#281

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 02.04.2016 15:24
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Warum hat man früher in Thüringen, Bayern oder im Erzgebirge gewildert?
Aus Hungersnot oder um den Adel zu ärgern?


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#282

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 02.04.2016 16:09
von schulzi | 1.759 Beiträge

@thomas 48 aus Hunger und nicht um den Adel zu ärgern.Ausserden konnte man sich illegal ein paar Münzen dazu verdienen um seinen Lebensstandart aufzubessen


Ostalgiker hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.04.2016 16:13 | nach oben springen

#283

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 02.04.2016 16:38
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Thomas, hier mal ein Auszug aus der Heimatgeschichte des Mansfelder Landes, andere Kapitel sind von ihrer Schilderung her so martialisch, daß man bei den seltenen Besuchen in der Heimat an diesen Stätten eine Gänsehaut bekommen könnte.


http://amzn.to/1MJy0Mw

Gangloff der legendäre Wilddieb stammte aus der Branche der Leinenweber, die keine Gewinne mehr abwarf, weil andere in der Wertschöpfungskette schon derart absahnten, daß für die Weber nichts mehr übrig blieb und so kam es zur Branchenrotation hin zum unredlichen Gewerbe, klingt schön vertraut nicht wahr ?
Das gesamte Werk kan man für 1 € bei Amazon (Kindle) herunterladen und vielleicht sind solche Preise und Erträge für geistige Arbeiten ja in 200 Jahren mit jenen der Weber aus grauer Vorzeit zu vergleichen.
Geschrieben, gesponnen und gewebt wird immer noch also scheint Geld nicht alles zu sein oder aber die Wilderei fällt keinem mehr auf...



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#284

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 02.04.2016 16:51
von damals wars | 12.145 Beiträge

Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#285

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 10.04.2016 15:44
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

1899
Sachsen usw.
Grana
13.6
Der 45jährige Jahn feuerte mit einem Revolver 3 mal auf seine Frau. Sie wurde sofort in ein Krankenhaus geschafft.

Leipzig
7.7
Das Reichsgericht hat die Revision des Schriftsteller Landauer verworfen.
Er hat den früheren Kriminalkommissar Gottschalk der Fälschung der Beweismittel im Ziethen - Prozess vorgeworfen.
Er wurde zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt.

Torgau
8.9
Der zum Tode verurteilte Lustmörder Schlossergeselle Bräuer hat sich lange auf seine vergebliche Flucht vorbereitet.

Halle
In der Firma C. F. Richter in der Leipziger Str. wurden Armbänder, Ringe, Broschen gestohlen.

Freiberg
10.9
Der Restaurator H. wurde wegen Sittlichkeitsvergehens und Beleidigung zu 1 Jahr und 3 Monaten Gefängnis verurteilt.
Nach dem Urteilsspruch beging er in einem Zimmer mit einem Revolver Selbstmord.
H war 28.


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#286

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 10.04.2016 19:46
von Merkur | 1.018 Beiträge


thomas 48, Fritze und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#287

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 18.04.2016 14:25
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Zitat von buschgespenst im Beitrag #275
„Die Lips Tullian SAGA“

