#461

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.04.2014 04:02
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #458
Zitat von frank im Beitrag #457
Zitat von Ostlandritter im Beitrag #439
[quote=passport|p349794]@steffen52

@Ostlandritter


Da Ihr beide noch nicht so lange hier im Forum seid, einfach mal Themensuche bemühen. Da gibt es genug Insider-Infos. Man muss nicht alles Dutzendmal wiederholen !


passport


Stimmt ,- ich bin relativ neu hier und finde das Forum große Klasse - ich habe lange nach der Möglichkeit einer Aufarbeitung gesucht.
Aber ich bin ein Mensch der Diskussionen - ich blättere nicht in längst Gesagtem herum - wen das nervt - der möge mich meiden,- wenn das nicht nervt - der wird mich vielleicht verstehen.
Und wenn ich auf meine kleinen menschlichen Ärgernisse aus der DDR-Zeit ironische Antworten aus dem Kreise der damals Verantwortlichen erhalte ,- dann beschleicht mich leise der Verdacht ,- daß hier noch ein altherbrachtes Unschuldsdenken herrscht - und somit ist in meinen Augen noch lange nichts aufgearbeitet - somit tangieren mich alte Stränge zu diesem Thema nur peripher.....
Solange sich heutzutage auch nur Einer aus der alten Garde das Recht herausnimmt ,- die Schilderung meiner persönlichen Beschwerlichkeiten mit ironischem Sarkasmus zu kommentieren - solange muss ich davon ausgehen - das ein gewachsenes Schuldbewusstsein noch nicht in Sicht ist,-
habe die Ehre , meine Herren...


@Frank
nun , ich als hier in der Öffentlichkeit stehender ehemaliger mfs- ler würde zu deiner info mal behaupten das hier nie ein user , jedenfals solange ich hier mitlese, der aus dieser meiner gruppe kommt, andere user defarmiert oder sonstwie einer sarkastischen Ironie ausgesertzt hat.
wen nach so langer zeit ,aus der DDR- zeit kleine menschliche Ärgernisse noch so polarisieren steckt immer mehr dahinter als man zugeben möchte ?
dein persönliches schiksal ist mir dabei völlig egal , weil ich es nicht kenne und auch kein bedarf dannach besteht.
alt - hergebrachtes Unschuldsdenken oder Schuldbewusstsein ,der alten garde, gibt's bei mir nicht .
aus dem einfachen Grund, das ich mir keiner schuld bewusst bin .
mitleid für dich ? heul weiter gegen uns .
mitleid kriegen dann die wahren, armen, dieser Gesellschaft von mir .
dja , dies ist nun mal die ganz persönliche Meinung von einem ehemaligen Verbrecher .


[/quote

Der Frank mit dem WIR Gefühl , ich habe von Dir gelesen Du warst ein kleines Rad , jetzt bist Du wieder der Grosse , der sich mit den Verantwortlichen gleichstellt , warst Du damals ein Mitläufer oder nur heute . Solltest Du wirklich Mitleid mit den wahren Armen der Gesellschaft haben , dann ja wohl mit Dir .


ja ,ich war ein kleines rad im grossen getriebe des mfs, was anderes habe ich nie behauptet und zum wohl der jenigen dessen beiträge ich hier lesen muss, ist das auch gut so .
ach , weisst du ich zähle mich gern zu den armen dieser gesellschaft ,zumindest schreiben die nicht solche minderbemittelten beiträge.
beweise mir einen persönlichen kontakt zu einem ehemaligen angehörigen des mfs ausserhalb dieses Forums.
da man das nicht kann müsste man nach über zwanzig jahren der Auflösung des mfs eine Therapie bei seiner krankenkasse beantragen oder einfach nur die Fresse halten .



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#462

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.04.2014 04:15
von hexenmeister67 | 148 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #459
Zitat von hexenmeister67 im Beitrag #455
Zitat von B208 im Beitrag #454
Zitat von B208 im Beitrag #426
@Hexenmeister67 , ich bin doch in Deinen Augen ein ANDERSDENKENDER !!!

