#221

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 15.10.2014 17:23
von Regina | 643 Beiträge

1935
16.07
Es kam zu einer Schlägerei zwischen zwei betrunkene Wanderer, einem Gastwirt und seinen Helfern, einen Gärtner und einem Polizeibeamten.
Die beiden Schläger Thiele und Herzog erhielten 5 und 3 Monate Gefängnis.
Thiele wurde schon 1934 wegen schwerer Körperverletzungen zu 4 Wochen verurteilt.
23.08
In der Nähe von Stregda wurde der Zimmermann Meurer auf seinem Fahrrad von einem Auto, dessen Insassen betrunken waren, überfahren und getötet. M. war in Wutha beschäftigt und wollte seine Eltern in Fladungen besuchen.
5.09
Der Schüler Wilfried Ackenhausen ist seit dem 2.09 verschwunden.
11.10
Der Kurz wurde mit 16 wegen Diebstahl zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt.
Mit 17 verübte er in Vacha einen Einbruch.
Mit 18 hat er in Eisenachern Lokalen überall gestohlen, ein Wachtmeister verhaftete ihn und sein Freund ein Sucker aus Berlin. Kurz erhängte sich im Gefängnis. Dem Sucker konnten 4 Diebstähle nachgewiesen werden, ein Teil der Beute fand man bei ihm. Bei seiner Verhaftung konnte er fliehen. Später wurde er im Bahnhof festgenommen. Er erhielt 6 Jahre Zuchthaus.
14.10.
Gegen dem Vorstand der alten Bausparkasse Thüringia wurde vor dem Eisenacher Gericht verhandelt. Der frühere Generaldirektor Fritz Reising erhielt 2 Jahre, 6 Monate, sein Bruder Rudolff 1 Jahr und 8 Monate Gefängnis, dazu eine Geldstrafe von je 1000 Mark. Die übrigen Angeklagten wurden, wegen einer Amnestie, frei gelassen.
25.11.
Der Eisenacher Einzelrichter verurteilte einen Bettler zu 4 Wochen Gefängnis und Unterbringung in ein Arbeitshaus. Er war schon 25 mal vorbestraft und war 3 mal im Arbeitshaus

tho



zuletzt bearbeitet 15.10.2014 17:29 | nach oben springen

#222

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 15.10.2014 17:40
von Regina | 643 Beiträge

Notiz
1935
16.07
.....4 Wochen
viel zu wenig
11.10
.....Sucker.....6 Jahre
Wegen Diebstahl viel zu hoch, entweder wurde was in der Zeitung verwechselt oder vergessen
25.11
....4 Wochen....Arbeitshaus
der Bettler war nicht dumm, es wurde immer kälter
Was hat man im Arbeitshaus gemacht?
Wo war das in Eisenach?
Hans, als Experte
Hat man früher im Gefängnis gearbeitet?
tho



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#223

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 15.10.2014 18:02
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Thomas
Na, Experte für`s Gefängnis- Früher ist übertrieben.
Arbeiten im Gefängnis damals - ja, klar. (Pflicht) Einfach mal an das berühmte Tütenkleben denken.
Das Urteil mit den 6 Jahren Zuchthaus - da gibt es eine Erklärung - Vorbestraft - also Wiederholungstäter, und - da 1935 - möglicherweise der "Berufsverbrecherparagraf" - wobei ich das Datum der Einführung von selbigen jetzt nicht so drauf habe. Dieser § wirkte extrem strafverschärfend.
73 , Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#224

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 15.10.2014 18:18
von Regina | 643 Beiträge

Hans,
danke für die Antwort
Nur was wurde im Arbeitshaus gemacht?



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#225

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 15.10.2014 18:18
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zu der Frage nach dem Arbeitshaus schreibt wikipedia, dass in der Weimarer Republik die Anwendung des Arbeitshauses stark zurückging. Nach der Machtergreifung der Nazis änderte sich das (Zitat):

In der Weimarer Republik ging bei wörtlichem Fortbestehen der entsprechenden Gesetze die Einweisung kriminalisierter Armer in die Arbeitshäuser stark zurück, die Belegung sank flächendeckend auf 50 %; auch die Hausordnungen wurden gelockert.

Das sollte sich mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 schlagartig ändern. Das Gesetz wurde schärfer als je zuvor angewandt. Im September 1933 wurden in einer Razzia zehntausende Wohnungslose verhaftet und in Arbeitshäuser verbracht.

Am 24. November 1933 wurde durch das "Gesetz gegen gefährliche Gewohnheitsverbrecher und über Maßregeln der Sicherung und Besserung" die Maßregeln der Sicherung und Besserung in das Strafgesetzbuch eingeführt. Neben den heute noch zulässigen Unterbringungen in einem psychiatrischen Krankenhaus, in einer Entziehungsanstalt oder in der Sicherungsverwahrung war auch die Unterbringung in einem Arbeitshaus (§ 42d) vorgesehen.

In ein Arbeitshaus konnte eingewiesen werden, wer wegen „Bettelns, Landstreicherei, Gewerbsunzucht, Arbeitsscheuheit oder Trunk- oder Spielsucht und Müßiggang“ verurteilt wurde (sogenannte „Asoziale“). Nach § 42d StGB war Unterbringung bei erstmaliger Verurteilung auf maximal zwei Jahre befristet, bei erneuter Verurteilung auf bis zu vier Jahre. Ab 1934 ermöglichte eine Verschärfung die Inhaftierung auf unbestimmte Zeit. Das Arbeitshaus sollte dazu dienen, „zur Arbeit anzuhalten und an ein gesetzmäßiges und geordnetes Leben zu gewöhnen“.

Ein bereits erfolgter Aufenthalt in einem Arbeitshaus konnte als Grundlage für die Einweisung als Asozialer in eines der Konzentrationslager durch die zuständige Gestapo-Stelle dienen. Dies ist beispielsweise vielfach im Rahmen der »Aktion Arbeitsscheu Reich« geschehen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Einweisung in ein Arbeitshaus in der amerikanischen Besatzungszone vorübergehend abgeschafft, aber nach der Gründung der Bundesrepublik wieder in allen ehemaligen Westzonen eingeführt. Nach der Regelung des Strafgesetzbuches konnten nun weiterhin wegen Bettelei, Landstreicherei und Gewerbsunzucht verurteilte Straftäter in das Arbeitshaus eingewiesen werden. Die Fristen für die Erst- und die weiteren Unterbringungen galten wie 1933-1945. Auch am Ziel des Arbeitshauses, nämlich an ein gesetzmäßiges und geordnetes Leben zu gewöhnen und zur Arbeit anzuhalten, wurde festgehalten. Bis zur Abschaffung des Arbeitshauses als Maßregel durch die Große Strafrechtsreform 1969 wurden insgesamt 8.000 weitere Personen eingeliefert.

Und zur Adresse: Im "Staatshandbuch für das Grossherzogtum Sachsen - Weimar - Eisenach" aus dem Jahr 1835 ist als Adresse des Zucht- und Arbeitshauses "Vor dem Frauenthore Nr. 1247" angegeben, eine Bezeichnung, die es wohl heute nicht mehr gibt - aber da sind Eisenach-Ortskundige gefragt.

Gruss

icke

PS: Der ganze Artikel zu Arbeitshäusern: http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitshaus



Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.10.2014 18:19 | nach oben springen

#226

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 16.10.2014 13:25
von Regina | 643 Beiträge

1936
22.02 und 24.05 1935
Dr. Eckhardt
In der jetztigen Verhandlung betonte der Verteidiger das der Dr. kein Geld annahm und das Gericht meinte der Dr. wäre immer ein guter Arzt.
Der Staatsanwalt beantragte ein Berufsverbot von 5 Jahren, das Schwurgericht sprach 3 Jahre aus.
21.02
Der 45 jähriger Eisenacher ,,Großhändler,, E. Hering erhielt 2 Jahre Haft.
Er hat in 50 Fällen Ware von Firmen und Großhändlern bestellt, ohne sie zu bezahlen Über 100 Dosen und Pakete voller Sardellen, Lachs, Weine, Liköre, Seifen, Tabak, Tee usw. fand man in seiner Wohnung.
Der Vertreter der Anklage betonte, das H. systematisch betrogen hatte. Auch als Notstandsarbeiter in Zella in der Rhön betrug er Geschäftsleute
Als Freibeuter der Wirtschaft sei er streng zu bestrafen.
tho



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#227

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 03.11.2014 14:00
von Regina | 643 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #180
Die Eisenacher Verbrecherbande Hunstock und Turm!
11.01
Seit Wochen wird im Villenviertel unterhalb des Burschenschaftsdenkmal eingebrochen, die Polizei findet keine Spuren.
Im Wirtschaftsgebäude der Wartburg wurde eine Tür eingebrochen, es wurde dabei über ein Zentner Wurstwaren, Schinken, Tabak und Wein gestohlen, ein Einbrecher hat sich dabei verletzt und hinterließ eine Blutspur. Am nächsten tag wurde die Spur von einem Polizeihund bis zu einer Wohnung in der Frankfurter Str. verfolgt. Der Besitzer der Wohnung war ein Mann mit dem Namen Hunstock, der aber nicht anwesend war, es wurde viel Diebesgut gefunden. Einige Zeit später drangen 6 Kriminalbeamten in die Wohnung von Rödiger, in der Gothaer Str., wo Hunstock und ein Turm anwesend war. obwohl sie schwer bewaffnet waren, wurden sie widerstandslos verhaftet.
nach der Verhaftung hörten die Einbrüche in dem Villenviertel auf.
17.01
es wurden drei weitere Eisenacher verhaftet, die gefundenen Sachen konnten zum Teil den Besitzern zurück gegeben werden.
Turm beging 17 Einbrüche in Postgebäuden und Stadionsgebäude. Vor 2 Jahren begang er auch den schweren Einbruch in die Wartburg.
Auf die Frage nach weiteren ,,Heldentaten,, erwiderte er, er habe keine Zeit über seine Arbeit ein Tagebuch zu führen.
2.07
Am Montag beging der Prozess gegen den Schlosser Hans Turm, der gefesselt auf der Anklagebank zwischen 2 Wachtmeistern saß.
Der Staatsanwalt warf in 14 fälle einfachen und schweren Diebstahl vor .
Er gab alles zu, die meisten taten beging er mit anderen und die Beute wurde ,,brüderlich,, geteilt.
In Ilmenau wurde ein Schuhlager und in Arnstadt die Hauptbezugsquelle für Manufakturwaren erbeutet..
Der Staatsanwalt beantragte 8 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust.
das Gericht verurteilte ihn wegen 12 Diebstähle zu 8 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust und 5 Jahre Polizeiaufsicht.
Die Strafe betrifft allerdings nur die älteren Fälle.
20.05
Der Thüringer Bandit Hornschuh und der Matrose Heizwewel ist aus der Hallischen Strafanstalt ausgebrochen, wurde später in einem Heuhaufen bei Seeben verhaftet.
24.10
Die Verhandlung gegen die Einbrecher T. und H. und Genossen (28 Personen) wurde heute begonnen.
Aus Raumgründen wurde sie im Schwurgerichtssaal des Landgerichtsgebäudes verlegt.
T wurde beschuldigt in 26 Fällen eingebrochen sein, H. in 22 Fällen.
In der Beweisaufnahme sprach der Landgerichtsrat Kolbe über 500 Einbrüche die T. u.a. verübt hatte.
Die 23 Einbrecher stahlen vor allem in Thüringen und in Bayern Lebensmittel, Wein und Liköre. Die meisten führten Waffen und Sprengstoff mit.
T. Exern, Jentsch, Dittmann haben in der Felda zwischen Dermbach und Kaltennordheim über ein Zentner Forellen durch Blausäure gefangen.
H. war äußerst eitel, trug nie gestohlene Kleidungsstücke, trug immer Maßanzüge vorm Schneider. Er gab alle Taten zu
T. brach auch in das Postgebäude in Gräfenroda ein und stahlen für 8000 Mark Briefmarken.
Sie wollten bei den taten nie jemand verletzen. nur bei einem Überfall in einem Hotel auf den Inselsberg führten sie ein Feuergefecht mit dem bewaffneten Personal, die Fensterscheiben und das Inventar ging dabei kaputt.
Ende Oktober war der Prozess zu ende, T. erhielt wegen schweren Raub 15 Jahre Zuchthaus, H. erhielt 12 Jahre Zuchthaus.
Insgesamt wurden 35 Jahre Zuchthaus, 5 Jahre Gefängnis und 567 Mark Geldstrafe ausgesprochen.
Hunstock der im Zuchthaus Wehlheide ist will in Berufung gehen.
Auch in den nächsten Jahren gab es einige Redewendungen
,,Das ist aber ein Hunstock,,
,,aus dem wird mal ein Hunstock,,
in den Kneipen sang man eine Moritat und die Leierkastenspieler verbreiteten folgendes Lied,
,, Der böse Räuber Hunstock, er rennt herum und sinnt auf Mord, und seine schlimme Bande, die folgt ihm an jeden Ort.
Wer fängt den Räuber H., bringt ihm zum Galgen fort, sonst macht der Räuber Hunstock, doch weiter Raub und Mord,,
Die Redewendungen und die Moritat habe ich von unserem Freund HANS erhalten




Neues über Hunstock
Zusammenfassung bis 1937
Ausbruch
1926 aus dem Gerichtsgefängnis Goslar
nach seiner Verurteilung 4 Monate später
Strafanstalt Halle
1930, Juli aus der Strafanstalt Ziegenhain im Bezirk Kassel
1931 wurde er zu 12 Jahren Zuchthaus in Mühlhausen verurteilt und kam in das Zuchthaus Marienschloß in Hattenberg in Oberhessen.
Dort floh er am 14.07 (?)
14.07
Die Bürger werden aufgerufen jeden kleinen Hinweis der Polizei zu melden.
17.07
Die Verbrecher Hunstock, Nagel und Kaffitz wurden in einem Wald bei Gießen verhaftet und wieder in das Zuchthaus Marienschloß eingeliefert.
Bei der Suche waren Polizei- und Gendarmerie Beamten, SA-Männer und Arbeitsdienstmänner beteiligt
H.schlug dabei mit einem Knüppel einem SA-Mann auf seinen Kopf und verletzte ihn schwer


OT
Der Kriminalautor meint
Fortsetzung folgt

Hunstock 1927



zuletzt bearbeitet 03.11.2014 14:08 | nach oben springen

#228

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 03.11.2014 14:55
von Regina | 643 Beiträge

Notiz über Hunstock
Waren früher die Arbeitsdienstmänner bewaffnet?
Galten die Haftstrafen nach 1945 noch oder wurden alle frei gelassen?



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#229

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 03.11.2014 15:50
von schulzi | 1.757 Beiträge

@Regina sowie mir durch alte Kollegen bekannt, RAD-Männer waren nur im Fronteinsatz bewaffnet.Freigelassen wurden nach 45 nur die deren Straftaten sich gegen das NS-System richteten


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#230

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 08.11.2014 10:32
von Regina | 643 Beiträge

Zwei verschiedene Personen aus Eisenach
1937
17.09
Der Oberstaatsanwalt Flöl wurde zum Landgerichtspräsidenten befördert und nach Prenzlau versetzt.
20.08
Landesgerichtsdirektor i. R. Graef ist am Mittwoch gestorben
Er war in einigen Orten in Thüringen als Richter tätig. Politisch war er Reichstagsabgeordneter der Deutschnationalen Volkspartei und bis 1932 Vizepräsident des Reichstages. Nach der Machtübernahme zog sich G. vom politischen Leben zurück und lebte in Eisenach im Ruhestand.



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#231

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 08.11.2014 10:46
von Regina | 643 Beiträge

dazu Notiz
Fl war vermutlich vom Nationals. überzeugt und Mitglied der Partei
Graef
Den letzten Satz finde ich gut
Entweder haben die Nazis ihn abgesetzt oder er ist freiwillig gegangen worden. Es steht nicht da warum er nach der Machtübernahme aus dem polit. Leben sich zurück gezogen hat.
Ich selber habe von dem Mann noch nie was gehört.
,,Machtübernahme,, ist ein damaliges Wort.



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#232

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 10.11.2014 12:10
von Regina | 643 Beiträge

1937
19.05
Vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Eisenach stand der 62j. Franz Jung, der beim kathl. Krankenhaus beschäftigt war. Er benutzte seine Stellung dazu, sich jungen Leuten in Schamloser Weise zu nähern.
Der Staatsanwalt beantragte 3 Jahre Zuchthaus. Das Gericht verurteilte ihn zu 2 Jahren und die Ehrenrechte wurden auf 3 Jahre aberkannt.
2.06
Am Sonntag fand man den Revierförster A. Völkel mit einem durchschossenen Kopf in der Nähe von Wilhelmsthal und er wurde in das Diakonnissenhaus gebracht. V. wurde schon einige Zeit von seinem Sohn gesucht. V. stand aufrecht zwischen 2 Bäumen.
An einem Selbstmordveruch dachte V. nie.
21.07
Vor der Grossen Strafkammer steht der Angestellter des städtischen Wohlfahrtsamtes Betke der älteren Frauen eines Stiftes durch Veruntreung betrog, auch als Geschäftsführer einer NSV- Geschäftsstelle hat er gelogen. Er wurde zu 2 Jahren und 6 Monaten verurteilt
18.09
Der Angeklagte Max Renner wurde wegen Falschmünzerei verurteilt.
Er kam wegen angeblichen Blinddarmentzündung in ein Krankenhaus , von da er zur holländ. Grenze floh. Dort wurde er verhaftet. Sein neues Urteil lautet 10 Monate.
28.10
Vor dem Schwurgericht wurde der Fall Gilbert verhandelt. Er hat in den letzten Jahren bis zu seiner Verhaftung am 19.10.1936 Mittel zur Abtreibung gegeben. Es kamen 11 Zeugen aus Vacha, Unterbreizbach, Deischeroda, Wölfersroda und aus anderen Rhönorte.
Der Staatsanwalt beantragte 5 Jahre Zuchthaus.
Das Urteil lautete 6 Jahre Z. und 5 Jahre Ehrverlust. Außerdem wurde ihm der Handel mit Medikamenten auf Lebenszeiten verboten.



