#61

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 16:21
von Rostocker | 7.733 Beiträge

Auch ja,kurz Anmerken möchte ich noch mal.Das es in unseren Betrieb Kollegen gab,wenn die Kinder ins Kinderferienlager fuhren.Dann wurden einige Kollegen von der Arbeit frei gestellt und fuhren als Betreuer mit,natürlich bekamen sie ihren Lohn weiter.


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#62

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 16:43
von Rostocker | 7.733 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Heute Abend Feliks, ich habe so schon mein Versprechen gegenüber meiner Frau gebrochen, den PC erst ab 18.00Uhr anzustellen.Heute Abend zeigen wir es dem wosch...weil er es uns nicht gönnt.

R-M-R


Na R-M-R;17.45 Uhr werden die Sprinterschuhe angezogen,17.55 Uhr wird die Schreckschußpistole rausgeholt und durchgeladen und um 18.00 Uhr gibt die Frau den Startschuß Und klein Rainer geht zum Surfen ins weite www


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#63

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 17:20
von LO-driver | 750 Beiträge

mein erster richtiger Urlaub ging 1968 mit meinen Eltern und unserer SportAWO mit Seitenwagen nach Boltenhagen an die Ostsee. Geile Fahrt mit so 80 km/h über die Landstrassen. Öfters tanken, viel Zeit und mit guter Laune gings eben.
Als unser Alter Wartburg dann der Familie zur Verfügung stand ging es weiter weg. So nach - Polen Masurische Seenplatte - Karpaten Hohe Tatra in der CSSR - Balaton Ungarn - sogar zwei mal bis nach Bulgarien zum Schwarzen Meer.
Die Umtausch und Visa Formalitäten waren ein Graus. Auch das Planen der Geldausgaben für tanken, Verpflegung, Zeltplatzgebühren und ein wenig Luxus für Museen,Mitbringsel und mal eine Flasche Wein sind zu berechnen.
ganz zu schweigen von der Frage, was ist wenns Auto Streikt? Aber da ist die Gastfreundschaft zu nennen. Bin heute noch beeindruckt von dieser selbstlosen Hilfe. Vieleicht wäre ich ja heute noch auf dem Rückmarsch aus Bulgarien unterwegs ohne die Hilfe. Der abstieg vom Balkangebirge aus über 2000 Meter, mit gebrochenem Vorschalldämpfer wurde schon sehr Laut im nächsten dorf bemerkt. Ruck Zuck war eine Menschentraube ums Auto. Bis uns jemand mit einem Moped zu einer kleinen Werkstadt lotste. Sofort wurde unser Problem ganz one Finanzielle Gegenleistung behoben. Im gegenteil, nach anbieten von Geld verzogen sich die Mienen der Arbeiter in Zorn. So eine Gastfreundschaft gabs nicht mal in der DDR.
Das hatten wir auch gleich bei der Einreise in die selbige über Zinnwald erfahren müssen. Bitte liebe PKE-Leute nehmts mir nicht Übel. Aber bei keiner Grenzkontrolle auf dem Weg von dort bis hier ins Heimatland habe ich so was erlebt. Sollte es auch antrainiert oder Befehl gewesen sein, aber das hat viele der erlebten Urlaubsfreuden gleich wieder auf Null gesetzt. Heute ist mir nun Bekannt wer hinter diesen Grünröcken steckte. Was sollte das bezwecken, die Eigenen Bürger bei der Heimreise ins eigene Land so zu Begrüßen? Nach den letzten 20 Jahren habe ich sowas Gott sei Dank, nirgens mehr in dieser Form erlebt. Auch nicht in Zypern,USA und Australien.
Wie schon geschrieben, gab und giebt es aber viele schöne Ziele auch hier im größer gewordenen Deutschland.
So kenne ich auch die Nordsee bis Helgoland, die Eifel, das Rhein-Mosel Gebiet, die Alpen und den Westharz.

LO-D



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#64

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 17:37
von Landeposten (gelöscht)
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Hallo,genau solch eine "Begrüßung"habe ich auch einmal in Zinnwald erleben dürfen.Der schöne Urlaub von Ungarn kommend war schlagartig vorbei.Wir mußten das ganze Auto,alle Taschen, komplett leer machen.Irgendwie kam es uns vor,daß das kein Zufall sein kann...Wir sind die anderen Male dann über Varnsdorf gefahren,dort waren die Kontrollen gefühlter Maßen nicht so streng.


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#65

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 17:42
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von Landeposten
Hallo,genau solch eine "Begrüßung"habe ich auch einmal in Zinnwald erleben dürfen.Der schöne Urlaub von Ungarn kommend war schlagartig vorbei.Wir mußten das ganze Auto,alle Taschen, komplett leer machen.Irgendwie kam es uns vor,daß das kein Zufall sein kann...Wir sind die anderen Male dann über Varnsdorf gefahren,dort waren die Kontrollen gefühlter Maßen nicht so streng.




da hat euch der zoll kontrolliert und nicht die pke.selbst mich als offizier der gt haben sie gefilzt.da mußte man halt durch


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#66

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 18:03
von LO-driver | 750 Beiträge

Leider habe ich auch in Varnsdorf meine schlechten Erfahrungen gemacht. Meine damalige Freundin und heutige Frau wohnte nur Katzensprünge von dort entfernt. Also haben wir viele Spaziergänge und Autofahrten über diesen gemacht.
Als Tagesreisender bei der Einfahrt nach CZ das Auto auseinander nehmen, sogar die unter der Häkelmütze befindliche Klorolle auszurollen, in der Brieftasche jeden Zettel mit Telefonnummern zu Hinterfragen und das noch getrennt von Feundin. Dabei war es noch das Auto meines Vaters. Ich hätte auf der Stelle irgend etwas zünden können.
Es stand jedenfals in keinem Verhältnis zur Sache, außer die Karteien beim MfS zu füllen.



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#67

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 18:03
von torpedoschlosser | 330 Beiträge

Zitat von Oss`n
Der Oss`n ist immer in die CSSR gefahren.
Nach Prag, das war auch ok, oder zum Zelten nach Doksy.
Vielleicht kennt es ja jemand.
Da konnte man damals noch im Hochwald riesige Lagerfeuer machen und toll am See baden gehen.
Und für die paar Kronen hat es dann auch noch für ne Büchse Ölsardienen gelangt.

Oss`n


hallo Oss'n,
Doksy habe ich auch kennengelernt. War 2 mal dort,da war der Macha-See mit seinem Strandbad (gelbes Sandufer). Wir wohnten in einem Bungalow, mitten im Wald. Die Kinder haben prima miteinander gespielt ohne die Sprache des Anderen zu verstehen. Mit dem Lagerfeuer kann ich total bestätigen. Man konnte sich kreuz und quer im Wald bewegen, nirgendwo gab es Zäune zu den einzelnen "Anwesen".
Gerne erinnere ich mich an diese Zeit!!

mfG Torpedoschlosser


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#68

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 18:10
von LO-driver | 750 Beiträge

Zitat von Pitti53

Zitat von Landeposten
Hallo,genau solch eine "Begrüßung"habe ich auch einmal in Zinnwald erleben dürfen.Der schöne Urlaub von Ungarn kommend war schlagartig vorbei.Wir mußten das ganze Auto,alle Taschen, komplett leer machen.Irgendwie kam es uns vor,daß das kein Zufall sein kann...Wir sind die anderen Male dann über Varnsdorf gefahren,dort waren die Kontrollen gefühlter Maßen nicht so streng.




da hat euch der zoll kontrolliert und nicht die pke.selbst mich als offizier der gt haben sie gefilzt.da mußte man halt durch




Wieso sollte sich der Zoll für Telefonnummern interessieren? Die Ausweispapiere gabs auch erst zum Schluß vom Grünen Mann zurück.



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#69

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 18:11
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

gepäckkontrolle war sache des zoll`s


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#70

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 18:31
von LO-driver | 750 Beiträge

gepäckkontrolle ok. wegen mir auch noch die fragen nach kronen u. ddr mark- aber wie gesagt tellefonnummern aus der brieftasche ???? da muß noch was anderes gelaufen sein. (oder wollte der die nummer meiner freundin?)



