#101

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 01:44
von Rostocker | 7.734 Beiträge

@HG19801 Ich finde Deine Aussage wie Du es hier dargelegt hast,schon OK: Und es ist Dein gutes Recht,Deine Eindrücke und Erlebnisse hier nieder zu schreiben. Und vor allen Du bist niemanden Rechenschaft schuldig, es war Dein Leben in der damalige Geschichte --wie man heute sagen würde. Gruß Rostocker


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zuletzt bearbeitet 24.06.2014 01:47 | nach oben springen

#102

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 08:18
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von HG19801 im Beitrag #99
Lange habe ich überlegt, ob ich zum brisanten Thema Grenzerschießwütigkeit etwas schreibe oder nicht, denn obwohl ich noch nicht lange im Forum bin, weiß ich, dass einem hier ganz fix an die Kehle gesprungen und man bewusst fehlinterpretiert wird.
Als ich zum Beispiel kundtat, dass ich im Falle einer kriegerischen (ich wiederhole: k r i e g e r i s c h e n !!!) Auseinandersetzung als Grenzsoldat auf den Gegner geschossen hätte, wurde mir das so ausgelegt, als ob ich ohne Wenn und Aber auf Grenzverletzer geschossen hätte.
Selbst nach Klarstellung meinerseits und meiner Anmerkung in der weiteren Diskussion, dass ich auch vor dem Fall des Eisernen Vorhangs für Veränderungen in der DDR auf die Straße ging, erntete ich Zynismus.
Ehemalige Grenzsoldaten haben offenbar kein Recht auf Läuterung, Selbsterkenntnis oder was auch immer.
… und schon gar nicht, wenn sie einerseits ihre "östliche" Sozialisierung und Prägung offenlegen und durchaus plausibel zu erklären versuchen, weshalb sie nicht den heute geltenden Vorgaben von Political Correctness gehorchen.
Besonders befleißigen sich in dieser Hinsicht diejenigen, die nicht unmittelbar in die Fatalität eines Grenzdienstes involviert waren, der ideologisch und technologisch perfektioniert war, und sich nach "drüben" verkrümelten bevor ihnen wirklich der Arsch aufgerissen werden konnte.

Selbstverständlich schlagen jetzt in mir die mentalen Wogen hoch, weil ich als gelernter ZONI durchaus in der Lage bin, zwischen den Worten zu hören als auch zwischen den Zeilen zu lesen.
Ich bin durchaus in der Lage zu begreifen was es wirklich bedeutet, wenn ein Begriff wie vaterlandsloses Proletenpack (ich bin Prolet = Proletarier = Arbeiter!) im Zusammenhang mit einem gewissen Herrn W. Ulbricht fällt oder durch das verbale Hintertürchen ein Gleichnis zwischen Faschisten und Kommunisten herangezogen wird.

Tja, dann frage ich mich als mittlerweile Fünfundfünfzigjähriger, ob es in diesem Forum überhaupt Sinn macht, auch nur ansatzweise über seine lange zurückliegenden eigenen Erfahrungen und Empfindungen als DDR-Grenzer zu berichten.

Doch ich tue es mal in Form dieser nachfolgenden Sätze, die ich vor einiger Zeit in meinem PC "konservierte":

… ich unterlasse es mal, diverse Zitate an dieser Stelle einzufügen. Trotzdem möchte ich auf einige Beiträge eingehen bzw. Gedanken äußern.

Man muss einfach konstatieren, dass Grenzdienst gleichzeitig Gefechtsdienst war. Das heißt, dass wir Grenzer nicht mit "lustigen" Platzpatronen irgendwelche Geländespielchen abhalten mussten.
Nein da standen wir blutjungen Kerle (teilweise so jung, dass einige als 19-Jährige in die Reserve versetzt – sprich "entlassen" wurden!). Bei Etlichen entwickelte sich der Bartwuchs erst wirklich während dieser Militärzeit.
Fragt heute mal einen 20-Jährigen auf der Straße, ob er schon einen Schulabschluss, ein Abitur, eine Berufsausbildung oder einen Wehrdienst absolviert hat.
Doch ich will mich hier nicht als Moralapostel gegenüber einer Generation, die unter völlig anderen Gegebenheiten jung sein darf, aufführen.
Deshalb zurück zu meiner Grenzdienstzeit, die ihren gesetzlich vorgegebenen Anfang nahm, als ich 19 Jahre alt war – zu einer Zeit, in der ich noch nie wirklich etwas weiter von Muttis Rockzipfel weg war.
Schließlich fand ich mich an meinem 20. Geburtstag an der innerdeutschen Grenze wieder, bekam aufgrund einer Verwechslung ein MG samt 90 Harter anstelle einer Mpi mit "nur" 60 scharfen Patronen verpasst und musste nun zusehen, wie ich zurechtkam an der Nahtstelle der Weltsysteme.
Nur gut, dass uns die Angelegenheit mit dem Schusswaffengebrauch direkt am Kanten modifizierter als in der Keimschmiede Eisenach ausgelegt wurde.
Obwohl in der Wartburgstadt die Anwendung der Schusswaffe auch immer als letztes Mittel der Gewaltanwendung gegenüber Grenzverletzern postuliert wurde, erfuhren wir dort doch eine Art Scharfmacherei in Sachen Schießen auf "Verbrecher".
Draußen an der Grünen Grenze im nördlichsten Eichsfeld wurde der Gebrauch der Waffe zwar "eingeengt", aber keinesfalls ausgeschlossen.
Bevor wir Grenzer schießen sollten, hätten wir gefälligst alles zu tun, um mittels Steinewerfen, Festhalten, Anbrüllen usw. Grenzdurchbrüche zu verhindern.
… und wenn wir schon auf einen Flüchtling schießen müssten, dann möglichst nur mit einem gezielten Schuss, der ihn bloß nicht tödlich versetzen sollte.
Ich möchte hier auch erwähnen, dass zu meiner Grenzdienstzeit der Kalte Krieg das dominierende Element im Weltgeschehen war, die Sowjets in Afghanistan einmarschierten und sich kurz zuvor selbst ein politisch wesensverwandtes Politsystem wie China kriegerisch an Vietnam verging.
Während dieser Zeit stand ich blutjung bei Wind und (Un)Wetter mit zig-fach totbringender Munition am Kanten und bin bis an mein Lebensende dem Schicksal unendlich dankbar, dass ich niemals in die Situation kam, die Waffe gegen einen Menschen zu richten.

Ich weiß, dass mich jetzt einige von euch bezüglich meiner obigen Aussage, dass Grenzdienst im Rahmen der Sicherung der Staatsgrenze der DDR auch Gefechtsdienst war, brennend gern fragen, ob ich im allerletzten Fall geschossen hätte.

Ich kann dazu nur sagen: Ich weiß es nicht.




grossartig formuliert - besser hätte ich das nicht ausdrücken können.
Ich war 26 als ich Grenzsoldat in der Rhön war - und stand genau zur gleichen Zeit draussen: 1979/80.
Und: als "typischer Grenzverletzer" wurde uns von den Vorgesetzten immer der "Weinhold" als Beispiel genannt.
So: und dann musst Du junger Kerl vielleicht binnen Sekunden entscheiden: "Und was machst DU jetzt.... ?"
Zum Glück war ich nie in der Situation.... nur mal knapp dran:
Fluchtversuch in Melpers, Sommer 1979

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 24.06.2014 10:26 | nach oben springen

#103

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 08:43
von Udo | 1.267 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #100
sorry HG19801 aber Dein Beitrag ist für mich OHNE Aussage .

B208


Das glaube ich Dir sogar. Das liegt daran, dass Du die Situation nicht kennst und eben nicht ZONI bist.
Genau so wie HG 19801 habe ich mich gefühlt bzw. fühle ich jetzt. I


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#104

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 11:08
von U700 | 32 Beiträge

Man kann das Thema nicht allgemein betrachten. Wie schon geschrieben, war es subjektiv und objektiv abhängig.
Für mich war das Eintreffen auf der Grenzkompanie im April 1988 ein "Willkommen in der Realität.". 6 Monate hatte man mich politisch / ideologisch auf diesen Zeitpunkt in der Unteroffiziersschule "vorbereitet". Und dann dass... Ich konnte den Sinn dieses Grenzausbaus in Richtung DDR nicht fassen. Ich habe trotzdem bis 1990 meinen Dienst ohne Schusswaffengebrauch absolviert. Geflüchtet habe ich mich in meinen Nachrichtenbunker und konnte mich glücklicherweise größtenteils mit der Technik beschäftigen. Den Grenzdienst konnte ich oft mit meiner Tätigkeit als Nachrichtenunteroffizier verbinden. So bin ich glücklicherweise nie in eine Situation mit der Anwendung der Schusswaffe gekommen.
Was gewesen wäre, wenn ... kann ich heute nicht sagen.

Andere Grenzer haben anders reagiert, ich möchte nur auf den Vorfall in Döhringsdorf mit dem Skoda verweisen. Da war zu diesem Zeitpunkt absolutes "Schießverbot". Trotzdem hat der Postenführer geschossen, sein Posten hat den Schießbefehl nicht ausgeführt. So unterschiedlich haben damals Menschen reagiert.



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#105

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 11:20
von utkieker | 2.928 Beiträge

Was erwartet man eigentlich vom Grenzer, wenn er nicht schießt? Dass er sich als Räuberleiter zu Verfügung stellt und die Koffer hinterher trägt? Ich hätte vermutlich geschossen und keine Ahnung, ob ich getroffen hätte. Seit Beginn der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht 1962 bis zum Mauerfall 1989 haben so etwa 500.000 Soldaten an der Grenze gedient. Die genaue Anzahl der Grenztoten ist umstritten. Denkbar, daß es eine hohe Dunkelziffer gibt benennen wir diese Zahl sagen wir mal mit 2000 so wäre die "Chance" als Mauerschütze in die Geschichte einzugehen mit 0,4 % sehr gering. Aber viele Grenztote wurden nicht erschossen, sie ertranken in Elbe, Havel, Spree oder Ostsee. Ich mußte nicht sofort gezielt schießen, es war das letzte Mittel. Wenn ich mehrere Warnschüsse abgebe und der Grenzverletzer läuft trotzdem in die Selbstschußanlage, dann sind meine Möglichkeiten ausgeschöpft. Hängt am Zaun um in die Minensperre zu gelangen müßte der GV mir dankbar sein, wenn ich das getroffen hätte, was ich treffen wollte - sein Gesäß. Gleichzeitig mußte das Bergekommando nicht ausrücken um einen Verletzten oder gar Toten aus der Minensperre und unter Lebensgefahr zu bergen.
Grenzverletzer im Abschnitt war die seltene Ausnahme und für uns psychischer Stress, in Windeseile sollten wir Entscheidungen treffen die Möglicherweise über Leben und Tod auch dem eigenen Leben entschieden hätten. So lange wir die Waffe entsprechend der Schußwaffengebrauchsbestimmung verwendeten hat wir das Recht auf unserer Seite. Wir konnten ja nicht ahnen, wann die deutsch- deutsche Grenze Geschichte sein wird.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#106

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 13:19
von Lutze | 8.042 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #98
Zitat von B208 im Beitrag #95
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #76
Zitat von B208 im Beitrag #63
Ahoi ,

das Bild des schießwütigen Grenzers ist doch keine Erfindung der westdeutschen Presse .

Es sind Schüsse an der grünen Grenze und an der Mauer gefallen , es wurden Menschen durch die Anwendung der Schusswaffe an der grünen Grenze , an der Mauer und an den Güst vernichtet , zu Land und zu Wasser . Das ist Fakt und wird durch Unterlagen der zuständigen Untersuchungsorgane der DDR auch belegt . Es gab Tote und Verletzte . In Bezug auf die grosse Zahl von AGT , die in den zig Jahren an der Grenze ihren Wehrdienst ableisteten und ihre Schusswaffe nicht zum Einsatz bringen mussten , kann man aber sicher nicht pauschal von dem
-schiesswütigen Grenzer- sprechen . Es ist ein ganz kleiner Anteil der AGT , der in diese unglückliche Lage gekommen ist , dieser kleine Personenkreis hat aber geschossen und , und das ist das Verwerfliche , getroffen . Warum ? weiß nur der Schütze .
Ich habe viele AGT persönlich kennengelernt und die Mehrzahl machte mir nicht den Eindruck eines schießwütigen Genossen .
Es gab aber auch einige wenige , die mit einem gewissen Stolz behauptet haben , ja ich hätte geschossen , es war meine Pflicht , habe einen Eid geschworen , es war Befehl . Ohne eine Lage vorauszusetzen haben sie gesagt , ich hätte geschossen und das sind die schwarzen Schafe , durch die heute die Masse der AGT den unrühmlichen Ruf des -schiesswütigen Grenzers- hat . Zu Unrecht in meinen Augen .

Aber von einigen AGT habe ich auch gehört , daß es bei Heimfahrten in der Uniform der GT zu Beschimpfungen durch Bürger kam , daß man sich von der Schützenschnur und Auszeichnungen trennte um nicht besonders aufzufallen .
Das schlechte Image ist also keine Erfindung der Westpresse und der Bildzeitung .
Dazu kommt die von der politischen Führung der DDR gewollte Sonderstellung der Grenztruppe und ihrer Angehörigen als eine Art Elite .

B208



Dann war ich ja schiesswütig, danke für die Aufklärung.

Du bist beim Bundesgrenzschutz?
Warum trägst Du eine Waffe?
Ist da nur Wasser drin oder warum?
So wie Du schreibst, frage ich mich ob Polizist für Dich der richtige Beruf ist, bei Greenpeace wärst Du vielleicht besser aufgehoben, allerdings haben die auch keine Wasserspritzpistolen sondern bei bestimmten Einsätzen zu ihrer Verteidigung auch scharfe Waffen.

