#1

Wären Schüsse gefallen?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.04.2014 22:02
von Hans55 | 763 Beiträge

Hallo,zusammen!
Was wäre passiert,wenn das ein Jahr früher stattgefunden hätte? Hätte man aufeinander geschossen?


Formuliere das mal als eigenes Thema....von anderen "Abkupfern" geht gar nicht. Erst recht nicht von diesem Forum!! Pitti53


andyman hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.04.2014 22:05 | nach oben springen

#2

RE: Wären Schüsse gefallen?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.04.2014 23:16
von vs1400 | 2.397 Beiträge

[quote=Hans55|p346988]Hallo,zusammen!
Was wäre passiert,wenn das ein Jahr früher stattgefunden hätte? Hätte man aufeinander geschossen?

hi Hans55,
du meintest den soldatenaufstand in beeltitz ende '89 mit den 22 forderungen? (!)

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#3

RE: Wären Schüsse gefallen?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.04.2014 23:32
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #2
[quote=Hans55|p346988]Hallo,zusammen!
Was wäre passiert,wenn das ein Jahr früher stattgefunden hätte? Hätte man aufeinander geschossen?

hi Hans55,
du meintest den soldatenaufstand in beeltitz ende '89 mit den 22 forderungen? (!)

gruß vs




Upps ,_ da hab ich nie was von gehört !

Gibts da hier einen
Strang dazu ?


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#4

RE: Wären Schüsse gefallen?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 13.04.2014 23:52
von vs1400 | 2.397 Beiträge

ausgangsthema

gruß vs

ps: lade dir die pdf.


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


zuletzt bearbeitet 13.04.2014 23:57 | nach oben springen

#5

RE: Wären Schüsse gefallen?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 14.04.2014 00:26
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von vs1400 im Beitrag #4
ausgangsthema

gruß vs

ps: lade dir die pdf.


Schöner Link, Danke, gut das diese letzte preusissche Schleiferbastion (NVA) endlich fiel, Soldaten sind auch Menschen und die haben das einfach eingefordert auch wenn für die strammen Kommiss-Popos eine Welt zusammenbrach.
Und dann latschen die heute mit ihren Parade-Fleischspießen (Säbel) tatsächlich noch durch die Gegend und denken das ist schön


zuletzt bearbeitet 14.04.2014 00:28 | nach oben springen

#6

RE: Wären Schüsse gefallen?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 14.04.2014 00:36
von Batrachos | 1.549 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #5
Zitat von vs1400 im Beitrag #4
ausgangsthema

gruß vs

ps: lade dir die pdf.


Schöner Link, Danke, gut das diese letzte preusissche Schleiferbastion (NVA) endlich fiel, Soldaten sind auch Menschen und die haben das einfach eingefordert auch wenn für die strammen Kommiss-Popos eine Welt zusammenbrach.
Und dann latschen die heute mit ihren Parade-Fleischspießen (Säbel) tatsächlich noch durch die Gegend und denken das ist schön




die magst du wohl nicht so?

MFG Batrachos


Drosseln sind Vögel. Sie in Motorräder zu stecken ist Tierquälerei!!
Motorradfahren ist das schönste, was man angezogen machen kann.
45° ist das zu schräg-bist du zu schwach
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#7

RE: Wären Schüsse gefallen?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 14.04.2014 07:47
von SET800 | 3.104 Beiträge

Wären Atombomben gefallen?

Hallo,
ich stelle mir die Frage wären die Atombomen explodiert? Konkret, denke ich da an BW-Standorte wie Memmingen und Büchel mit den Starfightern in den 70er-Jahren, speziell die Hochbereitschaftsflugzeuge mit angehängten Atombomben, bewacht in Sonderbereichen durch US-Soldaten.
Deutsche Piloten allein an Bord hätten diese Bomben auf Chemnitz, Oderübegänge, Magdeburg oder Raum Warschau werfen sollen.
Oder dachten die in großer Einsamkeit, nie darüber mit jemand sprechen können, die Dinger werfe ich im Notabwurf in die Ostsee und fliege nach Schweden z.B., alternativ über Sümpfen Triebwerk aus und aussteigen.

Bei Raketentruppen war das weniger möglich, da hatte nie ein Mensch allein diese Option und der bliebe auch innerhalb der Diziplinarstruktur am Ort.

Nie darübe rreden können, das galt doppelt, erstens der Einsatzbereich, die Tatsache dazugehören war schon streng geheim, dann noch persönlich daran mit der Idee der Befehlsverweigerung dort Dienst zu machen...

Ich halte es für möglich daß in den Flugzegen überzeugte Pazifisten zum Teil saßen, den Kriegsdienst mit der Waffe NICHT verweigerten im Wissen an dieser Stelle sollte keiner sitzen statt mir der die Bombe werfen würde, seelischer Trost durch die Freude am Fliegen...., auch mit DO27 und Piaggio nur so "dienstlich"!



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#8

RE: Wären Schüsse gefallen?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 14.04.2014 10:53
von Vogtländer (gelöscht)
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Zur Themenfrage:
Nein,ich glaube nicht.
Soweit ich das mit damals 17 zum Anhang an Westelbien mitbekommen hab,war auch in Ostelbien VORHER denkendes Millitär und denkende Zivilisation.Die sich auch 2 mal überlegten Waffen einzusätzen.
Was wär denn passiert,wenn in den Kassernen geballert worden wär?Abgegangen wär die Post bis hin zum möglichen Bürgerkrieg.Glaubt einer von Euch,das Offiziere nicht auch Menschen waren (Außnahmen sind nicht der Regelfall!),die Samstag Abend lieber mal nen Grill an- und paar Steacks druffgeschmissen hätten im Kreise der Familie mit Kindern und Enkelkindern,anstatt sich mit dem verbockten Mist vom ZK rumärgern zu müssen?
Das einfach mal zum Nachdenken.Und immer schön Geschmeidigkeit genießen!Schont unsre Pumpen und Atherieren!


zuletzt bearbeitet 14.04.2014 10:57 | nach oben springen

#9

RE: Wären Schüsse gefallen?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 14.04.2014 12:40
von Moskwitschka (gelöscht)
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Im Herbst/Winter 1989/90 überschlugen sich fast die Ereignisse. Manches habe ich vergessen, anderes hat sich tief eingeprägt. So z.B. eine Demo von Wehrdienstleistenden über die auch im DDR - Fernsehen berichtet wurde. Das muss noch vor dem Jahreswechsel gewesen sein. Ich habe mal kurz in verschiedenen Archiven gesucht, aber auf die schnelle nichts gefunden.

Dafür aber einen interessanten Artikel in der Berliner Zeitung vom 15.12.1989, der mich damals schon beeindruckt hat.

Nachdenken über die zu erneuernde Armee

Friedensforscher- Ansichten zur Militärreform der DDR BZ-Gespräch mit Dr. sc. WOLFGANG SCHWARZ, IPW

Frledenaforscher der Humboldt- Universität, der Militärakademie „Friedrich Enteis ". der Militärpolitischen Hochschule „WilhelmWilhelm Pleck" und des Institute für Internationale Politik und Wirtschaft der DDR (IPW) veröffentlichten kürzlich ihre Vorstellungen über eine Militarreform in der DDR. Zu dieser Wissenschaft- lergruppe gehört auch Dr. sc. Wolfgan« Schwarz, IPW, mit dem wir das folgende Gesprach führten.

BZ: Die Nationale Volksarmee als ein festgefügtes Machtinstrument der SED und des Staates. erhaben über Kritik — so war es doch?

Dr. Schwarz: Das ist., vorbei. "Die Armee ist Gegenstand des gesellschaftlichen Dialogs, und jsie „beteiligt sich aktiv daran, Nf^ür- lich steht sie nicht in ihrer Existenz zur Disposition, was ernsthaft auch niemand zu begründen vermag. Im Kern geht es darum, die Furiktion der NVA. ihre Stellung in der Gesellschaft und ihre innere Verfaßtheit neu zu bestimmen.

Grundsätzliches für die Verfassung

BZ: worauf kommt es dabei an?

Dr. Schwan: Die Armee des Volkes darf eben nicht an eine einzige Partei und Weltanschauung gebunden sein. Das muß in der Verfassung verankert werden. Aufgabe der Armee ist es, einen Beitrag zur äußeren Sicherheit des Landes und zur Friedensbewahrung in Europa zu leisten. Angesichts sich gegenüberstehender Militäublöcke ist das nur im Rahmen des Warschauer Vertrages möglich. Es liegen übrigens Ansatzpunkte für die öffentliche Diskussion eines Entwurfes der Militärdoktrin der DDR vor. den die Volkskammer zu beschließen hätte.

BZ: Wie argumentieren 9ie und Ihre Kollegen?

Dr. Schwan: Statt gegenseitiger Abschreckung zwischen Ost und West gemeinsame Sicherheit durch Abrüstungsschritte und andere vertrauensfördernde Maßnahmen sowie durch Beteiligung an systemübergreifenden Sicherheitsstrukturen (NATO — Warschauer Pakt). Militärische Provokationen müssen gegebenenfalls ohne Gefahr eines Kriegsausbruches zurückgewiesen werden, und im militärischen .Konfliktfall ist dergestalt defensiv zu reagieren, daß SpielraumSpielraum für eine politische Konfliktüberwindunc besteht. Entscheidend dafür ist eine realistische Bedrohungsanalyse ohne ideologisierende Betrachtungsweise.

Alle Parteien haben Zugang

BZ: Wem soll die Armee unterstellt sein?

Dr. Schwan: Ausschließlich der Volkskammer und den von ihr zu bildenden Organen, vor allemvor allem der Regierung. Dies schließt dann ein, daß die demokratischen Parteien und Bewegungen des Landes gleichberechtigt Zugang zur politischen Betätigung unter den Armeeangehörigen erhalten, was nicht bedeutet, das Recht zu haben, in die dienstliche Tätigkeit der NVA einzugreifen.

BZ: Wie könnte das praktisch aussehen?

Dr. Schwarz: Wir haben zum Beispiel vorgeschlagen, eine ständige Instanz der Volkskammer einzurichten, die Zustand und Geist der Streitkräfte beurteilt und an die sich Armeeangehörige und Bürger direkt mit Eingaben, Beschwerden, Vorschlägen wenden können. Innerhalb der Armee regen wir Interessenvertretungen wie Soldatenräte oder Vertrauensleute an, einen Verband der Berufssoldaten bzw. Reservisten u. ä. Wir sind für freie politische und religiöse Betätigung während des aktiven Dienstverhältnisses und möchten die persönliche Meinungsäußerung von Armeeangehörigen in der Öffentlichkeit und . in Medien garantiert sehen.. Auch das: Allen Armeeangehörigen soll erlaubt sein, in der Freizeit Zi- vilkleidung/zu tragen,

BZ: Wie «teilen Sie sich zum Wehrdienst?

Dr. Schwan: Wir sind für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht als demokratische Form militärischer Friedenssicherung. Im Falle weiterer Abrüstungvereinbarungen zwischen Ost und West halten wir eine Verkürzung der Wehrdienstzeit auf 12 Monate für zweckmäßig. Zugleich sind wir für die Einführung eines zivilen Wehrersatzdienstes unter Berücksichtigung sozialer und wirtschaftlicher Erfordernisse, was verfassungsrechtlich abgesichert sein muß.

Offiziersberuf nicht gleich Lebensberuf

BZ: Wird es nicht auch künftig den Soldatenberuf geben?

Dr. Schwan: Natürlich, doch militärische Laufbahnen und Führungsfunktionen müssen für jeden interessierten und geeigneten Bürger, unabhängig von Parteizugehörigkeit und Weltanschauung, zugänglich sein. Der Offiziersberuf sollte nicht gleichbedeutend mit Lebensberuf sein. Die Offiziersausbildung muß künftig eine qualifizierte und sozial gesicherte Rückkehr in das zivile Berufsleben ermöglichen.

BZ: Wie könnte Ihrer Meinung nach die wohl unverzichtbare politische Erziehung vor steh gehen?

Dr. Schwan: Für die politische Bildung und Erziehung in den Streitkräften werden neue parteiunabhängige Organe benötigt, deren Tätigkeit ebenfalls von der Volkskammer und nachgeordne- ten Volksvertretungen inhaltlich zu bestimmen und zu kontrollieren ist. An dieser Stelle noch ein ergänzender Vorschlag: Wir sind für eine schlichte und praktische Uniform und für die Abschaffung von Zierat. Dem demokratischen Geist unserer Zeit entsprechend sind wir auch für eine Entrumpe- lung des militärischen Zeremoniells, einschließlich des Verzichts auf Ehrenparaden.

Arbeit nach echten Leistungskriterien

BZ AH das sind bemerkenswerte Anregungen. Haben Sie auch zu den Kosten, zur Ökonomie der Armee Vorschläge?

Dr. Schwan: Erforderlich und möglich ist eine betriebswirtschaftliche Durchdringung der Streitkräfte, d. h. nichts anderes als bei Struktur, Bewaffnung, Ausrüstung und Ausbildung der Armee konsequent das Kosten- Nutzen-Verhältnis zu beachten. Es muß in der Armee auch nach objektiven Leistungskriterien gearbeitet, entlohnt, befördert und ausgezeichnet werden. Anmerkung: Der Einsatz von Armeeangehörigen in der Volkswirtschaft kann keine Dauerlösung sein. Von Ausnahmen in Katastrophenfällen abgesehen muß das von der Volkskammer genehmigt werden.

BZ Ist die Armee hierzulande nicht ein Großgrundbesitzer?

Dr. Schwan: Wir haben vorgeschlagen, die militärischen Übungs- und Sperrgebiete stark zu reduzieren. Sachkenner wissen, daß dies möglich ist. Schließlich muß man auch die ökologischen Belastungen durch militärische Aktivitäten vermindern. Warum zum Beispiel sollte die DDR nicht die Initiative ergreifen, die einen vollständigen Verzicht auf militärische Tiefflüge über dem Gebiet der beiden deutschen Staaten vorschlägt? Zur weiteren wissenschaftlichen Aufarbeitung all dieser Fragen bedarf es unbedingt der raschen Offenlegune aller relevanten Daten in der DDR.

Das Gesprach führte Klaus Degen


http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/...=Wehrdienstzeit|Verk%C3%BCrzung|1989

Ich war damals sehr erstaunt wie weit die Gedanken schon gediehen waren. Es muss ein längerer Prozess gewesen sein, der zu solchen Ergebnissen kommt. Nur hat man diese Gedanken vor dem Herbst 1989 wahrscheinlich nicht öffentlich äußern können.

LG von der Moskwitschka

Die Schreibfehler habe ich aus dem Dokument übernommen.


zuletzt bearbeitet 14.04.2014 13:00 | nach oben springen



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