#121

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 09.02.2014 18:23
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Als 86 wahrscheinlich auch paar "Genossen" das Weite suchten, kam der BPO-Mann auch mal zum Abklopfen der Bereitschaft zur Reihenauffüllung zu mir, war schnell beendet das Gespräch, weil sinngemäß hab ich zu ihm gesagt, wenn in der AK nicht ca. 25% der Sendezeit mit dem wiederholten Herunterbeten der Titel und Funktionen von Honecker verbraucht würden, bliebe eventuell auch mal Zeit paar real existierende Probleme zu behandeln.


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.02.2014 18:24 | nach oben springen

#122

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 09.02.2014 18:25
von Pit 59 | 10.142 Beiträge

Sehr gut GW,das war sehr gut


nach oben springen

#123

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 09.02.2014 18:26
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #117
Du sagst es @Freienhagener : Geisige Enge

Ich mag die Frage garnicht stellen, ob dies die ehemaligen SED - Mitglieder nicht gespürt haben. Und nicht erst 1988 als einzelne medienwirksam sich bei der Liebknecht - Luxemburg - Demo zu Wort gemeldet haben.

Ich will hier keinem einen Vorwurf machen, ich möchte einfach wissen, wie damals so gedacht wurde.

LG von der Moskwitschka


Grün: Die Realisten unter den Genossen, vor allem in noch relativ jungen Jahren, habens gemerkt oder zumindest vage gespürt. Das kann ich Dir versichern. Da täuschen auch die dem Politbüro auf den Tribünen zujubelnden Blauhemden nicht darüber hinweg. Du wirst jetzt vielleicht fragen, ja warum haben sie nicht dagegen offen moniert ? Wurde schon viel dazu geschrieben, auch von mir.



nach oben springen

#124

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 09.02.2014 18:27
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Pit 59 im Beitrag #122
Sehr gut GW,das war sehr gut


War doch so, der kam doch aus dem Proletariat, hätten den stinknormal Genosse Honecker nennen können und gut.
Das einzige gute dabei war der reizvolle Augenaufschlag von Monika beim Herunterbeten der Titel.


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.02.2014 18:45 | nach oben springen

#125

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 09.02.2014 18:30
von Freienhagener | 3.861 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #123


Grün: .............warum haben sie nicht dagegen offen moniert ? Wurde schon viel dazu geschrieben, auch von mir.



Darauf bin ich oben eingegange.

(geht aber auch schnell hier mit den Beiträgen)


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 09.02.2014 18:30 | nach oben springen

#126

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 09.02.2014 18:41
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #120
Zitat von KARNAK im Beitrag #118
Und wenn Du es spürst,was macht Du dann?BESONDERS wenn Du noch kein Politbüromitglied bist?


Mit anderen darüber sprechen. Oder war das kein Thema?

LG von der Moskwitschka


Die Frage wäre gewesen,wer wären die Anderen gewesen?Genossen aus Deinem persönlichen Umfeld,aus Deiner Parteigruppe?Bei mir waren das alles Mfs-Mitarbeiter,aber nichts desto trotz,Du meinst gar nicht was auch da alles besprochen wurde,NATÜRLICH nur in den Zigarettenpausen,für die"Diskussionen"in den Parteiveranstaltungen wurden Diskussionsbeiträge ausgeteilt. Und dann weiter?Etwas tun,was sich in den "Parteien neuen Typus"Sektierertum nannte.Im Gegensatz zu so manchen Behauptungen heute konntest Du Dir in der DDR so vieles leisten,DAZU gehörte allerdings sehr viel Mut,das konnte man Dir sehr übel nehmen,wenn Du dann noch nicht mal irgendeine Öffentlichkeit im Rücken hattest,möglichst eine westliche,eine andere hätte es nicht gegeben,bzw.es wäre keine Öffentlichkeit gewesen,es wäre Dir mit Sicherheit übel ergangen.Wenn Du auch nur etwas von DDR verstehst weißt Du das allerdings auch.EIGENTLICH haben wir uns alle in der SED gegenseitig und freiwillig in eine ideologische Geiselhaft genommen,fast schon ein Teufelskreis, aus dem kaum einer auszubrechen wagte.Wir,ich haben wohl auf einen" Messias"gewartet, der den Mut dazu hatte,sich das"leisten"konnte,weil er in der entsprechenden Position war.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 09.02.2014 19:21 | nach oben springen

#127

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 09.02.2014 18:52
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Natürlich verstehe ich das @KARNAK , dass einem das Hemd näher ist.

