#21

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 24.01.2014 16:59
von Fritze (gelöscht)
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Am besten gefällt mir der Slogan "Offen im Denken "
naja "Offen im Einsacken " kommt ja nicht so gut !


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#22

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 26.01.2014 19:44
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

@ Major Tom: Kaum zu glauben das man auf das Schreiben nicht reagiert hat.

Allerdings stimmt die Aussage gar nicht das meist nur Vertragsfirmen erscheinen. Zumindest nicht in der Zeit von 6- 23 Uhr und nicht in Großstädten. Im ländlichen Gebieten kommt es schon eher vor das dort nur der Vertragsunternemer kommt.

In den Großstädten werden Vertragspartner zur Abdeckung und Abbau von Spitzenlasten eingesetzt, d.h. bei hohem Aufkommen. Zudem in der Woche ab 2 Uhr bis 5.30 Uhr auch in den Großstädten Aufträge an Vertragsunternehmen abgegeben.

@ Pit 59 : Vertippt...

Ja, der kleine Schrauber auf der Straße muss es ausbaden und kann am wenigsten dafür.

Ich finde es eine Riesensauerei das ein Rettungshubschrauber für solche Präsidiumstransporte genutzt wird. Auch für mich ein Grund auszutreten.

Völlig undurchsichtig sind auch die neuen Mitgliedsmodelle und m.E. nach auch unsinnig.Bei der Plusmitgliedschaft heißt es: Gilt für Sie und Ihren (Ehe- oder Lebens-) Partner und/ oder den berechtigten Fahrer sofern das Fzg auf Sie oder Ihren [...] Partner zugelassen ist.

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
zuletzt bearbeitet 26.01.2014 19:45 | nach oben springen

#23

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 26.01.2014 20:17
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von 94 im Beitrag #18
Wird da mit aller (Medien-)Gewalt ein Schkandal gebastelt?


Den Eindruck habe ich auch: 30 Flüge - und das nicht mit Einsatz-, sondern Reservehubschraubern) - in 10 Jahren macht 3 Flüge pro Jahr. UNFASSBAR: Da sieht man mal wieder, mit welch permanenter Unverschämtheit sich die Herren der Führungsetagen selber bedienen! Und das alles von unseren Mitrgliedsbeiträgen. Und natürlich wusste die Geschäftsleitung von den Manipulationen - der Chef hat alles zu wissen und jede Zahl zu hinterfragen.

Meines Wissens wurde ja nicht am Ergebnis rumgefummelt, sondern nur an der Anzahl der abgegebenen Stimmen: Dem Verantwortlichen war wohl peinlich, wie gering die Beteiligung an dieser Wahl war und so wurden die Zahlen der abgegebenen Stimmen korrigiert, die prozentualen Ergebnisse aber nicht Wenn dies bei allen Bewerbern gleichmäßig gemacht wurde, die Stimmzahl pro Fahrzeug z.B. verfünffacht wurde, dann bleibt der Anteil und damit das Ergebnis gleich. Dass hier die Zahlen einseitig und zu Gunsten einer bestimmten Marke oder eines bestimmten Typs verändert wurden, glaube ich nicht: Eine solche Manipulation hätte zu viele Mitwisser und irgendeiner von denen hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit "gequatscht". So aber blieb das Ergebnis korrekt und das dürfte bei den Mitwissern nur zu geringen Magenverstimmungen geführt haben.

Ein Sturm im Wasserglas? Noch nicht mal das, eher ein laues Lüftchen. Aber schön, dass man mal wieder nach Herzenslust auf jemanden einprügeln kann - hier und in den Medien.


Grenzverletzerin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.01.2014 20:18 | nach oben springen

#24

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 26.01.2014 21:21
von damals wars | 12.204 Beiträge

Die Zahl der Flüge ist sicher genauso zuverlässig wie die Zahl der abgegebenen Stimmen!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
hardi24a hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 26.01.2014 21:39
von 94 | 10.792 Beiträge

Einen besondern 'Pfiff' bekommt die Sache nach einem Blick heut in die BamS, ich darf zitieren ...