Sei bloss froh, dass/wenn Du sie mal nie benutzen musst wenn einer mit einem langen Messer vor Dir steht, oder Du Dich sonstwie bedroht fühlst, wenn es darum geht, mein Arsch oder seiner.
Kein Schütze, oder zumindest wohl die meisten, hat vorher gewusst was kommt, ich glaub den wenigsten Schützen gings beim Abdrücken um Ruhm und Ehre für die Deutsche Demokratische Republik, den gings nur um ihren Arsch, wo die Hose die drüber war randvoll war.
Und das ich heute sage, ich hätte geschossen, nun wie es in der Realität ausgesehn hätte kann man im nachhinein eh schwer sagen, theoretisch hätte ich aber, jedoch nicht für Staat und Partei sondern nur zu meinem Schutz und mit Stolz sage ich das schon garnicht, sondern mit der Gewissheit auch leben zu wollen.
Die meisten der Mauerhüpfer waren keine Regimeopfer die den Namen auch mit Fug und Recht tragen dürfen, jeder der objektiv denkt weis das.
Warum also sollte ich mich dafür schämen heute noch zu sagen, ja ich hätte geschossen?
Nur weil es schick ist sich nun hinzustellen und zu sagen, nein ich niemals!, damit ich den anderen gefalle und schön mit dem Strom schwimme?



Ahoi Rainer , wenn Du meine Zeilen bitte nochmal liest , dann solltest Du feststellen , dass ich von persönlichen Gesprächen berichtet habe . Ich saß diesen Menschen gegenüber .
Wenn ich Deine Anmerkungen dazu vergleiche , dann schreibst Du von ganz bestimmten Lagen , von Angriffen und von Notwehr . Das hat aber nichts mit meinen beschriebenen Gesprächen zu tun .
Wenn es damals und heute zu einem Einsatz der Schusswaffe kam/kommt , wird dieser Fall staatlanwaltlich untersucht . Wie war es damals an der Grenze , wenn ein GV durch Schusswaffengebrauch ums Leben kam ? Wurden Untersuchungen gegen den Schützen eingeleitet ?

Die von Dir beschriebene Situation , mein Arsch oder sein Arsch . Kannst Du mir das mal in Bezug auf die vielen erschossenen GV in Berlins Gewässern erklären ? Keine Bedrohung , keine Waffen , nur Schwimmbewegungen . Oder die GV , die die letzte pioniertechnische Anlage schon erreichthaben , also nur noch damit beschäftigt sind , das letzte Hindernis zu überwinden .


B208

Ohne Bedrohung der eigenen Person( in dem Falle Grenzer), ist es in meinen Augen, einer weglaufenden Person( Grenzverletzer) in den Rücken zu schießen, MORD!!!!
Grüsse steffen52


wurden nicht die meisten Grenzverletzer in den Rücken erschossen?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#107

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 13:32
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

Die Leute wollten doch in den Westen, also mit dem Rücken zur Ostseite!
Lutze warum fragst du immer so?
Ich würde nie solche Fragen stellen
Thomas


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#108

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 13:38
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Lutze im Beitrag #106
Zitat von steffen52 im Beitrag #98
Zitat von B208 im Beitrag #95
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #76
Zitat von B208 im Beitrag #63
Ahoi ,

das Bild des schießwütigen Grenzers ist doch keine Erfindung der westdeutschen Presse .

Es sind Schüsse an der grünen Grenze und an der Mauer gefallen , es wurden Menschen durch die Anwendung der Schusswaffe an der grünen Grenze , an der Mauer und an den Güst vernichtet , zu Land und zu Wasser . Das ist Fakt und wird durch Unterlagen der zuständigen Untersuchungsorgane der DDR auch belegt . Es gab Tote und Verletzte . In Bezug auf die grosse Zahl von AGT , die in den zig Jahren an der Grenze ihren Wehrdienst ableisteten und ihre Schusswaffe nicht zum Einsatz bringen mussten , kann man aber sicher nicht pauschal von dem
-schiesswütigen Grenzer- sprechen . Es ist ein ganz kleiner Anteil der AGT , der in diese unglückliche Lage gekommen ist , dieser kleine Personenkreis hat aber geschossen und , und das ist das Verwerfliche , getroffen . Warum ? weiß nur der Schütze .
Ich habe viele AGT persönlich kennengelernt und die Mehrzahl machte mir nicht den Eindruck eines schießwütigen Genossen .
Es gab aber auch einige wenige , die mit einem gewissen Stolz behauptet haben , ja ich hätte geschossen , es war meine Pflicht , habe einen Eid geschworen , es war Befehl . Ohne eine Lage vorauszusetzen haben sie gesagt , ich hätte geschossen und das sind die schwarzen Schafe , durch die heute die Masse der AGT den unrühmlichen Ruf des -schiesswütigen Grenzers- hat . Zu Unrecht in meinen Augen .

Aber von einigen AGT habe ich auch gehört , daß es bei Heimfahrten in der Uniform der GT zu Beschimpfungen durch Bürger kam , daß man sich von der Schützenschnur und Auszeichnungen trennte um nicht besonders aufzufallen .
Das schlechte Image ist also keine Erfindung der Westpresse und der Bildzeitung .
Dazu kommt die von der politischen Führung der DDR gewollte Sonderstellung der Grenztruppe und ihrer Angehörigen als eine Art Elite .

B208



Dann war ich ja schiesswütig, danke für die Aufklärung.

Du bist beim Bundesgrenzschutz?
Warum trägst Du eine Waffe?
Ist da nur Wasser drin oder warum?
So wie Du schreibst, frage ich mich ob Polizist für Dich der richtige Beruf ist, bei Greenpeace wärst Du vielleicht besser aufgehoben, allerdings haben die auch keine Wasserspritzpistolen sondern bei bestimmten Einsätzen zu ihrer Verteidigung auch scharfe Waffen.

Sei bloss froh, dass/wenn Du sie mal nie benutzen musst wenn einer mit einem langen Messer vor Dir steht, oder Du Dich sonstwie bedroht fühlst, wenn es darum geht, mein Arsch oder seiner.
Kein Schütze, oder zumindest wohl die meisten, hat vorher gewusst was kommt, ich glaub den wenigsten Schützen gings beim Abdrücken um Ruhm und Ehre für die Deutsche Demokratische Republik, den gings nur um ihren Arsch, wo die Hose die drüber war randvoll war.
Und das ich heute sage, ich hätte geschossen, nun wie es in der Realität ausgesehn hätte kann man im nachhinein eh schwer sagen, theoretisch hätte ich aber, jedoch nicht für Staat und Partei sondern nur zu meinem Schutz und mit Stolz sage ich das schon garnicht, sondern mit der Gewissheit auch leben zu wollen.
Die meisten der Mauerhüpfer waren keine Regimeopfer die den Namen auch mit Fug und Recht tragen dürfen, jeder der objektiv denkt weis das.
Warum also sollte ich mich dafür schämen heute noch zu sagen, ja ich hätte geschossen?
Nur weil es schick ist sich nun hinzustellen und zu sagen, nein ich niemals!, damit ich den anderen gefalle und schön mit dem Strom schwimme?



Ahoi Rainer , wenn Du meine Zeilen bitte nochmal liest , dann solltest Du feststellen , dass ich von persönlichen Gesprächen berichtet habe . Ich saß diesen Menschen gegenüber .
Wenn ich Deine Anmerkungen dazu vergleiche , dann schreibst Du von ganz bestimmten Lagen , von Angriffen und von Notwehr . Das hat aber nichts mit meinen beschriebenen Gesprächen zu tun .
Wenn es damals und heute zu einem Einsatz der Schusswaffe kam/kommt , wird dieser Fall staatlanwaltlich untersucht . Wie war es damals an der Grenze , wenn ein GV durch Schusswaffengebrauch ums Leben kam ? Wurden Untersuchungen gegen den Schützen eingeleitet ?

Die von Dir beschriebene Situation , mein Arsch oder sein Arsch . Kannst Du mir das mal in Bezug auf die vielen erschossenen GV in Berlins Gewässern erklären ? Keine Bedrohung , keine Waffen , nur Schwimmbewegungen . Oder die GV , die die letzte pioniertechnische Anlage schon erreichthaben , also nur noch damit beschäftigt sind , das letzte Hindernis zu überwinden .


B208

Ohne Bedrohung der eigenen Person( in dem Falle Grenzer), ist es in meinen Augen, einer weglaufenden Person( Grenzverletzer) in den Rücken zu schießen, MORD!!!!
Grüsse steffen52


wurden nicht die meisten Grenzverletzer in den Rücken erschossen?
Lutze

@Lutze, die große Frage ist? War es richtig, unter jeden Umstand den Grenzverletzer auf zu halten, eben auch mit Schüsse in dem Rücken oder war es Mord? Daran werden sich hier im Forum die Geister scheiden! Der Eine wird es so sehen der Andere so, denke, muss jeder mit sich aus machen! Meine Meinung kennst Du!
Grüsse steffen52


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#109

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 13:39
von Lutze | 8.042 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #107
Die Leute wollten doch in den Westen, also mit dem Rücken zur Ostseite!
Lutze warum fragst du immer so?
Ich würde nie solche Fragen stellen
Thomas

MORD ist hier im Thema gefallen,
darüber denke ich viel nach
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#110

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 16:07
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Lutze im Beitrag #109
Zitat von thomas 48 im Beitrag #107
Die Leute wollten doch in den Westen, also mit dem Rücken zur Ostseite!
Lutze warum fragst du immer so?
Ich würde nie solche Fragen stellen
Thomas

MORD ist hier im Thema gefallen,
darüber denke ich viel nach
Lutze



Ich verstehe deine Gedanken, Lutze.
Wobei man auch noch berücksichtigen muss, dass ja zunächst ein warnender Anruf an den Flüchtling erfolgen sollte. Wie sich wer wann in einer solchen Situation bewegt, vorwärts oder rückwärts, ob jemand vor Schreck stehen geblieben ist, dann oder überhaupt in Panik weiter gelaufen ist, wer will schon eine solche Situation berechnen können.
Ich glaube, dass in einer solchen Situation Panik herrschte und zwar auf Seiten des Flüchtlings wie des Grenzsoldaten. Eine kühle Einschätzung in der Situation wird es auf beiden Seiten wohl kaum gegeben haben. Und auch der Gedanke: ist es jetzt Mord oder ist es die Ausführung eines militärischen Befehls, dafür gab es in der Situation wahrscheinlich gar keine Zeit.

So sehr mich spezielle Bemerkungen - z.T. auch im Forum zu lesen - zu diesem Thema ANKOTZEN:
nämlich „der GV wusste ja in welche Situation er sich begibt“ – ihm also mehr oder weder die Schuld an seinem potenziellen eigenen Tod oder auch am ungewissen Schicksal des (Nicht-)Schützen zuweist, so sehr kann ich aber auch die sehr spezielle Ausweglosigkeit eines Grenzsoldaten verstehen.

Einerseits gelernt zu haben, dass das Übertreten der Staatsgrenze als eine schwere Straftat anzusehen war und somit entsprechende Maßnahmen zu treffen seien, andererseits aber das eigene Gewissen zu spüren, nämlich dass man nicht auf unbewaffnete Flüchtlinge schießt – Teil des soldatischen Ehrenkodex? – Ich stelle mir das als eine furchtbare innere Zerreißprobe vor. Vor allem, wenn man sich das jugendliche Alter vieler Soldaten vor Augen hält und deren Ungewissheit darüber, was mit ihnen geschieht, wenn sie nicht schießen.

Auch hierzu gibt es ja einige Stellungnahmen im Forum – einige sagen: „ Ich hätte auf keinen Fall geschossen und das in Kauf genommen, was auf mich zu gekommen wäre.“ Das hat meine Hochachtung!

Aber man liest überwiegend auch die unglaubliche Erleichterung darüber, nie in diese Situation gekommen zu sein, was ich sehr sehr gut verstehen kann. Das ist zutiefst menschlich.

Mord? Ja, wäre ich die Mutter eines an der Grenze zu Tode gekommenen, würde ich das so sehen. Für mich ist es das auch als in der BRD Aufgewachsene, denn dort gab es den §213 nicht.
Aber Mord im Staatsauftrag. Der Staat hat morden lassen, so ist es. Diejenigen, die sich diese Perfidie ausgedacht haben und feige überwiegend junge Wehrdienstleistende an diese Grenze gestellt haben, während sie den Sozialismus mit all seinen Idealen und Werten zuschanden geritten haben, sie sind verantwortlich dafür. Sie haben meine ganze Verachtung! Sie sind die Mörder!

Und alle die, die heute noch das „System DDR“ verteidigen, vor allem, wenn sie dort mal in Amt und Würden waren, müssen sich aus meiner Sicht dieser Tatsache stellen. Für den Tod der (aller!) Menschen an der Grenze gibt es KEINE Entschuldigung!
.


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#111

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 16:52
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Barbara im Beitrag #110
Zitat von Lutze im Beitrag #109
Zitat von thomas 48 im Beitrag #107
Die Leute wollten doch in den Westen, also mit dem Rücken zur Ostseite!
Lutze warum fragst du immer so?
Ich würde nie solche Fragen stellen
Thomas

MORD ist hier im Thema gefallen,
darüber denke ich viel nach
Lutze



Ich verstehe deine Gedanken, Lutze.
Wobei man auch noch berücksichtigen muss, dass ja zunächst ein warnender Anruf an den Flüchtling erfolgen sollte. Wie sich wer wann in einer solchen Situation bewegt, vorwärts oder rückwärts, ob jemand vor Schreck stehen geblieben ist, dann oder überhaupt in Panik weiter gelaufen ist, wer will schon eine solche Situation berechnen können.
Ich glaube, dass in einer solchen Situation Panik herrschte und zwar auf Seiten des Flüchtlings wie des Grenzsoldaten. Eine kühle Einschätzung in der Situation wird es auf beiden Seiten wohl kaum gegeben haben. Und auch der Gedanke: ist es jetzt Mord oder ist es die Ausführung eines militärischen Befehls, dafür gab es in der Situation wahrscheinlich gar keine Zeit.

So sehr mich spezielle Bemerkungen - z.T. auch im Forum zu lesen - zu diesem Thema ANKOTZEN:
nämlich „der GV wusste ja in welche Situation er sich begibt“ – ihm also mehr oder weder die Schuld an seinem potenziellen eigenen Tod oder auch am ungewissen Schicksal des (Nicht-)Schützen zuweist, so sehr kann ich aber auch die sehr spezielle Ausweglosigkeit eines Grenzsoldaten verstehen.

