#221

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.04.2014 10:00
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #220
Ich blaffe ihn nicht an, aber ich nehme mir das Recht heraus zu sagen was ich denke und dazu gehört halt auch über die Wirkung bestimmter undifferenzierter Aussagen nachzudenken!



Da hat er völlig recht,der Felix,dass macht ja auch erst den Sinn eines solchen Forums aus.UND mit etwas Glück kann man sogar noch etwas dabei dazu lernen.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#222

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.04.2014 19:43
von Merkur | 1.021 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #194
Naja, aufeinander einhacken brauchen wir ja nicht, auf meine Frage zur Praxis der flächendeckenden inoffiziellen Mitarbeiter-Werbung habe ich leider ja noch keine richtige Antwort bekommen,


Dann sollst Du eine Antwort haben. Flächendeckend ist relativ und sicher gab es Unterschiede im Territorium der DDR. Will damit sagen, in der Hauptstadt war die IM-Dichte aufgrund der dortigen operativen Schwerpunkte (geteilte Stadt, Botschaften, Ministerien usw.) ganz sicher eine andere als im agrargeprägten Bezirk Neubrandenburg. Daher hält die Pauschalaussage einer "flächendeckenden Überwachung" für das gesamte Territorium der DDR einer tiefergehenden Betrachtung kaum stand. Zahlenbeispiel:
Der Kreis Röbel im Bez. Neubrandenburg hatte 1989 insgesamt 17.536 Einwohner. Die Kreisdienststelle für Staatssicherheit Röbel hatte im Jahr 1989 einen Bestand von 164 IM und GMS, die sich wie folgt aufteilten: 83 IMS, 1 IMB, 4 IME, 5 FIM, 25 IMK/KW (Inhaber konspirativer Wohnungen), 2 IMK/DA (Deckadresse), 44 GMS. Für die reine operative Arbeit der KD blieben nicht einmal 90 IM und 44 GMS auf 17.536 Einwohner. Flächendeckend ist das m. E. nicht.
Auch die Werbung von IM erfolgte nicht flächendeckend. Entscheidend war die operative Notwendigkeit in den Schwerpunkten. Es machte keinen Sinn und es war uneffektiv, IM "auf Masse" zu werben.
Und nun kannst Du mich begründet und nachvollziehbar vom Gegenteil überzeugen.



passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.04.2014 19:48 | nach oben springen

#223

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.04.2014 20:19
von Merkur | 1.021 Beiträge

Zitat von WernerHolt im Beitrag #128
Zitat von passport im Beitrag #55



Sehe ich nicht so ! Mitarbeiter der Passkontrolle, u.a. die OKE, führten keine IM. Dh. MA aus dieser Personengruppe haben keine Erfahrung von Lenkung, Anleitung und Führung von IM.
Einzelne Referate der HA / Abt.VI haben IM geführt.

passport


beim nachvollziehen der gestrigen diskussion haben sich bei mir noch zwei fragen auf getan.
fett: welche referate waren das?wozu wurden dort IMs geführt?

besten dank!




Ich beschreibe es mal ganz grob:
Die Linie VI war neben der Passkontrolle auch für die Interhotels, den Tourismus, die Abwehr bei der Zollverwaltung der DDR und für die Aufklärung der westlichen GÜSt zuständig. Bis zur Gründung der ZKG war die Linie VI auch federführend für die operative Bearbeitung der Ausschleusung und des Menschenhandels verantwortlich. Das waren Aufgaben, die mit der Unterstützung von IM realisiert wurden.



passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#224

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.04.2014 20:38
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat
Auch die Werbung von IM erfolgte nicht flächendeckend. Entscheidend war die operative Notwendigkeit in den Schwerpunkten.



Das würde ich an Hand meines Falles auch so bestätigen.
Das ich geworben wurde, hatte sicherlich nicht, oder möglicherweise garnicht, den Grund, dass ist als Kader galt, sondern beim ersten Treffen wurde mir meine Aufgabe gezielt vermittelt.
Zu der Zeit war ich gerade ins 1.Lehrjahr eingetreten, man wusste offenbar also genau wo man mich drauf ansetzte, nämlich auf einen Kollegen der bereits ein Jahr Lehrzeit hinter sich hatte.
Ich wurde also vermutlich sehr gezielt geworben, ein Glücksfall ausgerechnet einen wie mich in der Nähe eines Menschen zu haben, der einer unliebsamen Gruppe angehört.
Wer sich ein wenig mit der Punkbewegung der 80er in der DDR beschäftigt, der wird feststellen wie verhasst die Punker beim Staat waren.
Salopp gesagt, Assoziale -manche/wenige waren das tatsächlich-, die westliche Ideologien in die DDR hinein tragen und die Jugend damit vergiften.
Das war in etwa aus heutiger Sicht, meiner Sicht, der Tenor des Staates, darum wollte man diese Gruppen, bis dahin gabs nur Gruppen und eine Art Ortsverbände, unterwandern und auflösen.
Ich glaube aber nicht das man das geschafft hätte, die Beatbewegung konnte man auch nicht stoppen, auch wenn der Punk nicht die Dimensionen erreichte, gänzlich beseitigen daraus wäre wohl nichts geworden.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
ABV und Ostlandritter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#225

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.05.2014 16:23
von Merkur | 1.021 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #166
Das größte Übel der Stasi allerdings, und das schrieb ich bereits, war die flächendeckende Nötigung infrage kommender Menschen, sie als Werkzeuge zu benutzen und deren Gewissen teilweise lebenslang zu missbrauchen! Und ob Ihr heute mit jenen in den Urlaub fahrt, oder die Katze hat ein Gewehr, ändert nichts an dieser stasispezifischen menschenverachtenden Vereinnahmungspolitik.

VG Klaus



Dir zum Verständnis @ Hufklaus möchte ich einmal einen langjährigen IM aus dem journalistischen Bereich zitieren:

"Der Mann, der eines Tages an unserer Wohnungstür klingelte, konnte auf den ersten Blick als Versicherungsvertreter durchgehen. Daß er keiner war, machte der an ledernem Band befestigte Ausweis deutlich - dieser wies ihn als Mitarbeiter des MfS aus. Alfred S., wie er sich vorstellte, kam ohne Umschweife auf sein Anliegen zu sprechen. Auf die politische Situation verweisend, in der sich die DDR befand, fragte er, ob ich bereit sei, das Ministerium für Staatssicherheit zu unterstützen.(...) Alfred S. konnte auf langatmige Überzeugungsarbeit verzichten. Wir bekundeten, durchaus bereit zu sein, den uns möglichen Beitrag zur Sicherung unseres Staates zu leisten, eingeschränkt lediglich dadurch, daß wir prüfen müßten, was uns im einzelnen abverlangt werde. Unser Besucher betonte, daß sein Begehren keinesfalls mit irgendwelchen Nachdruck verbunden sein werde. Die inzwischen, nach vollzogener Konterrevolution, nicht selten praktizierte Methode, eigene Tätigkeit für dieses Ministerium als "unter Druck" zustande gekommen zu entschuldigen (und damit die "Erpresser" zu diskriminieren), halte ich für so lächerlich wie verlogen.(...)
Wenn ich einen Schlußstrich unter meine IM-Tätigkeit ziehe, bleibt mir vor allem als Erinnerung, die ich nicht missen möchte, der Schulterschluß mit untadeligen, mir politisch wie menschlich nahestehenden Genossen, die als Offiziere des MfS meine Partner waren beim gemeinsamen Bemühen, unseren Staat zu schützen."

Da ist nichts mit "Nötigung infrage kommender Menschen, sie als Werkzeuge zu benutzen und deren Gewissen teilweise lebenslang zu missbrauchen."
Vielmehr berichtet hier ein IM, der freiwillig aus Überzeugung für seinen Staat mit Mitarbeitern des MfS, die ihm Partner waren, zusammenarbeitete.



passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#226

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.05.2014 16:28
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von Merkur im Beitrag #225
Zitat von Hufklaus im Beitrag #166
Das größte Übel der Stasi allerdings, und das schrieb ich bereits, war die flächendeckende Nötigung infrage kommender Menschen, sie als Werkzeuge zu benutzen und deren Gewissen teilweise lebenslang zu missbrauchen! Und ob Ihr heute mit jenen in den Urlaub fahrt, oder die Katze hat ein Gewehr, ändert nichts an dieser stasispezifischen menschenverachtenden Vereinnahmungspolitik.

VG Klaus



Dir zum Verständnis @ Hufklaus möchte ich einmal einen langjährigen IM aus dem journalistischen Bereich zitieren:

"Der Mann, der eines Tages an unserer Wohnungstür klingelte, konnte auf den ersten Blick als Versicherungsvertreter durchgehen. Daß er keiner war, machte der an ledernem Band befestigte Ausweis deutlich - dieser wies ihn als Mitarbeiter des MfS aus. Alfred S., wie er sich vorstellte, kam ohne Umschweife auf sein Anliegen zu sprechen. Auf die politische Situation verweisend, in der sich die DDR befand, fragte er, ob ich bereit sei, das Ministerium für Staatssicherheit zu unterstützen.(...) Alfred S. konnte auf langatmige Überzeugungsarbeit verzichten. Wir bekundeten, durchaus bereit zu sein, den uns möglichen Beitrag zur Sicherung unseres Staates zu leisten, eingeschränkt lediglich dadurch, daß wir prüfen müßten, was uns im einzelnen abverlangt werde. Unser Besucher betonte, daß sein Begehren keinesfalls mit irgendwelchen Nachdruck verbunden sein werde. Die inzwischen, nach vollzogener Konterrevolution, nicht selten praktizierte Methode, eigene Tätigkeit für dieses Ministerium als "unter Druck" zustande gekommen zu entschuldigen (und damit die "Erpresser" zu diskriminieren), halte ich für so lächerlich wie verlogen.(...)
Wenn ich einen Schlußstrich unter meine IM-Tätigkeit ziehe, bleibt mir vor allem als Erinnerung, die ich nicht missen möchte, der Schulterschluß mit untadeligen, mir politisch wie menschlich nahestehenden Genossen, die als Offiziere des MfS meine Partner waren beim gemeinsamen Bemühen, unseren Staat zu schützen."

Da ist nichts mit "Nötigung infrage kommender Menschen, sie als Werkzeuge zu benutzen und deren Gewissen teilweise lebenslang zu missbrauchen."
Vielmehr berichtet hier ein IM, der freiwillig aus Überzeugung für seinen Staat mit Mitarbeitern des MfS, die ihm Partner waren, zusammenarbeitete.






Kannste mal eine Quellenangabe machen? Ist eigentlich so üblich.......Danke!


Intellektuelle spielen Telecaster
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#227

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.05.2014 16:33
von WernerHolt (gelöscht)
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #226


Kannste mal eine Quellenangabe machen? Ist eigentlich so üblich.......Danke!


wozu glaubt doch eh keiner?


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.05.2014 16:34 | nach oben springen

#228

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.05.2014 16:35
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Merkur im Beitrag #225
Zitat von Hufklaus im Beitrag #166
Das größte Übel der Stasi allerdings, und das schrieb ich bereits, war die flächendeckende Nötigung infrage kommender Menschen, sie als Werkzeuge zu benutzen und deren Gewissen teilweise lebenslang zu missbrauchen! Und ob Ihr heute mit jenen in den Urlaub fahrt, oder die Katze hat ein Gewehr, ändert nichts an dieser stasispezifischen menschenverachtenden Vereinnahmungspolitik.

