#241

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 25.09.2012 23:22
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #235
[quote=josy95|p209981]



..... Treiben und Tun als Vasall Stalins...!


Das Dumme ist daran nur das der Despot, dessen Vasall Ceaușescu gewesen sein soll, bereits 12 Jahre zuvor verstarb. Ceaușescu kam 1965 an die Macht .....

Nostalgiker


Auf welchem Planet lebst Du???

Das hat den "verehrten" Nikolai in keinster Weise davon abgehalten, sich nach dem Vorbild eines Joseph Stalin der Macht zu bedienen...

Das rumänische Volk hat wie einst das italienische mit ihren Diktatoren das einzig richtige getan. Das was eigentlich allen Despoten und Diktatoren wiederfahren sollte. Selbstverständlich proportional. Je despotischer, diktatorischer desto schneller und unnachgiebieger das Urteil incl. Vollstreckung. Hart aber herzlich.

Denn:Wer hätte von diesen Despoten uns, den kleinen Mann gefragt, wenn man in ihren Konflikten uns auf ihr Schlachtfeld geschickt hätte?

Wer, außer unsere Mütter, Väter, Frauen und Kinder würden uns nachtrauern???

Kurz, gerecht und schmerzlos. Dann wäre die Welt auch der heutigen Pseudodemokraten zwar etwas radikaler, aber auch wieder etwas gerechter.

Einfacher gesagt, normales Berufsrisiko von Despoten, Diktatoren & Co. ....!


Gute Nacht! josy95


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#242

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 26.09.2012 16:09
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Die rumänische Lösung fand ich für den Nico und seine Göttergattin Elena auch ganz okay. Ich denke jedoch, das da nur die schnelle Lösung gesucht wurde , um durch ein Bauernopfer sich das Vermögen Rumäniens unter den Nagel zu reißen . Nach meinen Infos haben die alten Kameraden von Nico ganz gut abgesahnt, als sogenannte Wendehälse. Für Diktaturen braucht es auch immer die vielen klein Nicos und von denen gab es und gibt es in R. reichlich.
So eingeschüchtert wie die Rumänen in Nicos "goldenen Zeiten" waren, habe ich nie ein anderes Volk erlebt. Die haben einen Schock erlebt, als ich als DDR-Bürger zwei aufdringliche Securitate- Geheimagenten verjagt habe. Die saßen schneller wieder in ihrem Dacia , als sie da herausgekommen sind.
Da reichte das Wort , ich bin von der deutschen Polizei und schon war Ruhe.
Die Menschen in Rumänien haben mit Sicherheit in großer Angst gelebt und dieses System kann man mit DDR-Verhältnissen nicht vergleichen. Hat meiner Meinung nach, auch mit Bildung und Mentalität zu tun.
Ich bin mal mit einem bekannten durch Rumänien getrampt, der hatte sich 10Jahre mit einem Rumänen geschrieben und wir kamen auf die Idee in Bukarest bei dieser Familie zu übernachten. Die haben sich zwar gefreut Besuch aus Deutschland zu haben, aber hatten Angst, da es in Rumänien ein Gesetz gab, das Ausländer nicht privat übernachten dürfen. Für uns war das zwar seltsam , aber neben der Kirche im Zentrum Bukarests gab es bei beim Katzenmusik, einen angenehmen Schlafplatz bei Nachttemperaturen um die 24 Grad.


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#243

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 26.09.2012 16:57
von josy95 | 4.915 Beiträge

@Eisenacher,
das ist ja leider das ganz, ganz große Problem, das immer genug ***eißhausfliegen oder wie Du formulierst, Wendehälse durch die Maschen schlüpfen, ihrer gerechten Strafe entgehen. Und viel zu oft sitzen die ganz schnell wieder an irgendwelchen Schaltstellen, meißt noch eine Etage höher gerückt...

Haben wir doch zu gut mit unserer Wende erlebt..., die miesesten SED- Bonzen und Einpeitscher von damals sind heute mit die dreckigsten und riegerosesten Kapitalisten im unheilvollen Bunde mit der 3. und 4. Garnitur aus den alten únd verbrauchten Bundesländern...!

Gesucht und gefunden hat sich dieses Pack!



Aber zurück zu Rumänien und Urlaub dort. Mein Arbeitskollege ist dort schon zu DDR- Zeiten öfter hingefahren, meißt zu den vielen Waldeisenbahnen um dort seinem Hobby der Eisenbahnfotografie zu frönen. Er berichtete durchweg positiv was Gastfreundlichkeit ect. anbelangte. In der dortigen Provinz gab es auch nie Stress mit der Polizei (Miliz), eher im Gegenteil. Er berichtete, das er über Bekannte sogar im Streifenwagen der örtl. Polizei mitfahren durfte, um in den eigentlich für Touristen gesperrten Bereich einer dieser Waldeisenbahnen zu kommen. Dafür haben die Polizisten wohl ein sehr gut gefülltes Hausmacherwurstpaket von seinem Bekannten bekommen...

josy95


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zuletzt bearbeitet 26.09.2012 16:58 | nach oben springen

#244

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 26.09.2012 19:04
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Führungskräfte werden immer gebraucht. Erinnert mich an meinen ersten Betriebsleiter. Damals in den 70ziger Jahren sagten die Älteren der hat schon bei Adolf seine Pimpfe geführt, nach dem Krieg war er dann 1. Parteisekretär und selbst nach der Wende hat er noch ein Bundesverdienstkreuz abgestaubt.
In Rumänien war ich auch bei der Oberklasse zu Gast , die hatten kein Problem damit ,einen Ausländer in ihrem Haus schlafen zu lassen. Die haben sich an das System angepasst und konnten damit auch ganz gut leben. Ähnlich wie in der DDR, nur noch sehr viel extremer.
Ich nehme das auch keinem persönlich übel. Man hat ja nur ein Leben und das sollte man nutzen. Da wird dann mitgelaufen , bis der Arzt kommt. Mein Ding war es nie, ich bin einfach nie systemkonform gewesen.
Ich bin mit 14-15Jahren aufgewacht, aus der kommunistischen Indroktination , als mir die Arbeiter während des Unterrichtstages in der sozialistischen Produktion sagten: "Junge versau uns nicht die Norm". Damit war mein Weltbild vom "siegreichen Sozialismus" in Sekunden und für immer zerstört.


zuletzt bearbeitet 26.09.2012 19:23 | nach oben springen

#245

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 26.09.2012 21:42
von Jawa 350 | 676 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #242
Die rumänische Lösung fand ich für den Nico und seine Göttergattin Elena auch ganz okay.



Ich meine es war Mord an einem gewählten Staatsmann ! Er hätte vor ein ordentliches Gericht gehört.

Irgentwo habe ich gelesen, das sich der Schütze bis heute versteckt hat.


MfG
Jawa350
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#246

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 26.09.2012 22:01
von Fritze (gelöscht)
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ich denke in diesem einem Fall war es ok. Der hatte ja auch paar Doppelgänger,da wäre bloss noch gemauschelt worden.


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#247

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 26.09.2012 22:04
von Pit 59 | 10.125 Beiträge

Der Diktator stand doch vor Gericht,und wurde zum Tode Verurteilt.Geschossen wurde übrigens mit 3 Mann aus Kalaschnikows.Der Befehlshaber bereut es in keiner Sekunde,die beiden Mitschützen leiden an Vervolgungswahn,aber Verstecken müssen sie sich nicht,das aber nur weil sie keiner kennt.
Übrigens ein toller Staatsmann,von wem eigentlich gewählt ?


zuletzt bearbeitet 26.09.2012 23:09 | nach oben springen

#248

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 26.09.2012 22:27
von eisenringtheo | 9.159 Beiträge

Mir kam es damals so vor, als hätten die Vetreter des bisherigen Regimes beschlossen, die verhassten Ceaucescus auf rücksichtslose Weise zu beseitigen, um das Volk zu beruhigen und die Unruhen zu beenden... und dann gleich weiterzumachen. Letztlich war es eine Inszenierung zur Machterhaltung..
Theo


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#249

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 26.09.2012 22:46
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #248
Letztlich war es eine Inszenierung zur Machterhaltung...

Ist es das nicht eigentlich immer? Und es sind alle drei Todesschützen namentlich bekannt.
Nur was hat diese Hinrichtung im Ausland mit Urlaub in der DDR zu tun?

Achso, ein paar Quellen noch, bitte zumindest be(tr)achten vorm Off-Topic-Weiter-'Diskutieren' ...
http://www.daniel-ursprung.ch/prozess_ceausescu.htm
http://youtu.be/CAYF1OOrnyU (die dort erwähnte Videoaufzeichnung)
http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2004/12/22/a0182 (Ein Gespräch mit einem der Todesschützen in deutsch)
http://youtu.be./2pk2rxHTrsQ (Anderes Gespräch mit einem anderen Todesschützen in englisch)
http://www.adevarul.ro/sfarsitul_ceauses..._175182994.html (falls man sich bei youtube nicht einloggen will, hier isses embeded.)


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 26.09.2012 23:19 | nach oben springen

#250

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 26.09.2012 22:52
von Fritze (gelöscht)
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man muss halt im Urlaub aufpassen


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#251

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 14.01.2013 15:37
von Ecki | 408 Beiträge

Meine Lieben,

ich wollte nur sagen, dass ich als gelernter DDR-Bürger in der DDR meinen Urlaub immer in der DDR verbracht habe. Thüringer Wald, Erzgebirge, Mecklenburger Seenplatte, Ostsee. Überall gab es etwas schönes zu entdecken. Und die Urlaube waren immer schön. Es kommt immer darauf an, was man daraus macht. Also wegen der Reisefreiheit wollte ich die BRD nun wirklich nicht, mit hat gereicht, was vorhanden war. Meine Reisen in die alten Bundesländer und in das "westliche Ausland" haben meine Meinung bestätigt.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


glasi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#252

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 14.01.2013 18:43
von Schreiberer | 210 Beiträge

Hallo Angelo, man konnte schon in einige Länder reisen. Es gab welche,. die durften in den Westen reisen aber das waren nur recht wenige. . Genossen und so... .Die meisten DDR Bürger mussten sich damit begnügen , in der DDR oder in den restlichen Bruderstaaten, Urlaub zu verbringen. Ich verbrachte meine Urlaube in der DDR, Polen,der CS, Ungarn und in Kiev. Für mich waren diese Reisen immer sehr schön und interessant. Ganz ehrlich aber mit meinen Aluchips , wäre ich im westlichen Ausland nicht wirklich weit gekommen .
Hätte ich die Möglichkeit bekommen, wäre ich trotzdem sehr gerne einmal ins Nichtsozialistische Ausland gereist!!!

Mfg der Schreiberer


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#253

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 14.01.2013 18:56
von jecki09 | 422 Beiträge

ecki #251

ich wollte nur sagen, dass ich als gelernter DDR-Bürger in der DDR meinen Urlaub immer in der DDR verbracht habe. Thüringer Wald, Erzgebirge, Mecklenburger Seenplatte, Ostsee. Überall gab es etwas schönes zu entdecken. Und die Urlaube waren immer schön. Es kommt immer darauf an, was man daraus macht. Also wegen der Reisefreiheit wollte ich die BRD nun wirklich nicht, mit hat gereicht, was vorhanden war. Meine Reisen in die alten Bundesländer und in das "westliche Ausland" haben meine Meinung bestätigt.

Zu DDR-Zeiten war ich nur 3-mal in der Tschechoslowakei. Werder in Ungarn Polen, Bulgarien oder sonst wo. Ich kann für mich sagen, dass ich nichts vermisst habe.
Fast alle 2 Wochen war ich dafür an der Mecklenburgischen Seenplatte. Da meine Oma dort lebte war ein Angelboot immer dabei. Z.z. steht ein DDR-Boot, Typ Ibis-II, im Garten im Winterquartier. Ab Frühjahr geht es dann wieder über die Havel.

Nach 1990 habe ich natürlich ein paar andere Länder gesehen. So eine richtige "Reisewut" habe ich noch nicht bekommen. Vielleicht bin ich "DDR-geschädigt" Sollte ich jemals ausreisen, dann wäre West-Norwegen (More og Romsdal) mein Favorit.


zuletzt bearbeitet 14.01.2013 18:57 | nach oben springen

#254

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 14.01.2013 20:18
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

In der Regel Ostsee, Mecklenburg. Entweder mit Zelt oder über FDGB oder den firmeneigenen Wohnwagen b. Berlin und Ostsee. Dazu auch Kurzurlaube in CZ, auch weil ich dort Hobby-Tauschpartner hatte und internationale Tauschbörsen stattfanden.
Größte Tour war über Jugendtourist (da war ich 30) eine Reise über Moskau, Nowosibirsk, Irkutsk, Baikalsee und Bratsk. War ein schönen Erlebnis. Dazu muß ich sagen, daß in Moskau das Niveau absteigend etwa von Intourist (mit devisen Zahlende), Reisebüro d. DDR und zuletzt Jugendtourist verlief. Desto mehr wir aber gen Osten kamen, desto mehr glich sich das Niveau an. In Bratsk war praktisch kein Unterschied. Abends in der Bar spielte eine Band. Ich erinnere mich noch an ein armenisches Volkslied, welches als Schlager umgemodelt war. Klang richtig gut. Damals war Abba angesagt und wurde viel gespielt. Das war 1977, also so rückständig waren die im Fernen Osten nun auch wieder nicht. Irgendwann hörte die Band auf und der Sprecher sagte: "Wir begrüßen unsere Gäste aus der fernen DDR". Da wurde uns erst mal bewußt, wo wir eigentlich sind. Längengrad wie mittlere Mongolei. Muß dazu sagen, die Novosibirsker (zumind. Einige) trugen die Nase ganz oben und waren eingebildet wie früher die (Ost)berliner.
Eine weitere Reise nach Kuba, die ich auch bekommen hätte weil kein anderer Bewerber da war, (über die Stadtbezirksleitung des FDGB, und das wußte niemand, daß die auch reisen haben) wurde mir link gemacht. Angeblich MfS-Entscheidung, aber ich weiß es heute besser. Es war ein mißgünstiger, neidischer oder ängstlicher Vorgesetzter, der hier nicht grünes Licht gegeben hatte. Di Zusage, mir dafür eine reise in den Sowjetischen Orient zu besorgen, wurde durch den FDGB nicht eingehalten. Na, und dann kam einige Jahre Später die Wende.



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#255

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 14.01.2013 21:05
von HP6666 | 191 Beiträge

