#41

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 18:11
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #33
Zitat von Gert im Beitrag #32

Vielleicht noch einen Satz dazu: wenn die Sozialleistung abgebaut werden, die Schulden sinken, dann haben wir ganz schnell wieder einen Führer.
Einfach mal darüber nachdenken. Ist politisch gesehen zwangsläufig.



Also doch Schweigegeld / Stillhaltegeld ! Du vergißt in deiner Ausführung die wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge
und unseeligen Zwänge des Kapitalismus und siehst nur die "humanitäre" Sozialleistung. Etwas kurz gedacht, leider.

.




Wieso "Schweigegeld / Stillhaltegeld"?

Woher weißt du, was und wie Empfänger von Sozialleistungen tun und reden oder nicht?
Woher weißt du, ob sie sich nicht selbst engagieren? Politisch oder sozial?
Wieso wird ihnen immer unterstellt sie wären ausschließlich ein "Almosen"-empfangendes, fremd-bestimmtes, undefiniertes Klientel, das einen Maulkorb verpasst bekommen hat?


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#42

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 18:19
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #40
Zitat von Barbara im Beitrag #39
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #29
Zitat von Barbara im Beitrag #27


Den sog "Führern" geht es niemals um das Wohlergehen derer, die sie gewählt haben - NIEMALS.

.

Da magst du Recht haben.
Aber ich gehe mal davon aus, daß du nicht so blauäugig bist, gewählten Regierungen in
Demokratien pauschal selbstloses Arbeiten für das Volk anzudichten.
Dazu mehren sich die negativen Aspekte in den letzten Jahren zusehends.
Die sog. Sozialleistungen in Deutschland z.B. sind nur als eine Art Schweigegeld zu betrachten, um Proteste, wie sie in den
Nachbarländern zu beobachten sind, im Vorfeld abzumildern oder ganz zu verhindern.
Deshalb geht es diesen sogenannten frei gewähltenDemokraten trotzdem nicht selbstlos um das Wohlergehen ihrer Untertanen.

.





Wieso „selbstlos“? Ich erwarte von einem Politiker keine Selbstlosigkeit, eine solche Selbstdarstellung wäre mit eher suspekt.
Ich erwarte pragmatische und vernünftige Lösungsvorschläge für ausgesprochen komplexe Probleme - und zwar innerhalb des Zeitraumes, für den ein Politiker gewählt ist und innerhalb einer parlamentarischen Auseinandersetzung und nicht s.o.:
[i]"... einen "starken Führer, der sich nicht um Wahlen und Parlament kümmern muss"[/i].

Der (fett markierte) Wunsch ist nicht nur „blauäugig“ sondern sehr dumm wie uns die Vergangenheit gelehrt hat.
Aber wie ich oben schon erwähnte, verschwindend wenig Österreicher - und ich denke in Deutschland wird es zahlenmäßig ähnlich sei- wollen ernsthaft einen solchen „Führer“ sondern ärgern sich lieber nach Kräften über demokratisch gewählte Politiker, die ihren Job mehr oder weniger gut machen.
.



Das perfekte Gegenteil, sind "unsere" von der Industrie gekauften Politiker (z.B. Automobilindustrie oder Atomernergie). Sind Dir diese Typen lieber?
Aber da weiß man wenigstens woran man ist...





Nein, das sind sie nicht.
Der Unterschied besteht darin, dass man in einer Demokratie prinzipiell Korruption und Machtmissbrauch öffentlich anprangern kann und sie rechtlich sanktioniert werden. Sicher nicht immer zufriendestellend, aber es geht um das Prinzip.
Darauf kann sich jeder von uns berufen.
Also,wenn du einen Politiker kennst der korrupt oder kriminell ist: zeig ihn an und teil es einer Zeitung deiner Wahl mit.

.


matloh hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#43

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 18:25
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Barbara im Beitrag #42
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #40
Zitat von Barbara im Beitrag #39
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #29
Zitat von Barbara im Beitrag #27


Den sog "Führern" geht es niemals um das Wohlergehen derer, die sie gewählt haben - NIEMALS.

.

Da magst du Recht haben.
Aber ich gehe mal davon aus, daß du nicht so blauäugig bist, gewählten Regierungen in
Demokratien pauschal selbstloses Arbeiten für das Volk anzudichten.
Dazu mehren sich die negativen Aspekte in den letzten Jahren zusehends.
Die sog. Sozialleistungen in Deutschland z.B. sind nur als eine Art Schweigegeld zu betrachten, um Proteste, wie sie in den
Nachbarländern zu beobachten sind, im Vorfeld abzumildern oder ganz zu verhindern.
Deshalb geht es diesen sogenannten frei gewähltenDemokraten trotzdem nicht selbstlos um das Wohlergehen ihrer Untertanen.

.





Wieso „selbstlos“? Ich erwarte von einem Politiker keine Selbstlosigkeit, eine solche Selbstdarstellung wäre mit eher suspekt.
Ich erwarte pragmatische und vernünftige Lösungsvorschläge für ausgesprochen komplexe Probleme - und zwar innerhalb des Zeitraumes, für den ein Politiker gewählt ist und innerhalb einer parlamentarischen Auseinandersetzung und nicht s.o.:
[i]"... einen "starken Führer, der sich nicht um Wahlen und Parlament kümmern muss"[/i].

Der (fett markierte) Wunsch ist nicht nur „blauäugig“ sondern sehr dumm wie uns die Vergangenheit gelehrt hat.
Aber wie ich oben schon erwähnte, verschwindend wenig Österreicher - und ich denke in Deutschland wird es zahlenmäßig ähnlich sei- wollen ernsthaft einen solchen „Führer“ sondern ärgern sich lieber nach Kräften über demokratisch gewählte Politiker, die ihren Job mehr oder weniger gut machen.
.



Das perfekte Gegenteil, sind "unsere" von der Industrie gekauften Politiker (z.B. Automobilindustrie oder Atomernergie). Sind Dir diese Typen lieber?
Aber da weiß man wenigstens woran man ist...





Nein, das sind sie nicht.
Der Unterschied besteht darin, dass man in einer Demokratie prinzipiell Korruption und Machtmissbrauch öffentlich anprangern kann und sie rechtlich sanktioniert werden. Sicher nicht immer zufriendestellend, aber es geht um das Prinzip.
Darauf kann sich jeder von uns berufen.
Also,wenn du einen Politiker kennst der korrupt oder kriminell ist: zeig ihn an und teil es einer Zeitung deiner Wahl mit.

Träum weiter...., die Korruption ist doch fast legalisiert (Beraterverträge).

I
.





zuletzt bearbeitet 08.05.2014 18:25 | nach oben springen

#44

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 18:27
von Heckenhaus | 5.142 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #36


Das war in der DDR nicht anders.
Aber am Ende zählt doch, wieviel übrig bleibt, auch an Lohn und Gehalt.
Wenn das mehr ist als im Sozialismus, dann pfeift man auf die "Ausbeutung".
Der an den sozialistischen Staat abgeführte Gewinn ist auch nur Profit, nur daß darüber noch Weniger bestimmen als im Kapitalismus.
Und was für den Einzelnen übrigblieb, das wissen wir.
Bei mir ist es heute wesentlich mehr.



Genau das ist das gewünschte Prinzip, Brot und Spiele. Den Normalverbraucher satt machen, wenigstens soweit, daß er das
Maul hält, und schon vergißt er ganz schnell, daß es Míllionen gibt, denen es schlecht geht.
Staatlich gewünschter Egoismus ist das, mit vorgegaukeltem Überfluß erreicht.
Hauptsache ICH, ICH, ICH !
Und zur Gewissensberuhigung dann mal ab und an eine Spende für hungernde Tiere.

.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#45

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 18:30
von Rostocker | 7.723 Beiträge

Ich sah mal vor etwas längerer Zeit auf Phönix eine Sendung ,über das erstarken des Nationalismus-Weltweit. Da fragt man sich,beginnt sich langsam das Rad der Demokraten rückwärts zu drehen. Wenn ich heute sehe, wie fleißig die Demokraten in der Ukraine die Nationalisten mit aus dem Ruden heben. Dann glaub ich schon an den Rückwärtsgang. Aber den Kapital ist es sch+++egal---ob Demokraten regieren oder Nationalisten, solangen der Profit kommt.


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#46

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 18:33
von Heckenhaus | 5.142 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #41

Wieso "Schweigegeld / Stillhaltegeld"?

Woher weißt du, was und wie Empfänger von Sozialleistungen tun und reden oder nicht?
Woher weißt du, ob sie sich nicht selbst engagieren? Politisch oder sozial?
Wieso wird ihnen immer unterstellt sie wären ausschließlich ein "Almosen"-empfangendes, fremd-bestimmtes, undefiniertes Klientel, das einen Maulkorb verpasst bekommen hat?


Weil ich ein paar solche Fälle kennengelernt habe in meiner damaligen beruflichen Tätigkeit. Alleinerziehende, Familien mit Kindern,
sogar Akademiker !
Es können sich nicht Zehntausende irgendwo angagieren, und ich unterstelle ihnen auch nicht,

Zitat
ein "Almosen"-empfangendes, fremd-bestimmtes, undefiniertes Klientel, das einen Maulkorb verpasst bekommen hat


zu sein.
Es ist aber nicht von der Hand zu weisen, daß bei Zusammenkürzung der Hilfen auf Leistungshöhen, wie sie teilweise im Ausland
gezahlt werden, zu Unruhen führen könnten.
Insofern ist es "Schweigegeld".
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#47

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 18:38
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #43
Zitat von Barbara im Beitrag #42
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #40
Zitat von Barbara im Beitrag #39
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #29
Zitat von Barbara im Beitrag #27


Den sog "Führern" geht es niemals um das Wohlergehen derer, die sie gewählt haben - NIEMALS.

.

Da magst du Recht haben.
Aber ich gehe mal davon aus, daß du nicht so blauäugig bist, gewählten Regierungen in
Demokratien pauschal selbstloses Arbeiten für das Volk anzudichten.
Dazu mehren sich die negativen Aspekte in den letzten Jahren zusehends.
Die sog. Sozialleistungen in Deutschland z.B. sind nur als eine Art Schweigegeld zu betrachten, um Proteste, wie sie in den
Nachbarländern zu beobachten sind, im Vorfeld abzumildern oder ganz zu verhindern.
Deshalb geht es diesen sogenannten frei gewähltenDemokraten trotzdem nicht selbstlos um das Wohlergehen ihrer Untertanen.

.





Wieso „selbstlos“? Ich erwarte von einem Politiker keine Selbstlosigkeit, eine solche Selbstdarstellung wäre mit eher suspekt.
Ich erwarte pragmatische und vernünftige Lösungsvorschläge für ausgesprochen komplexe Probleme - und zwar innerhalb des Zeitraumes, für den ein Politiker gewählt ist und innerhalb einer parlamentarischen Auseinandersetzung und nicht s.o.:
[i]"... einen "starken Führer, der sich nicht um Wahlen und Parlament kümmern muss"[/i].

Der (fett markierte) Wunsch ist nicht nur „blauäugig“ sondern sehr dumm wie uns die Vergangenheit gelehrt hat.
Aber wie ich oben schon erwähnte, verschwindend wenig Österreicher - und ich denke in Deutschland wird es zahlenmäßig ähnlich sei- wollen ernsthaft einen solchen „Führer“ sondern ärgern sich lieber nach Kräften über demokratisch gewählte Politiker, die ihren Job mehr oder weniger gut machen.
.



Das perfekte Gegenteil, sind "unsere" von der Industrie gekauften Politiker (z.B. Automobilindustrie oder Atomernergie). Sind Dir diese Typen lieber?
Aber da weiß man wenigstens woran man ist...





Nein, das sind sie nicht.
Der Unterschied besteht darin, dass man in einer Demokratie prinzipiell Korruption und Machtmissbrauch öffentlich anprangern kann und sie rechtlich sanktioniert werden. Sicher nicht immer zufriendestellend, aber es geht um das Prinzip.
Darauf kann sich jeder von uns berufen.
Also,wenn du einen Politiker kennst der korrupt oder kriminell ist: zeig ihn an und teil es einer Zeitung deiner Wahl mit.

Träum weiter...., die Korruption ist doch fast legalisiert (Beraterverträge).

I
.











Also nochmal: ich ärgere mich lieber über Misstände in einer unperfekten Demokratie als "unter einem Führer" zu leben, der die "perfekte Welt" verspricht und das Gegenteil davon beabsichtigt und umsetzt.
.


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#48

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 18:40
von Freienhagener | 3.865 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #44

Genau das ist das gewünschte Prinzip, Brot und Spiele. Den Normalverbraucher satt machen, wenigstens soweit, daß er das
Maul hält, und schon vergißt er ganz schnell, daß es Míllionen gibt, denen es schlecht geht.
Staatlich gewünschter Egoismus ist das, mit vorgegaukeltem Überfluß erreicht.
Hauptsache ICH, ICH, ICH !



Wenn ein Arbeiter/Angestellter dem Kapitalisten so viel abtrotzt, daß es ihm besser geht, als in sozialistischen Verhältnissen, so müßte auch ein Sozialist das gut finden. Für seine Arbeit möglichst viel herauszuschlagen ist doch kein Egoismus.

Von daher hatten die DDR-Oberen "Brot und Spiele" nötiger. Deshalb Sozialleistungen mehr als die Wirtschaft verkraften konnte, quasi auf Pump und die Spiele kennen wir.

Bedenklich ist heute das Jammern auf hohem Niveau - insbesondere von Leuten, die gar nicht zum "Präkariat" gehören


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 08.05.2014 18:44 | nach oben springen

#49

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 18:43
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #46
Zitat von Barbara im Beitrag #41

Wieso "Schweigegeld / Stillhaltegeld"?

Woher weißt du, was und wie Empfänger von Sozialleistungen tun und reden oder nicht?
Woher weißt du, ob sie sich nicht selbst engagieren? Politisch oder sozial?
Wieso wird ihnen immer unterstellt sie wären ausschließlich ein "Almosen"-empfangendes, fremd-bestimmtes, undefiniertes Klientel, das einen Maulkorb verpasst bekommen hat?


Weil ich ein paar solche Fälle kennengelernt habe in meiner damaligen beruflichen Tätigkeit. Alleinerziehende, Familien mit Kindern,
sogar Akademiker !
Es können sich nicht Zehntausende irgendwo angagieren, und ich unterstelle ihnen auch nicht,

Zitat
ein "Almosen"-empfangendes, fremd-bestimmtes, undefiniertes Klientel, das einen Maulkorb verpasst bekommen hat

zu sein.
Es ist aber nicht von der Hand zu weisen, daß bei Zusammenkürzung der Hilfen auf Leistungshöhen, wie sie teilweise im Ausland
gezahlt werden, zu Unruhen führen könnten.
Insofern ist es "Schweigegeld".
.




OT

Empfinden die Leistungsempfänger, die du kennst, die staatlichen Leistungen als "Schweigegeld"?


Die, die ich kenne, empfinden sie als zu Recht zugewandte Leistungen und beklagen z.T. lediglich, dass es zu wenig sei, das sagen sie allerdings mitunter lautstark.


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#50

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 18:44
von Heckenhaus | 5.142 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #48


Wenn ein Arbeiter/Angestellter dem Kapitalisten so viel abtrotzt, daß es ihm besser geht, als in sozialistischen Verhältnissen, so müßte auch ein Sozialist das gut finden. Für seine Arbeit möglichst viel herauszuschlagen ist doch kein Egoismus.

Von daher hatten die DDR-Oberen "Brot und Spiele" nötiger. Deshalb Sozialleistungen mehr als die Wirtschaft verkraften konnte, quasi auf Pump und die Spiele kennen wir.


Entsprechend # 44 zu kurz gedacht mit der Antwort.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#51

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 18:46
von Freienhagener | 3.865 Beiträge

Sorry, ich habe oben im Nachhinein ergänzt:

Zitat von Freienhagener im Beitrag #48

Bedenklich ist heute das Jammern auf hohem Niveau - insbesondere von Leuten, die gar nicht zum "Präkariat" gehören


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#52

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 18:51
von Heckenhaus | 5.142 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #49


Empfinden die Leistungsempfänger, die du kennst, die staatlichen Leistungen als "Schweigegeld"?


Die, die ich kenne, empfinden sie als zu Recht zugewandte Leistungen und beklagen z.T. lediglich, dass es zu wenig sei, das sagen sie allerdings mitunter lautstark.




Nein, sie sind von Herzen dankbar für die Errungenschaften des Kapitalismus. Ironie aus !

Für die Betroffenen ist es eine Überlebenshilfe, sie sind meist ganz besoffen vor Dank, nicht vom Alkohol, wie BILD immer so schön suggeriert.
Für die Politik ist es Schweigegeld, gezahlt, um sozialen Frieden zu halten, einen trügerischen Frieden.

Wenn dir dieses System natürlich zusagt, und es hat den Anschein, dann werde glücklich damit. Für meine Begriffe ist es ein Trauerspiel
mit gefälschten Zahlen und Statistiken. Aber das ist nicht strafbar, sondern sogar verordnet.
Oder warum zählen Hartz IV-Empfänger nicht zu den Arbeitslosen, obwohl sie es ebenfalls sind ?
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#53

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 18:56
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Ein ganz schönes verbales Hauen & Stechen hier.

Führer hin, Führer her; so ganz wirklich will wohl niemand so etwas. Ich denke, dass der vermeintliche Wunsch nach einem sogenannten Führer viel mehr den Wunsch nach stabilen gesellschaftspolitischen Verhältnissen darstellt (die Bekloppten von der braunen Scheiße lasse ich mal außen vor).

Und noch etwas: Mehrfach wurden hier Hartz 4-Empfänger erwähnt und über deren Denken/Handeln sinniert. Wer von euch war oder ist denn ALG 2-Empfänger und kann aus eigenem Fühlen etwas wirklich Profundes ins Feld führen?


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


zuletzt bearbeitet 08.05.2014 18:57 | nach oben springen

#54

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 19:03
von Freienhagener | 3.865 Beiträge

Manche kommen ohne eine "starke Hand", die ihnen vorgibt, wo es lang geht, nicht aus und brauchen eine autoritäre Führung.
Da gleichen sich Links- und Rechtsaußen.

Nicht von ungefähr sind Einige ganz schnell von einem zum anderen Extrem gewechselt.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#55

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 19:07
von Heckenhaus | 5.142 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #54
Manche kommen ohne eine "starke Hand", die ihnen vorgibt, wo es lang geht, nicht aus und brauchen eine autoritäre Führung.
Da gleichen sich Links- und Rechtsaußen.

Nicht von ungefähr sind Einige ganz schnell von einem zum anderen Extrem gewechselt.

Jetzt hast du die vergessen, die weder noch sind.

Im Übrigen stimme ich HG19801zu

Zitat
Führer hin, Führer her; so ganz wirklich will wohl niemand so etwas. Ich denke, dass der vermeintliche Wunsch nach einem sogenannten Führer viel mehr den Wunsch nach stabilen gesellschaftspolitischen Verhältnissen darstellt (die Bekloppten von der braunen Scheiße lasse ich mal außen vor).



.


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„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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#56

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 19:11
von Freienhagener | 3.865 Beiträge

Erstens habe ich die Mehrheit nicht vergessen, sprach von "Manchen".

Und daß "niemand so was will" stimmt nicht, wie wir alle wissen.

Es ist eine lautstarke Minderheit, die wir alle kennen. Ohne diese hätte der hiesige Thread keinen Sinn.
(daß es diese Erscheinung nur in Österreich gibt, wird Keiner behaupten wollen).


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 08.05.2014 19:14 | nach oben springen

#57

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 19:28
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von HG19801 im Beitrag #53
Führer hin, Führer her; so ganz wirklich will wohl niemand so etwas. Ich denke, dass der vermeintliche Wunsch nach einem sogenannten Führer viel mehr den Wunsch nach stabilen gesellschaftspolitischen Verhältnissen darstellt (die Bekloppten von der braunen Scheiße lasse ich mal außen vor).

