#41

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 20:59
von utkieker | 2.916 Beiträge

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #32

Ja, @Lutze , die die leider in die Situation kamen schießen zu sollen und nicht oder daneben geschossen haben...sind Helden. Und genauso sind die Verweigerer respektive Spatensoldaten, Helden.

@steffen52 , du trittst hier schon als Regimekritiker auf...das ist auch dein gutes Recht. Nur dann lass auch mal Kritik zu...du warst Grenzer und hast dem dir heute so verhasstem Regime gedient. Und mit 19/20 ´sollte man wissen was man tut....sicher nicht in aller Konsequenz aber...


Rot: Vergesst nicht zu erwähnen, daß wir auch den Arsch hingehalten hätten, um den Frieden mit der Waffe in der Hand zu verteidigen - für Spatensoldaten, Verweigerer und sonstige "Helden", die gerne von Frieden schwätzen!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
DoreHolm, damals wars, hundemuchtel 88 0,5 und suentaler haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#42

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 21:01
von manudave | 390 Beiträge

Frieden? Vor welchem Angreifer denn?


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#43

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 21:04
von Pit 59 | 10.131 Beiträge

Rot: Vergesst nicht zu erwähnen, daß wir auch den Arsch hingehalten hätten, um den Frieden mit der Waffe in der Hand zu verteidigen - für Spatensoldaten, Verweigerer und sonstige "Helden", die gerne von Frieden schwätzen!

Gruß Hartmut!

Na Hartmut,da sind wohl noch einige Phrasen aus dem Politunterricht auf der Uffz-Schule hängengeblieben


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#44

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 21:05
von utkieker | 2.916 Beiträge

Zitat von manudave im Beitrag #42
Frieden? Vor welchem Angreifer denn?

Ich sprach davon, daß wir es getan hätten, war aber Gott sei Dank nicht nötig!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#45

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 21:11
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von steffen52 im Beitrag #40

@Moskwitschka, siehste und schon schließt sich der Kreis! Sind wir doch alle wieder auf die Füsse gefallen und lassen den lieben Gott einen frommen Mann sein, der uns alle egal was wir waren oder sind beschützt! Er hat so viel Sachen nicht unterbunden oder wenigstens bestraft und nun denke ich es hat nicht jeder Unrecht getan, wen doch , dann bekommt er seine Strafe noch (Gottes Mühlen mahlen langsam, aber gerecht)!
Grüsse steffen52


Das muss ich jetzt nicht verstehen. Ich hatte und habe nie was mit dem lieben Gott zu tun. Und Strafe? Wer soll bestraft werden?

Eines ist jedoch Gewíss. Spätestens in der Sterbephase holen uns unsere Erinnerungen ein - und das sind weltliche Erfahrungen. Ich wünsche jedem einzelnen, dass sich dann ein vorurteilsfreier und nicht wertender Zuhörer findet. Da kann dann Demenz schon ein Segen sein, wenn sie einen in frühen Jahren ereilt.

LG von der Moskwitschka


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#46

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 21:17
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge


Ich habe keine Heldentaten vollbracht.

An einen Grenzzaun konnte ich mich nicht ketten. Soweit ist man garnicht ran gekommen.

Ausreisewilligen und Verweigerern habe ich Rückendeckung gegeben. Und wenn es nur in Gesprächskreisen unter dem Dach der Kirche war. Für viele war es schon eine große Hilfe Verständnis oder die Anerkunnung für ihr Vorhaben zu haben. Das sie keine minderwertigen Menschen - gesellschaftliche Nullen - waren, wenn sie sich gegen die DDR entschieden haben, ob nun durch Ausreiseanträge oder Wehrdienstverweigerung.

Ja und ich war feige. Als ich 1987 durch Zufall erfuhr, dass das MfS immer noch Informationen über mich sammelte, habe ich aus den Gesprächskreisen zurück gezogen. Wegen meiner Kinder. Ich hatte im wahrsten Sinne des Wortes Angst.

Wenn ich etwas bereue, dann meine Feigheit 1987.


LG von der Moskwitschka


[/quote]

@Moskwitschka

Für das rotmarkierte kannste Dir bei mir einen Freundschaftskuss abholen

Wir werden alle nicht als Helden geboren ,- und das Leben ist immer noch der beste Lehrmeister !

