#21

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 16.12.2013 10:22
von Speedbus | 98 Beiträge

Am 2.07.2013 als ein Fahrgast bei mir mit 50€ eine Kurzstrecke bezahlen wollte, was wir Busfahrer nicht annehmen dürfen, (Gefahr einer Blüte) ...ich ihn dann darauf 3x hinwies. Verschwand er nach hinten und nahm Platz.
Daraufhin machte ich ihn klar den Bus zu verlassen und irgendwo zu wechseln.Gelegenheiten wie diverse Läden in der Umgebung gab es genügend. Sprintete er vor zu mir und knallte mir eine mit voller Wucht so das ich ein Schädelhirntrauma hinnehmen musste.
Der Typ ein 1,90cm Kleiderschrank mit Migrationshintergrund verschwand nach dem Übergriff ins Nirgendwo.
Polizei, DRK und die Dienstaufsicht der BVG und das ganze Programm war nach dem ich den stillen Alarm auslöste innerhalb von 5min vor Ort.
Ende der Geschichte, ich war 3Wochen krank geschrieben und erhielt vom Arbeitgeber das hier: http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrsorgepflicht

Sven

PS: Ach so ja! Er blätterte vor meinen Augen abgeschätzte 5000€ aus...die ich sehen sollte!


Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.

Konfuzius
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zuletzt bearbeitet 16.12.2013 10:24 | nach oben springen

#22

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 16.12.2013 15:24
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

Einer meiner Kameraden starb nach anstrengender Schicht einen plötzlichen Herztod.
Ich hab das bei der Objektwache miterleben müssen.

Gleich darauf bekam ich Herzbeschwerden.

Der KC war besorgt und ich wurde im Krankenhaus untersucht, um eine organische Erkrankung auszuschließen.

Daß die Beschwerden psychosomatisch waren, konnte ich mir denken. Gesagt hat es mir der Arzt nicht - nur daß ich (organisch) gesund bin.

Ich hab meine Beschwerden schnell überwunden. Aber die psychologische Betreuung war gleich null.
Wie bereits gesagt: Das war damals nicht üblich.

Gruß

Micha


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#23

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 16.12.2013 15:32
von damals wars | 12.204 Beiträge

Die einzigen mit einer in Ansätzen psychologische Ausbildung auf den Kompanie waren die Politoffiziere. Ich hatte mir dazu mal ein Buch von meinen Polit ausgeborgt. Als junger Uffz.war ich ja auf diesem Gebiet völlig unbeleckt.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#24

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 16.12.2013 15:36
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

Ja, aber eher in psychologisch-ideologischer Beeinflussung - nicht in psychischer Hilfe, oder?

Der Polit war gewiß kein "Vertrauensmann".


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#25

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 16.12.2013 15:54
von ABV | 4.202 Beiträge

Nach einem traumatischem Erlebnis hilft am besten, wenn man darüber redet. Gerade das konnten, oder viel mehr durften die betroffenen Grenzsoldaten jedoch nicht! Man kann sich wohl unschwer den psychologischen Ballast vorstellen, der sich im Laufe der Zeit auf deren Seelen angehäuft hat.
Jetzt stellt sich aber auch die Frage, wie eine psychologische Behandlung eines Grenzsoldaten, nach einem Gebrauch der Schusswaffe, verlaufen wäre?
Hätte der Psychologe, möglicherweise wider besseren Wissen, dem Schützen suggerieren sollen, dass seine Handlung rechtmäßig war? Wäre der Psychologe während der Behandlung wirklich frei gewesen? Oder hätte die Staatssicherheit im Hintergrund " Regie geführt"?
Schließlich sollte doch alles unternommen werden, dass die Umstände des Vorfalls eben nicht an die Öffentlichkeit geraten. Aber ist ein psychisch labiler Mensch nicht weit unberechenbarer als ein psychisch stabiler?
Fragen über Fragen. Wobei man objektiver Weise nicht außer acht lassen sollte, dass die psychologische "Einsatznachsorge" zur damaligen Zeit noch nicht den Stellenwert wie heute besaß. Weder in der DDR, noch in der Bundesrepublik!

