#1

Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 09:15
von seaman | 3.487 Beiträge

Bin in den letzten Tagen hier im Forum wieder häufiger über den Begriff "Aufarbeitung" gestolpert.
Aufarbeitung der DDR-Geschichte,aber auch persönliche Aufarbeitung des Einzelnen wird eingefordert.
Wie muss/soll man sich das z.b. beim Letzteren vorstellen?
Eine Diskussion,die zum Täter-Opfer Tribunal mutiert?

Beispiel in etwa:
" Man wird schon sich selbst und sein Denken und Handeln damals (und teilweise wohl auch noch heute, wie man hier erschreckenderweise erleben kann) zur allgefälligen Disposition stellen müssen und zwar mit offenem Ende. "

Oder so:
"Es ging in dem Thread seinerzeit um die Erkennbarkeit der DDR als Diktatur für die jenigen, die in ihr lebten.......
Ein solcher Thread enthielte eine ganz erhebliche Menge an "Sprengstoff", was vor allem dann gilt, wenn man dieses Thema konsequent weiterentwickelt und weiter führt. Das würde keinesfalls hier geschehen, da bin ich mir völlig sicher, denn dafür müsste man (d.h. jeder Diskutant) sich selbst und sein eigenes Leben bislang kritisch hinterfragen und genau dazu wären die meisten hier nicht bereit, denn man hat sich schon viel zu sehr in einer der sehr bequemen Ecke des ehemaligen Klassenfeindes eingerichtet. Das Gras im Garten hat man so riesig wachsen lassen, dass Schilfgras da noch klein gegen ist. Da duldet man dann kein Kamel mehr, das vlt etwas von dem Gras wieder weg frisst. "Wir" hört man es immerzu zwischen den Zeilen rufen ".....wir sind Klasse und Spitze". Bei einer solchen Einstellung erübrigt sich in der Tat dann eine Diskussion.



Bedeutet also,jeder der damals in diesem Staat DDR lebte und sich bewusst engagierte,soll gefälligst ein Büßerhemd nach Aufforderung eines vorgeblichen Jugendlichen(studfri) anziehen und aktiv Reue üben.
Zur Belohnung wird er dann am Nasenring wie ein Tanzbär zum Spott des Forums(bzw.Foren) und der Öffentlichkeit zum Abschuss freigegeben.
"........und zwar mit offenen Ende"

Wie seht ihr das?

seaman


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#2

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 09:52
von Udo | 1.267 Beiträge

Jeder, der sich in der DDR engagiert hat, muss das mit sich selbst ausmachen. Den Nasenring braucht sich keiner antun und das Büßerhemd kann er ganz für sich im Keller oder Garten, aber nicht unbedingt öffentlich tragen.
Jeder muss sich selbst fragen: Habe ICH was falsch gemacht in diesen Jahren. Die Antwort wird sicherlich verschieden ausfallen, mit der man selbst zurecht kommen muss.
Der Diplomat kann schon mal gar nichts einfordern, sondern nur darum bitten, zuhören zu dürfen.


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#3

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 10:00
von Gelöschtes Mitglied
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Aufarbeiten - das hat für mich den Sinn die Vergangenheit mit dem heutigen Wissen zu reflektieren. Es geht mir hier um die Aufarbeitung des "durchschnittlichen" DDR Bürgers. Extreme hat es in jeder Gesellschaft gegeben und ebso Straftaten und Straftäter. Zwischen diesen beiden Polen sollte man trennen.
Für mich als "durchschnittlicher" ex. DDR Bürger bedeutet das zu überdenken wo die Fehler lagen, was gut war und wo ich auch persönlich am Scheitern der Gesellschaft beigetragen habe. Mit diesem Scheitern meine ich nicht 1989, sondern das der Sozialismus so weit von dem angestrebten und thematisierten Ideal entfernt war. Aufarbeiten bedeutet für mich kein "Büßerhemd", sondern nachdenken.

Was mich hier in diesem Land an dem praktizierten Aufarbeiten stört ist die einseitige Aufarbeitung nach dem "Knabeprinzip". Eine andere Aufarbeitung wird aber nicht angestrebt, man könnte ja die gemachten Fehler erkennen und für die Zukunft einen besseren Weg gehen....


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#4

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 10:00
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde....
Hi,Jochen, Du willst doch hier nicht etwa einem unserer Forenmitglieder beim Erfüllen eines Auftrages helfen ?
Ich hatte ja so ein ganz klein wenig erwartet, das dieses Thema von unserem Benjamin kommt, -bin eben Optimist-manchmal.
Aufarbeiten der Geschichte - ja . Meiner Geschichte - auch ja. In Sack und Asche gehen -ne. Eigentlich steht die Antwort ja schon in meinen "Literarischen Motto" - manche lesen es ja.
73 Hans


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#5

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 10:13
von Moskwitschka (gelöscht)
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Nur kurz und grundsätzlich, wie ich das persönlich sehe:

Die Kategeorien - Schuld - Täter - Opfer helfen in einem Forum wie diesen nicht weiter. Im Gegenteil, sie zerstören einen Dialog, egal zu welchem Thema.

Im Grunde geht es um die Anerkennung der Lebensleistung jedes einzelnen, um Verständnis von Haltungen und den Prozessen die sie begleitet haben - von der Vergangenheit bis heute. Voraussetzung dafür ist - das diese Anerkunnung auf Gegenseitigkeit beruht.

Da hat dieses Forum auch seine Grenzen. Für mich persönlich ist das Forum nur ergänzend zu meinem Umgang mit der Vergangenheit in der realen Welt.

LG von der Moskwitschka


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#6

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 10:16
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Mein damaliger Anteil bei der Mitwirkung an repressiven Maßnahmen an Mitbürgern von mir hielt sich buchstäblich in Grenzen, halt der Grundwehrdienst bei den Grenztruppen.
Dabei habe ich persönlich niemanden einen körperlichen oder seelischen Schaden zugefügt, selbst daher also nichts "aufzuarbeiten".
Ist halt einfach aufzumachen am Grad der persönlichen Involvierung und daher auch eine persönliche Sache die jeder mit sich abmachen muss.
Einfordern der Bereitschaft zur Aufarbeitung von was auch immer kann man nicht.


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zuletzt bearbeitet 28.01.2014 10:19 | nach oben springen

#7

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 10:49
von Udo | 1.267 Beiträge

Ich stelle mir gerade vor, ein Grenzer, der tatsächlich geschossen und vielleicht auch noch getötet hat, würde sich hier outen.....
Wie würdet ihr die Reation dieses Forums beschreiben???


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#8

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 11:07
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Udo im Beitrag #7
Ich stelle mir gerade vor, ein Grenzer, der tatsächlich geschossen und vielleicht auch noch getötet hat, würde sich hier outen.....
Wie würdet ihr die Reation dieses Forums beschreiben???


Das ist fast noch extremer gedacht als ich andeutete.
Aber genau das Problem meinte ich.

seaman


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#9

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 11:10
von Udo | 1.267 Beiträge

Das war auch meine Absicht.
Der bösen Stasi kann man ja alles vorwerfen, die haben bestimmt nur schlimme Dinge gemacht.
Bricht man das aber mal runter und nimmt den ganz normalen GWDler, der, ohne etwas dafür zu können, zur Grenze eingezogen wurde .....
Da fühlen sich hier bestimmt über die Hälfte der Forenmitglieder angesprochen.


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zuletzt bearbeitet 28.01.2014 11:11 | nach oben springen

#10

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 11:23
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen...
Aber Benjamins Ansatz ist doch noch viel weiter gefasst : Das System der Mitläufer würde ich gerne im Rahmen meiner wissenschaftlichen Betätigung erforschen.(Vorstellung Studfri.)
Für mich steht da so eine Einteilung im Hintergrund: Ganz Böse-Böse- ein wenig Böse-seine Ruhe haben Wollen-bis Widerstandskämpfer.
Und jeder darf sich dann seine Gruppe aussuchen !
Wissenschaftliche Betätigung mir so einem Ansatz ? Ein verdammt dünnes Brett. Menschen lassen sich nicht im solche Einteilungen stecken.
Aber den Ansatz kann ja nur einer ändern-erweitern-präzisieren.
73 Hans


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#11

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 11:26
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

Ich sehe die Bewertung eines Grenzers der schießen musste,gar nicht mal so dramatisch hier im Forum.
Natürlich werden wieder aus der notorischen Haßecke Kommentare kommen,aber das sind wir ja gewohnt.
Aber ansonsten,weiß jeder,das keiner freiwillig geschossen hat und deswegen ist jeder Kommentar überflüssig.
Und solche Schlagwörter wie Mitläufer,Büßerhemd und anderen Nonsens der aus bestimmten Ecken kommt,seis drum.
Wir haben unter bestimmten Zwängen gelebt und konnten auch teilweise damit leben,entscheidend war,was habe ich daraus gemacht.
Wer mir heute einreden will,das ich schuldig bin,bloß weil ich in der DDR gelebt habe,den kann ich nur bedauern.
Ich habe das beste draus gemacht,ich habe bescheiden,aber gut gelebt und möchte diese Zeit nicht missen.
Auch heute leben wir unter Zwängen und wieder muss ich das beste draus machen.Jammern und hetzen bringen keinen weiter.Damals wie heute.