Nur verstehe ich nicht, dass nach 25 Jahren auch hier im Forum immer wieder die Banane vor die Nase gehalten wird, hinter der angeblich alle her waren. Und die "Mutigen" , die es in der DDR gab, auch wenn sie nicht in der SED waren, nicht selten als "Deppen" hingestellt werden.

LG von dr Moskwitschka


Grenzverletzerin hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#128

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 09.02.2014 19:15
von KARNAK | 1.694 Beiträge

So ist das nun mal,die Geschichtsbücher und die Geschichten darin werden von den Siegern geschrieben.
ABER in jedem Fall hast Du heute einen Vorteil,den muss man einfach zugestehen,wenn Du WIRKLICH willst kannst Du Dich heute über die Realitäten informieren,kannst auch die Wahrheit erfahren.Bei meiner alten Partei,der Partei neuen Typus konnte das schon schwieriger,unter Umständen sogar gefährlich werden,auch DAS gehört zur Wahrheit und auch davon wollen so einige in solchen Foren nichts wissen,betreiben lieber weiter"ideologische Geiselhaft,manche sogar noch wenn sie alleine sind.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#129

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 09.02.2014 19:16
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Eintritt in die SED,kam für mich nie in Frage!
Hatte dazu schonmal etwas geschrieben.

"....Ich persönlich hatte später im Beruf unter Repressalien zu leiden.Da ich nicht in die Partei ging und wollte,durfte ich keinen Meisterlehrgang absolvieren.Eigentlich war ich als Meister mit der späteren Option Abteilungsleiter im Maschinenbauservice vorgesehen.Ich wurde etlichemale zu den Bonzen hochgeholt.Da saß der Parteisekretär der SED,die BPO,FDJ,BGL und wie die alle hießen.Die sagten wortwörtlich zu mir,"junge Bäume lassen sich biegen"!Aber ich nicht,bekamen sie zur Antwort.Nun wurde ich zur Strafe im Betrieb für 8 Wochen zur "Sozialistischen Hilfe"in eine andere Abteilung "gebeamt".Danach wollten die nochmal verlängern,doch ich ging zum Anwalt der Gewerkschaft,den gab es schon zu Ostzeiten.Jedenfalls durfte ich in meine alte Abteilung zurück.Natürlich ab jetzt unter dem besonderen Augenmerk der Werkstattleitung.Das ging nochmal so ca.2 Jahre,bis sich die Lage etwas entspannte."....

Einberufung zu den GT - wie habt ihr es erlebt (4)


Grenzverletzerin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.02.2014 22:21 | nach oben springen

#130

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 09.02.2014 21:03
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Zitat von ek40 im Beitrag #129
Eintritt in die SED,kam für mich nie in Frage!
Hatte dazu schonmal etwas geschrieben.

"....Ich persönlich hatte später im Beruf unter Repressalien zu leiden.Da ich nicht in die Partei ging und wollte,durfte ich keinen Meisterlehrgang absolvieren.Eigentlich war ich als Meister mit der späteren Option Abteilungsleiter im Maschinenbauservice vorgesehen.Ich wurde etliche male zu den Bonzen hochgeholt.Da saß der Parteisekretär der SED,die BPO,FDJ,BGL und wie die alle hießen.Die sagten wortwörtlich zu mir,"junge Bäume lassen sich biegen"!Aber ich nicht,bekamen sie zur Antwort.Nun wurde ich zur Strafe im Betrieb für 8 Wochen zur "Sozialistischen Hilfe"in eine andere Abteilung "gebeamt".Danach wollten die nochmal verlängern,doch ich ging zum Anwalt der Gewerkschaft,den gab es schon zu Ostzeiten.Jedenfalls durfte ich in meine alte Abteilung zurück.Natürlich ab jetzt unter dem besonderen Augenmerk der Werkstattleitung.Das ging noch mal so ca.2 Jahre bis sich die Lage etwas enspannte."....
Einberufung zu den GT - wie habt ihr es erlebt (4)


Solcherart geschilderte Situationen wird es gegeben haben. Immer sehr abhängig davon, wer in den Betrieben das Sagen hatte und in Großbetrieben mit Hauptamtlichen wird es wohl öfter so gewesen sein als in den kleineren Firmen mit Nebenamtlichen, wie bei uns (ca. 200 Beschäftigte). Aus den Erzählungen meiner Frau weiß ich, daß ihre BPO-Sekretärin (hauptamtlich) da rabiater war. Hatte es schon mal woanders geschrieben, daß in unserer Firma ein relativ pragmatischer und liberaler Umgang mit solchen Themen praktiziert wurde, verglichen mit solchen Betrieben wie durch Vorschreiber aufgeführt.



zuletzt bearbeitet 09.02.2014 21:04 | nach oben springen

#131

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 09.02.2014 22:06
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von DoreHolm im Beitrag #130

Solcherart geschilderte Situationen wird es gegeben haben.



Hat es gegeben.

@DoreHolm Dich macht keiner verantwortlich, dass es so etwas gegeben hat. Erkenn einfach an, dass @ek40 es so und nicht anders erlebt hat. Und wenn er es schreibt, möchte er einfach daran erinnern und die Erinnerung mit denen teilen, die damals weg gesehen haben. Denn seine Geschichte gehört zu unserer Geschichte dazu, wie deine als Parteisekretär in einem mittleren Betrieb, die auch keiner so kommentiert - Solcherart geschilderte Parteiarbeit wird es gegeben haben.

LG von der Moskwitschka


nach oben springen

#132

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 09.02.2014 23:09
von Gelöschtes Mitglied
avatar

@Moskwitschka,wie Du schon bemerkt hast,natürlich hat es das so gegeben.
Und ich will hier auch niemand dafür persönlich angreifen oder verantwortlich machen.
Es war das System,diese ganzen heuchlerischen,verlogenen Machenschaften,bestimmter Apparatschiks.
Für mich war es damals eine unangenehme Zeit,weil ich mich einfach unfair behandelt fühlte.
(War immer ein Gerechtigkeitsfanatiker,was oft nicht von Vorteil war).
Ich dachte immer,im Vordergrund zu einer fachlichen Weiterbildung zählt primär das Können und Wissen auf dem jeweiligen Arbeitsgebiet,Kollegialität,Teamgeist,Verantwortung übernehmen,führen und leiten können....und wollen.
All diese Eigenschaften wurden mir ja damals von den Verantwortlichen zugesichert.
Tja,bis dann die Partei ins Spiel kam.
Denn "nur SED-Mitglieder könne die Arbeiterschaft ordentlich anführen und leiten....erziehen"......,hieß es.
Und als Meister muss man SED-Vorbild sein......
Ich versuchte damals deutlich zu machen,dass man auch ohne SED-Mitglied zu sein,ein guter Meister sein kann....
Alles reden half mir nicht weiter,all meine Qualifikationen waren nur noch Nebensache.
Nach meiner Weigerung zum Beitritt wurde ich wie eine heiße Kartoffel von denen behandelt und wie geschildert "Belobigt".

Aus dem Nichts wurde uns dann ein völlig fremder "SED-Meister",der auch vorher nicht in unserem Kombinat arbeitete, vor die Nase gesetzt.
Er hatte keinerlei Nachweise/Qualifikationen im Bereich Schweißtechnik,Last&Hebezeuge sowie Kranmechanik/Kranbau vorzuweisen............
Dafür war er aber SED-Mitglied! Und wurde Meister der Kranabteilung......ohne je mit Krantechnik zutun gehabt zuhaben.....
Unser Werk hatte damals so um die 2500 Mitarbeiter.

