " zum Schießen gegeben haben .

B208


Na eventuell sollte man das unter dem Phänomen der überzogenen Gewaltanwendung einordnen. Etwas was nicht passieren darf, aber eben immer wieder vorkommt.
Das Problem ist doch nicht das es diese Vorkommnisse gegeben hat, sondern das sie auch gegen DDR Recht verstoßen haben und einfach nicht geahndet wurden.


nach oben springen

#147

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 08:48
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #143
Es war eine grosse Ausnahme , daß im Grenzdienst geschossen wurde . Das haben einige Beiträge so bestätigt .
Es gab aber auch Situationen bei denen es sogar zu Magazinwechsel gekommen ist und dann weiter auf GV geschossen wurde , wie kann das erklärt werden ? Da muss es doch einen " Ehrgeiz " zum Schießen gegeben haben .

B208


Kannst Du da einen konkreten Fall benennen.? Denn ich höre das erste mal was davon.


nach oben springen

#148

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 09:01
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #130


Halloele....
Und auch freiwillig war kaum jemand an der Grenze,aussuchen gab es nicht,jedenfalls nicht im Grundwehrdienst.


Ueber diese Aussage denken wahrscheinlich Manche nach.

Was war denn uffn Wehrkreiskommando,wenn wer sagte ick kann nicht auf Menschen schiessen?
Meine Frage bezieht sich auf den Zeitraum Mitte 70iger bis zum bitteren Ende,also 89.

Gruessli BO






...also bei mir hats geklappt bei meiner Musterung, so ca. 80/81. Da kam auch die Frage nach der Bereitschaft zur Anwendung der Schusswaffe im Grenzdienst. Auf meine Antwort hin, dass ich mir das nur schwer vorstellen könnte, war das Thema Grenze ohne großes Aufsehen erledigt und ich kam nach Schwerin zu den Panzerjägern.

Das war sicherlich auch stark abhängig von den Musterungsoffizieren im Wehrkreiskommando, wie auf abschlägige Antworten reagiert wurde und vieleicht auch vom Musterungsplan. Wenn da noch Kandidaten für die GT fehlten, haben sie sicherlich dem einen oder anderen ein schlechtes Gewissen eingeredet.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 25.06.2014 09:06 | nach oben springen

#149

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 09:18
von Udo | 1.267 Beiträge

"Die Bereitschaft zur Anwendung der Schusswaffe im Grenzdienst " wurde ja nicht abgefragt, sondern: Sind sie bereit, Ihr Vaterland, auch notfalls mit der Waffe zu verteidigen.
Ich habe auf diese Frage mit JA geantwortet und wusste nicht, dass das die Kernfrage für den Grenzdienst war.


Jobnomade, Heckenhaus, Adam und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#150

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 09:33
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Also in meinem konkreten Fall schon. Die 1. Frage war, ob man generell eine Waffe in die Hand nehmen würde. und die 2. betraf direkt den Waffeneinsatz in Friedenszeiten an der Grenze. Das war im WK Scharzenberg. Finde gerade meinen Ausweis nicht sonst könnte ich noch das genaue Datum benennen.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 25.06.2014 09:33 | nach oben springen

#151

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 09:33
von Udo | 1.267 Beiträge

Bei mir WK Perleberg. 1985


zuletzt bearbeitet 25.06.2014 09:34 | nach oben springen

#152

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 09:36
von Kalubke | 2.301 Beiträge

...dann ist das also sehr unterschiedlich gehandhabt worden, manchmal konkret und manchmal eher schwammig.

Gruß Kalubke



Udo hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#153

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 10:17
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Udo im Beitrag #149
"Die Bereitschaft zur Anwendung der Schusswaffe im Grenzdienst " wurde ja nicht abgefragt, sondern: Sind sie bereit, Ihr Vaterland, auch notfalls mit der Waffe zu verteidigen.
Ich habe auf diese Frage mit JA geantwortet und wusste nicht, dass das die Kernfrage für den Grenzdienst war.


So hab ich das auch in Erinnerung...... 1978.
Die Frage kann man gar nicht mit "nein" beantworten, ohne gleich zum Feind erklärt zu werden.
Und so funktioniert Manipulation....

Gruss von Hartmut
der auch mit "ja" auf diese Frage geantwortet hat - und gar nicht gemerkt hat, dass damit die Anwendung der Schusswaffe auf unbewaffnete Republikflüchtlinge mit eingeschlossen ist. Zum Glück ist mir keiner während meiner Zeit an der Grenze begegnet. Erst hier im Forum.....
Und hier komme ich mir manchmal so vor, als ob ich stellvertretend für die damaligen Befehlshaber dastehe.... während diese feige abducken können. So wie damals auch.


u3644_Jobnomade.html
Udo, Hapedi, Mholzmichel, utkieker, LO-Wahnsinn und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#154

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 11:59
von Heckenhaus | 5.155 Beiträge

Zitat von glasi im Beitrag #131
Die Grenze war einfach eine Schande. Sie hat euch ein Stück eurer Jugend geklaut und vielen Menschen das Leben gekostet. Zusätzlich hat sie viele Familien getrennt. Einfach Schlimm..