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zuletzt bearbeitet 28.01.2014 11:28 | nach oben springen

#12

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 11:28
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von Udo im Beitrag #9
Das war auch meine Absicht.
Der bösen Stasi kann man ja alles vorwerfen, die haben bestimmt nur schlimme Dinge gemacht.
Bricht man das aber mal runter und nimmt den ganz normalen GWDler, der, ohne etwas dafür zu können, zur Grenze eingezogen wurde .....
Da fühlen sich hier bestimmt über die Hälfte der Forenmitglieder angesprochen.



Udo, ich glaube, der ehemalige GWD-Grenzer, der geschossen und getroffen hat, wird nicht in diesem Forum vertreten sein und er wird seine Schnauze so voll haben, von dem was damals geschehen ist, dass er nichts mehr von der Grenze hören und sehen möchte, denn dies reißt bei ihm nur alte Erinnerungen auf. Schmerzvolle Erinnerungen, ganz bestimmt auch für ihn...ich kann dies zumindest ein klitzekleines Bisschen nachvollziehen...


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#13

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 11:34
von Udo | 1.267 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #12
Zitat von Udo im Beitrag #9
Das war auch meine Absicht.
Der bösen Stasi kann man ja alles vorwerfen, die haben bestimmt nur schlimme Dinge gemacht.
Bricht man das aber mal runter und nimmt den ganz normalen GWDler, der, ohne etwas dafür zu können, zur Grenze eingezogen wurde .....
Da fühlen sich hier bestimmt über die Hälfte der Forenmitglieder angesprochen.



Udo, ich glaube, der ehemalige GWD-Grenzer, der geschossen und getroffen hat, wird nicht in diesem Forum vertreten sein und er wird seine Schnauze so voll haben, von dem was damals geschehen ist, dass er nichts mehr von der Grenze hören und sehen möchte, denn dies reißt bei ihm nur alte Erinnerungen auf. Schmerzvolle Erinnerungen, ganz bestimmt auch für ihn...ich kann dies zumindest ein klitzekleines Bisschen nachvollziehen...


Richtig. So sehe ich das auch, ABER...
Warum sollten die bösen Stasileute dies tun. Warum sollte die sich outen, obwohl sie genau wissen, dass sie hier aus einer bestimmten Ecke die Hucke voll kriegen. Selbstzerstörerisch???
Nein, ich sehe das eher als eine von sich aus betriebene Aufklärung und Richtigstellung derjenigen. Immer selbst auf die Gefahr hin wieder Prügel einstecken zu müssen.

Vielleicht sollte das mal eine Fraktion überdenken.


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#14

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 11:36
von Moskwitschka (gelöscht)
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Wieder nur ganz kurz:

1. Benjamin ist für mich kein Maßstab in der Betrachtung der Vergangenheit - sondern eine Meinung eines users.

2. Hat sich nicht jeder schon mal Gedanken gemacht - War oder bin ich Mitläufer oder nicht? - und ist an Grenzen gekommen?

3. Und wenn wir ehrlich sind. Dann ist man doch ziemlich schnell bereit jemanden in eine Schublade zu packen. Und da steht hier nicht nur eine Kommode, sondern ein ganzer Apothekerschrank mit vielen kleinen Schublädchen.

Und da stellt sich mir die Frage - Warum ist man bereit jemanden in eine Schublade zu packen? Weil mir seine Meinung nicht passt oder weil es mir zu anstrengend ist mit einer Meinung oder Haltung auseinander zu setzen? Anstrengend vielleicht deshalb, weil ich vielleicht mein eigenes seit Jahren festgefahrenes Bild revidieren oder zumindest darüber nachdenken muss?

Das beschäftigt mich immer wieder und nicht nur in bezug auf Studfrie.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 28.01.2014 11:41 | nach oben springen

#15

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 11:44
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Wir zwangsläufig potentiellen Schützen, da ja die Linien-Posten meist Soldaten oder Gefreite gewesen sind, waren bei unserer GK im Alter zwischen 19 und 25, die meisten so wie ich zwischen 20 und 22.
Diesen unreifen jungen Männern gab man ein automatisches Gewehr und die entsprechenden Befehle mit auf dem Weg.
Ich bin der Ansicht das solch ein überforderter Soldat der dann doch einen wehrlosen unbewaffneten getötet hat, eher selbst Opfer als Täter war/ist.


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zuletzt bearbeitet 28.01.2014 11:49 | nach oben springen

#16

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 11:51
von Udo | 1.267 Beiträge

Küchenbulle und Grenzwolf haben sich ja schon um eine Antwort bemüht.
Die Frage lautet nach wie vor: Wie würde das Forum mit diesem Grenzer umgehen???
by the way: Der Diplomat ist mir sch ...egal.


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#17

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 11:57
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Udo im Beitrag #16
Küchenbulle und Grenzwolf haben sich ja schon um eine Antwort bemüht.
Die Frage lautet nach wie vor: Wie würde das Forum mit diesem Grenzer umgehen???
by the way: Der Diplomat ist mir sch ...egal.