Kennst du lieber Leser eigentlich den Tännichtgrund im Tharandter Wald? Und hast du vom Räuberhauptmann Lips Tullian gehört? Nein? Also, dann hast du bisher etwas verpasst! Der Tännichtgrund liegt in Sachsen, am südlichen Rand des Tharandter Waldes, zwischen Colmnitz und Naundorf. Er wird von steilen, bewaldeten Hängen begrenzt, vom mäandernden Colmnitzbach durchflossen, dessen Wasser der Bobritsch und mit ihr der Freiberger Mulde zu-eilen.
Nachdem im Jahr 1976 die Kleinbahn, die vom Bahnhof Klingen-berg kommend, über Naundorf, Falkenberg, Niederschöna und Oberschar, bis nach Mohorn ratterte, dampfte und fauchte, eingestellt wurde, herrscht im Tännichtgrund wieder Einsamkeit und Stille. Heute trifft man auf dem am Nordhang verlaufenden alten Bahn-damm, der im Sommer als Radweg, im Winter, wenn die Schneehöhe es zulässt, als Loipe dient hin und wieder ein paar Natur-freunde - oder ein Liebespaar.
Der Geografische Mittelpunkt Sachsens vor der einstigen Diebeskammer gelegen, angezeigt durch eine granitene Stehle, lockt den einen oder anderen hinunter zum Talgrund. Dabei erschließt sich von dort wo ein schmaler Weg dem Lauf des Tales folgt erst der eigentliche Reiz des wunderschönen Tales.
Am steilen felsigen Hang wachsen Eichen, Buchen und Birken, ne-ben Haselnuss-, Himbeer- und Brombeersträuchern. Auf den Wie-sen findet derjenige der zu sehen versteht, Süßgräser, Binsen, den Bärenklau, das Springkraut und vieles mehr. Meißen zirpen, der Häher warnt, hoch oben kreist der Bussard und sucht mit seinem Teleblick nach Beute. Wenn man Glück hat begegnet man der Rin-gelnatter und der schillernden Eidechse. Insekten wimmeln, Libellen schwirren, Bienen fliegen emsig von Blüte zu Blüte.
Anfangs des 18. Jahrhunderts haben Räuber diese Gegend unsicher gemacht. Erst war es Karrasek, der hier mit Komplizen sein Unwesen trieb. Später führte Lips Tullian die Schwarze Bande an. Seine wilde Horte, die vor allem Kirchen und reiche Privathäuser ausraubte, soll ihr Versteck hier im Tännichtgrund gehabt haben.
Woher ich das weiß? Da gibt es ein paar Bücher: „Lips Tullian und seine Raubgenossen“ und „Sachsens böse Kerle“. Sie sind span-nend geschrieben. Doch wie viel davon Dichtung und wie viel Wahrheit ist, das bleibt im Dunkeln. Mehr sagen da schon zwei Bücher aus, die kurz nach der Hinrichtung Lips Tullians an Hand der Gerichtsakten geschrieben wurden: Im Jahr 1715 „Des so ge-nannten Lips Tullians ausführliche Bekänntniß, als auch all seiner bösen Consorten Diebes- und Mord-Geschichten“ und 1716 „Des bekannten Diebes, Mörders und Räubers Lips Tullians und seiner Complicen Leben und Übeltaten.“

Zitat aus:
https://texte2.blogger.de/stories/1403537/

Lips Tullian († 8. März 1715 in Dresden)

Leben vor seiner Bekanntheit

Viele Daten aus den früheren Lebensabschnitten Lips Tullians sind nicht bekannt oder zumindest fragwürdig. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass er damals noch völlig unbekannt war. Ferner müssen die vorliegenden Angaben über ihn angezweifelt werden, weil er als Räuber einer starken Legendenbildung ausgesetzt war und ohnehin die meiste Zeit untergetaucht oder in Gefangenschaft verbrachte.

Uneinigkeit besteht zunächst über seinen tatsächlichen Namen. Dieser lautet nach manchen Quellen Elias Erasmus Schönknecht,[1] nach anderen jedoch Philipp Mengstein [2] (daher wohl auch der Name Lips, eine Kurzform von Philipp). Fraglich sind auch sein Geburtsort, der oft mit Straßburg angegeben wird, sowie das Jahr seiner Geburt, die wohl entweder 1675 oder 1683 war. Lips Tullian soll als Sohn eines kaiserlichen Leutnants geboren worden sein und in Straßburg oder den Niederlanden als Wachtmeister in einem kaiserlichen Dragonerregiment gedient haben, weshalb er in seinem späteren Leben auch Der Wachtmeister genannt wurde.[3] Nachdem er angeblich im Jahr 1702 in einem Duell einen Kameraden getötet hatte, habe er den Dienst quittieren und fliehen müssen und sei zunächst ziellos umhergezogen.

Auftauchen in Prag und Dresden

Ab dieser Zeit werden die Angaben über ihn verlässlicher, da er nun in die Zeitgeschichte eintrat und öffentliche Bekanntheit erlangte. Zuerst taucht der Name Lips Tullian 1702 in Prag und Umgebung auf. Dort trieb er sein Unwesen, indem er in Kirchen einbrach und Kramläden überfiel. Im November desselben Jahres kam er ins Kurfürstentum Sachsen, wo damals mehrere Räuberbanden aktiv waren. August der Starke zeigte in dieser Zeit nur wenig Interesse für die schlechte Sicherheitslage auf den Straßen seines Kurfürstentums. Vielmehr hatte er vorrangig den damals tobenden Großen Nordischen Krieg im Blick. So war es Kriminellen wie Lips Tullian über längere Zeit möglich, unentdeckt zu bleiben.

Zeit als Bandenanführer

Lips Tullian arbeitete sich zum Anführer einer berüchtigten Räuberbande herauf, die er mit dem Namen Schwarze Garde versah. Sie besaß einen primitiven Unterschlupf im Tännichtgrund, am Colmnitzbach bei Naundorf im südlichen Tharandter Wald, wo bis heute eine etwa 450 Meter hohe Erhebung den Namen Lips-Tullian-Felsen trägt, und später in einem Haus in Niederbobritzsch. In der nahen, (angeblich) durch unterirdische Fluchtwege mit dem Wald verbundenen, später verschütteten Höhle Diebeskammer, die sich heute zufällig exakt im geografischen Mittelpunkt des Freistaats Sachsen befindet und auch von Johannes Karasek genutzt worden sein soll,[4] lagerte die Bande angeblich ihre Beute. Ein besonders lohnendes Ziel der Räuber dürfte die Silberstraße gewesen sein, die in der Nähe auf dem Weg von Scharfenberg (Elbe) und Grund (Tharandter Wald) in die Hütten nach Freiberg vorbeiführte, aber auch die Salzstraße zwischen Naundorf und Colmnitz und der Fürsten- oder Herrenweg von Dresden über Grillenburg nach Freiberg und Augustusburg bei Flöha. Die eventuell nach dem gleichnamigen niederländischen Landsknechtregiment benannte Schwarze Garde war zeitweise 60 Mitglieder stark und operierte auch überregional.

Von Lips Tullian im Haus des Grafen Wolf Dietrich von Beichlingen am Altmarkt in Dresden entwendetes Geschirr wurde ihm jedoch zunächst zum Verhängnis. Nachdem er aufgeflogen war, verhaftete man ihn in Leipzig und inhaftierte ihn in der Dresdner Festung, die die Altstadt umgab. Im Jahr 1704 konnte Lips Tullian jedoch schon nach kurzer Gefangenschaft über den Festungswall und den zugefrorenen Stadtgraben gemeinsam mit sieben weiteren Gefangenen[5] fliehen. In der Folgezeit dehnte seine Räuberbande ihren Wirkungskreis bis nach Thüringen, an den Harz, in die Lausitz und nach Böhmen aus. So wurden Fälle aus Jena, Aschersleben[6] und Prag berichtet. Nur ein Jahr später wurde er wieder in Leipzig festgenommen und zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt. In der damals dreiklassigen Einteilung der Straftäter zählte man den Räuberhauptmann zu den boshaften und gefährlichen Verbrechern.[7] Um ihn an einem erneuten Ausbruch zu hindern, schmiedete man Lips Tullian teilweise an die Festungsmauer. Nach jahrelanger Zwangsarbeit gelang ihm 1710, diesmal mit Hilfe eines Nachschlüssels, trotzdem die Flucht.

Wieder unter ihrem Anführer, plünderte die Schwarze Garde viele Kirchen und Häuser in der osterzgebirgischen Gegend von Freiberg bis zum Müglitztal. Eines der Ziele war 1710 die Kirche von Glashütte, deren Inventar weitgehend geraubt wurde. Den Überlieferungen nach seien anschließend noch mehrere Tage lang viele Schaulustige zum Tatort geströmt. Auch aus Possendorf ist ein Überfall bekannt. Oftmals trat die Bande aber auch ohne Lips Tullian auf. Dieser zog es häufig vor, zum Schein ein normales bürgerliches Leben zu führen. Gemeinsam mit seiner Geliebten Marianne residierte er zumeist in Dresden, aber auch in anderen Städten Sachsens. Lips Tullian erschien als wohlhabender Kavalier, kundschaftete zugleich aber neue Ziele für die Räuberbande aus, die er an seine Hauptleute weitergab. Trotzdem führte er die Schwarze Garde von Zeit zu Zeit aber persönlich bei Raubzügen an.

Endgültige Gefangenschaft und Hinrichtung

Nachdem die Schlachten bei Kalisch und Poltawa nach und nach zu einer für Sachsen nicht ungünstigen Wende in den Nordischen Kriegen geführt hatten, wandte sich August der Starke verstärkt der Bandenkriminalitätsproblematik zu. Es kam zu verschärften Kontrollen und Haftstrafen für viele verdächtige, aber meist unschuldige Personen. Die Polizeikräfte waren zu größerer Wachsamkeit angehalten. Im Jahr 1711 erregte Lips Tullian schließlich die Aufmerksamkeit eines Wächters am Freiberger Stadttor. Zwar konnte der Räuberhauptmann den Torwächter noch erstechen, wurde aber schließlich überwältigt und kam in Festungshaft.

Zwei Jahre später wurde ein wahrscheinlich von Lips Tullian eingefädelter Ausbruchsversuch mehrerer Gefängnisinsassen entdeckt. Nach mehrtägiger Folter unter Dauerfesselung und vielen Verhören legte er schließlich ein umfassendes Geständnis ab, das die Verhaftung des größten Teils seiner Bande und beteiligter Hehler zur Folge hatte. Im Oktober 1714 verurteilte der Schöppenstuhl zu Leipzig Lips Tullian und seine Hauptleute zum qualvollen Tod durch Rädern. Das Urteil wurde später durch eine Begnadigung des Kurfürsten in Enthauptung gemildert, da der Räuberhauptmann acht seiner Mitstreiter zu freiwilligen Geständnissen bewegen konnte.

Am 8. März 1715 vollstreckte man das Urteil. Nachdem es zunächst auf dem zentralen Marktplatz Dresdens verlesen worden war, beichtete Lips Tullian seine Taten und erhielt die Absolution. Anschließend sprach er kurz an das zahlreich anwesende Volk und ermahnte es zu tugendhaftem Lebenswandel. Danach wurde der Räuberhauptmann Lips Tullian vorm Schwarzen Tor in Altendresden im Beisein Augusts des Starken und etwa 20.000 sächsischer Bürger durch das Schwert enthauptet. Auch vier andere Räuber aus seiner Bande[8] richtete man an diesem Tage hin. 1716 wurden seine Verbrechen und sein Ende zur Abschreckung erstmals veröffentlicht. Die letzten Mitglieder der Schwarzen Garde wurden erst 1718 gefasst und verurteilt. Die Räuberei in Sachsen soll deshalb in der Folgezeit insgesamt deutlich nachgelassen haben, flammte aber regelmäßig, bedingt durch Hungersnöte und Inflation, wieder auf.

quelle: Wiki
https://de.wikipedia.org/wiki/Lips_Tullian

...


Danke, kann auch etwas dazu tippen, dauert noch etwas
tho


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#288

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 18.04.2016 15:07
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

1899, Thüringen
Altenburg
landgerichtsgefängnis
6.5
Am Montag wurde der Arbeiter Fischer aus Bobershau entlassen.
Abends wurde er wieder eingeliefert, da er in der Gegend zwischen Monstab und Kröbern eine Frau verwaltigt haben soll

Weimar
30.5
Seit einiger Zeit kommt ein Mann zu Gastwirten, zeigt eine 1500 Mark Schuldurkunde und möchte die schnell verkaufen oder was borgen.
Er bestellte Waren, Essen, Bier und ein Nachtlager. In der Nacht verschwand er wieder ohne was zu bezahlen.
Viele Wirte aus Weimar und Apolda fielen auf diesen Betrug rein.
Er nennt sich Schenk und stammt aus Vippachedelhausen, dabei war oft ein gewisser Hüttenrauch.
13.12
Die Hinrichtung des Raubmörders Hoffmann erfolgt am Donnerstag um 8.00
15.12
Der Raubmörder Hofmann wurde heute vom Scharfrichter Hirsch aus Gotha hingerichtet.
............................................................
Hoffmann oder Hofmann kein Tippfehler von mir


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#289

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 23.04.2016 15:03
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

1899 Thüringen
Gotha
17.9
Die 1894 zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilte Frau Oberförster Gerlach wurde heute aus dem Weiberzuchthaus in Hassenberg entlassen
(Gothaer Volksblatt)
(Sondershausen)
20.9
Die Begnadigung von Frau G. erfolgte nicht.
Gotha
Tennenberg
28.9
Aus dem Gefängnis in T. floh der Prenierleutnant a. D. Alfred von Haacke aus Groß - Tabarz.
Er war dort wegen Sittlichkeitsverbrechen.

Apolda
22.9
erst Straftaten in Alt Eisenach lesen
Bösser wurde heute morgen vom Schutzmann Bartel im Schützenhaus verhaftet.
An der Ecke von Anton Bohl versuchte er in die Bachstraße zu fliehen. Es kam zu einem heftigen Kampf, wo Bö. verlor
Bössel trug einen feinen, wahrscheinlich gestohlenen, Anzug.

Mühlhausen
8.10
Entsprungen aus dem Gerichstgefängnis ist der Häftling Faupel. Er trug bei seiner Flucht noch seine Gefängniskleidung.


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#290

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 29.04.2016 15:26
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

1899
Magdeburg
12.8
In der Magdeburger Baugewerks - Berufsgenossenschaft hat man 105 000 Mark unterschlagen.
Der frühere Kassierer Burgdorf und der fr. Vorsitzender Maurermeister Ernst R. wurden verhaftet.

Frankfurt a. M.
24.9
Im Stadtteil Bockenheim wurde eine Falschmünzerbande ermittelt.
Der Techniker Sprengel und der Kaufmann Lehr wurden verhaftet.

Dessau
Jeßnitz
27.9
In J. ist eine Falschmünzerwerkstatt aufgehoben worden.
Der Verhaftete ist der Stadtverordneter Uhrmacher Klotzsch aus J. .K. fälscht schon seit 10 Jahren Münzen.

München
3.10
Die Metzgerfrau Santer, welche wahrscheinlich 10 Personen vergiften wollte, um einen Schauspieler heiraten zu können, wurde frei gesprochen.

Dresden
3.11
Am Dienstag hat der Großmann durch Messerstiche den Maschinensticker Horn getötet.
Er wurde von der Kriminalpolizei in einer Schifferkneipe an der Elbe verhaftet.

..................................................................................
Ende


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#291

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 19.07.2016 18:50
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Nach einer langen Pause geht es heute weiter.
Dachte habe schon einiges von 1900 getippt, leider sind die Seiten verschwunden.
tho


der 39. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#292

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 19.07.2016 20:01
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

1900
Perleberg
4.1
Am Freitag wurde der Geldbriefträger zwischen Kletzke und Viesecke durch 3 Schüsse leicht verletzt, er stüzte dabei vom Rad.
Der Täter ist ein Uhrmacher von K.

Kassel
3.2
Der Rennfahrer Paul Thielo aus Nürnberg stahl in K. 4 Räder.
Er wurde zu 1 Jahr, 3 Monate Zuchthaus verurteilt.
3.5
Der Arbeiter Pfläging hat gestanden seine Schwägerin Anna Fuhrmann ermordet zu haben.

Kahla
26.4
Wegen Kuppelei wurde der Porzellanmaler unter Klage gestellt.
Seine Frau hat ein Kaffee mit Damenbedienung
(Apold. Tageblatt)

Rudolstadt
23.2
Der seit 4 Wochen verschwundene Malermeister Karl Nordhaus wurde mit durchschnittener Kehle auf Kumbacherflur bei den Gallerien - Berge gefunden. Vermutlich beging er Selbstmord.
29.8
Ein neues Fahrrad wurde am Sonntag gestohlen.
Es hat einen Wert von 300 Mark und hat eine neue Konstruktion ( Teutonia - Hebel), der Hebel geht von hinten zum Zahnrad.
Es trägt schwarze Stahlbleche, ohne gelbe Holzkottschützer.


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#293

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 25.07.2016 15:17
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

1900
Nordhausen
25.2
Wegen Unterschlagung usw. wurde der Gefängnis - Inspektor Zolland verhaftet.
6.3
Der Rektor der Knabenschule Felix Scheer wurde verhaftet. Er hat die Beiträge der Schulsparkasse von 15 000 Mark unterschlagen.
21.3
S. hat bei verschiedene Geschäftsleute Geld geborgt.
Selbst der Wirt eines Harzer Hotels, wo er Urlaub machte, wartet noch. Er hat auch 1000 Mark von seinen Lehrern geborgt.
12.5.
S. wurde zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt.

Düsseldorf
2.3
38 Untersuchungshäftlinge wollten aus dem Schlafraum fliehen. Sie hatten schon eine Öffnung in die Mauer geschlagen.

