#21

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 14.05.2014 07:19
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

Achja,und die Genossen welche heute sagen "Wir haben schon immer mal auf Mißstände hingewiessen" die tun mir auch Leid. Das ist ungefähr so,wenn ich in einem Chor Mitsinge und der singt nur traurige Lieder,einige wollen aber fröhliche Lieder singen. Dann können die alleine weitermachen,und ich suche mir einen anderen Chor
Für mich persönlich ist das nur und soll vieleicht als Entschuldigung dienen,welche ich mit Sicherheit nicht akzeptiere.


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zuletzt bearbeitet 14.05.2014 07:32 | nach oben springen

#22

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 14.05.2014 08:20
von damals wars | 12.215 Beiträge

So eine Disskusion hatten wir doch schon mal!
Daher noch mal der Hinweis, das SED Statut sah bis 1975 keinen Austritt vor.
Mit dem neuen ab 1976 wurde der Austritt geregelt.
Vorher gab es immer mal Überprüfungen und Streichungen( zum Beispiel bei Nichtzahlung der Parteibeiträge!).


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#23

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 14.05.2014 09:07
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

steffen,
die SED war nichts für mich, kannte ja viele Genossen und MfS Mitarbeiter, bin also in die CDU eingetreten.
war Kassierer und Ordner, war bei den Bezirksdeligiertenversammlungen (Parteitage) an den Türen stehen.
nach der Wende war ich 2mal bei H. Kohl in Erfurt und in Eisenach, Vogel Wanderung durch den Thüringer Wald, treffen von Vogel und Biedenkopf auf der Wartburg


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#24

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 14.05.2014 09:26
von Uffz.JoMu (gelöscht)
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Zitat von thomas 48 im Beitrag #23
steffen,
die SED war nichts für mich, kannte ja viele Genossen und MfS Mitarbeiter, bin also in die CDU eingetreten.
war Kassierer und Ordner, war bei den Bezirksdeligiertenversammlungen (Parteitage) an den Türen stehen.
nach der Wende war ich 2mal bei H. Kohl in Erfurt und in Eisenach, Vogel Wanderung durch den Thüringer Wald, treffen von Vogel und Biedenkopf auf der Wartburg




Auch ne Blockflöte?


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#25

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 14.05.2014 10:54
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

wo warst du?


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#26

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 14.05.2014 11:03
von eisenringtheo | 9.190 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #22
So eine Disskusion hatten wir doch schon mal!
Daher noch mal der Hinweis, das SED Statut sah bis 1975 keinen Austritt vor.
Mit dem neuen ab 1976 wurde der Austritt geregelt.
Vorher gab es immer mal Überprüfungen und Streichungen( zum Beispiel bei Nichtzahlung der Parteibeiträge!).


Wieso hat man diese Möglichkeit eingeführt?
Die SED definierte sich in ihrem letzten Statut 1976 als "der bewußte und organisierte Vortrupp der Arbeiterklasse und des werktätigen Volkes der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik. Als freiwilliger Kampfbund Gleichgesinnter vereinigt sie in ihren Reihen die fortschrittlichsten Angehörigen der Arbeiterklasse, der Klasse der Genossenschaftsbauern, der Intelligenz und der anderen Werktätigen." (Statut der SED 1976, Präambel)
https://www.bundesarchiv.de/sed-fdgb-net...=Statut+der+SED
Theo


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#27

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 14.05.2014 14:44
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #26
Zitat von damals wars im Beitrag #22
So eine Disskusion hatten wir doch schon mal!
Daher noch mal der Hinweis, das SED Statut sah bis 1975 keinen Austritt vor.
Mit dem neuen ab 1976 wurde der Austritt geregelt.
Vorher gab es immer mal Überprüfungen und Streichungen( zum Beispiel bei Nichtzahlung der Parteibeiträge!).


Wieso hat man diese Möglichkeit eingeführt?
Die SED definierte sich in ihrem letzten Statut 1976 als "der bewußte und organisierte Vortrupp der Arbeiterklasse und des werktätigen Volkes der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik. Als freiwilliger Kampfbund Gleichgesinnter vereinigt sie in ihren Reihen die fortschrittlichsten Angehörigen der Arbeiterklasse, der Klasse der Genossenschaftsbauern, der Intelligenz und der anderen Werktätigen." (Statut der SED 1976, Präambel)
https://www.bundesarchiv.de/sed-fdgb-net...=Statut+der+SED
Theo

Hallo Theo,

im Statut (1982) steht im Punkt 6:
"Die Mitgliedschaft in der Partei endet durch:
a) den Austritt
b) die Streichung
c) den Ausschluß
d) den Tod.
..."

Der Punkt 7 erläutert dann die Streichung, der man als Mitglied zuvor kommen konnte durch den Austritt:
"Parteimitglieder oder Kandidaten, die die Verbindung zur Partei verloren oder nicht den Willen haben, den mit der Mitgliedschaft in der Partei verbundenen Pflichten nachzukommen, können nach Beschluß der Mitgliederversammlung der Grundorganisation und Bestätigung durch die Kreisleitung als Mitglied oder als Kandidat der Partei gestrichen werden."

Letztlich kam man aber einem Austritt zuvor. Wer erklärte, er wolle austreten, wurde in der Regel per Parteistrafe Ausschluss oder zumindest per Streichung "entlassen". Dennoch wurden auf dem IX. Parteitag (1976) das neue Programm und das neue Statut verabschiedet und in letzterem war nun der Passus drin. Ich kenne aus dieser Zeit noch den Begriff der Programmdiskussion, aber was da von der Basis nach oben kam oder von oben aus eigener Analyse aufgenommen wurde, weiß ich nicht. Neben solchen Programmdiskussionen gab es jeweils im Vorjahr der Parteitage (bei mir also 1980 und 1985) die Massenkontrollen der SED, bei denen die Mitgliedschaften überprüft, die Daten abgeglichen, der Stand der Beitragskassierung kontrolliert und persönliche Gespräche geführt wurden. Besonders der Punkt: "Hinweise, Vorschläge und Kritiken" war akribisch zu dokumentieren. Was dann aber letztlich wie in die programmatische Arbeit einfloss, weiß ich auch nicht. Damals ging ich davon aus, dass es eine Rolle spielt, später hat mich diese Frage weniger interessiert. Aber ein möglicher Weg zur Aufnahme eines solches Punktes könnte es gewesen sein.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#28

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 14.05.2014 15:07
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #22
So eine Disskusion hatten wir doch schon mal!
Daher noch mal der Hinweis, das SED Statut sah bis 1975 keinen Austritt vor.
Mit dem neuen ab 1976 wurde der Austritt geregelt.
Vorher gab es immer mal Überprüfungen und Streichungen( zum Beispiel bei Nichtzahlung der Parteibeiträge!).


Rot: Dann war ich vielleicht ja sogar einer der Vorkämpfer für eine gerechtere Regelung ??


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#29

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 14.05.2014 16:46
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

Was ich im Umfeld mitbekommen habe:

Es gab eine "innere Kündigung" vor der tatsächlichen.
Wer den Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit mitbekam, der dachte infolgedessen auch über Freizeitverlust (Versammlungen) und die Mitgliedsbeiträge nach. Trotzdem haben sich viele erst "gertraut", als in den 80ern seitens der SED "Säuberungen" durchgeführt wurden. D.h., als Unliebsame ausgeschlossen wurden, ergriffen nicht wenige andere die Gelegenheit, ihrerseits auszutreten.

Karrieristen hatten gute Gründe, trotz allem zu bleiben, um am Ende ein "Wendehals" zu werden.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 14.05.2014 16:46 | nach oben springen

#30

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 14.05.2014 20:25
von ehem. Hu | 466 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #27
...Neben solchen Programmdiskussionen gab es jeweils im Vorjahr der Parteitage (bei mir also 1980 und 1985) die Massenkontrollen der SED, bei denen die Mitgliedschaften überprüft, die Daten abgeglichen, der Stand der Beitragskassierung kontrolliert und persönliche Gespräche geführt wurden.
ciao Rainman


ich erinnere mich dunkel, dass ein solches oder ähnliches Prozedere noch im Sommer 1989 zum sogenannten "Dokumententausch" durchgeführt wurde. Die Mitglieder bekamen neue Parteibücher und in diesem ZH wurden pers. Gespräche geführt.