Gruß an alle
Uwe


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#26

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 16.12.2013 16:31
von Freienhagener | 3.879 Beiträge

Diese Suggerierung gab es selbstverständlich, aber nicht vom Psychologen, sondern von höheren Vorgesetzten.
Auszeichnung und Belobigung waren natürlich ungeeignet, innere Konflikte anzugehen.

Seelischen Beistand brauchte ab und zu jeder, auch ohne extreme Vorkommnisse.
Den brachten nur, ganz inoffiziell und unprofessionell, die gleichrangigen Kameraden.

Gruß
Micha


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#27

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 17.12.2013 08:50
von ABV | 4.202 Beiträge

Professionelle Hilfe wird heute, nach bestimmten Ereignissen zwar gewährt, wird aber nicht immer angenommen. Weil das Annehmen von Hilfe mitunter als Schwäche missdeutet wird. Wer möchte schon nach einem harten belastenden Einsatz als "Weichei" dastehen? Als jemand, der den täglichen Anforderungen nicht mehr gewachsen ist. Da wird viel lieber vieles mit sich selbst abgemacht. Probleme werden "heruntergeschluckt". Wenn dann noch mit Alkohol "nachgespült" wird, ist die Katastrophe so gut wie vorprogrammiert.
Wie schon angedeutet, aus meinem Dienst bei der Polizei kann ich mit vielen Beispielen aufwarten, wo man direkt an die psychische Belastungsgrenze gekommen ist.
Mir fällt da zum Beispiel ein Schulbussunfall mit mehreren verletzten und getöteten Kindern, kurz vor Weihnachten 1999 bei Altlandsberg ( LK Märkisch-Oderland) ein. Gemeinsam mit meinem Kollegen hatte ich die undankbare Aufgabe, die Zufahrt zur Unfallstelle abzusperren. Und zu verhindern, dass die Eltern der Kinder zum Ort des Geschehens gelangen.
Aus Sicht der Rettungskräfte eine notwendige Maßnahme. Die vor lauter Angst und Panik völlig konfusen Eltern hätten die Rettungsarbeiten erheblich behindert oder gar unmöglich gemacht. Aus der Sicht der Eltern musste diese Verweigerung geradezu unmenschlich erscheinen.
Besonders verrückt: in diesem Moment wurde mir bewusst, dass ich mich, wenn ich einer der Eltern gewesen wäre, ganz genau wie diese verhalten hätte! Auch ich hätte die Polizisten beschimpft und alles, aber auch alles versucht, zur Unfallstelle vorzustoßen! Solch eine "Denke" konnte ich mir in diesem Moment nicht leisten! Ich hatte meine Weisungen auszuführen und absolut korrekt zu funktionieren.
Ein Ereignis wie dieses vergisst man nie wieder. Ich sehe noch heute die Flotte der unablässig startenden und landenden Rettungshubschrauber, zwischen all den flackernden Blaulichtern. Wie in einem schlechten "Vietnamfilm". Und ich höre noch heute das Betteln und Flehen der verzweifelten Eltern. So etwas brennt sich regelrecht ins Gedächtnis ein.
Das ganze war aber nichts, zu dem was die zuerst am Unfallort eingetroffenen Kollegen der Polizeiwache Neuenhagen erleben mussten. Einem Polizisten ist ein Mädchen, dass er kurz zuvor aus den Trümmern gezogen hat, regelrecht in den Armen gestorben. Dazu das vielstimmige Schreien und Wimmern der Kinder.
Stunden später, als wir dann nach Strausberg zurückfuhren, wurden bei den Bergungsarbeiten aufgefundene Spielsachen übergeben, die protokolarisch erfasst und sichergestellt werden sollten. Ich sah einen Teddy, voller Blut. Und einen Walkman, an dem ebenfalls noch Blut haftete. Normalerweise wird bei Begegnungen mit den Kollegen anderer Dienststellen immer ein wenig gescherzt und getratscht. Nicht aber an diesem Abend. Die Kollegen sahen unglaublich grau im Gesicht aus, waren kaum eines Wortes fähig.
Das verrückteste erwartete uns in Strausberg. Nach und nach waren alle Businsassen in einer Liste namentlich erfasst worden. Aus der Liste ging hervor, in welchem Krankenhaus sich das verletzte Kind befand. Oder, welches Kind bei dem Unfall vor Ort verstorben war. Die vor Ungewissheit und Sorge vor dem Rand des Wahnsinns stehenden Eltern wurden zur Polizei nach Strausberg geschickt. In eben dieses Gebäude. Ich habe gesehen, wie eine Frau, deren Kind bei dem Unfall getötet wurde, schreiend über den Hof lief.
Und das alles verrückteste: vor dem Eingangstor der Polizeiwache standen Fernsehteams mit aufgebauten Kameras und filmten den Gefühlsausbrauch!!
Das war Wahnsinn pur! Zwischen meiner damaligen Dienststelle bis zu meinem Wohnort lagen sechzig Kilometer. Eine Stunde Autofahrt. Über die ich mich normalerweise nicht freute. Aber an diesem Tag wäre ich am liebsten noch weitere Stunden durch die Gegend gekutscht. Nur um wieder "herunterzukommen". und von dem erlebten Wahnsinn wenigstens etwas Abstand zu bekommen.
Damals wurde allen Beteiligten Einsatzkräften psychologische Hilfe angeboten. Die jedoch "mannhaft" abgelehnt wurde. Heute würde ich mich anders entscheiden. Und wenn man nur einfach darüber redet.

Gruß an alle
Uwe


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#28

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 17.12.2013 09:21
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Meine größte Angst war damals jemanden an der Minensperre zu finden.


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#29

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 17.12.2013 10:23
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Jeder Rettungsdienstbereich hält auch Notfallseelsorger vor,meist Ehrenamtlich,welche bei Bedarf Nachalarmiert werden. In den meisten Fällen werden diese für Ehrenamtliche Helfer (Feuerwehr,THW u.s.w. benötigt) oder natürlich auch für Verwandte welche einen Schicksalsschlag erlitten haben.
Für uns Hauptamtliche bleibt eigentlich dafür überhaupt keine Zeit,denn nach den Einsatz ist vor dem Einsatz wo man das Vorangegangene Ereignis Ausblenden muss,um wieder einen guten Job zu machen.
Ich kenne einige Hauptamtliche welche dieses nicht verkraftet haben und den Job aufgeben mussten.


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#30

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 17.12.2013 11:26
von ABV | 4.202 Beiträge

Um wieder auf die Grenzsoldaten zurückzukommen: wenn sogar Menschen, die beinahe alltäglich oder zumindest des Öfteren mit extremen Situationen fertig werden müssen, in psychische Not geraten können, wie mag es denn in den noch sehr jungen Grenzsoldaten ausgesehen haben?
Im Prinzip hat sich der Staat DDR in punkto Grenzsicherung gleich drei Verbrechen schuldig gemacht:

1. Gegenüber den Flüchtlingen, weil es überhaupt eine gesetzlich verankerte Option gab, die Schusswaffe anzuwenden.
2. Gegenüber den an die Grenze gestellten Soldaten, weil sie durch diese Option, die ja viel mehr für die Soldaten einen Zwang darstellt, überhaupt erst in die Situation kamen, auf unbewaffnete zu schießen.
3. Ebenfalls gegenüber den eigenen Soldaten, weil er (der Staat) sie nach solch einer Extremsituation, mit all dem psychischen Chaos und dem Gefühl der Schuld, auch noch alleine lies.

Wer an der Grenze geschossen hat, unter welchen Umständen auch immer, sieht sich einer ganz besonderen Konstellation ausgeliefert. Während für "normale Täter" die Angelegenheit irgendwann einmal abgeschlossen ist, muss er immer wieder damit rechnen, dass die Tat, auf Grund des hohen gesellschaftlichen Interesses, immer wieder ans Licht der Öffentlichkeit geholt wird. Auf diese Weise werden die ohnehin kaum verheilten Narben auf der Seele, immer wieder aufgerissen.
Jetzt kann man natürlich sagen, dass das ganze im Interesse der Opfer geschieht. Weil diese niemals in Vergessenheit geraten dürfen. Ganz meiner Meinung!
Aber muss denn beispielsweise ein zum Zeitpunkt des Vorfalls neunzehnjähriger Soldat, selbst nach vielen Jahrzehnten, unter voller Namensnennung, öffentlich als Totschläger bezeichnet werden?
Genügt es denn nicht wenn man an den Vorfall und das oder die Opfer erinnert und die Namen der Schützen anonymisiert? Es sei denn, es handelt sich, wie leider auch geschehen, tatsächlich um feigen Mord.
In allen anderen Fällen sind die Täter zugleich auch Opfer. Wie bei dem des Öfteren angeführten Beispiel des im Jahre 1979 im Zuständigkeitsbereich der Grenzkompanie Sorge getöteten fünfzehnjährigen Jungen.

Gruß Uwe


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#31

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 18.12.2013 08:21
von josy95 | 4.915 Beiträge

[quote=ABV|p314222]Hallo an alle!
Ich kenne diesen Politoffizier nicht und mir liegt es auch verdammt fern, den Kerl zu verteidigen.

@ABV, das ist vermutlich auch besser so.

Die GK Sorge war zur Zeit der Regentschaft ihrer Führung KC Major P. und Polit Hauptmann H. eine Schreckensherschaft, die bei den derzeit dort gedienten Grenzsoldaten kein Geheimnis war. Ich kenne einige davon.
Major P. ein absoluter Hardliner und schnell entnazifizierter Offizier mit "reichlich Ostfronterfahrung", was man sich darunter auch immer vorstellen mag. Sein Polit war der Zynismus in Person. Ich kann mich an diesen Typ noch persönlich erinnern, er wohnte in Elend und fuhr oft mit der Harzquerbahn von oder nach Sorge. Arroganz war geschmeichelt ausgedrückt. Wenn der morgens in Sorge vom Bahnhof abgeholt wurde, dann ließ er ähnlich eines Appels auf dem Bahnhof Sorge sich vom Kraftfahrer ersteinmal Meldung machen. So, das es natürlich Lok- und Zugpersonal, Reisende alle sehen mußten. Meißten konnte sich der Fahrer dann noch irgendeine Standpauke abholen, schlecht geputzte Stiefel oder sowas. Selbstverständlich ließ sich Genosse Hauptmann auch die Tür herschaftlich vom Auto öffnen...!

@ABV, solche Typen brauche ich persönlich nicht näher zu kennen, um zu wissen, in was für eine Kategorie Mensch ich sie einordnen muß.

Übrings, nach den tödlichen Schüssen 1979 auf den 16- jährigen dauerte es nicht mehr lange, und in der GK Sorge wurden durch Versetzungen einiger Vorgesetzter die nunmehr vermutlich für einige andere Herren an höher gelegenen Entscheidungsstellen unangenehmen Vorgesetztenkonstellationen auf diese geräuschlose Weise gelöst...

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#32

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 18.12.2013 08:40
von ABV | 4.202 Beiträge

Richtig Thomas! Darum habe ich ja sicherheitshalber betont, dass ich den Polit weder kenne noch verteidigen möchte. So etwas geht meistens schief.
Meine Ausführungen sollten viel mehr allgemein das Dilemma von Einsatzkräften in Ausnahmesituationen, um eine solche handelte es sich ohne Zweifel, erklären. Da war das Beispiel mit diesem Polit wohl etwas unpassend. Wie es aussieht, war der Kerl wohl eher ein machtgeiler Psychopath in Uniform. Bei solch einer Type treffen meine Erklärungsversuche selbstverständlich nicht zu!
Zu den Todesschüssen von Sorge, gab es vor einiger Zeit eine Radiosendung. Hier kann man in aller Ruhe das Sendemanuskript mit den originalen Aussagen der Beteiligten durchlesen:

http://swrmediathek.de/player.htm?show=7...07-0026b975f2e6


Gruß Uwe


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#33

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 18.12.2013 16:47
von josy95 | 4.915 Beiträge

@ABV. kannst Du den Linktip mal etwas präzisieren!

Ich habe trotz intensiver Suche nichts gefunden.

Übrings, der besagte Polit hieß nicht Hauptmann H. sondern Br***e, war heut Morgen ein Irrtum von mir.

Gerade heute hatte ich mit jemanden Kontakt, der, sagen wir mal die "Szene" der GK Sorge zu damaliger Zeit sehr gut kannte. Er bestätigte mir auch noch einmal, wie extrem uinbeliebt diese beiden Herren nicht nur in ihrer eigenen GK bei Manschaftsdienstgraden und selbst auch bei ihren eigenen Offizierskollegen bis hinein in die Nachbarkompanien waren. Die Titulierung als totale Spinner und "Sacksteiger" erscheint noch harmlos! Und in Offizierskreisen war immer hinter vorgehaltener Hand die Rede, das bei dieser Art rücksichtsloser Einpeitschmentalität (O- Ansage bei Vergatterung: Bei Anruf Magazinwechsel...!") gegenüber den Unterstellten mal irgendwann ein satter Vorfall hinsichtlich Schusswaffengebrauch passieren mußte... .

Eine "Spezialität" des KC, Majors P. und seines Polit, Hauptmann B. war es, sich besonders in den Nachtstunden an Postenpaare regelrecht anzuschleichen, um deren Wachsamkeit zu testen. Für meine Begriffe und gerade unter den damaligen Verhältnissen total hirnverbrannt..., lebensmüde!

Aber wo Geltungsbedürfnis in makaberer Paarung mit menschlichen Abgründen nun mal so alles hinführt...


josy95


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#34

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 18.12.2013 17:28
von ABV | 4.202 Beiträge

Hallo Josy!
Ich habe , auf Hnweis von @94, einen anderen Link eingestellt. Der müsste jetzt funzen.
Bloß wenn alle wussten, was Major P. und Hauptmann B. für "Knallchargen" waren, warum ist denn da keiner eingeschritten? Ich meine jetzt nicht die anderen Kompanien. Sondern speziell die vorgesetzte Dienststelle. Und die "2000" scheint ja ebenfalls "geschlafen" zu haben.

Gruß Uwe


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#35

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 18.12.2013 20:04
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Naja, Uwe, dass ist wie im richtigen Leben....

Er war halt gut, die immer Kompanie Gewinner des sozialistischem Wettbewerb....was will das Regime mehr?

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#36

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 18.12.2013 23:26
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #30

Im Prinzip hat sich der Staat DDR in punkto Grenzsicherung gleich drei Verbrechen schuldig gemacht:

1. Gegenüber den Flüchtlingen, weil es überhaupt eine gesetzlich verankerte Option gab, die Schusswaffe anzuwenden.
2. Gegenüber den an die Grenze gestellten Soldaten, weil sie durch diese Option, die ja viel mehr für die Soldaten einen Zwang darstellt, überhaupt erst in die Situation kamen, auf unbewaffnete zu schießen.
3. Ebenfalls gegenüber den eigenen Soldaten, weil er (der Staat) sie nach solch einer Extremsituation, mit all dem psychischen Chaos und dem Gefühl der Schuld, auch noch alleine lies.



Hallo, das ist keine Tatsache sondern EINE Interpretation aus der jetztigen gesellschaftlichen Konstellation.

1. Von der Führung der DDR ( = SED-Politbüro ) wurde die Schußwaffe als "letztes Mittel" des "unmittlebaren Zwang" vorgesehen. Weltweit üblich in militärisch/polizeilich gesicherten Sperrbereichen.