Ich kann mich dunkel erinnern, dass sich z.B @Fritze vor nicht all zu langer Zeit sich offen zu ein zwei Erlebnissen geäußert hat. Und das Forum hat in meiner Erinnerung sehr besonnen reagiert.

Ich finde nur nicht auf die schnelle, den thread mit dem Beitrag und den Reaktionen.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 28.01.2014 11:59 | nach oben springen

#18

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 12:03
von WernerHolt (gelöscht)
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Zitat von Udo im Beitrag #16
Küchenbulle und Grenzwolf haben sich ja schon um eine Antwort bemüht.
Die Frage lautet nach wie vor: Wie würde das Forum mit diesem Grenzer umgehen???
by the way: Der Diplomat ist mir sch ...egal.


hallo ,
ich gehöre ja auch noch zu den jungen hier im forum.ich hätte da fragen an denjenigen.

-wie entstand die situation das er die letzte möglichkeit genutzt hat(anwendung der schusswaffe)?
-hätte es andere möglichkeiten gegeben das zu verhindern(deeskaltion)?
-wie die äußeren umstände waren,würde ich fragen.
keinesfalls würde ich fragen (achtung die nächste frage ist überspitzt formuliert)
wie fühlt man sich wenn man jemanden umgepustet hat?

ps:@Udo beim fett markierten stimme ich dir uneingeschränkt zu


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#19

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 12:23
von turtle | 6.961 Beiträge

Unsere Erziehung und unser Umfeld beeinflusst uns in unserem Denken. In unserem Leben wird es immer wieder neue Erkenntnisse geben die uns an manchem Zweifeln lassen .oder sogar nach neuer Bewertung sagen lassen, hier habe ich geirrt das war falsch. Wir Menschen befinden uns immer in einem Lernprozess. Das Forum ist kein Tribunal vor dem sich jemand für irgendwas rechtfertigen oder entschuldigen muss. Jeder hat das Recht für eine private politische Weltanschauung solange sie nicht der Allgemeinheit Schadet. (Staat lasse ich mal bewusst weg, da Gesetze nicht immer nach meinem Empfinden Recht sind.) Viele die rufen haltet den Dieb wollen von sich ablenken. Es ist leicht Menschen ohne hintergründiges Wissen zum Sündenbock zu machen .Für Verurteilungen sind ausschließlich Gesetze und Gerichte da. Hier jedenfalls hat niemand das Recht dazu. Im Übrigen mir hat ein Ex Grenzer aus diesem Forum persönlich anvertraut das er geschossen hat. Ich habe ihm abgeraten das hier offen zu schreiben. Er wäre von einigen die teilweise zum Glück nicht mehr hier sind zerrissen wurden. Hatte er Schuld? Nein Schuld war jene Zeit, der kalte Krieg, die Politik jener Zeit in Ost und West. Der Grenzer war das schwächste Glied mit der Situation oft überfordert mit seiner Angst etwas falsch zu machen. Er hat nur wie von ihm erwartet reagiert. Also noch einmal hier ist kein Tribunal. ,und ich verstehe diejenigen die lieber zu vielem Schweigen. Zu viel von sich öffentlich machen bedeutet oft negative Konsequenzen für den privaten und beruflichen Bereich. .


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zuletzt bearbeitet 28.01.2014 12:28 | nach oben springen

#20

RE: Aufarbeitung

in DDR Staat und Regime 28.01.2014 12:27
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von Udo im Beitrag #16
Küchenbulle und Grenzwolf haben sich ja schon um eine Antwort bemüht.
Die Frage lautet nach wie vor: Wie würde das Forum mit diesem Grenzer umgehen???
by the way: Der Diplomat ist mir sch ...egal.



Dann will ich eine Prognose wagen:
- die, die dabei gewesen sind, mit grüner Waffenfarbe, die werden sachlich bleiben und auch nachvollziehen können, wie es dazu kam. ganz sicher werden einige nachfragen, wie er dies denn heute bewertet, dies muss ja erlaubt sein. Aber unter dem Aspekt, es hätte jeden von uns seinerzeit treffen können und keiner soll sich freisprechen und behaupten, er hätte den Finger nicht krumm gemacht, würde es sachlich bleiben
- die, die nicht dabei waren, aber in der DDR aufgewachsen sind und wissen, wie und wodurch man in diese Sachlage kommen konnte, werden von kritisch bis verständnisvoll agieren
- die User aus den Altbundesländern werden eher von Unverständnis bis zu vehementen Ablehnung des Mannes tendieren, denn so richtig nachvollziehen werden sie es nicht können, wie es dazu letztendlich kam, dass der den Abzug betätigt hat.
ja und die, die alles besser wissen und die, die ganz anders waren oder gewesen wären, die werden auch da sein und man muss sie einfach ignorieren..


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