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#71

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 18:40
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von LO-driver
gepäckkontrolle ok. wegen mir auch noch die fragen nach kronen u. ddr mark- aber wie gesagt tellefonnummern aus der brieftasche ???? da muß noch was anderes gelaufen sein. (oder wollte der die nummer meiner freundin?)



Stell einfach ein Bild von ihr aus der Zeit ein und wir beginnen zu beratschlagen was er wirklich wollte.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#72

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 18:48
von Landeposten (gelöscht)
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In Varnsdorf ist mir mal folgendes passiert:Ich dachte wohin mit der DDR-und D-Mark...am besten von hinten oben auf das Handschuhfachvon Trabbi geklebt.Das habe ich dann doch nicht gemacht,sondern das Geld einfach lose in die Brusttasche vom Hemd gesteckt.Und was soll ich sagen wo der Kontrolleur als erstes hingefasst hat--als erstes auf die Oberseite vom Handschuhfach.Die Kollegen waren also auch nicht auf der Wurstsuppe daher geschwommen gekommen.


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#73

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 18:57
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

ich hatte 100 mark der ddr im socken.und was passiert?am grenzbahnhof zittau holt mich der zöllner raus ich war immer dran wenn wir zu den tschen fuhren


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#74

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 19:08
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Feliks, danke für die Erinnerung. Aber ich bin eigentlich kein gutes Beispiel für einen Normalo-Werktätigen in der DDR und seinen Urlaub. In jungen Jahren fuhr ich an den Balaton, verschiedene Orte immer zelten. Später dann, ab dem Zeitpunkt, wo ich in diesem Betrieb ( Baubetrieb der Landesverteidigung) gearbeitet habe, gab es X große Ferienheime in der Berliner Ecke, Ostsee, Thüringen, Dresdner Ecke, wo ähnlich wie in großen Kombinaten sich sehr gut Urlaub machen lies. Daneben war ich in dieser Feierabendbrigade, worüber ich schon mal schrieb, und da kam es öfters vor, das wir Ferienheime der Kombinate( Auftraggeber), wo wir vorher arbeiteten, auch gleich für den Urlaub nutzen konnten.
Das war ein großes Beziehungsgeflecht und die DDR bestand aus guten Beziehungen.Daneben kannte ich Privatvermieter in Thüringen und an der Ostsee, das Geld floss also bar auf die Hand.
Meine Frau und ich waren FKK-Anhänger, so das wir fast jedes Jahr an der Ostsee waren, im Winter dann nahe Masserberg zum Langlauf.
Eigentlich immer zwei Wochen Sommer und eine gute Woche im Winter, das war Pflicht.
Um nochmal auf Wolfgang zu kommen, ein Urlaub hing doch nun nicht davon ab, das ich unbedingt nach Ägypten fahren muss oder nach Kanada.
Deutschland ist schön, damals die DDR ebenso, was wollte ich da sonstwo? Muss ich mal so sagen, bin bestimmt eine Ausnahme und heute ist Deutschland noch schöner, was will ich da im Ausland?

