#21

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 28.07.2009 19:43
von manudave (gelöscht)
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Natürlich,

wobei viele darauf wertlegen, dass es mit dem Kommunismus nichts mehr zu tun hat. Sogar in westdeutschen Großstädten gibt es das mittlerweile.


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#22

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 28.07.2009 19:52
von Berliner (gelöscht)
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Quelle: DVD So war die DDR, Teil 4: Geh voran, Pionier!

Berliner


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#23

Naja was

in Leben in der DDR 28.07.2009 21:27
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Naja was war Jugendweihe.Vor der eigendlichen Jugendweihe gab es so eine Art Jugendstunden.Die waren für die meisten verbunden mit einer Fahrt ins Konzentrationslager zu geschichtlichen Aufklärung,meistens war es das KZ Buchenwald.
Am Tag der Jugendweihe selber,war dann vormittags die Feierstunde--Gelöbnis-Aufnahme in der Erwachsenen-Kreis.
Dann begann der fröhliche Akt des Tages,Feierstunde in der Familie mit Verwandschaft.Und Geschenke gab es in Form von Briefumschlägen.Man schaute rein ob es schon für Moped oder zum Kofferradio reichte.
Ach ja und noch was,man trank sein erstes Bier und rauchte die erste Zigarette,man war ja nun im Kreise der Erwachsenen angekommen.


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#24

RE: Naja was

in Leben in der DDR 28.07.2009 22:31
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von Rostocker
Und Geschenke gab es in Form von Briefumschlägen.Man schaute rein ob es schon für Moped oder zum Kofferradio reichte.
Ach ja und noch was,man trank sein erstes Bier und rauchte die erste Zigarette,man war ja nun im Kreise der Erwachsenen angekommen.


Rostocker, hast Du was schoenes zur Jungendweihe bekommen ? (zumindest eine geraucht oder eins getrunken ?)

Berliner


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#25

RE: Naja was

in Leben in der DDR 28.07.2009 23:05
von Rostocker | 7.719 Beiträge

ICH glaube ich hatte mir damals ein Kofferradio zu gegelegt.Marke Stern Hobby oder Stern Party.
,


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#26

RE: Naja was

in Leben in der DDR 28.07.2009 23:38
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von Rostocker
ICH glaube ich hatte mir damals ein Kofferradio zu gegelegt.Marke Stern Hobby oder Stern Party.
,


hier ist eine "Hobby" und eine "Party"

Berliner

Angefügte Bilder:
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#27

RE: Naja was

in Leben in der DDR 28.07.2009 23:41
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Die Jugendweihe stammte aus der freireligiösen bürgerlichen Bewegung. Sie wurde vor allem von proletarischen Vereinen übernommen. Was auch immer der ideologische Ballast dieser Sache war, für mich war es ein sehr schöner Tag. Er endete für mich unvergessen, als meine Oma mit leicht glasigen Äuglein, rosigen Bäckchen und einem seeligen Lächeln in unserem großen Zimmer stand und "Oh wie wohl ist mir am Abend" sang. Neben vielen Büchern erhielt ich Geldgeschenke, wieviel, weiß ich nicht mehr. Mir erschien es jedenfalls viel.

Aber mal was anderes, neben dem ideologischen Ballast, der heute immer um diese Themen gerankt wird, als hätte es nichts anderes gegeben: Ich empfehle mal wieder aus der Filmreihe "Die Chronik der Kinder von Golzow" den Film "Da habt ihr mein Leben - Marieluise, Kind von Golzow". Ansehen, es ist keine Antwort auf die "drängenden Fragen der heutigen Zeit", aber es ist ein Zeitzeugnis. Und kein schlechtes!

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#28

RE: Naja was

in Leben in der DDR 29.07.2009 00:26
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Mit der Chronik-Die Kinder von Golzow--gebe ich dir voll recht,Rainman.
Es ist ein Zeitzeugnis,wo man Menschen aus den Oderbruch seit Kindesalter bis zum Erwachsen werden hinein in die Wendezeit begleitet hat.Also ihr Erwachsen werden und was aus ihnen wird.Ich fand diese Filmreportage sehr aufschlußreich.Ich würde sie jeden empfehlen,wenn sich mal die Möglichkeit ergibt,sie sich an zu schauen.
Ich selber habe diese Filmreihe das letzte mal gesehen,vor 1 oder 2 Jahren im Fernsehn.Wurde einmal in der Woche gesendet.


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#29

RE: Naja was

in Leben in der DDR 29.07.2009 01:12
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von Rainman2
Ich empfehle mal wieder aus der Filmreihe "Die Chronik der Kinder von Golzow" den Film "Da habt ihr mein Leben - Marieluise, Kind von Golzow". Ansehen, es ist keine Antwort auf die "drängenden Fragen der heutigen Zeit", aber es ist ein Zeitzeugnis. Und kein schlechtes!