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#233

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 10.11.2014 12:41
von Regina | 643 Beiträge

Notiz
1937
19.05
Schamloser Weise???
In diesem Jahr gab es einen harten Kirchenkampf, viele Nonnen, Mönche und Priester wurden wegen Devisenschmuggel und wegen Sex mit Kindern verhaftet. Ob das immer richtige Beweise und Zeugen waren, weiß ich nicht.
28.10
Gilbert.
Vielleicht hatte G. nur Mitleid mit armen Frauen die viele Kinder schon hatten und sehr arm waren.



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#234

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 21.11.2014 18:33
von Regina | 643 Beiträge

Juden vorm Richter!
1937
24.02
Der Eisenacher Jude Margulier war Vertreter eines jüdischen Abzahlungsgeschäftes und hat Deutsche Frauen durch anzügliche Redensarten beleidigt.
Das Gericht verurteilte den Jüdischen Frechling zu 50.-M Geldstrafe. Der Anklagevertreter hatte 3 Wochen Gefängnis beantragt.
19.05
Vor der Eisenacher Strafkammer stand der Jude E. Grünbaum wegen des Verstosses gegen die Nürnberger Gesetze. Er trieb mit einer älteren verheirateten Frau Rassenschande. Beide sind taubstumm.. Grünbaum wurde zu 1 Jahr Zuchthaus verurteilt.



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#235

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 21.11.2014 18:45
von Regina | 643 Beiträge

Notiz
Jude vorm Richter
Von 1933-1937 habe ich sonst nichts über die Judenverfolgung in Eisenach gefunden
Habe alles wortwörtlich notiert.
Vielleicht finde ich über diese Männer noch etwas
24.02
Es fehlt der Name des Geschäftes
Was hat der Vertreter alles gesagt, warum waren auf einmal die Frauen beleidigt?
17.05
Damals hat jeder Leser etwas von den Nürnberger Gesetzen gehört und gelesen
tho.

Habe gerade gesucht
es gibt 2 Stolpersteine mit den Namen der Familie E. Grünbaum, die im März 1942 nach Auschwitz transportiert wurden, aber E. G. war ein alter Mann



zuletzt bearbeitet 21.11.2014 19:11 | nach oben springen

#236

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 25.11.2014 11:56
von Regina | 643 Beiträge

Ehrentafel von erschossenen Polizisten
1939 fand ich diese Ehrentafel in der Zeitung, darunter ein Namen von 1932
Am 18.10.1932 wurde der Polizeihauptwachtmeister Oskar Mai von einem Verbrecher erschossen



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#237

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 25.11.2014 13:53
von Regina | 643 Beiträge

1939
8.01
Vor dem sozialen Ehrengericht für den Reichstreuhandbezirk Thüringen in Weimar steht heute der Eisenacher Adam Krause.
Er hat als Betriebsführer böswillig seine Gefolgschaftsmittglieder in ihrer Ehre gegränkt und ihre Arbeitskraft ausgenutzt.
Er erhielt eine Geldstrafe von 600 Mark.
25.04
Ein Kinderschänder wurde wegen Unzucht an Kindern in 3 Fällen und wiederholten Ergernisses in der Öffentlichkeit zu 4 Jahren Zuchthaus und 3 Jahre Ehrverlust verurteilt.
27.05
Das Sondergericht für den Oberlandesgerichtsbezirk Jena verurteilte in Eisenach 3 Bibelforscher, 1 aus Dippach, 2 aus Darkmarshausen, zu je 10,4 und 2 Monate Gefängnis.



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#238

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 25.11.2014 13:58
von Regina | 643 Beiträge

Notiz
1939
8.01
Krause
Urteil war zu gering
27.05
Bibelforscher kamen meistens nach dem Urteil ins KZ



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#239

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 25.11.2014 13:58
von josy95 | 4.915 Beiträge

@Regina bzw. @thomas 48 ,

woher hast Du diese Daten alles? Selbst erforscht?

Die selbige Frage stellt sich mir zu Deinem Thread Eisenbahn.

Mag sein, das hier schon mal eine ähnliche Frage gestellt wurde, ich vermag jetzt aber nicht die 237 Beiträge hier durchzuforsten.

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#240

RE: Straftaten im alten Eisenach

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 25.11.2014 14:02
von Regina | 643 Beiträge

Lies PN
tho



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