R-M-R


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#75

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 19:13
von Rotten (gelöscht)
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DDR & Urlaubsreisen...für Menschen mit Fernweh,sicher nicht die ideale Konstellation.Fürwahr gab und gibt es vieles zu entdecken zwischen Kap Arkona & Bad Elster,aber..
Bei Auslandsreisen(RGW)waren die begrenzte Umtauschmöglichkeit & die nicht konvertierbare DDR-Mark schon ein Problem.
Ausnahme Polen,unbegrenzter Tausch auf der DDR-Notenbank in Zloty war möglich.Jedenfalls ab 1982.
Private Reisen ab 1980 jedoch problematisch,meist nur FDGB & Jugendtourist.Der Tausch von DDR-Mark in
Polen auf dem Schwarzmarkt war gängig,dieses klappte an der polnischen Ostseeküste & auch in Warschau.
Zu genehmen Kursen und fast jeglicher Höhe.Obacht am DDR-Zoll!Zeigte man bspw. 100 DDR-Mark,die man
offiziell mitnahm(grins),mussten diese bei Einreise noch vorhanden sein.
Mit diesem Budget konnte man in Polen sehr gut leben(Gaststätten,Dancing,Clubs),jedoch waren die Geschäfte leer...
Bin jährlich zweimal nach Polen & CSSR gereist,dieses war über den FDGB sehr preiswert.Standardpreis
für Vollverpflegung & guter Unterkunft für 7 Tage, 105 DDR-Mark.Allerdings mit besten Beziehungen.
Reisen ins NSW waren ebenfalls möglich,z.B. Jugendtourist.Mit noch besseren Beziehungen und langer
Warteliste.Habe mich Ende 1984 für eine Griechenland-Reise angemeldet,Bestätigung kam Ende Sommer 1985.Durch Einberufung zu den GT hatt's sich erledigt,Termin wäre Mai 1986 gewesen.
Finanzielles Polster für die Reise: 56 DM von Jugendtourist & 15 DM von der DDR-Notenbank.Für 7 Tage,
Kurs 1:1.
NSW-Reisen gab es auf den FDGB-Urlauberschiffen der DDR("FritzHeckert" , "Völkerfreundschaft" ,
"Arkona").Beste Beziehungen und ein guter Kontostand waren hier erforderlich,z.B. eine Reise auf der
"Arkona" ab Rostock über Lissabon,Ceuta,Genua nach Dubrovnik,ca. 18 Tage, 8500 DDR-Mark für 2 Personen.
Noch eine Anmerkung zum Geldumtausch DDR/CSSR: 20 DDR-Mark für grenznahe Bevölkerung/Touristen(Tages-
fahrt),sonst 40 DDR-Mark(pro Tag).
Noch eine Frage an @all,stimmt es,dass nach der Entlassung bei den GT,für 2 Jahre keine Reisen ins NSW
genehmigt wurden?
Rotten


zuletzt bearbeitet 19.05.2010 19:15 | nach oben springen

#76

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 19:42
von wosch (gelöscht)
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Zitat von wosch

Zitat von Angelo
.




Ja Angelo, hol mal ruhig die alten "Dinger" nach Oben, so kann man auch sehen, was die Weggelaufenden und Weggesperrten so Alles von sich gegeben hatten!!
Auf die Frage, wo man im Urlaub hin konnte, bzw. nicht durfte, fällt mir spontan ein: Nicht überall hin! Davon abgesehen, in der DDR gab es sehr schöne Ecken, in die man teilweise auch nicht rein durfte! Es kam auch manchmal darauf an, wer man war und was man war. Zu Reisen in die befreundeten Bruderländer brauchte man teilweise selbst eine Genehmigung vom eigenen Staat, ins nichtsozialistische Ausland mußte man in der Regel schon so alt sein, daß das Laufen schon langsam zur Qual wurde und innerhalb der DDR mußte man sich, um einen Ferienplatz zu ergattern, oft mit dem zufrieden geben, was die staatliche Fürsorge übrig ließ!! Wer einen Urlaubs-Platz an der Ostsee hatte, bzw. bekam konnte sich freuen, auch wenn er in gewissen Bereichen mit besonderen Einschränkungen leben mußte! Über den "Freien" Deutschen Gewerkschaftsbund gab es die begehrten Plätze, wer da aber das Sagen hatte ist ja wohl noch bekannt: der Alkoholiker Harry Tisch läßt grüssen!! Der hatte garantiert keine Probleme mit solch banalen Dingen wie ´nen Platz an der Sonne, allerdings bekam er die dafür etwas später!

Sorry bin mal wieder vom Thema abgeschweift, nehmt es mir bitte nicht all zu Übel! Dafür gibt es aber wieder einen Schönen Gruß aus Kassel, verbunden mit dem hier:





Ich habe meinen Beitrag von vorhin noch mal hier her geholt, weil ich Denjenigen, die meinten ich hätte hier mal wieder Nonsens geschrieben, die Chance geben möchte, in Ruhe sich jeden einzelnen Satz davon noch einmalzu Gemüte zu führen! Ich denke es bedarf der Klärung ob das was ich geschrieben hatte, stimmt oder nicht!!
Durfte man überall hin um Urlaub zu machen? Ja oder Nein?
Gab es in der DDR schöne Ecken, in die man nicht rein durfte? Ja oder Nein?
Mußte man sich für bestimmte Bruderländer die Erlaubnis zum Dahinreisen vom eigenen Staat holen? Ja oder Nein?
Durfte der DDR-Bürger ohne triftigen Grund ins westliche Ausland reisen? Ja oder Nein?
War es so, daß das Angebot an Ferienplätzen an der Ostsee für den DDR-Bürger in ausreichendem Maße vorhanden war und er nicht auf die Vergabe durch den FDGB, bzw. des Betriebes angewiesen war? Ja oder Nein?
Hatte man überall an seinem Urlaubsplatz, gerade an der Ostsee oder im Harz, uneingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten und das zu jeder Tag-Und Nachzeit? Ja oder Nein?
Durfte der Urlauber zB. in Prerow zum Beispiel sein Paddelboot von zu Hause mit ans Wasser nehmen und mal einfach ein paar hundert Meter rauspaddeln, auch wenn er nicht die Absicht hatte flitzen zu gehen? Ja oder Nein?
Hatte Harry Tisch, der Chef vom Ganzen, für seine Person.....? Ja oder Nein?

So dann beantwortet Ihr doch bitte mal die von mir aufgestellten Fragen und dann sagt mir ob ich was falsches geschrieben hatte!
Für all Diejenigen, die aus meinen Zeilen gelesen haben daß ich der Nachwelt einen Bären aufbinden möchte: Ich kann Euch versichern daß ich sehr wohl weiß, daß es Privatquartiere gab, aber ich weiß auch daß die in der Regel schon für Jahre immer an die gleichen Personen vergeben waren und der Rest der Bevölkerung konnte die Ostsee im Schnelldurchlauf erleben, oder er mußte sich auf den riesigen Zeltplätzen sein Dach über´n Kopf bauen.
All das hat natürlich der Freude keinen Abruch getan, Hauptsache man konnte auf dem Wasse den Horizont sehen, zum Ärgern war sowieso keine Zeit, denn zu kurz war der Urlaub immer!

Schönen Gruß aus Kassel.

PS: Ich hatte einen guten Bekannten, der arbeitete am Theater. Anfang der 60er Jahre hatte er das große Glück, daß man ihm als Dank für "vorbildliche Leistungen" gestattete an einer Schiffsreise mit der "Fritz Heckert" teilzunehmen. In einem norwegischen Fjord sprang er mit einigen Anderen über die Reeling und wurde vom norwegische Lotsenboot aus dem Wasser gezogen. Da sich solche Vorfälle des öfteren ereigneten wurden schon gar keine Häfen mehr angelaufen und später wurden diese Seereisen in die norwegischen Fjorde daraufhin auch eingestellt! Ihr könnt Euch hierzu ja Eure eigenen Gedanken machen!!

Kann denn nicht mal einer von de Experten meine 7 Fragen vom roten Text mit Ja oder Nein beantworten? Traurig, Traurig Eure Zurückhaltung!!
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 20.05.2010 21:03 | nach oben springen

#77

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 19:56
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff

Um nochmal auf Wolfgang zu kommen, ein Urlaub hing doch nun nicht davon ab, das ich unbedingt nach Ägypten fahren muss oder nach Kanada.
Deutschland ist schön, damals die DDR ebenso, was wollte ich da sonstwo? Muss ich mal so sagen, bin bestimmt eine Ausnahme und heute ist Deutschland noch schöner, was will ich da im Ausland?

R-M-R



Rainer Maria Rohloff, Du bist doch sonst so schlau, hast Du nicht gemerkt, daß der Angelo wissen wollte "wo konnte man hin?" Und wenn man darauf antwortet , wird man ja auch noch sagen dürfen, wo man nicht hin konnte!!, Oder? Und mal noch so am Rande, nicht Jeder konnte Gebrauch von den Unterbringungsmöglichkeiten der staatlichen Organe in Anspruch nehmen und damit meine ich jetzt nicht die Unterbringungsmöglichkeiten in Bautzen oder Hohenschönhausen!!
Dein "was wollte ich da sonstwo?" möchte ich mit einer einfachen Gegenfrage beantworten: "was wolltest Du denn da am Balaton?"

Schönen Gruß aus Kassel.


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#78

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 20:03
von Landeposten (gelöscht)
avatar

Gegenfrage beantworten: "was wolltest Du denn da am Balaton?"[/blau]


nach 200m im Wasser versuchen zu schwimmen...


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#79

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 20:30
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Wolfgang, was möchtest du jetzt hören/lesen? Logisch, das der Urlauber in Boltenhagen zum Beispiel, denn da hatte mein Betrieb auch Wohnwagen nicht mit der Luftmatratze lospaddeln konnte, so frei nach dem Motto...Westwärts.
Dann, das in der Nähe von Armeeobjekten nicht gerade mit dem Zeissfernglas die Feldhasen beobachtet werden konnten vom Naturliebhaber,denn das klappte bestimmt im Westen auch nicht.
Weiterhin logisch, das bedingt durch die Staatsgrenze, durch die zwei Blöcke Ost/ West nicht "grenzenlos" Urlaub gemacht werden konnte.
Ist dir jetzt wohler?
Der war gut, Landeposten, der mit dem verdammten Strand am Balaton, wo man endlos laufen musste, um überhaupt baden zu können.
Denke doch nicht, das wir Alle die Ohren angelegt haben, nur weil der Sozialimus dachte, er kann da ein völlig neues Menschenbild schaffen?
So treu und ergeben wie ihr Untertanen, treuen Bausparkassenzahler, Fussballfans mit Jahreskarte, Bildleser, Parteianhänger dem Staate Westdeutschland gegenüber waren wir bestimmt nicht, nein, der Ostdeutsche lebte dazwischen und konnte seinen Staat ganz gut einschätzen...schon vergessen, die DDR war ein Leseland, wir konnte uns also in die USA, nach Kanada und sonstwohin lesen.
Und der Lesestoff war sehr aufschlussreich und nicht zensiert.
Aber ich schweife ab, den Urlaub war das Thema. Also nochmal, wir waren fast eine Insel, auf der eben nicht jeder ein Langstreckenschwimmer war,werden wollte, er gab sich mit dem Strand zufrieden.

R-M-R


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#80

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 19.05.2010 20:47
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Wolfgang, was möchtest du jetzt hören/lesen? Logisch, das der Urlauber in Boltenhagen zum Beispiel, denn da hatte mein Betrieb auch Wohnwagen nicht mit der Luftmatratze lospaddeln konnte, so frei nach dem Motto...Westwärts.
Dann, das in der Nähe von Armeeobjekten nicht gerade mit dem Zeissfernglas die Feldhasen beobachtet werden konnten vom Naturliebhaber,denn das klappte bestimmt im Westen auch nicht.
Weiterhin logisch, das bedingt durch die Staatsgrenze, durch die zwei Blöcke Ost/ West nicht "grenzenlos" Urlaub gemacht werden konnte.
Ist dir jetzt wohler?
Der war gut, Landeposten, der mit dem verdammten Strand am Balaton, wo man endlos laufen musste, um überhaupt baden zu können.
Denke doch nicht, das wir Alle die Ohren angelegt haben, nur weil der Sozialimus dachte, er kann da ein völlig neues Menschenbild schaffen?
So treu und ergeben wie ihr Untertanen, treuen Bausparkassenzahler, Fussballfans mit Jahreskarte, Bildleser, Parteianhänger dem Staate Westdeutschland gegenüber waren wir bestimmt nicht, nein, der Ostdeutsche lebte dazwischen und konnte seinen Staat ganz gut einschätzen...schon vergessen, die DDR war ein Leseland, wir konnte uns also in die USA, nach Kanada und sonstwohin lesen.
Und der Lesestoff war sehr aufschlussreich und nicht zensiert.
Aber ich schweife ab, den Urlaub war das Thema. Also nochmal, wir waren fast eine Insel, auf der eben nicht jeder ein Langstreckenschwimmer war,werden wollte, er gab sich mit dem Strand zufrieden.

R-M-R



Haste wieder ´nen schönen Stuß zusammengeschrieben Rainer, so kenne ich dich!!
Schönen Stuß nach Kassel.


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