Nicht die Grenze war eine Schande, sondern die Tatsache, daß die Westalliierten eine Zweiteilung Deutschlands überhaupt zugelassen haben.
Das wurde so nicht in Cäcilienhof (Potsdam) festgelegt.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
glasi hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#155

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 12:03
von Heckenhaus | 5.155 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #130



Halloele....
Und auch freiwillig war kaum jemand an der Grenze,aussuchen gab es nicht,jedenfalls nicht im Grundwehrdienst.


Ueber diese Aussage denken wahrscheinlich Manche nach.

Was war denn uffn Wehrkreiskommando,wenn wer sagte ick kann nicht auf Menschen schiessen?
Meine Frage bezieht sich auf den Zeitraum Mitte 70iger bis zum bitteren Ende,also 89.

Gruessli BO


Keine Ahnung, ich war ab Nov. 1968 dabei.
Andere Frage ist, wer hat sich darüber mit 18 / 19 Jahren ernsthaft Gedanken gemacht ?
Heute, mit Jahrzehnten Abstand, Lebenserfahrung und Reife, kann jeder gut daherreden.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#156

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 12:05
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Freienhagener im Beitrag #81
Zitat von Rainman2 im Beitrag #80


es ist manchmal nicht nur von einem selbst abhängig, wann er welche Erfahrung macht und wie er sie macht. Jeder hat sein eigenes Umfeld gehabt, sein eigenes Leben gelebt. "Ich war zu jung" kann keine Ausrede bzw. kein wirklicher Grund sein, aber hinter der Aussage liegen eine Menge Gründe.





........auf jeden Fall die Suche nach einer Erklärung des damaligen Standpunktes, den man im Nachhinein nicht mehr versteht.
Ansonsten wäre das Jugendargument überflüssig.


Eine ganz wichtige Aussage, @Freienhagener : Ich stehe heute zwar nicht fassungs-, aber doch ziemlich verständnislos vor mancher Ansicht, die ich als 18-, 20jähriger mit Inbrunst vertreten habe und für die ich mich eingesetzt und teilweise auch geprügelt habe.

Aber zurück zum Thema: Ich habe die Grenztruppen nie als schießgeile Rambos empfunden, die nur darauf lauerten, einem Flüchtlich "eine zu verplätten": Das waren Jungs wie ich, Wehrpflichtige oder kurzzeitig Längerdienende, es waren Soldaten. Eingebunden in ein engmaschiges System aus Befehl und Gehorsam, wie in jeder Armee dieser Welt. Und so, wie auch die Soldaten der Bundeswehr heilfroh darüber waren, das Gelernte niemals anwenden zu müssen, so heilfroh dürften auch die Grenzsoldaten gewesen sein, niemals in eine solche Situation geraten zu sein.

Von dieser Warte her glaube ich der mehrfach in diesem Thread geäußerten Erleichterung darüber, eben nicht in diese fatale Zwickmühle geraten zu sein, zu 100 %.

Mit meiner Meinung stand ich übrigens damals nicht allein: Abgesehen von einigen hartleibigen Kommunistenfressern dürfte es nicht viele Wessis gegeben haben, die bei "Grenztruppen" gleich an "Mörder" dachten. Selbst die Leser der BILD-Zeitung nicht.


Heckenhaus, Damals87, Freienhagener und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#157

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 12:07
von Heckenhaus | 5.155 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #130


Halloele....
Und auch freiwillig war kaum jemand an der Grenze,aussuchen gab es nicht,jedenfalls nicht im Grundwehrdienst.


Ueber diese Aussage denken wahrscheinlich Manche nach.

Was war denn uffn Wehrkreiskommando,wenn wer sagte ick kann nicht auf Menschen schiessen?
Meine Frage bezieht sich auf den Zeitraum Mitte 70iger bis zum bitteren Ende,also 89.

Gruessli BO



Wer hat sich darüber mit 18 / 19 Jahren ernsthaft Gedanken gemacht ?
Ich bin im Nov. 1968 einberufen worden, da war Widerspruch kaum ein Thema, ab zur Fahne, so schnell wie möglich.
Damit mans hinter sich hat.
Heute, mit Jahrzehnten Abstand, Reife und Erfahrung, läßt sich immer klug daherreden.
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
nach oben springen

#158

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 12:16
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Aber jetzt mal eine Frage @Heckenhaus die jetzt nicht provokativ verstanden werden soll, sondern ehrliches Interesse ist.

Du schreibst vom November 1968. Das war 2- 3 Monate nachdem in Europa - konkret in der CSSR, die Luft brannte. Wo Waffen gegen Zivilisten eingesetzt wurden. Und jedem DDR - Bürger, der mit offenen Augen die Vorgänge beobachtet und dem nicht entgangen ist, dass auch die Streitkräfte der NVA gefechtsbereit waren. Hat es Dir damals nicht zu denken gegeben? Oder anders, was hast Du damals gedacht, was auf Dich zukommt?

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 25.06.2014 12:16 | nach oben springen

#159

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 12:23
von Heckenhaus | 5.155 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #158
Aber jetzt mal eine Frage @Heckenhaus die jetzt nicht provokativ verstanden werden soll, sondern ehrliches Interesse ist.

Du schreibst vom November 1968. Das war 2- 3 Monate nachdem in Europa - konkret in der CSSR, die Luft brannte. Wo Waffen gegen Zivilisten eingesetzt wurden. Und jedem DDR - Bürger, der mit offenen Augen die Vorgänge beobachtet und dem nicht entgangen ist, dass auch die Streitkräfte der NVA gefechtsbereit waren. Hat es Dir damals nicht zu denken gegeben? Oder anders, was hast Du damals gedacht, was auf Dich zukommt?

LG von der Moskwitschka



Nichts haben wir gedacht, einfach, weil die Sache in der CSSR zu schnell wieder beendet war. Die Informationen, die wir in Berlin damals
speziell aus Richtung West bekamen, bereiteten keine Panikstimmung.
Als ich dann im Nov. 1968 in Johanngeorgenstadt antrat, waren "drüben" noch ein paar Parolen zu lesen, aber mehr auch nicht.
Übrigens erhielt ich meine Einberufung Anfang Oktober, bereits da war wieder alles "befriedet", zumindest nach außen.
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#160

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 25.06.2014 12:28
von Pit 59 | 10.156 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #144
Zitat von B208 im Beitrag #143

Es gab aber auch Situationen bei denen es sogar zu Magazinwechsel gekommen ist und dann weiter auf GV geschossen wurde , wie kann das erklärt werden ? Da muss es doch einen " Ehrgeiz " zum Schießen gegeben haben .

B208


Das ist richtig. Allerdings muss man dazu sagen, dass sämtliche Fälle, wo es zum Verschießen großer Mengen Munition kam, sich in den 50/60 Jahren abspielten. Also in der Hochzeit des Kalten Krieges, vor den Ostverträgen und vor allem vor dem Unterschreiben der Schlussakte von Helsinki. Jedenfalls soweit mir bekannt. Vor dieser Zeit wurde das mit dem "Vernichten" stellenweise sehr wörtlich genommen. Später hätte man bei so einer Nummer vor der Weltöffentlichkeit mit runtergelassenen Hosen dagestanden. Da war dann schon der Einsatz der Schusswaffe an sich ein sehr peinlicher Vorgang.



So,na dann mal ein Vorfall von 1977

Von Schönwalde aus überquert er den Niederneuendorfer Kanal. Hinter der Brücke durchkriecht er in den frühen Morgenstunden des 16. Februar ein Feld bis zu den Grenzanlagen. Lange sondiert er das Gelände mit einem Feldstecher. Schließlich überwindet er kurz nach 7.00 Uhr den Hinterlandzaun, eine Hundelaufanlage und einen Signalzaun, wobei er Alarm auslöst. Als er auf die noch 30 Meter entfernte Sperrmauer zurennt, wird der 18-Jährige von zwei Wachtürmen aus unter Beschuss genommen.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Fotos von DDR-Grenzposten
Erstellt im Forum Grenzbilder innerdeutsche Grenze von P3
121 24.10.2013 20:39goto
von willie • Zugriffe: 11790
Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen
Erstellt im Forum Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer von Feind
60 20.06.2014 19:28goto
von Lassiter • Zugriffe: 10265
Flucht am 02.09.1987 23:28 Uhr Hirschberg Lederfabrik
Erstellt im Forum Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer von Feind
0 09.11.2012 08:28goto
von Feind • Zugriffe: 2065
"Hetze" gegen die Grenzposten
Erstellt im Forum Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer von wosch
50 21.06.2011 13:08goto
von wosch • Zugriffe: 4151
Politische Schulung der Grenztruppen
Erstellt im Forum Grenztruppen der DDR von wosch
101 04.11.2013 20:06goto
von Hajo 77 • Zugriffe: 6944
Sicherung am Brandenburger Tor?
Erstellt im Forum Fragen und Antworten zur Berliner Mauer von RsQ
7 11.05.2009 08:57goto
von sentry • Zugriffe: 1076
Grenzposten
Erstellt im Forum Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze von akdeubel
13 05.01.2009 18:01goto
von Wolfgang B. • Zugriffe: 1159
Hilfe! Ich schreibe einen Krimi
Erstellt im Forum Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze von Lukliobe
7 02.12.2016 20:27goto
von Hanum83 • Zugriffe: 851
Video zum Thema Schiessbefehl an der Berliner Mauer
Erstellt im Forum Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze von Angelo
15 27.01.2009 18:07goto
von Zermatt • Zugriffe: 2590

Besucher
24 Mitglieder und 97 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 1259 Gäste und 102 Mitglieder, gestern 3638 Gäste und 176 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14373 Themen und 558599 Beiträge.

Heute waren 102 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen