#221

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 15:41
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Hufklaus im Beitrag #215
@Merkur , jetzt mal ganz im Ernst, ich bevorzuge nicht die Auseinandersetzung über längst vergangene Zeiten hier im Forum. Klingt vielleicht zunächst unglaubhaft.
Niemandem gegenüber verweigere ich das Gespräch.Und hier ist wohl niemand dem anderen Rechenschaft schuldig.
Mit nicht wenigen ehem. MA oder IM, auch mit einigen damals eigenen, habe ich persönlich gesprochen, diskutiert und debattiert, ich schwöre Dir, es floss kein Blut.
Einzig und allein ist es für mich nicht hinnehmbar, wenn ehem. MA oder IM noch heute offen die Rechtmäßigkeit ihres damaligen Handelns begründen und teilweise aus der Anonymität des Netzes heraus auch noch Diskutanten analysieren, demütigen und/oder psychologisch ausschalten wollen. Das werfe ich nicht Dir direkt vor, aber das hat es auch schon hier gegeben.

Das Geschehene ist geschehen, das zu Lesende kann man lesen, das zu Tuende kann man tun, wenn man will...

VG Klaus


Ein paar Gedanken dazu von mir: Kein Geheimdienst der Welt kommt ohne "Quellen" aus. Im Interesse der Objektivität und einer fairen Aufarbeitung der Vergangenheit, verbietet sich eine pauschale Verurteilung von Menschen die in irgend einer Form mit dem MfS in Kontakt standen, oder selbst Angehörige dieses Ministeriums waren, von selbst. Aber eines kann man wohl heute ganz pauschal sagen: Das Vorhaben ganz normale Zeitgenossen von anderen ganz normalen Zeitgenossen, die nicht selten miteinander befreundet oder verwandt waren, zu bespitzeln, hat sich als eine der größten Fehlleistungen der DDR erwiesen! Ohne wenn und aber! Oder auf gut deutsch: das war einfach nur Scheiße und hat im Endeffekt nichts als Schaden angerichtet.
Selbst die Tatsache das durch IM auch auf Misstände hingewiesen oder Straftaten aufgeklärt wurden, lässt das ganze in der öffentlichen Wahrnehmung in keinem milderen Licht erscheinen. Denn die selben IM hätten möglicherweise auch einem "politisch unzufriedenen Kollegen", die Karriere versaut. Oder noch schlimmeres.
Schönreden und / oder auf heutige Dienste mit Fingern zeigen, bringt nichts. Außer das die Gemüter noch weiter hochkochen. Wie überall gilt es in erster Linie die Gründe zu erforschen, warum ein Staat im aufgeklärten Zwanzigsten Jahrhundert, solch einem Sicherheitswahn verfallen konnte.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


DoreHolm, Ostlandritter und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#222

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 17:17
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #221


1. Das Vorhaben ganz normale Zeitgenossen von anderen ganz normalen Zeitgenossen, die nicht selten miteinander befreundet oder verwandt waren, zu bespitzeln, hat sich als eine der größten Fehlleistungen der DDR erwiesen!

2. Denn die selben IM hätten möglicherweise auch einem "politisch unzufriedenen Kollegen", die Karriere versaut.




Fragen:

zu 1, war das zu DDR-Zeiten bekannt, den Menschen bewußt?

zu 2, war das schlimm für die Volkswirtschaft? War die Personaldecke an qualifizierten Aufsteigern so dünn daß dann aus politischen Gründen
statt des fähigen Kandidaten trittbrettfahrende unfähige superangepasste auf die Positionen kamen?



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#223

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 18:07
von Merkur | 1.021 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #221

Selbst die Tatsache das durch IM auch auf Misstände hingewiesen oder Straftaten aufgeklärt wurden, lässt das ganze in der öffentlichen Wahrnehmung in keinem milderen Licht erscheinen.
Uwe



Warum wohl ?
Weil die Leute seit 25 Jahren gewollt einseitig "politisch gebildet" werden. Ich habe seit 25 Jahren durch die "Meinungs- und Aufarbeitungsindustrie" nicht einen Beitrag gelesen, in dem darüber berichtet worden ist, dass IM des MfS oder IKM der K dazu beigetragen haben, Straftaten zu verhindern, aufzudecken oder aufzuklären. Gleiches gilt für Missstände in der Volkswirtschaft und der Gesellschaft insgesamt. Berichtet wird durch die "Meinungs- und Aufarbeitungsindustrie" doch nur, was ins Konzept passt. Und wenn man 25 Jahre so berieselt wird und die tatsächlichen Gegebenheiten, eingebettet in den historischen Kontext, nicht kennt, kann kein anderes Ergebnis als das derzeitige erzielt werden. Das ist System und so gewollt. Damit will ich nicht in Abrede stellen, dass die Sicherheitskonzeption z. T. überzogen war und dadurch viele zu Feinden gemacht wurden, die eigentlich keine waren und mit deren Ansichten und Problemen sich hätte die Politik beschäftigen müssen. Die Delegierung der Probleme dieser Leute an die Sicherheitsorgane war ein untaugliches Mittel und musste scheitern. Hier hätte es einer anderen Lösung bedurft. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist, dass die DDR durchaus Feinde hatte, für die der Begriff FEIND durchaus zutreffend war. Diese arbeiteten mit konspirativen Mittel und Methoden gegen den Staat DDR und konnten auch nur mit solchen Mitteln und Methoden abgewehrt werden. Aber über die wird auch kaum berichtet, zumindest nicht von der genannten Industrie.



Damals87, LO-Wahnsinn, DoreHolm, Feliks D., Alfred, passport und Pitti53 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.04.2014 18:12 | nach oben springen

#224

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 18:51
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #221
Zitat von Hufklaus im Beitrag #215
@Merkur , jetzt mal ganz im Ernst, ich bevorzuge nicht die Auseinandersetzung über längst vergangene Zeiten hier im Forum. Klingt vielleicht zunächst unglaubhaft.
Niemandem gegenüber verweigere ich das Gespräch.Und hier ist wohl niemand dem anderen Rechenschaft schuldig.
Mit nicht wenigen ehem. MA oder IM, auch mit einigen damals eigenen, habe ich persönlich gesprochen, diskutiert und debattiert, ich schwöre Dir, es floss kein Blut.
Einzig und allein ist es für mich nicht hinnehmbar, wenn ehem. MA oder IM noch heute offen die Rechtmäßigkeit ihres damaligen Handelns begründen und teilweise aus der Anonymität des Netzes heraus auch noch Diskutanten analysieren, demütigen und/oder psychologisch ausschalten wollen. Das werfe ich nicht Dir direkt vor, aber das hat es auch schon hier gegeben.

Das Geschehene ist geschehen, das zu Lesende kann man lesen, das zu Tuende kann man tun, wenn man will...

VG Klaus


Ein paar Gedanken dazu von mir: Kein Geheimdienst der Welt kommt ohne "Quellen" aus. Im Interesse der Objektivität und einer fairen Aufarbeitung der Vergangenheit, verbietet sich eine pauschale Verurteilung von Menschen die in irgend einer Form mit dem MfS in Kontakt standen, oder selbst Angehörige dieses Ministeriums waren, von selbst. Aber eines kann man wohl heute ganz pauschal sagen: Das Vorhaben ganz normale Zeitgenossen von anderen ganz normalen Zeitgenossen, die nicht selten miteinander befreundet oder verwandt waren, zu bespitzeln, hat sich als eine der größten Fehlleistungen der DDR erwiesen! Ohne wenn und aber! Oder auf gut deutsch: das war einfach nur Scheiße und hat im Endeffekt nichts als Schaden angerichtet.
Selbst die Tatsache das durch IM auch auf Misstände hingewiesen oder Straftaten aufgeklärt wurden, lässt das ganze in der öffentlichen Wahrnehmung in keinem milderen Licht erscheinen. Denn die selben IM hätten möglicherweise auch einem "politisch unzufriedenen Kollegen", die Karriere versaut. Oder noch schlimmeres.
Schönreden und / oder auf heutige Dienste mit Fingern zeigen, bringt nichts. Außer das die Gemüter noch weiter hochkochen. Wie überall gilt es in erster Linie die Gründe zu erforschen, warum ein Staat im aufgeklärten Zwanzigsten Jahrhundert, solch einem Sicherheitswahn verfallen konnte.

Gruß an alle
Uwe


ein schöner Beitrag von dir,
als damaliger ABV sollte man diesen Sicherheitswahn doch gekannt haben,
oder irre ich mich da
Lutze


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wer nicht kämpft hat schon verloren
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#225

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 18:59
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Zitat von Merkur im Beitrag #223
Zitat von ABV im Beitrag #221

Selbst die Tatsache das durch IM auch auf Misstände hingewiesen oder Straftaten aufgeklärt wurden, lässt das ganze in der öffentlichen Wahrnehmung in keinem milderen Licht erscheinen.
Uwe



Warum wohl ?
Weil die Leute seit 25 Jahren gewollt einseitig "politisch gebildet" werden. Ich habe seit 25 Jahren durch die "Meinungs- und Aufarbeitungsindustrie" nicht einen Beitrag gelesen, in dem darüber berichtet worden ist, dass IM des MfS oder IKM der K dazu beigetragen haben, Straftaten zu verhindern, aufzudecken oder aufzuklären. Gleiches gilt für Missstände in der Volkswirtschaft und der Gesellschaft insgesamt. Berichtet wird durch die "Meinungs- und Aufarbeitungsindustrie" doch nur, was ins Konzept passt. Und wenn man 25 Jahre so berieselt wird und die tatsächlichen Gegebenheiten, eingebettet in den historischen Kontext, nicht kennt, kann kein anderes Ergebnis als das derzeitige erzielt werden. Das ist System und so gewollt. Damit will ich nicht in Abrede stellen, dass die Sicherheitskonzeption z. T. überzogen war und dadurch viele zu Feinden gemacht wurden, die eigentlich keine waren und mit deren Ansichten und Problemen sich hätte die Politik beschäftigen müssen. Die Delegierung der Probleme dieser Leute an die Sicherheitsorgane war ein untaugliches Mittel und musste scheitern. Hier hätte es einer anderen Lösung bedurft. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist, dass die DDR durchaus Feinde hatte, für die der Begriff FEIND durchaus zutreffend war. Diese arbeiteten mit konspirativen Mittel und Methoden gegen den Staat DDR und konnten auch nur mit solchen Mitteln und Methoden abgewehrt werden. Aber über die wird auch kaum berichtet, zumindest nicht von der genannten Industrie.



Waren das die Kellerkinder der Umweltbibliothek?


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#226

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 19:37
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #224
Zitat von ABV im Beitrag #221
Zitat von Hufklaus im Beitrag #215
@Merkur , jetzt mal ganz im Ernst, ich bevorzuge nicht die Auseinandersetzung über längst vergangene Zeiten hier im Forum. Klingt vielleicht zunächst unglaubhaft.
Niemandem gegenüber verweigere ich das Gespräch.Und hier ist wohl niemand dem anderen Rechenschaft schuldig.
Mit nicht wenigen ehem. MA oder IM, auch mit einigen damals eigenen, habe ich persönlich gesprochen, diskutiert und debattiert, ich schwöre Dir, es floss kein Blut.
Einzig und allein ist es für mich nicht hinnehmbar, wenn ehem. MA oder IM noch heute offen die Rechtmäßigkeit ihres damaligen Handelns begründen und teilweise aus der Anonymität des Netzes heraus auch noch Diskutanten analysieren, demütigen und/oder psychologisch ausschalten wollen. Das werfe ich nicht Dir direkt vor, aber das hat es auch schon hier gegeben.

Das Geschehene ist geschehen, das zu Lesende kann man lesen, das zu Tuende kann man tun, wenn man will...

VG Klaus


Ein paar Gedanken dazu von mir: Kein Geheimdienst der Welt kommt ohne "Quellen" aus. Im Interesse der Objektivität und einer fairen Aufarbeitung der Vergangenheit, verbietet sich eine pauschale Verurteilung von Menschen die in irgend einer Form mit dem MfS in Kontakt standen, oder selbst Angehörige dieses Ministeriums waren, von selbst. Aber eines kann man wohl heute ganz pauschal sagen: Das Vorhaben ganz normale Zeitgenossen von anderen ganz normalen Zeitgenossen, die nicht selten miteinander befreundet oder verwandt waren, zu bespitzeln, hat sich als eine der größten Fehlleistungen der DDR erwiesen! Ohne wenn und aber! Oder auf gut deutsch: das war einfach nur Scheiße und hat im Endeffekt nichts als Schaden angerichtet.
Selbst die Tatsache das durch IM auch auf Misstände hingewiesen oder Straftaten aufgeklärt wurden, lässt das ganze in der öffentlichen Wahrnehmung in keinem milderen Licht erscheinen. Denn die selben IM hätten möglicherweise auch einem "politisch unzufriedenen Kollegen", die Karriere versaut. Oder noch schlimmeres.
Schönreden und / oder auf heutige Dienste mit Fingern zeigen, bringt nichts. Außer das die Gemüter noch weiter hochkochen. Wie überall gilt es in erster Linie die Gründe zu erforschen, warum ein Staat im aufgeklärten Zwanzigsten Jahrhundert, solch einem Sicherheitswahn verfallen konnte.

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Uwe


ein schöner Beitrag von dir,
als damaliger ABV sollte man diesen Sicherheitswahn doch gekannt haben,
oder irre ich mich da
Lutze



Lutze noch mal ganz speziell für dich: meine ABV-Dienstzeit beschränkt sich auf die Zeit vom Septemer 1989-September 1990. Ich war damals ein ganz kleiner fünfundzwanzigjähriger Hauptwachtmeister, dessen Tätigkeit vor der ABV-Zeit überwiegend auf den Streifendienst beschränkte.
Wie sollte ich oder andere Polizisten das ganze Ausmaß des Sicherheitswahns gekannt haben?
Liest du die Beiträge hier nicht mit, oder wie kommt es das du immer die selben, ich drücke es mal vorsichtig aus, unklugen Fragen stellst?

Gruß Uwe


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#227

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 19:46
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von SET800 im Beitrag #222

Zitat von ABV im Beitrag #221


1. Das Vorhaben ganz normale Zeitgenossen von anderen ganz normalen Zeitgenossen, die nicht selten miteinander befreundet oder verwandt waren, zu bespitzeln, hat sich als eine der größten Fehlleistungen der DDR erwiesen!

2. Denn die selben IM hätten möglicherweise auch einem "politisch unzufriedenen Kollegen", die Karriere versaut.




Fragen:

zu 1, war das zu DDR-Zeiten bekannt, den Menschen bewußt?

zu 2, war das schlimm für die Volkswirtschaft? War die Personaldecke an qualifizierten Aufsteigern so dünn daß dann aus politischen Gründen
statt des fähigen Kandidaten trittbrettfahrende unfähige superangepasste auf die Positionen kamen?



Zu 1)Für denkende Bürger ja!

Zu 2.)
Jo,nach meiner Meinung,galt Parteizugehöhrigkeit mehr als der technische Revolutzer....die Jungen wollen da immer was ändern..selbst wense nen juuten Mentor Professor hatten,der Ihnen viel Wissen mit auf den Weg gab,aber dann kommste vonne Uni wieder ins "normale"Leben....
dann kanns schwer werden....inne Tortenkiste,
ja nach meiner Meinung auch nen Sarchnagel für die DDR....

Gruss BO


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#228

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 19:51
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #226
Zitat von Lutze im Beitrag #224
Zitat von ABV im Beitrag #221
Zitat von Hufklaus im Beitrag #215
@Merkur , jetzt mal ganz im Ernst, ich bevorzuge nicht die Auseinandersetzung über längst vergangene Zeiten hier im Forum. Klingt vielleicht zunächst unglaubhaft.
Niemandem gegenüber verweigere ich das Gespräch.Und hier ist wohl niemand dem anderen Rechenschaft schuldig.
Mit nicht wenigen ehem. MA oder IM, auch mit einigen damals eigenen, habe ich persönlich gesprochen, diskutiert und debattiert, ich schwöre Dir, es floss kein Blut.
Einzig und allein ist es für mich nicht hinnehmbar, wenn ehem. MA oder IM noch heute offen die Rechtmäßigkeit ihres damaligen Handelns begründen und teilweise aus der Anonymität des Netzes heraus auch noch Diskutanten analysieren, demütigen und/oder psychologisch ausschalten wollen. Das werfe ich nicht Dir direkt vor, aber das hat es auch schon hier gegeben.

Das Geschehene ist geschehen, das zu Lesende kann man lesen, das zu Tuende kann man tun, wenn man will...

VG Klaus


Ein paar Gedanken dazu von mir: Kein Geheimdienst der Welt kommt ohne "Quellen" aus. Im Interesse der Objektivität und einer fairen Aufarbeitung der Vergangenheit, verbietet sich eine pauschale Verurteilung von Menschen die in irgend einer Form mit dem MfS in Kontakt standen, oder selbst Angehörige dieses Ministeriums waren, von selbst. Aber eines kann man wohl heute ganz pauschal sagen: Das Vorhaben ganz normale Zeitgenossen von anderen ganz normalen Zeitgenossen, die nicht selten miteinander befreundet oder verwandt waren, zu bespitzeln, hat sich als eine der größten Fehlleistungen der DDR erwiesen! Ohne wenn und aber! Oder auf gut deutsch: das war einfach nur Scheiße und hat im Endeffekt nichts als Schaden angerichtet.
Selbst die Tatsache das durch IM auch auf Misstände hingewiesen oder Straftaten aufgeklärt wurden, lässt das ganze in der öffentlichen Wahrnehmung in keinem milderen Licht erscheinen. Denn die selben IM hätten möglicherweise auch einem "politisch unzufriedenen Kollegen", die Karriere versaut. Oder noch schlimmeres.
Schönreden und / oder auf heutige Dienste mit Fingern zeigen, bringt nichts. Außer das die Gemüter noch weiter hochkochen. Wie überall gilt es in erster Linie die Gründe zu erforschen, warum ein Staat im aufgeklärten Zwanzigsten Jahrhundert, solch einem Sicherheitswahn verfallen konnte.

Gruß an alle
Uwe


ein schöner Beitrag von dir,
als damaliger ABV sollte man diesen Sicherheitswahn doch gekannt haben,
oder irre ich mich da
Lutze



Lutze noch mal ganz speziell für dich: meine ABV-Dienstzeit beschränkt sich auf die Zeit vom Septemer 1989-September 1990. Ich war damals ein ganz kleiner fünfundzwanzigjähriger Hauptwachtmeister, dessen Tätigkeit vor der ABV-Zeit überwiegend auf den Streifendienst beschränkte.
Wie sollte ich oder andere Polizisten das ganze Ausmaß des Sicherheitswahns gekannt haben?
Liest du die Beiträge hier nicht mit, oder wie kommt es das du immer die selben, ich drücke es mal vorsichtig aus, unklugen Fragen stellst?

Gruß Uwe


erst mit 25 Jahren von den Sicherheitswahn erfahren?,
mir war es schon als Jugendlicher bekannt,
und dir nicht?,kann ich nicht glauben
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
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#229

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 19:52
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Merkur im Beitrag #223
Zitat von ABV im Beitrag #221

Selbst die Tatsache das durch IM auch auf Misstände hingewiesen oder Straftaten aufgeklärt wurden, lässt das ganze in der öffentlichen Wahrnehmung in keinem milderen Licht erscheinen.
Uwe



Warum wohl ?
Weil die Leute seit 25 Jahren gewollt einseitig "politisch gebildet" werden. Ich habe seit 25 Jahren durch die "Meinungs- und Aufarbeitungsindustrie" nicht einen Beitrag gelesen, in dem darüber berichtet worden ist, dass IM des MfS oder IKM der K dazu beigetragen haben, Straftaten zu verhindern, aufzudecken oder aufzuklären. Gleiches gilt für Missstände in der Volkswirtschaft und der Gesellschaft insgesamt. Berichtet wird durch die "Meinungs- und Aufarbeitungsindustrie" doch nur, was ins Konzept passt. Und wenn man 25 Jahre so berieselt wird und die tatsächlichen Gegebenheiten, eingebettet in den historischen Kontext, nicht kennt, kann kein anderes Ergebnis als das derzeitige erzielt werden. Das ist System und so gewollt. Damit will ich nicht in Abrede stellen, dass die Sicherheitskonzeption z. T. überzogen war und dadurch viele zu Feinden gemacht wurden, die eigentlich keine waren und mit deren Ansichten und Problemen sich hätte die Politik beschäftigen müssen. Die Delegierung der Probleme dieser Leute an die Sicherheitsorgane war ein untaugliches Mittel und musste scheitern. Hier hätte es einer anderen Lösung bedurft. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist, dass die DDR durchaus Feinde hatte, für die der Begriff FEIND durchaus zutreffend war. Diese arbeiteten mit konspirativen Mittel und Methoden gegen den Staat DDR und konnten auch nur mit solchen Mitteln und Methoden abgewehrt werden. Aber über die wird auch kaum berichtet, zumindest nicht von der genannten Industrie.




@Merkur , rot mark.
warum sollte über diese noch berichtet werden? "Die Schlacht" ist geschlagen, der "Feind" am Boden, nun ist Ruhe im Karton. so einfach ist das zu erklären


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#230

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 19:53
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #228
Zitat von ABV im Beitrag #226
Zitat von Lutze im Beitrag #224
Zitat von ABV im Beitrag #221
Zitat von Hufklaus im Beitrag #215
@Merkur , jetzt mal ganz im Ernst, ich bevorzuge nicht die Auseinandersetzung über längst vergangene Zeiten hier im Forum. Klingt vielleicht zunächst unglaubhaft.
Niemandem gegenüber verweigere ich das Gespräch.Und hier ist wohl niemand dem anderen Rechenschaft schuldig.
Mit nicht wenigen ehem. MA oder IM, auch mit einigen damals eigenen, habe ich persönlich gesprochen, diskutiert und debattiert, ich schwöre Dir, es floss kein Blut.
Einzig und allein ist es für mich nicht hinnehmbar, wenn ehem. MA oder IM noch heute offen die Rechtmäßigkeit ihres damaligen Handelns begründen und teilweise aus der Anonymität des Netzes heraus auch noch Diskutanten analysieren, demütigen und/oder psychologisch ausschalten wollen. Das werfe ich nicht Dir direkt vor, aber das hat es auch schon hier gegeben.

Das Geschehene ist geschehen, das zu Lesende kann man lesen, das zu Tuende kann man tun, wenn man will...

VG Klaus


Ein paar Gedanken dazu von mir: Kein Geheimdienst der Welt kommt ohne "Quellen" aus. Im Interesse der Objektivität und einer fairen Aufarbeitung der Vergangenheit, verbietet sich eine pauschale Verurteilung von Menschen die in irgend einer Form mit dem MfS in Kontakt standen, oder selbst Angehörige dieses Ministeriums waren, von selbst. Aber eines kann man wohl heute ganz pauschal sagen: Das Vorhaben ganz normale Zeitgenossen von anderen ganz normalen Zeitgenossen, die nicht selten miteinander befreundet oder verwandt waren, zu bespitzeln, hat sich als eine der größten Fehlleistungen der DDR erwiesen! Ohne wenn und aber! Oder auf gut deutsch: das war einfach nur Scheiße und hat im Endeffekt nichts als Schaden angerichtet.
Selbst die Tatsache das durch IM auch auf Misstände hingewiesen oder Straftaten aufgeklärt wurden, lässt das ganze in der öffentlichen Wahrnehmung in keinem milderen Licht erscheinen. Denn die selben IM hätten möglicherweise auch einem "politisch unzufriedenen Kollegen", die Karriere versaut. Oder noch schlimmeres.
Schönreden und / oder auf heutige Dienste mit Fingern zeigen, bringt nichts. Außer das die Gemüter noch weiter hochkochen. Wie überall gilt es in erster Linie die Gründe zu erforschen, warum ein Staat im aufgeklärten Zwanzigsten Jahrhundert, solch einem Sicherheitswahn verfallen konnte.

Gruß an alle
Uwe


ein schöner Beitrag von dir,
als damaliger ABV sollte man diesen Sicherheitswahn doch gekannt haben,
oder irre ich mich da
Lutze



Lutze noch mal ganz speziell für dich: meine ABV-Dienstzeit beschränkt sich auf die Zeit vom Septemer 1989-September 1990. Ich war damals ein ganz kleiner fünfundzwanzigjähriger Hauptwachtmeister, dessen Tätigkeit vor der ABV-Zeit überwiegend auf den Streifendienst beschränkte.
Wie sollte ich oder andere Polizisten das ganze Ausmaß des Sicherheitswahns gekannt haben?
Liest du die Beiträge hier nicht mit, oder wie kommt es das du immer die selben, ich drücke es mal vorsichtig aus, unklugen Fragen stellst?

Gruß Uwe


erst mit 25 Jahren von den Sicherheitswahn erfahren?,
mir war es schon als Jugendlicher bekannt,
und dir nicht?,kann ich nicht glauben
Lutze



@Lutze nicht alle waren solche Blitzmerker wie du. Manche brauchen eben etwas längere Zeit


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#231

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 19:57
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Lutze ein Blitzmerker?


frank, Krepp und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#232

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 19:59
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #228
Zitat von ABV im Beitrag #226
Zitat von Lutze im Beitrag #224
Zitat von ABV im Beitrag #221
Zitat von Hufklaus im Beitrag #215
@Merkur , jetzt mal ganz im Ernst, ich bevorzuge nicht die Auseinandersetzung über längst vergangene Zeiten hier im Forum. Klingt vielleicht zunächst unglaubhaft.
Niemandem gegenüber verweigere ich das Gespräch.Und hier ist wohl niemand dem anderen Rechenschaft schuldig.
Mit nicht wenigen ehem. MA oder IM, auch mit einigen damals eigenen, habe ich persönlich gesprochen, diskutiert und debattiert, ich schwöre Dir, es floss kein Blut.
Einzig und allein ist es für mich nicht hinnehmbar, wenn ehem. MA oder IM noch heute offen die Rechtmäßigkeit ihres damaligen Handelns begründen und teilweise aus der Anonymität des Netzes heraus auch noch Diskutanten analysieren, demütigen und/oder psychologisch ausschalten wollen. Das werfe ich nicht Dir direkt vor, aber das hat es auch schon hier gegeben.

Das Geschehene ist geschehen, das zu Lesende kann man lesen, das zu Tuende kann man tun, wenn man will...

VG Klaus


Ein paar Gedanken dazu von mir: Kein Geheimdienst der Welt kommt ohne "Quellen" aus. Im Interesse der Objektivität und einer fairen Aufarbeitung der Vergangenheit, verbietet sich eine pauschale Verurteilung von Menschen die in irgend einer Form mit dem MfS in Kontakt standen, oder selbst Angehörige dieses Ministeriums waren, von selbst. Aber eines kann man wohl heute ganz pauschal sagen: Das Vorhaben ganz normale Zeitgenossen von anderen ganz normalen Zeitgenossen, die nicht selten miteinander befreundet oder verwandt waren, zu bespitzeln, hat sich als eine der größten Fehlleistungen der DDR erwiesen! Ohne wenn und aber! Oder auf gut deutsch: das war einfach nur Scheiße und hat im Endeffekt nichts als Schaden angerichtet.
Selbst die Tatsache das durch IM auch auf Misstände hingewiesen oder Straftaten aufgeklärt wurden, lässt das ganze in der öffentlichen Wahrnehmung in keinem milderen Licht erscheinen. Denn die selben IM hätten möglicherweise auch einem "politisch unzufriedenen Kollegen", die Karriere versaut. Oder noch schlimmeres.
Schönreden und / oder auf heutige Dienste mit Fingern zeigen, bringt nichts. Außer das die Gemüter noch weiter hochkochen. Wie überall gilt es in erster Linie die Gründe zu erforschen, warum ein Staat im aufgeklärten Zwanzigsten Jahrhundert, solch einem Sicherheitswahn verfallen konnte.

Gruß an alle
Uwe


ein schöner Beitrag von dir,
als damaliger ABV sollte man diesen Sicherheitswahn doch gekannt haben,
oder irre ich mich da
Lutze



Lutze noch mal ganz speziell für dich: meine ABV-Dienstzeit beschränkt sich auf die Zeit vom Septemer 1989-September 1990. Ich war damals ein ganz kleiner fünfundzwanzigjähriger Hauptwachtmeister, dessen Tätigkeit vor der ABV-Zeit überwiegend auf den Streifendienst beschränkte.
Wie sollte ich oder andere Polizisten das ganze Ausmaß des Sicherheitswahns gekannt haben?
Liest du die Beiträge hier nicht mit, oder wie kommt es das du immer die selben, ich drücke es mal vorsichtig aus, unklugen Fragen stellst?

Gruß Uwe


erst mit 25 Jahren von den Sicherheitswahn erfahren?,
mir war es schon als Jugendlicher bekannt,
und dir nicht?,kann ich nicht glauben
Lutze



@Lutze: du willst mir doch nicht im Ernst erzählen wollen, dass du bereits als Jugendlicher im Detail gewusst hast, was in der DDR " alles so abging"? Das kann ich nun wieder beim besten Willen nicht glauben.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#233

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 20:06
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #232
Zitat von Lutze im Beitrag #228
Zitat von ABV im Beitrag #226
Zitat von Lutze im Beitrag #224
Zitat von ABV im Beitrag #221
Zitat von Hufklaus im Beitrag #215
@Merkur , jetzt mal ganz im Ernst, ich bevorzuge nicht die Auseinandersetzung über längst vergangene Zeiten hier im Forum. Klingt vielleicht zunächst unglaubhaft.
Niemandem gegenüber verweigere ich das Gespräch.Und hier ist wohl niemand dem anderen Rechenschaft schuldig.
Mit nicht wenigen ehem. MA oder IM, auch mit einigen damals eigenen, habe ich persönlich gesprochen, diskutiert und debattiert, ich schwöre Dir, es floss kein Blut.
Einzig und allein ist es für mich nicht hinnehmbar, wenn ehem. MA oder IM noch heute offen die Rechtmäßigkeit ihres damaligen Handelns begründen und teilweise aus der Anonymität des Netzes heraus auch noch Diskutanten analysieren, demütigen und/oder psychologisch ausschalten wollen. Das werfe ich nicht Dir direkt vor, aber das hat es auch schon hier gegeben.

Das Geschehene ist geschehen, das zu Lesende kann man lesen, das zu Tuende kann man tun, wenn man will...

VG Klaus


Ein paar Gedanken dazu von mir: Kein Geheimdienst der Welt kommt ohne "Quellen" aus. Im Interesse der Objektivität und einer fairen Aufarbeitung der Vergangenheit, verbietet sich eine pauschale Verurteilung von Menschen die in irgend einer Form mit dem MfS in Kontakt standen, oder selbst Angehörige dieses Ministeriums waren, von selbst. Aber eines kann man wohl heute ganz pauschal sagen: Das Vorhaben ganz normale Zeitgenossen von anderen ganz normalen Zeitgenossen, die nicht selten miteinander befreundet oder verwandt waren, zu bespitzeln, hat sich als eine der größten Fehlleistungen der DDR erwiesen! Ohne wenn und aber! Oder auf gut deutsch: das war einfach nur Scheiße und hat im Endeffekt nichts als Schaden angerichtet.
Selbst die Tatsache das durch IM auch auf Misstände hingewiesen oder Straftaten aufgeklärt wurden, lässt das ganze in der öffentlichen Wahrnehmung in keinem milderen Licht erscheinen. Denn die selben IM hätten möglicherweise auch einem "politisch unzufriedenen Kollegen", die Karriere versaut. Oder noch schlimmeres.
Schönreden und / oder auf heutige Dienste mit Fingern zeigen, bringt nichts. Außer das die Gemüter noch weiter hochkochen. Wie überall gilt es in erster Linie die Gründe zu erforschen, warum ein Staat im aufgeklärten Zwanzigsten Jahrhundert, solch einem Sicherheitswahn verfallen konnte.

Gruß an alle
Uwe


ein schöner Beitrag von dir,
als damaliger ABV sollte man diesen Sicherheitswahn doch gekannt haben,
oder irre ich mich da
Lutze



Lutze noch mal ganz speziell für dich: meine ABV-Dienstzeit beschränkt sich auf die Zeit vom Septemer 1989-September 1990. Ich war damals ein ganz kleiner fünfundzwanzigjähriger Hauptwachtmeister, dessen Tätigkeit vor der ABV-Zeit überwiegend auf den Streifendienst beschränkte.
Wie sollte ich oder andere Polizisten das ganze Ausmaß des Sicherheitswahns gekannt haben?
Liest du die Beiträge hier nicht mit, oder wie kommt es das du immer die selben, ich drücke es mal vorsichtig aus, unklugen Fragen stellst?

Gruß Uwe


erst mit 25 Jahren von den Sicherheitswahn erfahren?,
mir war es schon als Jugendlicher bekannt,
und dir nicht?,kann ich nicht glauben
Lutze



@Lutze: du willst mir doch nicht im Ernst erzählen wollen, dass du bereits als Jugendlicher im Detail gewusst hast, was in der DDR " alles so abging"? Das kann ich nun wieder beim besten Willen nicht glauben.

Gruß Uwe


als 18jähriger inhaftiert,
da lernt man einiges kennen,
das kannst du mir wirklich glauben
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#234

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 20:15
von thomas 48 | 3.579 Beiträge

Ich weiß das gehört nicht zu dem Thema
In diesem Alter wurde ich verhört, war Mitglied der JG, war Mitglied des IMAK, wurde als MA geführt usw. MA gab es auch andere, nicht was du meinst.
habe manches (wenig) über das leben in der DDR, was nicht in der Presse stand, gewußt


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#235

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 20:20
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von ABV im Beitrag #232
Zitat von Lutze im Beitrag #228
Zitat von ABV im Beitrag #226
Zitat von Lutze im Beitrag #224
Zitat von ABV im Beitrag #221
Zitat von Hufklaus im Beitrag #215
@Merkur , jetzt mal ganz im Ernst, ich bevorzuge nicht die Auseinandersetzung über längst vergangene Zeiten hier im Forum. Klingt vielleicht zunächst unglaubhaft.
Niemandem gegenüber verweigere ich das Gespräch.Und hier ist wohl niemand dem anderen Rechenschaft schuldig.
Mit nicht wenigen ehem. MA oder IM, auch mit einigen damals eigenen, habe ich persönlich gesprochen, diskutiert und debattiert, ich schwöre Dir, es floss kein Blut.
Einzig und allein ist es für mich nicht hinnehmbar, wenn ehem. MA oder IM noch heute offen die Rechtmäßigkeit ihres damaligen Handelns begründen und teilweise aus der Anonymität des Netzes heraus auch noch Diskutanten analysieren, demütigen und/oder psychologisch ausschalten wollen. Das werfe ich nicht Dir direkt vor, aber das hat es auch schon hier gegeben.

Das Geschehene ist geschehen, das zu Lesende kann man lesen, das zu Tuende kann man tun, wenn man will...

VG Klaus


Ein paar Gedanken dazu von mir: Kein Geheimdienst der Welt kommt ohne "Quellen" aus. Im Interesse der Objektivität und einer fairen Aufarbeitung der Vergangenheit, verbietet sich eine pauschale Verurteilung von Menschen die in irgend einer Form mit dem MfS in Kontakt standen, oder selbst Angehörige dieses Ministeriums waren, von selbst. Aber eines kann man wohl heute ganz pauschal sagen: Das Vorhaben ganz normale Zeitgenossen von anderen ganz normalen Zeitgenossen, die nicht selten miteinander befreundet oder verwandt waren, zu bespitzeln, hat sich als eine der größten Fehlleistungen der DDR erwiesen! Ohne wenn und aber! Oder auf gut deutsch: das war einfach nur Scheiße und hat im Endeffekt nichts als Schaden angerichtet.
Selbst die Tatsache das durch IM auch auf Misstände hingewiesen oder Straftaten aufgeklärt wurden, lässt das ganze in der öffentlichen Wahrnehmung in keinem milderen Licht erscheinen. Denn die selben IM hätten möglicherweise auch einem "politisch unzufriedenen Kollegen", die Karriere versaut. Oder noch schlimmeres.
Schönreden und / oder auf heutige Dienste mit Fingern zeigen, bringt nichts. Außer das die Gemüter noch weiter hochkochen. Wie überall gilt es in erster Linie die Gründe zu erforschen, warum ein Staat im aufgeklärten Zwanzigsten Jahrhundert, solch einem Sicherheitswahn verfallen konnte.

Gruß an alle
Uwe


ein schöner Beitrag von dir,
als damaliger ABV sollte man diesen Sicherheitswahn doch gekannt haben,
oder irre ich mich da
Lutze



Lutze noch mal ganz speziell für dich: meine ABV-Dienstzeit beschränkt sich auf die Zeit vom Septemer 1989-September 1990. Ich war damals ein ganz kleiner fünfundzwanzigjähriger Hauptwachtmeister, dessen Tätigkeit vor der ABV-Zeit überwiegend auf den Streifendienst beschränkte.
Wie sollte ich oder andere Polizisten das ganze Ausmaß des Sicherheitswahns gekannt haben?
Liest du die Beiträge hier nicht mit, oder wie kommt es das du immer die selben, ich drücke es mal vorsichtig aus, unklugen Fragen stellst?

Gruß Uwe


erst mit 25 Jahren von den Sicherheitswahn erfahren?,
mir war es schon als Jugendlicher bekannt,
und dir nicht?,kann ich nicht glauben
Lutze



@Lutze: du willst mir doch nicht im Ernst erzählen wollen, dass du bereits als Jugendlicher im Detail gewusst hast, was in der DDR " alles so abging"? Das kann ich nun wieder beim besten Willen nicht glauben.

Gruß Uwe


Hallo@ABV, Uwe ich gebe Dir recht, zu dieser Zeit habe ich mehr um die Ladys, Alk und Westmusik gekümmert und wen es am Wochenende zum Tanz ging, welche wird heute auf gerissen und wen das nicht klappte dann wenigstens schön eine auf die Lampe!!
Grüsse steffen52


ABV hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#236

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 20:23
von ABV | 4.202 Beiträge

Erfahrungsgemäß haben viele etwas gewusst, oder geahnt. Der eine weil er inhaftiert war, der andere auf Grund einer Tätigkeit als Polizist und so weiter. Aber über das " Große ganze" haben ganz wenige Bescheid gewusst. Und die saßen ganz weit oben.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#237

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 20:40
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #236
Erfahrungsgemäß haben viele etwas gewusst, oder geahnt. Der eine weil er inhaftiert war, der andere auf Grund einer Tätigkeit als Polizist und so weiter. Aber über das " Große ganze" haben ganz wenige Bescheid gewusst. Und die saßen ganz weit oben.

Gruß Uwe

die ganz Großen da oben hatten Angst
vor den ganz Kleinen da unten,
und politische Häftlinge gab es in der DDR auch nicht,
eine wirklich saubere Arbeit
Lutze


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#238

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 20:50
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Ein paar Gedanken dazu von mir: Kein Geheimdienst der Welt kommt ohne "Quellen" aus. Im Interesse der Objektivität und einer fairen Aufarbeitung der Vergangenheit, verbietet sich eine pauschale Verurteilung von Menschen die in irgend einer Form mit dem MfS in Kontakt standen, oder selbst Angehörige dieses Ministeriums waren, von selbst. Aber eines kann man wohl heute ganz pauschal sagen: Das Vorhaben ganz normale Zeitgenossen von anderen ganz normalen Zeitgenossen, die nicht selten miteinander befreundet oder verwandt waren, zu bespitzeln, hat sich als eine der größten Fehlleistungen der DDR erwiesen! Ohne wenn und aber! Oder auf gut deutsch: das war einfach nur Scheiße und hat im Endeffekt nichts als Schaden angerichtet.
Selbst die Tatsache das durch IM auch auf Misstände hingewiesen oder Straftaten aufgeklärt wurden, lässt das ganze in der öffentlichen Wahrnehmung in keinem milderen Licht erscheinen. Denn die selben IM hätten möglicherweise auch einem "politisch unzufriedenen Kollegen", die Karriere versaut. Oder noch schlimmeres.
Schönreden und / oder auf heutige Dienste mit Fingern zeigen, bringt nichts. Außer das die Gemüter noch weiter hochkochen. Wie überall gilt es in erster Linie die Gründe zu erforschen, warum ein Staat im aufgeklärten Zwanzigsten Jahrhundert, solch einem Sicherheitswahn verfallen konnte.

Gruß an alle
Uwe
[/quote]

Treffender hätte ich das auch nicht besser formulieren können,-
dafür gibts von mir ne " Eins mit Sternchen "


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#239

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 21:00
von Lutze | 8.039 Beiträge

wie viele Menschen haben sich durch die Gängeleien
des MfS sich das Leben genommen?,
darüber wird man wenig finden
Lutze


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#240

RE: wievieleTote gehen auf das Konto der Staatssicherheit?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.04.2014 21:05
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #239
wie viele Menschen haben sich durch die Gängeleien
des MfS sich das Leben genommen?,
darüber wird man wenig finden
Lutze


Wieviele Menschen haben sich wohl durch die Gängelein ihrer Ehepartner das Leben genommen ?

Man kann ja nun dem MfS nicht alles anlasten.....


....................................
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