#161

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 27.11.2014 14:52
von Barbara (gelöscht)
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Heute vor 100 Jahren

"Der deutsche Heerführer Paul von Beneckendorff und von Hindenburg wird vom deutschen Kaiser Wilhelm II. zum Generalfeldmarschall ernannt. Der 67jährige Generaloberst gewann nach seiner Reaktivierung enorme Popularität und wurde am 1. November Oberbefehlshaber an der Ostfront.(im WK I)"


Hindenburg als historische Figur ist für mich eine der zentralen und fatalen Klammern der deutschen Geschichte des 19. und 20. Jhdts., beginnend beim dt-frz. Krieg 1870/71 bis zu der Ernennung A.H. zum Reichskanzler durch ihn.

Das leutselige nette "Opa-Image", dass er als Reichspräsident in der Weimarer Republik bis zu seinem Tode 1934 hatte, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass er zur Akteur- und Täter-Generation bzgl. des Erstarkens und der Inthronisation des NS- Regimes - und zwar an zentraler Stelle! - gehörte. So war er einer der Verfechter der sog "Dolchstoßlegende", ein Lüge aus milit. und aristokratisch-monarchischem Standesdünkel geboren, und eine schwerer Schlag für die Demokratie, deren zivile Politiker für diese Lüge gerade stehen sollten.


http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_von_Hindenburg

Ich verlinke nochmal diese sehr ausführliche Dokumentation über ihn, in der auch sein Enkel, Hubertus von Hindenburg, zu Wort kommt, der sich der Rolle seines Großvaters in bemerkenswert differenzierter Weise nähert:
"...der mittlerweile 84-jährige Enkel des Reichspräsidenten. Er sagt, es sei bis heute kein Tag vergangen, an dem er nicht über die Verantwortung seines Großvaters nachdenke."*


.
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaf...t-a-876288.html


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#162

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 25.12.2014 10:40
von WernerHolt (gelöscht)
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auch heute vor 100 jahren

Der kleine Weihnachtsfriede 1914

Dass auf den Schlachtfeldern Menschlichkeit nicht immer enden muss, zeigt eine Episode aus dem Ersten Weltkrieg: Englische und deutsche Soldaten verließen ihre Schützengräben, feierten miteinander und spielten Fußball.

Mehr noch in Berlin als in London hatte man im August 1914 einen raschen Feldzug erwartet und das Motto ausgegeben: „Weihnachten sind wir wieder zu Hause.“ Doch es kam anders. Es wurde nichts aus dem Schlieffen-Plan, einem raschen Vorstoß über Flandern nach Paris. Die Deutschen bissen sich an den Engländern fest, die ihrerseits mit dem Vorhaben scheiterten, in den Norden Deutschlands vorzurücken. Nach einem Offensivversuch der Engländer am 17. Dezember erstarrten die Fronten endgültig.

Die Soldaten beider Seiten gewöhnten sich an, wie die Maulwürfe in Grabensystemen zu leben, die sich manchmal in Steinwurfweite gegenüberlagen. Das schlechte Wetter drückte auf die Stimmung, die Gräben liefen voll Wasser, und unter den Soldaten breitete sich Missmut aus. In manchen Einheiten begann man am Sinn dieses Kriegs zu zweifeln. Den Kommandeuren entging das nicht. So warnte Generalleutnant Balck: „Mit dem Stellungskrieg ist eine gewisse Eintönigkeit verbunden, die leicht zur Billigung eines Burgfriedens führen kann.“ Auch das britische Oberkommando forderte die Frontoffiziere auf, Verbrüderungen jedweder Art zu unterbinden.

Doch das traf nicht die Stimmung. „Wir wollten, dass endlich Schluss sein möge“, sagte ein englischer Veteran später. „Wir litten unter Läusen, Schlamm, Ratten, Kälte und Todesangst.“ Als absehbar war, dass der Krieg auch an Weihnachten andauern würde, gab es auf beiden Seiten „Liebes­gaben“ für die Soldaten. Den Deutschen wurden kleine Weihnachtsbäume gebracht. An Heiligabend schallten deutsche Weihnachtslieder über das Schlachtfeld, worauf die Engländer mit eigenen Liedern antworteten.

Es fällt kein Schuss
Schließlich klettert ein Soldat einer hannoverschen Einheit aus dem Graben, geht mit einem brennenden Weihnachtsbäumchen auf die englischen Stellungen zu und stellt es dort ab. Es fällt kein Schuss. Am Baum ist ein Zettel befestigt mit dem Vorschlag, einen Waffenstillstand zu verein­baren. Dies ist der Beginn eines Ereignisses, das als „kleiner Frieden“ oder „Christmas truce“ in die Kriegsgeschichte ein­gehen wird.

Diese spontane Friedensbewegung erfasst die gesamte flandrische Front, insbesondere am hart umkämpften Yper-Bogen, weniger die französische und belgische. Franzosen und Belgier haben Hemmungen, sich mit den Besatzern ihres Landes zu verbrüdern, gleichwohl kommt es hier und da zu Begegnungen im Niemandsland. Der Hass, der in den Metropolen gepredigt wird, erreicht die Soldaten nicht mehr. Sie fühlen sich einem Geschehen ausgeliefert, dem sie keinen Sinn mehr abgewinnen können. Die Weihnachtsstimmung führt dazu, dass die Feinde sich befreunden. Dieser Friede von unten hält einige Tage an, an manchen Abschnitten sogar Wochen.

Als der britische Major Kenneth Henderson von den Verbrüderungen erfährt, eilt er nach vorne, und da stockt ihm der Atem: „Ich fand das gesamte Niemandsland besetzt von einer Menschenmenge, unseren Leuten und den Deutschen, alle in freundlicher Unterhaltung.“ Er meldet den Vorfall ins Hauptquartier. Feldmarschall Sir John French erlässt eine Urlaubssperre für alle fraternisierenden Offiziere und droht weitere Maßnahmen an. Ganz anders reagiert der Kommandeur eines sächsischen Infanterieregiments. Mit Blick auf das belebte Niemandsland befiehlt er, nicht zu schießen und jegliche Drohgebärden zu vermeiden. Er selber geht auf einen englischen Offizier zu: „Wir schüttelten uns die Hand und wünschten uns „Merry Christmas“.

aus: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt...d807222c2d.html
noch mehr zum thema: http://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsf...er_Weltkrieg%29

ich wünsche hiermit frohe weihnachten und besinnliche tage. vllt regt dieser bericht einige mal an über das nachzudenken, was wirklich wichtig im leben ist.......

bilder sind facebook entnommen....


zuletzt bearbeitet 25.12.2014 10:41 | nach oben springen

#163

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 25.12.2014 11:04
von Gelöschtes Mitglied
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"Der kleine Weihnachtsfriede 1914"

Diese Geschichte wurde auch in einigen Filmen berücksichtigt und dargestellt.

Hier in einer Doku z.B.


http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt...d807222c2d.html



Edit: 2.Video eingestellt.

ek40


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.12.2014 11:11 | nach oben springen

#164

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 28.06.2015 12:58
von eisenringtheo | 9.164 Beiträge

Das Illustrierte Blatt, 27. Juni 1915
mit Bildern von der Front..
http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/pe...ageview/6809204
Theo


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#165

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 04.08.2016 16:51
von Zappel-EK-79-2 | 177 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #14
Beeindruckend ist für mich immer wieder:
Der Roman von Erich Maria Remarque,Im Westen nichts Neues, der die Schrecken des Ersten Weltkriegs aus der Sicht eines jungen Soldaten schildert.
Habe dieses Buch mehrfach gelesen.Als Jugendlicher,als junger Soldat,als Erwachsener mit den unterschiedlichsten Erfahrungen zum Thema Krieg und auch jetzt aktuell,nach 100 Jahren dieses Völkermordens,entdeckt man immer wieder Aussagen und Parallelen die betroffen machen.


seaman

http://de.wikipedia.org/wiki/Im_Westen_nichts_Neues




Ich denke Parallelen kann man auch in dem Buch "Ein Soldat von 1813 erzählt" finden, eben weil es hier um Einzelschicksale geht und wir uns beim lesen zum Teil mit diesen Personen identifizieren.
Bei "1813" kommt mir dies besonders nahe da ja Teile der Handlung hier in Leipzig spielen und mir manche Orte der Handlung bekannt sind und sogar Gebäude (gerade auf den Dörfern heute noch stehen).
Aber eben auch das nicht in den Krieg wollen und doch gezwungen werden, das töten selbst begreifen wenn man nicht selbst getötet werden will, den Hass der Menschen im besetzten Land zu spüren und so weiter ... eben einfach, wenn auch nur beim lesen ... den Krieg versuchen zu begreifen.


-------------------------------
Grün ja grün war'n alle meine Streifen
-- Harbker EK-Zappel 79-2 --
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#166

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 04.08.2016 17:30
von eisenringtheo | 9.164 Beiträge

30. Juli 2016. Der Kaiser bei den Verwundeten
http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/pe...ageview/6775111
Theo


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#167

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 05.09.2016 16:35
von buschgespenst | 623 Beiträge

Der Weltkrieg am 5. September 1916

Im deutschen Heeresbericht ist zu lesen:
Die große Sommeschlacht dauert an. Unsere Truppen stehen zwischen Le Forest und der Somme in heißem Kampf. Südlich des Flusses erwehren sie sich des auf der 20 Kilometer breiten Front von Barleux bis südlich von Chilly anstürmenden Gegners. Das Dorf Chilly ist verloren gegangen.
Rechts der Maas sind neue Angriffe der Franzosen gegen unsere Linien östlich von Fleury und gegen die am 3. September an der Souvilleschlucht gewonnene Stellung abgeschlagen.

TEXTQUELLEN:
1) Amtliche Kriegs-Depeschen
Nach Berichten des Wolff´schen Telegr.-Bureaus
5. Band
Nationaler Verlag, Berlin SW 68
(1916)

Die Schlacht an der Somme war eine der größten Schlachten an der Westfront des Ersten Weltkrieges. Sie begann am 1. Juli 1916 im Rahmen einer britisch-französischen Großoffensive gegen die deutschen Stellungen. Sie wurde am 18. November desselben Jahres abgebrochen, ohne eine militärische Entscheidung herbeigeführt zu haben. Mit über einer Million getöteten, verwundeten und vermissten Soldaten war sie die verlustreichste Schlacht der Westfront während des Ersten Weltkriegs, an Verlusten nahe jenen der Brussilow-Offensive der Ostfront.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_an_der_Somme

http://de.historial.org/Schlachtfelder-d...ht-an-der-Somme


...


Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.

(Edwin Bauersachs)

Glück Auf!
Bernd
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#168

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 05.09.2016 18:02
von SET800 | 3.097 Beiträge

Zitat von Gast im Beitrag #1

Der Sommer 1914 soll ein überaus schöner Sommer gewesen sein - und dann begann der Krieg.




Hallo,
semantische Korrektur, ein Krieg hat kein Eigenleben, ist weder Tier noch Mensch und hat keinen Willen.

Kriege werden von Regierungen begonnen, teils aus Naivität, so das Deutsche Reich 1914, lieferte den propagandisttisch auswertbaren Kriegsanfang...
Teils aus vermeintlichen lokalen Sachzwängen unüberlegt, Kuk Österreich gegen Serbien.
Teils aus imperialistischen Eroberungsplänen, Russland wollte ans Mittelmeer...., Serbien.
Teils Revisonismus, als Verbündete von England und Russland wollte Frankreichs Regierung die Schlappe von 1871 wettmachen....
Teils aus knallharten wirtschaftsstrategischen Erwägungen, so England/Albion wegen der Ölinteressen, mit dem england- oder russlandhörigen Serbien die Landverbindung Deutchland Türkei unterbinden...., im Nahen Osten um das Deutsche Reich davon fernzuhalten, nicht die Ölgebiete an der Bagdad-Bahn bei Mossul ausbeuten zu können.

Dann hätte das wirtschaftlich-industriell starke Deutschland auch eine gegen England gleichstarke Flotte unter halten können, Mit einer "fleet in being" einen unabhängigen ungestörten Welthandel treiben können.

Nach Deutscher Ansicht waren die Weltmeere genügend groß für beide Handelsnationen, England/USA meinten "es kann nur einen geben, sie selbst"!



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#169

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 05.09.2016 20:17
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #168
[...]Kriege werden von Regierungen begonnen, teils aus Naivität, so das Deutsche Reich 1914, lieferte den propagandisttisch auswertbaren Kriegsanfang...[...]

Was meinst Du genau?

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#170

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 05.09.2016 21:33
von SET800 | 3.097 Beiträge

Hallo,
z.B. die "Niebelungentreue", einerseits eine Zusage an Österreich-Ungarn quasi als Blankoscheck auszusprechen, andernseits die Kriegsinteressen bei dieser "Steilvorlage" von Frankreich und Russland zu verdrängen. Dazu mit dem Belgiendurchmarsch England Kriegseintrittsgründe zu liefern.

Dazu aber auch die Naivität einen Zweifrontenkrieg gewinnen zu können.

Ein Deutscher Aufmarsch im Westen maximal 50km östlich der Westgrenze hätte gut zum einem "Sitzkrieg"führen können zweier Staaten die sich nicht im formalen Krieg befinden.

Der schneller als erwartete Aufmarsch und Angriff der Russen wurde ja erfolgreich abgewehrt, das wäre auch ohne Kriegserklärung deutscherseits möglich gewesen.

Die Kriegserklärung Deutschlands an Russland aufgrund des Ultimatums die russische Mobilmachung zurückzunehmen machte das Kaiserreich zum offziell "Bösen".



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#171

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 05.09.2016 22:40
von eisenringtheo | 9.164 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #170
Hallo,
z.B. die "Niebelungentreue", einerseits eine Zusage an Österreich-Ungarn quasi als Blankoscheck auszusprechen(...)

Die Reden des Kaisers waren oft widersprüchlich und von besondere Härte. Er war das geeignete Objekt für die gegnerische Propaganda.
https://youtu.be/7oeFbbpp35I?t=1m40s
Theo


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#172

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 05.09.2016 23:22
von SET800 | 3.097 Beiträge

Ich würde gerne wissen ob Frankreich und England wirklich an der Seite Russland angegriffen hätten bei einem rein defensiven verteidigungsorientierten Abstand haltendne Aufmmarsch im Westen.



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#173

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 06.09.2016 12:26
von buschgespenst | 623 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #172
Ich würde gerne wissen ob Frankreich und England wirklich an der Seite Russland angegriffen hätten bei einem rein defensiven verteidigungsorientierten Abstand haltendne Aufmmarsch im Westen.


Das ist rein spekulativ! Wie war dass doch gleich?

Am 23. Juli forderte Österreich-Ungarn ultimativ von Serbien eine gerichtliche Untersuchung gegen die Teilnehmer des Komplotts vom 28. Juni unter Beteiligung von k. u. k. Organen. Dies lehnte die serbische Regierung als unannehmbare Beeinträchtigung ihrer Souveränität ab. Am 28. Juli 1914 erklärte Österreich-Ungarn Serbien den Krieg. Die Interessenlagen der Großmächte und die deutschen militärischen Planungen (Schlieffen-Plan) ließen den Lokalkrieg innerhalb weniger Tage zum Kontinentalkrieg unter Beteiligung Russlands (deutsche Kriegserklärung vom 1. August 1914) und Frankreichs (deutsche Kriegserklärung vom 3. August 1914) eskalieren. Die politischen Konsequenzen des Schlieffen-Plans – unter Umgehung des französischen Festungsgürtels zwischen Verdun und Belfort griffen deutsche Truppen Frankreich von Nordosten an und verletzten dabei die Neutralität Belgiens und Luxemburgs – führten zudem zum Kriegseintritt der belgischen Garantiemacht Großbritannien und seiner Dominions (britische Kriegserklärung vom 4. August 1914).

quelle: wiki

Man kann nun spekulieren, was wäre passiert, wenn die kaiserliche Armee nur in Richtung der West und Ostgrenze gezogen wäre und dann abgewartet hätte? Aber alles Spekulatsius....was wenn es überhaupt keine deutsche Kriegserklärung gegeben hätte.....

...


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#174

RE: Der schöne Sommer 1914 - und dann begann der Krieg.

in Themen vom Tage 06.09.2016 19:11
von buschgespenst | 623 Beiträge

Zur Geschichte des 15. Königlich Sächsischen Infanterie-Regiments Nr. 181

Das 15.Königlich Sächsische Infanterie-Regiment Nr.181 wurde am 1. April 1900 im Rahmen der Heeresvermehrung vor dem Ersten Weltkrieg aufgestellt und erhielt als Garnison die Stadt Chemnitz zugewiesen.
Zusammen mit dem 5. Königlich Sächsischen Infanterie-Regiment Nr. 104 "Kronprinz" bildete es die 7. Königlich Sächsische Infanterie Brigade Nr. 88. Diese war Bestandteil der 4. Königlich Sächsischen Division Nr. 40, damit Teil des XIX Armee- Korps und gehörte zur 3. Armee des Deutschen Kaiserreiches.
Nach dem Krieg wurde das Regiment ab 20. Dezember 1918 wieder aufgelöst.

http://www.ag-sonnenberg-geschichte-in-c...rtes/IR_181.htm

8. August 1914, Chemnitz

Am Nachmittag wurde zur Verabschiedung der Truppen an die Front noch ein Feldgottesdienst auf dem Kasernenhof abgehalten. Danach marschierten die Soldaten durch fahnengeschmückte und von Menschen gesäumte Straßen zum Hauptbahnhof. Von hier ging ihre Fahrt in Richtung Westen. Über Leipzig, Erfurt, Hanau und Koblenz erreichten sie schließlich am12. August 1914 die Südeifel. Dann ging der Marsch über Luxemburg an die belgische Grenze.
Das Regiment zählte 85 Offiziere, 3303 Unteroffiziere und Mannschaften, sowie 238 Pferde.

20. Dezember 1918, Ankunft in Chemnitz

Am 11. November wählte man im Regiment Soldatenräte und am 20. Dezember kamen die Überlebenden des Regiments schließlich wieder in Chemnitz an.
Fast 3400 Gefallene des 15. Infanterie-Regiments Nr.181 waren unter den Chemnitzer Militäropfern des Ersten Weltkrieges. Hinzu kamen über 7200 Verwundete und ca. 1066 Gefangene. Die Verluste des Regiments waren dabei so hoch, dass es eigentlich mehr als drei Mal komplett vernichtet wurde.

...


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