BILD am SONNTAG: Stimmt es, dass Professor Dudenhöffer Sie 2003 bei einem Helikopterflug von Hamburg nach Wolfsburg begleitet hat?
PETER MEYER: Der ADAC hatte Professor Dudenhöffer an diesem Tag bei einer Veranstaltung in Hamburg als Moderator gegen Honorar beauftragt. Da es nur wenig Zeit zwischen dem Ende dieser und dem Anfang einer zweiten Veranstaltung in Wolfsburg gab, bei der Herr Dudenhöffer ebenfalls einen Honorarvortrag hielt, haben wir uns gemeinsam für die schnellste Option entschieden.

Quelle: http://www.bild.de/bild-plus/geld/wirtsc...98842.bild.html

Und wer war nochemal der Experte vor einer Woche, welcher die Schlammschlacht in Runde zwei einläutete *rethorisch_bloedfrag*
http://www.focus.de/auto/news/betrug-gel...id_3553306.html


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Pitti53 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 27.01.2014 12:28
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von 94 im Beitrag #25
PETER MEYER: Der ADAC hatte Professor Dudenhöffer an diesem Tag bei einer Veranstaltung in Hamburg als Moderator gegen Honorar beauftragt. Da es nur wenig Zeit zwischen dem Ende dieser und dem Anfang einer zweiten Veranstaltung in Wolfsburg gab, bei der Herr Dudenhöffer ebenfalls einen Honorarvortrag hielt, haben wir uns gemeinsam für die schnellste Option entschieden.


Scheiß-Timing, könnte man sagen. Hätten sie mehr Zeit eingeplant, hätten sie die Strecke auch mit dem Auto fahren können. Hätte hätte Fahrradkette: Manchmal ist man nur bedingt Herr des Verfahrens, muss auch Termine akzeptieren, die vorgegeben werden und einem nur bedingt passen. Und dann? Wäre es im Sinne der Clubmitglieder gewesen, wenn Meyer plus Anhang einen Heli gechartert hätten? Gegen teuer Geld??

Und auch für den Anhang Prof. D. gilt der alte Spruch: Wer im Glashaus sitzt, sollte sich im Dunkeln ausziehen. Oder so ähnlich. Aber vielleicht wollte er der breiten Öffentlichkeit nur seine Unabhängigkeit, seine Unbestechlichkeit beweisen. Und hat deshalb die Hand gebissen, die ihn gefüttert hat. Na ja, und so ganz "unbeabsichtigt" dafür gesorgt, dass jetzt jede Aussage des ADAC unter Generalverdacht steht und Misstrauen erregt.

Manchmal frage ich mich wirklich, ob wir keine anderen Sorgen haben als diese Petitesse (denn das ist der ganze "Skandal" für mich) so aufzubauschen.


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#27

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 27.01.2014 12:47
von Grstungen386 | 597 Beiträge

Eigentlich schade, bisher war der ADAC eine der wenigen bundesrepublikanischen Vereine, die mir symphatisch waren, noch nie hatte ich bisher von einer Seite EINE !!!!! Klage gegen den ADAC gehört und dass sollschon was heissen: Bahn, BER, SPD, GEZ, Jobcenter, Arbeitsamt, Grüne, FDP, Stuttgart 21 fortfolgende, Hassobjekte ohne Zahl....



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#28

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 27.01.2014 13:52
von Harsberg | 3.248 Beiträge

Jetzt müssen sie die Suppe die sie sich eingebrockt haben auch auslöffeln.
Kann ich nur sagen Hochmut kommt vor dem Fall!


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#29

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 28.01.2014 00:12
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
es heist der Arrogante Deutsche AbgasClub würde sich erfolgreich für die Autofahrer einsetzen, ich denke das ist unmöglich und ein blödes Märchen. Begründung:

Ca. 80% und mehr aller Haushalte verfügen über einen PKW.

Von den 20% Rest ist der größte Teil zu krank, zu senil oder zu arm für einen eigenen PKW. Hier ist nichts zu holen.

Aus Überzeugung keinen PKW wegen Nichtwollen oder Nichtbrauchen trotz genügend Geld trift schätze ich für weniger als 2% aller Haushalte zu. Die mögliche Belastung zum Wohle der Autofahrer ist vernachlässigbar

Das bedeutet ALLE politischen "Vorteile" aus Lobbyarbeit "zugunsten" der Autofahrer werden von diesem Kollektiv wieder selbst bezahlt....

Von daher ist auch das Gejammere über zweckenfremdete Mineralöl- oder KFZ-Steuer auch lächerlich.

Mehr Geld im Straßenbau = weniger Geld für die Schulen unserer Kinder oder Enkel...., weniger für Seniorenpflege, Kultur usw.
.



zuletzt bearbeitet 28.01.2014 00:14 | nach oben springen

#30

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 28.01.2014 01:48
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von SET800 im Beitrag #29
Mehr Geld im Straßenbau = weniger Geld für die Schulen unserer Kinder oder Enkel...., weniger für Seniorenpflege, Kultur usw.
.


Himmel hilf!
Hast Du schon mal geprüft, wie hoch die Staatseinahmen aus Mineralölsteuer, KFZ-Steuer, MwSt auf Kaufpreis und Sprit sowie der Maut sind? Und wie hoch die Ausgaben für den Straßenbau? Und reichen Dir die rund 40 Mrd. an Überschuss pro Jahr immer noch nicht, die damit erzielt werden? Und die in den allgemeinen Haushalt fließen und auch für die Aufgaben verwendet werden, die Du da forderst? Wären all diese Einnahmen zweckgebunden, gäbe es wohl kaum noch einen Grashalm hier, weil alles "Straße" wäre.

Und nur nebenbei: In diesen 40 Mrd. sind die Unternehmensabgaben der Spediteure oder die Lohnsteuern der von ihnen Beschäftigten noch nicht enthalten. Sollen die sich doch über schlammige Feldwege quälen - was kümmter's Dich? Und ich würde gerne mal Deine Reaktion erleben, wenn sich ein Feuerwehr- oder Krankenwagen über Stock und Stein im Schritttempo zu Dir bewegen würde, weil es an ausgebauten Straßen fehlt.

Und nur ganz nebenbei: Schon mal darüber nachgedacht, dass Straßen die absolut lebensnotwendigen Adern unserer Wirtschaft sind? Na klar, wir könnten ja wieder alles per Bahn verschicken. Diese Idee hat nur leider den Nachteil, dass die DB uf den Hauptstrecken heute schon am Maximum ihrer Kapazität angelangt ist und Neubaustrecken kurzfristig so gut wie nicht möglich sind: Selbst Lobby-Vereine wie "Pro Bahn" sind da ausgesprochen schweigsam.

Ach ja - und bevor hier der Eindruck entsteht, dass ein Blinder von Farben spricht: Ich habe mal den Beruf eines Speditionskaufmannes erlernt und mich nach meinem Studium in den verschiedensten Bereichen der Logistik getummelt. Glaub mir: Ich weiß, wovon ich rede!


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#31

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 28.01.2014 07:57
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
ich glaube daß du die Logik meiner Aussage nicht verstanden hast. Ob und wieviel Straßen überflüssig, wünschbar oder nötig sind ist eine Sache. Diese Frage warf ich aber nicht auf.
Mein Hinweis bezieht sich darauf daß Lobbypolitik als Intessensvertretung speziell für Autofahrer nicht möglich ist da daß Kollektiv der KFZ-Fahrer fast vollständig identisch ist mit der Gesamtbürgerschaft.
Die Gruppe der zu armen, zu senilen oder zu blöden für eigene KFZ-Nutzung zu einer Mittelumschichtung nichts abgeben können. Bliebe nur wie geschrieben die kleine Gruppe der Gutverdiener ohne KFZ aus Überzeugung.

Gruß



zuletzt bearbeitet 28.01.2014 08:00 | nach oben springen

#32

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 28.01.2014 10:51
von Gelöschtes Mitglied
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Ich weiß nicht, woher Du die Zahlen hast:

Zitat von SET800 im Beitrag #29
Ca. 80% und mehr aller Haushalte verfügen über einen PKW. Von den 20% Rest ist der größte Teil zu krank, zu senil oder zu arm für einen eigenen PKW. Hier ist nichts zu holen. .


Per Stichtag Jahreswende 2010/2011 gab es in Deutschland rund 40,3 Mio Privathaushalte, zum gleichen Zeitpunkt aber rund 42,3 Mio zugelassene PKW. Macht pro Haushalt 1,05 PKW.

Da aber bei dieser Betrachtung Singlehaushalte und Großfamilien mit mehreren PKW in einen Topf geworfen werden, empfinde ich die Zahl als nicht so aussagefähig. Interessanter ist da wohl die Zahl der zugelassenen PKW pro 1.000 Einwohner, die beträgt nämlich lt. KBA 640. Also keine 80 %, sondern entweder 105 % oder 64 %.

Jetzt frage ich mich, wie hoch der Anteil der Kranken, Senilen oder Armen ist: Wenn ich Deine Methode mit den Haushalten zugrunde lege, wären es minus 5 %.

Geht irgendwie nicht, oder? Oder hast Du Deine Zahlen nach der ADAC-Methode ermittelt??


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#33

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 28.01.2014 11:42
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
selbst dann, wenn nur 60% aller Haushalte einen PKW verfügbar hätten. Finanziell höher belastbare Haushalte ohne PKW aus Überzeugung oder 100%-Nichbenötigen gibt es nur sehr wenige, nur von dort her könnte eine Lobbyarbeit



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#34

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 28.01.2014 12:12
von Gelöschtes Mitglied
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Lassen wir den Spaß mit den Zahlen: Natürlich ist mir klar, dass ein statistischer Durchschnittswert nicht mit einer linearen Verteilung gleichzusetzen ist. Ich bin jetzt zu faul, es genau zu prüfen, aber vom Gefühl her dürften Deine 80 % der Wahrheit ziemlich nahe kommen.

Aber die Behauptung, die restlichen 20 % wären zu krank, zu blöde oder zu arm, um sich ein Auto leisten zu können, halte ich für kühn: Gerade in den Großstädten und gerade bei der jüngeren Bevölkerung wächst die Zahl derer, die bewusst auf ein Auto verzichten, obwohl sie es sich leisten könnten, stark an: Markengebundene oder freie Car-Sharing-Anbieter verzeichnen erstaunliche Zuwachsraten, für viele dieser Menschen hat das Auto als Statussymbol seine Leuchtkraft verloren. Auf dem Land oder in kleineren Städten ist das anders, dort ist das eigene Auto oft eine zwingende Notwendigkeit.

Auf die Hersteller und Importeure, aber auch auf Lobbyisten wie den ADAC werden in Zukunft ganz andere Aufgaben warten, davon bin ich überzeugt. Welche das genau sein werden, vermag ich nicht zu sagen, aber der Wandel hat bereits eingesetzt und ist noch lange nicht beendet.


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#35

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 28.01.2014 16:15
von StabsfeldKoenig | 2.655 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #30
Zitat von SET800 im Beitrag #29
Mehr Geld im Straßenbau = weniger Geld für die Schulen unserer Kinder oder Enkel...., weniger für Seniorenpflege, Kultur usw.
.


Himmel hilf!
Hast Du schon mal geprüft, wie hoch die Staatseinahmen aus Mineralölsteuer, KFZ-Steuer, MwSt auf Kaufpreis und Sprit sowie der Maut sind? Und wie hoch die Ausgaben für den Straßenbau? Und reichen Dir die rund 40 Mrd. an Überschuss pro Jahr immer noch nicht, die damit erzielt werden? Und die in den allgemeinen Haushalt fließen und auch für die Aufgaben verwendet werden, die Du da forderst? Wären all diese Einnahmen zweckgebunden, gäbe es wohl kaum noch einen Grashalm hier, weil alles "Straße" wäre.

Und nur nebenbei: In diesen 40 Mrd. sind die Unternehmensabgaben der Spediteure oder die Lohnsteuern der von ihnen Beschäftigten noch nicht enthalten. Sollen die sich doch über schlammige Feldwege quälen - was kümmter's Dich? Und ich würde gerne mal Deine Reaktion erleben, wenn sich ein Feuerwehr- oder Krankenwagen über Stock und Stein im Schritttempo zu Dir bewegen würde, weil es an ausgebauten Straßen fehlt.

Und nur ganz nebenbei: Schon mal darüber nachgedacht, dass Straßen die absolut lebensnotwendigen Adern unserer Wirtschaft sind? Na klar, wir könnten ja wieder alles per Bahn verschicken. Diese Idee hat nur leider den Nachteil, dass die DB uf den Hauptstrecken heute schon am Maximum ihrer Kapazität angelangt ist und Neubaustrecken kurzfristig so gut wie nicht möglich sind: Selbst Lobby-Vereine wie "Pro Bahn" sind da ausgesprochen schweigsam.

Ach ja - und bevor hier der Eindruck entsteht, dass ein Blinder von Farben spricht: Ich habe mal den Beruf eines Speditionskaufmannes erlernt und mich nach meinem Studium in den verschiedensten Bereichen der Logistik getummelt. Glaub mir: Ich weiß, wovon ich rede!



Die Kosten des Straßenverkehrs gehen über den Straßenverkehr hinaus.

Einige Beispiele:

- Lärmminderung, sowie andere Aufwendungen zur Minderung / Beseitigung von Umweltschäden
- Verkehrserziehung (Unfallvermeidung)
- Unfallkosten, die nicht vom Verursacher getragen werden
- polizeiliche Verkehrsüberwachung

Außerdem muß ein Teil der Mineralölsteuer an die Bahn (Netzausbau) fließen, da auch der Treibstoff für Dieseltriebfahrzeuger der Bahn steuerpflichtig ist.



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#36

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 28.01.2014 16:49
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #35

Außerdem muß ein Teil der Mineralölsteuer an die Bahn (Netzausbau) fließen, da auch der Treibstoff für Dieseltriebfahrzeuger der Bahn steuerpflichtig ist.


Muss? Wieso muss? Sollte die Bahn nicht angehalten werden, sich dem Markt zu stellen und die von ihr verursachten Kosten selbst zu erwirtschaften?

Wenn Du allerdings den Teil der Mineralölsteuer meinst, den die Bahn selber trägt, dann kann ich Dir folgen. Nicht aber, was den Rest Deiner Argumentation angeht: Selbst wenn man die von Dir genannten Kosten vollumfänglich gegen die Überschüsse aus dem Steueraufkommen rechnen würde, bliebe noch ein erkleckliches Sümmchen übrig.

Zusätzlich darf nicht vergessen werden, dass das Straßennetz auch hoheitlichen Aufgaben dient: Polizei, Krankenwagen, Feuerwehren und nicht zuletzt das Militär nutzen es ebenso zur Erfüllung ihrer Aufgaben. Und ich stelle mir lieber nicht vor, wie das deutsche Straßennetz aussehen würde, wenn die Genannten allein für den Unterhalt aufkommen müssten.

Nein, was mich nervt, ist die Selbstverständlichkeit, mit der die Steuereinnahmen aus dem Straßenverkehr für artfremde Aufgaben genutzt werden. Wenn diese gesamten Einnahmen im Haushalt des Verkehrsministeriums geblieben wären, dann gäbe es heute keine maroden Brücken, schlaglochübersäte Straßen und keine Schleusen wie am Nord-Ostsee-Kanal, die dringendst (und sehr teuer) saniert werden müssen. So aber wurde fröhlich "auf Verschleiß" gefahren, die notwendigen Investitionen unterblieben und das Geld wurde lieber in Projekte wie die Herdprämie gesteckt. Mit dem Ergebnis, dass der Investitionsstau immer größer wurde und der Konsequenz, dass die Kosten überproportional gestiegen sind: Instandhaltungskosten, die vor wenigen Jahren noch relativ überschaubar gewesen wären, sind durch Nichtstun ins Ungeheure gewachsen.

Das ist so, als ob der Sturm ein paar Dachziegel rausgerissen hätte, der Hausbesitzer aber meint, dass der Rest noch halten würde. Mit dem Ergebnis, dass irgendwann nicht nur das komplette Dach neu gedeckt werden, sondern auch der gesamte Dachboden saniert werden muss. Und das vor dem Hintergrund, dass das Geld für die kleine Reparatur zwar vorhanden gewesen ist, jedoch lieber in die Gartengestaltung gesteckt wurde.

Kurzfristiges Denken, eine Spezialbegabung unserer Politiker.


Eisenacher hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 28.01.2014 17:52
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #34

Gerade in den Großstädten und gerade bei der jüngeren Bevölkerung wächst die Zahl derer, die bewusst auf ein Auto verzichten, obwohl sie es sich leisten könnten, stark an: Markengebundene oder freie Car-Sharing-Anbieter verzeichnen erstaunliche Zuwachsraten, für viele dieser Menschen hat das Auto als Statussymbol seine Leuchtkraft verloren.



So ähnlich sehe ich das auch, aber ob die Gruppe der wirklich Zahlungsfähigen darunter irgendwie statistisch eine Rolle spielt, das bezweifle ich. Nur von dieser kleinen Gruppe könnte Lobbyarbeit Geld via Steuererhöhungen zur Ausweitung des Straßensektors ziehen.

Nimm jedem Haushalt der zahlungsfähig ist 1000€ via mehr Steuern ( also Konsumverzicht ) zugunsten des Straßenverkehres, 950€ davon bezahlt die sehr große Gruppe der Autofahrer selbst.....
Pflegebedürftigen Rentnern, suffgefeuerten Berufskraftfahrern mit ALG2, alleinerziehende Mütter mit 3 Knirpsen, Studentenmit Bafög ohne Elternunterstützung; Kleinrentner mit Grundsicherung usw. wird man nicht mit 80€ zusätlich monatlich belasten können.



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#38

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 30.01.2014 16:07
von StabsfeldKoenig | 2.655 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #36
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #35

Außerdem muß ein Teil der Mineralölsteuer an die Bahn (Netzausbau) fließen, da auch der Treibstoff für Dieseltriebfahrzeuger der Bahn steuerpflichtig ist.


Muss? Wieso muss? Sollte die Bahn nicht angehalten werden, sich dem Markt zu stellen und die von ihr verursachten Kosten selbst zu erwirtschaften?

Wenn Du allerdings den Teil der Mineralölsteuer meinst, den die Bahn selber trägt, dann kann ich Dir folgen. Nicht aber, was den Rest Deiner Argumentation angeht: Selbst wenn man die von Dir genannten Kosten vollumfänglich gegen die Überschüsse aus dem Steueraufkommen rechnen würde, bliebe noch ein erkleckliches Sümmchen übrig.

Zusätzlich darf nicht vergessen werden, dass das Straßennetz auch hoheitlichen Aufgaben dient: Polizei, Krankenwagen, Feuerwehren und nicht zuletzt das Militär nutzen es ebenso zur Erfüllung ihrer Aufgaben. Und ich stelle mir lieber nicht vor, wie das deutsche Straßennetz aussehen würde, wenn die Genannten allein für den Unterhalt aufkommen müssten.

