#21

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 11.12.2013 19:36
von 94 | 10.792 Beiträge

Was ich Dir vorwerfe? Nun grundlegend mal garnix, die grüne Pille durften wir ja beide mal schlucken, Du für anderthalb und ich für ein zwei Jährchen mehr. Nur diese unterschwellige Forderung, zumindest aber die Gutheißung nach mehr Überwachung deinerseits (weil man hat ja nix zu verbergen) und auf der andern Seite dann manchmal Deine Komentare zur achso menschenverachtenden, weil flächendeckend schnüffelden Schdassi. Aber diesen Denkfehler findeste bestimmt noch selbstständig, ich bin da guter Hoffnung. Übrigens, um zum Thema was beizutragen STASI 2.0 war gestern ...


http://www.reich-der-mitte.de/privat/blog/?p=637

P.S. - gelöscht -
(mir wird das zu blöd), oder anders gesagt das Thema ist mir viel zu ernst als um es mit persönlichen Nett-/Befindlich-keiten zu verhuntzern.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


GZB1 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.12.2013 19:45 | nach oben springen

#22

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 11.12.2013 19:39
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von 94 im Beitrag #21
Was ich Dir vorwerfe? Nun grundlegend mal garnix, die grüne Pille durften wir ja beide mal schlucken, Du für anderthalb und ich für ein zwei Jährchen mehr. Nur diese unterschwellige Forderung, zumindest aber die Gutheißung nach mehr Überwachung deinerseits (weil man hat ja nix zu verbergen) und auf der andern Seite dann manchmal Deine Komentare zur achso menschenverachtenden, weil flächendeckend schnüffelden Schdassi. Aber diesen Denkfehler findeste bestimmt noch selbstständig, ich bin da guter Hoffnung. Übrigens, um zum Thema was beizutragen STASI 2.0 war gestern ...


http://www.reich-der-mitte.de/privat/blog/?p=637


Ich will zum Quatschen den Old Man

http://www.youtube.com/watch?v=An2a1_Do_fc

Sind wir ja, Klampfer bringst du den hin?

Und dann nehmen wir dazu Mandela-Like die Regenbogenpille


zuletzt bearbeitet 11.12.2013 19:42 | nach oben springen

#23

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 11.12.2013 20:04
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #11
Zitat von Telamon im Beitrag #10
Hallo meine Lieben,
ich war 2 Tage auf Dienstreise, Dresden und Bitterfeld.
Muss jetzt erst einmal viel lesen um wieder ins Thema zu kommen.
Dieses Thema Staat ist sehr komplex.
Für mich hat vieles mit den entsprechenden Gesetzen, die in jedem Staat unterschiedlich sind, zu tun.
Nehmen wir nur einmal das Thema Drogen. In manchen Ländern gibt es dafür sogar die Todesstrafe und nur wenige sind darüber empört und in anderen Ländern ist der Besitz kein Problem.
Die alten Männer in der DDR haben, glaube ich heute, wirklich an die Idee Sozialismus geglaubt. und alles was dieses Ziel gefährdet hat wurde
bestraft. Ich glaube das hat sich in einem Wahn gesteigert und sie haben jeden Bezug zur Realität verloren und entsprechend Gesetze wurden erlassen und auch durchgesetzt.
Schlimm finde ich nur das so viele junge Menschen so lange da mitgemacht haben ohne das Unrecht erkannt zu haben.
Im Nachhinein aber diese zu verurteilen ist auch nicht der richtige Weg.
Warum gibt es bei uns den Zoll, der mir fast bei jedem Südamerika oder Asienurlaub meiner Koffer durchfühlt und mich an alte Zeiten erinnert.
Man darf nie Vergessen, der Staat erlässt Gesetzte, verstößt man gegen diese wird man bestraft, mal mehr und mal weniger.
Ob es einem persönlich gefällt oder nicht.
Gruß Winfried



Hallo Winfried!

Ja, man kann wirklich behaupten, dass sich die " alten Männer" in der DDR im Laufe ihrer Regierungszeit zunehmend in einen Wahn hinein steigerten. Und zwar in den Wahn, dass nur sie allein wussten, was für das Volk gut ist. Oder eben nicht. Die mangelnde Reisefreiheit und die abgeschottete Grenze selbst, wurde ja unter anderem damit begründet, die Menschen in der DDR vor den Auswirkungen der im Westen herrschenden Kriminalität, unter anderem Drogen, zu bewahren.
Nun kann ja jeder mündige Bürger selbst entscheiden, ob er Drogen nimmt. So viel Entscheidungsfreiheit gestattete der Staat DDR seinen Bürgern jedoch nicht. Er behandelte sie quasi wie unmündige Kinder. Wie sich gegängelte Kinder, denen man keinerlei Freiheiten zugesteht, und sei es aus übertriebener Fürsorge, verhalten, liegt doch auf der Hand: Sie brechen bei der ersten besten Gelegenheit aus!

Zu deinem Satz, dass viele junge Menschen mitgemacht haben, ohne das Unrecht zu erkennen:
Wer in einem Staat aufwächst und aus eigener Erfahrung eben nur diesen Staat kennt, geht nicht unbedingt davon aus, dass die Gesetze dieses Staates Unrecht sind. Sicher, in vielen Dingen hat man ein ungutes Gefühl. Will damit mehr oder weniger nichts zu tun haben. Wie zum Beispiel mit den Schüssen an der Grenze. Kaum einen jungen Menschen hat es wirklich mit Begeisterung zu den Grenztruppen oder überhaupt zur Armee hingezogen.
Aber da es nun einmal eine für jeden männlichen Bürger über achtzehn Jahre geltende Wehrpflicht gab, versuchte man das beste aus der Situation zu machen. Und sich mehr oder weniger "klaglos" ins unvermeidlich anmutende Schicksal zu fügen. Ausnahmen mögen die Regel bestätigen. Aber das waren wirklich nur Ausnahmen!
Die wenigsten Menschen taugen zum Helden oder neigen dazu sich mit dem Stärkeren, in dem Fall mit dem Staat, anzulegen. Den meisten ging es doch nur darum, die achtzehn Monate möglichst ohne große Probleme herunterzureißen. Um dann wieder ins normale Leben ( Familie, Freundin, Arbeitsstelle) zurückzukehren.
Zumal man sich den Dienst bei den Grenztruppen nicht unbedingt als Kriegseinsatz vorstellen muss. Die Wahrscheinlichkeit tatsächlich auf einen Menschen schießen zu müssen, war statistisch gesehen gering. Was jetzt jedoch keine Relativierung des tatsächlichen Schusswaffengebrauchs und dessen Folgen darstellen soll. Aber fast jeder kannte jemanden, aus dem Familien oder Bekanntenkreis, der seinen Wehrdienst bei den Grenztruppen ohne Vorkommnisse ableistete.

Als ich 1985, mit einundzwanzig Jahren, meinen Dienst bei der Volkspolizei aufnahm, war ich felsenfest davon überzeugt, dass der Staat DDR geschützt werden muss. Und das die erlassenen Gesetze und die damit verbundenen Einschränkungen, nicht der DDR selbst, sondern den Gegnern der DDR anzulasten sind. Weil diese die DDR gezwungen hatten, zum Selbstschutz, diese Gesetze zu erlassen.
Daher empfand ich damals die ständigen Vorwürfe gegen die DDR, unter anderem wegen der mangelnden Reise und Meinungsfreiheit, als ungerecht und heuchlerisch.
Heute, im Abstand vieler Jahre, denke ich völlig anders darüber. Heute verstehe ich mich selbst nicht mehr, wie ich den "Sinn" so mancher Gesetze so widerspruchslos anerkennen konnte.
Naivität? Mangelnde persönliche Reife? Oder bewusstes Verdrängen? Weil man gewisse Dinge einfach nicht sehen will. Unter anderem, dass der "Staat DDR" zu keinem Zeitpunkt ein ganz normaler Staat gewesen ist. Sondern ein "Abfallprodukt" des Zweiten Weltkriegs. Einzig und allein am Leben gehalten durch die Gunst der Sowjetunion. Einem Staat "ohne wirkliche Existenzberechtigung", bleibt kaum etwas anderes übrig, als Unrecht zu verüben. Weil ihn die Masse der Bevölkerung freiwillig keinen Gehorsam schenken würde.

Gruß Uwe





Aller Anfang ist ja bekanntlich schwer, aber das ist mal einer.

Das Fazit würde ich auch bestätigen wollen: Ein jeder nicht demokratisch legitimierte Staat wird am Ende Unrecht ausüben müssen, um erhalten zu bleiben.



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#24

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 11.12.2013 21:28
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #12
Mal eine Frage dazu, kann von uns hier jemand schildern wie ihn die angeführte Überwachung tatsächlich im täglichen Leben einschränkt und das auch mit Beispielen belegen?
Spam-Mails- u. Post sind unangenehm, keine Frage, meine persönliche Freiheit schränken sie aber nicht ein und das es die Steuerfahndung gibt ist für Nicht-Steuerschummler auch nicht so das Problem.
Ich oute mich auch gleich mal das ich eigentlich mehr Überwachung möchte und zwar im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung, da kann nämlich gar nicht genug überwacht werden und da möchte ich persönlich den starken Staat und von mir aus auch eine Kamera direkt vor der Haustür.



Das Problem ist halt nur das der Staat bestimmt wer oder was kriminell ist. Ich gehe lieber ein paar persoenliche Risiken ein als mich vom Staat auf Schritt und Tritt "beschuetzen" zu lassen.


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#25

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 11.12.2013 21:36
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #24
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #12
Mal eine Frage dazu, kann von uns hier jemand schildern wie ihn die angeführte Überwachung tatsächlich im täglichen Leben einschränkt und das auch mit Beispielen belegen?
Spam-Mails- u. Post sind unangenehm, keine Frage, meine persönliche Freiheit schränken sie aber nicht ein und das es die Steuerfahndung gibt ist für Nicht-Steuerschummler auch nicht so das Problem.
Ich oute mich auch gleich mal das ich eigentlich mehr Überwachung möchte und zwar im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung, da kann nämlich gar nicht genug überwacht werden und da möchte ich persönlich den starken Staat und von mir aus auch eine Kamera direkt vor der Haustür.



Das Problem ist halt nur das der Staat bestimmt wer oder was kriminell ist. Ich gehe lieber ein paar persoenliche Risiken ein als mich vom Staat auf Schritt und Tritt "beschuetzen" zu lassen.


Welche Risiken hast du gegenständlich in deinem Wald, ich meine in Sachen Kriminalität?


coldwarrior67 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.12.2013 21:40 | nach oben springen

#26

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 11.12.2013 21:43
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #25
Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #24
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #12
Mal eine Frage dazu, kann von uns hier jemand schildern wie ihn die angeführte Überwachung tatsächlich im täglichen Leben einschränkt und das auch mit Beispielen belegen?
Spam-Mails- u. Post sind unangenehm, keine Frage, meine persönliche Freiheit schränken sie aber nicht ein und das es die Steuerfahndung gibt ist für Nicht-Steuerschummler auch nicht so das Problem.
Ich oute mich auch gleich mal das ich eigentlich mehr Überwachung möchte und zwar im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung, da kann nämlich gar nicht genug überwacht werden und da möchte ich persönlich den starken Staat und von mir aus auch eine Kamera direkt vor der Haustür.



Das Problem ist halt nur das der Staat bestimmt wer oder was kriminell ist. Ich gehe lieber ein paar persoenliche Risiken ein als mich vom Staat auf Schritt und Tritt "beschuetzen" zu lassen.


Welche Risiken hast du gegenständlich in deinem Wald, ich meine in Sachen Kriminalität?


Waehrend ich oben im Wald bin koennten mir Einbrecher hier unten das Haus ausraeumen. Aber lieber mit diesem Risiko leben als mit Ueberwachungskameras hier in meiner Strasse.


coldwarrior67 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.12.2013 21:43 | nach oben springen

#27

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 11.12.2013 21:58
von RudiEK89 | 1.950 Beiträge

Das sehe ich nicht so. Ich habe vier Jahre lang Einbrüche in/aus Einfamilienhäusern und Wohnungen bearbeitet.
Du kannst dir nicht vorstellen, wie traumatisiert die Betroffenen waren. Nicht wegen dem Verlust ihres Eigentums,
dass die Versicherung bezahlt, sondern darüber, dass ein Fremder in die Privatsphähre eingedrungen ist.

Was ist z.B. mit den betroffenen Firmen am Connewitzer Kreuz in Leipzig, die jährlich zu Silvester hoher Sachschäden zu
verzeichnen haben?
Und das von Anarchisten, denen das egal ist. Oder aber was ist mit den Vorkommnissen letzte Woche in Bielefeld?

Das hat nichts mehr mit Demokratie zu tun.
Da fällt mir noch die NPD Demonstration letzte Woche in Leipzig ein, wo einige "Ideoten" gegen die Ankunft von Bürgern aus
Syrien aufmarschierten.
Abgesichert haben die Ankunft der Leute mehrere Hundertschaften der Polizei aus dem ganzen Bundesgebiet.
Wo ist da die Demokratie.

Gruß Andreas


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
Küchenbulle 79 und ABV haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#28

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 11.12.2013 22:41
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #27
Das sehe ich nicht so. Ich habe vier Jahre lang Einbrüche in/aus Einfamilienhäusern und Wohnungen bearbeitet.
Du kannst dir nicht vorstellen, wie traumatisiert die Betroffenen waren. Nicht wegen dem Verlust ihres Eigentums,
dass die Versicherung bezahlt, sondern darüber, dass ein Fremder in die Privatsphähre eingedrungen ist.

Was ist z.B. mit den betroffenen Firmen am Connewitzer Kreuz in Leipzig, die jährlich zu Silvester hoher Sachschäden zu
verzeichnen haben?
Und das von Anarchisten, denen das egal ist. Oder aber was ist mit den Vorkommnissen letzte Woche in Bielefeld?

Das hat nichts mehr mit Demokratie zu tun.
Da fällt mir noch die NPD Demonstration letzte Woche in Leipzig ein, wo einige "Ideoten" gegen die Ankunft von Bürgern aus
Syrien aufmarschierten.
Abgesichert haben die Ankunft der Leute mehrere Hundertschaften der Polizei aus dem ganzen Bundesgebiet.
Wo ist da die Demokratie.

Gruß Andreas



Ja @ Rudi, es ist immer aus Sicht des Betrachters zu urteilen. Auch wir waren" Idioten", 1989. Aus Sicht der" Interessengemeinschaft"() auch heute noch.
Man sollte aber auch nicht vergessen, dass sich das Leben, oder der Lebensstandard durch die" Idioten"deutlich verbessert hat. Außer denjenigen, die die Kurve nicht bekommen haben, und heute dafür das System verantwortlich machen.


zuletzt bearbeitet 11.12.2013 22:44 | nach oben springen

#29

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 11.12.2013 22:53
von RudiEK89 | 1.950 Beiträge

Es waren aber ausschließlich Jugendliche, die gegen de Ankunft der Syrier demonstriert haben.
Dazu fällt mir eigentlich nichts ein.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#30

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 11.12.2013 23:05
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von RudiEK89 im Beitrag #29
Es waren aber ausschließlich Jugendliche, die gegen de Ankunft der Syrier demonstriert haben.
Dazu fällt mir eigentlich nichts ein.


Die alten sind schlauer. Die sitzen am Stammtisch beim Bier und kloppen da ihre Parolen. Und das sind bestimmt mehr als in Leipzig. Zudem kann man sie überall im Land finden.

LG von der grenzgaengerin


RudiEK89, Küchenbulle 79 und ABV haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.12.2013 23:05 | nach oben springen

#31

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 11.12.2013 23:10
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #29
Es waren aber ausschließlich Jugendliche, die gegen de Ankunft der Syrier demonstriert haben.
Dazu fällt mir eigentlich nichts ein.

Ja @ Rudi, vielleicht können die Jugendlichen von Heute, doch etwas besser rechnen als die älteren,von damals? In einem anderen Thema in diesem Forum heißt es zum Beispiel,: "Es werden viel Steuergelder dazu benötigt, um den Mindestlohn von 8,50 € zu zahlen"!
Woher kommen doch die Steuergelder, oder wer muss sie erarbeiten


zuletzt bearbeitet 11.12.2013 23:13 | nach oben springen

#32

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 12.12.2013 08:15
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #30
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #29
Es waren aber ausschließlich Jugendliche, die gegen de Ankunft der Syrier demonstriert haben.
Dazu fällt mir eigentlich nichts ein.


Die alten sind schlauer. Die sitzen am Stammtisch beim Bier und kloppen da ihre Parolen. Und das sind bestimmt mehr als in Leipzig. Zudem kann man sie überall im Land finden.

LG von der grenzgaengerin



Ist jetzt ein bisschen OT, passt aber zur aktuellen Asylbewerberproblematik:
In einem kleinen Ort im Oderbruch wurden vor kurzem einige syrische Flüchtlingsfamilien einquartiert. Sehr " familiengerecht" in einem Wohnheim das ansonsten von Alkoholikern bewohnt wird.
Schon wenige Tage nach Ankunft der Familien, kochte die Gerüchteküche geradezu über. Einige behaupteten steif und fest, dass die Asylanten im Dorf herumlaufen und an den Häusern die Fußabtreter nach eventuell darunter versteckten Haustürschlüsseln absuchen. Angeblich soll auch ein, eingezäunter!!! Spielplatz, nur für Asylantenkinder gebaut werden. Andere regten sich über einen angeblichen Shuttle-Bus auf, der die Asylanten zum Einkaufen bringt. Und den, angeblich, eigens für die Asylanten gelegten DSL-Anschluss. Weil sich diese, angeblich, über die mangelnde Möglichkeit mit ihren Zuhause gebliebenen Familien zu "skypen", beschwert hätten.
Und ...... und ........ und .........

Ich bin ja nun wirklich ein ruhiger Mensch. Dem selten der Kragen platzt. Aber wenn ich solch einen Blödsinn höre. Dann könnte ich

Vor allem, wen man sich die Typen anschaut, die solchen Mist absondern. Darunter befinden sich nicht wenige, die bereits seit Jahren jeglicher Arbeit erfolgreich aus dem Weg gehen. Sich aber darüber aufregen, " dass uns die Asylanten auf der Tasche liegen."

Allerdings sollte man diverse Ängste, die, wie alle Vorurteile und Klischees aus Unkenntnis entstehen, trotzdem ernst nehmen. In den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung gab es in der Nähe von Seelow, in einer ehemaligen NVA-Kaserne, eine großes Asylheim. Das neben vielen, vielen echten Flüchtlingen, von rumänischen Einbrecherbanden jahrelang als Operationsbasis missbraucht wurde. Die Banden trieben jahrelang in der Region ihr Unwesen. Wehe wer ihnen dabei begegnete! Es gab dabei mehrere Schwerverletzte und sogar einen Toten zu beklagen!
So etwas wirkt natürlich nach. Wobei ich mir fast sicher bin, dass bei vielen "vernagelten" Zeitgenossen die Vorurteile trotzdem vorhanden gewesen wären. Selbst wenn es keine Rumänenbanden gegeben hätte!

Um wieder zum Thema zu kommen: In punkto " Verhältnis zwischen Bevölkerung und Asylbewerbern" steht der Staat in der Pflicht, für ein ordentliches Miteinander zu sorgen. Sei es durch Aufklärung. Oder, wenn diese nicht ausreicht, durch bestimmte, unmissverständliche Maßnahmen. Keinesfalls darf sich der Staat, von seinen Gegnern ( zum Beispiel Neonazis) dabei auf der Nase herumtanzen lassen!
Im Prinzip sollte sich jeder, der Asylbewerber ablehnt, die Frage stellen lassen, ob er denn lieber in einem Land leben möchte, in dem niemand Zuflucht sucht?


Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#33

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 12.12.2013 08:26
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #30
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #29
Es waren aber ausschließlich Jugendliche, die gegen de Ankunft der Syrier demonstriert haben.
Dazu fällt mir eigentlich nichts ein.


Die alten sind schlauer. Die sitzen am Stammtisch beim Bier und kloppen da ihre Parolen. Und das sind bestimmt mehr als in Leipzig. Zudem kann man sie überall im Land finden.

LG von der grenzgaengerin



Ja so schlicht und verkürzt kann man die Welt auch darstellen und sich selbst immer ins rechte Licht rücken.
Zustimmung ist da immer gewiss.


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#34

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 12.12.2013 09:10
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Am Reichstagsgebäude gibt es den Spruch: Dem Deutschen Volke


Einen Politiker oder einen staatlichen Angestellten bezeichnet man auch als Staatsdiener. Das bedeutet: dem Staate und damit dem deutschen Volke dienen. Diese Damen und Herren werden dafür bezahlt und angestellt um die Interessen des deutschen Volkes zu vertreten und bei allen Entscheidungen das Wohl ihrer Auftraggeber (das deutsche Volk) zu berücksichtigen.

Dieser Grundsatz sollte mal wieder in das Bewusstsein gerückt werden. Wer diesen Grundsatz verletzt, gehört aus dem Staatsdienst entfernt, da Aufgabe nicht verstanden.


LO-Fahrer und Wahlhausener haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 12.12.2013 18:18
von Fritze (gelöscht)
avatar

Nach 09.10 Uhr Waren es wohl sehr viele Rechte !


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#36

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 12.12.2013 22:19
von LO-Fahrer | 606 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #34
Am Reichstagsgebäude gibt es den Spruch: Dem Deutschen Volke


Einen Politiker oder einen staatlichen Angestellten bezeichnet man auch als Staatsdiener. Das bedeutet: dem Staate und damit dem deutschen Volke dienen. Diese Damen und Herren werden dafür bezahlt und angestellt um die Interessen des deutschen Volkes zu vertreten und bei allen Entscheidungen das Wohl ihrer Auftraggeber (das deutsche Volk) zu berücksichtigen.

Dieser Grundsatz sollte mal wieder in das Bewusstsein gerückt werden. Wer diesen Grundsatz verletzt, gehört aus dem Staatsdienst entfernt, da Aufgabe nicht verstanden.


Du sprichst mir aus dem Herzen!!!!


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#37

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 13.12.2013 00:39
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von LO-Fahrer im Beitrag #36
Du sprichst mir aus dem Herzen!!!!

Besonders wenn man die Geschichte der Lettern DEM .EUTSCHEN .OLKE kennt ... www.loevy.de


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


frank, seaman, Rainman2, Mike59 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.12.2013 00:50 | nach oben springen

#38

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 14.12.2013 19:58
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #32

Schon wenige Tage nach Ankunft der Familien, kochte die Gerüchteküche geradezu über. Einige behaupteten steif und fest, dass die Asylanten im Dorf herumlaufen und an den Häusern die Fußabtreter nach eventuell darunter versteckten Haustürschlüsseln absuchen. Angeblich soll auch ein, eingezäunter!!! Spielplatz, nur für Asylantenkinder gebaut werden. Andere regten sich über einen angeblichen Shuttle-Bus auf, der die Asylanten zum Einkaufen bringt. Und den, angeblich, eigens für die Asylanten gelegten DSL-Anschluss. Weil sich diese, angeblich, über die mangelnde Möglichkeit mit ihren Zuhause gebliebenen Familien zu "skypen", beschwert hätten.
Und ...... und ........ und .........

Ich bin ja nun wirklich ein ruhiger Mensch. Dem selten der Kragen platzt. Aber wenn ich solch einen Blödsinn höre. Dann könnte ich

Vor allem, wen man sich die Typen anschaut, die solchen Mist absondern. Darunter befinden sich nicht wenige, die bereits seit Jahren jeglicher Arbeit erfolgreich aus dem Weg gehen. Sich aber darüber aufregen, " dass uns die Asylanten auf der Tasche liegen."

Allerdings sollte man diverse Ängste, die, wie alle Vorurteile und Klischees aus Unkenntnis entstehen, trotzdem ernst nehmen. In den ersten Jahren .....????


Gruß Uwe



Hallo @ABV , sicherlich bist du ein wirklich ruhiger Mensch, so entnehme ich es jedenfalls deinen Beiträgen.
Zu diesem zitierten" roten" aus deinem Beitrag, bin ich absolut nicht deiner Meinung!
34 Mrd. Euro, das ist die Summe, die Deutschland jährlich für die Integration von muslimischen Zuwanderern ausgibt. Die Sozialisation fremder Kultur in der Moderne erfordert erhebliche Aufwände an Sozialhilfe, Sprachförderung, zusätzliche Lehrer und ein Heer von Übersetzern und Pädagogen, Schönrednern und Verschleierern, die alle fürstlich entlohnt werden wollen.
34 Mrd. Euro fließen jedes Jahr aus den Staats- und Versicherungseinnahmen in ein Faß ohne Boden. Die Kosten dafür tragen in der Hauptsache die 27 Millionen Beschäftigten in Deutschland, die wirklich Steuern und Abgaben einzahlen.
Sozusagen die „Leistungsträger“
Jetzt fragst du sicher, „Moment mal, wir haben doch 40 Millionen Beschäftigte in Deutschland, erzählt uns die Bundesregierung“, und damit hast du Recht! Doch von den 40 Millionen sind nur 27 Millionen effektiv Beitrags- und Steuerzahler. Der Rest der Beschäftigten erhält ein geringes Einkommen, arbeitet in Teilzeit, auf 400 € Basis oder verdient in Vollzeitarbeit so wenig, dass er Aufstocken muss, sprich Sozialleistung in Anspruch nimmt.
Das bedeutet nichts weniger, als das Du, sofern Du zu den 27 Millionen Steuer- und Sozialbeiträge einzahlender gehörst, die nicht zusätzlich alimentiert werden müssen, im Jahr gut 1.259,- Euro allein für die Migrationsindustrie dahinblättern!
Ja, Kultur kostet eben,....... !!!!!!!
Soll diese Tradition beibehalten werden


zuletzt bearbeitet 14.12.2013 20:00 | nach oben springen

#39

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 15.12.2013 06:34
von ABV | 4.202 Beiträge

Hallo Harra!
Erstmal Danke für deinen Beitrag. Ich sehe es genauso, dass auf Deutschland eine Menge Kosten zukommen werden. Und mit diesen Kosten, eine Menge Probleme.
Aber: in meinem Beitrag ging es mir vorrangig um die grundsätzliche Ablehnung in großen Teilen der Bevölkerung, in Not geratene Menschen aufzunehmen und Hilfe zu gewähren. Bei allen Problemen die diese Menschen möglicherweise selbst haben: so etwas finde ich persönlich absolut nicht in Ordnung!
Dieses Gebaren erinnert mich an die Erzählungen von Heimatvertriebenen, Deutschen!!, die in den Jahren 1945/ 46 die früheren deutschen Ostgebiete verlassen mussten und durch die Lande irrten. Auf der Suche nach einer Bleibe, stießen sie nicht selten auf Hass und Ablehnung. Wohlgemerkt, seitens der eigenen Landsleute!!
Gastfreundschaft scheint nicht gerade zu den deutschen Grundtugenden zu gehören.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#40

RE: Wie viele "Rechte" darf sich ein Staat gegenüber seinen Bürgern herausnehmen?

in DDR Staat und Regime 19.12.2013 01:08
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von ABV im Beitrag #11
Zitat von Telamon im Beitrag #10
Hallo meine Lieben,
ich war 2 Tage auf Dienstreise, Dresden und Bitterfeld.
Muss jetzt erst einmal viel lesen um wieder ins Thema zu kommen.
Dieses Thema Staat ist sehr komplex.
Für mich hat vieles mit den entsprechenden Gesetzen, die in jedem Staat unterschiedlich sind, zu tun.
Nehmen wir nur einmal das Thema Drogen. In manchen Ländern gibt es dafür sogar die Todesstrafe und nur wenige sind darüber empört und in anderen Ländern ist der Besitz kein Problem.
Die alten Männer in der DDR haben, glaube ich heute, wirklich an die Idee Sozialismus geglaubt. und alles was dieses Ziel gefährdet hat wurde
bestraft. Ich glaube das hat sich in einem Wahn gesteigert und sie haben jeden Bezug zur Realität verloren und entsprechend Gesetze wurden erlassen und auch durchgesetzt.
Schlimm finde ich nur das so viele junge Menschen so lange da mitgemacht haben ohne das Unrecht erkannt zu haben.
Im Nachhinein aber diese zu verurteilen ist auch nicht der richtige Weg.
Warum gibt es bei uns den Zoll, der mir fast bei jedem Südamerika oder Asienurlaub meiner Koffer durchfühlt und mich an alte Zeiten erinnert.
Man darf nie Vergessen, der Staat erlässt Gesetzte, verstößt man gegen diese wird man bestraft, mal mehr und mal weniger.
Ob es einem persönlich gefällt oder nicht.
Gruß Winfried



Hallo Winfried!

Ja, man kann wirklich behaupten, dass sich die " alten Männer" in der DDR im Laufe ihrer Regierungszeit zunehmend in einen Wahn hinein steigerten. Und zwar in den Wahn, dass nur sie allein wussten, was für das Volk gut ist. Oder eben nicht. Die mangelnde Reisefreiheit und die abgeschottete Grenze selbst, wurde ja unter anderem damit begründet, die Menschen in der DDR vor den Auswirkungen der im Westen herrschenden Kriminalität, unter anderem Drogen, zu bewahren.
Nun kann ja jeder mündige Bürger selbst entscheiden, ob er Drogen nimmt. So viel Entscheidungsfreiheit gestattete der Staat DDR seinen Bürgern jedoch nicht. Er behandelte sie quasi wie unmündige Kinder. Wie sich gegängelte Kinder, denen man keinerlei Freiheiten zugesteht, und sei es aus übertriebener Fürsorge, verhalten, liegt doch auf der Hand: Sie brechen bei der ersten besten Gelegenheit aus!

Zu deinem Satz, dass viele junge Menschen mitgemacht haben, ohne das Unrecht zu erkennen:
Wer in einem Staat aufwächst und aus eigener Erfahrung eben nur diesen Staat kennt, geht nicht unbedingt davon aus, dass die Gesetze dieses Staates Unrecht sind. Sicher, in vielen Dingen hat man ein ungutes Gefühl. Will damit mehr oder weniger nichts zu tun haben. Wie zum Beispiel mit den Schüssen an der Grenze. Kaum einen jungen Menschen hat es wirklich mit Begeisterung zu den Grenztruppen oder überhaupt zur Armee hingezogen.
Aber da es nun einmal eine für jeden männlichen Bürger über achtzehn Jahre geltende Wehrpflicht gab, versuchte man das beste aus der Situation zu machen. Und sich mehr oder weniger "klaglos" ins unvermeidlich anmutende Schicksal zu fügen. Ausnahmen mögen die Regel bestätigen. Aber das waren wirklich nur Ausnahmen!
Die wenigsten Menschen taugen zum Helden oder neigen dazu sich mit dem Stärkeren, in dem Fall mit dem Staat, anzulegen. Den meisten ging es doch nur darum, die achtzehn Monate möglichst ohne große Probleme herunterzureißen. Um dann wieder ins normale Leben ( Familie, Freundin, Arbeitsstelle) zurückzukehren.
Zumal man sich den Dienst bei den Grenztruppen nicht unbedingt als Kriegseinsatz vorstellen muss. Die Wahrscheinlichkeit tatsächlich auf einen Menschen schießen zu müssen, war statistisch gesehen gering. Was jetzt jedoch keine Relativierung des tatsächlichen Schusswaffengebrauchs und dessen Folgen darstellen soll. Aber fast jeder kannte jemanden, aus dem Familien oder Bekanntenkreis, der seinen Wehrdienst bei den Grenztruppen ohne Vorkommnisse ableistete.



Als ich 1985, mit einundzwanzig Jahren, meinen Dienst bei der Volkspolizei aufnahm, war ich felsenfest davon überzeugt, dass der Staat DDR geschützt werden muss. Und das die erlassenen Gesetze und die damit verbundenen Einschränkungen, nicht der DDR selbst, sondern den Gegnern der DDR anzulasten sind. Weil diese die DDR gezwungen hatten, zum Selbstschutz, diese Gesetze zu erlassen.
Daher empfand ich damals die ständigen Vorwürfe gegen die DDR, unter anderem wegen der mangelnden Reise und Meinungsfreiheit, als ungerecht und heuchlerisch.
Heute, im Abstand vieler Jahre, denke ich völlig anders darüber. Heute verstehe ich mich selbst nicht mehr, wie ich den "Sinn" so mancher Gesetze so widerspruchslos anerkennen konnte.
Naivität? Mangelnde persönliche Reife? Oder bewusstes Verdrängen? Weil man gewisse Dinge einfach nicht sehen will. Unter anderem, dass der "Staat DDR" zu keinem Zeitpunkt ein ganz normaler Staat gewesen ist. Sondern ein "Abfallprodukt" des Zweiten Weltkriegs. Einzig und allein am Leben gehalten durch die Gunst der Sowjetunion. Einem Staat "ohne wirkliche Existenzberechtigung", bleibt kaum etwas anderes übrig, als Unrecht zu verüben. Weil ihn die Masse der Bevölkerung freiwillig keinen Gehorsam schenken würde.

Gruß Uwe






Hallo Uwe,

danke für deine ernsten und nachdenklichen Worte, ich habe großen Respekt davor.
Bzgl. deiner dir selbst gestellten Fragen:
Naivität? Mangelnde persönliche Reife? Oder bewusstes Verdrängen?

Es gab doch auch eine Plausibilität, in deren Kontext du gelebt und gearbeitet hast.
Und: wir alle stecken ja immer "in" unserem Leben und schweben nicht darüber. Die Übersicht über Lebensphasen und damit, wie wir wann gehandelt haben, kommt doch immer erst später, ist jedenfalls meine Erfahrung.

Zum Thema "Staat und Gesellschaft":

ich teile deine Meinung, dass der Staat das Gerüst - und zwar ein sicheres - für gesellschaftliches Miteinander sein soll. Nicht mehr!
Das bedeutet auch, wenn ich mit politischem Handeln nicht einverstanden bin, besteht Demokratie genau darin, dass ich das klar und deutlich zum Ausdruck bringen kann und mich bestenfalls selbst engagiere - das auf der Grundlage einer Verfassung, der ich zustimme, was ich im Fall unseres Landes tue.
.
.


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