Ich bekenne ,- daß ich bis zu meiner Einberufung relativ unpolitisch war ,- Hippie-und Gammlerzeit waren mir wichtiger und der DDR stand ich nichtmal negativ gegenüber.
Erste Zweifel an der Stimmigkeit der Politik und der gelebten Praxis nährten mich erst während der Grundausbildung - ich schrieb wohl schon mal was drüber.
Und das Grenzregime und die Stimmung in der Bevölkerung haben mich dann langsam zu einem politischen Bürger der DDR gemacht - leider nicht im Sinne des Staates ,- geendet hat es mit meiner Ausbürgerung im Frühjahr 1989...
So gesehen war ich sicher kein Held an der Grenze ,- aber die Grenzerzeit und die Zeit danach haben mich zu dem geformt ,- was dann aus mir wurde !

Und das war gut so.....


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#47

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 21:17
von Hapedi | 1.875 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #35
Bevor wir uns einen Heiligenschein aufsetzen, sollten wir uns auch im Klaren sein, daß unser Handeln zur Festnahme oder Liquidierung von Grenzverletzern staatlicherseits gedeckt war, egal wie das Ganze ausgegangen wäre. Und das ist ganz Gewiss keine Heldentat. Nur im Fall der Nichterfüllung drohten Strafen. Der staatliche Korpsgeist bei der Vereitelung der Strafverfolgung zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte staatlichen Seins bis in die heutige Zeit. Nicht selten werden die "Kleinen" gehängt, während die "Großen" ungeschoren davon kommen.

Gruß Hartmut!



so isses und so wars und ich binn mir sicher daß damals in meinem Rudel zur Waffe gegriffen wurde . Es hieß damals immer soll ich mich für so einen nach Bautzen schaffen lassen , der genau weiß das er mit seinem Leben spielt. Und dem war auch egal was mit dir passiert wenn er durchkommt und in Freiheit ist

gruß Hapedi



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#48

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 21:20
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #45
Zitat von steffen52 im Beitrag #40

@Moskwitschka, siehste und schon schließt sich der Kreis! Sind wir doch alle wieder auf die Füsse gefallen und lassen den lieben Gott einen frommen Mann sein, der uns alle egal was wir waren oder sind beschützt! Er hat so viel Sachen nicht unterbunden oder wenigstens bestraft und nun denke ich es hat nicht jeder Unrecht getan, wen doch , dann bekommt er seine Strafe noch (Gottes Mühlen mahlen langsam, aber gerecht)!
Grüsse steffen52


Das muss ich jetzt nicht verstehen. Ich hatte und habe nie was mit dem lieben Gott zu tun. Und Strafe? Wer soll bestraft werden?

Eines ist jedoch Gewíss. Spätestens in der Sterbephase holen uns unsere Erinnerungen ein - und das sind weltliche Erfahrungen. Ich wünsche jedem einzelnen, dass sich dann ein vorurteilsfreier und nicht wertender Zuhörer findet. Da kann dann Demenz schon ein Segen sein, wenn sie einen in frühen Jahren ereilt.

LG von der Moskwitschka


@Moskwitschka, ob Du nun an Gott glaubst oder nicht, das ist nicht das Problem! Aber ich habe in meinen leben viele nicht an Gott glaubende Mitmenschen kennen gelernt die dann auf den Sterbebett nach Gott gebettelt haben( auch Genossen), warum nicht! Das wollte ich damit sagen, wen der Tag x da ist, hoffen viele und beten und hoffen!!
Grüsse steffen52


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.04.2014 21:29 | nach oben springen

#49

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 21:29
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Hat jemand von euch dieses Buch gelesen?

http://www.amazon.de/Zwischen-Mauer-Stac...n/dp/3866340109

Wenn ja...wer findet sich in der Schilderung von Raimar Richard wieder?


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#50

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 21:32
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von steffen52 im Beitrag #48

@Moskwitschka, ob Du nun an Gott glaubst oder nicht, das ist nicht das Problem! Aber ich habe in meinen leben viele nicht an Gott glaubende Mitmenschen kennen gelernt die dann auf den Sterbebett nach Gott gebettelt haben( auch Genossen), warum ich! Das wollte ich damit sagen, wen der Tag x da ist, hoffen viele und beten und hoffen!!
Grüsse steffen52


Das ist zwar reichlich OT und ich hoffe die Forengemeinde verzeiht mir meine Neugier. Aber kannst Du so ein Erlebnis mit dem nach Gott "bettelnden" Genossen erzählen? Ich kann mir das einfach nicht vorstellen. Ich gebe zu, so viele kenne ich nicht. Und die, die ich kannte und die gestorben sind, habe ich nicht so erlebt.

LG von der Moskwitschka


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#51

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 22:01
von Gelöschtes Mitglied
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@Moskwitschka, nun weiß ich nicht wie ich es Dir so richtig sagen soll und Du mir es vielleicht auch nicht so ab nimmst! Aber zu meiner Zeit der DDR, hatte ich einen Parteisekretär welcher auf den Sterbebett lag und wir einen Krankenbesuch machten, erlebt! Er sagte und diese Worte werte ich nicht vergessen, was habe ich bloß getan das Gott mich mit dieser Krankheit( Krebs) bestraft, bitte lasse es nicht geschehen, lieber Gott und wen alles gut geht werde ich in die nächste Kirche gehen und eine Kerze anzünden! Mein Chef( ein sehr strammer Genosse) hat nur ungläubig geschaut und nix dazu gesagt! Aber er sagte zu mir man muss in so einer Situation jeden Strohhalm ergreifen! Leider ist er doch kurz nach unseren Besuch verstorben! Es kam der Glaube an Gott zu spät! Nicht das Du denkst ich bin ein stark gläubiger Mensch, aber ich lasse es im Raum stehen und wer sehr an etwas glaubt den verurteile ich nicht und werde immer den Glauben anderer lassen und nicht verurteilen!
Grüsse steffen52


thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#52

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 23:37
von Moskwitschka (gelöscht)
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@steffen52

Wir schreiben meiner Meinung nach von zwei ganz unterschiedlichen Dingen - Du vom Glauben an Gott, zu dem man in größter Not ruft, was mir übrigens auch schon einmal passiert ist. Und ich - von dem Wunsch vieler Sterbender, sich noch einiges von der Seele zu reden. Und gerade das ist mir schon häufig begegnet, aber nur bei Sterbenden der Kriegsgeneration, die ihre Erlebnisse während des Krieges jahrelang mit sich rumgeschleppt haben. Manchmal auch nur kurze Momente, wo sich sich ihrer Meinung nach schuldig gemacht haben.

Bei der Nachkriegsgeneration ist mir so etwas noch nicht begegnet. Im familiären Bereich eher der Wunsch nach Versöhnung, aber das ist wieder ein anderes Thema.

Daher stellte ich mir die Frage, wie wird es sein, wenn wir sterben werden. Werden wir auch Zuhörer finden, die unseren Geschichten zuhören, die wir vielleicht noch nie erzählt haben und unbedingt noch los werden wollen? Wird es Menschen geben, die auch dem Grenzer zuhören, der mit der einen oder anderen Situation nicht klar gekommen ist. Und das muss nicht unbedingt der Gebrauch der Waffe gewesen sein.

Ich denke auch an die vielen Grenzer, die hier nicht in diesem Forum angemeldet sind. Oder auch an die die hier nur mitlesen und aus unterschiedlichen Gründen nicht schreiben. Es gibt bestimmt unzählige Erlebnisse, die einzelnen nachhängen und nie öffentlich erzählt werden, aber immer wieder den Weg in die Gedanken bei den Betreffenden suchen. Irgendwann wollen diese Gedanken auch ausgesprochen werden, weil es mehr oder weniger erleichtert. Und das ist nicht selten in der letzten Lebensphase.

Nur deswegen habe ich das Thema mit den Sterbenden angesprochen. Aber wir sind ja noch einige Jahre davon entfernt.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 26.04.2014 23:41 | nach oben springen

#53

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 23:51
von Mike59 | 7.945 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #51
@Moskwitschka, nun weiß ich nicht wie ich es Dir so richtig sagen soll und Du mir es vielleicht auch nicht so ab nimmst! Aber zu meiner Zeit der DDR, hatte ich einen Parteisekretär welcher auf den Sterbebett lag und wir einen Krankenbesuch machten, erlebt! Er sagte und diese Worte werte ich nicht vergessen, was habe ich bloß getan das Gott mich mit dieser Krankheit( Krebs) bestraft, bitte lasse es nicht geschehen, lieber Gott und wen alles gut geht werde ich in die nächste Kirche gehen und eine Kerze anzünden! Mein Chef( ein sehr strammer Genosse) hat nur ungläubig geschaut und nix dazu gesagt! Aber er sagte zu mir man muss in so einer Situation jeden Strohhalm ergreifen! Leider ist er doch kurz nach unseren Besuch verstorben! Es kam der Glaube an Gott zu spät! Nicht das Du denkst ich bin ein stark gläubiger Mensch, aber ich lasse es im Raum stehen und wer sehr an etwas glaubt den verurteile ich nicht und werde immer den Glauben anderer lassen und nicht verurteilen!
Grüsse steffen52



Mal echt jetzt? Du glaubst er hätte mit Gottes Kraft (rechtzeitig gehuldigt) die von dir genante Krebserkrankung überstanden?


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#54

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 26.04.2014 23:59
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Entweder er dachte sich wenn schon einer gehen muss dann einer von denen [Christen]... oder er war einfach nur verzweifelt wie die, die dann zu Heilpraktikern und anderen Scharlatarnen gehen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
Ostlandritter hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#55

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 00:17
von Mike59 | 7.945 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #54
Entweder er dachte sich wenn schon einer gehen muss dann einer von denen [Christen]... oder er war einfach nur verzweifelt wie die, die dann zu Heilpraktikern und anderen Scharlatarnen gehen.


Moin FD, meine Frage war wirklich einfach nur mal eine Frage zum Verständnis.
In unserem Alter begleitet man schon mal öfter einen Menschen auf den letzten Momenten. In meiner Familie hat (bisher) keiner nach Gott gerufen. Mein Vater ein "ehem" Messdiener hat sich den Besuch eines Kirchendieners zu seinem Ableben ausdrücklich verboten (heute kann ich das nachvollziehen).
Aber wir entfernen uns vom Hauptthema.


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#56

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 06:25
von manudave | 390 Beiträge

Es ist absolut nicht unüblich, dass selbst stramme Atheisten im Sterbeprozess nach Gott rufen. Wobei sich die erbetene Hoffnung meist eher in Richtung Absolution für das bisherige Leben und auf die nun folgende "Zukunft" bezieht. Und diese Hoffnung sei jedem gewährt, selbst den Genossen...


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#57

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 07:35
von damals wars | 12.130 Beiträge

Zitat von HG19801 im Beitrag #16
Also jetzt mal Butter bei die Fische oder wie das heißt. Abgesehen davon, dass Kinder wegen eines schlechten Schulzeugnisses angeblich nach "drüben" wollten (wer's glaubt soll selig werden), wurden wir immens dazu angehalten, bloß nicht die Schusswaffe in Gebrauch zu nehmen, um Grenzdurchbrüche zu verhindern oder Grenzverletzer nötigenfalls zu vernichten, was einem aktiven Schusswaffengebrauch gleichkäme.



Gab es tatsächlich, und der Schüler kam ungestraft davon, da sich die Familie für ihn stark gemacht hat (sollte unbedingt Abitur werden, wurde aber nichts!)


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#58

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 07:44
von damals wars | 12.130 Beiträge

Meine Hochachtung hatten die Familienväter, die unvertrossen in den Grenzdienst zogen, und mich immer wieder aufbauten, wenn ich aus dem Urlaub wieder auf die Kompanie kam, die Grenzer, die 9 Nachtschichten hintereinander Dienst schoben und am nächsten Tag auch wieder Grenzdienst schoben.
Und ich werde mich von keinen Kameraden distanzieren, der seinen Dienst tat, nur weil es jetzt up to date ist.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
LO-Fahrer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#59

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 09:25
von Linna | 188 Beiträge

Zitat von HG19801 im Beitrag #16
Also jetzt mal Butter bei die Fische oder wie das heißt. Abgesehen davon, dass Kinder wegen eines schlechten Schulzeugnisses angeblich nach "drüben" wollten (wer's glaubt soll selig werden), wurden wir immens dazu angehalten, bloß nicht die Schusswaffe in Gebrauch zu nehmen, um Grenzdurchbrüche zu verhindern oder Grenzverletzer nötigenfalls zu vernichten, was einem aktiven Schusswaffengebrauch gleichkäme.



Mich würde mal interessieren, welcher Jahrgang du bist und welche Motive du hast das mit den Schulkindern anzuzweifeln.



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#60

RE: stille Helden an der Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 27.04.2014 09:42
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von HG19801 im Beitrag #16
Also jetzt mal Butter bei die Fische oder wie das heißt. Abgesehen davon, dass Kinder wegen eines schlechten Schulzeugnisses angeblich nach "drüben" wollten (wer's glaubt soll selig werden), wurden wir immens dazu angehalten, bloß nicht die Schusswaffe in Gebrauch zu nehmen, um Grenzdurchbrüche zu verhindern oder Grenzverletzer nötigenfalls zu vernichten, was einem aktiven Schusswaffengebrauch gleichkäme.



moin, rot: war bei uns der Fall! Aber nicht zu meiner Dienstzeit, war ein 11 Jähriger aus einem Dorf im Grenzgebiet, er wurde vor dem GSSZ aufgegriffen. Bei der Suche kam der Befehl auf keinen Fall die Waffe zu benutzen!

gruß h.


zuletzt bearbeitet 27.04.2014 09:43 | nach oben springen



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