2. Schuld kann man ( und das wird auch ) den Betroffenen einreden. Wer als Führungskraft nicht von Schuld ausgeht sieht berechtigterweise auch kein Grund psychologisch einzugreifen! Sieh 1!



Unabhängig von "Grenze", auch wer juristisch eindeutig schuldlos im Straßenverkehr jemand totfuhr, von dem wird heute ein behandlugnsbedürftiger Psychoknacks erwartet. Wen ein LKW-Fahrer eine Trunkenbold auf der Autobhan nachts überfuhr ( auch Lokführer ) und die Haltung äussert, ja das wars, wenn der so blöd ist, ein Doofer weniger, dem wird Krankheit unterstellt.

Resilenz gilt nicht als gesellschaftskonform!



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#37

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 19.12.2013 06:54
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #34
Hallo Josy!
Ich habe , auf Hnweis von @94, einen anderen Link eingestellt. Der müsste jetzt funzen.
Bloß wenn alle wussten, was Major P. und Hauptmann B. für "Knallchargen" waren, warum ist denn da keiner eingeschritten? Ich meine jetzt nicht die anderen Kompanien. Sondern speziell die vorgesetzte Dienststelle. Und die "2000" scheint ja ebenfalls "geschlafen" zu haben.

Gruß Uwe



@ABV, die 2000 hat nach diesem tragischen Zwischenfall dann ziemlich schnell gehandelt. Man wußte dann plötzlich auch, das besagter Major P. etwas vom s. g. "anderen Ufer" war und GwD- ler angeblich sexuell belästigt oder gar genötigt haben soll... .
Das wurde natürlich nur halboffiziell gehandelt. D. h., wie oft heute noch üblich, eigentlich streng vertraulich aber trotzdem mit der Option, das genug und vor allem in Folge Gerüchte an die Öffentlichkeit gelangen. Ein einfacher Trick, eine perfide Taktik, die betreffende Person psychisch zu demontieren. Man nennt es heute modern Mobbing.

Insider zweifelten arg an diesen Neigungen des Major P. .

Da die Lebensuhr besagten Major P. inzwischen eingeholt hat, er war bis an sein Ende in Benneckenstein wohnhaft, wissen aber Insider auch, das er ein uneinsichtiger Hardliner bis zum Schluß war, die tödlichen Schüsse auf Jugendliche immer noch rechtfertigte!
M. Ea. auch ein Versagen der Justitz der Bundesrepublik Deutschland, solche, eigentlich die wahren Täter nachhaltig zur Rechenschaft zu ziehen!

Man soll bei allem für und wieder niemals vergessen, das ein junges Leben hierbei sinnlos ausgelöscht wurde. Was wäre denn so schlimm gewesen, wenn besagter Jugendliche und sein Kumpel vielleicht auch noch in die BRD gelangt werde? Was ich im Anbetracht des objektiven Geschehens, des Ortes und der von den beiden noch zu überwindenden Grenzanlagen heute noch bezweifele!

Gar nix wäre passiert, außer einer von den schon so zahlreichen Imageverlusten mehr für die Mordbuben des Politbüros!
Es hätte ein paar Orden weniger gegeben und vermutlich auch ein paar stille Opfer weniger. Mit Opfern meine ich auch die indirekt Beteiligten gemeint, die vermutlich heute noch unter den psychischen Spätfolgen dieses Vorkommnisses leiden...

josy95


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zuletzt bearbeitet 19.12.2013 06:58 | nach oben springen

#38

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 19.12.2013 06:58
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Deine Einstellung möchte ich haben, manmanman.

Erzähle Du mir, dass Du das weg steckst wenn Du jemanden über den Haufen fährst, egal ob mit dem LKW oder der Lok. Wer´s glaubt wird selig.

Schau Dir die Statistiken an wie viele Arbeitnehmer kaputt gemacht werden, Burnout ist mit der größte Anteil derer die in EU Rente gehen.

Selten so´n Blödsinn gelesen. Aber vielleicht bin ich auch zu dämlich das zu verstehen.

MfG Berlin


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#39

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 19.12.2013 07:32
von Rüganer (gelöscht)
avatar

[quote=josy95|

Man soll bei allem für und wieder niemals vergessen, das ein junges Leben hierbei sinnlos ausgelöscht wurde. Was wäre denn so schlimm gewesen, wenn besagter Jugendliche und sein Kumpel vielleicht auch noch in die BRD gelangt werde? Was ich im Anbetracht des objektiven Geschehens, des Ortes und der von den beiden noch zu überwindenden Grenzanlagen heute noch bezweifele!

Gar nix wäre passiert, außer einer von den schon so zahlreichen Imageverlusten mehr für die Mordbuben des Politbüros!
Es hätte ein paar Orden weniger gegeben und vermutlich auch ein paar stille Opfer weniger. Mit Opfern meine ich auch die indirekt Beteiligten gemeint, die vermutlich heute noch unter den psychischen Spätfolgen dieses Vorkommnisses leiden...

josy95[/quote]




Hallo josy95,

in einem anderen Forum, wo gerade dieser Fall lang und breit diskutiert wurde, schreibt doch einer, der nur wenige Postenpunkte vom Tatgeschehen entfernt gestanden hat, dass vorn am Zaun alles voll mit diesen Minen war. Sie wären an dieser Stelle mit größter Wahrscheinlichkeit schwer verletzt oder sogar getötet worden.
Was die Mordbuben des Politbüros betrifft, josy, die waren eben so und da wird es auch keine Stellungnahme hier im Forum geben, was ich eigentlich gerade zu diesem Thema oder im Thread des KC der Grenzkompanie erwartet hätte ist, dass mal einer der ehemaligen Offiziere klar und deutlich sagt, so ein Dreckskerl wie dieser KC und der Polit in diesem Fall bin ich nicht gewesen und ich verurteile diese Dinge.
Hast Du hier in diese Richtung gehende Kommentare gelesen?


Gruß von der Insel


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#40

RE: Psychologische Hilfe?

in Grenztruppen der DDR 19.12.2013 07:50
von linamax | 2.022 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #39
[quote=josy95|

Man soll bei allem für und wieder niemals vergessen, das ein junges Leben hierbei sinnlos ausgelöscht wurde. Was wäre denn so schlimm gewesen, wenn besagter Jugendliche und sein Kumpel vielleicht auch noch in die BRD gelangt werde? Was ich im Anbetracht des objektiven Geschehens, des Ortes und der von den beiden noch zu überwindenden Grenzanlagen heute noch bezweifele!

Gar nix wäre passiert, außer einer von den schon so zahlreichen Imageverlusten mehr für die Mordbuben des Politbüros!
Es hätte ein paar Orden weniger gegeben und vermutlich auch ein paar stille Opfer weniger. Mit Opfern meine ich auch die indirekt Beteiligten gemeint, die vermutlich heute noch unter den psychischen Spätfolgen dieses Vorkommnisses leiden...

josy95

Hallo Rüganer
Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus .
linamax


Hallo josy95,

in einem anderen Forum, wo gerade dieser Fall lang und breit diskutiert wurde, schreibt doch einer, der nur wenige Postenpunkte vom Tatgeschehen entfernt gestanden hat, dass vorn am Zaun alles voll mit diesen Minen war. Sie wären an dieser Stelle mit größter Wahrscheinlichkeit schwer verletzt oder sogar getötet worden.
Was die Mordbuben des Politbüros betrifft, josy, die waren eben so und da wird es auch keine Stellungnahme hier im Forum geben, was ich eigentlich gerade zu diesem Thema oder im Thread des KC der Grenzkompanie erwartet hätte ist, dass mal einer der ehemaligen Offiziere klar und deutlich sagt, so ein Dreckskerl wie dieser KC und der Polit in diesem Fall bin ich nicht gewesen und ich verurteile diese Dinge.
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Gruß von der Insel[/quote]


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