Weißensee
6.3
Der Knecht Wilh. Warmuth aus W. wollte mit 223 Mark nach Hüpstedt gehen, um eine Kuh zu kaufen.
Er wollte sich bei den Buren anwerben lassen. In Herfurt wurde er mit 92 Mark verhaftet.


zuletzt bearbeitet 25.07.2016 15:18 | nach oben springen

#294

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 07.08.2016 14:26
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

1900
Nürnberg
6 6
Der Kutscher Vogel wurde zum Tode verurteilt.
Er hat einen alten Kanalschleusenwärter bei Erlangen ermordet.

Ulm
12.10
Das Schwurgericht verurteilte den Lustmörder Schneider Andrä aus Söslingen zum Tode und 10 Jahre Zuchthaus.

Tübingen
14.10
Der Dienstknecht Karl Steinacher von Herdertingen wurde 2mal zum Tode verurteilt.
Er hatte 2 kleine Mädchen im Grumbacher Wald vergewaltigt und ermordet.


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#295

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 07.08.2016 14:43
von Ostalgiker | 175 Beiträge

Das verstehe ich nicht, wie kann einer zum Tode und zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt werden? Wenn er tot ist, kann er nicht noch ins Zuchthaus gehen. Oder muß er erst absitzen und wird dann gerichtet. Weiter: Wie kann einer gleich zweimal zum Tode verurteilt werden? Wenn er einmal tot ist, kann er kein 2. Mal sterben.



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#296

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 07.08.2016 14:51
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Das versteh ich auch nicht, habe auch mal ,, zum Tode und 5 Jahre Ehrverlust,, gefunden.
tho.


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#297

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 07.08.2016 15:16
von schulzi | 1.759 Beiträge

Zitat von Ostalgiker im Beitrag #295
Das verstehe ich nicht, wie kann einer zum Tode und zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt werden? Wenn er tot ist, kann er nicht noch ins Zuchthaus gehen. Oder muß er erst absitzen und wird dann gerichtet. Weiter: Wie kann einer gleich zweimal zum Tode verurteilt werden? Wenn er einmal tot ist, kann er kein 2. Mal sterben.

Wen er einmal begnadigt wird hat er einmal noch offen


thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#298

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 07.08.2016 16:01
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

1900
Weimar
25.4
Wegen einem Oberweißbacher Mordes wurde ein Schneider in W. verhaftet und in das Gefängnis gebracht.
22.10
Der Gauner Gottfried Raupe aus Buttstädt hat in Erfurt 5 Jahre Zuchthaus erhalten. Er ist schon lange als Baron oder Graf Raupe bekannt. Er ist 81 Jahre alt.
6.11
Seit vielen Jahren wurde bei Kaufleuten eingebrochen. Es waren die Jugendlichen Graupohr und Glaser.

Gera
26.4
In der Nacht zum Dienstag flohen der Brandstifter Herrmann Hücker aus Zeulenroda und der Handarbeiter Baum aus Großaga aus dem Gefängnis,
Sie zerstörten die Türfüllung der Zellentür und entkamen.
(Gera Tageblatt)
15.6
Baum wurde in Elsaß verhaftet.

Apolda
17.7
In den Dörfern Kleinromstedt, Oberdorf, Kappeldorf wurde eingebrochen. Es war der Knecht Wilhelm Esser aus Ludwigsburg bei Probstzelle.
E. ist im Gefängnis in Weimar


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#299

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 07.08.2016 16:11
von Ebro | 565 Beiträge

Zitat von Ostalgiker im Beitrag #295
Das verstehe ich nicht, wie kann einer zum Tode und zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt werden? Wenn er tot ist, kann er nicht noch ins Zuchthaus gehen. Oder muß er erst absitzen und wird dann gerichtet. Weiter: Wie kann einer gleich zweimal zum Tode verurteilt werden? Wenn er einmal tot ist, kann er kein 2. Mal sterben.


Sowas gibt es doch heute auch noch. Zusammenzählen von verschiedenen Straftaten-ergibt 120 Jahre Zuchthaus, zum Bleistift in Amiland.



thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#300

RE: Historische Verbrechen

in Volkspolizei/Bundespolizei/Bundesgrenzschutz 09.08.2016 14:01
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

1900
Plötzensee
11.12
Die Hinrichtung Gönczes ist am Freitag auf dem Hofe der Strafanstalt zu Pl. durch den Scharfrichter Lorenz Schwitz aus Breslau verzogen wurde.

Merseburg
Dommiksch
13.12
In der Sparkasse in D hat der Stadtkämmerer Hunemann über 100 000 Mark unterschlagen.


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