#81

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 20:10
von Gelöschtes Mitglied
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Aus Rücksicht auf meine Kenntnis über Deine Person im Besonderen, und meiner beruflichen Verpflichtung im Allgemeinen musst Du Dir, @Alfred keine Sorgen machen!

Ich schrieb Dir sinngemäß ähnliche Worte zuvor ... Das ist allerdings schon eine Weile rückliegend...

VG Klaus


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#82

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 20:10
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Das Stichwort Dynamo hatten wir ja schon. Wurden die DDR-Bobs und die Rennräder nicht auch von einer Stasi-Abteilung (FES) entwickelt und gebaut?
In Eilenburg hatte das MfS sogar einen eigenen Militärflugplatz ("Rote Jahne"), wo aber auch internationale Fallschirmsprungtreffen statt fanden. Zwar wurde da nicht so laut MfS gesagt aber es war auch eine Form von Öffentlichkeitsarbeit. In Altenberg hatte das MfS sogar eine eigene Bobbahn.

http://www.fsv-eilenburg.de/index.php?seite=verein


zuletzt bearbeitet 24.04.2014 20:11 | nach oben springen

#83

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 20:11
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #76
Naja, dazu mußte man mit denen erst mal ins "lockere Gespräch" kommen.
War das außerhalb dienstlicher Routine (d.h. mit Normalbürgern) überhaupt möglich?

@Freienhagener, es gab auch ganz einfache Mitarbeiter bei dieser Firma( Handwerker, Autoschlosser, Kraftfahrer u.s.w,) hatten halt diesen bestimmten
Ausweiß und bekamen ihren Lohn von der Firma( der war nicht mal schlecht).
Grüsse steffen52


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#84

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 20:14
von Alfred | 6.841 Beiträge

Mit den Sporteinrichtungen hatte aber auch einen anderen Grund.

Es gab zwei Kunsteisbahnen, Oberhof und später dann Altenberg.

Oberhof war der Stützpunkt vom Armeesportklub, Altenberg dann von Dynamo.


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#85

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 20:16
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Die Stasi hat die Bobbahn immerhin gebaut und betrieben.


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#86

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 20:20
von diefenbaker | 584 Beiträge

Wenn ich auf die Ausgangsfrage zurück komme "... dass der Bevölkerung die Arbeitsweise des MfS unbekannt war. ..."
dann haben wir uns mit Bobbahn und Co. wohl etwas davon entfernt.



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#87

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 20:26
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Die "Arbeitsweise" war immerhin so gut bekannt, dass man sich am Telefon, in Briefen und in der Öffentlichkeit nicht alles erzählt hat, damit es die Organe nicht mitkriegen.


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#88

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 20:33
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #83
Zitat von Freienhagener im Beitrag #76
Naja, dazu mußte man mit denen erst mal ins "lockere Gespräch" kommen.
War das außerhalb dienstlicher Routine (d.h. mit Normalbürgern) überhaupt möglich?

@Freienhagener, es gab auch ganz einfache Mitarbeiter bei dieser Firma( Handwerker, Autoschlosser, Kraftfahrer u.s.w,) hatten halt diesen bestimmten
Ausweiß und bekamen ihren Lohn von der Firma( der war nicht mal schlecht).
Grüsse steffen52


Die haben sich auf ihre Arbeit beschränkt oder/und sicherlich auch "aus der Reserve gelockt" und weitergemeldet. Strenges Auftreten war da gewiß kontraproduktiv.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#89

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 20:46
von DoreHolm | 7.685 Beiträge

Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #65
Zitat von turtle im Beitrag #21
Mir genügte schon die vage Vermutung "der ist bei der Stasi" einen Bogen darum zu machen.

Bei mit war es ebenso.
Wenn in meinem Umfeld über eine andere Person so ein Verdacht aufkam, dann konnte sich der Betreffende verabschieden. Niemand wollte etwas mehr von ihm wissen oder mit ihm zu tun haben, er war praktisch gesellschaftlich tot bzw. musste er sich einen neuen Wirkungskreis (unter seinesgleichen) suchen.




Auch MfS-Angehörige hatten Hobbys und waren, auch ohne dienstlichen Auftrag, in den entsprechenden Vereinen organisiert. Beispielsweise war ich u.a. Mitglied der Kakteenfreunde des Kulturbundes. Ein Züchter war dabei, von dem alle wußten, daß er beim MfS arbeitete. Was genau, wußte wohl kaum einer richtig, aber er war eben bei dieser Truppe. Er war für uns ein Hobbyfreund wie alle anderen auch und es wurde auch kein Geheimnis daraus gemacht, daß man schon gerne mal diese Pflanzen am Originalstandort sehen möchte. Politische Diskussionen ? Nun, uns interessierten in erster Linie die Pflanzen. In unserer Mineralogengruppe hatte sich mal einer eingeschlichen. Offiziell war er Jurist bei MdI, auf einer Demo wurde er aber ganz eindeutig dort gesehen, wo Leute von Horsch und Guck standen. Er kam nie wieder.



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#90

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.04.2014 22:05
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #63
]Ich habe aus meiner Vor Mfs-Zeit und aus meiner Mfs-Zeit keinerlei Erinnerung,dass irgendwo Öffentlichkeitsarbeit zum Mfs stattgefunden haben soll,ALSO außerhalb des Mfs,vom"unsichtbaren Visier" mal abgesehen.Hat denn da irgend jemand Beispiele für?


Komisch, denn bei mir gehörte eine gewisse Öffentlichkeitsarbeit zur Tätigkeit aber ich war ja auch nicht OKE. Es gibt sicher noch einige ehem. Arbeitskollektive die sich an den netten jungen Herren erinnern können der da über den Kollegen XYZ referierte.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 24.04.2014 22:18 | nach oben springen

#91

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.04.2014 11:34
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #90


Komisch, denn bei mir gehörte eine gewisse Öffentlichkeitsarbeit zur Tätigkeit aber ich war ja auch nicht OKE. Es gibt sicher noch einige ehem. Arbeitskollektive die sich an den netten jungen Herren erinnern können der da über den Kollegen XYZ referierte.


Ich gehe mal davon aus,der"nette junge Herr"warst Du und vor welchen Arbeitskollektiven hast Du da über den Kollegen XYZ referiert?Jetzt sage nicht über ein ehemaliges Mitglied des Kollektivs der jetzt in U-Haft oder Haft saß,also das interessiert mich wirklich,was Du da konkret an Öffentlichkeitsarbeit geleistet hast,erzähl doch mal ein paar Einzelheiten,mach ich doch auch,aus meiner Zeit als OKE,dürfte wohl alles verjährt sein,also was soll uns noch passieren.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#92

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.04.2014 11:34
von andy | 1.199 Beiträge

Ende der 70'er und Anfang der 80'er, u.a. im Zusammenhang mit dem Abgang von Werner Stiller, gab es eine ganze Reihe von Pressekonferenzen mit zurückgerufenen IM's der HAV (z.B. Gabriele Gast)
Das war ja auch eine Art von Öffentlichkeitsarbeit, wenn auch mehr oder weniger erzwungen.


Zitat von Freienhagener im Beitrag #76
Naja, dazu mußte man mit denen erst mal ins "lockere Gespräch" kommen.
War das außerhalb dienstlicher Routine (d.h. mit Normalbürgern) überhaupt möglich?


Wir haben doch nicht im luftleerem Raum gelebt. In meiner privaten Umgebung hat jeder gewusst, dass ich bei der Firma war, von meinem konkreten Arbeitsaufgaben habe ich allerdings naturgemäß erst nach der Wende erzählt.
Das Wissen über meinen Arbeitgeber hat aber nicht dazu geführt, dass man mich gemieden oder einen großen Bogen um mich gemacht hätte. Im Gegenteil - ich habe mich gut integriert gefühlt. Das ging bei normaler Nachbarschaftshilfe los, wir haben gemeinsam regelmäßig gegrillt, an fast jedem WE Fussball gespielt und so manches Pils in der Kneipe getrunken.
Da ich im Grenzgebiet wohnte, habe ich auch so manches mal dafür gesorgt, dass der eine oder andere Cousin/Cousine zur Fam.-Feier kommen konnte, obwohl er keinen Passierschein hatte (allerdings habe ich dann auch dafür gesorgt, dass er wieder nach Hause fuhr).
Es kam immer darauf an, wie man sich in seinem privates Umfeld gegeben hat und auch wenn in der Kneipe oder anderswo politische Witze erzählt wurden, habe ich danach keinerlei Berichte über den- oder diejenigen geschrieben. Auf den Gedanken bin ich gar nicht gekommen.


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
thomas 48 und Schlutup haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#93

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.04.2014 12:01
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #72
Zitat von KARNAK im Beitrag #69
Na ja,ich habe da eigentlich andere Erfahrungen gemacht,zumindest vor den Veränderungen in der Wendezeit.Ich hatte durchaus Kontakte außerhalb des Mfs und das auf privater Ebene.Man konnte damit und mit mir durchaus leben, obwohl man wusste wo ich hingehöre.Nun bilde ich mir allerdings auch ein,dass ich mich nicht wie der 200%"Oberwichtigmax"aufgeführt habe.Das Leben eines Mfs-Mitarbeiters wie im"Leben der Anderen"gezeigt,ich habe so ein Leben nicht geführt,brauchte das auch nicht.Nach Dienst war es EIGENTLICH das ganz normale Leben eines DDR-Bürgers.

Für mich schwer vorstellbar, da hat sich doch keiner mehr getraut den Mund aufzumachen oder einen Witz zu erzählen, wenn Du dabei warst und Deine Tätigkeit allen bekannt war.
Von der Wendezeit spreche ich nicht, sondern von der Zeit vorher (bis 1969).


Also ich war von 1978 bis zum Schluss dabei,was vorher war kann ich nicht beurteilen.Was das Mund aufmachen angeht,Du hast da eine wilde Vorstellung vom Leben in der DDR,zumindest in der DDR,in der ich gelebt habe,ich habe regelmäßig den Eindruck,es gab mindestens 2 davon.Ich habe jedenfalls nicht diese DDR erlebt,die man regelmäßig in irgendwelchen Stasi-C-Filmen sieht.In denen die Leute gesenkten Hauptes durch eine graue verfallene Stadt laufen und sich den ganzen Tag und pausenlos überlegten was sie sagen und was nicht,weil an jeder Ecke einer mit einem Ledermantel stand und horchte und bei bedarf verhaftete.In der DDR die ich kannte hat eigentlich kaum noch einer ein Blatt vor den Mund genommen und auch gesagt was ihm nicht passte,wenn er nicht gerade eine spezielle Karriere machen wollte.Vielleicht hat ja die Stasi auch eine Akte angelegt wenn man gemeckert hat,mag ja sein.Aber das was in dieser Hinsicht "produziert" wurde,die Ausmaße,dass konnte sich ein DDR-Bürger kaum vorstellen,solche"Aktivitäten"wären ihm lächerlich vorgekommen,was sie ja letztlich auch waren,deswegen hat er auch kein Blatt vor den Mund genommen.Und Konsequenzen hatte sowas schon lange nicht mehr,solange man mit seinen Meckereien oder Kritiken nicht in die Öffentlichkeit ging, vielleicht sogar noch den Westen mit einbezog oder dieser das mitbekam und darüber berichtete,dann konnte es schon kritisch werden,aber das wusste man,also überschritt man diese Grenze beim"normalen"Meckern nicht,ODER man provozierte mit"nicht normalen"Meckern den Staat und seine Organe,weil man entsprechende Reaktionen erwartete sogar erhoffte.
Jedenfalls wurde man in der DDR in ein "Freizeitkollektiv"erstmal aufgenommen wie jeder andere auch,natürlich gab es am Anfang erstmal eine gewisse Reserviertheit,eigentlich auch wie bei jedem Neuen,vielleicht ein bisschen mehr,mag schon sein.Aber stellten die Leute fest,der Mann ist in Ordnung,gab es keine Probleme mehr,war man voll integriert.Und wie gesagt,es hatte ja kein Mensch eine Vorstellung welches Ausmaß die Innlandsaktivitäten des Mfs hatten,auch ich hatte nicht diese Vorstellungen.Deswegen wundert es mich manchmal wie viele es heute gibt,die von sich behaupten,dass sie sich ständig von der Stasi belauert fühlten.Wären diese Ausmaße bekannt gewesen,sicher wäre es für einen wie mich schwerer oder unmöglich gewesen ein normales Leben in der DDR zu führen,aber das war es eben nicht und so hatte ich und meine Familie eine durchaus gute Zeit in diesem Land.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 25.04.2014 12:24 | nach oben springen

#94

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.04.2014 12:04
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #92
Ende der 70'er und Anfang der 80'er, u.a. im Zusammenhang mit dem Abgang von Werner Stiller, gab es eine ganze Reihe von Pressekonferenzen mit zurückgerufenen IM's der HAV (z.B. Gabriele Gast)
Das war ja auch eine Art von Öffentlichkeitsarbeit, wenn auch mehr oder weniger erzwungen.


Zitat von Freienhagener im Beitrag #76
Naja, dazu mußte man mit denen erst mal ins "lockere Gespräch" kommen.
War das außerhalb dienstlicher Routine (d.h. mit Normalbürgern) überhaupt möglich?


Wir haben doch nicht im luftleerem Raum gelebt. In meiner privaten Umgebung hat jeder gewusst, dass ich bei der Firma war, von meinem konkreten Arbeitsaufgaben habe ich allerdings naturgemäß erst nach der Wende erzählt.
Das Wissen über meinen Arbeitgeber hat aber nicht dazu geführt, dass man mich gemieden oder einen großen Bogen um mich gemacht hätte. Im Gegenteil - ich habe mich gut integriert gefühlt. Das ging bei normaler Nachbarschaftshilfe los, wir haben gemeinsam regelmäßig gegrillt, an fast jedem WE Fussball gespielt und so manches Pils in der Kneipe getrunken.
Da ich im Grenzgebiet wohnte, habe ich auch so manches mal dafür gesorgt, dass der eine oder andere Cousin/Cousine zur Fam.-Feier kommen konnte, obwohl er keinen Passierschein hatte (allerdings habe ich dann auch dafür gesorgt, dass er wieder nach Hause fuhr).
Es kam immer darauf an, wie man sich in seinem privates Umfeld gegeben hat und auch wenn in der Kneipe oder anderswo politische Witze erzählt wurden, habe ich danach keinerlei Berichte über den- oder diejenigen geschrieben. Auf den Gedanken bin ich gar nicht gekommen.


andy


Andy,

Du verwechselst mal wieder was.

Frau Gast hatte mit Herrn Stiller überhaupt nichts zu schaffen.
Frau Gast wurde erst nach der Wende verhaftet, u.a. durch den Verrat vom kleinen Großmann, der MA des HV A war.
Du meinst wahrscheinlich Frau U. Lorenzen.


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#95

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.04.2014 12:31
von diefenbaker | 584 Beiträge

[quote=Feliks D.|

Komisch, denn bei mir gehörte eine gewisse Öffentlichkeitsarbeit zur Tätigkeit aber ich war ja auch nicht OKE. Es gibt sicher noch einige ehem. Arbeitskollektive die sich an den netten jungen Herren erinnern können der da über den Kollegen XYZ referierte.
[/quote]

Bei dieser Vorlage fällt mir wieder ein, dass ich auch mal so ein Kollege xyz war.

Nach meiner Inhaftierung haben zwei MfS-MA mit meinem ehem. Arbeitskollektiv eine Aussprache initiiert, um den Vorgang auszuwerten.
Lt. Protokoll haben meine ehem. Kollegen auch brav Selbstkritik geübt, dass sie gewisse Anzeichen nicht erkannt hätten und dementsprechend versäumt wurde entgegenzuwirken. Insgesamt bin ich aber ganz gut dabei weggekommen.

Gruss Wolfgang



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#96

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.04.2014 12:43
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #94
[quote=andy|p349864]
Du verwechselst mal wieder was.

Frau Gast hatte mit Herrn Stiller überhaupt nichts zu schaffen.
Frau Gast wurde erst nach der Wende verhaftet, u.a. durch den Verrat vom kleinen Großmann, der MA des HV A war.
Du meinst wahrscheinlich Frau U. Lorenzen.




Ach Alfred, wenn ich Dich nicht hätte.
Hätte vielleicht vorher googeln sollen.

andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#97

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.04.2014 14:02
von diefenbaker | 584 Beiträge

Übrigens auch eine Art Öffentlichkeitsarbeit des MfS, allerdings eher inkognito.

Bei bestimmten Vorkommnissen mit den sowj. Streitkräften wie Straftaten mit Gewaltanwendung, grob fahrlässig verursachte Verkehrsunfälle mit Personenschaden oder das Schießen über einen Schießplatzrand hinaus mit Munitionswirkung im Zivilgebiet (kam übrigens recht häufig vor) wurde immer sehr schnell die Stimmungslage in der Bevölkerung ausgelotet. Das verlängerte Ohr waren hier die IMs. Je nach Grad der Empörung bzw. Intensität der kritischen Meinungsäußerungen wurde u.U. die Notwendigkeit des Gegensteuerns erkannt. Das geschah dann nicht in einer organisierten öffentlichen Veranstaltung sondern führte zu Aufträgen an gesellschaftliche Kräfte, die Argumentation in eine weniger kritische Richtung zu lenken ggf. auch mit hilfreichen Vorschlägen.

Gruss Wolfgang



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#98

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.04.2014 14:03
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von diefenbaker im Beitrag #95

Zitat von Feliks D.


Komisch, denn bei mir gehörte eine gewisse Öffentlichkeitsarbeit zur Tätigkeit aber ich war ja auch nicht OKE. Es gibt sicher noch einige ehem. Arbeitskollektive die sich an den netten jungen Herren erinnern können der da über den Kollegen XYZ referierte.



Bei dieser Vorlage fällt mir wieder ein, dass ich auch mal so ein Kollege xyz war.

Nach meiner Inhaftierung haben zwei MfS-MA mit meinem ehem. Arbeitskollektiv eine Aussprache initiiert, um den Vorgang auszuwerten.
Lt. Protokoll haben meine ehem. Kollegen auch brav Selbstkritik geübt, dass sie gewisse Anzeichen nicht erkannt hätten und dementsprechend versäumt wurde entgegenzuwirken. Insgesamt bin ich aber ganz gut dabei weggekommen.

Gruss Wolfgang



Na das ist doch super das wir hier glatt einen Zeugen haben, nicht das Karnak nachher noch wieder Zweifel hat. Hatte mich schon gewundert dass diese Art der Öffentlichkeitsarbeit bisher auf den 4 Seiten noch nicht erwähnt wurde.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#99

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.04.2014 16:15
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #98
Zitat von diefenbaker im Beitrag #95

Zitat von Feliks D.


Komisch, denn bei mir gehörte eine gewisse Öffentlichkeitsarbeit zur Tätigkeit aber ich war ja auch nicht OKE. Es gibt sicher noch einige ehem. Arbeitskollektive die sich an den netten jungen Herren erinnern können der da über den Kollegen XYZ referierte.



Bei dieser Vorlage fällt mir wieder ein, dass ich auch mal so ein Kollege xyz war.

Nach meiner Inhaftierung haben zwei MfS-MA mit meinem ehem. Arbeitskollektiv eine Aussprache initiiert, um den Vorgang auszuwerten.
Lt. Protokoll haben meine ehem. Kollegen auch brav Selbstkritik geübt, dass sie gewisse Anzeichen nicht erkannt hätten und dementsprechend versäumt wurde entgegenzuwirken. Insgesamt bin ich aber ganz gut dabei weggekommen.

Gruss Wolfgang


Na das ist doch super das wir hier glatt einen Zeugen haben, nicht das Karnak nachher noch wieder Zweifel hat. Hatte mich schon gewundert dass diese Art der Öffentlichkeitsarbeit bisher auf den 4 Seiten noch nicht erwähnt wurde.


Sorry, ich hab's noch nicht verstanden...
X hatte etwas angestellt und wurde inhaftiert. S (von der StaSi) hat dann mit den Kollegen des X gesprochen und ihnen klar gemacht, dass sie Mitschuld an der Misere Tragen? War das das Szenario?
Wenn ja: Inwiefern trug das zur Öffentlichkeitsarbeit bei? Wussten die Kollegen des X dann mehr über die StaSi?

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#100

RE: Das MfS in der DDR-Öffentlichkeit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.04.2014 16:24
von Sperrbrecher | 1.653 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #93
Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #72
Für mich schwer vorstellbar, da hat sich doch keiner mehr getraut den Mund aufzumachen oder einen Witz zu erzählen, wenn Du dabei warst und Deine Tätigkeit allen bekannt war.
Von der Wendezeit spreche ich nicht, sondern von der Zeit vorher (bis 1969).


Also ich war von 1978 bis zum Schluss dabei,was vorher war kann ich nicht beurteilen.Was das Mund aufmachen angeht, Du hast da eine wilde Vorstellung vom Leben in der DDR....

Hierbei übersiehst Du geflissentlich, dass ich ebenfalls (bis 1969) in diesen Lande gelebt habe und mein Wissen nicht nur aus Büchern und Filmen beziehe, sondern aus eigenen Erleben , aber wie sagte schon ein Klassiker Eurer Lehre: "Das Sein bestimmt das Bewusstsein".

Zitat
...und so hatte ich und meine Familie eine durchaus gute Zeit in diesem Land.


Das ist mir schon klar, daran dürfte niemand zweifeln. Trotzdem hätte ich nicht mit Dir tauschen wollen.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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