Kurz OT,ich weiß nicht,ob ich es im Forum schon einmal erwähnte,während einer Doppelbrückenlaufkran-Havarie,bei dessen Beseitigung ich zugegen war,fragte er die Schlosser,ob sie denn auch die Federringe (Einfacher Typ),richtig herum montiert hätten.
Erst dachten wir,der will uns verarschen.......aber nee,er meinte das völlig ernst und wir konnten uns anschließend vor lachen nicht mehr halten.
Zuminderst jeder Schlosser weiß ,wovon ich gerade erzähle.

Wie gesagt,fachlich konnte er nicht dem einfachsten Schlosser das Wasser reichen,aber er konnte gut die Parolen und Lügen aus der Zeitung vorlesen,wenn mal wieder diese einschläfernde "Zeitungsschau" war,wo sie sich selbst in die Taschen logen.
So war das zu meiner Zeit,in unserem Werk,selbst widerfahren!

Danke für's lesen.

ek40


nach oben springen

#133

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 10.02.2014 09:29
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #131
Zitat von DoreHolm im Beitrag #130

Solcherart geschilderte Situationen wird es gegeben haben.



Hat es gegeben.

@DoreHolm Dich macht keiner verantwortlich, dass es so etwas gegeben hat. Erkenn einfach an, dass @ek40 es so und nicht anders erlebt hat. Und wenn er es schreibt, möchte er einfach daran erinnern und die Erinnerung mit denen teilen, die damals weg gesehen haben. Denn seine Geschichte gehört zu unserer Geschichte dazu, wie deine als Parteisekretär in einem mittleren Betrieb, die auch keiner so kommentiert - Solcherart geschilderte Parteiarbeit wird es gegeben haben.
LG von der Moskwitschka


Grün: Ich habe in keinster Weise das angezweifelt, sondern nur gesagt, daß es sowas gegeben haben mag, falls das als Zweifel rübergekommen sein sollte. Oder besser gesagt, ich weiß aus manchen Erzählungen, daß es so oder so ähnlich in manchen Betrieben abgelaufen ist, auch wenn ich es nicht selbst erlebt hatte.
Rot: Oh doch, der Wahrheitsgehalt meiner geschilderten Erlebnisse wurde schon mehrfach entweder angezweifelt ( "auf wieviel Baustellen habe ich denn noch gearbeitet ?" o.s.ä.) oder z.T. offensichtlich mit Absicht verdreht und falsch ausgelegt. Damit kann ich mit einer passenden Bemerkung aber leben.



nach oben springen

#134

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 10.02.2014 09:35
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Zitat von ek40 im Beitrag #132
@Moskwitschka,wie Du schon bemerkt hast,natürlich hat es das so gegeben.
Und ich will hier auch niemand dafür persönlich angreifen oder verantwortlich machen.
Es war das System,diese ganzen heuchlerischen,verlogenen Machenschaften,bestimmter Apparatschiks.
Für mich war es damals eine unangenehme Zeit,weil ich mich einfach unfair behandelt fühlte.
(War immer ein Gerechtigkeitsfanatiker,was oft nicht von Vorteil war).
Ich dachte immer,im Vordergrund zu einer fachlichen Weiterbildung zählt primär das Können und Wissen auf dem jeweiligen Arbeitsgebiet,Kollegialität,Teamgeist,Verantwortung übernehmen,führen und leiten können....und wollen.
All diese Eigenschaften wurden mir ja damals von den Verantwortlichen zugesichert.
Tja,bis dann die Partei ins Spiel kam.
Denn "nur SED-Mitglieder könne die Arbeiterschaft ordentlich anführen und leiten....erziehen"......,hieß es.
Und als Meister muss man SED-Vorbild sein......
Ich versuchte damals deutlich zu machen,dass man auch ohne SED-Mitglied zu sein,ein guter Meister sein kann....
Alles reden half mir nicht weiter,all meine Qualifikationen waren nur noch Nebensache.
Nach meiner Weigerung zum Beitritt wurde ich wie eine heiße Kartoffel von denen behandelt und wie geschildert "Belobigt".

Aus dem Nichts wurde uns dann ein völlig fremder "SED-Meister",der auch vorher nicht in unserem Kombinat arbeitete, vor die Nase gesetzt.
Er hatte keinerlei Nachweise/Qualifikationen im Bereich Schweißtechnik,Last&Hebezeuge sowie Kranmechanik/Kranbau vorzuweisen............
Dafür war er aber SED-Mitglied! Und wurde Meister der Kranabteilung......ohne je mit Krantechnik zutun gehabt zuhaben.....
Unser Werk hatte damals so um die 2500 Mitarbeiter.

Kurz OT,ich weiß nicht,ob ich es im Forum schon einmal erwähnte,während einer Doppelbrückenlaufkran-Havarie,bei dessen Beseitigung ich zugegen war,fragte er die Schlosser,ob sie denn auch die Federringe (Einfacher Typ),richtig herum montiert hätten.
Erst dachten wir,der will uns verarschen.......aber nee,er meinte das völlig ernst und wir konnten uns anschließend vor lachen nicht mehr halten.
Zuminderst jeder Schlosser weiß ,wovon ich gerade erzähle.

Wie gesagt,fachlich konnte er nicht dem einfachsten Schlosser das Wasser reichen,aber er konnte gut die Parolen und Lügen aus der Zeitung vorlesen,wenn mal wieder diese einschläfernde "Zeitungsschau" war,wo sie sich selbst in die Taschen logen.
So war das zu meiner Zeit,in unserem Werk,selbst widerfahren!


Danke für's lesen.ek40


Grün: Einer der vielen, vielen kleinen Sargnägel für die Wirtschaft (und das polit. Bewustsein der Bevölkerung) !
Wie schon gesagt, bei uns zählte Fachwissen, bis unser letzter Direktor kam (muß etwa 87 gewesen sein). Der hat sich so es ging mit Radfahrern umgeben und war zur Wende schon immmer dagegen gewesen.



zuletzt bearbeitet 10.02.2014 09:36 | nach oben springen

#135

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 10.02.2014 09:41
von Pit 59 | 10.142 Beiträge

Das war auch eine der Ursachen für den Untergang,die Genossen haben alles nur Rot gesehen Von Grün wollten die gar nichts wissen.


nach oben springen

#136

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 10.02.2014 09:54
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von DoreHolm im Beitrag #134

Einer der vielen, vielen kleinen Sargnägel für die Wirtschaft (und das polit. Bewustsein der Bevölkerung) !



Ich finde schon, dass die SED und ihre Funktionäre, ein ganz großer Sargnagel für die DDR war und nicht nur für die Wirtschaft.

Wie meinst'n das mit dem polit. Bewustsein der Bevölkerung? Gab es da einen Unterschied zwischen Bevölkerung und SED - Mitgliedern? Oder hatte die "Bevölkerung" gar keins?

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 10.02.2014 09:57 | nach oben springen

#137

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 10.02.2014 10:39
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Wieder bein schönes Thema was mir gefällt, könnte auch was tippen, habe viele Genossen kennen gelernt.
Staune aber wie viele user damals kleine Kritiker der großen Partei waren.
Wie viele wählen von euch jetzt die Linke?


nach oben springen

#138

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 10.02.2014 11:02
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #137
Wieder bein schönes Thema was mir gefällt, könnte auch was tippen, habe viele Genossen kennen gelernt.
Staune aber wie viele user damals kleine Kritiker der großen Partei waren.
Wie viele wählen von euch jetzt die Linke?


Bis auf eine Landtagswahl in Sachsen- Anhalt war ich seit der Wende Stammwähler der SED- PDS/ Linke und als solcher auch in offener Diskussion außerhalb der Anonymität des Internet erkennbar.
Unter bestimmten Bedingungen würde ich auch sofort wieder in die Linkspartei eintreten, das wäre meinerseits eine Frage weniger Klicks und dazu würde ich dann auch öffentlich stehen.
Nach meinem Eintritt in die SED bekam ich übrigens häufig zu hören "na, da haste Dir ja was aufhalsen lassen" bzw. "laß Dich nicht vor deren Karren spannen" und ähnliches, diese Skeptiker wurden jedoch nie konkret mit ihrer Anmache, was mir dann wiederum recht gleichgültig war, ich nahm es einfach nicht für voll.
Ich betrachte zumindest diese persönliche Konsequenz auch heute noch als korrekt, da auch in der Folge diese Personen recht unauffällige Mitläufer waren, wenn auch auf eine andere Art und zu meiner Überraschung auch in der Nachwendezeit nicht mehr politisch wurden.



thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#139

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 10.02.2014 11:11
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #136
Zitat von DoreHolm im Beitrag #134

Einer der vielen, vielen kleinen Sargnägel für die Wirtschaft (und das polit. Bewustsein der Bevölkerung) !



Ich finde schon, dass die SED und ihre Funktionäre, ein ganz großer Sargnagel für die DDR war und nicht nur für die Wirtschaft.

Wie meinst'n das mit dem polit. Bewustsein der Bevölkerung? Gab es da einen Unterschied zwischen Bevölkerung und SED - Mitgliedern? Oder hatte die "Bevölkerung" gar keins?

LG von der Moskwitschka







Die DDR- Bevölkerung war in der unmittelbaren Nachwendezeit eine durch und durch politische Nation, nie zuvor und nie wieder danach hatte es irgendwo im Nachkriegsdeutschland eine derart hohe freiwillige Wahlbeteiligung gegeben wie im März 1990 auf dem Sektor, den schließlich die Allianz für Deutschland erobert hat mit dem Rückenwind der DM.
Inzwischen ist man im Prinzip schon wieder genauso desillusioniert wie in der bleiernen Zeit auf der Zielgeraden der DDR.
Die einstige Allmacht der SED hat in dieser Zeit bei deren Gegnern ein politisches Bewußtsein entzündet, daß nach einem kurzen Strohfeuer wieder zu weiten Teilen in sich zusammen gefallen ist.



zuletzt bearbeitet 10.02.2014 11:27 | nach oben springen

#140

RE: Eintritt in die SED

in DDR Zeiten 10.02.2014 11:50
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Die Nachwendezeit ist ein eigenes Thema denke ich.

Also bringe ich es mal auf den Punkt. War nicht das sozialistische Bewußtsein bis 1989 maßgebend und nicht das politische Bewußtsein? Und schon da schieden sich die Geister. Die guten in die SED mit entsprechender Bewährungszeit als Kandidat. Und der Rest?

Und wer gehört nicht gerne zu den Guten?

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 10.02.2014 11:52 | nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Auf Grenzstreife (Zoll)
Erstellt im Forum Bundesgrenzschutz BGS von krelle
4 26.11.2016 09:24goto
von utkieker • Zugriffe: 404
Bilder aus der Kindheit
Erstellt im Forum DDR Zeiten von PKE
8 08.06.2016 18:59goto
von PKE • Zugriffe: 1211
Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein
Erstellt im Forum DDR Staat und Regime von ABV
16 09.05.2016 16:47goto
von der alte Grenzgänger • Zugriffe: 1290
Griechenland - gestern - heute - morgen
Erstellt im Forum Themen vom Tage von
969 08.05.2016 22:10goto
von eisenringtheo • Zugriffe: 31188
Eintritt in eine Blockpartei
Erstellt im Forum DDR Zeiten von thomas 48
2 10.02.2014 13:55goto
von Eisenacher • Zugriffe: 297
„Rock am Denkmal" mit den Scorpions live in Höttensleben
Erstellt im Forum Das Ende der DDR von Angelo
2 22.07.2011 23:31goto
von Musiker12 • Zugriffe: 654

Besucher
24 Mitglieder und 60 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: gerhard
Besucherzähler
Heute waren 1235 Gäste und 112 Mitglieder, gestern 3956 Gäste und 189 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14369 Themen und 557972 Beiträge.

Heute waren 112 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen