#141

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.09.2015 13:13
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von diefenbaker im Beitrag #139
Zitat von Alfred im Beitrag #137
... Es sei denn, es gab wirklich DIENSTLICHE Gründe. ... .


Der Streifenpolizist wird das vor Ort aber nicht beurteilen können, insoweit wäre diese Hürde erst einmal genommen.

Und ob wirklich immer eine Meldung an die BV geschickt wurde und ob wirklich immer die Konstruktion eines nachträglichen Alibis durch gute hausinterne Beziehungen ausgeschlossen war, wer kann das mit Sicherheit sagen?

Gruss Wolfgang



Wolfgang,

man musste aber immer damit rechnen, dass z.B. die Herren der Verkehrspolizei eine entsprechende Meldung absetzen. Und wenn entsprechendes dann nicht bestätigt wurde, wurde es "teuer".


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#142

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.09.2015 18:45
von B208 | 1.339 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #121
Gab es denn überhaupt K-Marken in der DDR? Ich weiß nur, dass die Kriminalpolizei ganz normale Dienstausweise besaß! K-Marken kenne ich erst seit der Wiedervereinigung. Ich kann mich aber auch irren und lasse mich gerne eines besseren belehren!

Gruß Uwe


Moin , @ABV
der Zoll versteigert z.Zt. im Auftrag des Landeskriminalamt Brandenburg original K-Marken .
Sie stellen aber immer nur eine Marke zur Zeit ein um sie teurer zu versteigern .
Gehen immer so zwischen 70-80 € weg .

Interessant auch die Bedeutung der Nummern auf den Marken .
Lt. Angaben keine Dienstnummern , sondern Ortsangaben .

Kann das jemand bestätigen ?


http://www.zoll-auktion.de unter Sonstiges und eine Aufstellung der vergebenen Nummern in der Anlage !!!

B208


ABV hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.09.2015 18:46 | nach oben springen

#143

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.09.2015 22:18
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #142
Kann das jemand bestätigen ?

Folge mal dem Link aus #123 in diesem Thread *wink*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#144

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.09.2015 22:34
von ulei mendhausen | 89 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #142
Zitat von ABV im Beitrag #121
Gab es denn überhaupt K-Marken in der DDR? Ich weiß nur, dass die Kriminalpolizei ganz normale Dienstausweise besaß! K-Marken kenne ich erst seit der Wiedervereinigung. Ich kann mich aber auch irren und lasse mich gerne eines besseren belehren!

Gruß Uwe


Moin , @ABV
der Zoll versteigert z.Zt. im Auftrag des Landeskriminalamt Brandenburg original K-Marken .
Sie stellen aber immer nur eine Marke zur Zeit ein um sie teurer zu versteigern .
Gehen immer so zwischen 70-80 € weg .

Interessant auch die Bedeutung der Nummern auf den Marken .
Lt. Angaben keine Dienstnummern , sondern Ortsangaben .

Kann das jemand bestätigen ?


http://www.zoll-auktion.de unter Sonstiges und eine Aufstellung der vergebenen Nummern in der Anlage !!!

B208

Waren das Konsummarken? Hatten wir in ein Heftchen eingeklebt und dann gab es nach dem Jahresabschluß eine kleine "Gewinnausschüttung".


ABV hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.09.2015 22:38 | nach oben springen

#145

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.09.2015 16:51
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #142
Zitat von ABV im Beitrag #121
Gab es denn überhaupt K-Marken in der DDR? Ich weiß nur, dass die Kriminalpolizei ganz normale Dienstausweise besaß! K-Marken kenne ich erst seit der Wiedervereinigung. Ich kann mich aber auch irren und lasse mich gerne eines besseren belehren!

Gruß Uwe


Moin , @ABV
der Zoll versteigert z.Zt. im Auftrag des Landeskriminalamt Brandenburg original K-Marken .
Sie stellen aber immer nur eine Marke zur Zeit ein um sie teurer zu versteigern .
Gehen immer so zwischen 70-80 € weg .

Interessant auch die Bedeutung der Nummern auf den Marken .
Lt. Angaben keine Dienstnummern , sondern Ortsangaben .

Kann das jemand bestätigen ?


http://www.zoll-auktion.de unter Sonstiges und eine Aufstellung der vergebenen Nummern in der Anlage !!!

B208


Ich habe die K-Marken nur einmal, während meiner Zeit beim " Einsatztrupp Kriminalitätsbekämpfung Strausberg" gesehen. Die Marken besaßen nur wenige auserwählte. Ich selber hatte keine, so dass ich darüber leider keine Auskunft geben kann.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#146

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.09.2015 23:03
von vs1400 | 2.389 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag RE: Die lautlosen Kämpfer - Kampfsport beim MfS
...Es gibt immer noch Dinge, über die ich nie sprechen würde, aber das betrifft im Wesentlich die inoffz. Basis. Bis auf ein paar Verräter, haben sich auch alle daran gehalten.Bis jetzt hat sich in meinem Verantwortungsbereich keiner dazu hinreißen lassen.Und das ist gut so.
Man soll sich ja immer zwei mal im Leben sehen.


hm, Signalobermaat,
mich würde es interessieren was, aus deiner sicht, ein verräter ist und wie würdest du, beim zweiten sehen, denn reagieren?

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#147

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.09.2015 21:27
von Signalobermaat | 357 Beiträge

An vs1400
Ich weiß im Moment nicht, was du mit 2.Sehen meinst, aber Verrat ist für mich eindeutig definiert.
Wenn einer über Sachverhalte und Personen gegenüber Unbefugten berichtet, zu deren Geheimhaltung er verpflichtet ist.Das mal allgemein.
Das Besondere nach der Wende in Bezug auf das MfS, war ja,daß mit einem mal Dinge, die unter strengste Geheimhaltung fielen,leider von Personen, die keine Ahnung von geheimdienstlicher Arbeit und geheimdienstlichen Zusammenhängen hatten in die Öffentlichkeit getragen , und so bekannt wurden.
Leider sehr oft fehlinterpretiert, teil bewußt, teils aus Unkenntnis.Deshalb spreche ich heut auch oft über Dinge,wie sie real gelaufen sind,denn in der Jahn Behörde liegen die Bef.,Weisungen und Dienstvorschriften aus. Für die Öffendlichkeit wieder nur Auszugsweise um Platz für Spekulationen zu lassen.
Was ich unter den jetzigen Bedingungen unter Verrat verstehe und abscheulich finde, wenn die Menschen verraten werden, die unser Vertrauen hatten, denen wir versichert haben,daß keiner von dieser Zusammenarbeit erfährt, für deren Schutz wir auch verantwortlich waren.
Völlig unverständlich wenn man sich mit diesem Verrat,auch noch persönliche Vorteile verschafft.
Es waren teilweise Personen,wo weder Ehefrau noch Kinder Kenntnis hatten,die im tiefsten Bewustsein handelten,einen Beitrag zur Sicherheit des Staates,zur Aufklärung krimineller Handlungen bis zum Schutz des Friedens im Einsatz waren.Teilweise in Gruppen arbeiteten,für die ein Menschenleben nichts Wert war.Oder die an der Aufklärung schwerer krimineller Handlungen beteiligt waren. Die Einsatzspanne ist sehr breit.
Viele Informationen, die so erarbeitet wurden konnten aus Quellenschutzgründen auch nicht verarbeitet werden.
Es sind ja nun nicht alle Quellen bekannt, zum Glück.
Aber es ist schon zuviel Unsinn und Elend durch den Verrat geschehen, Familien sind auseinandergebrochen, Nicht wenige haben sich das Leben genommen usw.
War es der Verrat wert, mit dieser moralischen Schuld muß man dann leben können.
Nun könnte ja man sagen, die IM haben auch das Vertrauen von Personen ausgenutzt.
Stimmt.
Entsheidend ist aber die Einsatzrichtung.
Beim MfS ging es immer um die Aufklärung strafbarer Handlungen in der gesamten Breite des Straf-und OWG Rechts bzw.Fehlverhaltensweisen von Personen unterhalb strafrechtlicher Relevanz und natürlich auch um Sicherheitsüberprüfungen für den Einsatz in bestimmten Funktionen. Es war ein breites Feld, was zu beackern war.
Es lag immer ein staatliches Sicherheitsinteresse vor,und kein persönliches profit- oder Vorteilsbestreben.Ich kenne zumidenstens keines und hätte auch nie meine Unterschrift gegeben, wenn es ersichtlich gewesen wäre.
Es ist für mich ein Unterschied, ob ich im staatlichen Interesse handle, oder ob ich mir private Vorteile erhoffe.
Da kann ich auch 5x darüber nachdenken, ich komme zu keinem anderen Schluß.
Ich weiß auch gar nicht, warum immer nur das MfS verteufelt wird.
Die Arbeitsmethoden der Geheimdienste sind alle gleich auf der Welt, ohne angeworbene Personen läuft nirgend etwas.
Um Pläne und Absichten meines Gegeners in Erfahrung zu bringen, brauche ich Menschen,die Zugang zu den Tresoren haben, wo diese Pläne liegen.
Oder anders gesagt,es ist doch besser, ich erfahre vorher, wo eine Terrorhandlung oder andere Straftat begangen werden soll und kann sie vorbeugend verthindern,als das später Menschenleben zu beklagen sind.
Oder simpel gesagt,ich erfahre, wo sich Leiter zum Schaden von Menschen nicht gesellschaftsgemäß verhalten, und man kann mit geeigneten Maßnahmen Schaden abwenden.
Ich weiß zu Beginn einer inoffz. Zusammenarbeit nicht, welche brisanten Informationen mir der Mann Monate oder Jahre später bringen kann, weil er vielleicht rein zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und dadurch ein großen Schaden an Gut und Menschenleben verhindert werden konnte.
Wer will von sich behaupten einschätzen zu können, guter oder böser IM, vielleicht hat der "Böse" ,der vielleicht nur über Arbeitskollegen berichtet hat ,nicht Wochen später geholfen die Entführung eines Kindes oder eines Raubüberfalles aufzuklären.
Warum hängt denn der BND,Staatsschutz, Verfassungsschutz seine IM nicht ans Schwarze Brett.Wenn das bekannt wäre, würde so mancher vielleicht seinem Nachbarn den Schädel einschlagen.
Aber die Quellen des MfS, die nichts anderes als die des BfV getan haben(Sorry mit einer Einschränkung, zur Aufklärung von ungesetzlichem Verlassen, werden sie nicht mehr beauftragt,) kann man ja an den Pranger stellen.
Ich werde zwar mit meiner Meinung bei einigen keine Sympathie erwerben, aber das in mich gesetzte Vertrauen wird nicht enttäuscht.



vs1400, Pitti53 und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#148

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.09.2015 21:45
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Wenn ein Genosse der MfS beim BND oder beim Kanzler arbeitet und dies euch berichtet ist ein guter Kundschafter.
Wenn ein Mitglied des Verfassungsschutz beim MfS oder bei E. H. arbeitet und alles seinem Arbeitgeber berichtet ist ein r.
Beide arbeiten für ihren Staat und versuchen den Feind zu schädigen.
Beide sind überzeugt für den Frieden tätig sein


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#149

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.09.2015 22:46
von Lutze | 8.034 Beiträge

Es muß nicht gleich von Verrat oder Verrätern gesprochen werden,
ich kann mir gut vorstellen,das einige MfS-Leute einfach nur ihr
Gewissen erleichtern wollten
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#150

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.09.2015 22:49
von passport | 2.633 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #149
Es muß nicht gleich von Verrat oder Verrätern gesprochen werden,
ich kann mir gut vorstellen,das einige MfS-Leute einfach nur ihr
Gewissen erleichtern wollten
Lutze



Tja @Lutze , und sowas nennt man halt Verrat !


passport


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#151

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.09.2015 22:56
von der 39. | 522 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #148
Wenn ein Genosse der MfS beim BND oder beim Kanzler arbeitet und dies euch berichtet ist ein guter Kundschafter.
Wenn ein Mitglied des Verfassungsschutz beim MfS oder bei E. H. arbeitet und alles seinem Arbeitgeber berichtet ist ein r.
Beide arbeiten für ihren Staat und versuchen den Feind zu schädigen.
Beide sind überzeugt für den Frieden tätig sein


Unumstritten, eine Einrichtung fur die Staatssicherheit muss es in Deutschland geben. Überzeugung des einzelnen Mitarbeiters alleine genügt aber nicht. Mein Stasiakten umfassen 3 dicke Aktenordner. Und ich habe sie gelesen, viele Stunden. Was ich nicht erwartet hatte: soviel Dummheit Unkenntnis und Berichterfüllungsquatsch, es hat mich erschüttert. Ein kleines Beispiel: Ein IM schreibt: S. hat in seinem Fragebogen erklärt, dass er ein Gymnasium bis 1945 besucht hat. Auf Frage seines Vorgesetzten nach Mützenform des Gymnasiums gab S an: In unserem Gymnasium gab es keine Schüleruniform oder spezielle Mützen. IM. Das Leugnen dieser Schülerkleidung lässt darauf schließen, dass er eine NAPOLA besucht hat. Später schreibt ein anderer IM nach Aktenlage: S. war Schüler in einer NAPOLA.. Von diesem IM-Erfindungsgeist kann ich mindestens 30 Beispiele aufführen. Wie schon gesagt. Staatssicherheit muss sein, aber doch nicht so. Man kann doch in meine Akte nicht hinein schreiben: S. ist Agent des BND, sofort eine neue Akte anlegen, denn sein Vater lebt in Westdeutschland und war bei der SS
Der 39.


vs1400 und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#152

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.09.2015 23:13
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #147
An vs1400
Ich weiß im Moment nicht, was du mit 2.Sehen meinst, aber Verrat ist für mich eindeutig definiert.
Wenn einer über Sachverhalte und Personen gegenüber Unbefugten berichtet, zu deren Geheimhaltung er verpflichtet ist.Das mal allgemein.
Das Besondere nach der Wende in Bezug auf das MfS, war ja,daß mit einem mal Dinge, die unter strengste Geheimhaltung fielen,leider von Personen, die keine Ahnung von geheimdienstlicher Arbeit und geheimdienstlichen Zusammenhängen hatten in die Öffentlichkeit getragen , und so bekannt wurden.
Leider sehr oft fehlinterpretiert, teil bewußt, teils aus Unkenntnis.Deshalb spreche ich heut auch oft über Dinge,wie sie real gelaufen sind,denn in der Jahn Behörde liegen die Bef.,Weisungen und Dienstvorschriften aus. Für die Öffendlichkeit wieder nur Auszugsweise um Platz für Spekulationen zu lassen.
Was ich unter den jetzigen Bedingungen unter Verrat verstehe und abscheulich finde, wenn die Menschen verraten werden, die unser Vertrauen hatten, denen wir versichert haben,daß keiner von dieser Zusammenarbeit erfährt, für deren Schutz wir auch verantwortlich waren.
Völlig unverständlich wenn man sich mit diesem Verrat,auch noch persönliche Vorteile verschafft.
Es waren teilweise Personen,wo weder Ehefrau noch Kinder Kenntnis hatten,die im tiefsten Bewustsein handelten,einen Beitrag zur Sicherheit des Staates,zur Aufklärung krimineller Handlungen bis zum Schutz des Friedens im Einsatz waren.Teilweise in Gruppen arbeiteten,für die ein Menschenleben nichts Wert war.Oder die an der Aufklärung schwerer krimineller Handlungen beteiligt waren. Die Einsatzspanne ist sehr breit.
Viele Informationen, die so erarbeitet wurden konnten aus Quellenschutzgründen auch nicht verarbeitet werden.
Es sind ja nun nicht alle Quellen bekannt, zum Glück.
Aber es ist schon zuviel Unsinn und Elend durch den Verrat geschehen, Familien sind auseinandergebrochen, Nicht wenige haben sich das Leben genommen usw.
War es der Verrat wert, mit dieser moralischen Schuld muß man dann leben können.
Nun könnte ja man sagen, die IM haben auch das Vertrauen von Personen ausgenutzt.
Stimmt.
Entsheidend ist aber die Einsatzrichtung.
Beim MfS ging es immer um die Aufklärung strafbarer Handlungen in der gesamten Breite des Straf-und OWG Rechts bzw.Fehlverhaltensweisen von Personen unterhalb strafrechtlicher Relevanz und natürlich auch um Sicherheitsüberprüfungen für den Einsatz in bestimmten Funktionen. Es war ein breites Feld, was zu beackern war.
Es lag immer ein staatliches Sicherheitsinteresse vor,und kein persönliches profit- oder Vorteilsbestreben.Ich kenne zumidenstens keines und hätte auch nie meine Unterschrift gegeben, wenn es ersichtlich gewesen wäre.
Es ist für mich ein Unterschied, ob ich im staatlichen Interesse handle, oder ob ich mir private Vorteile erhoffe.
Da kann ich auch 5x darüber nachdenken, ich komme zu keinem anderen Schluß.
Ich weiß auch gar nicht, warum immer nur das MfS verteufelt wird.
Die Arbeitsmethoden der Geheimdienste sind alle gleich auf der Welt, ohne angeworbene Personen läuft nirgend etwas.
Um Pläne und Absichten meines Gegeners in Erfahrung zu bringen, brauche ich Menschen,die Zugang zu den Tresoren haben, wo diese Pläne liegen.
Oder anders gesagt,es ist doch besser, ich erfahre vorher, wo eine Terrorhandlung oder andere Straftat begangen werden soll und kann sie vorbeugend verthindern,als das später Menschenleben zu beklagen sind.
Oder simpel gesagt,ich erfahre, wo sich Leiter zum Schaden von Menschen nicht gesellschaftsgemäß verhalten, und man kann mit geeigneten Maßnahmen Schaden abwenden.
Ich weiß zu Beginn einer inoffz. Zusammenarbeit nicht, welche brisanten Informationen mir der Mann Monate oder Jahre später bringen kann, weil er vielleicht rein zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und dadurch ein großen Schaden an Gut und Menschenleben verhindert werden konnte.
Wer will von sich behaupten einschätzen zu können, guter oder böser IM, vielleicht hat der "Böse" ,der vielleicht nur über Arbeitskollegen berichtet hat ,nicht Wochen später geholfen die Entführung eines Kindes oder eines Raubüberfalles aufzuklären.
Warum hängt denn der BND,Staatsschutz, Verfassungsschutz seine IM nicht ans Schwarze Brett.Wenn das bekannt wäre, würde so mancher vielleicht seinem Nachbarn den Schädel einschlagen.
Aber die Quellen des MfS, die nichts anderes als die des BfV getan haben(Sorry mit einer Einschränkung, zur Aufklärung von ungesetzlichem Verlassen, werden sie nicht mehr beauftragt,) kann man ja an den Pranger stellen.
Ich werde zwar mit meiner Meinung bei einigen keine Sympathie erwerben, aber das in mich gesetzte Vertrauen wird nicht enttäuscht.


@ Signalobermaat, das einzige richtige an deinem Post ist die Einschätzung im letzten Satz hinsichtlich möglicher Reaktionen . Es ist einfach unglaublich was ich 25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung hier lesen muss. Da begründst du die verbrecherische Arbeit des Spitzel und Verratssystems des MfS mit angeblichen Präventionsmassnahmen gegen Verbrechen. Das ist sowas von lächerlich, es war doch weltweit bekannt, dass die DDR der einzige Staat war, wo es sinnlos war einen Bankraub durchzuführen, weil man von vornherein schon im Knast sass.
Auf den Rest möchte ich gar nicht mehr eingehen, weil einfach heutzutage obsolet. Die Geschichte ist doch schon 3 x über euch "Tschekisten" hinweggerollt.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
diefenbaker hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#153

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.09.2015 23:16
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von der 39. im Beitrag #151
Zitat von thomas 48 im Beitrag #148
Wenn ein Genosse der MfS beim BND oder beim Kanzler arbeitet und dies euch berichtet ist ein guter Kundschafter.
Wenn ein Mitglied des Verfassungsschutz beim MfS oder bei E. H. arbeitet und alles seinem Arbeitgeber berichtet ist ein r.
Beide arbeiten für ihren Staat und versuchen den Feind zu schädigen.
Beide sind überzeugt für den Frieden tätig sein


Unumstritten, eine Einrichtung fur die Staatssicherheit muss es in Deutschland geben. Überzeugung des einzelnen Mitarbeiters alleine genügt aber nicht. Mein Stasiakten umfassen 3 dicke Aktenordner. Und ich habe sie gelesen, viele Stunden. Was ich nicht erwartet hatte: soviel Dummheit Unkenntnis und Berichterfüllungsquatsch, es hat mich erschüttert. Ein kleines Beispiel: Ein IM schreibt: S. hat in seinem Fragebogen erklärt, dass er ein Gymnasium bis 1945 besucht hat. Auf Frage seines Vorgesetzten nach Mützenform des Gymnasiums gab S an: In unserem Gymnasium gab es keine Schüleruniform oder spezielle Mützen. IM. Das Leugnen dieser Schülerkleidung lässt darauf schließen, dass er eine NAPOLA besucht hat. Später schreibt ein anderer IM nach Aktenlage: S. war Schüler in einer NAPOLA.. Von diesem IM-Erfindungsgeist kann ich mindestens 30 Beispiele aufführen. Wie schon gesagt. Staatssicherheit muss sein, aber doch nicht so. Man kann doch in meine Akte nicht hinein schreiben: S. ist Agent des BND, sofort eine neue Akte anlegen, denn sein Vater lebt in Westdeutschland und war bei der SS
Der 39.


ne schöne Vorlage für nen Hollywoodfilm 'ne ? Die drehen doch fortwährend solchen Stuss, die Engländer auch mit unter. Vor allem müssen die Hacken knallen " Jawoll Herr Hauptstrumpfführer "


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#154

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.09.2015 23:20
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #150
Zitat von Lutze im Beitrag #149
Es muß nicht gleich von Verrat oder Verrätern gesprochen werden,
ich kann mir gut vorstellen,das einige MfS-Leute einfach nur ihr
Gewissen erleichtern wollten
Lutze



Tja @Lutze , und sowas nennt man halt Verrat !


passport


passport darf ich mal von Mathe ne Ableitung machen? minus mal minus ergibt bekanntlich plus. So kann man es auch mit Verrat sehen.
Verrat von Verrat ergibt am Ende ein positives Ergebnis. Insofern sind diese Leute rehabilitiert, die den Verrat verraten haben. capito?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#155

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.09.2015 23:24
von passport | 2.633 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #152
Zitat von Signalobermaat im Beitrag #147
An vs1400
Ich weiß im Moment nicht, was du mit 2.Sehen meinst, aber Verrat ist für mich eindeutig definiert.
Wenn einer über Sachverhalte und Personen gegenüber Unbefugten berichtet, zu deren Geheimhaltung er verpflichtet ist.Das mal allgemein.
Das Besondere nach der Wende in Bezug auf das MfS, war ja,daß mit einem mal Dinge, die unter strengste Geheimhaltung fielen,leider von Personen, die keine Ahnung von geheimdienstlicher Arbeit und geheimdienstlichen Zusammenhängen hatten in die Öffentlichkeit getragen , und so bekannt wurden.
Leider sehr oft fehlinterpretiert, teil bewußt, teils aus Unkenntnis.Deshalb spreche ich heut auch oft über Dinge,wie sie real gelaufen sind,denn in der Jahn Behörde liegen die Bef.,Weisungen und Dienstvorschriften aus. Für die Öffendlichkeit wieder nur Auszugsweise um Platz für Spekulationen zu lassen.
Was ich unter den jetzigen Bedingungen unter Verrat verstehe und abscheulich finde, wenn die Menschen verraten werden, die unser Vertrauen hatten, denen wir versichert haben,daß keiner von dieser Zusammenarbeit erfährt, für deren Schutz wir auch verantwortlich waren.
Völlig unverständlich wenn man sich mit diesem Verrat,auch noch persönliche Vorteile verschafft.
Es waren teilweise Personen,wo weder Ehefrau noch Kinder Kenntnis hatten,die im tiefsten Bewustsein handelten,einen Beitrag zur Sicherheit des Staates,zur Aufklärung krimineller Handlungen bis zum Schutz des Friedens im Einsatz waren.Teilweise in Gruppen arbeiteten,für die ein Menschenleben nichts Wert war.Oder die an der Aufklärung schwerer krimineller Handlungen beteiligt waren. Die Einsatzspanne ist sehr breit.
Viele Informationen, die so erarbeitet wurden konnten aus Quellenschutzgründen auch nicht verarbeitet werden.
Es sind ja nun nicht alle Quellen bekannt, zum Glück.
Aber es ist schon zuviel Unsinn und Elend durch den Verrat geschehen, Familien sind auseinandergebrochen, Nicht wenige haben sich das Leben genommen usw.
War es der Verrat wert, mit dieser moralischen Schuld muß man dann leben können.
Nun könnte ja man sagen, die IM haben auch das Vertrauen von Personen ausgenutzt.
Stimmt.
Entsheidend ist aber die Einsatzrichtung.
Beim MfS ging es immer um die Aufklärung strafbarer Handlungen in der gesamten Breite des Straf-und OWG Rechts bzw.Fehlverhaltensweisen von Personen unterhalb strafrechtlicher Relevanz und natürlich auch um Sicherheitsüberprüfungen für den Einsatz in bestimmten Funktionen. Es war ein breites Feld, was zu beackern war.
Es lag immer ein staatliches Sicherheitsinteresse vor,und kein persönliches profit- oder Vorteilsbestreben.Ich kenne zumidenstens keines und hätte auch nie meine Unterschrift gegeben, wenn es ersichtlich gewesen wäre.
Es ist für mich ein Unterschied, ob ich im staatlichen Interesse handle, oder ob ich mir private Vorteile erhoffe.
Da kann ich auch 5x darüber nachdenken, ich komme zu keinem anderen Schluß.
Ich weiß auch gar nicht, warum immer nur das MfS verteufelt wird.
Die Arbeitsmethoden der Geheimdienste sind alle gleich auf der Welt, ohne angeworbene Personen läuft nirgend etwas.
Um Pläne und Absichten meines Gegeners in Erfahrung zu bringen, brauche ich Menschen,die Zugang zu den Tresoren haben, wo diese Pläne liegen.
Oder anders gesagt,es ist doch besser, ich erfahre vorher, wo eine Terrorhandlung oder andere Straftat begangen werden soll und kann sie vorbeugend verthindern,als das später Menschenleben zu beklagen sind.
Oder simpel gesagt,ich erfahre, wo sich Leiter zum Schaden von Menschen nicht gesellschaftsgemäß verhalten, und man kann mit geeigneten Maßnahmen Schaden abwenden.
Ich weiß zu Beginn einer inoffz. Zusammenarbeit nicht, welche brisanten Informationen mir der Mann Monate oder Jahre später bringen kann, weil er vielleicht rein zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und dadurch ein großen Schaden an Gut und Menschenleben verhindert werden konnte.
Wer will von sich behaupten einschätzen zu können, guter oder böser IM, vielleicht hat der "Böse" ,der vielleicht nur über Arbeitskollegen berichtet hat ,nicht Wochen später geholfen die Entführung eines Kindes oder eines Raubüberfalles aufzuklären.
Warum hängt denn der BND,Staatsschutz, Verfassungsschutz seine IM nicht ans Schwarze Brett.Wenn das bekannt wäre, würde so mancher vielleicht seinem Nachbarn den Schädel einschlagen.
Aber die Quellen des MfS, die nichts anderes als die des BfV getan haben(Sorry mit einer Einschränkung, zur Aufklärung von ungesetzlichem Verlassen, werden sie nicht mehr beauftragt,) kann man ja an den Pranger stellen.
Ich werde zwar mit meiner Meinung bei einigen keine Sympathie erwerben, aber das in mich gesetzte Vertrauen wird nicht enttäuscht.


@ Signalobermaat, das einzige richtige an deinem Post ist die Einschätzung im letzten Satz hinsichtlich möglicher Reaktionen . Es ist einfach unglaublich was ich 25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung hier lesen muss. Da begründst du die verbrecherische Arbeit des Spitzel und Verratssystems des MfS mit angeblichen Präventionsmassnahmen gegen Verbrechen. Das ist sowas von lächerlich, es war doch weltweit bekannt, dass die DDR der einzige Staat war, wo es sinnlos war einen Bankraub durchzuführen, weil man von vornherein schon im Knast sass.
Auf den Rest möchte ich gar nicht mehr eingehen, weil einfach heutzutage obsolet. Die Geschichte ist doch schon 3 x über euch "Tschekisten" hinweggerollt.




Das war eigentlich die wichtigste Aufgabe der Sicherheitsorgane. Vorbeugend Straftaten aufzudecken und zu verhindern. Da kannst Du hier @Gert , noch so rumblödeln wie du willst. Wenn man Straftaten verhindern kann kommt das ALLEN zu Gute !


passport


Pitti53 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#156

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 30.09.2015 23:41
von passport | 2.633 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #154
Zitat von passport im Beitrag #150
Zitat von Lutze im Beitrag #149
Es muß nicht gleich von Verrat oder Verrätern gesprochen werden,
ich kann mir gut vorstellen,das einige MfS-Leute einfach nur ihr
Gewissen erleichtern wollten
Lutze



Tja @Lutze , und sowas nennt man halt Verrat !


passport


passport darf ich mal von Mathe ne Ableitung machen? minus mal minus ergibt bekanntlich plus. So kann man es auch mit Verrat sehen.
Verrat von Verrat ergibt am Ende ein positives Ergebnis. Insofern sind diese Leute rehabilitiert, die den Verrat verraten haben. capito?



Das beste Beispiel ist doch der "kleine Großmann" Was hat ihm sein Verrat genützt ? Geächtet durch die eigenen MA. Abgeschoben nach dem Verrat durch den BND. Den Judaslohn hat der Sohn in eine Bar gesteckt. Die ist, was für ein Zufall, einen Tag vor der Eröffnung abgebrannt. Jetzt bekommt er seine Strafrente wie andere MA auch. Für solche Typen habe ich auch nach 25 Jahren nur Verachtung übrig.
G. Gast beschreibt in ihren Buch "Kundschafterin des Friedens" K.C. Großmann nach ihren Besuch beim Verräter diesen als einen "zerbrochenen auch an der Verachtung und Vereinsamung, die sein feiger Verrat zur Folge hatte."
capito @Gert


passport


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#157

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2015 00:44
von vs1400 | 2.389 Beiträge

hallo Signalobermaat,
erst mal danke für deine sehr ausdrückliche antwort,
hätte ich so nicht erwartet.


gleich noch aufs zweite sehen zu kommen, es waren deine worte ... " ... Man soll sich ja immer zwei mal im Leben sehen. ... ".
womit du natürlich alles offen lässt und doch etwas aussagst,
nur eben nicht direkt
und dass würde mich schon interessieren.

zu mir,
ich hab meine akte nie gelesen, obwohl mal interesse bestand,
doch was hätte ich denn damit, am verlauf, ändern können? ...
... nichts und dass ist absolut.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#158

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2015 08:30
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #156
Zitat von Gert im Beitrag #154
Zitat von passport im Beitrag #150
Zitat von Lutze im Beitrag #149
Es muß nicht gleich von Verrat oder Verrätern gesprochen werden,
ich kann mir gut vorstellen,das einige MfS-Leute einfach nur ihr
Gewissen erleichtern wollten
Lutze



Tja @Lutze , und sowas nennt man halt Verrat !


passport


passport darf ich mal von Mathe ne Ableitung machen? minus mal minus ergibt bekanntlich plus. So kann man es auch mit Verrat sehen.
Verrat von Verrat ergibt am Ende ein positives Ergebnis. Insofern sind diese Leute rehabilitiert, die den Verrat verraten haben. capito?



Das beste Beispiel ist doch der "kleine Großmann" Was hat ihm sein Verrat genützt ? Geächtet durch die eigenen MA. Abgeschoben nach dem Verrat durch den BND. Den Judaslohn hat der Sohn in eine Bar gesteckt. Die ist, was für ein Zufall, einen Tag vor der Eröffnung abgebrannt. Jetzt bekommt er seine Strafrente wie andere MA auch. Für solche Typen habe ich auch nach 25 Jahren nur Verachtung übrig.
G. Gast beschreibt in ihren Buch "Kundschafterin des Friedens" K.C. Großmann nach ihren Besuch beim Verräter diesen als einen "zerbrochenen auch an der Verachtung und Vereinsamung, die sein feiger Verrat zur Folge hatte."
capito @Gert


passport


si
P.S.
man wird sehr nachdenklich und es bestätigt meine Meinung über das MfS immer wieder, wenn man solche Fakten liest ( rot unterlegt) wie von dir hier gepostet. Du bestätigst mir ( freiwillig oder unfreiwillig ) den verbrecherischen Charakter dieser SED Institution erneut.
Es kann sich ja wohl kaum um einen Zufall handeln dass die Bar abgebrannt ist und das einen Tag vor Eröffnung.Da liegt viel Symbolik drin.Es haben wohl einige "Kollegen" dezent und natürlich ohne Spuren zu hinterlassen, nachgeholfen. Wie war noch mal die Abteilungsziffer für solche Terrorakte im OG ?


.
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Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 01.10.2015 09:16 | nach oben springen

#159

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2015 08:35
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Zitat
Das beste Beispiel ist doch der "kleine Großmann" Was hat ihm sein Verrat genützt ? Geächtet durch die eigenen MA. Abgeschoben nach dem Verrat durch den BND. Den Judaslohn hat der Sohn in eine Bar gesteckt. Die ist, was für ein Zufall, einen Tag vor der Eröffnung abgebrannt. Jetzt bekommt er seine Strafrente wie andere MA auch. Für solche Typen habe ich auch nach 25 Jahren nur Verachtung übrig.
G. Gast beschreibt in ihren Buch "Kundschafterin des Friedens" K.C. Großmann nach ihren Besuch beim Verräter diesen als einen "zerbrochenen auch an der Verachtung und Vereinsamung, die sein feiger Verrat zur Folge hatte."



Dieser Jargon ist erschreckend. Unglaublich, wie man sich heute noch so äußern kann. Ohne jede Distanz oder Differenzierung. Interessant, was die Stasi für Betonköpfe gezüchtet hat. Kein Wunder und tröstlich, dass das SED-System mit so einem Menschenschlag am Ruder untergehen musste.


Moskwitschka, Gert und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#160

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 01.10.2015 10:21
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Ja Harzwanderer--da will ich Dir nichts absprechen in Deinen Äusserungen. Hast auch Recht. Aber wenn man die Sache umdreht--ist es dann nicht genauso. Wenn jemand vom BND; bei anderen Geheimdiensten plaudern geht.Wird er dann nicht auch von seinen MA und von diesen System gehast, oder empfängt er dafür noch das Bundesverdienstkreuz. Es gibt ein altes Sprichwort, was ich schon hin und wieder mal geschrieben habe-----der Verrat wird geliebt, aber nicht der Verräter. Und das gilt mit Sicherheit auch in einer Demokratie.


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