Einerseits gelernt zu haben, dass das Übertreten der Staatsgrenze als eine schwere Straftat anzusehen war und somit entsprechende Maßnahmen zu treffen seien, andererseits aber das eigene Gewissen zu spüren, nämlich dass man nicht auf unbewaffnete Flüchtlinge schießt – Teil des soldatischen Ehrenkodex? – Ich stelle mir das als eine furchtbare innere Zerreißprobe vor. Vor allem, wenn man sich das jugendliche Alter vieler Soldaten vor Augen hält und deren Ungewissheit darüber, was mit ihnen geschieht, wenn sie nicht schießen.

Auch hierzu gibt es ja einige Stellungnahmen im Forum – einige sagen: „ Ich hätte auf keinen Fall geschossen und das in Kauf genommen, was auf mich zu gekommen wäre.“ Das hat meine Hochachtung!

Aber man liest überwiegend auch die unglaubliche Erleichterung darüber, nie in diese Situation gekommen zu sein, was ich sehr sehr gut verstehen kann. Das ist zutiefst menschlich.

Mord? Ja, wäre ich die Mutter eines an der Grenze zu Tode gekommenen, würde ich das so sehen. Für mich ist es das auch als in der BRD Aufgewachsene, denn dort gab es den §213 nicht.
Aber Mord im Staatsauftrag. Der Staat hat morden lassen, so ist es. Diejenigen, die sich diese Perfidie ausgedacht haben und feige überwiegend junge Wehrdienstleistende an diese Grenze gestellt haben, während sie den Sozialismus mit all seinen Idealen und Werten zuschanden geritten haben, sie sind verantwortlich dafür. Sie haben meine ganze Verachtung! Sie sind die Mörder!

Und alle die, die heute noch das „System DDR“ verteidigen, vor allem, wenn sie dort mal in Amt und Würden waren, müssen sich aus meiner Sicht dieser Tatsache stellen. Für den Tod der (aller!) Menschen an der Grenze gibt es KEINE Entschuldigung!
.







Bitte dann mache Dich mal kundig was Mord für einen Tatbestand erfordert.......
Das ist beste Polemik, aber eines muß ich Dir lassen gut gekonnt.


zuletzt bearbeitet 24.06.2014 16:53 | nach oben springen

#112

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 16:54
von Arnstädter | 266 Beiträge

Kein Grenzer ist ein Rambo ,oder Schießwüdiger Grenzer gewesen.
Wenn Du aber in der A-gruppe bist,eine Festnahme hast(4:1) (4Grenzer -1GV)dann entsicherst Du, ja genau Du
deine Waffe.Deine Kniehe zittern ,du spürst Angst und wartest (selbst erlebt) bis der Profi kommt.
Ich und viele andere GT angehörige wußten aber zu entscheiden.Und das war gut so.
Mehr möchte ich zu diesen Thema nicht sagen.


das System funktioniert weil du funktionierst
seaman und utkieker haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#113

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 17:13
von turtle | 6.961 Beiträge

Zu diesem Thema wurde schon viel in diesem Forum geschrieben. Ich kopiere da es einfacher ist einmal einen der alten Beiträge zum Thema von mir.

Schuld war nicht der Grenzer der in einer Situation wo er überfordert war zur Waffe griff. Schuld war eine Politik die ihm durch gezielte Propaganda zum willigen Werkzeug machte. Schuld war auch der "kalte Krieg" jener Zeit. Ich glaube nicht mehr an den schießwütigen Grenzer ,sondern das der Grenzer froh war nicht in eine Situation zu kommen schießen zu müssen. Und ja ich kann verstehen das einer der z.B.in einem sozialistischen Elternhaus mit diesen Idealen aufgewachsen war daran glaubte nach den Verordnungen, Bestimmungen und Gesetzen zu handeln richtig ist. Niemand sollte wegen seiner politischen Weltanschauung Nachteile haben, Aber erwiesenes Unrecht sollte heute auch zugegeben werden. Unrecht war auch wenn ein Kamerad bei seiner Flucht einen Kameraden tötete, Das war Mord und die Verurteilung in der Bundesrepublik eine Farce. Ob nun getöteter Flüchtling oder Grenzer ,Opfer waren sie alle.

Nelson Mandela
„Wenn wir ihnen nicht vergeben, dann wird sich ein Gefühl von Bitterkeit und Rache ausbreiten, und darum sagen wir, lasst uns die Vergangenheit vergessen. Beschäftigen wir uns lieber mit der Gegenwart und der Zukunft, doch wir müssen uns einig sein, dass die Greuetlaten der Vergangenheit niemals wieder geschehen dürfen.″


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#114

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 17:18
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #113
Zu diesem Thema wurde schon viel in diesem Forum geschrieben. Ich kopiere da es einfacher ist einmal einen der alten Beiträge zum Thema von mir.