Nein, was mich nervt, ist die Selbstverständlichkeit, mit der die Steuereinnahmen aus dem Straßenverkehr für artfremde Aufgaben genutzt werden. Wenn diese gesamten Einnahmen im Haushalt des Verkehrsministeriums geblieben wären, dann gäbe es heute keine maroden Brücken, schlaglochübersäte Straßen und keine Schleusen wie am Nord-Ostsee-Kanal, die dringendst (und sehr teuer) saniert werden müssen. So aber wurde fröhlich "auf Verschleiß" gefahren, die notwendigen Investitionen unterblieben und das Geld wurde lieber in Projekte wie die Herdprämie gesteckt. Mit dem Ergebnis, dass der Investitionsstau immer größer wurde und der Konsequenz, dass die Kosten überproportional gestiegen sind: Instandhaltungskosten, die vor wenigen Jahren noch relativ überschaubar gewesen wären, sind durch Nichtstun ins Ungeheure gewachsen.

Das ist so, als ob der Sturm ein paar Dachziegel rausgerissen hätte, der Hausbesitzer aber meint, dass der Rest noch halten würde. Mit dem Ergebnis, dass irgendwann nicht nur das komplette Dach neu gedeckt werden, sondern auch der gesamte Dachboden saniert werden muss. Und das vor dem Hintergrund, dass das Geld für die kleine Reparatur zwar vorhanden gewesen ist, jedoch lieber in die Gartengestaltung gesteckt wurde.

Kurzfristiges Denken, eine Spezialbegabung unserer Politiker.




Der Netzbetrieb Bahn und die EVU's (nicht nur der DB AG) sind etwas unterschiedliches. Und wenn für den Betrieb einer Lok Mineralölsteuer gezahlt wird, dann hat diese nicht in die Infrastruktur des Straßen-, sondern Schienenverkehrs zu fließen. Würde die wettbewerbswidrige steuerfreiheit von Luft und Schiffsverkehr beseitigt, müßten die Einnahmen analog dem Bau (Instandhaltung) und Betrieb von Wasserstraßen und Häfen bzw. Flughäfen und Flugsicherung zufließen. Auch andere Verkehrswege dienen hoheitlichen Aufgaben (z.B.Truppentransport / Transport von Hilfsgütern bei Katastrphen ggf. unter Einschränkung des kommerziellen Verkehrs).



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#39

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 30.01.2014 17:22
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #38
Der Netzbetrieb Bahn und die EVU's (nicht nur der DB AG) sind etwas unterschiedliches. Und wenn für den Betrieb einer Lok Mineralölsteuer gezahlt wird, dann hat diese nicht in die Infrastruktur des Straßen-, sondern Schienenverkehrs zu fließen.

Der Meinung bin ich auch - siehe erster Satz des zweiten Absatzes.

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #38
Würde die wettbewerbswidrige steuerfreiheit von Luft und Schiffsverkehr beseitigt, müßten die Einnahmen analog dem Bau (Instandhaltung) und Betrieb von Wasserstraßen und Häfen bzw. Flughäfen und Flugsicherung zufließen.


Hier entstand das Problem der Interessenkollision: Viele Studien haben belegt, dass Binnenschiffe die mit Abstand umweltfreundlichste, gleichzeitig aber auch langsamste Form des Gütertransports darstellen. Und nun? Diesen ökologisch sinnvollen Transportweg verteuern und damit noch mehr Güter auf den Landtransport zwingen? Und nebenbei 1: Das Kabotageverbot existiert nicht mehr, ein polnisches oder französiches Europa-Schiff oder meinetwegen auch eine Peniche kann mit vollem Tank ein paar tausend Kilometer auf dem Rhein oder anderen Wasserstraßen zurücklegen und innerdeutsche Transporte durchführen. Und bei halbwegs geschickter Planung so disponiert werden, dass es das Heimatland erreicht, bevor nachgetankt werden muss. Für Niederländer, Franzosen und Polen überhaupt kein Problem und für die Donau-Länder schon gar nicht. Und nebenbei 2: Die Passage des Nord-Ostsee-Kanals ist nicht kostenlos, dort werden Gebühren erhoben. Die aber nicht für den Kanal genutzt werden, sondern im Haushalt versickern.