Zitat von Rostocker
Mit der Chronik-Die Kinder von Golzow--gebe ich dir voll recht,Rainman.
Es ist ein Zeitzeugnis,wo man Menschen aus den Oderbruch seit Kindesalter bis zum Erwachsen werden hinein in die Wendezeit begleitet hat.Also ihr Erwachsen werden und was aus ihnen wird.Ich fand diese Filmreportage sehr aufschlußreich.Ich würde sie jeden empfehlen,wenn sich mal die Möglichkeit ergibt,sie sich an zu schauen.
Ich selber habe diese Filmreihe das letzte mal gesehen,vor 1 oder 2 Jahren im Fernsehn.Wurde einmal in der Woche gesendet.


wieso habe ich das Gefuehl, Ihr wollt es mir an die Nase binden dass ich kein deutsches Fernsehen empfangen kann.
So nah dran, aber doch so weit weg...

Berliner


zuletzt bearbeitet 29.07.2009 01:13 | nach oben springen

#30

RE: Naja was

in Leben in der DDR 29.07.2009 04:10
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Berliner
wieso habe ich das Gefuehl, Ihr wollt es mir an die Nase binden dass ich kein deutsches Fernsehen empfangen kann.
So nah dran, aber doch so weit weg...

Kuck mal hier. Wundert mich das Du die nicht hast, nachdem Du sonst so ziemlich alle DVD's hast.

Ist die laengste Dokumentarfilmproduktion der Welt (Spieldauer: 2590 Minuten), das meiste absolut sehenswert, vor allem der Umbruch, und wie die Menschen damit umgingen.
-Th


zuletzt bearbeitet 29.07.2009 04:12 | nach oben springen

#31

RE: Naja was

in Leben in der DDR 29.07.2009 05:17
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von CaptnDelta
Zitat von Berliner
wieso habe ich das Gefuehl, Ihr wollt es mir an die Nase binden dass ich kein deutsches Fernsehen empfangen kann.
So nah dran, aber doch so weit weg...

Kuck mal hier. Wundert mich das Du die nicht hast, nachdem Du sonst so ziemlich alle DVD's hast.

Ist die laengste Dokumentarfilmproduktion der Welt (Spieldauer: 2590 Minuten), das meiste absolut sehenswert, vor allem der Umbruch, und wie die Menschen damit umgingen.
-Th

Hi Thomas,

haste Recht, war das erste was ich gemacht habe.

2 Probleme haette ich damit nur:

1. der Preis, hat so ueber 200 Euro gekostet
2. der Preis waere aber nicht so das Problem, angesichts der ca. 200 DVDs die ich schon aus Deutschland gekauft habe, nur dass ich gerade mit einer anderen Serie ein Problem hatte, und ich will dieses Missgeschick nicht wiederholen.

D.h. ich habe mich getraut Heimat anzuschauen, und das fiel wirklich ins Wasser. Bin entweder gleich eingeschlafen oder gleich auch entsetzt, ich kann mich nicht mehr erinnern. Und dann kam noch Fassbinders "ich weiss nicht mehr welcher" Platz. Sollte eigentlich ein grosser Hit sein, aber die gleiche Reaktion.

Ich weiss nicht, ob ich ein richtiger Prolet bin oder, ob mir solche "tiefsinnige" Serien nicht gefallen, aber ich hab' nur keinen Magen dafuer. Stundenlang kann ich "logische" Dokus anschauen, aber speist Du mir etwas "artistisches" zu, wird mir gleich uebel. Ist halt so.

Und davor hatte ich so ein bisschen Angst (ausser meiner finanziellen Lage). Wenn es nur die eine DVD gaebe waere das ideal...

Berliner

PS ich sollte dazu kurz sagen, ich hab' nicht "alle" DVDs die mit der DDR zu tun haben, sondern praktisch die gelaeufigen Dokus. Diese Filmreihe ist nie in meinen Suchen bei amazon.de aufgetaucht. Ich richte mich normalerweise nach der Rubrik "Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch", nachdem ich sowas wie "DVD DDR" gesucht habe. Oder auch es tauchen Filme in den Dokus auf, usw.. Ist kompliziert, aber das sind mittlerweile (ueber die DDR, oder DDR bezogen) nur um die 30-50 glaube ich, mehr nicht.


zuletzt bearbeitet 29.07.2009 05:27 | nach oben springen

#32

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 29.07.2009 08:52
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Berliner


Bin gespannt auf die Fortsetzung Deiner Story, waere auch interessiert daran ein Echo ueber Deine Erfahrungen im taeglichen Leben, die Auswirkungen und wie Du damit umgegangen bist zu hoeren.

Dank' schoen!
Berliner



Berliner und alle Anderen,

vielen Dank für Dein positives Echo! Will hier nicht unbedingt die Lebensgeschichte meiner Familie und von mir wiedergeben oder mich gar selbst darstellen, das liegt mir total fern, aber denke mal, unser Forum ist eine gute "Stelle", über Erlebtes zu berichten und damit auch über (Einzel-) Schicksale ein objektives Bild zu vermitteln, um endlich mal die unseelige Geschichte des Nachkriegs- und Nachwendedeutschlands etwas aufzuarbeiten und die gemachten Fehler anzuprangern! Auch mit der (bescheidenden) Hoffnung, immer noch was zu verändern bzw. ein bischen späte Gerechtigkeit zu erfahren! Das betrachte ich selbst als Einmischen in die heutige Politik, die nur von Egoismus, Unterbuttern und einer Art Verhöhnung von Einzelschicksalen geprägt zu sein scheint. Andersrum, es ist heute eine von "Oben" bewußt gesteuerte Art Volkssport geworden, sich an Einzelschicksalen regelrecht zu ergötzen und es lapidar damit abzutun, "...da hat wohl einer etwas Pech gehabt..."!man Denn ein ganz wichtiger Aspekt ist: Wer nicht kämpft, hat schon verloren!
Angekündigte Fortsetzung kommt, kann nur etwas dauern. Mein PC zu Haus ist mal wieder richtig abgekackt, muß wohl ein Neuer werden. Kann mich momentan nur in den Pausen von Arbeit aus einklinken. Also, nicht "sauer" sein, vielleicht erhöht es auch ein wenig die Spannung.


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#33

RE: Kirche in der DDR

in Leben in der DDR 31.07.2009 13:05
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von josy95
Angekündigte Fortsetzung:


Hier will (muß) ich ersteinmal Schluß machen. Fortsetzung folgt.

josy95



Kleine (kurze) Fortsetzung:

Unsere kirchliche Erziehung beinhaltete natürlich auch die Teilnahme an der Christenlehre, 1 mal in der Woche 1 Stunde im evangel. Gemeindehaus.
In den ersten Jahren kann ich mich noch gut erinnern, wußte das auch von meinen zwei "großen" Geschwistern (Schwester Jahrg. 1951, Bruder 1953) gab es Probleme mit anderen Kindern und Jugendlichen, die geziehlt aufgehetzt waren, uns natürlich in Überzahl aufzulauern, wenn wir von der Christenlehre kamen, um uns zu verdreschen, unsere Christenlehresachen geklaut, in den Teich geschmissen/ zerrissen um uns damit Angst zu machen. Das ist kein Hokuspokus, kein Anglerlatain!
Mein und noch zwei andere Väter haben das mal "abgepaßt" und sich die Typen gegriffen, was man auch darunter verstehen mag. Das gab denn eben mal einen kleinen Watschen (das macht heute mal!!!) und die "Kampfreserve der Partei" sang und flötete alles raus, was mein Vater und seine Mitstreiter wissen wollten, also wer dahintersteckt. War schon erstaunlich: Sohn von der Pionierleiterin, Lehrersöhne und weitere Söhne (Mädchen waren nicht dabei) von SED- Genossen, die es auch in der DDR zu nichts gebracht haben und es auch heute bestimmt noch nicht geschafft haben, also die typischen Neider und Habenichtse, andersrum primitive SED- Proleten nach dem Muster Mielke und Ulbricht...

Mein Vater hat dann wohl auch einiges über sein Vitamin "B" (Primasprit, ich erwähnte es schon) geregelt bekommen, es war dann urplötzlich Schluß mit den Schikanen.

Meine Eltern haben großen Wert darauf gelegt, das wir nur konfirmiert wurden. Es gab aber auch viele, die haben Konfirmation und Jugendweihe gemacht/ gefeiert. Da hab ich heute noch immer so meine Bedenken, ob das so moralisch so einwandfrei war und nicht in der Nähe von Heuchelei anzusiedeln ist. Will aber auch kein Moralapostel sein, war nur mal so ein Gedankengang.
Für mich steht auch heute noch fest: Gäbe es die DDR noch bzw. wären meine Kinder noch zu DDR- Zeiten zur Schule gegangen, bei mir hätte es das auch nicht gegeben! Einem 14- jährigen mit einem schon gewissen Reifegrad hätte ich freigestellt, sich für eines von den beiden Sachen zu entscheiden, auch ob er Mitglied der FDJ werden will oder nicht. Bis zu diesem Alter hätte ich aber mit meiner Frau allein entschieden! Auch wenn die Entscheidung zur Jugendweihe/ FDJ gegangen wär und mir das im Innersten nicht ganz so gefallen hätte, ich hätte es respektiert.

Fakt ist aber auch eines: Ob zu Zeiten der deutschen Teilung Kinder/ Jugendliche in der DDR zur Christenlehre/ Konfirmanden-/ Kommunionsunterricht "gegangen" sind, ob sie Mitglieder der Pionierorganisation oder der FDJ waren ODER ob in den alten Bundesländern eben nur Christenlehre/ Konfirmation/ kommunion oder vereinzelt auch die Jugendweihe "angesagt" war:
Sie haben dort eines alle gemeinsam gelernt: Du sollst Vater und Mutter, alte Menschen, Schwache und Hilfsbedürftige und auch deren Privatspähre, ihr (schwer erarbeitetes) Eigentum ehren!
Werte, die heute in Deutschland und auch anderswo leider oft Fremdwörter sind!
Und um das zu begreifen, zu verstehen, muß man nicht Christ sein, nur einfach ein ganz (normaler) Mensch...

Fortsetzung folgt!


josy95


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zuletzt bearbeitet 31.07.2009 13:10 | nach oben springen


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