VG Klaus



Dir zum Verständnis @ Hufklaus möchte ich einmal einen langjährigen IM aus dem journalistischen Bereich zitieren:

"Der Mann, der eines Tages an unserer Wohnungstür klingelte, konnte auf den ersten Blick als Versicherungsvertreter durchgehen. Daß er keiner war, machte der an ledernem Band befestigte Ausweis deutlich - dieser wies ihn als Mitarbeiter des MfS aus. Alfred S., wie er sich vorstellte, kam ohne Umschweife auf sein Anliegen zu sprechen. Auf die politische Situation verweisend, in der sich die DDR befand, fragte er, ob ich bereit sei, das Ministerium für Staatssicherheit zu unterstützen.(...) Alfred S. konnte auf langatmige Überzeugungsarbeit verzichten. Wir bekundeten, durchaus bereit zu sein, den uns möglichen Beitrag zur Sicherung unseres Staates zu leisten, eingeschränkt lediglich dadurch, daß wir prüfen müßten, was uns im einzelnen abverlangt werde. Unser Besucher betonte, daß sein Begehren keinesfalls mit irgendwelchen Nachdruck verbunden sein werde. Die inzwischen, nach vollzogener Konterrevolution, nicht selten praktizierte Methode, eigene Tätigkeit für dieses Ministerium als "unter Druck" zustande gekommen zu entschuldigen (und damit die "Erpresser" zu diskriminieren), halte ich für so lächerlich wie verlogen.(...)
Wenn ich einen Schlußstrich unter meine IM-Tätigkeit ziehe, bleibt mir vor allem als Erinnerung, die ich nicht missen möchte, der Schulterschluß mit untadeligen, mir politisch wie menschlich nahestehenden Genossen, die als Offiziere des MfS meine Partner waren beim gemeinsamen Bemühen, unseren Staat zu schützen."

Da ist nichts mit "Nötigung infrage kommender Menschen, sie als Werkzeuge zu benutzen und deren Gewissen teilweise lebenslang zu missbrauchen."
Vielmehr berichtet hier ein IM, der freiwillig aus Überzeugung für seinen Staat mit Mitarbeitern des MfS, die ihm Partner waren, zusammenarbeitete.





@Merkur, richtig die gab es ! Aber auch leider die Anderen, das mal so neben bei und diese werte ich nie in meinen Leben vergessen! Weil das Lumpen waren und heute so tun als wäre der böse MfS Schuld, der sie gezwungen hatte, alleine hätten wir das nie gemacht! Wer es glaubt!
Grüsse steffen52


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#229

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.05.2014 16:36
von Merkur | 1.021 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #226



Kannste mal eine Quellenangabe machen? Ist eigentlich so üblich.......Danke![/quote]

Oh, hatte ich vergessen: IMB "Tasso": Autobiografische Notizen, Rückblick und Besinnung"



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#230

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.05.2014 20:59
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von Merkur im Beitrag #225
Zitat von Hufklaus im Beitrag #166
Das größte Übel der Stasi allerdings, und das schrieb ich bereits, war die flächendeckende Nötigung infrage kommender Menschen, sie als Werkzeuge zu benutzen und deren Gewissen teilweise lebenslang zu missbrauchen! Und ob Ihr heute mit jenen in den Urlaub fahrt, oder die Katze hat ein Gewehr, ändert nichts an dieser stasispezifischen menschenverachtenden Vereinnahmungspolitik.

VG Klaus



Dir zum Verständnis @ Hufklaus möchte ich einmal einen langjährigen IM aus dem journalistischen Bereich zitieren:

"Der Mann, der eines Tages an unserer Wohnungstür klingelte, konnte auf den ersten Blick als Versicherungsvertreter durchgehen. Daß er keiner war, machte der an ledernem Band befestigte Ausweis deutlich - dieser wies ihn als Mitarbeiter des MfS aus. Alfred S., wie er sich vorstellte, kam ohne Umschweife auf sein Anliegen zu sprechen. Auf die politische Situation verweisend, in der sich die DDR befand, fragte er, ob ich bereit sei, das Ministerium für Staatssicherheit zu unterstützen.(...) Alfred S. konnte auf langatmige Überzeugungsarbeit verzichten. Wir bekundeten, durchaus bereit zu sein, den uns möglichen Beitrag zur Sicherung unseres Staates zu leisten, eingeschränkt lediglich dadurch, daß wir prüfen müßten, was uns im einzelnen abverlangt werde. Unser Besucher betonte, daß sein Begehren keinesfalls mit irgendwelchen Nachdruck verbunden sein werde. Die inzwischen, nach vollzogener Konterrevolution, nicht selten praktizierte Methode, eigene Tätigkeit für dieses Ministerium als "unter Druck" zustande gekommen zu entschuldigen (und damit die "Erpresser" zu diskriminieren), halte ich für so lächerlich wie verlogen.(...)
Wenn ich einen Schlußstrich unter meine IM-Tätigkeit ziehe, bleibt mir vor allem als Erinnerung, die ich nicht missen möchte, der Schulterschluß mit untadeligen, mir politisch wie menschlich nahestehenden Genossen, die als Offiziere des MfS meine Partner waren beim gemeinsamen Bemühen, unseren Staat zu schützen."

Da ist nichts mit "Nötigung infrage kommender Menschen, sie als Werkzeuge zu benutzen und deren Gewissen teilweise lebenslang zu missbrauchen."
Vielmehr berichtet hier ein IM, der freiwillig aus Überzeugung für seinen Staat mit Mitarbeitern des MfS, die ihm Partner waren, zusammenarbeitete.






Gut, zu der Quelle hab ich nix gefunden. Aber der Duktus des Verfasser lässt darauf schließen, dass er selbst ein überzeugter Anhänger des Systems war/ist. Du willst jetzt aber nicht mit Dem antreten, um den Beweis zu führen, dass in der DDR NIE und unter KEINEN Umständen irgendwer vom MfS zum IM unter Druck gezwungen wurde........oder ?


Intellektuelle spielen Telecaster
zuletzt bearbeitet 07.05.2014 21:00 | nach oben springen

#231

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.05.2014 21:16
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #230
Du willst jetzt aber nicht mit Dem antreten, um den Beweis zu führen, dass in der DDR NIE und unter KEINEN Umständen irgendwer vom MfS zum IM unter Druck gezwungen wurde........oder ?


Warum denn nicht, NEIN sagen konnte man immer! In anderen Zeiten und Kulturen gingen Menschen für Ihre Überzeugungen in den Tod, dieses Schicksal hätte wohl keinem Verweigerer gedroht.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#232

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.05.2014 21:20
von Gelöschtes Mitglied
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Immer schön wie man alles so erklären kann, um vom Thema abzulenken! Gelernt ist gelernt, das vergisst man nicht!!
Grüsse steffen52


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#233

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.05.2014 21:23
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Warum ablenken? Thema der Antwort war IM und bezog sich direkt auf die zuvor gestellte Frage!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#234

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.05.2014 21:25
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #231
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #230
Du willst jetzt aber nicht mit Dem antreten, um den Beweis zu führen, dass in der DDR NIE und unter KEINEN Umständen irgendwer vom MfS zum IM unter Druck gezwungen wurde........oder ?


Warum denn nicht, NEIN sagen konnte man immer! In anderen Zeiten und Kulturen gingen Menschen für Ihre Überzeugungen in den Tod, dieses Schicksal hätte wohl keinem Verweigerer gedroht.


Sicher, aber darum geht es mir nicht. Übrigens.....der Hinweis zB." Wir können auch dafür sorgen, das ihnen ihre Kinder weggenommen werden....." wäre wohl für die Meisten "Schicksal" genug gewesen................