friedliche Grüße Andreas


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#31

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 15.05.2014 12:58
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von Uffz.JoMu im Beitrag #24
Zitat von thomas 48 im Beitrag #23
steffen,
die SED war nichts für mich, kannte ja viele Genossen und MfS Mitarbeiter, bin also in die CDU eingetreten.
war Kassierer und Ordner, war bei den Bezirksdeligiertenversammlungen (Parteitage) an den Türen stehen.
nach der Wende war ich 2mal bei H. Kohl in Erfurt und in Eisenach, Vogel Wanderung durch den Thüringer Wald, treffen von Vogel und Biedenkopf auf der Wartburg




Auch ne Blockflöte?




deine Bemerkung zielt wohl auf eine Verächtlichmachung des (Ost) CDU Mitglieds Thomas ab. Ich finde diese Art und Weise der Stigmatisierung sehr infam und demagogisch. Warum ? 1946 waren die einzigen geheimen und freien Wahlen in der SBZ. Diese liefen überhaupt nicht nach dem Gusto der SED ab.
Zitat Wiki :Auch wenn diese Wahlen selbst weitgehend frei schienen, waren die Rahmenbedingungen wie das Ergebnis verzerrt. Die Kommunisten kamen in den Genuss einseitiger Privilegien. So brachte die KPD als erste ihre Parteizeitung auf den Markt. Sie wurde üppig mit Papier versorgt, sodass diese Wahlpublikation eine größere Auflage und ein größeres Format hatte. Die anderen Parteien bekamen nur kleinere Mengen Papier zugeteilt, und ihre Blätter unterlagen einer scharfen Zensur. Die Zeitungen von SPD, LPD und CDU kamen mit je 250.000 Exemplaren in Umlauf, die der KPD mit 350.000 Exemplaren.[1]

Der gravierendste administrative Eingriff der SMAD zu Gunsten der SED bestand im Verbot für die SPD, nach der Zwangsvereinigung mit der KPD zur SED selbstständig zu kandidieren. Die gleichzeitig stattfindenden Wahlen zur Berliner Stadtverordnetenversammlung, wo auch die SPD kandidieren konnte, zeigten, "daß die SED in wirklich freien Wahlen keinerlei Chance besaß, die angestrebte Hegemonie zu erlangen."[2] CDU und LDP konnten zwar kandidieren, ihre organisatorische Basis war jedoch durch verzögerte Zulassung der Orts- und Kreisverbände spürbar geschwächt. Der Leiter der Zensur- und Propagandaabteilung der SMAD, Sergei Iwanowitsch Tjulpanow, wies in einem Geheimbefehl die regionalen Abteilungen der SMAD an, "die Gründung bürgerlicher Parteigruppen formell nicht zu verbieten". Statt dessen sollen "verschiedene formale Vorwände" gefunden werden, "um auch weiterhin deren Zahl begrenzt zu halten"[3]. Lediglich in 20 % der Gemeinden konnten CDU und LDP Listen zur vorangegangenen Kommunalwahl aufstellen, während die SED flächendeckend zugelassen war. Auch bezüglich der Zuteilung von Papier und Druckkapazitäten wurden die bürgerlichen Parteien klar benachteiligt.[4]

Danach wurden die anderen konkurrierenden Parteien " kastriert " und in die nationale Front gepresst. Diese Nationale Front war ein Feigenblatt der SED um ihrem brutal durchgesetzten Machtanspruch in der SBZ einen "demokratischen " Anspruch zu verleihen. Jeder denkende Mensch damals hat diese primitive Machart der Gleichschaltung durchschaut. Im Grund genommen war es nichts anderes als die Ermächtigungsgesetze der Nazis aus dem Frühjahr 1933.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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zuletzt bearbeitet 15.05.2014 14:11 | nach oben springen

#32

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 15.05.2014 13:12
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
gab es Fälle in denen "passende Bewerber" den dezenten Hinweis bekamen, ja wir halten dich für gut, aber ein Mensch deines gefestigten Klassenstandpunktes hätte "die oder die" Blockpartei nötig, bewerbe ich doch da bitte...

War nicht der langjährige Bürgermeister von Jena von der CDU? Wobei ich annehme daß dort die Betriebsorgansation von Zeiss mit Wolfgang Biermann den realen Bürgermeister der Stadt stellte.



zuletzt bearbeitet 15.05.2014 13:15 | nach oben springen

#33

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 15.05.2014 14:00
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

Danke für euren Trost wegen der Blockflöte.
Mich ärgert es immer wenn die ehemaligen Genossen im Forum immer von der Partei reden, ohne mal nachzudenken, es gab noch andere kleine Parteien.
Natürlich hat die SED in der Gemeinde und im Staat bestimmt und wir anderen waren für das Ausland als Alibi vorgesehen,
das habe ich schon damals gewusst, war ja kein Dummer. Es gab auch Mitglieder die röter als die Kommunisten waren.
Natürlich habe ich mich wegen der Blockflöte geärgert, habe es ja oft in der Wendezeit gehört und gelesen. Habe aber immer überlegt, was hast du denn in der DDR gemacht? Warst du nicht toller Genosse und hast du nicht alles mitgemacht?
Ich wollte immer mal in den Westen und gute Freunde besuchen oder mal zu einer Messe fahren, brauchte dazu ein nettes Schreiben von meinem Abteilungsleiter. War ja eine tolle Idee, er meinte gleich, als Pauser geht es nicht und politisch bist du etwas anders als wir. Ok, was soll ich machen.
Aber in der Wendezeit haben die meisten Genossen, die immer rot waren, ihren Parteiausweis ganz schnell abgegeben. Und der Parteisekretär war als erster im Westen.
Ich war nie ein Bürgerrechtler oder Wiederstandskämpfer ,bin aber auch keinen in den A. gekrochen und habe meine Überzeugung an den Nagel gehängt.
Habe ja getippt, das ich zweimal beim Besuch vom Bundeskanzler H. Kohl als Ordner tätig war. Zuerst in Erfurt habe ich einen Gang frei gehalten und beim Besuch in Eisenach, dort war vor der Tribüne eine Fläche mit Tischen und Stühle für die CDU Leute, dann kam ein Gitter mit einem Eingang, hinter dem Gitter standen alle übrigen Zuhörer. Ich stand am Eingang, ein netter Mann wollte an mir vorbei, auf meine Frage wohin, meint er, vorne in der ersten Reihe wär sein Platz. Ich staunte nur und meinte das war einmal. Kannte ihn ja, war der Sekretär für Proporganda der SED.


andyman, Pitti53, Hapedi und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 15.05.2014 14:30
von eisenringtheo | 9.190 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #32
Hallo,
gab es Fälle in denen "passende Bewerber" den dezenten Hinweis bekamen, ja wir halten dich für gut, aber ein Mensch deines gefestigten Klassenstandpunktes hätte "die oder die" Blockpartei nötig, bewerbe ich doch da bitte...
(...).

Mir wurde seinerzeit oft gesagt, dass man in Betrieben denjenigen parteilosen Personen den Beitritt zu Blockparteien empfahl, die man bald befördern wollte: Denn das für die vorgesehene Tätigkeit erforderliche Parteiamt war bei Blockparteien fast sofort erreichbar, wohingegen es bei der SED fast ewig lange gehen konnte.
Ob das wirklich so war oder nicht, keine Ahnung. Und wie weit man als LDPD oder NDPD "Grösse" auch wirklich in hohe Position kommen konnte, frage ich mich. Immerhin Minister konnte man werden.
Theo


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#35

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 15.05.2014 15:49
von Georg | 1.033 Beiträge

Wie war doch der Aufmacher?
Also inne DDR war es auch möchlich aus de Kirche auszutreten. Und wer ma austritten mußte, der konnt ooch gehen. Austritte, die hamm was so
Formelles, was Amtliches, was Rahmengeregeltes........aber sein Beitragsnachweisheft dem Parteichefchen, den ich ja ma janz vertraulich - ich meine, daß der ma mein Vertrauen als Nachbar anne Werkbank hatte und Kumpel war - so wie ein gebrauchtes Butterbrotpaper hinwerfe, naja.....Was nicht mehr gebraucht wurde, keinen Nutzen mehr hatte, wird entsorgt. Auf die Art kann man sich im Nachher noch als Helden brüsten und Gegenstandskämpfer gewesen sein wollen.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#36

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 15.05.2014 15:55
von schulzi | 1.765 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #34
Zitat von SET800 im Beitrag #32
Hallo,
gab es Fälle in denen "passende Bewerber" den dezenten Hinweis bekamen, ja wir halten dich für gut, aber ein Mensch deines gefestigten Klassenstandpunktes hätte "die oder die" Blockpartei nötig, bewerbe ich doch da bitte...
(...).

Mir wurde seinerzeit oft gesagt, dass man in Betrieben denjenigen parteilosen Personen den Beitritt zu Blockparteien empfahl, die man bald befördern wollte: Denn das für die vorgesehene Tätigkeit erforderliche Parteiamt war bei Blockparteien fast sofort erreichbar, wohingegen es bei der SED fast ewig lange gehen konnte.
Ob das wirklich so war oder nicht, keine Ahnung. Und wie weit man als LDPD oder NDPD "Grösse" auch wirklich in hohe Position kommen konnte, frage ich mich. Immerhin Minister konnte man werden.
Theo

Es wurde keinen empfohlen in eine Blockpartei zu gehen,die es taten wollten nur Ruhe vor den Werbern haben.Den wen einer in einer Blockpartei war ,war er für die SED tabu


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#37

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 15.05.2014 19:42
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Georg im Beitrag #35
Wie war doch der Aufmacher?
Also inne DDR war es auch möchlich aus de Kirche auszutreten. Und wer ma austritten mußte, der konnt ooch gehen. Austritte, die hamm was so
Formelles, was Amtliches, was Rahmengeregeltes........aber sein Beitragsnachweisheft dem Parteichefchen, den ich ja ma janz vertraulich - ich meine, daß der ma mein Vertrauen als Nachbar anne Werkbank hatte und Kumpel war - so wie ein gebrauchtes Butterbrotpaper hinwerfe, naja.....Was nicht mehr gebraucht wurde, keinen Nutzen mehr hatte, wird entsorgt. Auf die Art kann man sich im Nachher noch als Helden brüsten und Gegenstandskämpfer gewesen sein wollen.



Austritt aus der Kirche war kein Problem zu DDR Zeiten,aber nach der Wiedervereinigung wollten die Kirche Geld sehen,so das man wieder eine Austrittserklärung stellen mußte.
Gruß Rei


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#38

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 15.05.2014 19:57
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Gemeinde!
Nun mal zur Sache,
Partei: SED, geworben bei der Polizei,Grenze, Studium Meister,Erdgastrasse, ohne Mitglied nicht möglich.
Handelsflotte, abgelehnt,Fluchtgefahr laut Mfs. Akte
Austritt 1989 nach den Aufständen in Dresden,brutale Vorgehensweise der Polizei gegen friedliche Demos.
So,nun könnt Ihr Kommentare los lassen, Wendehals usw.
Gruß Rei


thomas 48 und Ostlandritter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 15.05.2014 20:35
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von rei im Beitrag #38
Hallo Gemeinde!
Nun mal zur Sache,
Partei: SED, geworben bei der Polizei,Grenze, Studium Meister,Erdgastrasse, ohne Mitglied nicht möglich.
Handelsflotte, abgelehnt,Fluchtgefahr laut Mfs. Akte
Austritt 1989 nach den Aufständen in Dresden,brutale Vorgehensweise der Polizei gegen friedliche Demos.
So,nun könnt Ihr Kommentare los lassen, Wendehals usw.
Gruß Rei



Besser spät als zu spät !

Was Du 1989 vollzogen hast,- hab ich 1971 durchgezogen...


....................................
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#40

RE: Parteiaustritte in der DDR

in Leben in der DDR 15.05.2014 20:44
von damals wars | 12.215 Beiträge

Zitat von schulzi im Beitrag #36
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #34
Zitat von SET800 im Beitrag #32
Hallo,
gab es Fälle in denen "passende Bewerber" den dezenten Hinweis bekamen, ja wir halten dich für gut, aber ein Mensch deines gefestigten Klassenstandpunktes hätte "die oder die" Blockpartei nötig, bewerbe ich doch da bitte...
(...).

Mir wurde seinerzeit oft gesagt, dass man in Betrieben denjenigen parteilosen Personen den Beitritt zu Blockparteien empfahl, die man bald befördern wollte: Denn das für die vorgesehene Tätigkeit erforderliche Parteiamt war bei Blockparteien fast sofort erreichbar, wohingegen es bei der SED fast ewig lange gehen konnte.
Ob das wirklich so war oder nicht, keine Ahnung. Und wie weit man als LDPD oder NDPD "Grösse" auch wirklich in hohe Position kommen konnte, frage ich mich. Immerhin Minister konnte man werden.
Theo

Es wurde keinen empfohlen in eine Blockpartei zu gehen,die es taten wollten nur Ruhe vor den Werbern haben.Den wen einer in einer Blockpartei war ,war er für die SED tabu


Oder ein Geschickter


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
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