Bitte erkläre mir WER hat in der DDR vor '89 Andersdenkende zum Schweigen gebracht und WIE wurden sie zum Schweigen gebracht ?

passt ja evtl. genau in dieses Thema .


@Hexenmeister67 ,
hab ich was überlesen ? oder gibt es keine Antwort von Dir ?


Du hast was überlesen ich hatte geschrieben das dir das nur die beantworten können die dafür verantwortlich sind.



Sorry , DU hast geschrieben , dass Andersdenkende zum Schweigen gebracht wurden , dann solltes DU das auch erklären .
Die Verantwortlichen leugnen das ja , was Du behauptest .



Wäre es dir lieber ich hätte gesagt das es nicht so war? Das es so war darüber bestehen doch offensichtlich keine Zweifel oder willst du vielleicht behaupten das all die betroffenen Lügen? Beweise gibt es ja genug siehe z.b Robert Havemann da ist es mir vollkommen egal ob einige Verantwortliche es leugnen. Du kannst schlecht sagen die Verantwortlichen leugnen das dazu müsstest du wissen wer alles verantwortlich war und zwar jede einzelne Person ebenso müsstest du wissen ob sich jede einzelne Person dazu geäußert hat und wie sie sich geäußert haben. Wenn du so sehr daran interessiert bist frage doch Leute wie Wolfgang Schwanitz. Wenn du nicht weißt wie das gemacht wurde hast du dich sicher nicht genug informiert. Informieren sollte man sich nicht anhand von Schlagzeilen man muss sich intensiver mit solchen Sachen beschäftigen dauert zwar länger aber kleine Teile ergeben irgendwann eine Plausible Antwort. Ich finde es sinnfrei das du wiederholt von mir verlangst das ich Sachen erklären soll in die ich keinerlei Einblick hatte und das auch offensichtlich ist. Wenn du der Meinung bist das es reicht wenn die Verantwortlichen leugnen und es demnach keine Beweise gibt ist das gegenüber den Betroffenen mehr als fragwürdig. Ich kann mir denken was du mit deiner Frage erreichen willst aber auf so ein Niveau hebe ich mich nicht hinab dazu ist das Thema zu ernst.



Adam hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#463

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.04.2014 04:40
von B208 | 1.350 Beiträge

Fällt es Dir so schwer in diesem ernsten Thema eine einfache kurze Antwort auf meine Frage zu geben ?

DU hast in die Diskussion das Verhalten gegenüber Andersdenkender eingebracht , nicht ich . Du hast davon gesprochen , daß sie zum Schweigen gebracht wurden . Und ich Frage DICH , von wem und wie . Wo ist bei den Antworten die Gefahr auf ein niedriges Niveau zu kommen .


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#464

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.04.2014 04:45
von hexenmeister67 | 148 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #463
Fällt es Dir so schwer in diesem ernsten Thema eine einfache kurze Antwort auf meine Frage zu geben ?

DU hast in die Diskussion das Verhalten gegenüber Andersdenkender eingebracht , nicht ich . Du hast davon gesprochen , daß sie zum Schweigen gebracht wurden . Und ich Frage DICH , von wem und wie . Wo ist bei den Antworten die Gefahr auf ein niedriges Niveau zu kommen .



Dann guckst du mal in die Richtlinie 1/76 da wird ausführlich erklärt wie so was gemacht wird das leugnen der Verantwortlichen wird somit gegenstandslos.



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#465

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.04.2014 08:03
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #439

Solange sich heutzutage auch nur Einer aus der alten Garde das Recht herausnimmt ,- die Schilderung meiner persönlichen Beschwerlichkeiten mit ironischem Sarkasmus zu kommentieren - solange muss ich davon ausgehen - das ein gewachsenes Schuldbewusstsein noch nicht in Sicht ist,-
habe die Ehre , meine Herren...