Zum Flugverkehr: Wir hatten in Europa zwar Gurken mit einem genormten Krümmungswinkel, aber kein einheitliches Steuersystem. Und daran wird sich wenn überhaupt so schnell nichts ändern: Kein Parlament dieser Welt wird sich das "Königsrecht" ("L'état c'est moi!" - angeblich von Ludwig XIV stammend) nehmen lassen, über Höhe und Verwendung des Steueraufkommens alleine entscheiden zu dürfen, freiwillig nehmen lassen. Und was würde passieren, wenn wir Mineralölsteuer auf Kerosin erheben würden, unsere Nachbarn aber nicht? Die Antwort ist denkbar einfach: Es würde nur noch im Ausland getankt werden. Und der deutsche Fiskus hätte das Nachsehen. So bekommt er wenigstens noch die MwSt - nach dem Motto "Besser wenig als gar nichts".

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #38
Auch andere Verkehrswege dienen hoheitlichen Aufgaben (z.B.Truppentransport / Transport von Hilfsgütern bei Katastrphen ggf. unter Einschränkung des kommerziellen Verkehrs).


Äääääh - was willst Du damit sagen? Das meine Aufzählung der hoheitlichen Aufgaben nicht vollständig war? OK, gebe ich zu. Sie sollte auch nur beispielhaften Charakter haben, denn sonst hätte ich auch noch die Fahrten ausländischer Regierungsmitglieder vom Flughafen zum Bundeskanzleramt oder wohin auch immer erwähnen müssen.


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#40

RE: ADAC in Nöten

in Themen vom Tage 01.02.2014 17:32
von LO-Wahnsinn | 3.491 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #7
Hallo,
wer braucht die Demagogen vom "Arroganten Deutschen Abgas Club".

Um auf Autobahnen deutlich schneller als 130km/h fahren zu dürfen?

Für die blöde Propaganda "Sommerreifen bei weniger als 7°C sind absolut lebensgefährlich"?

Pannehilfe?
Blödsinn, die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge ist so gut, daß 30 Jahre Mitgliedsbeitrag teurer sind als selbst eine Fachwerkstatt zu beauftragen,
teils Service-Portale durch die Herrsteller.

Und für Fahrer die ungewartete 30-Jahre -Rostlauben fahren und zu blöd zum Selberschrauben sind, da bezahle ich nicht in eine Mischkalkualtion ein.




Hinzu kommt, in jeder vernünftigen Vollkasko ist der so genannte Schutzbrief heute enthalten.

Ich war 1990 Mitglied, zwangsweise.
Blieb auf der Autobahn liegen, ADAC wollte helfen, Bedingung Mitgliedschaft.
Ich unterschrieb damit mir geholfen wurde, trat dann aber ob der Knebellei dann wieder aus.
Seither, ADAC ein Ganovenverein für mich, jedesmal wenn im Supermarkt ein Stand ist der mich werben will, krieg ich das grosse Lächeln.

Das all der Sumpf nun hoch kommt, wundert mich nicht, ADAC war schon immer ein Lobbyverein.
Als LKW Fahrer, wo der ADAC von jeher massiv gegen uns auftritt und unseren Berufsstand schlecht macht, schlechter als er ist, ist der ADAC für mich eh ein Drecksverein der zerschossen gehört.
Nun zerschiessen sie sich selber, wird auch Zeit, ich reib mir die Hände und hoffe auf noch mehr Enthüllungen aus diesem lobbyistischem Verbrecherverein.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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