Schuld war nicht der Grenzer der in einer Situation wo er überfordert war zur Waffe griff. Schuld war eine Politik die ihm durch gezielte Propaganda zum willigen Werkzeug machte. Schuld war auch der "kalte Krieg" jener Zeit. Ich glaube nicht mehr an den schießwütigen Grenzer ,sondern das der Grenzer froh war nicht in eine Situation zu kommen schießen zu müssen. Und ja ich kann verstehen das einer der z.B.in einem sozialistischen Elternhaus mit diesen Idealen aufgewachsen war daran glaubte nach den Verordnungen, Bestimmungen und Gesetzen zu handeln richtig ist. Niemand sollte wegen seiner politischen Weltanschauung Nachteile haben, Aber erwiesenes Unrecht sollte heute auch zugegeben werden. Unrecht war auch wenn ein Kamerad bei seiner Flucht einen Kameraden tötete, Das war Mord und die Verurteilung in der Bundesrepublik eine Farce. Ob nun getöteter Flüchtling oder Grenzer ,Opfer waren sie alle.

Nelson Mandela
„Wenn wir ihnen nicht vergeben, dann wird sich ein Gefühl von Bitterkeit und Rache ausbreiten, und darum sagen wir, lasst uns die Vergangenheit vergessen. Beschäftigen wir uns lieber mit der Gegenwart und der Zukunft, doch wir müssen uns einig sein, dass die Greuetlaten der Vergangenheit niemals wieder geschehen dürfen.″



Danke,turtle.
Damit ist aus meiner Sicht alles gesagt.
Bedauerlich,dass Deutschland nicht solche Menschen wie Nelson Mandela nach 1989 hervorbrachte.....


seaman


turtle und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.06.2014 17:20 | nach oben springen

#115

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 17:25
von Mholzmichel | 381 Beiträge

Wer nicht an der Grenze gedient hat, hat kein Recht zu Urteilen.
Meine Meinung.


EK 81/2
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#116

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 17:29
von Moskwitschka (gelöscht)
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Ach @seaman warum nach den Sternen greifen, wenn doch hier im Forum sich schon eine ganze Menge unterschiedlicher Menschen gefunden haben. @turtle und viele andere sind doch schon in Mandelas Mokasins geschlüpft.

Und Nelson Mandela hatte bestimmt auch mal schechte Tage gehabt, wo ihm im stillen Kämmerlein die blanke Wut ergriffen hat. Es war auch bei ihm ein langer Erkenntnisprozess. Und gerade das macht ihn so menschlich.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 24.06.2014 17:29 | nach oben springen

#117

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 17:31
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von Mholzmichel im Beitrag #115
Wer nicht an der Grenze gedient hat, hat kein Recht zu Urteilen.
Meine Meinung.


Doch! Allerdings nicht das Recht zu verurteilen.


Intellektuelle spielen Telecaster
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#118

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 17:31
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

Es muß aber auch gesagt werden, daß es in Südafrika um einen Großteil der Bevölkerung ging, nämlich den weißen, und daß dort drastische Formen der Rache (flächendeckende Selbst- und Lynchjustiz) zu befürchten waren.

"Laßt uns die Vergangenheit vergessen" ist bei uns nicht angebracht.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.06.2014 17:34 | nach oben springen

#119

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 17:33
von Lutze | 8.042 Beiträge

Zitat von Mholzmichel im Beitrag #115
Wer nicht an der Grenze gedient hat, hat kein Recht zu Urteilen.
Meine Meinung.

eine Meinung darf man noch vertreten,
ein guter Freund kommt nicht mehr zurück,
es stimmt,das Recht darüber nachzudenken steht einem nicht zu
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#120

RE: Schießwütige Grenzposten

in Mythos DDR und Grenze 24.06.2014 17:35
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #116
Ach @seaman warum nach den Sternen greifen, wenn doch hier im Forum sich schon eine ganze Menge unterschiedlicher Menschen gefunden haben. @turtle und viele andere sind doch schon in Mandelas Mokasins geschlüpft.

Und Nelson Mandela hatte bestimmt auch mal schechte Tage gehabt, wo ihm im stillen Kämmerlein die blanke Wut ergriffen hat. Es war auch bei ihm ein langer Erkenntnisprozess. Und gerade das macht ihn so menschlich.

LG von der Moskwitschka


Danke für die Blumen ,doch Mandelas Mokassins sind mir meilenweit zu groß
Ich habe hier früher geschrieben nachdem man mir Kungelei mit der Stasi vorwarf

Ich kann nicht frei sein ohne zu vergeben ,ich bin frei.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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