Hallo,
dein Recht Erlebtes, ist immer subkjektiv, als Beschwerlichkeit zum empfinden gibt der "alten Garde" ebenso das Recht es ohne Schuldbewußtsein nur lächerlich zu finden, ironisch-sarkastisch zu kommentieren. Die keinen Grund sehen irgendein Schulbewußtsein zu entwickeln

Oder anders Sensibilität, warum auch immer, ist nicht wertvoller als emotionale Resilenz. So wie die Superbefindlichen damit ihre Umgebung nerven, so dürfen die Kaltschnäuzigen es auch. Unabhängig davon wer "Recht" hat.

Gruß



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#466

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.11.2014 09:52
von UvD815 | 619 Beiträge

Gestern am 08.11.2014 strahlte der WDR am späten Abend eine Doku zum Tode von Kurt Lichtenstein, als erster Toter der innerdeutschen Grenze 1961 aus. Man berichtete über sein Leben als Mitglied in der KPD, seinen Dienst in Spanien bei den internationalen Brigaden, seine frühe
KPD Beziehung zu Erich Honnecker, die Inhaftierung seiner Frau im KZ Ravensbrück.
Als Zeitungsredakteur wollte er im Herbst 1961 einen Artikel über die innerdeutsche Grenze / Zonengrenze veröffentlichen. Auffällig fuhr er mit seinen roten Ford Taunus an der Zonengrenze entlang, fotografierte u dokumentierte. In täglichen Telefonaten mit der Ehefrau, gab er an, dass er sich
verfolgt fühle.
Im Rahmen der Rekonstruktion u Gerichtsverhandlung 1998 tauchte ein Obduktionsbericht auf, welchne 1961 eine Assistentsärztin für sich behielt.
Ein Schuß in die Hüfte ( laut Karte durch die GreSos von links, Höhe 10 m Streifen ) und ein Schuß in die rechte Brust - aus Rtg. Strasse Westdeutschland, wo jedoch keine Grenzer standen.
Zudem wurde die Frontscheibe vom Ford zerschossen, obwohl dass Fahrzeug nicht in Schußrichtung der Grenzer stand.
Auch ein Sanitäter der Grenztruppe schilderte im Beitrag seinen Einsatz zur Bergung und zur langen Zeit des Abtransportes in eine Poliklinik den Fall, bis die " andere Dienststelle " sofort kam und die Sanitäter wegschickte.

Beide Grenzer wurden daher auch in der Gerichtsverhandlung freigesprochen.
Interessant war auch, dass 1998 ein wichtiger Augenzeuge im Gehöft ums Leben kam und das Gehöft niederbrannte.

Neben Zollbeamten kamen auch Familienangehörige und Zeugen der Orte Böckwitz und Zicherie im Beitrag zu Wort


zuletzt bearbeitet 09.11.2014 13:48 | nach oben springen

#467

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.11.2014 12:06
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Gab es Morde durch das MfS? Sicherlich. Jedoch im Verhältnis zum sowjetischen KGB verschwindend wenig.

Die Staatsgründung der DDR war nicht Volkeswunsch, sondern der Suche geschuldet. Insbesondere deren politischen Ausrichtung. Dementsprechend war auch die Grenze mit ihren Schutztechniken gegen die eigene Bevölkerung gerichtet um die eigene Macht zu erhalten. Die von der DDR Führung definierte Sabotage kann man aus historischer Sicht als Widerstand bezeichnen. Die wenigsten Verbrecher waren Grenzverletzer und andersherum.

Es wurde hier Cuba genannt, mit Euros lässt es sich dort sehr angenehm leben.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.11.2014 12:08 | nach oben springen

#468

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.11.2014 12:12
von Rostocker | 7.721 Beiträge

Zitat von AkkuGK1 im Beitrag #467
Gab es Morde durch das MfS? Sicherlich. Jedoch im Verhältnis zum sowjetischen KGB verschwindend wenig.

Die Staatsgründung der DDR war nicht Volkeswunsch, sondern der Suche geschuldet. Insbesondere deren politischen Ausrichtung. Dementsprechend war auch die Grenze mit ihren Schutztechniken gegen die eigene Bevölkerung gerichtet um die eigene Macht zu erhalten. Die von der DDR Führung definierte Sabotage kann man aus historischer Sicht als Widerstand bezeichnen. Die wenigsten Verbrecher waren Grenzverletzer und andersherum.

Es wurde hier Cuba genannt, mit Euros lässt es sich dort sehr angenehm leben.


Akku GK1--Du solltest beim vergleich die Morde des amerikanischen Geheimdienstes CIA mit hinzufügen.Und die werden wohl ziehmlich hoch liegen.


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#469

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.11.2014 12:18
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von AkkuGK1 im Beitrag #467
Gab es Morde durch das MfS? Sicherlich. Jedoch im Verhältnis zum sowjetischen KGB verschwindend wenig.

Die Staatsgründung der DDR war nicht Volkeswunsch, sondern der Suche geschuldet. Insbesondere deren politischen Ausrichtung. Dementsprechend war auch die Grenze mit ihren Schutztechniken gegen die eigene Bevölkerung gerichtet um die eigene Macht zu erhalten. Die von der DDR Führung definierte Sabotage kann man aus historischer Sicht als Widerstand bezeichnen. Die wenigsten Verbrecher waren Grenzverletzer und andersherum.

Es wurde hier Cuba genannt, mit Euros lässt es sich dort sehr angenehm leben.


Woher nimmst du diese Sicherheit?

@Vierkrug kann da(und hat schon) anderes berichten


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#470

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.11.2014 12:25
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Rostocker im Beitrag #468
Zitat von AkkuGK1 im Beitrag #467
Gab es Morde durch das MfS? Sicherlich. Jedoch im Verhältnis zum sowjetischen KGB verschwindend wenig.

Die Staatsgründung der DDR war nicht Volkeswunsch, sondern der Suche geschuldet. Insbesondere deren politischen Ausrichtung. Dementsprechend war auch die Grenze mit ihren Schutztechniken gegen die eigene Bevölkerung gerichtet um die eigene Macht zu erhalten. Die von der DDR Führung definierte Sabotage kann man aus historischer Sicht als Widerstand bezeichnen. Die wenigsten Verbrecher waren Grenzverletzer und andersherum.

Es wurde hier Cuba genannt, mit Euros lässt es sich dort sehr angenehm leben.


Akku GK1--Du solltest beim vergleich die Morde des amerikanischen Geheimdienstes CIA mit hinzufügen.Und die werden wohl ziehmlich hoch liegen.


Das die CIA keine weisenknaben sind dürfte bekannt sein. Was der NKWD abzog sprengt jede Vorstellung. Ché war auch nicht DIE Lichtgestalt.


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#471

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.11.2014 12:48
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #466
Gestern am 08.11.2014 strahlte der WDR am späten Abend eine Doku zum Tode von Kurt Lichtenstein, als erster Toter der innerdeutschen Grenze 1961 aus. Man berichtete über sein Leben als Mitglied in der KPD, seinen Dienst in Spanien bei den internationalen Brigaden, seine frühe
KPD Beziehung zu Erich Honnecker, die Inhaftierung seiner Frau im KZ Ravensbrück.
Als Zeitungsredakteur wollte er im Herbst 1961 einen Artikel über die innerdeutsche Grenze / Zonengrenze veröffentlichen. Auffällig fuhr er mit seinen roten Ford Mustang an der Zonengrenze entlang, fotografierte u dokumentierte. In täglichen Telefonaten mit der Ehefrau, gab er an, dass er sich
verfolgt fühle.
Im Rahmen der Rekonstruktion u Gerichtsverhandlung 1998 tauchte ein Obduktionsbericht auf, welchne 1961 eine Assistentsärztin für sich behielt.
Ein Schuß in die Hüfte ( laut Karte durch die GreSos von links, Höhe 10 m Streifen ) und ein Schuß in die rechte Brust - aus Rtg. Strasse Westdeutschland, wo jedoch keine Grenzer standen.
Zudem wurde die Frontscheibe vom Ford zerschossen, obwohl dass Fahrzeug nicht in Schußrichtung der Grenzer stand.
Auch ein Sanitäter der Grenztruppe schilderte im Beitrag seinen Einsatz zur Bergung und zur langen Zeit des Abtransportes in eine Poliklinik den Fall, bis die " andere Dienststelle " sofort kam und die Sanitäter wegschickte.