Hallo DoreHolm !
Auch mir wurde mal ( 86/87 etwa ) mal eine Reise nach Kuba angeboten . Irgendwann fragte ich mal nach - und es wird wie bei Dir gewesen sein .
Oder es lag daran , das ich als BU nicht in der Partei war . Jedenfalls wurde nichts draus . Meine Freunde wurden sie deshalb erst recht nicht .
Und meine Urlaube / Ferien habe ich einmal mit Kumpels mit unseren S 50 / S51 übern Harz , Ostseestrände nach Rügen und retour gemacht .
Einmal zum Touristentreffen in Prag . Aber den Rest verbrachte ich in meiner Heimat . Zwischen Bergen , am Fuße unserer Burg , Kirschplantagen ,
großen Buchenwäldern - und heute steht mein Altersruhesitz dort am Bergsee ( -teich ) . Es war eben eine sorglose Kindheit und Jugend - ohne das Gefühl
das Irgendwas fehlen könnte . Und heute begrenzt die Kohle den Horizont . Mal Dänemark zum Angeln , Tante besucht , Beerdigung , Das wars.
Bremen meinen Sohn besuchen ist schon ein Höhepunkt .
Mal berufliche Ausflüge von 3 Tagen Tirol und 2 Tage Bayern waren auch nicht der Brüller .
Soviel dazu .
HP6666


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#256

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 14.01.2013 21:13
von Gelöschtes Mitglied
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Meine Meinung ist,ein Urlaub wird immer so schön,wie man sich ihn selbst gestaltet,egal ob Altmark,Harz,Bayern,Tirol oder British Columbia.......

Gruß ek40


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#257

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 14.01.2013 21:56
von ddr-bürger (gelöscht)
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Meine Urlaube habe ich an der Ostsee (Privatquartier) und am Müritzsee verbracht. Das war über das Automobilwerk FDGB.

Das Ausland habe ich nicht vermißt, die Urlaube waren einfach toll.


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#258

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 14.01.2013 22:32
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Ich hatte großes Fernweh und wollte gerne die Welt sehen & bereisen,(nicht nur die Soz.) und nicht durch ideologischen Schwachsinn daran gehindert werden.
Ich empfand diesen Umstand damals als zutiefst Ungerecht,diese ewige Gängelei und Bevormundung,der man ausgesetzt war.
Zum Glück ist für mich dieses unrühmliche Kapitel Geschichte zu Ende.
Wenn ich will,gehe ich auf morgen auf den Flughafen oder ins Reisebüro (ohne FDJ),buche einen Flug und bin z.B.Übermorgen in Palma oder sonstwo.
Ein anderer fährt eben jedes Jahr an die Ostsee oder in den Thüringer Wald......
Jeder nach seiner Fasson.


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#259

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 15.01.2013 09:00
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Im Betrieb kamen immer die Listen mit den FDGB-Angeboten und da bewarb man sich mit kleinen Kindern meist für die Ostsee, allerdings mit mäßigem Erfolg, also ging es alternativ an irgendeinen See und das war immer ganz schön.
Meistens in einen einfachen Bungalow aber mehr brauchte man auch nicht wenn man Wasser und Ruhe hatte zum Ausspannen.
Meiner Frau und mir gibt das Rumgefliege auch nichts mehr, suchen wieder stille Orte in der Heimat, ist einfach schöner als irgendwo in der Ferne wo alle hingekarrt werden das Geld aus den Taschen gezogen zu bekommen.


zuletzt bearbeitet 15.01.2013 09:01 | nach oben springen

#260

RE: Urlaub in der DDR wo konnte man hin?

in Leben in der DDR 15.01.2013 10:44
von erkoe | 301 Beiträge

Zitat von Gast im Beitrag #3
Für Westler: unvorstellbare Prozeduren, die man teilweise als DDR-Bürger absolvieren mußte!

Der visafreie Reiseverkehr war in den 80gern nur noch in die CSSR möglich. Selbst mit Polen wurde nach den Solidarnosc-Protesten der visafreie Reiseverkehr ausgesetzt. Ansonsten mußtest Du "wie als minderjährige Göre bei Papi und Mami" den Staat per Antrag frühzeitig um Erlaubnis fragen. Zum Beispiel konnte es gut sein, daß Dein 2 Monate laufender Antrag auf ein Ausreise-Visum nach Ungarn abgelehnt wurde. Natürlich ohne Angabe von Gründen, versteht sich! Man ist ja bürgerfreundlich zu seinen "Persönlichkeiten der entwickelten, sozialistischen Gesellschaft"...

"Wenn Papa NEIN sagt, heißt es NEIN! Basta!"

Bleiben wir bei Ungarn:
Gründe für eine Ablehnung konnten vermutete Unzuverlässigkeiten in der Einschätzung Deiner Person sein. Dazu kam aber auch das Problem des Geldumtauschs. Ungarn hatte einfach keine Lust, die ollen DDR-Mark gegen wertvollere Forint einzutauschen. Denn in Ungarn konnte man für sein Geld auch etwas bekommen! Westkosmetika gab es in jeder Budapester Drogerie. Andere Waren westlicher Produktion auch. Coca Cola und österreichisches "Gösser"-Pils in den Restaurants, usw.... Öfters auch mal Westreklame an den Gebäuden oder Strassenbahnen in Budapest. Ab 1986 eine Mc-Donalds-Filiale im Zentrum. Nicht ganz der Westen: aber ein bißchen...:"Budapest, das Paris des Ostens"!

Da hieß es für den findigen DDR-Bürger: DM mitnehmen!! Denn das erlaubte Tages-Kontingent, was DDR-Bürger tauschen durften, war auf 40 DDR-Mark pro Tag begrenzt. Dafür bekam man 200 Forint. "Zu wenig zum Leben. Zu viel, um zu sterben" kann ich da nur sagen!
Im Gegensatz zum frechen DDR-Schwindelkurs (DDR-Mark/D-Mark West 1:1!) bekam man als Westdeutscher in Ungarn etwa das 3 1/2-fache für seine harte D-Mark. Natürliche ohne Tausch-Beschränkungszwang von "nur 40 Mark pro Tag".

Natürlich wußten auch die Devisenjäger der DDR an den Grenzen von der Notlage der eigenen Bürger. Wenn sich Westdeutsche über die Kontrollen der DDR-Zöllner beschwerten: ostdeutsche Reisende nach Ungarn hatten da teilweise ganz andere Prozeduren zu ertragen.
Ist ja auch klar: wenn man angesichts einer nahenden "Notlage" bereit ist, seine kostbaren D-Mark an jeder Stelle zu verstecken, sind die DDR-Devisenjäger angehalten, stichpunktartig auch alle Stellen akribisch zu kontrollieren!

Außerdem konnte man als DDR-Bürger versuchen, noch eine weitere "Ungarn-Zollerklärung" zu ergattern. Denn die ungarischen Banken tauschten den (lächerlichen) Tagessatz von 40-DDR-Mark/200 Forint pro Tag unter Vorlage (und Entwertung) der DDR-Zollerklärung. Hatte man eine 2.Zollerklärung, konnte man auch den doppelten Tagessatz tauschen.... Auch da passte der DDR-Zoll am Flughafen oder an den Übergängen höllisch auf...

Für Westler: unvorstellbare Zustände!


************
Ich war mit einem Kumpel, auch OS, im Februar 1987 in Budapest. Kein Schwarzgeld, kein Westgeld. Wir kamen uns vor wie die ärmsten S*****. Ich habe mir im zarten Alter von 19 Jahren meine erste Bravo gekauft (so um die 50 Forint) und aus lauter Angst vor den Grenzern (CSSR/DDR) aus dem Zugfenster geschmissen. Im Vorfeld dieser Reise waren wir öfter beim Polit zu Gast, aber da diese über Jugendtourist lief, gab es visatechnisch überhaupt keine Probleme.

Wir haben dann im Nachhinein aber beschlossen, uns doch lieber am Plauer See im Zelt niederzulassen. Klasse Verpflegung, klasse Mädels (PH Potsdam ) und nur 20 Minuten Weg bis in die Kaserne...

************


Nicht alle Beulen im Helm eines Offiziers stammen vom Klassenfeind...


zuletzt bearbeitet 15.01.2013 10:45 | nach oben springen


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