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#235

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.05.2014 21:27
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Feliks D. im Beitrag #233
Warum ablenken? Thema der Antwort war IM und bezog sich direkt auf die zuvor gestellte Frage!

@Feliks D., man kann doch einfach mit ja antworten, das gab es! Wen man es will, das setzt es natürlich voraus!
Grüsse steffen52


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#236

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.05.2014 21:31
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #234
Sicher, aber darum geht es mir nicht. Übrigens.....der Hinweis zB." Wir können auch dafür sorgen, das ihnen ihre Kinder weggenommen werden....." wäre wohl für die Meisten "Schicksal" genug gewesen................


Gibt es denn für diese Vorgehensweise Hinweise in den Akten? Nein hätte man immer noch sagen können, Druck muss man also auch annehmen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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zuletzt bearbeitet 07.05.2014 21:32 | nach oben springen

#237

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.05.2014 21:48
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #236
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #234
Sicher, aber darum geht es mir nicht. Übrigens.....der Hinweis zB." Wir können auch dafür sorgen, das ihnen ihre Kinder weggenommen werden....." wäre wohl für die Meisten "Schicksal" genug gewesen................


Gibt es denn für diese Vorgehensweise Hinweise in den Akten? Nein hätte man immer noch sagen können, Druck muss man also auch annehmen.


Kannst du beweisen, dass es nicht so war?


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#238

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.05.2014 21:51
von passport | 2.639 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #237
Zitat von Feliks D. im Beitrag #236
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #234
Sicher, aber darum geht es mir nicht. Übrigens.....der Hinweis zB." Wir können auch dafür sorgen, das ihnen ihre Kinder weggenommen werden....." wäre wohl für die Meisten "Schicksal" genug gewesen................


Gibt es denn für diese Vorgehensweise Hinweise in den Akten? Nein hätte man immer noch sagen können, Druck muss man also auch annehmen.


Kannst du beweisen, dass es nicht so war?


@Schuddelkind


Das war doch Dein Beitrag ! Du bist in der Beweispflicht !


passport


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#239

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.05.2014 21:53
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #235
Zitat von Feliks D. im Beitrag #233
Warum ablenken? Thema der Antwort war IM und bezog sich direkt auf die zuvor gestellte Frage!

@Feliks D., man kann doch einfach mit ja antworten, das gab es! Wen man es will, das setzt es natürlich voraus!
Grüsse steffen52


Davor sollte man vielleicht darüber reden was man als Druck bezeichnen möchte.

XYZ begeht eine Straftat und hat dafür die entsprechenden Konsequenzen zu erwarten. Zufällig bewegt sich XYZ in Kreisen in denen das MfS gewisse Informationen erlangen möchte und erhält nun das Angebot entsprechend der rechtlichen Rahmenbedingungen einen Teil oder die Gesamtsstrafe erlassen zu bekommen, als Gegenleistung dafür werden entsprechende Informationen erwartet.

XYZ kann nun JA sagen und auf das Angebot eingehen, oder er kann NEIN sagen und die für seine Straftat zu erwartende Strafe annehmen.

Ist das jetzt für Dich Druck oder ein Angebot? Ich würde es als Angebot bezeichnen, denn für die erwartete Strafe ist ja sein eigenes Verhalten ursächlich und nicht die abgelehnte Werbung als IM, auch wenn sich solche Personen heute gerne als Opfer darstellen würden.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 07.05.2014 21:58 | nach oben springen

#240

RE: Informelle Mitarbeiter

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.05.2014 21:57
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #237
Kannst du beweisen, dass es nicht so war?


Muss ich nicht, denn für gewöhnlich muss der Ankläger seine Behauptungen beweisen! Das war schon im Sozialismus so und soll auch heute im Rechtsstaat nicht anders gehandhabt werden.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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zuletzt bearbeitet 07.05.2014 21:58 | nach oben springen


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