Beide Grenzer wurden daher auch in der Gerichtsverhandlung freigesprochen.
Interessant war auch, dass 1998 ein wichtiger Augenzeuge im Gehöft ums Leben kam und das Gehöft niederbrannte.

Neben Zollbeamten kamen auch Familienangehörige und Zeugen der Orte Böckwitz und Zicherie im Beitrag zu Wort





rot mark. Als Stasivernehmer hätte ich dich jetzt angeschrieen, "sie lügen wie gedruckt". Du hättest geantwortet, "nein es ist keine Lüge".
Dann hätte ich dir gesagt, der Ford Mustang wird erst seit April 1964 gebaut. Wie konnte er also im Herbst 1961 an der Zonengrenze auftauchen ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#472

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.11.2014 13:47
von UvD815 | 619 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #471
Zitat von UvD815 im Beitrag #466
Gestern am 08.11.2014 strahlte der WDR am späten Abend eine Doku zum Tode von Kurt Lichtenstein, als erster Toter der innerdeutschen Grenze 1961 aus. Man berichtete über sein Leben als Mitglied in der KPD, seinen Dienst in Spanien bei den internationalen Brigaden, seine frühe
KPD Beziehung zu Erich Honnecker, die Inhaftierung seiner Frau im KZ Ravensbrück.
Als Zeitungsredakteur wollte er im Herbst 1961 einen Artikel über die innerdeutsche Grenze / Zonengrenze veröffentlichen. Auffällig fuhr er mit seinen roten Ford Mustang an der Zonengrenze entlang, fotografierte u dokumentierte. In täglichen Telefonaten mit der Ehefrau, gab er an, dass er sich
verfolgt fühle.
Im Rahmen der Rekonstruktion u Gerichtsverhandlung 1998 tauchte ein Obduktionsbericht auf, welchne 1961 eine Assistentsärztin für sich behielt.
Ein Schuß in die Hüfte ( laut Karte durch die GreSos von links, Höhe 10 m Streifen ) und ein Schuß in die rechte Brust - aus Rtg. Strasse Westdeutschland, wo jedoch keine Grenzer standen.
Zudem wurde die Frontscheibe vom Ford zerschossen, obwohl dass Fahrzeug nicht in Schußrichtung der Grenzer stand.
Auch ein Sanitäter der Grenztruppe schilderte im Beitrag seinen Einsatz zur Bergung und zur langen Zeit des Abtransportes in eine Poliklinik den Fall, bis die " andere Dienststelle " sofort kam und die Sanitäter wegschickte.

Beide Grenzer wurden daher auch in der Gerichtsverhandlung freigesprochen.
Interessant war auch, dass 1998 ein wichtiger Augenzeuge im Gehöft ums Leben kam und das Gehöft niederbrannte.

Neben Zollbeamten kamen auch Familienangehörige und Zeugen der Orte Böckwitz und Zicherie im Beitrag zu Wort





rot mark. Als Stasivernehmer hätte ich dich jetzt angeschrieen, "sie lügen wie gedruckt". Du hättest geantwortet, "nein es ist keine Lüge".
Dann hätte ich dir gesagt, der Ford Mustang wird erst seit April 1964 gebaut. Wie konnte er also im Herbst 1961 an der Zonengrenze auftauchen ?



Der Beitrag wurde korrigiert, es war ein Ford Taunus, Farbe rot...


siehe auch :

http://www.spiegel.de/einestages/tod-an-...e-a-947265.html

http://www.google.de/imgres?imgurl=http:...ved=0CEAQ9QEwBg


zuletzt bearbeitet 09.11.2014 13:51 | nach oben springen


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