In diesem Lichte verwundern die Ergebnisse der eingangs erwähnte Umfrage noch viel mehr. Vermutlich ist Österreich eines der gesellschaftspolitisch stabilsten Länder.
Wie ich in diesem Forum gelernt habe, muss es in Österreich noch viel stabiler sein als in Deutschland - bei euch scheint es ja drunter und drüber zu gehen wenn ich mir hier so manche Posts ansehe.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#58

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 19:44
von Barbara (gelöscht)
avatar

Zitat von HG19801 im Beitrag #53
Ein ganz schönes verbales Hauen & Stechen hier.

Führer hin, Führer her; so ganz wirklich will wohl niemand so etwas. Ich denke, dass der vermeintliche Wunsch nach einem sogenannten Führer viel mehr den Wunsch nach stabilen gesellschaftspolitischen Verhältnissen darstellt (die Bekloppten von der braunen Scheiße lasse ich mal außen vor).

Und noch etwas: Mehrfach wurden hier Hartz 4-Empfänger erwähnt und über deren Denken/Handeln sinniert. Wer von euch war oder ist denn ALG 2-Empfänger und kann aus eigenem Fühlen etwas wirklich Profundes ins Feld führen?




fett:
und deshalb muss man immer wieder laut und deutlich sagen, gerade denen, die dazu neigen, in autoritären Verhältnissen Lösungen für ihre zumeist persönlichen Probleme zu suchen:

ein sog. "Führer" schafft keine stabilen gesellschaftspolitischen Verhältnisse. Das ist eine kindliche Illusion mit fatalen Folgen.


----------------------------------

Ich habe mal Sozialhilfe empfangen als nichts mehr ging und zweimal Arbeitslosengeld. Auch dank der engagierten und kundigen Mithilfe eines Angestellten der Arbeitsagentur bin ich seit fast 10 Jahren Freiberufler, konnte somit per Steuern in den Solidarfonds zurück bezahlen und finde richtig, dass von meinen Steuergeldern anderen Leute dasselbe zu Gute kommt.
.


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#59

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 20:09
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #58
... und deshalb muss man immer wieder laut und deutlich sagen, gerade denen, die dazu neigen, in autoritären Verhältnissen Lösungen für ihre zumeist persönlichen Probleme zu suchen:

ein sog. "Führer" schafft keine stabilen gesellschaftspolitischen Verhältnisse. Das ist eine kindliche Illusion mit fatalen Folgen.


----------------------------------

Ich habe mal Sozialhilfe empfangen als nichts mehr ging und zweimal Arbeitslosengeld.
Nun, dann kannst du - wie ich - aus eigener Erfahrung mitreden.

Dennoch, auch wenn man in seiner Miesere wütend, verzweifelt oder sonst etwas ist, eine Heilssuche im Führertum à la Adolf Hitler (ich nenne die verklärten Sehnsüchte mal unumwunden beim Namen) ist die denkbar schlechteste politische Lösung.

... dafür bedarf es keiner historischen oder sonst welcher Beweisführungen.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#60

RE: Österreicher haben "Führer-Sehnsucht"

in Themen vom Tage 08.05.2014 20:24
von eisenringtheo | 9.174 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #58
(...)

ein sog. "Führer" schafft keine stabilen gesellschaftspolitischen Verhältnisse. Das ist eine kindliche Illusion mit fatalen Folgen.

(...)
.




Absolute Monarchien und Diktaturen sind im allgemeinen sehr stabil, da jegliche Proteste frühzeitig und umfassend unterbunden werden können. Das schätzen vor allem die ausländischen "Verbündeten". In der Vergangenheit hatte die USA in ihren Einflussgebieten lieber Diktatoren als Demokraten an der Staatsspitze und die Sowjetunion hatte jegliche demokratische Regung augenblicklich unterbunden (1953, 1956, 1968). Noch 2013 hatte die USA kein Problem mit dem Militärputsch in Ägypten. Und sollte die gestern abgesetzte Ministerpräsidentin und Verteidigungsministerin von Thailand, Yingluck Shinawatra, doch an der Macht bleiben wollen, hätte die USA mit einem allfälligen Staatsstreich (dem 14. in der Geschichte Thailands!) auch kein Problem.
http://www.nzz.ch/aktuell/international/...etzt-1.18297591
Theo


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