#161

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 15:14
von passport | 2.639 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #140
Zitat von DoreHolm im Beitrag #131
........
Lila: Angst vor Racheakten ? Für was wollen sich denn solche Leute durch Mord rächen, Leute, die vielfach selbst wohl nie mit dem MfS zu tun hatten, die sich lediglich gern mal auf diese Weise abreagieren wollen. Selbst bei Bürgern, die wegen politischer Delikte einsaßen, ist Mord kein akzeptables Motiv, zumal wenn diese dazu noch Anhänger der freiheitlich-demokratischen Grundordnung sind.




@DoreHolm lies mal den Beitrag 104 .
Es geht nicht darum welche Leute sich für was auch immer an den MA des MfS rächen wollten!
Es ging um Mord im Zusammenhang mit Mielke und die Denkweise die dahinter steckte.
Mord war ein legitimes Mittel für diese Genossen und das bis 1989.
Es gibt diesen Spruch, "Was ich denk und was ich tu, traue ich auch anderen zu" Dieser Spruch trifft die Sache auf den Punkt.
Bohnsack hat es in einem Interview zum Besten gegeben, wie die Stimmung im Herbst 1989 bei vielen MA des MfS gewesen sein soll.
Endzeitstimmung mit Todesängsten gepaart.
Die Einwürfe von Rostocker und seaman auf die du aufgesprungen bist waren nur die üblichen Nebelkerzen.



Blödsinn ! Hier wird wieder gegen allen bekannten Tatsachen absoluter Unsinn geschrieben ! Es gab keine Killer - oder Mordkommandos des MfS !!!
Im Verfahren gegen den Leiter der AGM/S musste auch der als Zeuge geladene Vertreter der BStU-Behörde aussagen: " das in den Unterlagen keine Hinweise gefunden, das (es) zur Einrichtung oder zur Planung von Killerkommandos gekommen sei. Es habe sich insbesondere auch kein Beleg dafür gefunden, das jemals aus dem Gebiet der DDR geflohene Personen in der BRD getötet worden seien."


passport


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#162

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 15:41
von DoreHolm | 7.705 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #159
Zitat von DoreHolm im Beitrag #144
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #143
Offiziell natürlich nicht du Schlaumaier.
Sonst hätte Mielke wohl im DDR Knast sitzen müßen


Dann wirst Du doch sicher eine Menge nachprüfbare Beispiele aufführen können, in denen durch das MfS beauftragte Personen gemordet haben. Ich möchte dann aber nicht die Beispiele aus den 50er lesen oder wo es um Sabotage und Spionage in großem Stil ging, also die wirklich Großen, sondern um die eher Kleineren, die zwar gegen die DDR aktiv wurden, aber keine echte staatsgefährdende Gefahr für das System darstellten.





Hier mal ein link @DoreHolm

http://www.wolfgang-welsch.com/zur-person

Von den Terrorurteilen in den fünfzigern mal ganz zu schweigen.
Das da alle Hingerichteten üble Spione und Saboteure waren die dem roten Terror zum Opfer fielen darf bezweifelt werden.
Die Stasi hatte ja ebenso Menschen aus West-Berlin in Mafiamanier entführen lassen und die Russen haben dann in Moskau den Rest erledigt.

Hier noch das Beispiel von H.Flade, der wegen einer Flugblattaktion in einem Schauprozess nach Nazimanier zum Tode verurteilt wurde und nur durch massiven Protest vor dem Henker gerettet werden konnte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Flade

Die Logik des SED Regimes war immer "Die oder wir" und das bis zum Schluss.


Du kannst von mir halten was Du willst, aber nach Lesen der Selbstdarstellung von W.Welsch hält sich mein Mitleid mit ihm in sehr, sehr engen Grenzen.
Er hat in blindem Hass gegenüber unserer Gesellschaft jedem einzelnen Bürger, der in der DDR geblieben ist, direkt oder indirekt enormen Schaden zugefügt. Woanders lebt ein "Staatsfeind Nummer 1" nicht minder gefährlich, auch nicht in "Demokratien". Was Flade betrifft, war das in den 50ern, denen ich eine Art "Sonderstellung" in Beurteilung der DDR-Vergangenheit zubillige, die nicht repräsentativ ist, aber leider vielfach als auch heute noch als aktuell suggeriert werden soll. Daß es in dieser Zeit etliches Unrecht gegeben hat, auch nach späteren DDR-Gesetzen, stelle ich nicht in Abrede. Deine zwei Beispiele ändern nichts an meiner weiter oben dargelegten Ansichten, da nicht überzeugend (weil nur durch eine Seite dargestellt) und auch nicht repräsentativ und typisch für das System.



Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#163

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 16:09
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #135
Zitat von Harra318 im Beitrag #134
@frank ,bei GT und NVA wurde mit Kalaschnikow .......,.ist doch Russisch oder

weil beide deutsche staaten damals keine eigenen waffen herstellen durften ??


Ich kenne da die"Heckler & Koch GmbH " in Oberndorf.Du wahrscheinlich nicht.


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#164

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 16:34
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Die "Bülowplatz-Sache" war verjährt. Das 1931 gültige StGB hatte für Mord 30 Jahre Verjährung. Die wurde erst frühestens 1965 (als in der BRD zur Verhinderung der Verjährung von Nazi- und Kriegsverbrechen Verjährungsfristen verlängert wurden) auf Unverjährbarkeit verändert.
Da aber ein Mord von 1931 demnach 1961 verjährt war, stellt das Verfahren gegen Mielke einen Verstoß gegen das Rückwirkungsverbot dar.
Da nach Einigungsvertrag grundsätzlich die mildere strafrechtliche Regelung anzuwenden war, hätte die Tatverjährung von 1962 berücksichtigt werden müssen.



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#165

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 17:05
von Marder | 1.413 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #164
Die "Bülowplatz-Sache" war verjährt. Das 1931 gültige StGB hatte für Mord 30 Jahre Verjährung. Die wurde erst frühestens 1965 (als in der BRD zur Verhinderung der Verjährung von Nazi- und Kriegsverbrechen Verjährungsfristen verlängert wurden) auf Unverjährbarkeit verändert.
Da aber ein Mord von 1931 demnach 1961 verjährt war, stellt das Verfahren gegen Mielke einen Verstoß gegen das Rückwirkungsverbot dar.
Da nach Einigungsvertrag grundsätzlich die mildere strafrechtliche Regelung anzuwenden war, hätte die Tatverjährung von 1962 berücksichtigt werden müssen.

Hallo,
dann haben sich seine Anwälte aber dämlich bis oberdämlich angestellt.
Gilt eine Anklage gegen die Person nicht als verjährungshemmend???
Man hatte doch 1947 schon einen Haftbefehl ausgestellt.
Ich bin kein Jurist!!!
MfG Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
zuletzt bearbeitet 14.01.2014 17:08 | nach oben springen

#166

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 17:21
von Mike59 | 7.978 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #165
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #164
Die "Bülowplatz-Sache" war verjährt. Das 1931 gültige StGB hatte für Mord 30 Jahre Verjährung. Die wurde erst frühestens 1965 (als in der BRD zur Verhinderung der Verjährung von Nazi- und Kriegsverbrechen Verjährungsfristen verlängert wurden) auf Unverjährbarkeit verändert.
Da aber ein Mord von 1931 demnach 1961 verjährt war, stellt das Verfahren gegen Mielke einen Verstoß gegen das Rückwirkungsverbot dar.
Da nach Einigungsvertrag grundsätzlich die mildere strafrechtliche Regelung anzuwenden war, hätte die Tatverjährung von 1962 berücksichtigt werden müssen.

Hallo,
dann haben sich seine Anwälte aber dämlich bis oberdämlich angestellt.
Gilt eine Anklage gegen die Person nicht als verjährungshemmend???
Man hatte doch 1947 schon einen Haftbefehl ausgestellt.
Ich bin kein Jurist!!!
MfG Marder


Na egal, ob die Tat nun verjährt war oder nicht. Es war eine politische motivierte Tat und in den damaligen Zeiten wurde auf beiden politischen Seiten juristisch relevantes Unrecht begangen, deren Ahndung eher dürftig vollzogen wurde.
Es hätte der DDR (SED) sicher gut gestanden wenn E. Mielke alias Paul Bach bei Zeiten seinen Posten geräumt hätte. Schon wegen seiner Aktivitäten in Spanien, aber da hatte er wohl eine schützende Hand aus Moskau.


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#167

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 17:39
von DoreHolm | 7.705 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #163
Zitat von frank im Beitrag #135
Zitat von Harra318 im Beitrag #134
@frank ,bei GT und NVA wurde mit Kalaschnikow .......,.ist doch Russisch oder

weil beide deutsche staaten damals keine eigenen waffen herstellen durften ??


Ich kenne da die"Heckler & Koch GmbH " in Oberndorf.Du wahrscheinlich nicht.


Als ich vor drei Jahren eine Nilkreuzfahrt unternahm und an den touristischen Punken mit den dortigen Polizisten in´s Gespräch kam wegen ihrer AK47 (ich erzählte ihnen, daß ich auch mit so einer geschossen habe), waren die richtig stolz auf ihre "Heckler".



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#168

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 19:13
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Zitat von DoreHolm im Beitrag #162


Du kannst von mir halten was Du willst, aber nach Lesen der Selbstdarstellung von W.Welsch hält sich mein Mitleid mit ihm in sehr, sehr engen Grenzen.
Er hat in blindem Hass gegenüber unserer Gesellschaft jedem einzelnen Bürger, der in der DDR geblieben ist, direkt oder indirekt enormen Schaden zugefügt. Woanders lebt ein "Staatsfeind Nummer 1" nicht minder gefährlich, auch nicht in "Demokratien". Was Flade betrifft, war das in den 50ern, denen ich eine Art "Sonderstellung" in Beurteilung der DDR-Vergangenheit zubillige, die nicht repräsentativ ist, aber leider vielfach als auch heute noch als aktuell suggeriert werden soll. Daß es in dieser Zeit etliches Unrecht gegeben hat, auch nach späteren DDR-Gesetzen, stelle ich nicht in Abrede. Deine zwei Beispiele ändern nichts an meiner weiter oben dargelegten Ansichten, da nicht überzeugend (weil nur durch eine Seite dargestellt) und auch nicht repräsentativ und typisch für das System.




Natürlich mußt du der DDR in den 50ern "eine Art Sonderstellung "einräumen, schon klar. In der Bundesrepublik Deutschland wurden die letzten Todesurteile 1951 an Nazi Kriegsverbrechern vollstreckt. Das ist der Maßstab.
Dein Maßstab ist offensichtlich die Nachsicht für den stalinistischen Terror in der SBZ.
Die Bemerkung von Mielke vor seinen MA über das Töten von Verrätern auch ohne Gerichtsurteil ist nichts anderes als das Legitimieren von staatlich sanktionierten Mord.
Gut das du begangenes Unrecht in der DDR nicht in Abrede stellst, aber würde es die DDR heute noch geben wären diese Opfer des stalinistischen Terrors heute noch als Verbrecher aus dem Gedächtnis getilgt.


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#169

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 19:38
von DoreHolm | 7.705 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #168
Zitat von DoreHolm im Beitrag #162


Du kannst von mir halten was Du willst, aber nach Lesen der Selbstdarstellung von W.Welsch hält sich mein Mitleid mit ihm in sehr, sehr engen Grenzen.
Er hat in blindem Hass gegenüber unserer Gesellschaft jedem einzelnen Bürger, der in der DDR geblieben ist, direkt oder indirekt enormen Schaden zugefügt. Woanders lebt ein "Staatsfeind Nummer 1" nicht minder gefährlich, auch nicht in "Demokratien". Was Flade betrifft, war das in den 50ern, denen ich eine Art "Sonderstellung" in Beurteilung der DDR-Vergangenheit zubillige, die nicht repräsentativ ist, aber leider vielfach als auch heute noch als aktuell suggeriert werden soll. Daß es in dieser Zeit etliches Unrecht gegeben hat, auch nach späteren DDR-Gesetzen, stelle ich nicht in Abrede. Deine zwei Beispiele ändern nichts an meiner weiter oben dargelegten Ansichten, da nicht überzeugend (weil nur durch eine Seite dargestellt) und auch nicht repräsentativ und typisch für das System.




Natürlich mußt du der DDR in den 50ern "eine Art Sonderstellung "einräumen, schon klar. In der Bundesrepublik Deutschland wurden die letzten Todesurteile 1951 an Nazi Kriegsverbrechern vollstreckt. Das ist der Maßstab.
Dein Maßstab ist offensichtlich die Nachsicht für den stalinistischen Terror in der SBZ.
Die Bemerkung von Mielke vor seinen MA über das Töten von Verrätern auch ohne Gerichtsurteil ist nichts anderes als das Legitimieren von staatlich sanktionierten Mord.
Gut das du begangenes Unrecht in der DDR nicht in Abrede stellst, aber würde es die DDR heute noch geben wären diese Opfer des stalinistischen Terrors heute noch als Verbrecher aus dem Gedächtnis getilgt.


Rot: Da möchte ich mich doch energisch dagegen verwahren, daß ich gegenüber stalinistischem Terror in der DDR nachsichtig bin. Ich bin sogar geneigt, diesen Terror von der Motivation her (nicht vom Ausmaß und der Todesopfer her)ähnlich einzustufen wie den der Gestapo (bitte jetzt keinen Aufschrei !) Meine Begründung: Die Gestapo verfolgte vorrangig tatsächliche Gegner des Nationalsozialismus oder diejenigen, die in irgendeiner Form gegen die speziellen Interessen des "Führers" verstießen. Also auch gegen ausgemachte Vertreter der Herrschenden Klasse, des Kapitals, des Militärs, die für einen Erhalt der bestehenden Eigentumsverhältnisse waren, aber nicht für die Allmacht und abenteuerliche Außenpolitik des Nationalsozalisten. Der stalinistische Terror und da speziell der der 30er Jahre in der SU richtete sich nicht nur gegen die m.E. relativ geringe Anzahl wirklicher Gegner der Gesellschaftsordnung, nicht nur derer, die einen anderen Weg zum gemeinsamen Ziel einschlagen wollten, sondern selbst gegen Menschen, die der KPdSU treu ergeben waren, in denen Stalin und seine Clique aber eine mögliche künftige Gefahr für ihre eigene Machtposition sahen.

Und was die Tilgung aus dem Gedächtnis betrifft, sehe ich das nicht so. Sicher, es würde kaum noch Zeitzeugen geben, aber die Archive wären vorhanden und auch genug Historiker, die sich damit beschäftigten, auch in 50 Jahren noch.



josy95 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.01.2014 19:40 | nach oben springen

#170

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 19:52
von 94 | 10.792 Beiträge

Jetzt wird Eis aber verdammt dünne @Dore, nutz mal selbständig eine Findmaschine zum Suchbegriff 'IV B 4' . Auch für die rosa und schwarzen Winkel war's zuständig (in andern Referaten), also bevor Du Dich jetzt weiter ausm Fenster lehnst *wink*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


josy95 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.01.2014 19:52 | nach oben springen

#171

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 19:54
von damals wars | 12.194 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #153
Zitat von Rostocker im Beitrag #151
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #150
Zitat von Rostocker im Beitrag #149
Zitat von Zermatt im Beitrag #146
Zitat von turtle im Beitrag #99
Ich hatte ja bereits eine Äußerung des Herrn Mielke reingestellt. Muss aber noch eine hinzufügen. Sie spiegelt auch die Mentalität des M. wieder. Er war für den kurzen Prozess ob damals in den 30er Jahren oder später. Seiner Linie blieb er treu. Erinnert mich an Lynchjustiz. Eine Hilde Benjamin muss ihm bestimmt gefallen haben. Verwerflich waren für mich aber auch die vielen Speichellecker die er hatte ,und die ihm später genauso charakterlos fallen ließen. Letzteres betraf nicht nur Mielke, das wird sich immer wiederholen.


"Wir sind nicht davor gefeit, dass wir einmal einen Schuft unter uns haben", gab sich Stasi-Chef Erich Mielke im Kreise seiner Spitzenkader selbstkritisch. An seinem persönlichen Patentrezept gegen Abweichler ließ der Genosse Minister seine Generäle auch gleich teilhaben: "Wenn ich das schon jetzt wüsste, würde er ab morgen nicht mehr leben. Kurzer Prozess." Formalitäten fand Mielke entbehrlich: "Das ganze Geschwafel von wegen nicht Hinrichtung und nicht Todesurteil - alles Käse, Genossen. Hinrichten, wenn notwendig auch ohne Gerichtsurteil."



Diese Aussage passt doch wie die Faust aufs Auge .Wer gegen den Staat ist ..der Ist unser Feind.Feinde müssen bekämpft werden.Mit allen Mitteln.


Das trifft aber auf jeden Staat zu, in jeden Gesellschaftssystem. Umsonst halten sich Staaten nicht so starke Polizeikommandos. Betrifft übrigens auch die Bundesrepublik Deutschland. mit seinen VS und BND.


Offensichtlich lebst du in einem anderen Deutschland...........



Warum???



In dem Deutschland, in dem ich lebe, darf ich meine Meinung frei äußern, kann gegen den Staat, die Politik und die Gesellschaft protestieren, ohne das ich "bekämpft" werde oder von Polizeitruppen zusammengeprügelt werde. Mich hat auch noch keiner zur "Klärung eines Sachverhaltes" abgeholt, obwohl ich meine Meinung über unsere Politkomiker gerne freien Lauf lasse.........


Solange Du nicht gegen Wackersdorf und Stuttgart 21 bist, sonst kann es Dir passieren, das das Augenlicht ausgeblasen wird.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#172

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 20:08
von DoreHolm | 7.705 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #170
Jetzt wird Eis aber verdammt dünne @Dore, nutz mal selbständig eine Findmaschine zum Suchbegriff 'IV B 4' . Auch für die rosa und schwarzen Winkel war's zuständig (in andern Referaten), also bevor Du Dich jetzt weiter ausm Fenster lehnst *wink*


Gut, danke, habe mal kurz gegoogelt und ich relativiere meine nicht ausreichender Kenntnis geschuldeten Ansichten. Natürlich ist die politisch motivierte Verfolgung tatsächlicher oder aus niederen Motiven denunzierter Bürger der späten 40er und 50er Jahre bei Weitem nicht zu vergleichen mit dem stalinistischem Terror der 30er und dem NS-Terror.



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#173

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 20:39
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #161
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #140
Zitat von DoreHolm im Beitrag #131
........
Lila: Angst vor Racheakten ? Für was wollen sich denn solche Leute durch Mord rächen, Leute, die vielfach selbst wohl nie mit dem MfS zu tun hatten, die sich lediglich gern mal auf diese Weise abreagieren wollen. Selbst bei Bürgern, die wegen politischer Delikte einsaßen, ist Mord kein akzeptables Motiv, zumal wenn diese dazu noch Anhänger der freiheitlich-demokratischen Grundordnung sind.




@DoreHolm lies mal den Beitrag 104 .
Es geht nicht darum welche Leute sich für was auch immer an den MA des MfS rächen wollten!
Es ging um Mord im Zusammenhang mit Mielke und die Denkweise die dahinter steckte.
Mord war ein legitimes Mittel für diese Genossen und das bis 1989.
Es gibt diesen Spruch, "Was ich denk und was ich tu, traue ich auch anderen zu" Dieser Spruch trifft die Sache auf den Punkt.
Bohnsack hat es in einem Interview zum Besten gegeben, wie die Stimmung im Herbst 1989 bei vielen MA des MfS gewesen sein soll.
Endzeitstimmung mit Todesängsten gepaart.
Die Einwürfe von Rostocker und seaman auf die du aufgesprungen bist waren nur die üblichen Nebelkerzen.



Blödsinn ! Hier wird wieder gegen allen bekannten Tatsachen absoluter Unsinn geschrieben ! Es gab keine Killer - oder Mordkommandos des MfS !!!
Im Verfahren gegen den Leiter der AGM/S musste auch der als Zeuge geladene Vertreter der BStU-Behörde aussagen: " das in den Unterlagen keine Hinweise gefunden, das (es) zur Einrichtung oder zur Planung von Killerkommandos gekommen sei. Es habe sich insbesondere auch kein Beleg dafür gefunden, das jemals aus dem Gebiet der DDR geflohene Personen in der BRD getötet worden seien."
passport




Grün mark - das ist die offizielle Versíon, und, weil logisch nicht mit Dokumenten belegbar. Denn welcher Geheimdienst hinterläßt schon solch brisantes Material, wo derartige Verstöße gegen Gesetze in jedem halbwegs demokratischen Land noch nachhaltig dokumentiert sind und damit irgendwann einmal juristisch belegbar sind???

Dazu war von November 1989 bis Ende September 1990 und vermutlich auch noch darüber hinaus genug Gelegenheit, belastendes Material verschwinden zu lassen.

Dazu gibt die historische Abfolge noch einige Gesetzmäßigkeiten auf. Ich bin der festen Überzeugung, das diese s. g. Mordkomandos nach stalinistischem Vorbild durchaus bestanden haben, vor allem in der Hoch- Zeit des Stalinismus und dessen Rigerosität in den späten 40- er und frühen 50-er Jahren. Da wurde eben nicht viel und lange gefackelt, um Angst und Schrecken zu verbreiten, die Ideologie des SED- Alleinherschaftsanspruches mit derartigen brutalen Maßnahmen durchzusetzen. Aber spätestens mit Ende der 60- er Jahre und des sich zaghaft beginnenden Dialogs der Weltmächte untereinander, aber erst Recht nach der Konferenz von Helsinki mußte mit dieser Politik Schluss sein, um die Glaubwürdigkeit vor der Weltöffentlichkeit nicht zu verlieren. Nur u. a. ein Erich Mielke und auch andere Größen des SED- Politbüros konnten sich, bewiesen durch im Original erhalten geblebene Dokumente, auch Tondokumente, real innerlich nie von diesem Grundsatz ihrer Politik der eigenen Unfehlbarkeit, ihres Alleinherschaftsanspruches trennen.


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 14.01.2014 20:40 | nach oben springen

#174

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 21:07
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #120
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #119
Ja macht nur weiter Genossen mit dem vergeblichen Versuch mit Einzelfällen die friedliche Revolution von 1989 in der DDR zu diffamieren.
Genau so war die Denke der Genossen spätestens seit 1953 als die Arbeiter für ihre Rechte auf die Strasse gingen.
Damals waren es ja auch vom Westen gesteuerte konterrevolutionäre Rowdys und Verbrecher.



Ausser Unterstellungen kommt jetzt wohl nichts mehr.Schade.
Du hast nach Quellen gefragt und die Frage gestellt :
"Nicht wenige Leute vom MfS haben 1989-90 fest geglaubt sie werden samt ihren Familien an den Laternen aufgehängt.
Wie sind die denn auf solche Ideen gekommen?"

seaman



@Seemann
Weil sie genau wussten was sie getan haben !


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#175

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 21:19
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Falls wir das noch nicht hatten: Ein Radioportrait über Mielke mit vielen Redeausschnitten. Lohnt sich.

Soundfile:
http://www.eva-maria-hagen.de/Audio/erich_mielke.mp3

Text und links:
http://www.eva-maria-hagen.de/Allerhand/Mielke.shtml


zuletzt bearbeitet 14.01.2014 21:38 | nach oben springen

#176

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 21:22
von passport | 2.639 Beiträge

@josy95

Immer wieder die alte Mär von den nicht auffindbaren bzw vernichteten Beweisen. Wenn irgendwelche ungeklärten Mord - oder Todesfälle in der Bundesrepublik gab und die Ermittler nicht weiter kamen, muss ja die "Stasi" ihre Finger im Spiel gehabt haben.
ich betone das für das MfS und nicht für andere Dienste :

Es gab im MfS keine Auftragsmorde und keine Killerkommandos.

passport


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#177

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 21:25
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Dann höre Dir mal Mielke im Original an, direkt über Deinem Post. Wenn es schnell gehen soll, so ab vier Minuten.


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#178

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 21:30
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #176
@josy95

Immer wieder die alte Mär von den nicht auffindbaren bzw vernichteten Beweisen. Wenn irgendwelche ungeklärten Mord - oder Todesfälle in der Bundesrepublik gab und die Ermittler nicht weiter kamen, muss ja die "Stasi" ihre Finger im Spiel gehabt haben.
ich betone das für das MfS und nicht für andere Dienste :

Es gab im MfS keine Auftragsmorde und keine Killerkommandos.

passport


Wenn es nicht so traurig währ,würde ich lachen,über diesen Witz.


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#179

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 21:33
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von grenzgänger81 im Beitrag #178


Wenn es nicht so traurig währ,würde ich lachen,über diesen Witz.



Los...Beispiele...!

seaman


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#180

RE: ein anderer Mielke

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2014 21:40
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Zitat
Sprecherin: Wenn er gekonnt hätte, wie er wollte, wäre noch öfter geschossen worden. Eine
seiner Lieblingsfloskeln hieß: "kurzer Prozess".

O-Ton Mielke: Wenn wir nicht gerade jetzt hier in der DDR wären, wenn ich das ganz ehrlich sage, damit ihr das wisst, wenn ich wäre so in der glücklichen Lage wie die Sowjetunion, dann würde ich einige erschießen lassen. So müssen wir natürlich immer ein klein bisschen... Revolutionäre Gesetzlichkeit, das ist nicht etwa einen Prozess - einen kurzen Prozess machen!

Sprecherin: Nicht nur kurzen – ganz kurzen Prozess forderte er für die Verräter aus den
eigenen Reihen. Freilich aus humanistischen Gründen. Banditen, nannte er die,
Schufte und Drecksäcke.

O-Ton Mielke: Wir sind nicht gefeit, dass auch mal ein Schuft unter uns sein kann. Wir sind
nicht gefeit dagegen, leider. Wenn ich das schon jetzt wüsste, dann würde er
morgen schon nicht mehr leben. Ganz kurzen Prozess! Aber weil ich ein
Humanist bin, deshalb habe ich solche Auffassungen! Lieber Millionen Menschen
vorm Tode retten als wie einen Banditen leben lassen, der uns dann die Toten
bringt, damit ich mal richtig erkläre, warum man so hart sein muss. Das
Geschwafel von "nicht hinrichten" und "nicht Todesurteil" - alles Käse,
Genossen! Hinrichten die Menschen, ohne Gesetze, ohne Gerichtsbarkeit und so
weiter!

Sprecherin:Nach solch markigen Worten munterte Mielke seine verstummten Generale und
Oberste auf.

O-Ton Mielke: Nunja, Genossen, jetzt, Genossen, wie geht's jetzt weiter? Jetzt haben Sie die Möglichkeit, hier zu essen. Nun könnt ihr Mittag essen, nach Hause fahren, könnt alles durchdenken und in einer wirklich differenzierten Art und Weise die Sache auswerten. Ihr könnt natürlich, besonders den Teil, natürlich nicht allen erzählen. Das habe ich euch deshalb erzählt, damit ihr die ganze Größe, den ganzen Umfang des wirklichen Geschehens begreift und kennen lernt. Gut, dann ist die Dienstkonferenz geschlossen. Ich wünsch euch eine gute Heimreise, fahrt vorsichtig, damit nichts passiert, und guten Appetit noch!


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